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"Postkoitale Kontrazeption" - Gynäkologische Endokrinologie 1/2012
Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr kommt es bei 8 von 100 Frauen zu einer Schwangerschaft. Methoden der postkoitalen Kontrazeption zur nachträglichen Verhinderung einer Schwangerschaft nach bereits erfolgtem ungeschütztem oder nicht effektiv geschütztem Geschlechtsverkehr verringern die Schwangerschaftsrate auf
"Mundschleimhautkarzinom - Mono- oder multimodale Behandlungskonzepte und moderne Techniken der rekonstruktiven Chirurgie" - best practice onkologie 1/2012
Etwa 3% aller malignen Tumoren treten in der Mundhöhle und im Oropharynx auf. In der Bundesrepublik Deutschland erkranken daran etwa 11.000 Menschen pro Jahr [13]. Über 90% der Mundhöhlenmalignome sind Plattenepithelkarzinome. Seltener sind verruköse Karzinome, Adenokarzinome oder Mukoepidermoidkarzinome. Die Entstehung ist meist multifaktoriell bedingt. Männer sind mit knapp 2 Dritteln häufiger als Frauen betroffen. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 5. und 6. Lebensjahrzehnt.
"Visualisierung latenter Blutspuren" - Rechtsmedizin 1/2012
Erfassung und Interpretation latenter Blutspuren sind wichtige Bestandteile der Blutspurenverteilungsanalyse. Die Suche nach bei Normalbeleuchtung nichtsichtbaren Blutspuren mithilfe spezieller Beleuchtungstechniken, der Luminolsprühmethode und chemischer Kontrastverstärkung durch Leukokristallviolett (LCV) ermöglicht den differenzierten Nachweis von Blutspuren und Reinigungsmaßnahmen, die dem Gutachter initial nicht zugänglich waren. Forensische Lichtquellen sind in der Lage, Licht unterschiedlicher Wellenlänge zu emittieren und so unsichtbare Spuren dem menschlichen Auge zugänglich zu machen. Luminol ist ein Substanzgemisch, das bei Kontakt mit Blut eine blaue Chemilumineszenz erzeugt und so die latente Blutspur kurzzeitig zum Vorschein bringt. Chemische Kontrastverstärker wie LCV weisen durch katalytische Farbreaktionen den Hämanteil des Hämoglobins nach und machen latente [..]
"Kontrazeption bei Jugendlichen" - Der Gynäkologe 1/2012
Die Beratung von Jugendlichen über Kontrazeption unterscheidet sich grundsätzlich von der von Erwachsenen. Unsicherheit und häufig auch Unwissenheit gegenüber der Sexualität sind bei jungen Menschen groß. Es fällt ihnen oft schwer, mit dem Arzt/der Ärztin darüber zu sprechen und fachlichen Rat einzuholen. Ziel der Beratung ist, Jugendliche so aufzuklären und Verhütungsmethoden so genau zu erläutern, dass ungeplante Teenagerschwangerschaften oder Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden können. Erste Wahl in der Schwangerschaftsverhütung bei Jugendlichen ist eine Kombination aus hormoneller Kontrazeption (meist Pille) und Kondom. Dabei kommt zum hohen Verhütungsschutz der Pille der Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen (häufiger Partnerwechsel) hinzu. Zuvor ist eine genaue Anamnese sowohl zu Kontraindikationen als auch zu Wechselwirkungen durchzuführen. Nebenwirkungen und Risiken (v.a. das erhöhte Thromboserisiko) müssen in der Beratung angesprochen werden.
"Häusliche Gewalt in Paarbeziehungen - Intervention und Prävention" - Notfall + Rettungsmedizin 1/2012
Einrichtungen der medizinischen Versorgung sind bedeutende Orte für Prävention und Intervention bei Gewalt in Paarbeziehungen. Ärzte und Pflegekräfte in Rettungsstellen gehören zu den ersten und mitunter einzigen Personen, die professionelle Unterstützung anbieten und weitere Hilfe vermitteln können. Eine rechtzeitige und kurze Intervention im Rahmen der Gesundheitsversorgung kann wesentlich dazu beitragen, das Risiko weiterer Gewalt und langfristiger gesundheitlicher Schädigungen zu verhindern – von dem v. a. Frauen und ihre Kinder betroffen sind. Fachkompetenz und Handlungssicherheit auf Seiten der Fachkräfte in Rettungsstellen sind entscheidend dafür, ob Präventions- und Interventionschancen realisiert werden.
"Möglichkeiten der Endoskopie in der Onkologie" - Der Onkologe 1/2012
Der vorliegende Beitrag beleuchtet endoskopische diagnostische und therapeutische Optionen in der Onkologie. Die Endosonographie ist ein Verfahren, das die Möglichkeiten der Endoskopie wesentlich bereichert, da es einen Blick über die Oberfläche der Mukosa hinaus in die umgebenden Strukturen und gezielte Interventionen ermöglicht. Es hielt Einzug in viele Leitlinien. Die Möglichkeiten und Grenzen der endoskopischen Behandlung von Frühkarzinomen werden für den Ösophagus, den Magen und das Kolorektum aufgezeigt. Neue Materialien und Methoden bereichern die gastrointestinale Stenttherapie. Durch Stents oder mit den bereits gut etablierten perkutan-enteralen Sonden lassen sich in vielen kurativen und palliativen onkologischen Situationen maßgeschneiderte Lösungen finden.
"Lupusnephritis" - Der Nephrologe 1/2012
Bei einem systemischen Lupus erythematodes muss bei 30–90% der Patienten im Verlauf mit einer renalen Beteiligung gerechnet werden. Diese ist entscheidend für die Morbidität und die Mortalität der Patienten verantwortlich. Die Lupusnephritis wird nach der Histologie in 6 Klassen eingeteilt, wobei die Klinik keine Vorhersage der Klasse erlaubt. Daher ist eine Nierenbiopsie unumgänglich, da sich die Therapie nach der Klasse richtet. Während bei der mesangioproliferativen Lupusnephritis (Klasse II) meist die extrarenalen Manifestationen die Therapie bestimmen, kommt man bei einer proliferativen Lupusnephritis (Klasse III fokal, Klasse IV diffus) nicht um eine Immunsuppression mit Cyclophosphamid, in letzter Zeit häufiger alternativ Mycophenolat-Mofetil (MMF), nicht herum. Bei der membranösen Glomerulonephritis (Klasse V) steht die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron [..]
"Frühe und fortgeschrittene rheumatoide Arthritis - Diagnostik und aktuelle Behandlungsstrategie" - Zeitschrift für Rheumatologie 1/2012
Für die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis (RA) werden oft Klassifikationskriterien herangezogen. 2010 wurden die neuen ACR/EULAR-Klassifikationskriterien für die RA vorgestellt, die eine frühzeitigere Erfassung von Patienten erlauben, die ein hohes Risiko für eine chronisch-persistierende, erosiv verlaufende Arthritis aufweisen und damit der Definition einer RA entsprechen. Die Therapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten sollte möglichst frühzeitig einsetzen. Methotrexat gilt als Standardtherapeutikum der ersten Wahl. Bei unzureichendem Ansprechen ist die Effektivität einer Biologikatherapie belegt. Für die Behandlung entscheidend ist die Definition des Therapieziels – in Frühfällen Remission, in späteren Stadien eine möglichst niedrige Krankheitsaktivität. Das Erreichen dieses Therapieziels sollte regelmäßig geprüft und die medikamentöse Therapie entsprechend angepasst werden.
"Systemische Amyloidosen" - Der Internist 1/2012
Amyloidosen sind seltene Proteinfaltungskrankheiten, bei denen sich Proteine infolge einer Konformationsänderung als unlösliche fibrilläre Aggregate ablagern. Dies kann systemisch oder lokalisiert erfolgen. Systemische Amyloidosen sind lebensbedrohliche Komplikationen monoklonaler Gammopathien oder chronischer Entzündungen oder treten im Rahmen einer familiären Erkrankung auf. Die kausale Behandlung der Amyloidosen besteht in der Reduktion der amyloidbildenden Proteine durch Chemotherapie, antientzündliche Behandlung oder Lebertransplantation. Die Frühdiagnose der Erkrankung ist essenziell, um die Patienten effektiv behandeln zu können und eine weitere Funktionsverschlechterung der Organe zu verhindern.
"Aphakie- und Pseudophakieglaukom nach Kataraktoperation im Kindesalter" - Der Ophthalmologe 1/2012
Durch moderne Techniken ist die kongenitale Katarakt heute chirurgisch sehr erfolgreich behandelbar. Die am meisten gefürchtete postoperative Komplikation ist die Ausbildung eines Sekundärglaukoms (etwa ein Drittel aller kindlichen Sekundärglaukome). Angaben zur Prävalenz sind aufgrund der limitierten Aussagekraft der Literatur schwierig. Angegeben wird eine Inzidenz von 10−25% über 10 Jahre postoperativ, die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmender Nachbeobachtungsdauer. Ein entscheidender Risikofaktor für die Glaukomentstehung ist offensichtlich das Alter bei Operation: je geringer das Lebensalter zum Operationszeitpunkt, desto höher das Risiko für ein Sekundärglaukom. Eine Mikrokornea ist nach multivariater Analyse ein weiterer Risikofaktor. Folgende postoperative Veränderungen könnten pathogenetisch relevant sein: periphere anteriore Synechien, hohe Irisinsertion [..]
"Schlüssel zur Diagnostik in der Pneumologie - Anamnese und klinische Untersuchung" - Der Pneumologe 1/2012
Im Zeitalter der hoch technisierten Medizin werden Anamnese und klinische Untersuchung zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Es ist aber eine Tatsache, dass damit auch heute noch 80% aller Diagnosen gestellt werden können. Falls überhaupt notwendig, dienen weitere, zumeist apparative Tests nur noch der Bestätigung der Diagnose. Eine kompetente Anamnese und klinische Untersuchung machen nicht selten teure und/oder zeitaufwendige Explorationen unnötig. Vor allem gilt es zu betonen, dass die aufgrund des klinischen Eindrucks gewonnene subjektive Einschätzung der Vortest-Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Krankheit eine unabdingbare Voraussetzung für die Bewertung weiterer Testresultate ist.
"Fehldiagnose Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom? Empirische Befunde zur Frage der Überdiagnostizierung" - Psychotherapeut 1/2012
Sowohl unter Experten als auch in der Öffentlichkeit wird oft vermutet, dass das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) überdiagnostiziert wird. Dennoch gibt es hierzu kaum empirische Befunde. Aktuelle Ergebnisse der hier dargestellten repräsentativen Befragung von Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiatern liefern jedoch erstmals empirische Belege dafür, dass ADHS zu häufig diagnostiziert wird. Die Befunde zeigen, dass Jungen bei identischem Symptombild häufiger eine ADHS-Diagnose gestellt bekommen als Mädchen. Eine fälschliche ADHS-Diagnose zieht zudem die Empfehlung einer medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung nach sich. Als Erklärung für diese diagnostischen Fehlurteile wird diskutiert, dass Therapeuten – wie bei anderen Alltagsentscheidungen auch – in der Diagnosesituation Heuristiken einsetzen. Verbreitet sind dabei [..]
"Obstruktive Schlafapnoe im Kindesalter - Anästhesiologische Aspekte" - Der Anaesthesist 1/2012
Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) kann den Säugling bis zum Erwachsenen betreffen. Die Symptomatik ist zunächst altersabhängig und gleicht sich erst während der Pubertät der von Erwachsenen an. Wichtige Hinweise im Kindesalter geben z.B. kraniofaziale Dysmorphien, Gedeihstörungen, Infektanfälligkeiten oder Sprachentwicklungsverzögerungen. Kinder vor der Pubertät können durch Unruhe, Aufmerksamkeitsdefizite, schlechte Schulleistungen oder sekundäre Enuresis auffallen. Entscheidend für die anästhesiologische Versorgung sind zunächst die Erhebung einer Verdachtsdiagnose und deren Berücksichtigung für die perioperative Planung. Die Sicherheitsaspekte im Umgang mit OSA-Kindern betreffen ­insbesondere die perioperative Atemwegssicherung und die ausreichend lange Überwachung der respiratorischen Funktionen.
"Rezeptorfunktion der Bogengänge - Teil 1: Anatomie, Physiologie, Diagnostik und Normalbefunde" - HNO 1/2012
Die Aufnahme und Umwandlung von Bewegungsreizen durch die vestibulären Rezeptoren, eine ungestörte posturale Kontrolle sowie ein intakter Visus sind die Voraussetzung für eine Orientierung im Raum. Störungen dieser drei reizaufnehmenden Sinnessysteme werden als „Schwindel“ oder „Gleichgewichtsstörungen“ reflektiert. Die Integrität peripherer Rezeptoren, insbesondere der 3 Bogengänge, spielt dabei eine vordergründige Rolle. Sie reagieren auf Beschleunigungsreize und leiten diese über reflektorische Verbindungen zu den Augenmuskeln weiter. Die Stabilisierung eines Blickziels erfolgt dabei über vestibulookuläre Reflexe, die eine sehr kurze Latenzzeit aufweisen und so permanent ein stabiles Abbild auf der Retina gewährleisten. Für die Diagnostik der Rezeptorfunktion des peripher-vestibulären Systems stehen unterschiedliche Testverfahren zur Verfügung. [..]
"Verbrühungen und Verbrennungen bei Kindern - Aktuelle Therapiekonzepte" - Monatsschrift Kinderheilkunde 1/2012
Verbrühungen und Verbrennungen nehmen in der Gesamtstatistik kindlicher Unfälle den zweiten Platz ein, dabei sind Verbrühungen mit 80% am häufigsten. Pro Jahr werden etwa 600 Verbrennungsunfälle bei Kindern stationär behandelt, davon 290 in Verbrennungszentren (44 Kinderspezialbetten in Deutschland; Leitstelle 040-2882–3998). Ziel der Erstversorgung sind die Sicherstellung der Vitalfunktionen sowie die Schmerzbekämpfung. In den ersten Tagen steht bei größeren Verbrennungen das Management des massiven Flüssigkeitsverlusts im Vordergrund. In der Folge treten Wundheilung, Hauttransplantation und Vermeidung bzw. Bekämpfung sekundärer Infektionen in den Vordergrund. Durch die moderne Intensivmedizin und die Behandlung in pädiatrischen Verbrennungszentren (Versorgung ist in Deutschland flächendeckend sichergestellt) sind Todesfälle auch bei schweren Verbrennungen selten [..]
"Hirnstimulationsverfahren - Transkranielle Magnetstimulation, Magnetkrampftherapie und tiefe Hirnstimulation" - Der Nervenarzt 1/2012
Hirnstimulationsverfahren sind vielversprechende Behandlungsoptionen bei schweren, therapieresistenten psychiatrischen Erkrankungen. Die transkranielle Magnetstimulation ist ein sicheres und wenig invasives Verfahren, wobei bis heute die Wertigkeit in Bezug auf eine klinische Anwendbarkeit unklar ist. Eine Weiterentwicklung der transkraniellen Magnetstimulation ist die Magnetkrampftherapie. Hierbei werden generalisierte Krampfanfälle zu therapeutischen Zwecken – ähnlich der Elektrokrampftherapie – unter Narkose und Muskelrelaxation ausgelöst. Die bisherigen Ergebnisse bezüglich der antidepressiven Wirkung und dem gegenüber der Elektrokrampftherapie guten kognitiven Nebenwirkungsprofil sind überzeugend. Die tiefe Hirnstimulation ist ein invasives Verfahren, wobei mit einer stereotaktischen Operation Elektroden in definierten Zielregionen eingesetzt werden. Die Wirkung [..]
"Kongenitale Kniegelenkluxation (CDK)" - Der Orthopäde 1/2012
Die kongenitale Kniegelenkluxation (CDK) ist eine seltene Deformität, die sowohl isoliert als auch als idiopathische Fehlbildung oder im Rahmen von Syndromen, wie der Arthrogrypose, der Myelodysplasie und dem Larsen-Syndrom, auftreten kann. Die Diagnose wird bei der Geburt klinisch gestellt; es zeigt sich eine Hyperextension des Kniegelenks. Die Bestätigung der Diagnose und die Klassifizierung des Schweregrades erfolgen mittels konventionellem Röntgenbild oder Sonographie. Viele Theorien wurden bezüglich der Pathogenese entwickelt. Neueren Studien nach scheint eine Fibrose des M. quadriceps ursächlich zu sein. Die Therapie soll in den ersten Lebenswochen beginnen, primär konservativ durch redressierende Gipsverbände, bei Therapieresistenz operativ mit dem Ziel einer Reposition des Kniegelenks. Die Prognose ist günstig.
"Osteomyelitis im Erwachsenenalter - Diagnostische Prinzipien und therapeutische Strategien" - Der Unfallchirurg 1/2012
Gegenstand der vorliegenden Übersichtsarbeit ist die Darstellung der diagnostischen und therapeutischen Prinzipien bei der Behandlung der chronischen Osteomyelitis der langen Röhrenknochen im Erwachsenenalter. Wichtig ist eine möglichst frühzeitige Keimbestimmung aus dem Gewebe, das im Rahmen einer Biopsie oder eines Débridements aus der Tiefe gewonnen wird. Oberflächliche Abstriche oder solche aus Fistelgängen sind nicht aussagekräftig und sollten deshalb zur Planung der antibiotischen Therapie nicht herangezogen werden. Die chronische Osteomyelitis ist durch nekrotisches bzw. nichtdurchblutetes Knochengewebe gekennzeichnet, das eine Hauptgefahr für das Wiederaufflackern von Infektionen darstellt. Hier kann nur eine multimodale Therapie bestehend aus chirurgischer Sanierung mit sorgfältiger Resektion von nicht durchblutetem Gewebe (radikale Nekrektomie), einer gut [..]
"Stellenwert des Ultraschalls in der Urologie" - Der Urologe 1/2012
Der Ultraschall nimmt in der primären Diagnostik in der Urologie einen wichtigen Stellenwert ein – sei es als orientierende Untersuchung bei akuten Erkrankungen wie z. B. Nierenkolik, Hodentorsion oder geringgradigen Nierentraumata oder als Verlaufskontrolle bei chronischen Erkrankungen wie z. B. vesikoureteralem Reflux, Restharnbestimmung bei benignem Prostatasyndrom (BPS), Fertilitätsabklärung oder Karzinomdetektion. Die Untersuchung kann schnell, kostengünstig und v. a. ohne Strahlenbelastung sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im stationären klinischen Alltag durchgeführt werden. Der Einsatz innovativer Techniken wie z. B. dem kontrastverstärkten Ultraschall (CEUS) oder der Echtzeitelastographie (RTE) könnte dazu führen, dass das Anwendungsgebiet der Sonographie erweitert wird. Trotz der breiten Verfügbarkeit und der genannten Vorteile bleibt die diagnostische [..]
"Lokale Anästhesieverfahren in der Dermatologie - Teil 1: Grundlagen" - Der Hautarzt 1/2012
Die überwiegende Zahl der Operationen am Hautorgan wird in Lokalanästhesie durchgeführt. Die Wahl des Anästhesieverfahrens wird vom Alter des Patienten, seiner Kooperationsfähigkeit und Komorbidität bestimmt. Für Infiltrationsanästhesien kommen heute vorwiegend Lokalanästhetika vom Amidtyp zum Einsatz. Für die wirksame Blockade peripherer Nerven im Rahmen der Leitungsanästhesie sind fundierte anatomische Kenntnisse erforderlich. Werden die Wirkungsweise der Lokalanästhetika, ihre toxischen Effekte und potenzielle Arzneimittelinteraktionen bei der Metabolisierung beachtet, dann ist das Komplikationsrisiko bei lokalen Anästhesieverfahren relativ gering. Es sollte dennoch nicht unterschätzt werden, speziell bei unseren zunehmend älteren Patienten. Deshalb müssen adäquate Notfallmaßnahmen mit dem Operationsteam regelmäßig trainiert werden.
"Management und Therapie des Vorhofflimmerns beim geriatrischen Patienten" - Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 1/2012
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung bei geriatrischen Patienten, die Prävalenz bei über 80-Jährigen beträgt etwa 10%. Patienten mit Vorhofflimmern haben ein doppelt so hohes Mortalitätsrisiko, das Risiko für einen Schlaganfall ist um den Faktor 5 erhöht. Im Gegensatz dazu stehen die aktuellen Leitlinien der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC), die diese Patientengruppe kaum berücksichtigen. Insbesondere mangelt es an Empfehlungen zu alltäglichen Fragen in der klinischen Betreuung dieser Patientengruppe. Ziel der vorliegenden Arbeit ist, für geriatrisch tätige Kolleg(inn)en unter Aufarbeitung der spezifischen Fachliteratur die vorliegende europäische Leitlinie für dieses Patientenkollektiv zu ergänzen. Diskutiert werden die Themenbereiche Rhythmus- versus Frequenzkontrolle, Antikoagulation, Outcome und Prävention, Stürze, [..]
"Radiologie und Schwangerschaft - Grundlagen, Rahmenbedingungen und Belastungen" - Der Radiologe 1/2012
In der Radiologie stellen sich beim Umgang mit schwangeren und stillenden Frauen immer wiederkehrende Fragen. Diese betreffen die Schwangere einerseits als Patientin und andererseits als Mitarbeiterin. Auch steht der Fetus als Patient immer häufiger im Mittelpunkt. Alle Überlegungen münden letztlich in die Festlegung einer rechtfertigenden Indikation einschließlich der Diskussion, ob es schonendere Verfahren gibt, die weder die schwangere Patientin oder Mitarbeiterin noch den Feten belasten. Dabei sind auch die eventuell nötigen Kontrastmittel in die Betrachtung einzubeziehen. Weiterhin muss bei diesen Überlegungen diskutiert werden, ob es Anwendungsbeschränkungen bei Untersuchungsmethoden gibt, bei denen keine ionisierende Strahlung angewendet wird. Dieser Artikel behandelt neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen die technischen und pharmakologischen Belastungen für die [..]
"Diagnostik und Therapie des Magenkarzinoms - Die neue S3-Leitlinie" - Der Gastroenterologe 1/2012
In den letzten Jahren hat es entscheidende Fortschritte in der Therapie des Magenkarzinoms gegeben. Daher war es eine logische Konsequenz, dass 2011 in Deutschland erstmalig eine S3-Leitlinie für das Magenkarzinom erstellt wurde. Neben der neoadjuvanten bzw. perioperativen Therapie, die sich in Europa schon seit längerem etabliert haben, hat hier nun auch die adjuvante Therapie einen angemessenen Stellenwert – in asiatischen Ländern gehört sie längst zum Standard. In der palliativen Therapie des Magenkarzinoms werden vermehrt Biologicals eingesetzt. Mit diesen neuen Substanzen können inzwischen mittlere Überlebenszeiten von 16 Monaten erreicht werden. Auch in der Zweitlinientherapie kann eine weitere Überlebensverlängerung bei guter Lebensqualität erreicht werden. Durch die Vielzahl an Therapieoptionen ist nun, ähnlich wie bei anderen Tumorentitäten, eine [..]
"Intrathorakale Verletzungen" - Der Chirurg 1/2012
Schwere intrathorakale Verletzungen sind selten, jedoch meist akut lebensbedrohlich. Sie treten häufig im Rahmen eines Polytraumas auf. Sind die polytraumatisierten Patienten stabilisiert, ist die Bildgebung essenzielle Grundlage der richtigen Versorgung und einer nachfolgenden Operation. Dabei kann die richtige Einschätzung der intrathorakalen Verletzungen nur interdisziplinär in enger Kooperation zwischen der Anästhesie, Unfall- und Thoraxchirurgie erfolgen. Je nach Verletzungsmuster müssen weitere Fachabteilungen hinzugezogen werden. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über das Management der wichtigsten intrathorakalen Verletzungen.
"Schlaganfall-Therapie: "Time is brain" - Aktuelles Wissen zu Ursachen, Diagnostik & Behandlung" - CME - Premium-Fortbildung 1/2012
In Deutschland erleiden pro Jahr etwa 250.000 Patienten einen Schlaganfall. Das medizinische Verständnis dafür hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Schlaganfall wird heute als akuter Notfall verstanden, „time is brain“. Das Rezidivrisiko ist hoch. Alle Patienten sollten auf einer Stroke Unit behandelt werden. Wichtig ist eine schnelle Diagnose, um rasch und zielgerichtet mit der Therapie beginnen zu können. Die bildgebende Diagnostik ist dabei unverzichtbar. Der vorliegende Beitrag erläutert das aktuelle Wissen über Ursachen, Syndrome, Notfalldiagnostik und Therapie des Schlaganfalls.
"Medizinische Aspekte der Gewahrsamstauglichkeit - Erst nach dem "Arzt-Check" hinter Schloss und Riegel" - CME - Premium-Fortbildung 1/2012
In Deutschland ist die Beurteilung der Gewahrsamstauglichkeit aufgrund deutlich differierender Regelungen in den Bundesländern, fehlender Untersuchungsstandards und ungeklärter ärztlicher Zuständigkeit erheblich erschwert. Die im Polizeigewahrsam untersuchten Personen sind meistens männlich und es dominieren jüngere Altersgruppen. Bei den Indikationen stehen Intoxikationen und Entzugssyndrome im Vordergrund. Häufig wird das positive Votum über die Gewahrsamstauglichkeit von Auflagen abhängig gemacht. Auch die Analyse von Todesfällen im Polizeigewahrsam kann zur Identifikation des Risikoprofils und zu Präventionsmaßnahmen beitragen. Eine Mängelanalyse solcher Sterbefälle zeigte, dass überwiegend gute Chancen zur Vermeidung des Todeseintritts bestanden hätten. Auf der Ebene der Organisation und der gesetzlichen Regelung des Polizeigewahrsams besteht in Deutschland [..]
"Depressive Kinder und Jugendliche - Nur trübe Stimmung oder eine ernste Erkrankung?" - CME - Premium-Fortbildung 1/2012
Depressives Verhalten kann in allen Altersgruppen auftreten, wobei das Risiko für die Entstehung einer depressiven Störung im Übergang vom Kindes- zum Jugendalter besonders hoch ist. Rechnet man subklinische Phänomene, wie soziale Unsicherheit, mangelndes Selbstwertgefühl oder Leistungsängste, zu diesem Erscheinungsbild hinzu, kann man davon ausgehen, dass ungefähr 10% aller Jugendlichen von einer depressiven Störung betroffen sind. Deren Ursachen und alterspezifischen Erscheinungsformen sind geklärt, Präventions- und Behandlungsansätze liegen vor, wobei schwere Formen eine kombinierte pharmakologische und verhaltenstherapeutische Behandlung erfordern.
"Neues Taxan gegen Prostatakrebs" - Apotheke + Marketing 1/2012
Prostatakrebs ist mit Abstand die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Jährlich erkranken rund 50000 Patienten neu an einem Prostatakarzinom, 11500 versterben an der Erkrankung. Eine Pharmakotherapie des metastasierten Prostatakarzinoms erfolgt zunächst durch Hormonentzug mit Antiandrogenen sowie als nächstem Schritt mit Taxanen, deren Palette mit Cabazitaxel um eine neue Substanz erweitert wurde.
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