Genesisnet.Info
Aktuelle News der Website Genesisnet.Info
Die Seiten sollen helfen, die Argumente für und gegen Schöpfung oder Evolution objektiv einzuschätzen. Deshalb wird möglichst genau zwischen wissenschaftlichen Tatsachen („objektiven Daten”), ihren Deutungen und den zugrundeliegenden wissenschafts-philosophischen Glaubensaussagen unterschieden. Die Autoren vertreten eine positive Haltung gegenüber einer Schöpfung im biblischen Sinne und verpflichten sich selbst nach bestem Wissen und Gewissen zur Ehrlichkeit. Das heißt insbesondere: Sie wollen weder gute Argumente Andersdenkender noch eigene offene Fragen herunterspielen. Sie möchten zudem weder polemisch noch überredend sein.
Der Leser soll klar über den Stand und die Hintergründe der Ursprungsforschung informiert werden und selbst die Entscheidung treffen, welche These er als richtig befindet.
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Anpassung durch Verluste
09.05.2012 13:00
Hughes (2011) stellt ein Modell vor, das schnelle Anpassung und Evolution auf der Basis von Plastizität (umweltbedingte Änderungsmöglichkeiten), ausmerzender („purifying“) Selektion und Gendrift verständlich machen soll („PRM-Modell“, „plasticity-relaxation-mutation mechanism“). Dieses Modell könnte manche Befunde besser erklären als die klassische Synthetische Evolutionstheorie, eignet sich aber nicht als Erklärung der ...
Bestätigung einer wichtigen Funktion des Wurmfortsatzes
10.04.2012 13:00
Der Wurmfortsatz des menschlichen Blinddarms gilt als Paradebeispiel für ein rudimentäres, rückgebildetes, nutzloses Organ. Doch es gibt eine wachsende Anzahl von Hinweisen darauf, dass dies eine Fehlinterpretation ist. Die Hypothese, dass der Wurmfortsatz eine Art „Rettungsstation“ für wichtige Darmbakterien bildet, konnte kürzlich erfolgreich getestet werden.
Der Wurmfortsatz (Appendix) des menschlichen Blinddarms ist vielleicht das bekannteste Beispiel ...
Eine Nachlese zum OPERA-Experiment und schnellen Neutrinos
18.03.2012 12:00
Vor einigen Monaten gingen Schlagzeilen durch die Presse, wonach das Weltbild der modernen Physik widerlegt sei. Grund dafür waren Messungen von Überlichtgeschwindigkeit von Neutrinos. Dies würde tatsächlich Modelländerungen erfordern, doch es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass ein Messfehler vorliegt.
Gigantische Teilchenbeschleuniger im Stile des LHC (Large Hadron Collider) in der Schweiz oder dem Tevatron in den USA sind als Milliardengräber im wahrsten ...
Am Anfang die Vielfalt?
08.02.2012 12:00
Die sehr artenreiche Ameisengattung Pheidole bildet gewöhnlich zwei Arbeiterkasten aus, die unterschiedlich groß sind und in den Nestern verschiedene Aufgaben erhüllen. Bei einigen wenigen Arten gibt es darüber hinaus eine sehr große Kaste von „Supersoldatinnen“ mit extrem großen Köpfen. Bisher war angenommen worden, dass sie sich unabhängig entwickelt haben. Doch einige neue Befunde sprechen nun dafür, dass das genetische Potential ...
Frühe Erdatmosphäre ungünstige Bedingungen für chemische Synthesen
11.01.2012 12:00
Wie unter mutmaßlichen Bedingungen einer hypothetischen frühen Erde Leben entstehen konnte, ist unbekannt (vgl. z. B. Entstehung von Proteinen oder Entstehung von Nukleinsäuren). Nun scheint sich herauszustellen, dass dafür auch keine geeigneten Atmosphären-Bedingungen geherrscht haben.
In den derzeit diskutierten Modellen über die Zusammensetzung der Atmosphäre auf der frühen Erde gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass die Gaszusammensetzung ...
Verzwickte Biogeographie des Hoatzins
11.12.2011 12:00
Neue Fossilfunde der ungewöhnlichen Hoatzins (Schopfhühner) werfen Fragen nach ihrer Entstehung auf. Bisher hatte man angenommen, dass sie erst nach der Trennung von Afrika und Südamerika entstanden sind, doch Funde aus Namibia lassen nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder die Hoatzins entstanden schon viel früher, sind dann aber über den größten Teil ihrer Geschichte fossil nicht belegt, oder sie haben den Atlantik auf Treibholz überquert, was aber ...
Superschnelle Muskeln (auch) bei Fledermäusen
09.11.2011 12:00
Fledermäuse sind in der Lage, ihre Umgebung mit Hilfe von Ultraschall so genau zu scannen, dass man ihre Fähigkeiten am besten mit „Echo-Bildsehen“ beschreibt. Wenn man so will: Fledermäuse „sehen“ mit den Ohren (vgl. Entstehung der Fledermäuse). Aber anders als beim Sehen mit den Augen müssen die Fledermäuse auch noch die Daten teilweise selbst generieren, deren Auswertung dann das Echobild liefert.
Um eine geortete Beute schlagen zu ...
Über den Ursprung der Schildkröten
13.10.2011 13:00
Schildkröten haben einen unverwechselbaren Bauplan, der sich deutlich von den Bauplänen aller anderen Wirbeltiere absetzt. Ein neuer Genesisnet-Artikel (Artikel Entstehung der Schildkröten) diskutiert Hypothesen über ihre Entstehung.
Schildkröten haben den ungewöhnlichsten Bauplan unter den Wirbeltieren. Er ist so verschieden von anderen Tiergruppen, dass über die taxonomische Zuordnung keine eindeutige Aussage möglich ist. Nachdem morphologische ...
Unser Großhirn out of the blue?
26.09.2011 13:00
Ringelwürmer (Annelida) sind nicht gerade als Intelligenzbestien verschrien. Ihr Gehirn ist relativ einfach aufgebaut, aber gerade deshalb gut geeignet als Modell zur molekularen Erforschung von Gehirnentwicklung und -funktion. Neue Genexpressions-Analysen am Gehirn von Platynereis dumerilii, einem im Meer lebenden Borstenwurm, haben deutliche Gemeinsamkeiten mit der Großhirnrinde der Wirbeltiere belegt, dem komplexesten Organ in der belebten Welt (Tomer et al. 2010). Die Autoren der ...
Über den Ursprung der Fledermäuse
30.08.2011 13:00
Fledermäuse beeindrucken durch ihre außergewöhnlichen Flugkünste und hervorragende Fähigkeit, sich mittels Echoortung zu orientierten. Ein neuer Genesisnet-Artikel (Artikel Entstehung der Fledermäuse) beschreibt diese Fähigkeiten und diskutiert Hypothesen über ihre Entstehung.
Mit etwa 1100 Arten in ca. 200 Gattungen und 18 Familien sind die Fledermäuse nach den Nagetieren die zweitgrößte Säugetierordnung und die einzige, zu der ...
Fällt eine Ikone vom Sockel?
03.08.2011 13:00
Ein neuer Fund könnte den berühmten Urvogel Archaeopteryx degradieren
Ein neuer Fossilfund eines befiederten, etwa huhngroßen Dinosauriers aus der Gruppe der Theropoden zeigt deutliche Ähnlichkeiten mit dem berühmten „Urvogel“ Archaeopteryx. Eine Merkmalsanalyse unter Einbeziehung dieser neuen Gattung führt zum Ergebnis, dass Archaeopteryx in die Gruppe der Deinonychosauria gestellt werden muss, die evolutionstheoretisch nicht als Vorläufergruppe ...
Moderne Optik im frühen Kambrium
27.07.2011 13:00
Die Evolution der Augen ist ein vieldiskutiertes Thema in der Evolutionsbiologie und unter Evolutionskritikern (vgl. Ullrich et al. 2005). Dabei stehen Vergleiche verschiedener Augentypen heutiger Arten und theoretische Überlegungen über Neuerwerb einzelner Bestandteile komplexer Augen z. B. durch sogenannte Kooptionen im Vordergrund. Welchen Beitrag aber liefern Fossilfunde? Hier ist weitgehend Fehlanzeige zu verzeichnen. „Der Fossilbericht war bis jetzt unzureichend, um ...
Eine Mosaikform besiegelt die Konvergenz des Schlangenkörpers
18.07.2011 13:00
Ein Fossilfund der Echse Cryptolacerta aus der Grube Messel deutet stark darauf hin, dass Schlangen und die schlangenarten Doppelschleichen unabhängig voneinander entstanden sind. Ihre gemeinsamen Merkmale, die früher als Hinweise auf gemeinsame Vorfahren gewertet wurden, müssen somit als Konvergenzen interpretiert werden. Als Übergangsform zwischen Eidechsen und Doppelschleichen eignet sich Crypolacerta nur bedingt.
Rein äußerlich sehen sie sich sehr ...
Zum Problem langer Lichtlaufzeiten in einem jungen Universum
08.07.2011 13:00
Die unvorstellbar großen Distanzen im Universum stellen ein Kurzzeitmodell der Kosmosgeschichte angesichts der endlichen Lichtgeschwindigkeit vor gewaltige Herausforderungen. Die in diesem Zusammenhang am häufigsten gestellte Frage lautet: Wie kann uns das Licht von Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien innert einiger tausend Jahre erreichen? Der Artikel „Die Konvention der Lichtkegel-Gleichzeitigkeit" stellt eine mögliche Antwort auf diese Frage vor, welche von ...
Die Entstehung neuer Enzyme ganz einfach?
20.06.2011 13:00
Die evolutionäre Entstehung eines Enzyms mit neuen funktionellen Eigenschaften im pflanzlichen Sekundärstoffwechsel aus einem vorhandenen Enzym des Primärstoffwechsels konnte durch experimentelle und vergleichend-biologische Untersuchungen plausibel gemacht werden. Die experimentell erfolgten Einzelschritt-Änderungen von Aminosäurebausteinen waren jede für sich selektionspositiv. Die hier vorgestellte Entstehung neuer Enzymfunktionen ist jedoch gemessen an den ...