generation neXt
Persönliches Weblog von Thomas Gigold über Weblogs, Webwork und den alltäglichen Wahnsinn eines Webworkers und Familienvaters der Generation X
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Die neuesten Einträge aus dem RSS-Feed von generation neXt:
Abschied.
11. Mai 2012, 19:55 Uhr.
Für diesen Moment, diesen Tag habe ich bereits vor Jahren einen Blog-Eintrag geschrieben. Oder besser. Einen Abschiedsbrief. Im August 2007, um genau zu sein.
Wenige Tage zuvor hatte mein Vater die Diagnose Krebs bekommen. Mit der Ansage: Sie werden nur noch wenige Wochen leben.
Wenige Wochen.
Es waren am Ende 242 Wochen.
Aber dieser Abschiedsbrief im August vor fünf Jahren half mir. Es ging darin weniger um ihn als um mich und unser gemeinsames Verhältnis.
Und darum, was es bedeuten wird, Abschied zu nehmen.
Und es mag sich seltsam anhören, aber ich habe damit bereits damals Abschied genommen.
Ich wußte, irgendwann wird das Telefon klingeln.
Irgendwann wird es diese eine Nachricht geben, die Du eigentlich nicht hören willst.
Soweit jedoch zu sein, vorbereitet zu sein, hat mir geholfen.
Auch in der Hinsicht, die Besuche bei meinem Vater entspannter zu [..]
Ein Auto-BarCamp Leipzig - #AutoCamp
BarCamps haben sich in den letzten Jahren zu einem etablierten Konferenzformat in Deutschland entwickelt. Die “Unkonferenzen”, die sich dadurch auszeichnen, dass sie inhaltlich Adhoc am Veranstaltungstag geplant werden, sind ein beliebtes Format für Professionals, Entwickler, Interessierte und deren Publikum geworden.
Neben allgemeinen BarCamps haben sich viele themenspezifische Veranstaltungen ergeben. Es gab bereits BarCamps für Facebook-Marketeers, Community-Experten, Gamer, Kulturmenschen, … zuletzt in Leipzig gar für Autoren.
Zeit, diesem allen eine neue Gruppe hinzuzufügen.
Automobilisten.
Umständliches Wort. Im Kern jedoch sind all jene gemeint, die sich im Bereich Automobil und Mobilität bewegen - Auto-Blogger, Social Media-Arbeiter und -Verantwortliche von Autoherstellern, Zulieferern, Autohäusern, Werkstätten, CarSharing-Anbietern, Vermietern, … ebenso wie [..]
Eltern, zurück in die Stadt.
Interessanter Artikel “Die Zukunft ist silbergrau” in der taz, auf den ich durch Heldenstadt aufmerksam geworden bin - weshalb ich einfach mal zitiere:
“20 Prozent der Eltern wollen wieder zurück in die Stadt, sobald die Kinder aus dem Haus sind.” Die Taz beschäftigt sich mit dem demografischen Wandel in Deutschland: in den nächsten 50 Jahren erwarten uns eine zunehmend veraltende Gesellschaft, wachsende Altersarmut – aber auch ein Run auf Städte wie Leipzig und Jena
Wieso interessant?
Weil Leipzig (meine aktuelle Wohn- und Arbeits-Stadt) und Jena (meine Geburts- und Herz-Stadt) heute sehr junge Städte sind. Und weil wir als Eltern heute ebenso ticken.
Aktuell wohnen wir wegen der Kinder auf dem Dorf vor den Stadtgrenzen Leipzigs. Und so schön es hier draussen ist - man kann bspw. wunderbar mit den Hunden über Wald und Flur spazieren -, so sehr steht auf der anderen [..]
Patrik Stäbler is(s) unterwegs.
Ich muss ja neidvoll erzählen, dass ich etwas in die Richtung auch schon immer machen wollte: Mit viel Zeit durch ein Land und darüber bloggen. Über die Menschen, das Essen, die Orte.
Werde ich wahrscheinlich nie. Ist auch nicht schlimm. Weil es andere machen - und das ist auch toll, denn so unternimmt man die Reise von der Couch aus.
Patrik Stäbler isst sich aktuell durch Deutschland. 23 Ziele will er trampend erreichen, bloggt über seine Tour, seine Begegnungen und (natürlich) auch das Essen.
Das ist toll zu lesen. Und jetzt der perfekte Einstieg - denn Patrik feierte gestern Halbzeit. Genau 46 von 92 angepeilten Tagen hat er hinter sich. Und bereits jede Menge erlebt. Menschen kennen gelernt, die der Wind ihm sandte, und die man sonst so wohl nicht kennen lernt. Orte auf eine Art und Weise gesehen, die man so nur sieht, wenn man die Zeit dafür hat. Und dazu kann er das alles [..]
Von Drachenkraftwerken, BMW und dem undurchsichtigen Journalismus des Spiegels.
Was muss passieren, damit ein Absatz an Informationen im SPIEGEL spurlos verschwindet? Ohne Kommentar, ohne Hinweis. Einfach so.
Die Geschichte: Vor drei Tagen erschien bei SPIEGEL Online eine Geschichte, die fünf neue, alternative Energie-Gewinnungssysteme vorstellte. Biokohle zum Beispiel (wer hat sich das Wort eigentlich ausgedacht? Als wäre normale Kohle nicht per se auch “Bio”). Oder Drachenkraftwerke. Bei diesen schweben bis zu 160 Quadratmeter große Drachen bis zu 500 Meter hoch in der Luft und ziehen am Boden einen Wagen, der auf Gleisen läuft und aus der Bewegungsenergie elektrische Energie gewinnt. Klingt super. Braucht viel Platz. Und ist noch im Teststadium. Macht aber nix. Denn, so vermeldete der Artikel vor drei Tagen noch: “Der Autobauer BMW will neben seinem Werk in Leipzig bald das erste Drachen-Kraftwerk Deutschlands errichten. Die Anlage soll rund 4000 [..]
Twitter, Viva la Revolution und Alt-Bundeskanzler Schmidt.
[Das Netz fördert] Oberflächlichkeit [und verleitet], zu spontanen Reaktionen, hinter denen kein langes Nachdenken steckt: Ich habe etwas gelesen, und sofort twittere ich dagegen oder darüber, und dann womöglich auch noch in falscher Grammatik.
Lieber Herr Altkanzler Schmidt. Auch wir prangern das an.
Die zunehmende falsche Grammatik.
Im Interview mit dem ZEIT Magazin erzählt Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, seine Sicht auf das Internet. Und für einen 93-jährigen beweist Schmidt durchaus Weitblick. Dass man sich in Artikeln, wie dem des SPIEGEL nun unbedingt auf eben jenes obige Zitat stürzt - es sei geschenkt. Wesentlich wichtiger halten wir die Aussagen: “Wenn Sie zum Beispiel im Mittleren Osten oder im Maghreb [...] junge Leute mit einem Handy ausstatten, dann wird das im Laufe einer einzigen Generation dazu führen, dass die Frauen sich nicht mehr zwangsverheiraten [..]
iPad-Schmeichler.
Es gibt Dinge, die sind sooooo toll! Wie dieser “Taschenbegleiter” für iPad und Hefte von Roterfaden. Wäre nur dieser Preis nicht: 179 EUR.
Sicherlich und ohne Zweifel ist er absolut gerechtfertigt, als Handarbeitsstück .. Würde so toll zum neuen hier sich daheim fühlenden iPad 3 passen (das ja einzieht, nachdem eines unserer beiden iPad 1 neulich den Sturz vom ersten Stock in den Keller nicht gaaanz so wohlbehalten überstanden hat).
Aber, hach!
Noch mehr schicke Dinge, die mir so über den Weg laufen im Web, gibt es übrigens auf meinem Pinterest-Profil ;)
Ruhe.
Abend saß er immer heimlich auf der Treppe zwischen der ersten und zweiten Etage und lauschte. Unten befanden sich Küche und Wohnzimmer, im ersten Stock die Kinderzimmer und das Bad und ganz oben, da schliefen Mama und Papa. Seine beiden Geschwister schliefen bereits seit einer Weile, zumindest hörte er sie nicht mehr. Und er saß hier im halbdunkel. Und lauschte. Lauschte den Geräuschen des Hauses. Lauschte, wie das Haus sich anhörte. Wie Mama und Papa unten auf dem Sofa leise redeten. Wie der Fernseher wisperte. Er verstand weder die Worte, die Mama und Papa sprachen, noch welche Geschichte im Fernseher erzählt wurde. Das war am Ende auch nicht wichtig. Er mochte die Geräusche. Mochte, wie das alles klang. Das war für ihn Zuhause. Er war erst vier, aber er wusste irgendwie tief in sich drin: Das hier fühlte sich gut an, das hier fühlte sich richtig an. Er atmete leise, [..]
Leben mit ADHS
In einer Replik auf den neulichen ADHS-Artikel der FAZ beschreibt Christopher Lauer sein Leben als Erwachsener mit ADHS und seine Einstellung zu Ritalin.
Ich habe ADHS oder Vom Leben in einer linearen Welt - “Pharma-Verteufelung und Verschwörungstheorien: Die Behauptung, es gebe gar kein „Aufmerksamkeits-Defizit“ und keine „Hyperaktivitäts-Störung“, ist unhaltbar.”
In meiner Anmerkung zum ADHS-Artikel geschrieben: “Natürlich ist ADHS kein Gespenst. Doch insbesondere bei Kindern in der Pupertät halte ich die Diagnose zumindest für hinterfragbar.”
Gauck und die Netzgemeinde. Ein Phänomen.
Eine freie Meinung haben, sie ändern und äußern zu können, ist das höchste Gut eines jeden Menschen - und eines, für welches ich dankbar bin, es zu haben. Eine eigene Meinung nicht ändern zu dürfen, können oder es trotz neuer Fakten zu tun, ist töricht.
ABER mich fasziniert in den letzten 24 Stunden schon, mit welcher - sonst immer nur Frau Merkel vorgeworfenen - Flipp-Flopp-Haftigkeit die Netzgemeinde auf einen Präsidentschaftskandidaten Gauck reagiert.
Vor 20 Monaten noch als Retter der Nation auf virtuellen Händen getragen, heute der Buhmann, der schwarze Mann von nebenan, dem man mit dem übergestülpten "Ich weiß es aber Besser!"-Kapuzenshirt nicht auf offener Straße begegnen will, weil man ihn ja grüßen müsste. Wie die Ex-Freundin (oder -Freund). Ähnlich auch der Beißreflex: Man zerrt hervor, was man gerade noch schick fand, jetzt aber hassen will. [..]