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HIV AIDS Infos online

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Die neuesten Einträge aus dem RSS-Feed von HIV AIDS Infos online:
Kalifornien: Potenzielle HIV-Ansteckung kein Verbrechen mehr
01.01.1970 01:00
Gegen den Widerstand der Republikaner reduziert der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat den Verfolgungsdruck auf HIV-Positive. Der Bundesstaat Kalifornien hat die Strafe für Positive stark gesenkt, die ungeschützten Sex mit einer anderen Person haben, ohne diese über den HIV- Status zu informieren. Der demokratische Gouverneur Jerry Brown hat das entsprechende Gesetz SB239 am Freitag unterzeichnet. Es war im September gegen die Stimmen der meisten Republikaner im Parlament von Sacramento verabschiedet worden.
Impfung und Heilung von AIDS: Sanofi vs. Abivax
01.01.1970 01:00
Weltweit sind geschätzte 36,7 Mio. Menschen mit dem Humanen Immundefizienzvirus infiziert. Die AIDS-Pandemie hat bisher schon ca. 39 Mio. Menschen das Leben gekostet. Doch jetzt gibt es Ansätze und schon viel versprechende Ergebnisse, die eine echte Heilung von AIDS möglich machen könnten. Niemand hat mehr so wirklich an Fortschritte gegen AIDS geglaubt, aber zwei Unternehmen könnten hier zum Gamechanger werden.
Starker Rückgang der HIV-Neudiagnosen in Großbritannien
01.01.1970 01:00
Die britische Gesundheitsagentur Public Health England bestätigte Anfang Oktober den Trend, der sich schon Ende 2016 an vier Londoner Kliniken gezeigt hatte: Die Zahl der HIV-Diagnosen bei schwulen Männern ist in Großbritannien innerhalb eines Jahres um 21 Prozent gesunken. In der Gesamtbevölkerung lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei 18 Prozent.
Wie Leberkrebs entsteht
01.01.1970 01:00
Leberkrebs entsteht infolge chronischer Lebererkrankungen. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben einen zentralen Mechanismus entdeckt, wie Leberkrebs entsteht. Über Jahre sterben bei chronischen Lebererkrankungen geschädigte Zellen ab und werden durch neue ersetzt. Mit zunehmender Dauer häufen sich die DNA-Schäden, was die Krebsentwicklung begünstigt. Das Enzym Caspase 8 nimmt dabei eine wichtige Doppelrolle ein.
Prep für 50 Euro könnte Schwarzhandel mit HIV-Pillen stoppen
01.01.1970 01:00
Anfang Oktober wird ein günstiges Medikament verfügbar sein, das zuverlässig vor einer HIV-Infektion schützt. Die Zahl der Neuinfektionen könnte stark zurückgedrängt werden. Gleichzeitig wäre es das Ende eines Schwarzmarktes. Seit Jahren wird mit solchen Pillen in Berlin gedealt. Wenn du willst, gebe ich dir noch sechs Tabletten für 50 Euro dazu. Mit Rabattaktionen wie dieser haben Berliner Dealer ein paar Jahre lang versucht, das Medikament Truvada an ihre Kundschaft zu bringen.
Neue Methode zur Abschätzung des Risikos von Virus-Epidemien
01.01.1970 01:00
Wie groß ist die Gefahr, dass sich HIV in der heterosexuellen Bevölkerung der Schweiz epidemisch ausbreitet? Das Risiko ist sehr gering und es wird laufend geringer, sagt Professor Roger Kouyos von der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene. Die von einem Team von Infektiologen für die Schweiz ermittelte HIV-Reproduktionsrate beträgt 0.44. Der Wert liegt weit unter der kritischen Schwelle, sagt Kouyos. Ist die Reproduktionsrate geringer als 1, kommt es selten zu Ansteckungen und die Übertragungskette bricht irgendwann ab. Somit kann sich das Virus nur in der heterosexuellen Bevölkerung halten, weil es über verschiedene Risikogruppen ständig neu in diese importiert wird.
HIV-Jahresbericht 2016 erschienen
01.01.1970 01:00
Im Epidemiologischen Bulletin 39/2017 ist eine Auswertung der HIV-Neudiagnosen in Deutschland im Jahr 2016 erschienen. Bei der Bewertung der HIV-Meldezahlen ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der HIV-Neudiagnosen nicht mit der tatsächlichen HIV-Inzidenz gleichgesetzt werden kann, da zwischen der HIV-Infektion und der HIV-Diagnose ein individuell unterschiedlicher Zeitraum liegen kann und die Zahl der HIV-Neudiagnosen durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst wird.
Studie: HIV-Reservoire im Blut reduziert
01.01.1970 01:00
ABIVAX ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Stimulation des Immunsystems zur vollständigen Beseitigung viraler Erkrankungen spezialisiert hat, gab heute Top Line Ergebnisse der ersten Patientenkohorte der Phase-2a-Studie ABX464-005 bekannt, die eine signifikante Reduktion von viralen HIV-Reservoiren im Blut von HIV-Patienten durch ABX464 zeigen. Die Daten bestätigen und vertiefen die Reduktion in HIV-Reservoiren durch ABX464, die in ABIVAX' vorheriger Phase-2a-Studie ABX464-004 gezeigt wurden.
China investiert in Prävention und Kontrolle von HIV und AIDS
01.01.1970 01:00
Im Jahr 2016 gab die chinesische Regierung 4,6 Milliarden Yuan, 694 Millionen US-Dollar, für die Kontrolle und Behandlung von HIV/AIDS aus. Während die Regierung auf Prävention setzt, forschen Wissenschaftler an neuen Therapiemethoden. China richtete ein erstes Netzwerk von Präventionsdienstleistungen ein, in dem die Regierungsabteilungen die Führung übernehmen und sich auch die allgemeine Öffentlichkeit daran beteilige, sagte Wang Guoqiang, stellvertretender Chef der Staatlichen Kommission für Gesundheit und Familienplanung.
Chronische Hepatitis C: Grazoprevir / Elbasvir bei schwerkranken Patienten erfolgreich
01.01.1970 01:00
n der Therapie von Patienten mit chronischer Hepatitis C Infektion sind viele Probleme schon gelöst: Die Raten des anhaltenden virologischen Ansprechens betragen für fast alle Subgruppen mehr als 90 Prozent, wie in einem Symposium beim DGVS-Kongress beispielhaft für die Therapie mit Grazoprevir / Elbasvir im Praxisalltag gezeigt wurde. Zu den Herausforderungen zählt in Deutschland noch das fehlende Screening, verbunden mit einer hohen Dunkelziffer.
Die Generation 50+ vergisst das Kondom
01.01.1970 01:00
Sex im Alter? Ja. Safer Sex? Eher nein. Unter älteren Heterosexuellen nehmen die HIV-Neudiagnosen zu. Jeder Zweite, bei dem HIV entdeckt wird, hat es zudem schon lange. Jeder Sechste, der erfährt, dass er sich das Aids-Virus HIV eingefangen hat, ist über 50 Jahre alt. Und hier geht es vor allem um heterosexuelle Frauen und Männer. Zudem ist knapp die Hälfte aller – also junger wie älterer Menschen –, bei denen der Erreger im Blut festgestellt wird, zum Zeitpunkt der Diagnose schon lange infiziert.
Kombination breit wirksamer und trivalenter Antikörper könnten HIV schützen
01.01.1970 01:00
In den USA beginnen demnächst klinische Studien mit breit wirksamen Antikörpern, die vor einer Infektion mit dem HI-Virus schützen sollen. Vorbereitende tierexperimentelle Studien in Science Translational Medicine zeigen, dass vermutlich mehrere Antikörper kombiniert werden müssen, um eine Infektion zu verhindern. In Science stellen Forscher einen synthetischen Antikörper vor, der gleich drei Antigene des HI-Virus erkennt.
Grippeimpfung 2017 / 2018
01.01.1970 01:00
Die Grippesaison steht vor der Tür. Welche Impfstoffe gibt es? Wann soll man impfen? Wen soll man impfen? Der Influenzaimpfstoff für die Saison 2017 / 2018 setzt sich gemäß der Empfehlungen der WHO und des Ausschusses für Humanarzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur aus den Antigenen weltweit zirkulierender Varianten folgender Viren zusammen.
Selbstverwaltung behindert HIV-Therapie von Kindern
01.01.1970 01:00
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat heute den Zusatznutzen eines zugelassenen HIV-Medikamentes für Kinder nicht anerkannt, obwohl er bereits für Erwachsene bestätigt wurde. Hier wird aus Prinzipienreiterei die Übertragung von Erkenntnissen aus der Therapie Erwachsener auf Kinder abgelehnt. Deshalb kommt eine wirksame HIV-Therapie nicht dort an, wo sie dringend gebraucht wird. Gegenüber betroffenen Kindern, ihren Eltern und behandelnden Ärzten ist das ein unhaltbarer Zustand, sagt vfa Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer.
HIV-Bekämpfung an mehreren Fronten könnte zu Impfstoff führen
01.01.1970 01:00
Eine Kombination von Antikörperstrategien könnte der Schlüssel zum Stoppen der Verbreitung von HIV, entsprechend von Resultaten zweier viel versprechenden Tierstudien, sein. Zwei separate Forschungsgruppen schützten ihre eigenen Laboraffen-Sets mit dieser kombinierten Impfstrategie komplett vor einer HIV-Infektion, wenn auch auf zwei sehr unterschiedliche Arten. Eine Gruppe ihrer Affen wurde mit einem Cocktail aus zwei HIV- Antikörpern geimpft, während die andere Gruppe einen einzigen gentechnisch veränderten Antikörper erhielt, der HIV auf drei verschiedene Arten angreifen konnte.
Afrika soll AIDS-Medikamente deutlich günstiger bekommen
29.09.2017 00:00
Eine Vereinbarung zwischen Generikaherstellern und der Bill Gates Stiftung soll Millionen Aids-Kranken in Afrika einen besseren Zugang zu modernen HIV-Medikamenten verschaffen. Eine Behandlung mit der neuen Therapie mit dem Wirkstoff Dolutegravir kostet dann nur maximal 75 Dollar, 62,46 Euro, im Jahr pro Patient – das ist weniger als der Listenpreis für eine Behandlung am Tag in den USA.
Lehren der Gegenwart für die Zukunft
29.09.2017 00:00
Trotz beachtlicher Fortschritte bei Armutsbekämpfung und Wirtschaftswachstum weist die Humanentwicklung in Namibia wesentliche Defizite auf. Laut einer Studie des Institute for Security Studies sind in Namibia 50 Prozent mehr Kinder unterernährt als in anderen Ländern der Region. Das trage dazu bei, dass einer aus sieben Namibiern an Wachstumsstörungen leide und somit umso wahrscheinlicher mit Gesundheits- und Bildungsschwächen zu kämpfen habe. Namibia blickt auf eine robuste Wirtschaftsentwicklung zurück, die dem Land zu großen sozioökonomischen Fortschritten verholfen hat. Doch angesichts der weiter herrschenden Ungleichheit, dem Bildungsniveau und dem Gesundheitsbild gibt es noch reichlich Verbesserungsspielraum.
Im Todesfall versichert?
29.09.2017 00:00
Der medizinische Fortschritt ermöglicht Menschen mit HIV nicht nur eine fast normale Lebenserwartung, sondern auch den Abschluss einer Risikolebensversicherung – bisher aber nur in Einzelfällen. Was vor wenigen Jahren noch so gut wie unmöglich war, gewinnt zunehmend an Normalität: Menschen mit HIV können heute in bestimmten Fällen eine Risikolebensversicherung abschließen – und damit ihre Angehörigen absichern.
HIV in weniger entwickelten Ländern: Resistenzentwicklung könnte zum Problem werden
29.09.2017 00:00
Ende des Jahres 2016 waren weltweit 70 Prozent aller HIV-Infizierten diagnostiziert, 77 Prozent dieser Personen erhielten eine antiretrovirale Therapie – und 82 Prozent der Therapierten waren virologisch supprimiert. Um das WHO-Ziel 90-90-90 zu erreichen, gilt es die weltweite Resistenzsituation im Auge zu behalten. Wenn in Subsahara-Afrika weiterhin mit einer NNRTI-basierten Therapie begonnen wird, die Zahl der HIV-Infizierten mit einer Resistenz gegenüber NNRTI schon vor Beginn der Therapie auf mehr als 10 Prozent steigt, ist dieses Ziel bis 2030 nicht zu erreichen.
Initiale HIV-Therapie: Vergleichbare Wirksamkeit und Verträglichkeit
29.09.2017 00:00
Die Phase-III-Studie ONCEMRK vergleicht die Wirksamkeit und Verträglichkeit von zwei Dosierungen des Integraseinhibitors Raltegravir, jeweils kombiniert mit weiteren antiretroviralen Medikamenten: einmal täglich 1.200 mg, eingenommen mit der neuen Tablettenformulierung als 2 Tabletten à 600 mg, verglichen mit der bisherigen zweimal täglichen Gabe zweimal täglich 1 Tablette à 400 mg.
PrEP für 50 Euro ab Mitte September erhältlich
22.09.2017 00:00
Ein Kölner Apotheker vertreibt bundesweit das Truvada Nachahmerpräparat des Generika-Herstellers Hexal. Um die günstige "Pille zum Schutz vor HIV" zu bekommen, ist eine ärztliche Verschreibung notwendig. Die Deutsche Aids-Hilfe vermeldete auf ihrer Website magazin.hiv einen kleinen Durchbruch: So sollen günstige PrEP-Generika bereits ab Mitte des Monats in Deutschland erhältlich sein. Eine Vier-Wochen-Packung mit 28 Pillen zum Schutz vor HIV des Herstellers Hexal sollen demnach 51 Euro kosten. Die Anwendung des Originalmedikaments Truvada schlägt hierzulande mit rund 800 Euro pro Monat zu Buche, Krankenkassen übernehmen die Kosten bislang nicht.
Schweiz: Neue HIV-Fälle stabil – andere Infektionen nehmen zu
22.09.2017 00:00
Der Bund verlängert das nationale Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen um vier Jahre bis 2021. Das Nationale Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen zielt darauf ab, die Zahl der neuen Fälle dieser Krankheiten und die negativen Folgen für die infizierten Personen zu verringern. Jede einzelne Ansteckung, die verhindert werden könne, vermindere nicht nur das individuelle Leid, sondern auch hohe volkswirtschaftliche Kosten, hält die Landesregierung fest.
Unterschätzt: HIV Ü50
22.09.2017 00:00
Die Auffassung, HIV-Infektionen beträfen vor allem junge Leute, ist weit verbreitet – auch unter Ärzten. Dabei sind jährlich etwa 15 Prozent der neu diagnostizierten Deutschen über 50 Jahre alt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist gerade bei älteren Patienten wichtig. Aufklärungskampagnen, Präventions- und Behandlungsmaßnahmen richten sich dabei meist an Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene mittleren Alters. Eine Gruppe wird dabei häufig übersehen: Die wachsende Zahl älterer Menschen, die mit HIV infiziert oder von einem Ansteckungsrisiko betroffen sind.
Truvada: Gericht erlaubt Generika
22.09.2017 00:00
Dem US-Pharmakonzern Gilead droht der Verlust der Exklusivität für Truvada. Das Landgericht München I wies den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück, mit der die Einführung von Generika mit der Kombination aus Tenofovir und Emtricitabin im Eilverfahren gestoppt werden sollte.
Geschlechtskrankheit: Das sind die Symptome einer Chlamydien-Infektion
22.09.2017 00:00
Eine Chlamydien-Infektion wird oftmals unterschätzt. Auch wenn die Symptome der Geschlechtskrankheit häufig nicht spürbar sind, können sie bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen. Kondome schützen - nicht nur vor HIV, sondern auch vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Chlamydien. Kaum jemand kennt sie, dabei ist eine Chlamydien-Infektion weder selten noch harmlos: Gerade bei Frauen kann sie unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen. Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kennen aber nur 14 Prozent der Deutschen die Chlamydien- Infektion.
HIV-Therapie: HAART brachte den Durchbruch
15.09.2017 00:00
Seit dem ersten Auftreten von Aids in den frühen 80er Jahren versucht die pharmazeutische Forschung das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) zu besiegen. Erste Erfolge brachte der Wirkstoff Azidothymidin. AZT schaffte es, dass sich das HI-Virus nicht weiter im Körper ausbreitete. Damit der Wirkstoff wirkt, musste er allerdings akribisch eingenommen werden: Rund um die Uhr und exakt alle vier Stunden. Zudem waren schwere Nebenwirkungen und Resistenzen ein Problem.
PrEP: Aktivisten erklären, wie du sie bekommst
15.09.2017 00:00
Die Einnahme von Medikamenten, um sich vor einer Infektion mit HIV zu schützen, die PrEP, wird von einer rasch steigenden Zahl von schwulen Männern genutzt. Aktivisten erklären auf PrEPJETZT.de, wie das funktioniert und was zu beachten ist.
Australien: Fast 40 Prozent weniger HIV-Diagnosen bei schwulen und bisexuellen Männern
15.09.2017 00:00
Der größte australische Bundesstaat New South Wales kommt seinem Ziel näher, HIV-Übertragungen bis 2020 praktisch zu beenden. Im ersten Halbjahr 2017 gab es fast 40 Prozent weniger HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männern haben, als im Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Wir erleben einen der schnellsten Abnahmen von neuen HIV-Diagnosen bei schwulen und bisexuellen Männern auf der Welt, erklärte Dr. Kerry Chant vom Gesundheitsministerium von New South Wales gegenüber der Presse.
Der Club der roten Schuhe
15.09.2017 00:00
HIV-positive Frauen haben besondere Bedürfnisse, die es zu beachten gilt. Seit rund 10 Jahren entwickelt und begleitet eine Bundesarbeitsgemeinschaft der Aids-Hilfen frauenspezifische Angebote. Marianne Rademacher ist auf der Suche nach Verlinkungen. Die Frauenreferentin der Deutschen AIDS-Hilfe scrollt über die neue Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Frauen – kurz BAG Frauen – und guckt fragend in die Runde. Um eine Tischgruppe sitzen zwölf Frauen und diskutieren, wie die Website nach ihrem Relaunch funktioniert und ob alle wichtigen Informationen an ihrem Platz sind.
HIV nicht mehr Afrikas wichtigste Todesursache
15.09.2017 00:00
Die Maßnahmen gegen HIV und Malaria zeigen Wirkung. Dennoch sterben nach wie vor die meisten Menschen des Kontinents an Infektionskrankheiten. Die neuen Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO zeigen, dass das Aidsvirus 2015 nicht mehr zu den häufigsten Todesursachen in den Staaten des subsaharischen Afrikas zählte. 2012 führte der Erreger die Liste noch an. Neue Spitzenreiter sind Infektionen der unteren Atemwege, die für eine Million Todesfälle oder knapp elf Prozent der Gesamtsterblichkeit verantwortlich waren. Die Zahl der HIV-Toten sank dagegen um ein Viertel auf etwa 760.000; auch die Todesfälle durch Malaria gingen um mehr als ein Viertel auf etwa 400.000 zurück.
95,6 Prozent von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C geheilt
08.09.2017 00:00
Wie Daten aus der US-amerikanischen Veteranen-Kohorte zeigen, ließ sich durch eine Therapie mit einem antiviralen Medikament bei 95,6 Prozent von 2.436 Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1 oder 4 eine SVR12 und damit eine Heilung der Hepatitis C erreichen. In den USA gibt es für ehemalige Soldaten eine spezielle medizinische Einrichtung – das U.S. Department of Veterans Affairs Healthcare System. Auf dieser so genannten Veteranen-Kohorte basiert die aktuelle Auswertung, die im Rahmen des International Liver Congress vorgestellt wurde.
England: Ungeschützter Sex: Sieben Jahre Haft für HIV-Positiven
08.09.2017 00:00
Ein 25jähriger muss in Großbritannien ins Gefängnis, weil er zwei Partner mit HIV infiziert haben soll. Ein Gericht im englischen Nottingham hat am Dienstag den HIV-positiven Antonio R. wegen schwerer Körperverletzung zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt, weil er zwei Sexualpartner wissentlich mit dem HI-Virus angesteckt haben soll. Der 25jährige hatte die Vorwürfe abgestritten. Der Verurteilte kann laut dem Gericht nach Verbüßung der Hälfte seiner Strafe auf Bewährung frei kommen.
HIV-positiv – Wie ein Liebespaar mit dieser Diagnose lebt
08.09.2017 00:00
Cornelia und Pierre wollen lieber anonym bleiben. Sie fürchten die Stigmatisierung durch die Umwelt, da die 46-jährige Essenerin mit dem HIV-Virus infiziert wurde. Als Pierre sich in Cornelia verliebte, war sie bereits HIV-positiv. Doch Pierre hatte keine Berührungsängste, sondern gab der Liebe eine Chance. Cornelia und Pierre bezeichnen sich selbst als Traumpaar. Obwohl sie bereits seit 13 Jahren zusammen sind, ist ihre Liebe so leidenschaftlich und intensiv wie am ersten Tag.
Todesfälle durch AIDS fast um die Hälfte zurückgegangen
08.09.2017 00:00
Es sterben zwar weniger Menschen an AIDS, doch neben diesem Licht gibt es aber auch noch viel Schatten. Das ist mal eine gute Nachricht: Die weltweiten Todesfälle aufgrund der erworbenen Immunschwächekrankheit AIDS sind seit 2005 fast um die Hälfte zurückgegangen. Dies meldet das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS. Neben diesem Licht in der Aids-Bekämpfung gibt es aber auch noch viel Schatten.
Aids in Thailand: Die neue Lepra
08.09.2017 00:00
Die Rotlicht-Branche erwirtschaftet rund 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Viele Touristen kommen nicht nur wegen der weißen Strände und der tropischen Landschaft nach Thailand. Unter den Touristen sind auch Männer, die Prostituierte aufsuchen. Die Aids-Rate unter den Prostituierten in Thailand ist hoch. Auch Kinder sind in Thailand mit dem HI-Virus infiziert.
Neue Blutspenderegelung und eine neue Diskriminierung
01.09.2017 00:00
Homosexuelle Männer dürfen künftig Blut spenden, wenn sie ein Jahr lang keinen Sex haben. Das geht aus der neuen Richtlinie für das Blutspenden hervor, die die Bundesärztekammer veröffentlicht hat. Die Berliner Aids-Hilfe sieht darin eine erneute Diskriminierung.
Welche antiretroviralen Medikamente sind in der Schwangerschaft am sichersten?
01.09.2017 00:00
Rebecca Zash vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston und Mitarbeiter haben Erfahrungen des Landes Botswana ausgewertet. Die Gefahr, dass die Fortsetzung der antiretroviralen Medikation in der Schwangerschaft eine Frühgeburt auslöst, ist nicht unter allen Kombinationen gleich hoch, wie die Erfahrungen aus Botswana, einem Hochendemie-Land in JAMA Pediatrics zeigen. HIV-infizierten Frauen wird in der Schwangerschaft zur Fortsetzung der antiretroviralen Therapie geraten. Die kontinuierliche Einnahme der Medikamente trägt vermutlich wesentlich dazu bei, eine Übertragung auf das Neugeborene zu vermeiden. In westlichen Ländern konnte die Transmissionsrate von 14 auf unter einem Prozent gesenkt werden.
HIV-infiziertes Kind neun Jahre nach Absetzen der Medikamente ohne Virusnachweis im Blut
01.09.2017 00:00
Eine frühzeitige aggressive antiretrovirale Therapie könnte, wenn auch in wenigen Einzelfällen, verhindern, dass Kinder nach einer perinatalen Virus-Übertragung eine chronische HIV-Infektion entwickeln. US-Mediziner stellten auf einer Fachtagung der International AIDS Society in Paris den Fall eines neunjährigen Mädchens vor. Das Kind einer HIV-infizierten Mutter kam 2007 in Südafrika zur Welt. Im Alter von 32 Tagen wurde bei dem Kind eine HIV-Infektion diagnostiziert. Es wurde daraufhin in die CHER-Studie des National Institute of Allergy and Infectious Diseases aufgenommen.
Eine Spritze statt vieler Pillen
01.09.2017 00:00
Eine Studie zeigt, dass monatliche Injektionen den HI-Virus so gut unterdrücken könnten wie die tägliche Einnahme von Tabletten. Die Zulassung der Therapie steht aus. Die Behandlung von Aids-Patienten könnte bald weit weniger aufwendig werden als bisher: Injektionen im Abstand von vier bis acht Wochen können laut einer Studie das HI-Virus im Körper ebenso gut kontrollieren wie die bisher übliche tägliche Einnahme von Tabletten. Das berichtet ein internationales Forscherteam.
Ärzte können aus dem Vollen schöpfen
01.09.2017 00:00
Positiver HIV-Test. Vor Therapiebeginn wird ein HIV-Genotyp-Resistenztest empfohlen. Mehr als 25 antiretrovirale Wirkstoffe und mehrere Fixkombinationen sorgen für den Erfolg der modernen Behandlung von HIV-positiven Menschen. Deren Lebenserwartung hat sich drastisch erhöht. Derzeit leben in Deutschland etwa 85.000 Menschen, die mit dem Aids-Erreger HIV infiziert sind. Die medikamentöse Therapie dieser Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten ist im Vergleich zum Beginn der Pandemie Anfang der 1980er-Jahre ausgesprochen effektiv geworden. Mit dieser Behandlung haben HIV-Infizierte inzwischen eine fast normale Lebenserwartung.
HIV-Medikament Isentress kann weiter in Deutschland angeboten werden
25.08.2017 00:00
Das HIV-Medikament Isentress darf vorläufig weiter auf dem deutschen Markt vertrieben werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am Dienstag in Karlsruhe eine entsprechende Entscheidung des Bundespatentgerichts. Das Mittel mit dem Wirkstoff Raltegravir verlangsamt die Ausbreitung des Virus im Körper. Hintergrund ist ein Patentrechtsstreit zwischen dem US-Pharmakonzern MSD und dem japanischen Pharmaunternehmen Shionogi. MSD bietet das Medikament seit 2008 in Deutschland an. Shiongi will das unterbinden, da sich das Unternehmen dadurch in seinen Patentrechten verletzt sieht. MSD wiederum geht gegen das Patent der Japaner vor.
Resistenzen: Was hilft noch gegen Tripper?
25.08.2017 00:00
Der Erreger der Gonorrhö, Neisseria gonorrhoeae, wird immer schwerer zu bekämpfen. Die Gonorrhö, im Volksmund allgemein als Tripper bezeichnet, ist heute nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation die dritthäufigste sexuell übertragbare Infektion. Mit neuen Zahlen macht die WHO darauf aufmerksam, dass der Tripper immer schlechter behandelbar ist.
Diese neuen Pillen, die angeblich Aids heilen
25.08.2017 00:00
Bis heute kann die Infektion nicht geheilt werden. Kein Medikament heilt Aids. Bis heute nicht. Auch wenn Meldungen – wie jene über die Pillen der Firma Abivax – danach klingen. Wie es im Kampf gegen das Virus steht. Nur weil mal wieder ein Durchbruch in der Aids-Forschung gefeiert wird, heißt das nicht, dass die Heilung kurz bevorsteht. Bisher ist es nur ein einziges Mal gelungen, HIV aus dem Körper eines Infizierten komplett zu verdrängen. Seitdem nie wieder. Wo steht die Aids-Forschung also heute?
Mein Leben mit einer neuen Leber
25.08.2017 00:00
Chronische Hepatitis C kann zum Verlust der Leberfunktion und zu Leberkrebs führen. Eine Leber-Transplantation ist dann oft die einzige Rettung. Claudia Schieren hat uns ihre Geschichte erzählt. Schon viele Jahre war mir bekannt, dass ich eine behandlungsbedürftige Hepatitis C habe. Als meine Hep C irgendwann in den 90er Jahren diagnostiziert wurde, war über diese Hepatitis und ihre Folgen noch nicht viel bekannt, deshalb hat mich die ganze Situation nicht weiter belastet.
HIV-Prävention: Vaginale Bakterien beseitigen Tenofovir
25.08.2017 00:00
Einige Bakterien der Vaginalflora sind in der Lage, das Virostatikum Tenofovir abzubauen. Die jetzt in Science vorgestellten Ergebnisse erklären, warum die HIV-Präexpositionsprophylaxe bei Frauen häufiger misslingt als bei Männern. Klinische Studien haben gezeigt, dass Männer sich durch die Einnahme von antiretroviralen Medikamenten gut vor einer Infektion durch einen HIV-positiven Sexualpartner schützen können. Bei Frauen waren die Ergebnisse nicht so gut: Die Effektivität schwank­te bei der oralen Anwendung von Tenofovir oder Tenofovir Emtricitabin zwischen 49 Prozent in der VOICE-Studie und 75 Prozent in der TDF2-Studie.
Impfung gegen Ebola und HIV in Reichweite
18.08.2017 00:00
Der US-Arzneimittelhersteller Janssen Vaccines hat eigenen Angaben zufolge große Fortschritte bei der Entwicklung einer Impfung gegen Ebola und HIV gemacht Leiden – Neue Biotech-Verfahren lassen die Entwicklung völlig neuer Impfstoffe gegen Krankheiten zu, die einer Prophylaxe durch Vakzine bisher nicht zugänglich waren. Janssen Vaccines hat Hinweise dafür gesammelt, dass ein Kandidatimpfstoff perfekt gegen Ebola schützen könnte.
Afrikas Städte – neue Handlungsräume für Frauen
18.08.2017 00:00
Innovative Forschungen afrikanischer Wissenschaftlerinnen. Urbanes Afrika lautete das Thema einer gigantischen Konferenz zur internationalen Afrikaforschung, ECAS, die gerade in Basel stattfand und vom Netzwerk europäischer Afrika-Institute, AEGIS, ausgerichtet wurde. Ein bedeutender thematischer Fokus – schließlich prägen Verstädterungsprozesse afrikanische Gesellschaften. Migration ist häufig nicht auf Europa, sondern auf urbane Zentren im eigenen Land oder in den Nachbarländern ausgerichtet. Um so wichtiger, dass afrikanische Wissenschaftlerinnen sich darüber mit Kollegen_innen aus verschiedenen Staates des Kontinents austauschen konnten.
Smarte Helfer für die Gesundheit?
18.08.2017 00:00
Das Angebot an Gesundheits Apps ist riesig, doch Verbraucherschützer_innen warnen vor der Speicherung und Weitergabe von Daten. Kriss Rudolph über Nutzen und Risiken für Menschen mit HIV. Fast die Hälfte aller Smartphone Besitzer_innen in Deutschland verwendet eine Gesundheits App. Von denen, die keine haben, kann sich wiederum fast die Hälfte vorstellen, künftig solche mobilen Anwendungen zu nutzen.
Studie: Mehr Sexarbeiter mit Migrationshintergrund
18.08.2017 00:00
Die Anbahnungsaktivitäten verlagern sich laut der 96-seitigen Studie immer mehr ins Internet. Veränderungen in der mann-männlichen Sexarbeit machen die Präventionsarbeit laut einer neuen Studie komplizierter. Der Anteil von männlichen Sexarbeitern, die einen Migrationshintergrund haben, ist in den letzten Jahren angewachsen. Darauf machte die Aidshilfe NRW am Donnerstag bei der Vorstellung der jüngsten Studie (PDF) zur Lebenslage von so genannten "male*Escorts" in Dortmund, Essen, Düsseldorf und Köln aufmerksam.
HIV-Test vor der Kneipe
18.08.2017 00:00
Beim HIV-Schnelltest ist je nach Hersteller das Ergebnis zwischen 5 und 30 Minuten ablesbar. Südafrikanische Ärzte gehen einen ungewöhnlichen Weg, um die Aids-Pandemie in den Griff zu bekommen. Zwei Bier und einmal testen! – in Südafrika könnten sich Kneipenbesucher möglicherweise bald einem HIV-Schnelltest unterziehen. Die Untersuchung in so genannten shebeens, also heruntergekommenen, meist illegalen Kneipen, soll dabei helfen, die verheerende Aids-Epidemie zu bekämpfen.
Großbritannien: Sechsmal höhere Sterblichkeitsrate bei HIV-Positiven
14.07.2017 13:17
Besonders HIV-Infektionen, die spät erkannt werden, erhöhen das Risiko eines früheren Todes erheblich. Menschen, die mit HIV infiziert sind, haben eine fast sechsmal höhere Sterblichkeitsrate als die Durchschnittsbevölkerung in Großbritannien. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie britischer Forscher. Am höchsten ist diese Rate unter Betroffenen, bei denen die Infektion erst spät erkannt wurde.
Afrika erhält Generikum von innovativem HIV-Medikament
14.07.2017 13:17
Medikamente sind für die meisten Aids-Patienten in Afrika unerschwinglich. Eine billigere Kopie wird zunächst in Kenia zur Verfügung gestellt. Hoffnung für die über 25 Millionen Aids-Patienten in Afrika: Als erstes Land auf dem Kontinent erhält Kenia ein Generikum des derzeit innovativsten Medikaments gegen HIV. Die billigere Kopie von Dolutegravir werde derzeit kostenlos an 27.000 HIV-Infizierte verteilt, die das in Kenia übliche Medikament nicht vertragen, teilte die Nichtregierungsorganisation Unitaid mit.
Positive CHMP-Empfehlung zur Zulassung von Hepatitis C Therapie
14.07.2017 13:17
Bei Zulassung von Glecaprevir Pibrentasvir stünde dem Großteil aller Hepatitis C Patienten eine einmal tägliche, pangenotypische 8- Wochen-Therapie zur Verfügung. In Zulassungsstudien erzielten bis zu 100 Prozent der untersuchten therapienaiven, nicht zirrhotischen Patienten der GT1–6 nach 8wöchiger Behandlung mit G/P eine SVR122. Die abschließende Zulassungsentscheidung der Europäischen Kommission wird für das 3. Quartal 2017 erwartet.
Doch keine chronische Entzündung bei HIV?
14.07.2017 13:17
Chronische Entzündungsreaktionen gelten als Mitursache für beschleunigtes Altern bei HIV. Eine neue Studie widerspricht. Nachdem Menschen mit HIV durch die Erfolge der Kombinationstherapie immer älter werden, hat sich auch die Medizin auf dieses Thema gestürzt. Man glaubt, Anhaltspunkte für schnellere bzw. ausgeprägter Alterungsprozesse gefunden zu haben. Der Grund dafür seien chronische Entzündungsprozesse ausgelöst durch HIV.
England geht Zukunft ohne HIV entgegen
14.07.2017 13:17
Grossbritannien verzeichnet drastische Senkung der HIV-Infektionsraten bei schwulen Männern. Zum ersten Mal seit Ausbruch der AIDS- Epidemie in Großbritannien ist die Anzahl der HIV-Infektionen unter schwulen Männern auf der Insel gesunken. Und zwar drastisch. Das vermeldet die nationale Gesundheitsorganisation Public Health England. In ganz England gingen die Infektionsraten um 17 Prozent zurück, während es in London sogar 25 Prozent sind. Fünf Kliniken, die insgesamt 41 Prozent der schwulen Risikopatienten abdecken, melden für den Zeitraum von Oktober 2015 bis 2016 einen Rückgang von 32 Prozent von Neuinfektionen.
Leben mit Aids in der Provinz
07.07.2017 13:17
Die Zahlen sind alarmierend. Ein Viertel der neuen Aids-Fälle in China wird aus der verhältnismäßig kleinen Provinz Yunnan gemeldet. Yunnan grenzt an das Goldene Dreieck - eine Region geprägt vom Drogenhandel. Aids ist dort eine große Gefahr. In einem einfachen Straßen-Restaurant in der Stadt Ruili im äußersten Westen Yunnans sitzen die Menschen abends auf niedrigen Hockern auf dem Bürgersteig. Sie trinken Bier aus kleinen Gläsern und essen gegrilltes Spanferkel mit scharfem Kürbis und Pfefferminzsalat. Der 28jährige Yan Lei ist hier zuhause. Er ist gut frisiert, trägt schwarze Turnschuhe, eine schwarze Hose und ein schwarzes Sakko. Vor drei Jahren hat Yan herausgefunden, dass er sich mit dem HI-Virus infiziert hat.
Medizinische Ausbildung in Mosambik: Hilfe zur Selbsthilfe
07.07.2017 13:17
Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt mit der weltweit größten HIV-Epidemie. Deshalb hat die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen nun ein Doktorandenprogramm ins Leben gerufen, um jungen Mosambikaner/innen eine Promotion im Bereich der HIV-Forschung zu ermöglichen.
Düsseldorfer Polizei unterstellt HIV-Positivem "zukünftige Verantwortungslosigkeit"
07.07.2017 13:17
Menschen mit HIV in erfolgreicher antiretroviraler Therapie können HIV sexuell nicht weitergeben. Manche Polizist_innen sehen in ihnen aber potenzielle Straftäter_innen – und speichern ihre Daten. Diese HIV-Kriminalisierung ist kein Einzelfall.
Selbstversuch HIV-Test
07.07.2017 13:17
Vor dem Blutabnehmen kommt das Beratungsgespräch, und da geht es um mehr als nur HIV. Die Politik diskutiert über Heim HIV-Tests. Bisher ist das nur beim Arzt oder einer Beratungsstelle möglich. Aber wie geht ein HIV-Test überhaupt? Ein Besuch im Gesundheitsamt. Selbst ist der Mensch: Wenn man den Auslagen in den Buchhandlungen trauen darf, ist sein Streben nach Autonomie ungebrochen. Er baut Palettenmöbel, weckt Obst ein oder übt sich im Fermentieren. Jeder kann, so die Botschaft, sein eigener Tischler, Schneider oder auch Gärtner sein. Aber Selbständigkeit hin oder her – taugt ein potentieller Patient auch als sein eigener Arzt? Längst erlauben Schnelltests die Selbstdiagnose.
Mehr HIV im Reservoir als bisher angenommen
07.07.2017 13:17
Festzustellen, wie groß das Reservoir an vermehrungsfähigen HI-Viren im Körper eines Infizierten tatsächlich ist, ist extrem anspruchsvoll. Als Goldstandard gilt derzeit immer noch der Quantitative Viral Outgrowth Assay, Q-VOA, bei dem die zu untersuchenden Zellen aus dem Blut zu einer großen Zahl infizierbarer Zellen gegeben wird. Aus der Anzahl der Virus produzierenden Zellen und der Verdünnung lässt sich dann die Anzahl von vermehrungsfähigen Viren im Ausgangsmaterial errechnen.
HCV: Neue Dreier-Kombination nach Therapieversagen erfolgreich
30.06.2017 13:17
Eine neue Kombination aus drei direkt wirkenden antiviralen Wirkstoffen kann eine Hepatitis C fast immer auch dann ausheilen, wenn eine frühere Behandlung versagt hat. Dies zeigen die Ergebnisse aus zwei Phase 3-Studien, die bereits im letzten November auf der Jahrestagung der American Association for the Study of Liver Diseases in Boston vorgestellt und jetzt im New England Journal of Medicine publiziert wurden.
Massiver Anstieg von Hepatitis A in Europa
30.06.2017 13:17
Das Europäische CDC meldet einen massiven Anstieg von Hepatitis A Fällen. Hepatitis A ist bei erwachsenen Menschen nicht immer harmlos und kann in seltenen Fällen auch zum Leberversagen führen. Wie in der untenstehenden Abbildung vom ECDC deutlich gezeigt, handelt es sich beim gemeldeten Anstieg von Hepatitis A Fällen um einen massiven Anstieg in den letzten Monaten.
Verstecken, verschweigen, täuschen
30.06.2017 13:17
Nicht nur das Sprechen über die HIV-Infektion, sondern auch das Schweigen beeinflusst die Bilder von HIV und Aids in der Gesellschaft. Der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker über den Bann des Stigmas. Der Beitrag ist eine gekürzte Version seines bei den Positiven Begegnungen gehaltenen Impulsreferats.
Stiftung begrüßt Änderung des HIV-Hilfegesetzes
30.06.2017 13:17
Die Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen begrüsst die jetzt vom Deutschen Bundestag beschlossenen Änderungen des HIV-Hilfegesetzes, die dazu führen, dass die Betroffenen die Leistungen künftig lebenslang erhalten. Der Stiftungsvorstand dankt den Vorsitzenden des Stiftungsrates, Herrn MdB Jens Spahn und Frau MdB Bärbel Bas, sowie Herrn Staatssekretär Lutz Stroppe, BMG, für ihr großes Engagement.
HIV-Status beeinflusst HPV-Infektionen und Krebs
30.06.2017 13:17
Wissenschaftliche Erhebungen im Senegal weisen Zusammenhang nach. Eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus entwickelt sich eher zu einer Vorform von Gebärmutterhalskrebs, wenn die Frau HIV-positiv ist. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Minnesota in ihrer aktuellen Studie mit senegalesischen Frauen.
Südafrika: Wo man Rechnen, Schreiben und Überleben lernt
09.06.2017 13:17
Die Mmemezi Highschool in der Provinz Kwazulu-Natal kämpft um Bildung und gegen Aids. Das Wichtigste für junge Menschen ist ein Ziel, sagt Zama Shange, der Direktor der Mmemezi Highschool, während er aus dem Flachbau, in dem das Konferenzzimmer, ein Lehrerzimmer und sein Büro untergebracht sind, hinaus auf das weitläufige Areal seiner Schule blickt. Das klingt hier nicht nach einer abgedroschenen Lebensweisheit, sondern ist seine Erkenntnis nach Jahrzehnten des Kampfes gegen Aids und für Bildung.
HIV-Impfstoff: Schluss mit Scheitern
09.06.2017 13:17
Die Forschung zu einer HIV-Vakzine ist von Rückschlägen geprägt. Von 200 Kandidaten in klinischer Prüfung war nur ein einziger in einer Wirksamkeitsstudie mäßig effektiv. Neue Technologien und ein verbessertes Verständnis des Erregers sollen das jetzt ändern. Seit der Erstbeschreibung im Jahr 1981 hat die Immunschwächekrankheit Aids etwa 39 Millionen Menschenleben gekostet. Der Erreger, das humane Immundefizienz Virus (HIV), hat sich seitdem weltweit stark verbreitet. Insgesamt leben derzeit etwa 37 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion. Um die Pandemie zu beenden oder zumindest stark einzudämmen, ist eine effiziente Vakzine notwendig.
Bis zu 15.000 Österreicher leben mit dem HI-Virus
09.06.2017 13:17
Am Mittwoch wird all jener gedacht, die an Aids verstorben sind. Im Aids Hilfe Haus Wien stehen die Krankheit und ihre Betroffenen im Mittelpunkt. Berührungsängste gibt es nach wie vor. Die Trauer ist deutlich spürbar. Raum füllend nimmt sie das kleine Zimmer im Aids Hilfe Haus in der Gumpendorfer Straße im sechsten Wiener Gemeindebezirk ein. Zum Ausdruck gebracht mit Bildern und Namen, die an der Wand hängen und stehen. Namen von Menschen, die an Aids verstorben sind.
HIV-Infektion trotz genetischer Resistenz
09.06.2017 13:17
Akute Infektion durch X4-tropes Virus beschrieben. HIV benötigt zur Infektion seiner Zielzellen neben dem CD4 Rezeptor noch einen Korezeptor, entweder CCR5 oder CXCR4. Entsprechend spricht man von R5- oder X4-tropen Viren. Da nach bisherigen Erkenntnissen fast nur R5-trope Viren sexuell übertragen werden, galten Menschen mit einer homozygoten Deletion im Gen für den CCR5-Rezeptor als praktisch resistent gegen eine HIV- Infektion. Auch die Heilung des Berliner Patienten Timothy Brown beruhte auf der Übertragung CCR5-negativer Stammzellen, weshalb dieser Ansatz auch in der Heilungsforschung weiter verfolgt wird.
"Ich hab´ da noch was zu sagen"
09.06.2017 13:17
2016 sprach der 20-jährige Max mit dem schwulen Magazin dbna ausführlich über seine HIV-Infektion. Jetzt, fast ein Jahr später, zieht er ein Resümee und erklärt, warum das Interview so wichtig war. Inzwischen ist es fast ein Jahr her, dass ich dbna ein Interview gegeben und mich als HIV-positiv geoutet habe. Das war damals eine relativ spontane Entscheidung von mir, weil ich den Eindruck hatte, dass der positive HIV-Status für die meisten Menschen immer noch ein Tabuthema ist.
"Elite controller" der HIV-Infektion – Bedeutung für den behandelnden Arzt
02.06.2017 13:17
In unserer Infektionsambulanz betreuen wir seit Jahren einen 68-jährigen Patienten mit HIV-Infektion. Seine Viruslast war bei Erstvorstellung ohne Therapie und lag in den folgenden Jahren immer unter der Nachweisgrenze. Zudem wussten wir, dass er positiv für HLA-B27 ist, einem Allel das stark mit der Kontrolle von HIV assoziiert ist. Wir verordneten ihm keine hochaktive antiretrovirale Therapie, sondern kontrollierten die Parameter in regelmäßigen Abständen. Dem Patienten ging es klinisch immer gut. Trotzdem stellte sich uns immer wieder die Frage, ob dieser elite controller nicht doch, insbesondere angesichts seines Alters, von einer HAART profitieren würde.
Zulassung von Raltegravir einmal täglich empfohlen
02.06.2017 13:17
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur hat empfohlen, den Integraseinhibitor Raltegravir auch als 600 mg Filmtablette in Kombination mit weiteren antiretroviralen Arzneimitteln für HIV-1-infizierte Erwachsene und Kinder mit einem Mindestkörpergewicht von 40 kg zuzulassen. Die empfohlene Dosis beträgt 1 mal täglich 1200 mg (2 Tabletten a 600 mg), teilt das Unternehmen MSD mit. Die Zulassung werde im zweiten Halbjahr 2017 erwartet.
HIV-Schutzverhalten so hoch wie noch nie
02.06.2017 13:17
91 Prozent der über 16-Jährigen mit mehr als einem Sexualpartner oder einer Sexualpartnerin in den letzten 12 Monaten geben an, immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Repräsentativbefragung AIDS im öffentlichen Bewusstsein, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung seit 1988 in regelmäßigen Abständen durchführt. Damals lag der Wert bei 54 Prozent, im Jahr 2000 bei 79 Prozent. Für die Repräsentativerhebung der BZgA wurden bundesweit 3.000 Menschen ab 16 Jahren im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 befragt.
HIV Backbones 2017 – interaktiv diskutiert
02.06.2017 13:17
Das kontinuierlich wachsende Angebot an antiretroviralen Therapeutika stellt den behandelnden Arzt vor neue Herausforderungen. Bewährte Kombinationen, wie Abacavir / Lamivudin und Tenofovirdisoproxilfumarat / Emtricitabin haben jedoch auch nach der Einführung von neuen Wirkstoffen weiterhin ihren Stellenwert. Gerade bei den Backbone Therapien werden Generika in der HIV-Behandlung an Bedeutung gewinnen und ermöglichen eine wirtschaftliche Verordnung.
Wenn die HIV-Medikamente versagen
02.06.2017 13:17
Resistenzen sind eine Herausforderung für die Medizin und auch in punkto HIV ein Thema – bei der Behandlung wie auch bei der PrEP. Wir sprachen mit dem Virologen Martin Obermeier über die wichtigsten Fragen. HIV-Medikamente verhindern, dass sich das Virus im Körper eines Infizierten weiter vermehren kann. Mit der Zeit aber können die Wirkstoffe ihre Wirksamkeit verlieren, und das Virus wird unempfindlich beziehungsweise resistent. In der modernen Dreifach-Kombinationstherapie, bei der mehrere Medikamente parallel eingesetzt werden, muss dieser resistente Bestandteil dann gegen einen anderen ausgetauscht werden.
Ehrung für den "Theoriepapst"
01.01.1970 01:00
Die Deutsche AIDS-Hilfe würdigt die herausragende Lebensleistung von Prof. Dr. Martin Dannecker und ernannte ihn am vergangenen Freitag zum neuen Ehrenmitglied. Wie kein anderer im deutschsprachigen Raum hat der Sexualwissenschaftler und Autor das Nachdenken und Sprechen über Sexualität im Allgemeinen und über Homosexualität, HIV und die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten im Besonderen zu seinem Lebensthema gemacht.
Rückkehr der Moralapostel
01.01.1970 01:00
Noch schweigt das Wahlprogramm der AfD zum Thema HIV/Aids. Doch immer mehr Stimmen zeigen an, in welche Richtung es gehen könnte, sind die Rechtspopulist_innen erst mal am Zug. Der Angriff kam schnell, von höchster Stelle und in aller Schärfe. Für einen Anal-Workshop habe die Thüringer Landesregierung Geld, nicht aber für Klassenfahrten, empörte sich im Oktober vergangenen Jahres der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke via Facebook: Das sei: Bildungspolitik für den Arsch!
"Kein Aids für alle" - Neue Kampagne für frühe HIV-Tests
01.01.1970 01:00
Mit einer bundesweiten Kampagne will die Deutsche Aids-Hilfe zu möglichst frühen HIV-Tests motivieren. Ohne HIV-Test und Diagnose bringen sich Infizierte um wirksame Therapien, die den Ausbruch von Aids verhindern. Das Motto "Kein Aids für alle" solle Männer und Frauen ansprechen, die ihr HIV-Risiko verdrängen oder sich aus Angst vor Ablehnung nicht zum Arzt trauen, teilte die Aids-Hilfe am Freitag in Berlin mit. Ohne HIV-Test und Diagnose bringen sich die Infizierten jedoch um wirksame Therapien, die den Ausbruch von Aids verhindern.
Mit HIV muss niemand mehr jung sterben
01.01.1970 01:00
HIV-Positive werden heute fast so alt wie der Durchschnitt. Eine Erfolgsgeschichte – mit Schattenseiten. Denn die Anzahl der neuen Fälle in Europa steigt rasant. Lebensrettend und lebensverlängernd: antiretrovirale Medikamente halten das HI-Virus in Schach. Vielen Patienten reicht heute sogar nur noch eine Pille am Tag. Das HI-Virus ist selten Anlass für gute Nachrichten, dieses ist eine. Menschen, die sich mit dem Aidserreger anstecken, leben dank moderner Medikamente immer länger. Ein Zwanzigjähriger aus Europa oder Nordamerika mit dem Virus, der sich seit 2008 behandeln lässt, hat mittlerweile eine Lebenserwartung von rund 73 Jahren, eine Zwanzigjährige von 76 Jahren. Damit liegen sie fast am normalen Schnitt.
Erhöhtes Parkinson-Risiko bei Hepatitis B und C?
01.01.1970 01:00
Im Rahmen einer retrospektiven Kohortenstudie wertete eine englische Forschergruppe Daten von mehr als sechs Millionen Personen aus, darunter 100.390 Patienten mit Hepatitis oder HIV. Autoimmune und chronisch aktive Hepatitis waren ebenso wie eine HIV-Infektion nicht mit einem erhöhten Parkinson-Risiko verbunden, bei Patienten mit Hepatitis B oder C jedoch war das Risiko für eine Parkinson-Erkrankung signifikant erhöht.
Zahl der HIV-Neuinfektionen in 74 Ländern gestiegen
01.01.1970 01:00
Trotz aller Präventionsbemühungen ist im vergangenen Jahrzehnt die Zahl der HIV-Neuinfektionen in 74 Ländern gestiegen. Darunter sind Ägypten, Kenia und Russland, wie aus einer am Dienstag anlässlich der Welt-Aids-Konferenz veröffentlichten Studie im Fachmagazin The Lancet HIV hervorgeht. Weltweit gesehen ist die Zahl der Neuinfektionen von 2005 bis 2015 um 0,7 Prozent zurückgegangen. Von 1997 bis 2005 betrug der Rückgang noch 2,7 Prozent.
Den Letzten beisst die Zahnfee?
01.01.1970 01:00
HIV-bezogene Diskriminierung in Kliniken und Arztpraxen. Ausgerechnet im Gesundheitswesen erleben viele Menschen mit HIV Diskriminierung – dort, wo sie am ehesten einen professionellen Umgang mit der Infektion erwarten. Wir haben mit Betroffenen gesprochen. Da war er: klein, rund, rot. Der rote Punkt war am Fußende seines Krankenhausbettes und auf seiner Krankenakte, die die Ärzt_innen zur Visite mitbrachten. Jede_r konnte ihn sehen. Ein Interview.
Ministerium prüft Zulassung von HIV-Schnelltests für zu Hause
01.01.1970 01:00
Bald als Schnelltest aus der Apotheke? Das Bundesgesundheitsministerium prüft, ob auch in Deutschland HIV-Schnelltests für zu Hause erhältlich sein sollten. Einen HIV-Test wie einen Schwangerschaftstest einfach zu Hause durchführen? Was in anderen Ländern Europas schon Realität ist – dort gibt es den Test in der Apotheke –, ist in Deutschland bislang verboten. Die Tests seien fehleranfällig, so die Begründung. Doch sie haben sich verbessert. Das Bundesgesundheitsministerium prüft daher, HIV-Schnelltests für zu Hause in Deutschland zuzulassen.
Hepatitis C: auch bei HIV-negativen MSM möglich
01.01.1970 01:00
In den letzten Jahren beobachteten wir in vielen Europäischen Ländern einen Anstieg von Infektionen von Hepatitis C unter HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben. Die Konzentration dieser neuen Epidemie auf HIV-positive MSM war merkwürdig. Wir vermuteten, dass weniger die HIV-Infektion für diese Beobachtung verantwortlich sei, sonder vielmehr das Netzwerk, in dem sich die Infektion ausweitet.
Fragwürdige Entwicklungshilfe
01.01.1970 01:00
Die WHO will mit der Beschneidung von Jungen und Männern HIV-Infektionen vorbeugen, Deutschland unterstützt das. Ist das sinnvoll? Im Behandlungsraum schreit ein Kind. Die etwa achtjährigen Jungen, die davor warten, werden unruhig. Sie wurden aus der Schule ins Gesundheitszentrum im kenianischen Kisumu geschickt, um sich beschneiden zu lassen. Damit seien sie besser vor Aids geschützt, sie würden sauber und echte Männer. Ein einfacher Eingriff. Aber schon die Spritze zur Lokalbetäubung lässt die Patienten angsterfüllt schreien.
Weniger Wahrnehmung, mehr Betroffene
01.01.1970 01:00
Die Medienpräsenz zu den Themen Drogen, Aids und Hepatitis C widerspiegelt nicht die aktuelle Realität. Die Dienstleistungen der Wipp, Wiler Integrations- und Präventionsprojekte, waren seit den 90er Jahren nicht mehr so gefragt wie 2016. Gleichzeitig sind Drogensucht und HIV praktisch aus dem Medien verschwunden. Auch die Problematik Hepatitis C findet kaum Beachtung. Aktuell ist all das aber trotzdem. An der Medieninformation vom Dienstagvormittag präsentierten Stadtrat Dario Sulzer und WIPP Leiter René Akeret die Situation im abgelaufenen Jahr.
Forschern gelingt wichtiger Durchbruch bei der Behandlung von HIV
01.01.1970 01:00
Wenn Menschen an HIV erkrankt sind, wird eine Behandlung meist mit speziellen Medikamenten durchgeführt. Diese können eine Erkrankung zwar verlangsamen, müssen dafür aber das gesamte Leben eingenommen werden. Forscher entwickelten jetzt eine Methode, die vielleicht in Zukunft dazu führen wird, dass HIV vollständig besiegt werden kann. Forscher entwickelten jetzt eine Methode, welche in Zukunft zu einer Heilung von HIV führen könnte. Die Wissenschaftler konnten in Versuchen das Virus von infizierten Zellen abtrennen, indem sie modernste so genannte genetische Editing Technologie einsetzten.
Allererster Nachweis einer Reduktion von HIV-Reservoiren
01.01.1970 01:00
Nachweis einer Reduktion von HIV-Reservoiren durch ein Medikament: Leitwirkstoffkandidat ABX464 zeigt Einfluss auf HIV Reservoir im Blut in einer klinischen Phase IIa Studie. ABIVAX gab bekannt, dass der am weitesten fortgeschrittene Wirkstoffkandidat des Unternehmens, ABX464, die erste, jemals in chronisch infizierten HIV-Patienten beobachtete Reduktion von HIV-Reservoiren gezeigt hat. Die Reduktion wurde über die Gesamtmenge an HIV-DNA bestimmt, die in den peripheren mononukleären Blutzellen gemessen wurde.
Hepatitis fordert viel mehr Tote als Aids
01.01.1970 01:00
Trotz anhaltend hoher Sterblichkeit von Hepatitis C Patienten verzichtet der Bund auf eine nationale Strategie. Die Gründe. In der Schweiz sterben jährlich rund 200 Personen an Hepatitis C, mindestens fünfmal mehr als an Aids. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Genf und Bern, die Forscher vor einigen Tagen an einem internationalen Leberkongress präsentierten. Sie gehen dabei davon aus, dass die Differenz zwischen den beiden Viruserkrankungen in Wahrheit viel größer sein dürfte. Gemäß ihren Schätzungen könnte der Unterschied im Extremfall bis zu einem Faktor 40 betragen. Der Grund: Bei einer beträchtlichen Zahl von Todesfällen wird der Bezug zu Hepatitis C nicht bemerkt oder nicht gemeldet.
AIDS, Drugs, and the Histories of European Public Health Policies since the 1960s
01.01.1970 01:00
In jüngerer Zeit wenden sich auch Historiker/innen zunehmend dem Gesundheitswesen im 20. Jahrhundert und der einschneidenden Rolle von HIV/AIDS zu. Was die europäische Geschichte angeht, stehen sie allerdings noch am Anfang. Auf dem Workshop entspann sich eine erfrischend offene Diskussion, die zugleich explorativ und zielführend war. Der Ertrag bestand erstens in der Eröffnung einer weitwinkligen Perspektive auf historische Gesundheitspolitiken, welche die Rolle von Aktivist/innen und Sozialen Bewegungen hervorhebt. Ein Tagungsbericht.
The International Liver Congress 2017
01.01.1970 01:00
Der Internationale Leberkongress in Amsterdam ist das jährliche Highlight der Hepatologen. Ein wichtiges Thema dabei ist die Hepatitis C. Erwartet werden viele neue Daten, unter anderem zu den zwei neuen Fixkombinationen, die voraussichtlich noch in diesem Jahr zugelassen werden. Aber auch zu den anderen Hepatitiden sowie zur Fettleber werden neue Forschungsergebnisse präsentiert.
325 Millionen Menschen mit chronischer Virus Hepatitis
01.01.1970 01:00
Weltweit leiden rund 328 Millionen Menschen an chronischer Hepatitis B oder Hepatitis C. 2015 gab es dadurch 1,34 Millionen Todesopfer. Der von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte Report umfasst erstmals auch eine Darstellung des globalen Ausmaßes der Verbreitung der beiden Virus bedingten Leberentzündungen, welche im Falle der zumeist sexuell übertragenen Hepatitis B oft, im Falle der vor allem über Blut übertragenen Hepatitis C jedoch zumeist chronisch verlaufen. Die Folge können langfristig Leberzirrhose, Leberversagen und Leberzellkarzinome sein.
Syphilis bleibt oft unerkannt
01.01.1970 01:00
Ungeschützter Sex und ein paar Wochen später kurzzeitig Hautausschlag? Weil eine Syphilis-Infektion oft nur vorübergehend Beschwerden macht, bleibt sie häufig unerkannt. Das kann gefährlich werden. Eine komische Stelle am Mund, ein bisschen Ausschlag - das war's oft schon. Wer solche Symptome hat, kommt eher nicht auf die Idee, Syphilis zu haben. Die Infektionskrankheit ist nahezu aus dem Bewusstsein vieler Deutscher verschwunden.
HCV: Protease-Inhibitor Grazoprevir in S3-Leitlinien aufgenommen
01.01.1970 01:00
Die Fixkombination aus dem NS5A-Inhibitor Elbasvir (50 mg) und dem Protease-Inhibitor Grazoprevir (100 mg) wird in den aktualisierten S3-Leitlinien zur antiviralen Therapie der chronischen Hepatitis C für Patienten mit HCV Infektion vom Genotyp 1 oder 4 als Therapieoption empfohlen.
ChemSex and the City: Vernachlässigte Sexualanamnese
01.01.1970 01:00
ChemSex and the City: so beginnt der Titel einer interessanten Arbeit aus London, welche Sexualpraktiken und Infektionsrisiken bei Männern, die Sex mit Männern haben untersucht hat. ChemSex beschreibt ein Phänomen, das in den letzten rund 10 Jahren vorwiegend im Internationalen Schwulenbereich an Bedeutung zugenommen hat. Drogen wie GHB und GBL oder Mephedron dann vor allem aber auch das dem Kokain näher verwandte Crystal Meth erlauben dem Drogenkonsumenten sexuelle Erlebnisse freier, leichter, zu erleben. Es ist nicht überraschend, dass gerade für HIV-positive Menschen, deren sexuelles Erleben über Jahrzehnte von Angst, Kondom und Schuldgefühlen geprägt war, für solche Drogen anfällig sind.
Geschichte: 30 Jahre Aids-Protestgruppe Act Up!
28.04.2017 00:00
Es waren an die 250 Leute, reglos auf dem Boden liegend, mitten auf der Wall Street: Vor dreißig Jahren demonstrierten New Yorker Aids- Aktivist_innen mit einem Die In, einem symbolischen Sich tot Stellen in der Öffentlichkeit: für den freien Zugang zu Medikamenten, gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids und für sinnvolle Prävention. Es war die erste große Protest-Aktion von ACT UP, Aids Coalition To Unleash Power, einem weltweiten Netzwerk politischer Aids-Aktivist_innen. Die Journalistin Anne-Christine D’Adesky war bei dem ersten Die In am 24. März 1987 mit dabei. Ein Interview.
HIV in Indien
28.04.2017 00:00
Mit 2,1 Millionen Infizierten ist Indien das Land mit der drittgrößten HIV-Epidemie der Welt – eine Herausforderung nicht nur für das Gesundheitssystem. Axel Schock war zu Besuch in Mumbai. In den engen Gassen werden Obst und Gemüse feilgeboten, auf den breiteren drängen sich die Rikscha-Taxis. Die Hochhäuser dazwischen, so scheint es, haben ihre besten Tage schon Jahrzehnte hinter sich. In diesem hektischen Gewusel also soll sich das SAATHII-Zentralbüro des indischen Bundesstaates Maharashtra befinden, immerhin einer der größten indischen Bundesstaaten, mit einer Fläche fast so groß wie die Bundesrepublik. SAATHII steht für: Solidarity and Action Against the HIV Infection in India und ist eine der größten HIV- Organisationen des Landes.
Schottland: Pille zum Schutz vor HIV bald kostenlos erhältlich
28.04.2017 00:00
HIV-Negative, die ein höheres Risiko für eine HIV-Übertragung haben, sollen sich in Schottland künftig mit einer täglichen Pille schützen können. Das Medikament Truvada kann HIV-Negative davor schützen, sich mit dem Virus anzustecken. Der staatliche Gesundheitsdienst in Schottland hat bekannt gegeben, dass Personen mit einem erhöhten Risiko einer HIV-Infektion im nördlichsten britischen Landesteil künftig die Präexpositionsprophylaxe, PrEP, kostenlos erhalten können. Gegenwärtige Präventionsmethoden seien in den letzten zehn Jahren nicht erfolgreich gewesen, die Ausbreitung von HIV in Schottland zu reduzieren, so die Begründung.
HIV-Infektion: Knochen altern schneller
28.04.2017 00:00
Wir wissen nun schon länger, dass die HIV-Infektion infolge starker Aktivierung des Immunsystems zu einer beschleunigten Alterung führt. Man findet in sehr vielen Organsystemen bei HIV-infizierten Menschen einen beschleunigten Alterungsprozess. Dies betrifft vermutlich den ganzen Körper und fand sich früher häufiger bei fortgeschrittener, unbehandelter HIV-Infektion. Prozesse, die wir normal im Alter beobachten, treten bei HIV-Infizierten früher auf, so zum Beispiel die trockene Haut mit Juckreiz, der graue Star, die Arteriosklerose, um nur einige zu nennen.
HIV-Patient hatte ungeschützten Sex und verschwieg Krankheit
28.04.2017 00:00
Ein 42jähriger, mit HIV-infizierter Mann, der ungeschützten Sex mit mehreren Frauen hatte, ist vor dem Amtsgericht vom Vorwurf der versuchten gefährlichen Körperverletzung freigesprochen worden. Ein Gutachter der Kölner Uniklinik, wo der Angeklagte seit Jahren in Behandlung ist, hatte im Zeugenstand bekräftigt, dass von dem Angeklagten aufgrund einer sorgsam überwachten Medikation keinerlei Ansteckungsgefahr ausgehe: Er war weder zum Tatzeitpunkt noch heute infektiös – er konnte die Frauen gar nicht anstecken.
Hepatitis C – Frustrierende Therapie-Arbeit hinter Gittern
21.04.2017 00:00
Die Behandlung von inhaftierten Patienten mit Hepatitis C und Drogensucht wird vor allem durch eines erschwert: die Haftanstalt an sich, berichtet ein Münchner Gefängnisarzt. Fragt man Dr. Tobias Bauhofer, woran es bei der Therapie von Hepatitis C im Strafvollzug hapere, antwortet er: Ich wünsche mir einen offeneren Umgang mit dem Thema Substitution. Bauhofer ist Gefängnisarzt an einer Münchner Justizvollzugsanstalt mit 100 Betten und ungefähr 5000 Gefangenen, von denen ein enorm hoher Anteil lediglich in Untersuchungshaft sitze.
PreP: Anti-HIV-Tablette ist kein Produkt für die breite Masse
21.04.2017 00:00
Die kontinuierliche PrEP nur dann eine gute Lösung, wenn Patienten sie auch regelmäßig nehmen. Seit August letzten Jahres gibt es die Präexpositionsprophylaxe gegen HIV, kurz PrEP, auch in Deutschland ganz offiziell auf Privatrezept. Dr. Christian Hoffmann aus Hamburg ist jedoch skeptisch, dass sich die Hauptzielgruppe an die vielen Vorgaben, vor allem auch an die häufigen Arzttermine hält, wie er im Gespräch mit der Ärzte Zeitung aus Anlass der Münchner AIDS- und Hepatitis-Werkstatt sagte.
Cholesterinsenkung schützt Herz von HIV-Patienten
21.04.2017 00:00
Wichtige Ergebnisse von einem US-Kongress zum Thema HIV wurden bei der 7. Münchner AIDS- und Hepatitis-Werkstatt vorgestellt. Die jährlich stattfindende Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in den USA, dieses Jahr in Seattle, ist das führende Treffen von HIV- Wissenschaftlern aus aller Welt. Bei der Münchner AIDS- und Hepatitis-Werkstatt wurden einige Highlights der US-Konferenz kurz zusammengefasst.
Kinderwunsch und HIV: Unter guten Bedingungen kein Problem
21.04.2017 00:00
Ein Drittel der HIV-positiven Schwangeren erfahren während der Schwangerschaft von der Infektion. Für optimal behandelte HIV-infizierte Frauen ist eine sichere Schwangerschaft realisierbar. Die vaginale Geburt wird bei supprimierter Viruslast befürwortet. Die gestiegene Lebenserwartung und die vergleichsweise einfache und effektive Therapie führen dazu, dass HIV-positive Frauen über Familienplanung nachdenken und Kinder haben wollen. In vieler Hinsicht kehrt dabei Normalität ein: von der natürlichen Zeugung bis zur vaginalen Geburt. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Frau bereits von ihrer HIV-Infektion weiß und dass sie optimal antiretroviral sowie effektiv behandelt ist. Unter diesen Bedingungen liegen die Raten der Mutter-Kind-Transmission des HI-Virus deutlich unter einem Prozent.
Hepatitis B und C erhöhen Risiko auf Morbus Parkinson
21.04.2017 00:00
Patienten mit einer chronischen Hepatitis B oder C erkranken im Alter häufiger an einem Morbus Parkinson. Dies kam in einer retrospektiven Kohortenstudie in Neurology heraus. Epidemiologen der Oxford Universität haben für die Studie die Daten der English National Hospital Episode Statistics ausgewertet, die die Entlassungsdiagnosen nach Krankenhauserkrankungen speichert. Sie verglichen die Daten von 100.390 Patienten, bei denen verschiedene Formen der Hepatitis oder eine HIV-Infektion diagnostiziert worden waren, mit einer Referenzkohorte von 6.132.124 Personen, die wegen einer Vielzahl anderer medizinischen und chirurgischen Erkrankungen wie Katarakt, Krampfadern, Hämorrhoiden, Hallux valgus, Hüftgelenkersatz und Knieersatz behandelt wurden, bei denen ein Zusammenhang mit einem Morbus Parkinson nicht zu erwarten war.
Wo man HIV am besten bekämpft
14.04.2017 00:00
Auch wenn in Afrika die meisten Menschen mit HIV auf dem Land leben, ist die Infektionsdichte in den Städten viel höher. Deshalb schlagen Forscher eine neue, aber ethisch heikle Behandlungsstrategie vor. 90-90-90: Das ist kein neues Schönheitsideal, sondern die Kurzformel für die Elimination des Aids-Erregers. So sollen nach dem Willen der Weltgesundheitsorganisation und dem Uno-Programm gegen HIV/Aids bis 2020 weltweit 90 Prozent der Infizierten identifiziert sein; davon sollen 90 Prozent mit antiretroviralen Medikamenten behandelt sein; und bei 90 Prozent soll die Therapie so gut eingestellt sein, dass keine HI-Viren mehr nachweisbar sind.
Neue Perspektive für die Erforschung des Hepatitis C Virus
14.04.2017 00:00
Mit dem Hepatitis C Virus sind weltweit etwa 160 Millionen Menschen infiziert. Obwohl es neue Therapeutika gibt, ist die Virusinfektion nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Lebertransplantationen, denn die neuen Medikamente sind sehr teuer und können nicht flächendeckend in ärmeren Regionen der Welt eingesetzt werden. Unter anderem gesucht: eine Impfung gegen die Virusinfektion.
Mehr HIV/TB Ko-Infektionen in Risikogruppen
14.04.2017 00:00
Nicht alle profitieren von der sinkenden Zahl der Tuberkulose-Fälle in Europa. So ist das Risiko für eine TB-Infektion bei HIV-Patienten sogar gestiegen. Seit dem Jahr 2000 nimmt die Zahl der Tuberkulose-Infektionen in den 53 Ländern, die die WHO Europa zuordnet, kontinuierlich ab – pro Jahr im Durchschnitt um 5,4 Prozent. Allerdings profitieren einige Risikogruppen von diesem allgemeinen Trend nicht, besonders HIV-Patienten, Migranten oder Inhaftierte. So ist die Zahl der HIV/TB Koinfektionen laut dem aktuellen Tuberculosis Surveillance Report der WHO zwischen 2011 und 2015 von 11.652 Fällen auf 16.380 gestiegen. Dies liege vor allem an einer starken Zunahme von HIV/TB Koinfektionen in Russland und der Ukraine.
Früher Therapiebeginn verhindert schwere bakterielle Infektionen
14.04.2017 00:00
Eine frühzeitig antiretrovirale Therapie schützt HIV-Infizierte nicht nur vor den klassischen opportunistischen Infektionen der erworbenen Immunschwäche Aids. In einer maßgeblichen randomisierten Studie kam es laut einer Analyse in Lancet HIV auch seltener zu einer Reihe von schweren bakteriellen Infektionen, die in der Regel nicht mit HIV-Infektionen in Verbindung gebracht werden.
Sport – Auch für unsere Patienten günstig
14.04.2017 00:00
Regelmäßige Bewegung ist gut für die Gesundheit ist. Das ist uns bekannt. Eine interessante Studie aus der MACS Kohorte, Multicenter AIDS Cohort Study, untersuchte die Wirkung von regelmäßiger Bewegung auf die geistige Fitness. Die MACS Kohorte existiert schon bald 35 Jahre. Eingeschlossen werden dort Männer, die Sex mit Männern haben. Speziell an der Kohorte ist, dass sowohl HIV-negative wie HIV-positive Personen beobachtet werden. Damit ist die Kohorte in der Lage auch Unterschiede zwischen HIV-positiv und HIV-negativen Personen zu untersuchen.
Die gnädigen Schwestern
07.04.2017 00:00
Alma und Lily üben Nächstenliebe im wohl ungewöhnlichsten Orden der Welt. Schwester Alma und Novizin Lily vom Orden der Schwestern der perpetuellen Indulgenz. Sie klären auf, trösten, hören zu, sammeln Geld – mit Augenzwinkern und Lebensfreude für eine ernste Sache. Darauf legt Alma großen Wert: Wir sind keine schwulen Schwestern! Schwestern ja. Schwul nicht zwingend. Wer sich dem Orden der Perpetuellen Indulgenz anschließt, darf alles Mögliche sein, nur nicht knauserig mit Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft – und Make-up.
Vitamin D: Kleines Hormon mit großer Wirkung
07.04.2017 00:00
Vitamin D ist wegen seiner Bedeutung für die Knochen bekannt und mittlerweile auch in der HIV-Medizin ein Thema. Siegfried Schwarze, Mikrobiologe und HIV-positiv, über die Potenziale dieses Wirkstoffs. Ein Interview.
Chinesische und US-Wissenschaftler finden Protein als HIV-Hemmstoff
07.04.2017 00:00
Wissenschaftler aus China und den Vereinigten Staaten haben ein Protein gefunden, das gegen den Zika-Virus verwendet werden kann. Weiters könnte die Substanz auch als Hemmstoff gegen HIV verwendet werden. Wissenschaftler sagten, dass der Wirkstoff Cholesterol-25-Hydroxylase, der ursprünglich zur Bekämpfung des Zika-Virus entdeckt und eingeführt wurde und dessen Enzym-Produkt, der Stoff 25-Hydroxycholesterol sich als wirksamer Mediator beim Schutz des Wirtes gegen Zika erwiesen hat. Die Resultate wurden gemeinsam im Medizinjournal -Immunity- des Suzhou Institute of Systems Medicine veröffentlicht.
Forscher enttarnen HIV-Versteck im Körper
07.04.2017 00:00
Das Virus kann sich in bestimmten Zellen des Immunsystems verstecken. Geheimes HIV-Versteck enttarnt. Bisher müssen HIV-Infizierte lebenslang Medikamente nehmen, weil sich der Erreger der Immunschwächekrankheit Aids im Körper versteckt und jederzeit wieder zuschlagen kann. Jetzt ist das Versteck wohl gefunden. Dass man HIV bis heute nicht endgültig heilen kann, hat einen einfachen Grund: Das Virus kann sich in bestimmten Zellen verstecken. In diesen ruhenden Immunzellen, so genannten CD4-T-Zellen, überleben die Viren jahrelang im Körper, ohne jemals vom Immunsystem aufgespürt zu werden – oder gar von HIV-Forschern.
Brec1 Rekombinase entfernt im Mausmodell HIV-Gene aus infizierten Zellen
07.04.2017 00:00
War die HIV-Infektion in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts noch ein Todesurteil, überleben HIV-infizierte Patienten nun mit Hilfe der antiviralen Medikamente jahrzehntelang und können ein annähernd normales Leben führen. Doch das Virus verschwindet durch die Behandlung nicht vollständig und die Erkrankung flammt nach dem Absetzen der Therapie wieder auf. Aktuell wird versucht, HIV mittels Brec1 Rekombinase vollständig zu entfernen, dazu wird eine Phase Ib / IIa Studie aufgelegt.
Fehlerhafte Dosierungsangabe bei HIV-Präparat
01.01.1970 01:00
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft verweist auf fehlerhafte Angaben zur Dosierung in der Fachinformation von Viread 204 mg Filmtabletten. Viread 204 mg Filmtabletten sind in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung HIV-1-infizierter pädiatrischer Patienten im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von 28 kg bis unter 35 kg zugelassen, bei denen der Einsatz von First-Line-Arzneimitteln aufgrund einer Resistenz gegenüber NRTI oder aufgrund von Unverträglichkeiten ausgeschlossen ist, berichtet die AkdÄ.
Menschen mit HIV bemängeln fehlende Akzeptanz in der Psychotherapie
01.01.1970 01:00
HIV-Positive erleben im Gesundheitswesen leider immer noch Diskriminierung. Eine Umfrage zeigt nun: Auch in der psychotherapeutischen Behandlung machen sie häufig Erfahrung mit Abwertung. Menschen mit HIV leiden überdurchschnittlich oft unter psychischen Krisen und Problemen. Die auslösenden und verstärkenden Faktoren sind dabei vielfältig: Sie reichen vom psychischen Trauma aufgrund der HIV-Diagnose über die Angst, sozial ausgegrenzt zu werden, bis hin zu Stigmatisierungserfahrungen und den Auswirkungen der HIV-Infektion auf das eigene Selbstwertgefühl und Sexualleben.
AIDS im Hirn nachweisen
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler des University College London haben ein Verfahren entwickelt, bei dem mithilfe von MRI-Scans erkennbar wird, ob das HI- Virus trotz wirksamer Behandlung mit Medikamenten noch im Gehirn vorhanden ist. Die in Clinical Infectious Diseases veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass HIV im Gehirn noch immer nachweisbar sein kann, obwohl die Krankheit durch die Behandlung unter Kontrolle ist. Laut Seniorautor Ravi Gupta hat Aids vor der Entwicklung wirksamer Behandlungsmöglichkeiten von HIV oft zu einer Demenz und anderen Erkrankungen des Gehirns geführt. Das ist heute seltener. Fast die Hälfte der HIV-Patienten berichten trotzdem weiterhin von kognitiven Problemen.
Kombinierte Antikörper könnten Virusreplikation langfristig kontrollieren
01.01.1970 01:00
Eine frühzeitige Behandlung mit mehreren breit neutralisierenden Antikörpern könnte das Immunsystem befähigen, eine HIV-Infektion aus eigener Kraft zu kontrollieren. Dies zeigen neue tierexperimentelle Studien in Nature. HIV-Infektionen können heute mit mehr als 25 verschiedenen Wirkstoffen gut behandelt werden. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich, da das Retrovirus seine Gene in den Abwehrzellen ablegt. Es schafft damit ein unerschöpfliches Reservoir, aus dem heraus sich die Infektion erneuert, sollten die Medikamente über kurze Zeit abgesetzt werden.
Lücken bei der Versorgung von Menschen mit HIV
01.01.1970 01:00
Ende des Jahres 2014 hat UNAIDS eine neue HIV Strategie formuliert, mit dem Ziel die AIDS-Epidemie bis 2030 zu beenden. Bis 2020 sollen 90 Prozent der HIV-Infizierten weltweit diagnostiziert sein, 90 Prozent der diagnostizierten Patienten sollen eine antiretrovirale Therapie erhalten, und 90 Prozent der Therapierten wiederum sollen keine messbare HI-Viruslast mehr haben. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) hat im Januar 2017 erstmals Daten zur Situation in Europa und Zentralasien veröffentlicht.
Wirksamkeit von Doravirin bei therapienaiven HIV-Patienten belegt
01.01.1970 01:00
Die Phase-3-Studie DRIVE-FORWARD untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit des experimentellen, einmal täglich einzunehmenden NNRTI Doravirin bei therapienaiven HIV-1-infizierten Patienten. Beim primären Wirksamkeitsendpunkt – Anteil der Patienten mit Viruslast unter 50 HIV-1-RNA- Kopien pro ml nach 48 Wochen – war Doravirin dem Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor Darunavir, jeweils in Kombination mit zwei NRTIs, nicht unterlegen.
Hohe Prävalenz und Inzidenz von Bluthochdruck unter HIV-Betroffenen in ländlichen Gebieten Afrikas
01.01.1970 01:00
Rund 12 Prozent der HIV-Infizierten in ländlichen Gegenden Tansanias leiden zum Zeitpunkt ihrer HIV-Diagnose an Bluthochdruck. Weitere 10 Prozent entwickeln die Erkrankung innerhalb der ersten Monate ihrer antiretroviralen Behandlung. Damit ist die Inzidenz 1,5 mal höher als in Europa oder den Vereinigten Staaten. Das zeigt eine neue Studie des Swiss TPH in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in Tansania, der Schweiz und Spanien.
WHO veröffentlicht Leitlinie zu Gesundheit und Rechten von Frauen mit HIV
01.01.1970 01:00
In einem kürzlich veröffentlichten Papier trägt die Weltgesundheitsorganisation rund 50 Empfehlungen zusammen, wie die reproduktive und sexuelle Gesundheit von Frauen mit HIV gewahrt und deren Rechte gestärkt werden können. Diese richten sich sowohl an die Leitungen von HIV-Programmen und Gesundheitsdiensten als auch an die für das öffentliche Gesundheitswesen zuständigen Politiker_innen.
HCV G1b: CHMP-Empfehlung für Therapieverkürzung
01.01.1970 01:00
HCV G1b: CHMP-Empfehlung für Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für eine Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir bei therapienaiven Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1b (GT1b) und minimaler bis moderater Fibrose* ausgesprochen.
"Niemand ist davor gefeit, beschuldigt zu werden"
01.01.1970 01:00
HCV G1b: CHMP-Empfehlung für Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für eine Therapieverkürzung auf 8 Wochen für Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir + Dasabuvir bei therapienaiven Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1b (GT1b) und minimaler bis moderater Fibrose ausgesprochen.
„Meine HIV-Heilung hat alles verändert“
01.01.1970 01:00
Vor zehn Jahren wurde Timothy Ray Brown als erster und bis heute einziger Mensch von HIV geheilt – durch eine Knochenmarktransplantation. Heute engagiert er sich dafür, nicht der Einzige zu bleiben. Willst du mehr über die PrEP wissen? Dann komm rein!, steht auf einer quietschbunt blinkenden LED-Tafel vor dem Desert aids project im Herzen der kalifornischen Urlaubsmetropole Palm Springs. Das D.A.P. ist Gesundheitszentrum für Menschen mit HIV, Schwerpunktklinik, Beratungsstelle und Selbsthilfezentrum in einem. Auf den Fluren geht es geschäftig zu. 8000 Menschen werden vom D.A.P. medizinisch und pflegerisch versorgt, ein Mammutbetrieb für ein Gebiet mit weniger als einer halben Million Einwohner_innen.
Tödliche Leugnung
01.01.1970 01:00
Vor 30 Jahren veröffentlichte der deutsch-amerikanische Molekularbiologe Peter Duesberg erstmals seine These, dass HIV nicht Auslöser von Aids sei. Der Aids-Leugner beharrt bis heute darauf, auch wenn sie längst wissenschaftlich widerlegt ist. Der Titel des 21-seitigen Aufsatzes, der am 1. März 1987 im amerikanischen Fachmagazin Cancer Research erschien, klang wenig spektakulär: Retroviruses as Carcinogens and Pathogens: Expectations and Reality -auf Deutsch etwa: Retroviren als Verursacher von Krebs und als Krankheitserreger: Erwartungen und Realität. Die Schlussfolgerung des Beitrags allerdings hatte nachhaltige Sprengkraft.
Keine Angst vor HIV, HBV und HCV in der Zahnarztpraxis
01.01.1970 01:00
Erklärvideo für Praxispersonal gibt Tipps und zeigt: Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind unnötig. Bei der zahnmedizinischen Versorgung von Menschen mit HIV und den Hepatitis-Viren HBV und HCV kommt es immer wieder zu Fragen. Bundeszahnärztekammer und die Deutsche AIDS-Hilfe haben deshalb ein kurzes Erklärvideo für Zahnmedizinische Fachangestellte bei Youtube eingestellt.
Spanische Forscher entwickeln neue HIV-Therapie
01.01.1970 01:00
Es könnte eine der größten medizinischen Sensationen des Jahrzehnts werden: Spanischen Forschern ist es erstmals gelungen, HIV-Kranke von dem Virus zu befreien - und das ganz ohne Medikamente, sondern mit einer auf Impfmitteln basierenden Therapie. Das berichtet das Wissenschaftsportal New Scientist. Der Erfolg ist das Ergebnis dreijähriger Forschungsarbeit. 2014 starteten Beatriz Mothe und ihre Kollegen vom IrsiCaixa AIDS Research Institute in Barcelona einen Versuch mit 24 Probanden, bei denen kurz zuvor HIV diagnostiziert worden war.
Geschichte: Als Bayern Aids den Kampf ansagte
01.01.1970 01:00
Zwangstest, Razzien, Auflagen: Vor 30 Jahren verabschiedete die Staatsregierung ihren berüchtigten Aids-Katalog. Mit ihm führte sie auch einen Feldzug gegen Randgruppen. Tür auf in der Schwulensauna, plötzlich Uniformierte vor nackten Männern. Manche können sich noch schnell ein Handtuch umbinden. Die Polizisten haben das Foto eines US-Amerikaners dabei. Der Mann, in Nürnbergs Homoszene bekannt, habe Aids, sei eine uneinsichtige Virenschleuder, sagen die Beamten.
Entschädigungsfonds für HIV-Infizierte reicht nur noch bis 2018
01.01.1970 01:00
Es ist eine schreckliche Geschichte. Sie spielt in den 1980er Jahren, aber ihre Folgen wirken bis heute fort. Es geht um den Skandal um hunderte an der Bluterkrankheit leidende Patienten, die seinerzeit über verunreinigte Blutskonserven mit dem HI-Virus infiziert wurden. Viele von ihnen sind heute schon gestorben, aber einige hundert leben noch. Für sie wurde 1994 die Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV- infizierte Personen gegründet. Ein Jahr nachdem ein Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags den Skandal endlich aufgearbeitet hatte.
Stoppt die Morde an Drogengebraucher_innen!
01.01.1970 01:00
Die Diskriminierung von Menschen mit HIV und Drogengebraucher_innen kennt man. Doch ein Staatsmann, der ihre außergerichtliche Hinrichtung betreibt, ist eine lange nicht gesehene Dimension. Der seit dem 30. Juni 2016 als Präsident der Philippinen amtierende Rodrigo Duterte tat sich bereits im Wahlkampf mit populistischen Sprüchen hervor. Nun zieht er durch, was er angekündigt hat: Er hat die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, alle umzubringen, von denen bekannt sei, dass sie Drogen gebrauchen. Bis Ende Januar 2017 sind dem Mordaufruf über 7.000 Menschen zum Opfer gefallen, mindestens 2.500 von ihnen wurden von der Polizei getötet.
Hepatitis C Sofortbehandlung bei schwulen Männern mit HIV senkt Zahl der Neuinfektionen
01.01.1970 01:00
Die Therapie von akuten Hepatitis C Infektionen bei HIV-positiven Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), hat in den Niederlanden zu einem drastischen Rückgang bei den HCV-Neuinfektionen in dieser Gruppe geführt. Dies berichtete der Virologe Bart Rijnders Mitte Februar auf der Retroviruskonferenz CROI in Seattle. Der Wissenschaftler des Rotterdamer Erasmus University Medical Centre hatte mit seinen Kolleg_innen die Daten von 17 Kliniken in den Niederlanden ausgewertet, die rund 80 Prozent aller HIV-positiven MSM des Landes behandeln.
Die Strategie der stillen Zellen
01.01.1970 01:00
Um inaktive Immunzellen zu infizieren, muss das HI-Virus große Hürden überwinden. Ein internationales Forscherteam hat einen neuen Abwehrmechanismus dieser Zellen identifiziert. Dies könnte helfen, effektivere HIV-Therapien zu entwickeln. Eine Infektion mit HIV führt unbehandelt zu der lebensbedrohlichen Immunschwächekrankheit AIDS. Dank antiretroviraler Therapien kann das Virus im Körper infizierter Patienten inzwischen aber so in Schach gehalten werden, dass keine Erreger im Blut nachweisbar sind. Eine vollständige Heilung ist trotzdem nicht möglich, weil infizierte, aber ruhende Immunzellen ein Virus-Reservoir bilden, das derzeit verfügbare Medikamente nicht erreichen.
Fördert HCV außer Leberkrebs auch andere Tumoren?
01.01.1970 01:00
Ältere Krebskranke sind vermehrt HCV-Infiziert – auch solche ohne Leberkrebs. Dies stärkt Vermutungen, wonach HCV auch viele andere Tumoren begünstigt. Zwei bis fünf Prozent aller Patienten mit einer chronischen Infektion durch Hepatitis C Viren entwickeln ein hepatozelluläres Karzinom, auch B-Zell Non-Hodgkin-Lymphome werden offenkundig durch das Virus begünstigt. Bei vielen anderen Tumoren wird ebenfalls ein Zusammenhang mit einer HCV-Infektion vermutet. Dazu zählen etwa Tumoren im oberen Verdauungstrakt, der intrahepatischen Gallengänge sowie von Pankreas und Niere. Allerdings ist die Bedeutung von HCV als Risikofaktor bei solchen Tumoren weit weniger klar.
Schweizer Kohorte: Gebildete HIV-Patienten leben länger
01.01.1970 01:00
Welchen Einfluss hat der Bildungsgrad auf die Lebenserwartung von HIV-Infizierten? Die Schweizer Kohorte ist dieser Frage nachgegangen und hat einen Vergleich mit der Normalbevölkerung angestellt. Die Lebenserwartung von heute 20-Jährigen mit HIV-Infektion und mit Hochschulreife liegt mit weiteren 60 Jahren nahezu im Bereich der Normalbevölkerung, während die Lebenserwartung bei einem niedrigen Bildungsniveau nur bei weiteren 52,7 Jahren liegt. Zusätzliche negative Faktoren waren Rauchen, intravenöser Drogengebrauch und eine niedrige CD4-Zellzahl zu Therapiebeginn.
USA: Zahl der HIV-Neuinfektionen in sechs Jahren um 18 Prozent gesunken
01.01.1970 01:00
Nach Schätzungen des Centers for Disease Control and Prevention hatten sich in den USA im Jahr 2008 noch etwa 45.700 Menschen mit HIV infiziert, 2014 dagegen waren es 37.600. Demnach ist die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen innerhalb von sechs Jahren um 18 Prozent gesunken. Den deutlichsten Rückgang gab es in der Gruppe der injizierenden Drogengebraucher_innen -um 56 Prozent- sowie bei Heterosexuellen -um 36 Prozent. Maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen habe die wachsende Zahl der HIV-Infizierten, die von ihrer Infektion wissen, sowie derjenigen, die aufgrund der Therapie das Virus nicht mehr weitergeben können.
HIV – wie pharmakologische Forschung das Gesicht einer Krankheit verändert
01.01.1970 01:00
Die gegenwärtig effiziente Pharmakotherapie einer HIV-Infektion ist ein Beispiel für eine Step-by-step-Entwicklung, ähnlich der Entwicklung der Virustatika gegen Hepatitis C, berichtet Prof. Dr. med. Thomas Herdegen: Nicht ein einzelner neuer Wirkstoff brachte den entscheidenden Durchbruch, sondern die Entwicklung und die Kombination mehrerer Virustatika.
Dritter Fall einer HIV-Infektion unter funktionierender PrEP
01.01.1970 01:00
Ein Teilnehmer der AmPrEP-Studie hat sich aus bisher ungeklärten Gründen trotz funktionierender Prä-Expositions-Prophylaxe mit HIV infiziert. Die extrem seltenen Infektionen zeigen: Die PrEP bietet einen hohen, aber keinen 100prozentigen Schutz. Vorgestellt wurde der Fall auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Seattle.
CROI 2017 - Seattle, Februar 2017
01.01.1970 01:00
Der renommierte amerikanische HIV-Kongress wird in diesem Jahr in Seattle stattfinden. Erwartet werden Daten zu HIV, Hepatitis und TB. Ergebnisse großer klinischer Studien stehen dabei nicht an, aber gerade die CROI hat es schon viele Überraschungen gegeben. HIV and More berichtet.
Mit HIV-Infektion auf Reisen
01.01.1970 01:00
Eine HIV-Infektion bedeutet nicht, auf Fernreisen verzichten zu müssen. Eine gute reisemedizinische Vorbereitung ist aber unerlässlich. Zieht es HIV-infizierte in die Ferne, sollte rechtzeitig vor Reiseantritt mit den Vorbereitungen begonnen werden. So existieren in einigen Ländern Einreisebeschränkungen für HIV-Infizierte, und bei der Einfuhr bestimmter Arzneien kann es manchmal ohne ärztliches Attest Schwierigkeiten geben. Es sind aber auch gesundheitliche Aspekte mit Blick auf den Immunstatus und die antiretrovirale Medikation zu berücksichtigen.
Raltegravir zeigt hohe Ansprechrate im Praxisalltag
01.01.1970 01:00
Der Integraseinhibitor Raltegravir ist eine etablierte, gut wirksame und im Allgemeinen gut verträgliche Therapieoption für therapienaive und vorbehandelte HIV-Patienten. Das bestätigte nun auch die deutsche prospektive HIV-Kohorte WIP, in der 451 HIV-Patienten in 52 Zentren mit einer Raltegravir basierten Therapie unter Praxisbedingungen behandelt wurden. Drei Viertel der Patienten hatten nach 48 Wochen eine Viruslast unter der Nachweisgrenze von 50 HIV-RNA-Kopien/ml Blut.
Hohe HCV Rate unter Teilnehmern der Amsterdamer PrEP-Studie
01.01.1970 01:00
Im Rahmen der AmPrEP Studie zur HIV PräExpositionsProphylaxe (PrEP), an der 376 schwule Männer und trans* Frauen teilnehmen, wurden bei HIV-negativen Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), untypisch hohe Hepatitis C Zahlen registriert. Bei der Eingangsuntersuchung waren bei 4,8 Prozent der MSM eine akute oder ausgeheilte Hepatitis C Infektion festgestellt worden. Zum Vergleich: In Studien der Amsterdamer STI-Klinik lag die durchschnittliche HCV-Prävalenz bei HIV-negativen Männern, die Sex mit Männern haben, bei 0,3 bis 1,2 Prozent – ohne dass es bisher Anzeichen für einen Anstieg gab.
Hohe Heilungsraten unter Elbasvir/Grazoprevir bei HCV-Infizierten
01.01.1970 01:00
Eine 12-wöchige Therapie mit der einmal täglich einzunehmenden Fixkombination aus dem NS5A-Replikationskomplex-Hemmer Elbasvir und dem Proteasehemmer Grazoprevir erzielte eine hohe Gesamtheilungsrate bei Patienten unter Opioid-Agonist-Therapie.
Swiss Aids News: Sterben war gestern - Altern mit HIV
01.01.1970 01:00
Jeder möchte lange leben, aber keiner will alt sein. Denn ob arm oder reich, ab gebildet oder ungebildet - altern tun wir alle. Es sind die Lebensumstände und unsere Lebenshaltung, die einen großen Einfluss darauf haben, wie unser Alltag jenseits von sechzig aussieht. Für chronisch kranke Menschen, wie Menschen mit HIV, kommen weitere Einflüsse dazu. Die Swiss Aids News haben sich umgehört und Fragen zur Blackbox Altern gestellt.
Fast nirgends in Deutschland gibt es so viele HIV-Diagnosen wie in München
01.01.1970 01:00
Schätzungen zufolge infizieren sich jedes Jahr 3200 Menschen in Deutschland mit HIV. Alleine in Bayern wurden 2015 insgesamt 643 HIV- Erstdiagnosen gemeldet. In München ist die Zahl der Ansteckungen im Vergleich besonders hoch. Experten halten auch die Dunkelziffer für hoch, also die Zahl der Menschen, die gar nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen.
Peking setzt im Kampf gegen Aids auf traditionelle chinesische Medizin
01.01.1970 01:00
Im Kampf gegen Aids setzt die Regierung in Peking auf traditionelle chinesische Medizin. Die Zahl der Aids-Patienten, die nach der traditionellen Lehre behandelt werden, müsse im Vergleich zum Stand von 2015 verdoppelt werden, erklärte der Staatsrat. Im Kampf gegen Aids setzt die Regierung in Peking auf traditionelle chinesische Medizin. Die Zahl der Aids-Patienten, die nach dieser traditionellen Lehre behandelt werden, müsse im Vergleich zum Stand von 2015 verdoppelt werden.
Beschleunigtes Zulassungsverfahren für Glecaprevir/Pibrentasvir zur Behandlung der chronischen HCV aller Genotypen
01.01.1970 01:00
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat den Zulassungsantrag für das sich in der Prüfphase befindliche Therapieregime Glecaprevir/Pibrentasvir (G/P) zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C aller Genotypen (GT1-6) angenommen und ein beschleunigtes Zulassungsverfahren gewährt. Bei Zulassung von G/P stünde therapienaiven chronischen Hepatitis C Patienten aller Genotypen (GT1-6) ohne Leberzirrhose eine 8-Wochen-Therapie zur Verfügung. Diese Patientengruppe bildet die Mehrheit der heutigen Hepatitis C Patienten.
Mehr Ansteckungen mit Geschlechtskrankheiten
01.01.1970 01:00
In der Schweiz nehmen Geschlechtskrankheiten trotz einer groß angelegten Kampagne der Gesundheitsbehörden teilweise massiv zu. Dabei hatte der Bund angekündigt, dass die Zahl halbiert werden soll. Der Bund hatte 2011 angekündigt, dass die Zahl der Ansteckungen mit sexuell übertragbaren Krankheiten bis 2017 halbiert werden soll. Die Präventionsbemühungen sind aber nach Einschätzung des Bundesamtes für Gesundheit trotzdem nicht gescheitert. Denn beim Aids-Virus HIV, der sexuell übertragbaren Infektion mit den schwerwiegendsten Folgen, ist die Anzahl neuer Fälle mit 556 gegenüber 552 im Vorjahr stabil.
PreP: "Die Leute können sich das nicht leisten"
01.01.1970 01:00
Eine Pille pro Tag und die Angst vor einer Ansteckung sinkt: Seit September ist in Deutschland ein Medikament zum Schutz vor HIV zugelassen. Nur leisten kann sich das Mittel kaum jemand, die Politik fühlt sich nicht zuständig. Sex verband Frederic lange Zeit mit Sorgen. Als schwuler Mann, der in den Neunzigern aufgewachsen ist, war HIV für mich immer ein Thema, sagt der Berliner. Heute fühlt er sich sicherer. Der Preis dafür: Seit wenigen Monaten schluckt der gesunde Mann Anfang 30 jeden Morgen eine Pille, die eigentlich zur Behandlung HIV-Infizierter entwickelt wurde.
Gehäuft Fälle von Hepatitis A bei schwulen Männern aufgetreten
01.01.1970 01:00
In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Hepatitis A Erkrankungen bei Männern, die Sex mit Männern haben. Wie das Robert Koch-Institut in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin berichtet, werde eine Häufung der Fälle insbesondere in Berlin beobachtet. Seit Mitte November 2016 übermittelte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales demnach 19 Hepatitis A Erkrankungen, davon sind 18 bei Männern aufgetreten, 14 von ihnen gaben an, zur Gruppe der MSM zu gehören. Zum Vergleich: In den fu¨nf Vorjahren wurden laut RKI in Berlin im gleichen Zeitraum im Mittel 12 Hepatitis A Erkrankungen bei ausgeglichenem Geschlechterverhältnis gemeldet.
Auf der Straße geht es ums nackte Überleben
01.01.1970 01:00
Ein Leben auf der Straße – für die meisten Menschen in Oberschwaben ist das überhaupt nicht vorstellbar. Laura Steinacher aus Herbertingen arbeitet zur Zeit in einem Projekt für Straßenkinder in der bolivianischen Stadt La Paz. Für die Schwäbische Zeitung berichtet sie über ihre Erfahrungen in dem südamerikanischen Land. La Paz – eine Stadt die verzaubert und frustriert, in die man sich verliebt und die man gleichzeitig verflucht. Eine Stadt, in der die Gegensätze aufeinanderprallen wie sonst selten auf der Welt. Eine Stadt, in der etwa 1300 Kinder und Jugendliche die Straße ihr Zuhause nennen, in der täglich Kinder und Jugendliche an HIV erkranken und den Kampf auf der Straße nicht überleben.
Kinder werden oft unterschätzt
01.01.1970 01:00
Die niederländische Arbeitsgruppe „HIV und Vorurteile“ will das Bewusstsein von Grundschüler_innen für das Thema HIV schärfen und sie so zu eigenen Entscheidungen befähigen, wenn sie mit dem Sex anfangen. Für die oberste Klasse der Grundschule De Vlinder -der Schmetterling- im niederländischen Heemskerk ist es die letzte Unterrichtsstunde des Tages. Die Schüler_innen setzen sich in einen Kreis, um an der Präsentation von Hennie Swain und ihrer Tochter Sammie teilzunehmen. Die beiden sind von der Arbeitsgruppe: HIV und Vorurteile, und wurden für diesen Nachmittag von der Schule eingeladen.
Hepatitis: Versorgung in Europa könnte besser sein
01.01.1970 01:00
Die Europäische Liver Patient Association hat die erste große, europaweite Studie zur Hepatitis-Versorgung und Hepatitis-Prävention vorgestellt. In vielen Ländern gibt es gravierende Lücken. Deutschland schneidet recht gut ab. Zumindest bei der Hepatitis C sei Dank neuer Therapien eine Reduktion der Inzidenz auf null prinzipiell möglich, sagte der Vorsitzende der Europäischen Leber Fachgesellschaft EASL, Professor Massimo Colombo von der Universität Mailand. Dies erfordere aber effektive Screeningprogramme, eine konsequente Therapie und eine gute Zusammenarbeit der an der Versorgung von Hepatitis-Patienten beteiligten Akteure.
Könnten HIV-Medikamente die Anfälligkeit für Syphilis erhöhen?
01.01.1970 01:00
Forscher_innen aus Kanada haben ein Rechenmodell entwickelt, um eine neue Erklärung für den starken Anstieg von Syphilis-Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, zu finden. In den USA beispielsweise stieg die Zahl der gemeldeten Syphilis-Infektionen von 2013 bis 2014 um 15 Prozent, im Folgejahr um weitere 19 Prozent. In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut im Jahr 2014 mehr als 5.700 Syphilisfälle gemeldet, 14 Prozent mehr als im Vorjahr, 2015 verstärkte sich dieser Anstieg weiter. Der Zuwachs betraf fast ausschließlich Männer, die Sex mit Männern haben, darunter ein hoher Anteil von HIV-Positiven.
Trump und die öffentliche Gesundheit
01.01.1970 01:00
Am Vortag der Inauguration des neuen US-Präsidenten Donald Trump berichtet NATURE von einem unglaublichen Gefahrenpotential für die Entwicklung von Impfstoffen. Der Umweltanwalt Robert F. Kennedy Jr. berichtet, der neue Präsident beabsichtige, ihn als Vorsitzender einer neuen Kommission zur Impfstoffsicherheit einzusetzen. Kennedy hat schon wiederholt behauptet, dass Konservierungsstoffe in Impfungen zu Autismus im Kindesalter führen würden.
160.000 Euro Schmerzensgeld für Ansteckung gefordert
01.01.1970 01:00
Eine Frau fordert vor dem Oberlandesgericht München 160.000 Euro Schmerzensgeld von einem Mann, der sie mit HIV angesteckt haben soll. Die heute 60jährige hatte den Mann 2012 kennen gelernt und nach eigenen Angaben vor dem ersten Sex einen HIV-Test verlangt, weil seine frühere Lebensgefährtin an einer Immunschwäche gestorben war. Er habe allerdings entgegen der Absprache nur einen allgemeinen Gesundheitscheck und keinen HIV-Test gemacht und gesagt, bei ihm sei alles in Ordnung.
Erfolgreiche Antikörperstudie bei HIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Seit kurzem werden so genannte breit neutralisierende Antikörper bei Patienten mit einer HIV-Infektion experimentell eingesetzt. Das Forscherteam um Prof. Dr. Florian Klein, Uniklinik Köln und Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, hat einen neuen HIV neutralisierenden Antikörper nun erstmals im Menschen untersucht. Die Studie, die in enger Kooperation mit der Rockefeller University in New York durchgeführt wurde, ist jüngst in dem renommierten Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlicht worden.
Ziel unrealistisch: Eliminierung von HIV bis 2030 wohl nicht möglich
01.01.1970 01:00
Aids ist die zweithäufigste Todesursache weltweit unter Teenagern. Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2016 mitteilte, ist die Immunkrankheit in Afrika sogar der häufigste Todesgrund in der Altersgruppe der 10 bis 19jährigen. Aber auch in Deutschland ist das Problem der HIV-Infektion nicht gelöst: Die Zahl der Neuinfektionen hat sich von der niedrigsten Rate um die Jahrtausendwende bis 2015 wieder verdoppelt und es infizieren sich jährlich mehr als 3.000 Personen neu mit dem HI-Virus.
Herzinfarkt-Risiko bei HIV deutlich höher als bislang angenommen?
01.01.1970 01:00
Menschen mit HIV haben gegenüber der Allgemeinbevölkerung ein bis zu doppelt so hohes Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, so eine Studie der Feinberg School of Medicine an der Northwestern University in Chicago. Für die Untersuchung wurden seit 1995 erhobene Daten von rund 20.000 Menschen mit HIV ausgewertet und mit Daten von Nichtinfizierten verglichen. Erhöht war das Risiko auch dann, wenn die Virenmenge im Blut durch HIV-Medikamente unter die Nachweisgrenze der gängigen Verfahren lag.
Impfstoff-Studie - Das HI-Virus endlich klein kriegen
01.01.1970 01:00
Wenn eine klinische Studie scheitert, heißt es oft schnell: Sie war ein Fehlschlag. Das ist eigentlich falsch - wie die Vorgeschichte von HVTN 702 zeigt. Diese Studie wurde Ende 2016 gestartet und ist die erste Wirksamkeitsstudie für einen HIV-Impfstoff weltweit, nachdem die - Thailand-Studie- vor sieben Jahren erstmals zeigen konnte, dass ein Impfstoff vorbeugend gegen HIV wirksam sein kann. Sanofi Pasteur und GlaxoSmithKline entwickelten und produzierten die Impfstoffe.
HIV und Rauchen – Rauchstopp wird immer wichtiger!
01.01.1970 01:00
Das Zigarettenrauchen verursacht am meisten vermeidbare Todesursachen. Bei den HIV-positiven Patienten gibt es einen größeren Anteil an Rauchern als in der Allgemeinbevölkerung (40 Prozent vs. 17 Prozent) und weniger Patienten, die aufhören zu rauchen (32 Prozent vs. 52 Prozent). Nun, da die antiretrovirale Therapie zu einer deutlichen Verbesserung der Lebenserwartung von HIV-Patienten geführt hat, erleben HIV-Patienten auch vermehrt Folgeerkrankungen vom Rauchen. Daher hat ein US-amerikanisches Forscherteam sich mit dem Einfluss des Rauchens sowie des Rauchstopps auf die Lebenserwartung von HIV-Patienten beschäftigt.
Einfache HIV-Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich
01.01.1970 01:00
Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. Die frühe Diagnose einer HIV-Infektion und die rechtzeitige Therapie verbessern die Prognose dramatisch: Der Ausbruch von Aids lässt sich unterbinden, die Lebenserwartung ist annähernd normal. Zudem lassen sich Neuinfektionen verhindern. Daher wird jetzt bei jedem Patienten mit HIV-Infektion die Einleitung einer antiretroviralen Kombitherapie empfohlen.
Erstmals deutlicher Rückgang von HIV an großen Londoner Kliniken
01.01.1970 01:00
Es klingt nach einer kleinen Sensation: Nach Jahren mit gleich bleibenden oder steigenden HIV-Diagnosen bei schwulen Männern ist ihre Zahl im Jahr 2016 an vier großen Londoner Kliniken für sexuelle Gesundheit erstmals deutlich zurückgegangen. Es handelt sich dabei um die Kliniken 56 Dean Street, die größte ihrer Art in London (minus 40 Prozent), Mortimer Market Centre (minus 50 Prozent), Bart’s Health Sexual Health (minus 36 Prozent) und Homerton Sexual Health Services (minus 40 Prozent).
Freiburger Molekularbiologe will Aids durch Gentechnik heilen
01.01.1970 01:00
Toni Cathomen ist ein vorsichtiger Mensch, der seine Wörter sorgsam wählt. Der Schweizer Molekularbiologie will bei den Betroffenen keine zu großen Hoffnungen wecken. Schließlich entwickelt er eine neue Therapie gegen die Immunschwächekrankheit Aids. Bei Mäusen und bei menschlichen Zellen hat sein Konzept bereits funktioniert.
Übersicht: Die neuen Mittel im Kampf gegen AIDS
01.01.1970 01:00
Schon lange ist bekannt, dass das HI-Virus die Krankheit AIDS auslöst. Aber noch immer gibt es weder einen Impfstoff noch eine Heilung. Doch jetzt testet eine vor Kurzem angelaufene Studie einen viel versprechenden Impfstoff. Und Forscher in Deutschland wollen mithilfe der so genannten Genschere HIV-positive Menschen heilen. Kaum ein Land leidet so sehr unter AIDS wie Südafrika. Und kaum jemand weiß das so genau wie Glenda Gray. Die Wissenschaftlerin forscht seit Jahren an HIV, dem Auslöser der Krankheit. Mittlerweile ist Gray die Präsidentin des South African Medical Research Council und leitet die wohl wichtigste Studie zum Thema der vergangenen Jahre.
Syphilis bei HIV – Verlauf ähnlich wie ohne HIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Syphilis früher ... Ja, früher haben wir gelernt, dass die Syphilis bei HIV-positiven Personen komplizierter verläuft, dass die Diagnostik schwieriger ist und dass die Therapie manchmal intensiviert werden muss. Speziell die Neurosyphilis, also die Form, bei der die Syphilis das Gehirn befällt. Aber heute ...
HIV: Erbgut-Schutzhülle erstmals im Innern des Virus dargestellt
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler der Molecular Medicine Partnership Unit, einer Kollaboration zwischen EMBL und Universitätsklinikum Heidelberg, nutzen höchstauflösende bildgebende Verfahren: Aufnahmen von realen intakten Viren zeigen, wie deren Eiweißhülle Capsid aufgebaut ist. Die spektakulären Bilder der Heidelberger Wissenschaftler zeigen die kegelförmige Eiweißhülle Capsid, die die Erbinformation der HI-Viren schützt – und zwar erstmals innerhalb intakter Viren.
Neue Leitlinien zur Hepatitis C
01.01.1970 01:00
Empfehlungen zur Ersttherapie bei GT1 bis GT4. Leitlinien zum download.
Starker Anstieg der HIV-Infektionen auf den Philippinen
01.01.1970 01:00
In den letzten fünf Jahren hat sich die HIV-Rate unter Männern, die Sex mit Männern haben, auf den Philippinen verzehnfacht – in elf Städten liegt sie bei über fünf Prozent, in Cebu, der zweitgrößten Stadt, sogar bei 15 Prozent. Diese Zahlen hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch heute in ihrem Bericht Fueling the Philippines HIV Epidemic -Wie die HIV-Epidemie auf den Philippinen befeuert wird- veröffentlicht. Die Zahl neuer HIV-Infektionen unter Jugendlichen von 10 bis 19 Jahren ist nach Regierungsangaben zwischen 2011 und 2015 um 230 Prozent gestiegen, bei Heranwachsenden und jungen Erwachsenen von 15 bis 24 Jahren in den Jahren 2001 bis 2015 um 780 Prozent.
HIV-Report Ausgabe 04/2016 erschienen
01.01.1970 01:00
Der neue HIVreport mit Studienergebnissen und Hinweisen für die Beratung von MSM mit Sex-und Partydrogenproblemen. Die Themen im Einzelnen: - Grundsätzliches zum Forschungsstand, - Motivierende Gesprächsführung, - Kognitive Verhaltenstherapie, - Kontingenzmanagement, - Kurzinterventionen, - Screeningtest ASSIST, - Empfehlungen zur Behandlung und Beratung von MSM, - Hinweise für Psychotherapeut_innen-Suche, - Tipps für Berater_innen
HIV-Prävention: Evidenz des IPM Dapivirin-Vaginalrings
01.01.1970 01:00
The New England Journal of Medicine hat Ergebnisse der Ring-Studie, einer Phase 3 Studie zum IPM Vaginalring zur HIV-Prophylaxe, veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Vaginalring, der das antiretrovirale Medikament Dapivirin über die Dauer eines Monats kontinuierlich freisetzt, das HIV-Ansteckungsrisiko für Frauen reduzieren kann. Der von IPM entwickelte Dapivirin-Vaginalring ist die erste Präventionsmethode, die über lange Zeit wirksam ist und deren Wirksamkeit in zwei umfangreichen Studien untersucht wurde. Diese Veröffentlichung ist eine wichtige Ergänzung der bisherigen Daten zur Wirksamkeit des Dapivirin-Rings beim Schutz gegen HIV/AIDS.
HIV-Selbsttests aus der Apotheke
01.01.1970 01:00
Nicht nur im Labor nachweisbar: In Frankreich und Belgien gibt es rezeptfreie Selbsttests auf HIV. Wie in Frankreich und in England gibt es nun auch in Belgien HIV-Selbsttests rezeptfrei aus der Apotheke. Die Selbsttestung ist in Fachkreisen umstritten, denn es kommt darauf an, dass diese in allen Schritten korrekt durchgeführt wird.
Warum erkranken manche Kinder nicht an Aids?
01.01.1970 01:00
Das Virus gibt Forschern nach wie vor Rätsel auf. Forscher haben bei manchen Kindern etwas erstaunliches festgestellt: Obwohl jahrelang mit HIV infiziert, erkranken sie nicht an Aids. Ärzte sind diesem Phänomen auf der Spur – um möglicherweise die Krankheit zu besiegen. Vor Kurzem hat Dr. Maximilian Münchhoff Schlagzeilen gemacht – mit einer guten Nachricht, obwohl sein Forschungsthema dafür nicht gerade prädestiniert ist. Der Mediziner, der am Lehrstuhl für Virologie des Max von Pettenkofer-Instituts der LMU arbeitet, forscht über Aids, woran bislang 35 Millionen Menschen weltweit gestorben sind.
Lebenserwartung bei HIV nicht für alle gleich gut
01.01.1970 01:00
Wir wissen schon seit Jahren, dass sich die Lebenserwartung einer HIV-positiven Person unter einer gut durchgeführten HIV-Therapie derjenigen der Normalbevölkerung annähert. Dies ist besonders dann der Fall, wenn keine anderen Gesundheitsprobleme wie Rauchen, Drogenkonsum, Hepatitis, etc. vorliegen. Nun hat die SHCS unter Leitung des ISPM Bern die Lebenserwartung von Patienten der Schweizer Kohorte die Entwicklung der Lebenserwartung von HIV-Patienten in der Schweiz untersucht.
Hepatitis C- und HIV-Prophylaxe aus der Mikrowelle
01.01.1970 01:00
Küchengerät schützt vor Virusübertragung im Drogenmilieu. Die Übertragung von Hepatitis C und HI-Viren zwischen Drogenabhängigen, die sich Heroin injizieren, ist ein globales Gesundheitsproblem. Beispielsweise infizieren sich inzwischen über 80 Prozent der neuen Hepatitis C Patienten durch den Austausch kontaminierter Drogenbestecke untereinander. Wissenschaftler des TWINCORE haben eine einfach anzuwendende, zuverlässige Methode entwickelt, mit der sie das Risiko der Virusübertragung durch Drogenbestecke minimieren können: Mikrowellenbestrahlung.
Therapie mit Glecaprevir / Pibrentasvir erzielt hohe Heilungsraten
01.01.1970 01:00
8-wöchige Therapie mit Glecaprevir/Pibrentasvir erzielt hohe Heilungsraten bei chronischer HCV-Infektion der Genotypen 1-6. Nach 8- wöchiger Behandlung werden mit dem in der Prüfphase befindlichen, pangenotypischen Therapieregime Glecaprevir / Pibrentasvir bei Patienten mit HCV- Infektion der Genotypen 1-6 hohe Heilungsraten erzielt. Von den über 700 Patienten ohne Leberzirrhose erreichten 97,5 Prozent ein anhaltendes virologisches Ansprechen, sustained virologic response, SVR. 12 Wochen nach Therapieende, SVR12 – unabhängig von der Viruslast zu Therapiebeginn.
Hepatitis: Wie kann ein effektives Screening aussehen?
01.01.1970 01:00
Die Elimination der Hepatitis ist ein Ziel der WHO. Doch in Deutschland wissen bis zu 50 Prozent der HCVInfizierten nicht von ihrer Erkrankung. Bis zum Jahr 2030 sollen nach dem Willen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Hepatitis B und C eliminiert sein. Damit das Ziel auch in Deutschland erreicht werden kann, ist ein effektives Screening-Programm nötig, betonte Professor Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe in einer Mitteilung zum Deutschen Lebertag im November. Knapp 250.000 Menschen sind in Deutschland mit dem Hepatitis C Virus infiziert. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass etwa 40 bis 50 Prozent der Infizierten nicht bekannt sind.
HIV-Infektion und Herzinfarkt – Entzündung verantwortlich
01.01.1970 01:00
Das häufigere Auftreten von Herz- und Hirninfarkten wurde bei HIV schon länger beobachtet. Viele Risikofaktoren, wie Rauchen, Medikamente,… spielen mit. Doch seit einigen Jahren vermutet man, dass die Immunaktivierung bei HIV zum erhöhten Risiko beiträgt. Bereits 2006 zeigte die SMART-Studie, dass ein Therapieunterbruch zu mehr Herzinfarkten führt. Man machte die Immunaktivierung durch HIV dafür verantwortlich.
Aids als Tabu: In Russland sind HIV-Infizierte oft auf sich gestellt
01.01.1970 01:00
Die Aids-Gefahr in Russland gilt seit Jahren als besonders hoch. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember schlagen Experten Alarm. Die Zahl der HIV-Infektionen nehme immer bedrohlichere Ausmaße an. Experten sprechen von einer fast epidemieartigen Ausbreitung des Virus. Die steigende Zahl von Infektionen in Russland wird aus Sicht mancher Mediziner zur Gefahr für die nationale Sicherheit, sagte der Arzt Wadim Pokrowski. Der Leiter des föderalen Zentrums für den Kampf gegen Aids fordert seit Langem eine staatliche Strategie, um die Immunschwäche einzudämmen. In den kommenden vier bis fünf Jahren drohe sich die Zahl der mit dem Virus Infizierten auf zwei Millionen zu verdoppeln.
HIV-Therapie: Langsamer CD4-Anstieg problematisch
01.01.1970 01:00
Wenn wir eine HIV-Therapie beginnen, so steigen die CD4-Helferzellen meist recht schnell an. Doch bei einigen Patienten gelingt dies nicht. Die CD4 Zellen bleiben lange Zeit weiterhin tief, ja sogar unter der magischen Grenze von 200 Zellen/µl, obwohl die Viruslast komplett unterdrückt bleibt. Man nennt dieses Phänomen, welches öfter bei tiefer Anfangs-CD4-Zahl beobachtet wird, auch eine diskordante Immun Antwort (DIA).
Hepatitis C: Fixkombination Elbasvir / Grazoprevir jetzt verfügbar
01.01.1970 01:00
Die Fixkombination Elbasvir 50mg/Grazoprevir 100mg (zur Behandlung erwachsener Patienten mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion der Genotypen 1 oder 4 ist ab sofort in Deutschland verfügbar (PZN 11320392). Bei einmal täglicher Einnahme ohne Ribavirin erreichten diese Patienten in klinischen Studien hohe Heilungsraten, unabhängig vom Therapiestatus und davon, ob eine Zirrhose vorlag oder nicht. Die Kosten für eine zwölfwöchige Therapie betragen 35.389,77 Euro.
Universität bietet gratis HIV-Test
01.01.1970 01:00
Eine Universität in Beijing wurde zu einem Verteilungszentrum für gratis HIV-Testmaterialien. Das soll Studenten dabei helfen, sich auf HIV in einer schnellen und vertraulichen Weise untersuchen zu lassen. Experten haben die Initiative begrüßt. Sie wiesen darauf hin, dass die Maßnahme dabei helfen könnte, die Seuche unter den Studenten einzudämmen. Außerdem könne die Aufmerksamkeit der jungen Menschen gegenüber HIV und AIDS gesteigert werden. Die Präventionskampagne wurde gemeinsam vom Zentrum für Seuchenprävention und -kontrolle im Beijinger Bezirk Chaoyang und der Communication University of China gestartet.
Mehr HIV-Infizierte erhalten Therapien
01.01.1970 01:00
m Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids melden die Vereinten Nationen erhebliche Fortschritte. Und verweisen gleichzeitig auf neue Herausforderungen. Inzwischen hätten 18,2 Millionen Menschen mit HIV Zugang zu antiretroviralen Therapien, die den Erreger eindämmen, teilte das Anti-Aids-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, mit. Das sind rund drei Millionen Menschen mehr als vor zwei Jahren.
Hepatitis B und C: WHO veröffentlicht Test-Richtlinen
01.01.1970 01:00
Bis 2030 will die Weltgemeinschaft virusbedingte Leberentzündungen als eines der großen Gesundheitsprobleme beenden. Die Weltgesundheitsorganisation hat deshalb erstmal Empfehlungen für die Testung auf Hepatitis B und C veröffentlicht. Nach WHO-Schätzungen sind weltweit rund 240 Millionen Menschen chronisch Hepatitis B und 130 bis 150 Millionen Menschen chronisch Hepatitis C infiziert. Jedes Jahr sterben rund 1,4 Millionen Menschen an den Folgen der beiden Formen von Leberentzündung, etwa an Zirrhose und Leberzellkrebs.
Prager Polizei stoppt Verfolgung von 30 HIV-Positiven
01.01.1970 01:00
Aids-Aktivisten kritisierten die Verfolgung der 30 Männer scharf. Mehrere HIV-positive Männer, die von einer Prager Behörde wegen angeblichem Barebacking angeschwärzt worden waren, werden nicht angeklagt. Die Polizei hat diese Woche nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK Ermittlungen gegen insgesamt 30 HIV-positive Männer eingestellt, denen ungeschützter Sex vorgeworfen worden war. Es gebe keine Beweise dafür, dass eine Straftat stattgefunden habe, erklärte ein Polizeisprecher.
PrEP: Kann gute Absicht schädlich sein?
01.01.1970 01:00
Zur Zeit wird in vielen Ländern sehr aktiv eine Präexpositionsprophylaxe -PrEP- mit einer HIV-Zweierkombination propagiert, um die Ausbreitung von HIV zu verhindern. Die PrEP an und für sich ist eine Maßnahme, die für sich genommen, wirkt. Das haben randomisierte, Placebo kontrollierte Studien ergeben. Es besteht vielleicht Unsicherheit darüber, wie viele Tabletten dass man einnehmen soll, bevor man von einer ausreichenden Wirkung ausgehen darf, aber die täglich eingenommene PrEP, das scheint gut gesichert, ist so gut wie das Kondom. Soviel zur Wirksamkeit, oder englisch Efficacy.
Welt-AIDS-Tag 2016: Neue Schätzung zu HIV/AIDS in Deutschland
01.01.1970 01:00
HIV/AIDS ist weiterhin ein Gesundheitsrisiko in Deutschland, das betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, anlässlich der neuen RKI-Schätzung zum HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland. Demnach lebten Ende 2015 rund 84.700 Menschen in Deutschland mit HIV. Etwa 3.200 Menschen haben sich in Deutschland 2015 neu mit HIV-infiziert, die Zahl ist gegenüber den Vorjahren unverändert.
Forscher entwickeln USB-Stick für HIV-Schnelltest
01.01.1970 01:00
Das Gerät soll Patienten die Überwachung der eigenen Therapie erleichtern. Britische Wissenschaftler haben einen USB-Stick entwickelt, der einen HIV-Schnelltest ermöglicht. Mit nur einem Tropfen Blut lässt sich damit in unter 30 Minuten die Viruslast im Blut ermitteln. Der Test soll es erleichtern, zu prüfen, ob die Therapie von Patienten auch wirklich wirkt. Gerade in abgelegenen oder Entwicklungsregionen, wo bisherige Labortests ein Problem darstellen, könnte sich das als Segen erweisen.
"Es kann wirklich jeden treffen"
01.01.1970 01:00
Vor 25 Jahren gab Basketball-Superstar Magic Johnson seine HIV-Infektion bekannt und veränderte damit die öffentliche Wahrnehmung der Immunschwächekrankheit. Die Diagnose kam völlig unerwartet, ein Zufallsbefund. Bei einer Routineuntersuchung, wie sie für Lebensversicherungen verlangt werden, hatte man ungewöhnliche Blutwerte festgestellt. Nach Folgetests stand am 6. November 1991 das Resultat fest: Earvin Magic Johnson, der US-amerikanische Basketball-Star, ist HIV-positiv.
Im Kino: Castros sexuelle Revolution
25.11.2016 00:00
Daniel Abmas Dokumentarfilm -Transit Havanna- begleitet drei trans* Menschen auf Kuba, die auf eine geschlechtsangleichende Operation warten. Diese soll ein Programm finanzieren, das die Tochter des Staatspräsidenten leitet. Pro Jahr erhalten auf Kuba fünf trans* Menschen eine kostenlose geschlechtsangleichende Operation. Dafür werden extra zwei Ärzte aus Holland und Belgien eingeflogen, die innerhalb einer Woche die lang ersehnten Eingriffe vornehmen.
Virus-Forschung an der Uni Duisburg-Essen – Kampf gegen HIV
25.11.2016 00:00
Am vergangenen Freitag eröffnet das Institut für HIV-Forschung am Uni-Campus Essen. Leiter Hendrik Streeck hat einen Traum: Er will einen Impfstoff entwickeln. Auf der Tür des Hochsicherheitslabors prangt ein Symbol, das man vor allem von Plattencovern böser Metalbands kennt: Biogefährdung. Risikogruppe B3***, um genau zu sein. Hineinkommen ist wirklich nicht einfach, selbst für den Hausherrn. Falscher Schlüssel. Hendrik Streeck holt rasch den speziellen, dann zeigt der Professor das neueste Labor am Uni-Campus Essen.
Tripper – was man darunter versteht und wie man sich schützt
25.11.2016 00:00
Die Geschlechtskrankheit Gonorrhö ist hoch ansteckend – doch es gibt Möglichkeiten der Prävention. Lange Zeit waren sie aus dem Gedächtnis der Menschen verschwunden. Jetzt sind sie wieder auf dem Vormarsch: Geschlechtskrankheiten. Wo kommen sie her? Wie erkennt man sie? Gonorrhö, auch unter dem Namen Tripper bekannt. Ihren Namen verdankt die Krankheit dem Symptom, das sie verursacht: Tripper leitet sich vom niederdeutschen Wort drippen, also tropfen ab.
So läuft es: Unterwegs mit einer Vision
25.11.2016 00:00
14.400 Kilometer für die gute Sache. Unser Kolumnist trifft beim New-York-Marathon einen Mann, der im Kampf gegen Aids einmal die USA umrundet hat - und ist berührt von seiner Geschichte. Wenn der größte Marathon der Welt ansteht, dreht eine ganze Stadt völlig durch. Der New York Marathon ist ein Muss für jeden Läufer, sagt man. Er gilt ein wenig als Ritterschlag für jeden Runner. Lange, wirklich lange habe ich mich dagegen gesträubt. Denn auch ohne jemals New York gelaufen zu sein, war mir klar: Es geht nicht größer, es geht aber auch nicht mehr Marketing und Kommerz.
„Ich dachte, wir wären schon weiter“
25.11.2016 00:00
Hohe Hepatitis C Raten, geringe Impfquoten: Eine Studie bei über 2.000 Drogenkonsument_innen zeigt Lücken in der Prävention und Versorgung. Vier Jahre lang hat das Robert-Koch-Institut gemeinsam mit Einrichtungen der Drogen- und Aids-Hilfe an der DRUCK-Studie gearbeitet. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der umfangreichen Untersuchung bieten detaillierte Informationen zu Infektionsrisiken und Verhaltensweisen von intravenös Drogengebrauchenden.
Rauchen verkürzt Lebenserwartung stärker als die HIV-Infektion selbst
18.11.2016 00:00
Rauchen verkürzt die Lebenserwartung von HIV-Patienten in den USA stärker als das Virus selbst, wie eine Studie des Massachusetts General Hospital ergeben hat. Laut dem leitenden Wissenschaftler Krishna Reddy stirbt eine Person, die permanent Medikamente gegen HIV einnimmt und raucht, viel eher an einer mit dem Tabakkonsum in Zusammenhang stehenden Krankheiten als an den Folgen der Infektion.
Kampagne gegen Diskriminierung HIV/AIDS-Kranker gestartet
18.11.2016 00:00
Gegen Diskriminierung von Patienten mit HIV/AIDS wendet sich die aktuelle Kampagne zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Das Bundesgesundheitsministerium hat sie nun vorgestellt. Denn Diskriminierung kann die HIV-Prävention behindern. Es ist höchste Zeit, dass Vorurteile im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören. Mit unserer diesjährigen Kampagne #positivzusammenleben setzen wir ein deutliches Zeichen für ein gutes Miteinander, so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zum Auftakt der diesjährigen Welt-AIDS-Tags-Kampagne. Es sei wichtig, dass alle gemeinsam entschlossen gegen Ausgrenzung und Ablehnung von HIV-infizierten Menschen vorgehen.
Kürzere Behandlung bei akuter Hepatitis C?
18.11.2016 00:00
Wir wissen aus den Zeiten der Interferon-Behandlung, dass die Behandlungsresultate bei ganz frischer Infektion, in den ersten 3-6 Monaten, sehr gut waren und auch verkürzte Behandlungen möglich waren. Nun zeigt eine Deutsche, durch Gilead finanzierte Studie, dass mit den neuen Interferonfreien Medikamenten auch eine abgekürzte Behandlung möglich wäre, wenn während der akuten HCV-Infektion begonnen wird.
Viel zu viele Vorurteile – selbst im Gesundheitswesen
18.11.2016 00:00
Positiver HIV-Test: Nicht immer wird in der Praxis mit dem Ergebnis diskret umgegangen. Auch im Gesundheitswesen treffen HIV-Patienten häufig auf Unwissen und Diskriminierung. In Lübeck machten Betroffene nun deutlich, dass sie diese im Praxisalltag nicht mehr hinnehmen wollen. Menschen mit HIV oder Aids fühlen sich im Alltag noch immer diskriminiert. Auf einem Fachtag in Lübeck wurde deutlich, dass sie besonders im Gesundheitswesen häufig auf Vorurteile treffen.
Neue präklinische Daten für ABX464
18.11.2016 00:00
ABIVAX präsentierte neue präklinische Daten für ABX464 auf wissenschaftlichem Kongress zum Thema HIV-Therapien in Glasgow, Schottland. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Reservoir-Zellen das vorrangige Ziel des primären Metaboliten von ABX464 sein könnten. Die Daten zeigen, dass ABX464 aktiv die HIV-Replikation in peripheren Blutzellen sowie in kultivierten Makrophagen hemmt, während sein primärer Metabolit, ABX464-N- Glucuronid, ausschließlich die Vermehrung des Virus in kultivierten Makrophagen verhindert.
Wie, wann und mit wem kam Aids in die USA?
11.11.2016 00:00
Über die Vorgeschichte der tragischen Aidsepidemie in den USA ist auch nach Jahrzehnten nicht alles bekannt. Wann kam das Virus, wie breitete es sich aus - und hatte ein Einzelner Schuld? Rund 32 Millionen Menschen starben bisher weltweit an der Immunschwäche Aids, schätzt UNAids – und jedes Jahr kommen noch immer zwischen ein und zwei Millionen dazu. Dabei drang das tausendfache Sterben nach der HIV-Infektion erst in den frühen 1980er Jahren ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, als sich das damals unbekannte tödliche HI-Virus epidemieartig auch in den USA und Europa ausbreitete.
Schlüsselereignis bei HI-Infektion geklärt
11.11.2016 00:00
Eine Ursache für die schlechte Abwehr gegen HI- oder Hepatitis C Viren soll eine starke Entzündung sein, die von den Viren ausgelöst wird und dem Immunsystem Panik macht. Forscher der Uni Basel haben untersucht, warum das Immunsystem sich schlecht gegen Infektionen mit HI- oder Hepatitis C Viren wehren kann. Entscheidend dabei ist laut den Wissenschaftlern eine starke Entzündungsreaktion, die zu einer Panikreaktion von Immunzellen führt. Normalerweise sollten spezialisierte Immunzellen – so genannte B-Zellen - Antikörper herstellen, die sich an Viren anheften und helfen, diese auszuschalten. Bei diesen chronischen Virusinfektionen versagt diese Abwehr jedoch.
Finanzielle Spekulationen behindern Versorgung mit Arzneimitteln
11.11.2016 00:00
Sofosbuvir und andere neue Mittel zur Behandlung chronischer Hepatitis-C-Infektionen bieten hohe Heilungschancen bei nur geringen Nebenwirkungen, sind aber sehr teuer. Der Polymerasehemmer Sofosbuvir gilt als Durchbruch in der Therapie der Hepatitis C. Sofosbuvir und die nachfolgend eingeführten anderen direkt antiviral wirkenden Hepatitis C Mittel ermöglichen auch ohne Interferone sehr hohe virologische Ansprechraten. Die exorbitant hohen Preise, zu denen der Polymerasehemmer und seine Nachfolger in den Handel gebracht wurden, bedrohen jedoch die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme in aller Welt.
Wenn HIV nicht alles ist
11.11.2016 00:00
Die Behandlung von HIV-Patienten ist heute in Ländern wie der Schweiz so erfolgreich, dass nur noch wenige eine Aids-definierende Krankheit entwickeln. Wenn dies dennoch geschieht, liegt meist ein bestimmter Lymphdrüsenkrebs vor. Dass ein solches Non-Hodgkin-Lymphom durch das HI-Virus begünstigt wird, weiss man schon länger. Nun hat eine Forschergruppe erstmals nachweisen können, dass das Risiko weiter ansteigt, wenn der HIV-Patient zusätzlich mit dem Hepatitis B oder C Virus infiziert ist.
„Du lebst ja weiter“
11.11.2016 00:00
Vom sicheren Todesurteil zu einem Leiden, mit dem sich gut zurechtkommen lässt. Eine beispiellose medizinische Erfolgsgeschichte. Der Arzt gab Ralph Ehrlich noch höchstens fünf Jahre bis zum Tod, als er seinen Kampf aufnahm. Gegen das Humane Immunschwächevirus, in den Achtzigerjahren noch Mörderkrankheit genannt. Ehrlich hatte geweint nach der Diagnose, er war verzweifelt.
Zweiter Fall einer HIV-Infektion unter PrEP dokumentiert
04.11.2016 00:00
Die Prä-Expositions-Prophylaxe schützt vor HIV. In sehr seltenen Fällen kann es trotzdem zu einer Infektion kommen. Der bislang zweite dokumentierte Fall wurde am Dienstag auf der Konferenz HIV Research for Prevention vorgestellt. Der betroffene Mann aus New York nahm nach Angaben des HIV-Spezialisten Howard Grossmann seit Januar 2016 konsequent täglich eine Tablette des HIV-Medikaments Truvada zur Präexpositionsprophylaxe ein.
HIV und Psyche – Hilfe für Patienten nach der Diagnose
04.11.2016 00:00
Drei von vier HIV-Patienten leiden im Verlauf ihrer Erkrankung an einer psychischen Störung. Viele von ihnen benötigen daher zusätzlich zur Therapie beim HIV-Schwerpunktarzt auch eine Behandlung durch einen Psychiater und/oder Psychotherapeuten. Doch hier sind die Wartezeiten oft lang. Eine erste Anlaufstelle für Betroffene bietet der neue Bereich -HIV und Psyche- vom forschenden Pharmaunternehmen Janssen. Hier finden Betroffene auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen, Adressen von Therapeuten und Expertenrat für individuelle Fragen.
Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofoviralafenamid bei HIV: Zusatznutzen nicht belegt
04.11.2016 00:00
Fragestellungen zu Jugendlichen nicht bearbeitet / Evidenz zu Komponenten nicht ohne Weiteres auf Kombination übertragbar. Die Wirkstoffkombination Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofoviralafenamid (Handelsname Odefsey) ist zur Behandlung Erwachsener und Jugendlicher zugelassen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus von Typ 1 infiziert sind. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nun untersucht, ob diese Kombination Patientinnen und Patienten Vorteile gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien bietet. Ein solcher Zusatznutzen ist demnach nicht belegt.
HCV-Therapie: Erfolg bei Suchtkranken
04.11.2016 00:00
Eine Hepatitis C Therapie lohnt auch bei Betroffenen mit Suchterkrankungen. Wirksamkeit und Adhärenz sind vergleichbar mit anderen Patientenpopulationen. Auf dem Weg zur Elimination der Hepatitis C sind Suchtpatienten eine wichtige Zielgruppe, da die meisten Neudiagnosen auf sie entfallen. In der Population mit intravenösem Drogenkonsum werden rund 80 Prozent aller Neudiagnosen mit bekanntem Übertragungsweg verzeichnet, berichtete Dr. Stefan Christensen, CIM Centrum für interdisziplinäre Medizin in Münster.
Immunzellen kooperieren bei der HIV-Abwehr
04.11.2016 00:00
Der – zweifelhafte – Erfolg des HI-Virus gründet auf einer ganzen Reihe Tricks, mit denen das Virus unsere Abwehr unterwandert oder für sich selbst nutzt. In einem sehr frühen Stadium der Infektion – gleich nach dem ersten Angriff auf unseren Körper, gelingt es ihm schon, die Zellalarmsysteme auszuschalten, mit denen das Immunsystem vor einem Angriff normalerweise gewarnt wird. Eine dieser molekularen Alarmanlagen haben Wissenschaftler des TWINCORE genauer untersucht und entdeckt, dass unterschiedliche Immunzellen bei der Abwehr des HI Virus eng zusammenarbeiten.
Neue Antikörper-Therapie blockiert dauerhaft die SIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Ein internationales Forscherteam hat eine effektive Behandlungsstrategie gegen das HIV-ähnliche Simiane Immundefizienz-Virus (SIV) in Rhesusaffen entwickelt. Weltweit sind laut WHO rund 36 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Ein Heilmittel gegen die tödliche Virusinfektion konnte bislang noch nicht gefunden werden. Nun hat ein internationales Forscherteam, an dem auch Wissenschaftler des Deutschen Primatenzentrums, Leibniz- Institut für Primatenforschung in Göttingen, beteiligt waren, eine neue Behandlungsstrategie gegen das dem HIV verwandte Simiane Immundefizienz-Virus entwickelt.
Wie HIV-Arzneien wirken und Viren Resistenzen entwickeln
01.01.1970 01:00
Heidelberger Wissenschaftler haben detaillierte dreidimensionale Einblicke in die Architektur der Hülle des HI-Virus gewonnen. Mit höchstauflösenden bildgebenden Verfahren haben Forscher der Molecular Medicine Partnership Unit, einer Kollaboration zwischen Uniklinikum Heidelberg und EMBL, die bislang detailliertesten dreidimensionalen Einblicke in den Aufbau der Hülle von unreifen HI-Viren erhalten.
Häftlinge: Schlüssel zur globalen HIV-Eindämmung?
01.01.1970 01:00
HIV-Infektionen treten bei Häftlingen häufiger auf als in der Gesamtbevölkerung. Die Bekämpfung der Ausbreitung in Haft kann sich laut aktueller Studien auch für die öffentliche Gesundheit auszahlen. Unter Inhaftierten gibt es in Westeuropa 20-mal mehr HIV-Infizierte als in der Allgemeinbevölkerung, in Nordamerika und Ost- und Südafrika liegen die Raten dreimal höher. Das sind Ergebnisse einer im Lancet veröffentlichten Studienreihe. Auch Hepatitis C und Tuberkulose sind unter Sträflingen häufiger, so ist in Teilen von Europa und den USA einer von sechs Häftlingen mit Hepatitis C infiziert.
Neue Hepatitis C Medikamente können Hepatitis B reaktivieren
01.01.1970 01:00
In den USA dürfen direkt antiviral wirkende Hepatitis C Medikamente (DAAs = direct acting antivirals) ab sofort nur noch mit einem deutlichen Warnhinweis vertrieben werden. Das hat die für Arzneimittel zuständige Behörde FDA (U.S. Food and Drug Administration) angeordnet. Durch die neuen hochwirksamen Präparate wie Epclusa, Harvoni, Sovaldi und Daklinza könne es zur Reaktivierung einer früheren Hepatitis B Infektion kommen, erklärt die FDA in einer Pressemitteilung.
PrEP reduziert HIV-Risiko – STIs nehmen zu
01.01.1970 01:00
PrEP – die präexpositionelle Prophylaxe einer HIV-Infektion durch Einnahme von HIV-Medikamenten wirkt, wie die IPERGAY und die PROUD Studien gezeigt haben. In den ersten meist euphorischen Mitteilungen über diese medikamentöse Form der HIV-Prophylaxe wurde immer wieder erwähnt, dass die Einnahme von PrEP NICHT zur einer Veränderung des Risikoverhaltens führe, man könne keine Zunahme von anderen Geschlechtskrankheiten erkennen. Auch eine Analyse innerhalb der IPERGAY Studie kam zu diesem Schluss.
Hepatitis-Prävention: Wie Ärzte Ansteckungen verhindern können
01.01.1970 01:00
Die Zahl der Neuinfektionen mit Hepatitis C stagniert. Bis 2030 soll Hepatitis ausgelöscht sein – so der Wille der Bundesregierung in Deutschland. Was sollten Ärzte dafür tun? Bis zum Jahr 2030 soll die Verbreitung von Hepatitis B und C in Deutschland eingegrenzt sein – dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im April dieses Jahres gesteckt.
„Kick and Kill“ Wie englische Forscher HIV heilen wollen
01.01.1970 01:00
In England wurde der erste von etwa 50 Teilnehmern einer Studie behandelt, die eine HIV-Infektion im Zeitfenster der primären Virämie heilen will. In den britischen Medien wurde der Beginn mit einem positiven Ausgang verwechselt, doch Ergebnisse der RIVER-Studie werden vermutlich erst im Jahr 2018 vorliegen.
Afrika: Warum sind besonders junge Frauen betroffen?
01.01.1970 01:00
Eine Herausforderung: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen bei jungen Frauen in Afrika zu reduzieren. Warum infizieren sich in afrikanischen Ländern doppelt so viele junge Frauen mit dem HI-Virus wie junge Männer? Aktuelle Studien haben die Risikofaktoren aufgedeckt. Schätzungen zufolge lebten Ende 2013 weltweit 35 Millionen Menschen mit HIV und Aids. In Deutschland schätzt das Robert Koch-Institut die Gesamtzahl der Neuinfektionen im Jahr 2014 auf 3200, darunter 460 Frauen. In afrikanischen Ländern südlich der Sahara dagegen infizieren sich doppelt so viele junge Frauen mit HIV wie junge Männer.
Warum manche Kinder trotz HIV gesund bleiben
01.01.1970 01:00
Bis zu zehn Prozent der Kinder entwickeln kein Aids, obwohl ihre Mutter sie mit HIV infiziert hat. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass ihr Körper das Virus zwar nicht unterdrücken, dafür aber tolerieren kann. Sie sind mit dem HI-Virus infiziert, trotzdem erkranken sie nicht an Aids: Ein internationales Forscherteam hat eine Gruppe südafrikanischer Kinder untersucht, auf die das zutrifft. Demnach schützen besondere Immunzellen den Körper der Kinder vor einem Ausbruch der Krankheit.
RKI verzeichnet erneut mehr HIV-Neudiagnosen
01.01.1970 01:00
2015 wurden dem Robert Koch-Institut, RKI, 3.674 HIV-Neudiagnosen gemeldet, fünf Prozent mehr als 2014. Zugenommen haben die Diagnosen bei Heterosexuellen und Drogengebraucher_innen, bei schwulen Männern dagegen sind sie leicht gesunken. Das geht aus dem heute veröffentlichten HIV- Jahresbericht 2015 des RKI hervor.
Frauen und PrEP: Der kleine Unterschied
01.01.1970 01:00
PROUD und IPERGAY haben die Effektivität der Präexpositionsprophylaxe mit Truvada untermauert und so im letzten Jahr den Ruf nach Zulassung in Europa laut werden lassen. Es bleibt die Frage, ob Frauen in gleichem Maße von der PrEP profitieren werden wie die Gruppe der MSM. In Studien zur oralen PrEP mit Frauenbeteiligung war die Effektivität von Truvada bei Frauen nicht immer überzeugend.
HIV-Antikörper mit breiter Wirkung als Basis für einen Impfstoff
01.01.1970 01:00
Ein kleiner Teil von HIV-infizierten Menschen produziert Antikörper mit einer verblüffenden Wirkung: Sie richten sich nicht nur gegen einen bestimmten Virustyp, sondern gegen unterschiedliche Virustypen. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich konnten nun zeigen, welche Faktoren verantwortlich sind, dass der Körper solche breit neutralisierenden HIV-Antikörper bildet. Damit legen sie einen wichtigen Grundstein, um einen HIV-Impfstoff zu entwickeln.
Neue Erkenntnisse zu latenten HIV-Infektionen
01.01.1970 01:00
Nicht immer zeigen sich HIV-infizierte Zellen so leicht. Ein FWF-Projekt liefert neue Erkenntnisse, wie es ihnen erfolgreich gelingt, sich zu verstecken. Trotz immer effektiverer Therapien schafft es HIV im Körper zu überdauern. Welche molekularen Vorgänge dazu beitragen, wurde in einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF geklärt. Auch Ansätze für mögliche Therapien gegen die verborgene Reservoir-Bildung des Virus wurden dabei gefunden.
HIVreport 03 /2016 erschienen
01.01.1970 01:00
Drogenkonsum und Prävention: Ergebnisse und Folgerungen aus der DRUCK-Studie. Mitte 2016 hat das Robert-Koch-Institut den Abschlussbericht der so genannten DRUCK-Studie veröffentlicht. DRUCK steht für Drogen und chronische Infektionskrankheiten. In diesem HIVreport gehen wir auf die zentralen Studienergebnisse ein und diskutieren, welche Bedeutung und Folgen die Studie für die HIV / HCV-Prävention in Deutschland hat.
Die Adhärenz bei Sovaldi ist schlecht – sagt GWQ
01.01.1970 01:00
Hepatitis C Patienten brechen ihre Therapie mit Sovaldi und Harvoni in 22 Prozent ab. Überraschend hohe Zahlen der Therapie-Untreue? Oder ist die Adhärenz der neuen Hepatitis C Arzneimittel sogar ausgesprochen gut? Mit überraschenden Daten zur Therapietreue sorgt die Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei den Krankenkassen derzeit für Aufsehen: Gerade bei den neuen und extrem teuren Hepatitis C Arzneimitteln beendeten 22 Prozent der Patienten ihre Therapie vorzeitig. Weitere 40 Prozent würden die antiviralen Arzneimittel nicht zuverlässig einnehmen und wiesen Lücken in ihrer Therapie auf.
Warum sich Männer illegal die Pille gegen HIV beschaffen
01.01.1970 01:00
Sie schützen womöglich besser vor HIV als Kondome. Richtig eingenommen, versteht sich. Viele junge Menschen, vor allem schwule Männer, versprechen sich deswegen von den Pillen die sexuelle Befreiung: Vögeln ohne Plastik. Während die Pillen in Nordamerika und in einigen europäischen Ländern auf Kassenrezept erhältlich sind, übernimmt hierzulande keine gesetzliche Krankenkasse die Kosten von rund 800 Euro monatlich.
HIV: Präexpositionsprophylaxe laut Studie kosteneffektiv
01.01.1970 01:00
Die Präexpositionsprophylaxe, mit der sich Risikopersonen vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus schützen können, ist trotz der hohen Preise der Medikamente kosteneffektiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kosten-Nutzen-Analyse in Lancet Infectious Diseases.
Cofaktor für die Produktion von Hepatitis C Viruspartikeln gefunden
01.01.1970 01:00
Für die Produktion von Hepatitis C-Viruspartikeln spielen sogenannte „Lipid Droplets“ (Fetttröpfchen) im Zytoplasma eine wichtige Rolle. Ein Team von Wissenschaftlerinnen am Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) hat jetzt mithilfe einer quantitativen Lipid Droplet-Proteomanalyse Annexin A3 (ANXA3) als ein Protein identifiziert, dass für die Reifung und den Zellaustritt von Hepatitis C-Viruspartikeln eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse sind nun in dem renommierten Fachjournal Cell Reports erschienen.
Positives Votum für Truvada-Generikum
01.01.1970 01:00
Gileads Topseller Truvada bekommt Konkurrenz: Demnächst wird ein Generikum in der Apotheke zu haben sein. Der Humanarzneimittelausschuss der EMA hat sich dafür ausgesprochen, ein Generikum des HIV-Therapeutikums Truvada zuzulassen. Zentiva will die Kombination aus Emtricitabin und Tenofovir auf den Markt bringen. Die Zulassung des Nachahmers beschränkt sich auf die HIV-Therapie, während das Original auch zur Prophylaxe verwendet werden kann.
Bevor das Virus angreift
01.01.1970 01:00
Wer täglich eine blaue Pille schluckt, kann sich damit vor dem Immunschwächevirus HIV schützen. Doch Truvada ist teuer – und der Ärger programmiert. Die Faltblätter im Eingangsbereich der Praxis Jessen fallen sofort auf. Gib Prep eine Chance steht dort – in einem ähnlich rot-schwarz- weissen Layout wie die altbekannten Plakate mit dem Slogan: Gib Aids keine Chance. Sie werben für einen Präventionskongress in Berlin. Hier, mitten in Schöneberg, sind sie auch ein Anlass, über das Medikament Truvada als Prep zu reden.
Migrationsmedizin und Berichte von der CROI
30.09.2016 00:00
Österreichische Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin – Die Zeitschrift Jatros Infektiologie - OEGIT 2016/1 ist mit folgenden Themenschwerpunkten erschienen: - Migrationsmedizin: Medizinische Herausforderungen bei Asylsuchenden - Virologie: Die Bedeutung von Viren für die Menschheit - Daten zur neuen Tenofovir-Prodrug TAF - Nieren- und Knochengesundheit im Fokus - CROI 2016: Phase-II-Studienergebnisse für erstes lang aktives, injizierbares HIV-Therapieregime - Interaktion zwischen Glukokortikoiden und PI: CushingSyndrom oder Fettumverteilungsstörung?
HIV-positiv im Südsudan: Versorgung nur bei Waffenruhe
30.09.2016 00:00
In einem Zelt erfolgt der Schnelltest. Die Beratung findet im Freien statt. Im Krisenstaat Südsudan testet eine mobile Klinik Menschen auf das HI-Virus - wenn es die Sicherheitslage erlaubt. Der Südsudanese Paul Enosa atmet auf. Sein Testergebnis ist negativ. Zwei seiner Freunde hatten kürzlich erfahren, dass sie HIV-positiv sind. Alle drei haben öfter mit denselben Mädchen geschlafen, erzählt der 17-Jährige. Seine Freunde wollen es nicht wahrhaben. «Sie wollen es anderen nicht sagen und die Krankheit weiter verbreiten», sagt Enosa. «Sie wollen nicht alleine sterben», laute ihre Erklärung für den weiterhin ungeschützten Sex.
Weiterhin viele HIV-Patienten auf finanzielle Hilfe angewiesen
30.09.2016 00:00
Viele HIV-positive Menschen in Deutschland sind auf finanzielle Hilfe angewiesen. Das berichtet die Deutsche Aids-Stiftung in ihrem neuen Jahresbericht 2015. Sie hat in diesem Jahr 2.068 Anträge für Einzel-, Gruppen- und Projekthilfen in Deutschland sowie Projekthilfen in Mosambik und Südafrika bearbeitet. Gegenüber dem Jahr 2014 nahmen die direkten Hilfsleistungen im In- und Ausland um 26,4 Prozent auf rund 1,5 Millionen Euro zu. Ein großer Teil der Stiftungseinnahmen ist auf Benefizprojekte zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung zurückzuführen.
ABIVAX erreicht zweiten Meilenstein
30.09.2016 00:00
Ein innovatives Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Stimulation des Immunsystems zur vollständigen Beseitigung viraler Erkrankungen spezialisiert hat, gab heute bekannt, dass das Unternehmen den zweiten wichtigen Meilenstein des strategischen Projekts: Innovation in der Industrie, CaReNa, erreicht hat. Ziel des 2013 begonnenen Gemeinschaftsprojekts, unter der Federführung von ABIVAX und Beteiligung von CNRS und Theradiag, ist es, neue therapeutische und diagnostische Lösungen zu entwickeln, die auf Protein-RNA- Wechselwirkungen zur Behandlung von HIV/AIDS als primäre Indikation abzielen.
Therapie als Prävention: "Testen und behandeln"
30.09.2016 00:00
Die Studie ANRS 12249 wurde im Juli dieses Jahres auf der 21. Internationalen AIDS-Konferenz im südafrikanischen Durban vorgestellt. Große Studie zeigt keinen Rückgang der HIV-Neuinfektionen. Eine Studie in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal untersuchte die Bedeutung der HIV-Therapie für die Prävention. Dabei gelang zwar die Ausweitung der Testangebote, aber neu Diagnostizierte nahmen Behandlungsangebote nur zögerlich wahr. Laut den Ergebnissen der ersten großen Forschungsstudie zu -Test and treat- (Testen und behandeln) als Public-Health-Maßnahme konnte diese Strategie in den Communities, in denen sie umgesetzt wurde, die Zahl der HIV-Neuinfektionen nicht senken.
Das Immunsystem schrittweise gegen HIV abrichten
23.09.2016 00:00
Bereits Anfang der 1980er Jahre erkannten Forscher, dass das HI-Virus Aids verursacht. Mittlerweile lässt sich die Krankheit zwar schon besser behandeln, jedoch gibt es bis heute kein Heilmittel. Ähnlich schwer wie die Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Virus scheint es, zumindest die Ansteckung mit HIV zu verhindern, etwa durch einen wirksamen Impfschutz. Allein im Jahr 2015 gab es mehr als zwei Millionen Neuansteckungen.
STI: Syphilis ist ein großes Tabuthema
23.09.2016 00:00
Die Zahl der Syphilis-Infektionen steigt in Deutschland kontinuierlich an. 2015 erreichte die Zahl der Neuinfektionen laut Robert Koch- Institut einen neuen Höchststand: 6834 Neuinfektionen – der höchste Wert seit den 70er-Jahren. Insbesondere in den Großstädten Köln, Berlin und Hamburg ist die Anzahl der Patienten stark gestiegen. Homosexuelle Männer sind von der sexuell übertragbaren Infektion besonders oft betroffen.
Schwule mit vielen Partnern haben eher Safer Sex
23.09.2016 00:00
Schwule und bisexuelle Männer zeigen mehr Engagement beim Safer Sex, je mehr Partner sie haben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung vom British Columbia Centre for Excellence in HIV/AIDS, die unter Männern in Vancouver durchgeführt wurde. Die Forscher hatten die Teilnehmer zunächst gefragt, mit wie vielen Männern sie in den vergangenen sechs Monaten geschlafen hatten. Danach mussten sie Auskunft über ihr Safer-Sex- Verhalten geben.
Warum wir die HIV-Prävention neu denken müssen
23.09.2016 00:00
In der HIV-Prävention gibt es zu oft Aufforderungen – „Benutzt Kondome“ – ohne Begründungen, sagt Ian Howley, Chef der Gesundheitsorganisation GMFA. Seine Botschaft: HIV werden wir nur besiegen, wenn wir uns und unser Leben wertschätzen. Das Original „Why we need to rethink HIV prevention“ erschien als Editorial zur Ausgabe 155 des FS Magazine.
Mit Zwang zum Ziel
23.09.2016 00:00
Das BPatG hat über einen Eilantrag mehrerer Medikamentenhersteller entschieden. Es ging um nichts weniger als die Gesundheitsversorgung im Land. Elisa Beckamp zu einem Verfahren mit eklatanter Bedeutung für AIDS-Patienten in Deutschland. In dem Hauptsacheverfahren begehren verschiedene Unternehmen der US-amerikanischen Konzerngruppe Merck und Co. eine Zwangslizenz an dem europäischen Patent des japanischen Pharmazieunternehmens Shionogi und Co. Ltd. auf ein AIDS-Medikament.
Russland: HIV breitet sich aus
16.09.2016 00:00
Russland hat ein HIV-Problem. Die jährlichen Zuwachsraten bei Neuinfektionen betragen aktuell zwölf Prozent. Besonders betroffen sind Menschen, die in Armut leben, sowie Drogenabhängige. Zwar hat der Staat das Problem erkannt, doch tut er sich schwer damit, moderne und wirksame Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Stattdessen werden sexuelle Enthaltsamkeit und Treue gepredigt und NGOs als ausländische Agenten diffamiert.
Crowdfunding für positives Arbeiten
16.09.2016 00:00
Das Pilotprojekt Ja, ich will … arbeiten! der Perspektive A Plus, einer Tochter der Berliner Aids-Hilfe, will Menschen ohne Krankenversicherung in den Arbeitsmarkt und die Gesundheitsversorgung bringen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin höchstpersönlich machte am 16. Juli 2016 den entscheidenden Klick, um das Projekt Ja, ich will … arbeiten! zu starten. Mit seiner kleinen Fingerbewegung setzte Michael Müller auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest eine einmalige Online-Sammelaktion in Gang: Noch bis Mitte September 2016 kann man über das Crowdfundingportal Startnext Geld für einen Arbeitsplatz bei Perspektive A Plus, einer gemeinnützigen GmbH der Berliner Aids-Hilfe e.V., spenden.
Patientenverfügung besser überprüfen lassen!
16.09.2016 00:00
Nach dem BGH-Urteil ist ein Blick in die Patientenverfügung ratsam. Die Entscheidung des Bundesgerichthofs zu Patientenverfügungen hat bei manchem für Verwirrung gesorgt. Fest steht, Wer sicher sein will, dass im Ernstfall möglichst viel nach seinen Vorstellungen läuft, sollte seine Patientenverfügung überprüfen - und ärztlichen und juristischen Rat einholen.
Erster Vertreter einer neuen Arzneimittelklasse gegen Hepatitis B und D
16.09.2016 00:00
DZIF-Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg entwickeln einen Virusblocker gegen Hepatitis B und D, der nun in zwei Studien mit Erfolg getestet werden konnte. Etwa 350 Millionen Menschen leiden an chronischen Infektionen mit Hepatitis B Viren, 25 Millionen Menschen an Hepatitis D, das nur gemeinsam mit Hepatitis B auftritt. Zugelassene Therapien für Hepatitis B führen in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht zur Ausheilung und für Hepatitis D gibt es bisher überhaupt keine spezifische Therapie. Neuartige therapeutische Strategien sind daher von großem Wert.
Swiss Aids News Juni 2016 erschienen
16.09.2016 00:00
Migranten und Flüchtlinge, diese zwei Begriffe dürften es heuer auf die Liste der meistgenannten Wörter des Jahres schaffen. Alle Flüchtlinge sind auch Migranten, aber nicht alle Migranten sind Flüchtlinge. Ob Schutz- oder Arbeitssuchende, die Migration in unser Land lässt niemanden kalt, weckt Emotionen, ruft die politischen Parteien und NGOs auf den Plan. Gefordert sind der Bund, die Gemeinden, aber auch jede einzelne Bürgerin und jeder Bürger. Die Swiss Aids News haben sich aufgemacht und sich umgesehen im Land mit der humanitären Tradition.
Neuer Höchststand bei Syphilis-Diagnosen
16.09.2016 00:00
Party, Drogen, Sex: Das wilde Großstadtleben hinterlässt seine Spuren. Noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 war die Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland so hoch. Das Bakterium Treponema pallidum ist der Auslöser für Syphilis. Zu den ersten Symptomen, dem Primärstadium, der Geschlechtskrankheit zählen Geschwüre im Genitalbereich oder im Mund. Diese sondern eine stark ansteckende Flüssigkeit ab. Bei sexuellen Handlungen kann es so zur Übertragung kommen.
HIV: Frühdiagnose reduziert Neuinfektionen
09.09.2016 00:00
Eigentlich wissen wir es schon sehr lange. Bei gut der Hälfte der HIV-Infektionen erfolgt die Infektion von einer Person, welche auch erst kürzlich mit HIV angesteckt wurde. Könnten wir die HIV Diagnose früher stellen, könnten wir vermutlich sehr viel mehr Neu-Infektionen verhindern. Diese Zusammenhänge verstehen wir nun schon seit vielen Jahren, doch noch immer werden viele frische HIV-Diagnosen verpasst.
Emtricitabin / Tenofoviralafenamid bei HIV-Infektion: Zusatznutzen nicht belegt
09.09.2016 00:00
Die Wirkstoffkombination Emtricitabin / Tenofoviralafenamid ist in Kombination mit weiteren antiviralen Arzneimitteln zur Behandlung Erwachsener und Jugendlicher zugelassen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus von Typ 1 (HIV-1) infiziert sind. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob diese Kombination Patientinnen und Patienten Vorteile gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet. Ein solcher Zusatznutzen ist demnach nicht belegt.
Aids-Hilfe will nicht mehr Aids-Hilfe heißen
09.09.2016 00:00
Die Zürcher Aids-Hilfe plant eine Namensänderung. Zwar bleibt die Aids-Prävention ein wichtiger Pfeiler – dennoch hat sich die Arbeit der Fachstellen stark gewandelt. Über 7.000 Menschen sind in der Schweiz seit 1983 an den Folgen der Immunschwächekrankheit Aids gestorben. Derzeit leben hierzulande rund 25.000 Menschen mit dem HI-Virus. Etliche von ihnen haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten insbesondere durch die kantonalen und regionalen Aids-Hilfe-Fachstellen viel an Information, Betreuung und Zuspruch erhalten. Doch seit die Aids-Hilfe Schweiz vor über 30 Jahren erstmals an die Öffentlichkeit trat, hat sich vieles verändert: Dank laufend verbesserten Therapiemöglichkeiten und Medikamenten wandelte sich HIV von einer tödlichen Krankheit zu einer chronischen Infektion.
Alles unter einem Dach
09.09.2016 00:00
Das Bochumer Zentrum -Walk In Ruhr- versammelt Medizin, Beratung und Selbsthilfe an einem Ort und will Anlaufstelle sein für alle Angelegenheiten rund um das Thema sexuelle Gesundheit. Bernd Aretz war zu Besuch im WIR. Im Walk In Ruhr-Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin – dem WIR in Bochum – haben sich die richtigen Leute und Institutionen zusammengefunden.
Neue Richtlinien zur Therapie von TB und HIV
09.09.2016 00:00
Medikamente: TB und HIV müssen behandelt werden. Unverzügliches und koordiniertes Vorgehen gegen beide Krankheiten. Patienten, die unter Tuberkulose (TB) leiden und mit HIV infiziert sind, sollten rasch und koordiniert gegen beide Erkrankungen behandelt werden. Die neuen ATS / CDC / IDSA Richtlinien empfehlen zusätzlich bei allen TB-Patienten eine umfassende Behandlung inklusive einer direkt überwachten Therapie.
Wir müssen HIV-Medikamente auch zur Prävention einsetzen
02.09.2016 00:00
Alle zwei Jahre lädt die Internationale Aids-Gesellschaft (IAS) zur Welt-Aids-Konferenz. Chris Beyrer lobt den Einsatz Südafrikas und kritisiert, dass Infizierte stärker diskriminiert werden. Ein Interview.
HIV: Die ersten Wochen entscheiden
02.09.2016 00:00
Die HIV-Inzidenz in Deutschland stagniert – rund 83.000 Menschen leben mit einer HIV-Infektion. Eine neue Studie beschreibt nun erstmals den Zeitraum direkt nach der Infektion und macht deutlich, dass eine schnelle Behandlung essentiell ist. Laut einer Schätzung des Robert Koch Instituts lag die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus in Deutschland im Jahr 2014 bei 3.200 Personen. Trotz Forschungsarbeit und breiter Aufklärung bleibt damit die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Eine neue Studie liefert nun erstmalig Erkenntnisse über den Zeitraum direkt nach der Infektion mit dem Virus.
HIV/AIDS: Eine Wurminfektion verdoppelt das Ansteckungsrisiko
02.09.2016 00:00
Seit Beginn der HIV-Epidemie wird darüber spekuliert, warum HIV und die durch die Viren ausgelöste Immunschwächekrankheit AIDS in Afrika so viel stärker verbreitet sind als in anderen Ländern der Welt. Einen Grund dafür konnten nun Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung erstmals nachweisen: Sie fanden im Rahmen einer Kohorten-Studie in Tansania heraus, dass eine Infektion mit dem Wurm Wuchereria bancrofti das Risiko für eine Ansteckung mit HI-Viren um das 2- bis 3-fache erhöht. Die Studie ist aktuell veröffentlicht in Lancet.
Studie: Initiale HIV-Therapie
02.09.2016 00:00
Initiale HIV-Therapie: ONCEMRK Studie zeigt Nicht-Unterlegenheit von einmal täglicher Raltegravir-Formulierung im Vergleich zur zweimal täglichen Gabe. Die neue, noch nicht zugelassene, einmal tägliche Formulierung des Integrasehemmers Raltegravir war der zweimal täglichen Gabe von 400 mg Raltegravir bei der Behandlung von therapienaiven erwachsenen HIV-Patienten statistisch nicht unterlegen. Das zeigte eine Analyse der noch laufenden Phase III Studie ONCEMRK zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der einmal täglichen Gabe von Raltegravir nach 48 Wochen. Der primäre Endpunkt der auf Nicht-Unterlegenheit ausgerichteten Studie wurde erreicht.
HIV/Aids: Vor allem ein Problem der Armen
02.09.2016 00:00
2,5 Millionen Menschen auf der Erde haben sich 2015 mit HIV infiziert, drei Viertel davon leben in Afrika südlich der Sahara. Die Epidemie wäre mit einer Ausweitung von Tests und Therapie beherrschbar, doch dazu müssten die vorhandenen Gelder massiv aufgestockt werden, wie bei der internationalen Aids-Konferenz im südafrikanischen Durban deutlich wurde. 90-90-90: Hinter dieser Formel verbirgt sich eine Strategie des HIV/Aids-Projekts der Vereinten Nationen: 90 Prozent der HIV-Infizierten sollen sich ihrer Infektion bewusst sein, von diesen sollen 90 Prozent eine antiretrovirale Therapie erhalten, die bei wiederum 90 Prozent zu einem Rückgang der Viruslast führen soll. Damit, so der Konsens unter Experten, ließe sich die HIV-Epidemie bis zum Jahr 2030 besiegen.
Neues Medikament zur HIV-Prophylaxe
26.08.2016 00:00
Eine Tablette täglich kann vor einer HIV-Infektion schützen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt, ein bekanntes Medikament für die HIV-Prophylaxe auch in Europa zuzulassen. In den USA darf das Medikament bereits seit 2012 dafür eingesetzt werden. Hierzulande war die Zulassung bisher stark diskutiert worden, weil bei der Gabe gesunde Menschen ein Medikament mit Nebenwirkungen prophylaktisch einnehmen. Nach dem positiven Votum der EMA ist es nun wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Ärzte das Medikament auch in Deutschland verordnen können.
Erkennung HIV-1-infizierter Zellen
26.08.2016 00:00
Erkennung HIV-1-infizierter Zellen: Protein HLA-F interagiert hochaffin mit protektivem NK-Zellrezeptor KIR3DS1 Einem Forscherteam aus Hamburg und den USA ist es gelungen, HLA-F als hochaffinen Liganden für den aktivierenden NK-Zellrezeptor KIR3DS1 zu identifizieren. Die funktionelle Interaktion zwischen HLA-F und KIR3DS1 könnte zukünftig die vielfältigen Einflüsse von KIR3DS1 in einer Reihe von menschlichen Erkrankungen erklären.
HIV-positive Mütter: Stillen möglich unter Therapie
26.08.2016 00:00
Gestern wurde an der World AIDS Conference in Durban ein wichtiges Poster vorgestellt zur Frage des Stillens bei HIV-positiven Müttern. Seit Jahren wissen wir, dass Menschen, die eine gut durchgeführte HIV-Therapie einnehmen, ihre Sexualpartner nicht infizieren können. Auch über Blut (z.B. Nadelstichverletzung) kommt es in dieser Situation nicht zur Übertragung. Gilt dies auch für die Übertragung durch Stillen von der HIV- positiven -behandelten- Mutter auf das stillende Kind?
Viread 245 mg und Truvada 200 mg: Gefälschte Arzneimittel entdeckt
26.08.2016 00:00
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist auf Fälschungen der Arzneimittel Viread 245 mg Filmtabletten und Trudava 200 mg Filmtabletten hin, die in mehreren europäischen Ländern entdeckt worden sind. Beide Arzneimittel enthalten den Wirkstoff Tenofovirdisoproxil und werden zur Behandlung der HIV-1-Infektion angewendet; Viread als Monopräparat und Truvada als Kombinationsarzneimittel mit Emtricitabin.
HIV: Wie Therapeutika wirken und sich Resistenzen entwickeln
26.08.2016 00:00
Mittels höchstauflösender bildgebender Verfahren haben Wissenschaftler der Molecular Medicine Partnership Unit, einer Kollaboration zwischen Universitätsklinikum Heidelberg und EMBL, die bislang detailliertesten dreidimensionalen Einblicke in den Aufbau der Hülle von unreifen HI- Viren erzielt. Sie konnten damit zeigen, wie eine neue Art potentieller Therapeutika, die zurzeit in der klinischen Prüfung sind, auf HI-Viren wirken und wie manche Viren gegen eine frühere Form dieser Wirkstoffe Resistenzen entwickeln. Die Studie wurde jetzt online in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht.
Doppelschlag gegen Bakterien und Viren
26.08.2016 00:00
Wirkstoff hemmt Aids-Erreger und resistente MRSA-Bakterien zugleich. Zwei auf einen Streich: Forscher haben eine Substanzklasse entdeckt, die sowohl gegen das Aids-Virus als auch gegen multiresistente MRSA-Bakterien wirkt. Die dualen Wirkstoffe hemmen Enzyme, die für die Vermehrung der Viren und der Bakterien notwendig sind. Damit könnten diese Erreger künftig mit einem einzigen Medikament bekämpft werden, so die Hoffnung der Forscher.
Internationale Aids-Konferenz 2016
19.08.2016 00:00
Die Welt-Aids-Konferenz in Durban war wie auch die Konferenzen zuvor in erster Linie eine politische Veranstaltung. Im Mittelpunkt stand die Aufforderung in den Bemühungen der weltweiten HIV-Bekämpfung nicht nachzulassen, sprich ausreichend finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Einige wissenschaftliche Highlights gab es aber doch. Eine Nachlese.
Virushepatitis: So viele Opfer wie bei Aids oder TBC
19.08.2016 00:00
Hepatitis in Summe so tödlich wie Aids. Aktueller Analyse nach starben 2013 weltweit etwa 1,45 Mio. Menschen. Virushepatitis ist weltweit eine der führenden Todesursachen. Die Zahl der Opfer entspricht jener, die durch Krankheiten wie Aids oder Tuberkulose verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Imperial College London und der University of Washington. Hepatitis-Infektionen und ihre Komplikationen waren allein 2013 für den Tod von 1,45 Mio. Menschen verantwortlich - und das trotz Impfstoffen und neuen Therapien.
Südafrika: Die HIV-Situation ist katastrophal
19.08.2016 00:00
Die Behandlung von Infizierten beginnt heutzutage weit früher als noch vor einigen Jahren, bei Babys etwa wird sofort eine lebenslange Therapie gestartet. Jeder fünfte Südafrikaner zwischen 15 und 49 Jahren ist infiziert. Der Hoffnungsschimmer: Immer weniger Menschen sterben an der Immunschwächekrankheit. Geschätzte sieben Millionen Menschen leben in Südafrika mit dem HI-Virus. Jeder Fünfte zwischen 15 und 49 Jahren ist nach Angaben der Vereinten Nationen mit dem Aids-Erreger infiziert. Nur in wenigen anderen Ländern sieht es noch schlimmer aus – etwa in Botswana oder Swaziland.
Geschichte: Die Ursache des Ausbruchs ist nicht bekannt
19.08.2016 00:00
Vor 35 Jahren veröffentlichte die „New York Times“ einen Artikel über eine seltene Form von Krebs, von der offenbar nur Homosexuelle betroffen waren. Als erste Zeitung berichtete sie über eine Krankheit, die man später AIDS nennen würde. Im Nachhinein mag es überraschen, dass dieser Zeitungsbeitrag nicht auf dem Titel, sondern erst auf Seite 20 der „New York Times“ erschien. Doch als die Redaktion am 3. Juli 1981 den Artikel ins Blatt nahm, konnte niemand erahnen, dass der Fachjournalist Lawrence K. Altman hier über eine neue und sich binnen weniger Jahre zu einer globalen Katastrophe ausweitenden Epidemie berichtete, die bislang über 40 Millionen Menschen das Leben kostete.
Hepatitis B in der Schwangerschaft
19.08.2016 00:00
Sollen Hepatitis B infizierte Frauen während der Schwangerschaft antiviral behandelt werden? Es ist Zeit zum umdenken! Das Hepatitis B- Virus gehört weltweit zu den häufigsten viralen Infektionserregern. Eine chronische HBV-Infektion ist auch bei uns nicht so selten, v. a. bei Menschen mit Migrationshintergrund. Die Übertragung des Virus von einer infizierten Schwangeren auf das Ungeborene passiert hauptsächlich während des Geburtsvorgangs, kann aber auch schon intrauterin erfolgen. Ohne Maßnahmen beträgt das Risiko einer Ansteckung für das Kind 80-90 Prozent.
Kenia: Großmütter kämpfen für die Zukunft ihrer Enkelkinder
19.08.2016 00:00
Es ist ein Donnerstag. Die 73jährige Dorcus Auma steigt scheinbar mühelos den kleinen Hügel hinauf. Im Gehen webt sie einen Korb aus Sisalfasern. Von anderen Frauen, die ihr begegnen, unterscheidet sie lediglich ihr auffälliges hellblaues Kleid. Das Kleid ist die Tracht der Frauengruppe von Kagwa im entlegensten Teil von Homa Bay County am Victoriasee. Auma hat heute früh die Arbeit auf ihrer Farm erledigt, um rechtzeitig zum Treffen ihrer Frauengruppe zu kommen. Sie ist seit dem Jahr 2008 Mitglied. Damals hat sie die Obsorge für ihre drei Enkelkinder übernommen. Aids hat mir meine drei Kinder genommen, die mich mit drei Kindern in sehr verletzlichem Zustand zurückgelassen haben, erzählt Auma.
Neurologische Probleme häufig bei akuter HIV-Infektion
12.08.2016 00:00
Die akute HIV-Infektion manifestiert sich oft mit Fieber und weiteren Symptomen auf Haut, Schleimhaut oder im Gastrointestinaltrakt. Nun hat eine große, internationale Studiengruppe herausgefunden, dass neurologische Manifestationen häufiger sind als bisher angenommen. Die Studie in Kürze: Es wurden 139 Patienten mit einer ganz frischen HIV-Infektion in diese Studie eingeschlossen. Die Dauer der Infektion war knapp 3 Wochen. Diese Patienten wurden sehr ausführlich auf das Vorhandensein von neurologischen Symptomen und Befunden untersucht.
Madagaskars AIDS-Epidemie greift unbemerkt um sich
12.08.2016 00:00
Eine AIDS-Welle breitet sich unbemerkt in den besonders gefährdeten Risikogruppen Madagaskars aus, doch zu selten unterziehen sich die Betroffenen einem AIDS-Test. Das verfälscht die Statistiken. EurActiv Frankreich berichtet. Eines Morgens im November 2014 begann Lala Blut zu husten. Also brachte ihn seine Mutter zu einer Krankenstation in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo. Tuberkulose, lautete dort die Diagnose. Das Krankenhausprotokoll hat mir automatisch auch einen HIV-Test angeboten. Ich habe ihn gemacht und einen positiven Befund bekommen, erklärt er.
Hersteller begehren Zwangslizenz für AIDS-Medikament
12.08.2016 00:00
Arzneimittelhersteller begehren Zwangslizenz für AIDS-Medikament Ausgleich zwischen Monopolrecht des Patentinhabers und Gemeinwohlinteresse an Gesundheitsfürsorge. Beim 3. Senat des Bundespatentgerichts ist eine Klage anhängig, mit der die Erteilung einer Zwangslizenz an dem europäischen Patent des japanischen Pharmazieunternehmens Shionogi und Co. Ltd begehrt wird. Klägerinnen der Zwangslizenzklage beim Bundespatentgericht sind verschiedene Unternehmen der US-amerikanischen Konzerngruppe Merck und Co., die ein HIV/AIDS-Medikament mit dem Wirkstoff Raltegravir, einem Integraseinhibitor, in der Bundesrepublik Deutschland vermarkten. Integraseinhibitoren werden zur Behandlung der HIV-Infektion verwendet. Sie verhindern den Einbau der DNA des Virus in die DNA menschlicher Zellen.
Wider besseren Wissen
12.08.2016 00:00
Die Deutschen sind allgemein gut informiert über HIV und Aids, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Juni 2015 mit. Sie wissen, wie sie sich schützen können und tun das beim Sex mit neuen Partnern auch. Meistens. Denn trotzdem ist die Zahl der Erstdiagnosen laut Robert Koch-Institut in den letzten Jahren wieder leicht gestiegen, auch wenn sie im internationalen Vergleich immer noch niedrig ausfällt. Die Deutschen wissen in ihrer Mehrheit auch, dass das Virus im alltäglichen Kontakt nicht ansteckend ist und eine Infektion dank der heute verfügbaren Medikamente kein Todesurteil mehr ist.
Immuntherapie kontrolliert HI-Virus mehrere Wochen lang
12.08.2016 00:00
Sind die Antikörper eine neue Therapieoption? Eine Immuntherapie kann das HI-Virus eine Weile im Zaum halten. In einer kleinen Studie kontrollierte ein Antikörper den Aids-Erreger bis zu 19 Wochen lang, ehe die Viruslast wieder anstieg. Kombinationen aus Antikörpern könnten noch effektiver sein, vermuten die Forscher. Eine Immuntherapie kann das HI-Virus bei Menschen mehrere Wochen lang unter Kontrolle halten. In einer kleinen US-Studie hielt der Antikörper 3BNC117 den Aids-Erreger knapp zehn Wochen im Zaum, ehe die Viruslast im Blut der Patienten wieder anstieg.
Retrovirusbulletin 1/2016 erschienen
05.08.2016 00:00
Das Retrovirusbulletin wird vom Nationalen Referenzzentrum für Retroviren herausgegeben. Themen der neuesten Ausgabe des Retrovirusbulletin: Die Behandlung der akuten HIV-Infektion, Aktuelle Fortschritte der antiretroviralen Therapie, One pill a day keeps HIV -but not the doctor- away – Die PrEP, ein neuer Baustein der HIV-Prävention ...
Forscher entschlüsselt Immunantwort auf Hepatitis C
05.08.2016 00:00
obias Böttler hat den Zusammenhang zwischen T-Helferzellen und der Hepatitis C-Immunantwort erforscht. Dafür erhält er den Adolf- Kußmaul-Preis. Für seine wissenschaftliche Arbeit zur Frage, wie spezielle Immunzellen Viren unterscheiden und eine gezielte Immunreaktion auslösen können, hat Dr. Tobias Böttler aus Freiburg den Adolf-Kußmaul-Preis 2016 erhalten. Er arbeitet als Facharzt für Innere Medizin und ist Arbeitsgruppenleiter einer DFG geförderten Forschungsgruppe am Uniklinikum Freiburg.
Studie erlaubt Kindern und Teenagern Pillenpause am Wochenende
05.08.2016 00:00
Kinder, die sich vor oder nach der Geburt bei ihrer Mutter mit HIV infiziert haben, müssen lebenslang antiretrovirale Medikamente einnehmen, was vor allem Jugendlichen schwer fällt. Eine weltweite Studie, deren Ergebnisse jetzt in Lancet HIV publiziert wurden, bietet den Patienten die Option auf medikamentenfreie Wochenenden. An der BREATHER-Studie haben zwischen April 2011 und Juni 2013 insgesamt 199 Kinder aus 11 Ländern teilgenommen, die sich zumeist bei ihrer Mutter infiziert haben. Die Teilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 8 und 24 Jahre alt und die meisten hatten seit mehreren Jahren antiretrovirale Medikamente eingenommen.
Do you have a Yellow Paper?
05.08.2016 00:00
Für Asylsuchende ist das Yellow Paper ein enorm wichtiges Dokument. Ohne diese Bescheinigung erhalten sie keine freie medizinische Versorgung. Doch auch mit dem gelben Zettel in Händen gibt es oft noch Probleme, weiß Antje Sanogo, Asylsozialberaterin in München. Ich arbeite seit Anfang 2016 in der Asylsozialberatung einer Übergangsunterkunft für Flüchtlinge der Stadt München. Da die Unterkunft gerade erst eröffnet wurde, sind wir ein ganz neues Team. Mit viel Enthusiasmus stürzten wir uns die Arbeit, und diese besteht vor allem daraus, die medizinische Versorgung der Bewohner_innen zu organisieren.
Der Blutspende-Bann für Schwule könnte fallen
05.08.2016 00:00
Homosexuelle Männer sollen in der Schweiz Blut spenden dürfen – unter bestimmten Bedingungen. Die Schwulenorganisation Pink Cross begrüßt geplante Zulassung für Schwule zum Blutspenden. Heute dürfen Männer wegen der Gefahr einer Übertragung von Krankheiten kein Blut spenden, wenn sie nach 1977 je Sex mit einem Mann gehabt haben. Homosexuelle empfinden diese Regelung als diskriminierend. Blutspende SRK hält sie für nicht mehr zeitgemäss.
Wie kann die HIV-Ansteckungsrate in Gefängnissen reduziert werden?
05.08.2016 00:00
nfektionskrankheiten sind unter Gefangenen überrepräsentativ häufig verbreitet. Gefängnisse gelten als Katalysatoren für die Übertragung von HIV/AIDS und Hepatitis C. Oft geht dieses Problem mit der Drogenabhängigkeit der Häftlinge einher. Deshalb untersucht Prof. Dr. Heino Stöver, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences, mit seinem Team Harm Reduction Ansätze in Gefängnissen. Das Forschungsteilprojekt -Harm reduction and continuity of care in prisons- des ISFF ist eines von acht Arbeitspaketen des Projekts - The Joint Action on HIV and Co-infection Prevention and Harm Reduction- der Europäischen Union.
Gleiches Virus – ungleiche Chancen
14.07.2017 13:16
In reichen Ländern lässt es sich mit HIV recht lange leben. In Afrika dagegen bleibt Aids eine häufige Todesursache. Viele Meldungen zu HIV aus der jüngeren Vergangenheit klingen hoffnungsvoll: Weltweit stecken sich immer weniger Menschen an, seit dem Jahr 2000 sind die Zahlen um 35 Prozent zurückgegangen. In einigen afrikanischen Ländern wie Südafrika oder Uganda, wo Aids früher ganze Dörfer dahinraffte, zeigen Programme zur Prävention und Therapie inzwischen Erfolge. Im einstmals ebenfalls stark betroffenen Thailand gelang es, die Epidemie einzudämmen.
Vaginalring als Schutz vor HIV-Infektion?
14.07.2017 13:16
Um die Ausbreitung von AIDS zu stoppen, wäre es hilfreich, wenn man die Gefahr einer sexuellen Ansteckung verringern könnte. Jetzt haben US-Forscher ein System entwickelt, das zwei AIDS-Medikamente mit einem System zur Wirkstoffabgabe kombiniert. Die Wissenschaftler vom Oak Crest Institute of Science in Monrovia konnten erstmals zeigen, dass zwei wirksame antiretrovirale Medikamente einen vollständigen Schutz vor einer HIV- Ansteckung gewährleisten konnten, wenn sie lokal und kontinuierlich von einem intravaginalen Ring freisetzt wurden.
HIV-Test bei Baby verweigert? Mutter per Haftbefehl gesucht
14.07.2017 13:16
Wegen jahrelanger massiver Vernachlässigung ihres Babys war ein Ehepaar beim Amtsgericht angeklagt. Die Eltern sollen schon vor der Geburt des Jungen 2010 eine HIV-Erkrankung der Mutter gezielt verschwiegen, dann monatelang Aids-Tests bei dem Kind verweigert haben. Als dessen HIV- Infizierung schließlich festgestellt wurde, sollen sie die Behandlung abgebrochen und das Baby einem "Wunderheiler" vorgestellt haben - mit der Folge, dass der sechsjährige Junge wegen Hirnschäden als Schwerstpflegefall gilt. Zur Verhandlung kam es gestern nicht, weil die Mutter im Ausland ist.
Erfolge bei der Therapie – große Herausforderungen bei der Prävention
14.07.2017 13:16
Im Bereich der Therapie bei HIV-Infektionen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Das zeigen die aktuellen Zahlen, welche das UNAIDS Programm der Vereinten Nationen veröffentlicht hat. Laut dem Bericht stieg die Zahl der von HIV Betroffenen, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, um ein Drittel in den letzten zwei Jahren. Damit liegt die Zahl derzeit bei 17 Millionen. Zwei Millionen mehr, als sich die UN- Vollversammlung 2011 als Ziel bis Ende 2015 gesetzt hatte.
„Auf einmal hatte jeder Angst vor einer Ansteckung“
14.07.2017 13:16
Die Geschichte einer der größten Seuchen unserer Zeit beginnt mit einer kurzen, unscheinbaren Meldung in einem US-Fachblatt. Sie erscheint Anfang Juni 1981 und berichtet über rätselhafte Symptome bei fünf jungen, homosexuellen Männern. Dass sie an Aids leiden, wird sich erst später herausstellen. Aber da hat die Krankheit sich schon bis nach Europa ausgebreitet und zahlreiche Todesopfer gefordert. Osamah Hamouda, Aids- Experte am Robert-Koch-Institut in Berlin, hat sein gesamtes Berufsleben der Bekämpfung der Seuche gewidmet. Zurzeit beunruhigt ihn eine neue Sorglosigkeit der jungen Leute.
HIV-Behandlung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen
07.07.2017 13:16
In den letzten 15 Jahren wurden bedeutende Schritte zur Bekämpfung der HIV/AIDS-Epidemie durch Übertragungsverhinderung und Bereitstellung von Behandlungen unternommen. Erfolgsfaktoren der Regierungspolitik beinhalten durch entsprechende Infrastruktur im Gesundheitswesen umgesetzte nationale Pläne. Frauen und Kinder stehen jedoch weiterhin vor erheblichen Herausforderungen im Zugang zu Behandlungen. Sowohl die Generika- als auch die biopharmazeutische Industrie haben zur Bezahlbarkeit von antiretroviralen Medikamenten beigetragen. Dies wird durch die steigende Tendenz in der Nutzung von freiwilligen Lizenzvereinbarungen gestützt. Der Innovationserhalt wird ausschlaggebend sein, um die Ziele der Vereinigten Nationen einzuhalten.
„ANST“-Vermerk weder erforderlich noch angemessen
07.07.2017 13:16
In seinem Votum vom 5. April 2016 empfiehlt der Nationale AIDS-Beirat, die Speicherung von Angaben zu Infektionen mit HIV sowie Hepatitis B und C in polizeilichen Datenbanken zu beenden. Der NAB, ein unabhängiges Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit, wendet sich damit gegen den Zusatz -ANST- für ansteckend, mit dem personenbezogene Daten von Bürger_innen in den polizeilichen Informationssystemen versehen werden. Dies geschieht ausschließlich bei Infektionen mit HIV oder Hepatitis B und C.
Erstmals Analyse der frühesten Phase einer HIV-Infektion
07.07.2017 13:16
Die ersten Tage nach einer HIV-Infektion sind maßgeblich, denn durch die hohe Viruslast in dieser Phase ist die Gefahr einer Ansteckung für Sexualpartner extrem groß und außerdem werden in diesem Zeitraum die Weichen für den weiteren Verlauf der HIV-Infektion gestellt. DZIF- Wissenschaftler aus der Abteilung Infektionserkrankungen und Tropenmedizin der Universität München (LMU) und aus der Afrikanischen Partnerinstitution des DZIF in Tansania waren an einer prospektiven, multinationalen Studie beteiligt, die virologische und immunologische Veränderungen durch HIV untersucht hat - noch bevor klinische Symptome oder kommerzielle Tests auf eine HIV-Infektion hinweisen konnten.
Thailand stoppt die Mutter-Kind-Ansteckung mit HIV
07.07.2017 13:16
In Thailand wurde die Mutter-Kind-Übertragung von HIV fast komplett ausgelöscht. Wenn eine Frau an HIV leidet kann es vorkommen, dass sie den Virus während der Schwangerschaft an ihr Kind weitergibt. Mit Medikamenten wird dies in Thailand jedoch fast immer verhindert. Thailand hat als erstes Land in Asien die Mutter-Kind-Übertragung des Immunschwäche-Virus HIV und des Syphilis-Erregers praktisch ausgelöscht. Die Ansteckungsrate liege unter zwei Prozent, berichtete das UN-Kinderhilfswerk.
Körpereigener Faktor stärkt die HBV-Abwehr
07.07.2017 13:16
Forscher haben einen körpereigenen Faktor für die Abwehr von Hepatitis B Viren identifiziert. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben mit SAMDH1 einen körpereigenen Faktor identifiziert, der durch Interferone hochreguliert wird und die Hepatitis B Infektion hemmt. Die Erkenntnisse könnten möglicherweise für die Entwicklung neuer Therapieoptionen genutzt werden, teilt das PEI mit. Zur ersten Abwehrlinie des Organismus gegen Virusinfektionen gehört die Bildung von Restriktionsfaktoren in infizierten Körperzellen, die die Infektion und die Replikation hemmen.
Gesundheitssysteme nachhaltig stärken
30.06.2017 13:16
Mehr Anstrengungen im Kampf gegen HIV und Aids nötig. Zu den im letzten Jahr von den Vereinten Nationen beschlossenen nachhaltigen Entwicklungszielen gehört, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Zur Umsetzung dieser Zielsetzung fand im Juni 2016 ein hochrangiges Treffen der Vereinten Nationen in New York statt, an dem Staats- und Regierungschefs, Minister und weitere Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Forschung und Wirtschaft teilnehmen.
Ausgaben für Hepatitis C Medikamente gehen zurück
30.06.2017 13:16
Die Ausgaben für Arzneimittel sind im ersten Quartal dieses Jahres um zwei Prozent auf neun Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus Daten hervor, die das Dienstleistungsunternehmen IMS Health gestern in Berlin vorgelegt hat. Für den Anstieg sind insbesondere die patentgeschützten Arzneimittel verantwortlich, deren Kosten sich um 6,2 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro erhöht haben. Der Anstieg in diesem Bereich fällt allerdings geringer aus als im Jahr 2015, als die Preise für patentgeschützte Arzneimittel um 16 Prozent gestiegen waren.
Im Kampf gegen HIV, Syphilis und Co
30.06.2017 13:16
Anlaufstelle für Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten will das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin in Bochum sein. Ihre Versorgung sei häufig unzureichend. In Bochum wollen Ärzte gemeinsam mit Partnern aus dem Gesundheits- und Sozialwesen die Versorgung von Patienten mit sexuell übertragbaren Krankheiten verbessern. Das neue Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu Aufklärung, Diagnose und Therapie. Das Bundesgesundheitsministerium sieht die neue Einrichtung als Modell und finanziert für drei Jahre die wissenschaftliche Begleitung.
Russland: Kondome sorgen für HIV
30.06.2017 13:16
Eine Studie empfiehlt heterosexuellen Sex, um sich nicht anzustecken. Russische Gesundheitsexperten halten Kondome für die Hauptursache für die HIV-Epidemie. Das berichtet die russische Tageszeitung Kommersant. Sie bezieht sich auf den neuesten Bericht des RISS, dem russischen Institut für strategische Forschung. Laut Eigenbeschreibung kümmert sich das Institut um die nationale Sicherheit. Die aktuellen Ergebnisse hat RISS in der Duma bei einer Tagung über die HIV-Epidemie präsentiert.
Kinderwunsch. Natürlich.
30.06.2017 13:16
Elio, fast 50 und seit 1985 HIV-positiv, und Charlotte, knapp über 40, HIV-negativ, haben hautnah erfahren, wie aus dem einst Unvorstellbaren Realität geworden ist: Menschen mit HIV können heute auf natürliche Weise Familien gründen. Wie ist das, mit HIV eine Familie zu planen? Ist es ein medizinischer Spießrutenlauf? Welche Vorabklärungen sind notwendig, welche Nachbetreuung?
Transportables Kit könnte HIV-Schnelltest revolutionieren
23.06.2017 13:16
Groß wie eine Kaffeemaschine: Dr. Helen Lee hat ein HIV-Diagnose-Tool entwickelt, dass einfach zu transportieren ist – ideal für reisende Ärzte in armen Länder. Bisher hatten HIV-Diagnose-Geräte die Größe eines Kleinwagens: Dr. Helen Lee hat ein innovatives HIV-Schnelldiagnose-Kit entwickelt, dass die Größe einer Kaffeemaschine hat. Gewinnt sie damit den Europäischen Erfinderpreis 2016?
Hepatitis: Erste globale WHO-Strategie strebt Eliminierung bis 2030 an
23.06.2017 13:16
Die 69. Weltgesundheitsversammlung beschließt Maßnahmen zur Eliminierung von viraler Hepatitis, HIV sowie sexuell übertragbarer Infektionen. Hepatitis-Experten sehen die WHO in puncto viraler Hepatitis auf dem richtigen Weg - auch wenn es noch viele Hürden gibt. Hepatitis B und C soll nach dem Willen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum Jahr 2030 weltweit eliminiert sein. Auf ihrer 69. Weltgesundheitsversammlung verabschiedeten die Delegierten vor Kurzem in Genf die erste Globale Strategie zu viraler Hepatitis.
Reimport in die EU ausgeschlossen
23.06.2017 13:16
Billigere Arzneimittel für Entwicklungsländer. Die EU will Generikahersteller fördern - aber keine Patentverletzungen in Europa zulassen. Damit die ärmsten Entwicklungsländer Zugang zu grundlegenden Arzneimitteln erhalten und diese auch bezahlen können, hat die EU eine spezielle Verordnung erlassen. Sie soll sicherstellen, dass Präparate, die die Unternehmen dort erheblich günstiger abgeben, nicht wieder zurück in die EU kommen.
EMA: Neues Medikament erreicht alle Hepatitis C Genotypen
23.06.2017 13:16
Wenn die Europäische Kommission ihre Zustimmung erteilt, was zu erwarten ist, dann dürfte demnächst das erste Medikament eingeführt werden, dass gegen alle sechs Genotypen des Hepatitis C-Virus wirksam ist. Für die meisten Patienten in Europa dürfte jedoch ein weiteres neues Präparat ausreichen, das gegen die ersten vier Genotypen wirksam ist. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur hat am Freitag grünes Licht für zwei Kombinationspräparate gegeben.
Bluttransfusionen infizieren über 2.200 Inder mit HIV
23.06.2017 13:16
Kaum Screening in Indien. Spenden werden wegen fehlender Infrastruktur in Kliniken kaum getestet. Mindestens 2.234 Inder wurden durch kontaminierte Bluttransfusionen in Krankenhäusern allein in den vergangenen 17 Monaten mit HIV infiziert. Diese Zahlen hat die National Aids Control Organisation bekannt gegeben. Die Veröffentlichung erfolgte als Reaktion auf eine Anfrage des Aktivisten Chetan Kothari. In Indien leben mehr als zwei Millionen Menschen mit dem HI-Virus.
Europäischer Drogenbericht - HIV auf dem Rückzug
16.06.2017 13:16
„Die in Europa am meisten benutzte Droge ist Cannabis. Das populärste Stimulans ist Kokain. Bei den synthetischen Stimulanzien ist es MDMA, Ecstasy. Relativ wenige Daten über die Verbreitung gibt es bei den neuen synthetischen Substanzen“, sagte der Chef der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, Alexis Goosdeel, am Dienstag bei der Präsentation des EMCDDA-Jahresberichtes 2016.
17 Millionen HIV-Kranke erhalten Therapie
16.06.2017 13:16
Dank der weltweiten Ausweitung der Medikamenten-Therapie verringern sich die Todesfälle als Folge von Aids immer mehr. Die Vereinten Nationen melden Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen. Inzwischen erhalten 17 Millionen Männer, Frauen und Kinder eine lebensverlängernde Therapie, zwei Millionen mehr als vor einem Jahr, teilte das Hilfsprogramm UNAIDS am Dienstag in Genf mit. Im Jahr 2010 waren erst rund 6,5 Millionen Infizierte therapiert worden.
Hohe STI-Raten bei schwulen Männern unter PrEP
16.06.2017 13:16
Hohe STI-Raten bei schwulen Männern unter PrEP sprechen für häufige Kontrollen. Bei einer HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe, PrEP, nehmen HIV-Negative HIV-Medikamente, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Das HIV-Risiko beim Sex ohne Kondom ist dann extrem gering. Häufig wird aber die Sorge geäußert, dass mehr Sex ohne Kondom auch mehr Geschlechtskrankheiten, kurz: STIs für sexually transmitted infections, bedeutet. Dieser Artikel zeigt: Die STI-Raten bei Männern, die Sex mit Männern haben, stiegen schon vor der Einführung der PrEP.
Innovatives Onlineprojekt: Wie ein Londoner Krankenhaus HIV aufspürt
16.06.2017 13:16
HIV-Infektionen nehmen in Europa vor allem bei homosexuellen Männern stark zu - aber längst nicht alle wissen von dem Virus in ihrem Körper. Ein Krankenhaus aus London ist mit einem Onlineprojekt deshalb neue Wege gegangen. Es waren keine guten Nachrichten, die im vergangenen November die Runde machten: In Europa hat die Zahl der HIV-Neuinfektionen zugenommen. Im stark betroffenen Osten Europas wird das Virus unter Heterosexuellen weitergegeben, in der restlichen Europäischen Union stecken sich vor allem homosexuelle Männer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr an.
Ganze Generationen sterben an Aids
16.06.2017 13:16
Weltweit suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen HIV. Mittlerweile gibt es einige hoffnungsvolle Ansätze für eine mögliche Impfung. In den westlichen Industrienationen ist Aids in den vergangenen Jahren zunehmend aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten. Denn eine Infektion mit dem HI-Virus bedeutet hier in der Regel kein Todesurteil mehr, sondern lässt sich mit einer Kombination hochwirksamer Medikamente auf dem Status einer chronischen Erkrankung in Schach halten; die Lebenserwartung gut behandelter HIV-positiver Patienten unterscheidet sich so kaum noch von der gesunder Menschen.
Gibt es bald einen HIV-Impfstoff?
09.06.2017 13:16
Im November startet in Südafrika eine groß angelegte eines HIV-Impfstoffes. Forscher wollen dabei herausfinden, ob das von ihnen entwickelte Serum, die Chancen sich mit HIV zu infizieren über einen längeren Zeitraum maßgeblich mindern kann. Sie selbst beschreiben ihr Ziel so: Wir möchten testen, ob unsere Impfung sicher ist, vom Körper gut angenommen wird und Erwachsenen in Südafrika helfen kann, sich vor einer HIV- Infektion zu schützen.
HIV-Test bei Frauen oft zu spät
09.06.2017 13:16
Bei Männern wird eine HIV-Infektion meist früher entdeckt als bei Frauen. Jede Zweite befindet sich schon im fortgeschrittenen Stadium, wenn HIV festgestellt wird. Viele Frauen erfahren erst, dass sie HIV-positiv sind, wenn lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten. Oft schöpfen Ärzte und die Frauen selbst über lange Zeit sogar dann keinen Verdacht, wenn bereits hartnäckig wiederkehrende, schwere Infektionen oder sehr rasch wachsende Krebserkrankungen aufgetreten sind.
Diskriminierung schwuler Männer erhöht HIV-Risiko
09.06.2017 13:16
Tag gegen Homophobie: Deutsche AIDS-Hilfe legt Studie zum Schutzverhalten vor. Fazit: Antidiskriminierungsarbeit ist unverzichtbar - vor allem in Schulen. Klare Absage an AfD und Co. Diskriminierung schadet der Gesundheit schwuler und bisexueller Männer und erhöht ihr Risiko, sich mit HIV zu infizieren und an Aids zu erkranken. Dies geht aus der Studie -Schwule Männer und HIV/Aids- hervor, für die der Sozialwissenschaftler Jochen Drewes und der Psychologe Martin Kruspe knapp 17.000 Männer befragt haben.
AIDS bedroht Venezuelas indigene Gemeinde des Warao Volkes
09.06.2017 13:16
Dieser Artikel handelt von dem ersten Teil einer Untersuchung, die von Minerva Vitti durchgeführt wurde. San Francisco de Guayo, ein indigenes Dorf an der äußersten nordöstlichen Spitze Venezuelas, im Orinoco Flussdelta gelegen: Als der Priester Monsignor Felipe González die Einwohner aufforderte die Symptome zu beschreiben, an denen die Menschen litten bevor sie starben, nannten alle Fieber, Durchfall, Gewichtsverlust, Schwäche und Schwindel. Keiner von ihnen erwähnte den Namen der Krankheit, die all diese Symptome aufweist.
Nervenschäden bei HIV
09.06.2017 13:16
Meist wird nur im Blut nachgeschaut. Das ist ein Fehler! HIV kann auch Gehirn und Nervensystem schädigen. Informationen über die Viruslast im Liquor sind nur über eine Lumbalpunktion zu erhalten. Doch die werde in Deutschland viel zu wenig angewandt, kritisiert Professor Gabriele Arendt von der Uniklinik Düsseldorf. Ein Interview.
Neuer HIVreport: Syphilis: Hintergründe zur Zunahme der Diagnosen
01.01.1970 01:00
Themen: Epidemiologie¦Städte, in denen Syphilis am häufigsten vorkommt¦Zunahme der Neudiagnosen bei MSM¦HIV-positive MSM und Syphilis¦Diagnostik¦ Sexualanamnese / Beratung¦Syphilistest: wohin am besten?¦Empfehlungen zur Prävention¦Interview Dr. C. Schuler.
HIV-Medikament oder Kondom?
01.01.1970 01:00
Ich saß in der U-Bahn von Brooklyn nach Manhattan und traute meinen Augen nicht. An der Wand des Zugs hing ein riesiges Inserat, auf dem sinngemäß Folgendes stand: Es gibt eine Pille, die dich vor HIV schützt. Sogar der Fachausdruck PrEP war angegeben. Die Abkürzung steht für Präexpositionsprophylaxe, wobei die Exposition im Fall von HIV fast immer Sex ist.
Aus "Gib' Aids keine Chance" wird "Liebesleben"
01.01.1970 01:00
Fast 30 Jahre lang klärte die Kampagne "Gib' Aids keine Chance" über die HIV-Infektion auf und zeigte, wie man sich davor schützen kann. Mitte Mai wird die Marke nun abgelöst von der neuen Kampagne "Liebesleben". Dies teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit. Die neuen Werbemittel sollen nicht mehr hauptsächlich über Aids, sondern stärker über alle sexuell übertragbaren Krankheiten informieren.
115.000 Euro Schmerzensgeld für eine HIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Weil er sie mit dem HI-Virus infiziert hat, muss ein Münchner seiner früheren Freundin 115.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Das hat die 23. Zivilkammer am Landgericht München I am Mittwoch entschieden. Dieser Betrag könne in Zukunft aber noch höher werden, betont das Gericht. Denn die weitere Entwicklung der Immunschwächekrankheit sei derzeit nicht zu überblicken. Das Gericht geht in seinem Urteil jedoch davon aus, dass der Mann nicht vorsätzlich, sondern fahrlässig gehandelt hatte.
Rumänische Albträume
01.01.1970 01:00
Kürzungen bei der HIV-Prävention haben die Epidemie in Rumänien neu aufleben lassen. Betroffen sind vor allem diejenigen, die am äußersten Rand der Gesellschaft leben: DrogengebraucherInnen auf der Straße. Tomaso Clavarino hat sie besucht.
Immuntherapie nutzt erstmals das angeborene Immunsystem
01.01.1970 01:00
Das HIV-Medikament Maraviroc blockiert das Oberflächeneiweiß CCR5. Dadurch werden die Makrophagen in der Leber aktiviert die Metastasen zu bekämpfen. Eine Darmkrebserkrankung mit Metastasen ist schwer zu behandeln. Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen und des Universitätsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben jetzt herausgefunden, dass sich die Metastasen das Immunsystem zum Komplizen machen.
Antikörper schützen Affen über Monate vor Ansteckung
01.01.1970 01:00
Die Gabe von speziellen Antikörpern schützt nach einer neuen Studie Makaken über Monate vor einer Variante des Aids-Erregers HIV. Die amerikanischen Forscher hatten die Affen einmalig mit jeweils einem bestimmten Antikörper-Typ behandelt und sie anschließend wöchentlich dem Erreger ausgesetzt. Das Team um Malcolm Martin vom nationalen Institut für Allergie und Infektionskrankheiten in Bethesda, Maryland, fand dabei heraus, dass die Antikörper-Behandlung die Tiere bis zu 23 Wochen lang vor einer Ansteckung bewahren kann.
Lebertransplantation: Erstmals zwischen HIV-Infizierten durchgeführt
01.01.1970 01:00
Die Universitätskliniken Genf haben die weltweit erste Lebertransplantation zwischen zwei HIV-Infizierten durchgeführt. Sechs Monate nach der Operation geht es dem Empfänger des Organs gut. Ohne diese Transplantation wäre ich heute vielleicht nicht hier, sagte der Patient am Montag an einer Pressekonferenz in Genf. Er habe zehn Kilogramm zugenommen und neue Lebensfreude gewonnen, fügte er hinzu. Der Familie des Organspenders gegenüber sprach er seinen Dank aus.
HIV-bezogene Faktoren erhöhen das Schlaganfallrisiko
01.01.1970 01:00
HIV-bezogene Risikofaktoren scheinen das Risiko eines Schlaganfalls – das plötzliche Absterben von Hirnzellen infolge zerstörter oder verstopfter Blutgefäße im Gehirn – zu erhöhen. Das legen immer mehr Ergebnisse aus großen epidemiologischen Kohortenstudien nahe. Aktuelle Daten aus fünf solcher Studien wurden im Februar 2016 im Rahmen der ersten Poster-Diskussion zum Thema Schlaganfall auf der Bostoner Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections präsentiert.
Hepatitis C – Update 2016
01.01.1970 01:00
Etwa 25 Jahre nach ihrer Entdeckung scheint die Hepatitis C Virusinfektion ihren Schrecken verloren zu haben. In Deutschland sind seit 2014 Medikamente zugelassen worden, mit denen quasi jeder Betroffene geheilt werden könnte. Wird die Infektionskrankheit jetzt also eliminiert oder gibt es noch ungelöste Probleme? In Deutschland leben, je nach Schätzung, 100 bis 300.000 chronisch HCV-infizierte Menschen und 5 bis 6.000 neue HCV- Diagnosen werden dem Berliner Robert Koch-Institut jährlich gemeldet.
Jeder in Gesundheit investierte Euro hat sich fünffach ausgezahlt
01.01.1970 01:00
Fallende Preise und das Auslaufen medizinischer Patente verbessern den Zugang zur Behandlung von weit verbreiteten Krankheiten in Afrika, meint Philippe Duneton in einem Interview mit EurActiv Frankreich. Philippe Duneton ist Stellvertretender Exekutivdirektor von UNITAID, einer internationalen Organisation, die den Zugang zur medizinischen Behandlung von AIDS, Malaria und Tuberkulose in Ländern mit geringem Einkommen zu verbessern versucht.
Neuer HIVreport erschienen
01.01.1970 01:00
Zwei Studien zu Vaginalringen als HIV-Prävention erreichen gerade so die 30% Marke für den Schutzeffekt. Ab diesem Wert beginnt man über die Einführung einer Präventionsmethode nachzudenken. nachzudenken. Einer Studie musste man rechnerisch noch nachhelfen und zwei schlecht abschneidende Zentren aus der Analyse nehmen. Thema des HIVreport 2016 / 1 ist die HIV-Prävention mit Vaginalringen.
HIV-Selbsttests sollen Kampf gegen Aids unterstützen
01.01.1970 01:00
HIV-Selbsttests sollen künftig in China leichter erhältlich sein, um so viele Menschen wie möglich zu diagnostizieren und ihnen eine rechtzeitige Behandlung anzubieten. Dies gab Chinas führender AIDS-Spezialist in einem exklusiven Interview mit China Daily bekannt. Alle Verkaufsstellen, von Online-Shopping-Plattformen bis hin zu Drogerien würden im Rahmen der voraussichtlich in Kürze beginnenden Initiative angesprochen, erklärte Wu Zunyou, ohne jedoch ein genaues Startdatum zu nennen.
Richtig oder falsch? 7 Mythen über HIV/AIDS
01.01.1970 01:00
Richtig oder falsch? 7 Mythen über HIV/AIDS, die noch immer für wahr gehalten werden. Ein HIV-Aktivist klärt die Menschen in der mobilen Klinik von Ärzte ohne Grenzen über die Übertragung des Virus auf. Ärzte ohne Grenzen veröffentlicht heute den Bericht Out of Focus: Denn beim weltweiten Kampf gegen HIV und AIDS dürfen zahlreiche Länder in West- und Zentralafrika nicht länger vernachlässigt werden. Mehr als ein Viertel der Menschen, die 2014 weltweit an den Folgen von HIV und Aids starben, stammte aus diesen Ländern. Und fast die Hälfte aller Kinder, die weltweit mit HIV geboren werden, kommen in West- und Zentralafrika auf die Welt.
Phase IIa Studie mit ABX464 für HIV/AIDS in Spanien
01.01.1970 01:00
ABIVAX erhält Genehmigung zum Start einer zweiten klinischen Phase IIa Studie mit ABX464 für HIV/AIDS in Spanien. Studie soll nach Absetzen der Behandlung mit ABX464 eine lang anhaltende Reduktion der Viruslast bei Patienten zeigen, deren Erkrankung bislang durch tägliche Verabreichung von Darunavir / Ritonavir kontrolliert wurde. Erste Ergebnisse für das vierte Quartal 2016 erwartet.
EMA untersucht Sicherheit von Hepatitis C Medikamenten
29.04.2016 00:00
Kann eine Behandlung der Hepatitis C zur Reaktivierung einer latenten Hepatitis B führen? Diesem Verdacht geht derzeit der Pharmakovigilanz Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur nach. Er prüft außerdem, ob die Behandlung das Wachstum von Leberkrebs fördern könnte. Im März hatte die EMA eine Überprüfung von sechs direkt antiviral wirkenden Hepatitis C Medikamenten bekannt gegeben. Allen ist gemeinsam, dass sie eine erfolgreiche Therapie der Hepatitis C auch ohne Interferon ermöglichen.
Kosten der HCV Therapie: Kein Thema für Mediziner
29.04.2016 00:00
Das könnte man wohl meinen. Denn es kamen grad mal sechs Personen zu diesem ausgezeichneten Referat. Doch es lohnte sich: Graham Cooke, hat in seinem gut referenzierten Referat kein Blatt vor den Mund genommen. Er hat relativ überzeugend gezeigt, dass wir angesichts der hohen Preise der HCV-Medikamente die HCV-Epidemie vermutlich kaum unter Kontrolle bringen können.
Warum ist das Immunsystem nicht in der Lage, HIV zu bekämpfen?
29.04.2016 00:00
Warum ist das Immunsystem nicht in der Lage, HIV zu bekämpfen? Eine internationale Forschergruppe unter wesentlicher Beteiligung des Paul-Ehrlich-Instituts hat mit NLRX1 einen zellulären Faktor menschlicher Zellen identifiziert, der für die Vermehrung des Humanen Immundefizienzvirus unverzichtbar ist. Offenbar kommt ihm eine Schlüsselrolle bei der Hemmung des angeborenen Immunsystems gegenüber HIV-1 zu. Die Bedeutung von NLRX1 für die Vermehrungsfähigkeit von HIV-1 und die Hemmung des Immunsystems gegenüber HIV-1 waren bisher nicht bekannt. Damit ist NLRX1 eine interessante Zielstruktur für die Entwicklung von Therapien gegen HIV-1. Über die Forschungsergebnisse berichtet Cell Host Microbe in seiner Online-Ausgabe.
HIV und Recht: Lasst die Wissenschaft sprechen
29.04.2016 00:00
Tut sich etwas in Sachen Strafbarkeit einer -möglichen- HIV-Übertragung? Einige Urteile der letzten Zeit scheinen darauf hinzudeuten. Dirk Ludigs sprach mit Jacob Hösl, Rechtsanwalt und Experte für HIV und Strafrecht. Warum ist eine HIV-Übertragung und sogar eine mögliche Übertragung strafbar? Für Grippe oder Syphilis gilt das nicht, dabei sind das doch auch potenziell tödliche Krankheiten.
Genom-Editing soll Embryonen resistent gegen HIV machen
22.04.2016 00:00
llen Forderungen nach einem Moratorium zum Trotz hat zum zweiten Mal eine chinesische Forschergruppe das Erbgut von Embryonen mittels Genom-Editing verändert. Die im Journal of Assisted Reproduction and Genetics vorgestellten Ergebnisse zeigen erneut, dass die Technik für den klinischen Einsatz nicht ausgereift genug ist.
HIV-Adherence: Wie viel ist gut genug
22.04.2016 00:00
Wir wissen, dass eine HIV-Therapie so zuverlässig wie nur möglich eingenommen werden soll. Es geht darum, die Entwicklung von Resistenten Viren zu verhindern. Vermutlich ist dies vor allem zu Beginn der Behandlung ganz wichtig. Denn wenn das Virus mal über längere Zeit supprimiert war, dann zeigt sich in der Erfahrung, dass die ganz regelmäßige Einnahme der Therapie nicht mehr so wichtig ist. Doch wie viel Nachlässigkeit toleriert das Virus noch?
Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer STI
22.04.2016 00:00
Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf einer Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen -BIS 2030 - Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend- beschlossen. Die vom Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam vorgelegte Strategie wird nun Bundestag und Bundesrat zugeleitet.
Turkmenistan: HIV-Test für Heiratswillige verpflichtend
22.04.2016 00:00
HIV-Tests auch für Blutspender, Häftlinge und mutmaßliche Drogenabhängige vorgeschrieben. Wegen der zunehmenden Ausbreitung des Immunschwächevirus hat Turkmenistan verpflichtende HIV-Tests vor der Eheschließung eingeführt. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Mittwoch in einer staatlichen Zeitung veröffentlicht. Die ab sofort geltende Regelung ziele darauf ab, Voraussetzungen für gesunde Familien zu schaffen und der Geburt von HIV-infizierten Kindern vorzubeugen.
Ist der Schlüssel zur HIV-Impfung gefunden?
22.04.2016 00:00
Forscher haben im Blut von HIV-Patienten spezielle Helferzellen gefunden: Damit ist die Suche nach einem Impfstoff einen großen Schritt vorangekommen. Die Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV ist möglicherweise einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Im Blut konnten Forscher an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen erstmals eine kleine Population körpereigener Zellen auffindbar machen, so genannte T-follikuläre Helferzellen.
Sexuell übertragbare Infektionen eindämmen
15.04.2016 00:00
Keine Entwarnung trotz fallender Infektionszahlen bei HIV: Das Bundeskabinett will mit einer neuen Strategie gegen sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Hepatitis vorgehen. Bis 2030 sollen die weltweite AIDS-Epidemie beendet sein. Eine vom Bundesgesundheits- und Entwicklungsministerium entwickelte Strategie soll dazu beitragen. Die Regierung sieht auch in Deutschland erheblichen Handlungsbedarf. Im Jahr 2005 hatte die Bundesregierung erstmals eine HIV/AIDS-Bekämpfungsstrategie verabschiedet, am Mittwoch nun stellte sie ihren Ansatz zur Eindämmung verschiedenster sexuell übertragbarer Infektionen vor.
Kann das Immunsystem HIV lebenslang unterdrückt halten?
15.04.2016 00:00
Es gibt selten, cirka einer auf 300, HIV-infizierte Menschen, bei denen man im Blut nie HIV-Virus oder nur in ganz tiefen Konzentrationen findet, obwohl diese keine Therapie einnehmen. Man nennt dieses Phänomen auch Elite Controllers. Diese Menschen verzichten auf eine HIV-Therapie, denn Ihr Immunsystem tut das, was es auch bei anderen Infektionserregern erfolgreich tut: Unterdrückt halten, Schaden durch Virus verhindern.
Genvoya bei HIV-Infektion
15.04.2016 00:00
Genvoya bei HIV-Infektion: Bei einigen erwachsenen Patienten überwiegen positive Effekte, bei anderen negative. Für Jugendliche sowie vorbehandelte Erwachsene mit Umstellungsindikation fehlen Daten. Die Fixkombination aus den Wirkstoffen Elvitegravir, Cobicistat, Emtricitabin und Tenofoviralafenamid ist unter dem Handelsnamen Genvoya seit November 2015 als Therapie für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, die mit dem Humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 infiziert sind. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nun untersucht, ob diese Wirkstoffkombination Patientinnen und Patienten einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet.
HIV-positive Kinder und Jugendliche: Zusatznutzen von Rilpivirin nicht belegt
15.04.2016 00:00
Hersteller legt nur Daten aus einarmiger Studie vor und führt auch keinen indirekten Vergleich durch. Der Wirkstoff Rilpivirin ist als Monopräparat unter dem Handelsnamen Edurant bereits seit 2011 für Erwachsene zugelassen, die mit dem Humanen Immundefizienz-Virus Typ 1 infiziert sind. Seit November 2015 dürfen auch HIV-1-infizierte Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren mit Rilpivirin behandelt werden, sofern sie noch keine andere antiretrovirale Therapie erhalten haben und ihr Blut pro Milliliter höchstens 100.000 Kopien der viralen RNA enthält.
HIV: Heilung durch Genschere?
15.04.2016 00:00
Eines ist sicher: Wenn wir HIV Heilen möchten, dann braucht es einige genetische Manipulationen der Zellen. Doch wenn es gelingt, wird einigen Kritikern der Gen-Technologie der Wind aus den Segeln genommen. Ein Deutsches Forscherteam präsentiert einen interessanten Ansatz, mit dem – wenn alles gut geht – eine allerdings aufwändige Methode das HIV-Virus längerfristig aus der Menschlichen Zelle herausgeschnitten wird.
Blut per Drohne zum HIV-Test
08.04.2016 00:00
Einsatz beim Militär, als Lieferant oder als Kamera-Halterung – damit werden Drohnen meist verbunden. Im afrikanischen Malawi sind die Fluggeräte im Dienste der Gesundheit unterwegs. Unbemannte Fluggeräte könnten in Zukunft Blutproben für HIV-Tests in ein Labor fliegen. Malawi ist eines der ersten Länder, das Drohnen für medizinische Zwecke einsetzen will.
Wichtige Rolle bei Neuro-AIDS?
08.04.2016 00:00
Neuer körpereigener HIV-Hemmer entdeckt. Das HI-Virus zerstört nicht nur das Immunsystem, sondern verursacht bei mehr als der Hälfte aller Infizierten auch neurologische Erkrankungen, die zusammenfassend als Neuro-AIDS bezeichnet werden. Die damit verbundenen Einschränkungen, wie Geh- und Sprachstörungen, Lähmungen oder Demenz, sind nicht leicht zu behandeln, da nicht alle antiretroviralen Medikamente die so genannte Blut- Hirnschranke passieren können.
Der andere Krieg der Ukraine
08.04.2016 00:00
Mit der Ausweitung der Kämpfe in der Ostukraine nimmt auch die HIV-Epidemie wieder Fahrt auf. Von der verheerenden Situation im Donbass und ihren Auswirkungen auf die gesamte Ukraine. Anatoli sitzt auf seinem Bett und sieht fern. Er ist erst vor zwei Tagen in Krasnoarmijsk angekommen und hat die Grenze zwischen der Ukraine und der Volksrepublik Donezk zu Fuß überquert. Trotz eines augenscheinlichen Waffenstillstands befindet sich die Grenzregion mitten in einem Krieg, einem Krieg, der die Leute kaputtmacht und sowohl Tod als auch Zerstörung mit sich bringt.
KIT2016
08.04.2016 00:00
Der KIT will als größter deutschsprachiger Kongress für Infektiologie und Tropenmedizin die vielfältigen Themen interdisziplinär aufgreifen. Daher richtet sich der Kongress gleichermaßen an Kliniker verschiedener Fachdisziplinen in der stationären Krankenversorgung und im niedergelassenen Bereich, an Basiswissenschaftler und an klinische Forscher.
Frauen: Mehr erfolgreiche Behandlungen in Deutschland
08.04.2016 00:00
HIV-infizierte Frauen werden in Deutschland inzwischen besser behandelt als noch vor acht Jahren. Das hat eine Studie unter anderem der 3A Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter in Berlin ergeben. Die Wissenschaftler haben die Daten von 781 HIV-positiven Frauen analysiert, die von Oktober 2014 bis November 2015 in Deutschland behandelt wurden, und mit Daten von 2008 verglichen.
China: Übertragung von AIDS von Mutter auf Kind eliminieren
01.04.2016 00:00
Michel Sidibe, Geschäftsführer von UNAIDS, sagte am Freitag, Chinas Leistung im Bereich der Vorbeugung und Behandlung von AIDS sei eine der besten weltweit gewesen. China werde wahrscheinlich das nächste Land werden, in dem die Übertragung von AIDS von Mutter auf Kind eliminiert werde. Sidibe unterzeichnete am Freitag mit dem Präsidenten der Nachrichtenagentur Xinhua, Cai Mingzhao, ein neues strategisches Kooperationsmemorandum, in dem die beiden Seiten versichern, die Kooperation in Bereichen wie soziale Medien zu stärken, um gemeinsam zum Kampf gegen AIDS beizutragen.
Kaum mehr resistente Viren
01.04.2016 00:00
Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie hat schon viele wichtige Informationen zum Thema HIV und Aids geliefert. Die neuste Erkenntnis zeigt, was eine optimale HIV-Therapie bewirken kann. HIV-Infizierte in der Schweiz können heute mit einer antiretroviralen Therapie so behandelt werden, dass keine resistenten Viren entstehen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Schweizerischen HIV-Kohorte, die die Resistenzentwicklung systematisch überwacht.
Der alternde HIV-Patient bringt neue Herausforderungen
01.04.2016 00:00
Die Lebenserwartung HIV-infizierter Menschen hat sich deutlich verbessert. Jetzt muss zunehmend mit alters- und HIV-bezogenen Komorbiditäten gerechnet werden. Die HIV-Infektion hat sich von einer rasch progredienten in eine chronisch verlaufende Krankheit gewandelt. Immer mehr der Patienten erreichen das 50. Lebensjahr. Forscher prognostizieren eine Lebenserwartung von 70 bis 80 Jahren, wenngleich die Lebensspanne der Durchschnittsbevölkerung nicht erreicht wird. Zunehmend wird man sich also mit diversen Komorbiditäten dieser Patienten auseinandersetzen müssen.
HIV-Infektion bald heilbar?
01.04.2016 00:00
Bei der Behandlung von HIV-Patienten ist vieles in Bewegung - und neue Forschungsergebnisse wecken die Hoffnung auf Heilung. Hoffnung auf Heilung und gar der Abschied von Aids wurden im Februar in den Medien verkündet. Anlass für die Schlagzeilen war eine Publikation von Forschern des Heinrich-Pette-Instituts Hamburg und der TU-Dresden. Die Wissenschaftler haben ein Enzym so verändert, dass es gezielt die provirale DNA der meisten HI-Viren aus der DNA der Wirtszelle herausschneiden kann.
Wie Infekte mit Viren chronisch werden
01.04.2016 00:00
Forscher haben möglicherweise einen Ansatz für neue Therapien bei Virusinfektionen entdeckt - auch bei einer Infektion mit HIV. Manche Virusinfektionen, etwa die mit HIV, neigen dazu, chronisch zu werden. Bei den Betroffenen reicht die Immunantwort nicht aus, um das Virus dauerhaft zu eliminieren. Forscher der Universität Bonn haben nun mit Kollegen der Uni Köln und der TU München einen Immunfaktor identifiziert, der bei der Chronifizierung von Bedeutung ist, teilt die Universität Bonn mit. Ihre Ergebnisse machten auch Hoffnung auf neue Therapieansätze.
Forscher vermuten bisher unentdecktes Virenversteck im Körper
01.01.1970 01:00
Als eine der großen Erfolgsgeschichten in der modernen Medizin gilt die Einführung der HIV-Kombinationstherapie Mitte der Neunzigerjahre, die bisher unzähligen Infizierten das Leben rettete: Dabei versetzt ein Cocktail aus verschiedenen Medikamenten die tödlichen Viren in einen schlafähnlichen Zustand und unterdrückt deren Vermehrung. So der allgemeine Erkenntnisstand. Dem widersprechen Mediziner vom Universitätsklinikum der FAU. Sie konnten nachweisen, dass das HI-Virus trotz Therapie weiterhin hochaktiv ist.
Kryptokokken-IRIS ist jetzt erklärbar
01.01.1970 01:00
Forscher haben diejenigen Zellen identifiziert, die für ein lebensbedrohliches Entzündungssyndrom - die Kryptokokken-IRIS - unter einer Aids-Therapie verantwortlich sind. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen wichtigen Beitrag bei der Erforschung eines bisher rätselhaften, lebensbedrohlichen Entzündungssyndroms geleistet, das oft bei der Aids-Therapie auftritt, teilt die Uni Leipzig mit. Sie analysierten die Mechanismen, die zu dieser unkontrollierten Entzündungsreaktion führen.
HIV-positive MSM in Europa: Dramatische Zunahme des Testens auf Hepatitis C
01.01.1970 01:00
In der Schweiz gab es zwischen 1998 und 2011 einen starken Anstieg von Hepatitis C Infektion bei HIV-positiven schwulen Männern. Dies zeigten Wandeler et al. 2012 anhand von Daten der Schweizer Kohortenstudie. In Anbetracht der inzwischen guten Behandelbarkeit der Hepatitis C stellt sich in vielen Ländern die Frage, ob ähnliche Trends bestehen. Christoph Boesecke aus Bonn und Kollegen sind dieser Frage nachgegangen und haben gleich in ganz Europa geschaut.
HIV-Versorgung auf konstant hohem Niveau
01.01.1970 01:00
Einen aktuellen Überblick über das Qualitätsniveau der HIV und Aids Versorgung gibt der jüngst veröffentlichte Qualitätsbericht der KBV. Grundlage der qualitätsgesicherten Versorgung von Patienten mit HIV und Aids ist die Qualitätssicherungsvereinbarung, die am 1. Juli 2009 in Kraft getreten ist. Danach bedürfen teilnehmende Ärzte einer besonderen Genehmigung. Ihre Zahl ist im Lauf des Jahres 2014 per Saldo um acht auf 301 im gesamten Bundesgebiet gestiegen, wie aus dem Qualitätsbericht der KBV hervorgeht.
Simbabwe: Antiretrovirale Medikamente, aber keine Nahrung
01.01.1970 01:00
HIV-positive Menschen leiden besonders unter der anhaltenden Dürre. Silindiwe Moyana ist eine HIV-positive Mutter aus Chipinge im Osten von Simbabwe. Wie viele Bürger befürchtet sie, dass sie und ihre Familie aufgrund der anhaltenden Dürre dieses Jahr nicht überleben werden. Für HIV- infizierte Menschen ist eine vollwertige und ausgewogene Ernährung besonders wichtig, damit sie die Medikamente vertragen.
Gelbe Augen bei HIV-Therapie: Kein Problem
01.01.1970 01:00
Es ist vielleicht nur ein kleiner Hinweis wert, aber doch interessant. Wir wissen, dass eine HIV-Therapie mit Atazanavir bei einigen Patienten zu einer Bilirubin-Erhöhung und z.T. zu gelben Augen führt. Dies dürfte harmlos sein.
Die späte Diagnose Aids
01.01.1970 01:00
Etliche Menschen leben jahrzehntelang, ohne zu wissen, dass sie das HI-Virus in sich tragen und schwer erkrankt sind. Wie Claudia K. Ihr erster Gedanke war: Das ist bizarr. Wann, bitteschön, soll ich mich denn infiziert haben? Warum ausgerechnet ich? Die Diagnose, die ihr Arzt ihr mitteilte, lautete: Aids im Endstadium. Heute fährt Claudia K. wieder Fahrrad und steigt jede Treppe hoch. Sie geht ihrer Arbeit nach, trifft Freunde, fährt in den Urlaub, plant ihre Zukunft.
Radiergummi für Aids-Viren
01.01.1970 01:00
Forscher aus Hamburg und Dresden können HIV-Gene aus dem Erbgut von Blutzellen schneiden. Ob sich das in eine Therapie umsetzen lässt, wird aber bezweifelt. Seit 20 Jahren können Ärzte die Vermehrung des Aids-Virus HIV mit einem Cocktail aus Medikamenten soweit begrenzen, dass genug Immunzellen übrig bleiben und die Patienten überleben. Doch wer einmal mit HIV infiziert wurde, darf diese „Antiretrovirale Therapie“ (ART) für den Rest seines Lebens nicht unterbrechen. Denn HIV ist ein Virus, das eine Kopie seiner Gene ins Erbgut menschlicher Zellen schreibt. Aus diesem Versteck heraus können immer wieder neue Viren gebildet werden.
Endpunkte der Phase-III-Studie ONCEMRK erreicht
01.01.1970 01:00
In der Phase-III-Studie ONCEMRK wurde die einmal tägliche Gabe des Integrasehemmers Raltegravir in einer neuen, noch nicht zugelassenen Formulierung zusammen mit der Fixkombination Tenofovirdisoproxil 245mg / Emtricitabin 200mg bei therapienaiven HIV-1-Patienten untersucht.
Antidepressivum verbessert kognitive Funktion bei HIV-Infizierten
01.01.1970 01:00
Das Antidepressivum Paroxetin hat in einer kleinen randomisierten Studie die kognitiven Funktionen von Patienten mit einer HIV- assoziierten neurokognitiven Störung verbessert. Die Ergebnisse wurden auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Boston vorgestellt. Im Verlauf einer HIV-Infektion kommt es bei vielen Patienten zu neurokognitiven Störungen, die unter einer effektive antiretrovirale Therapie nicht verhindert werden können. Als Ursache werden Entzündungsreaktionen auf eine HIV-Infektion des Gehirns vermutet.
Präexpositionsprophylaxe mit Maraviroc effektiv
01.01.1970 01:00
Die Kombination aus Tenofovir und Emtricitabin, die in den USA seit 2012 als Truvada zugelassen ist, ist nicht die einzige effektive Präexpositionsprophylaxe. Nach einer Studie der National Institutes of Health, die auf der Fachtagung CROI 2016 vorgestellt wurde, sind auch Maraviroc-basierte Therapien effektiv. Der CCR5-Antagonist Maraviroc hemmt den Eintritt von HI-Viren in die Zelle. Das Medikament hat deshalb einen anderen Wirkmechanismus als Tenofovir und Emtricitabin, die als Reverse-Transkriptase-Inhibitoren die Replikation der Viren in der Zelle hemmen. Maraviroc ist für die Präexpositionsprophylaxe auch deshalb interessant, weil das Mittel nur selten Resistenzen verursacht.
Mehrsprachiges Webportal informiert zu sexueller Gesundheit
01.01.1970 01:00
Wichtige Informationen, einfach und verständlich präsentiert. Die neue Website www.zanzu.de bietet verständlich präsentierte Informationen rund um Körperwissen, Beziehungen, Schwangerschaft und Geburt, Verhütung, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Zudem erklärt es die Rechte und Gesetze in Deutschland. Alle Informationen sind in 13 Sprachen verfügbar, darunter Arabisch, Bulgarisch und Albanisch.
CROI 2016
01.01.1970 01:00
Zentrale Themen auf der diesjährigen Konferenz sind Heilung, Prävention und PrEP. Aber auch zu neuen Substanzen werden spannende Neuigkeiten erwartet ebenso wie zur Behandlung der Hepatitis C.
Hepatitis C: Screening könnte Infektionen deutlich eindämmen
01.01.1970 01:00
Durch ein konsequentes Screening ließen sich Hepatitis C Infektionen in Deutschland bis 2040 nahezu verhindern und die Gesamtkosten drastisch reduzieren. Seit der Zulassung der Wirkstoffe der zweiten DAA-Generation liegt die Heilungsquote bei Hepatitis C Infizierten bei über 90 Prozent. Angesichts der nebenwirkungsarmen und unkomplizierten Kurzeittherapie hält es das gemeinnützige Unternehmen -Leberhilfe Projekt- für angebracht, ein konsequentes Screening in den HCV-Risikogruppen aufzulegen, um die noch nicht diagnostizierten Infizierten zu identifizieren.
Vaginalring verhindert HIV-Infektionen bei Frauen in Afrika
01.01.1970 01:00
Stiftung Weltbevölkerung: Entscheidender Schritt bei der Aids-Prävention. Neue Studienergebnisse belegen, dass ein Vaginalring auf der Basis von antiretroviralen Medikamenten Frauen vor einer HIV-Infektion schützt. Dank der Anwendung dieses Mikrobizids infizierten sich 31 Prozent, Ring-Studie, bzw. 27 Prozent, ASPIRE-Studie, weniger Frauen mit HIV als in der Vergleichsgruppe, die ein Placebo erhielt. In der Altersgruppe der Über-24-Jährigen infizierten sich sogar 61 Prozent weniger mit dem Virus, ASPIRE-Studie.
HIV-Schutz im Nachhinein – rasche Entscheidung ist wichtig
01.01.1970 01:00
HIV-Therapeutika können nach einem möglichen Viruskontakt eine Infektion verhindern. Doch nicht nach jeder beruflichen oder sexuellen Exposition benötigt der Betroffene eine Prophylaxe. Bei einer möglichen HIV-Infektion lautet die erste wichtige Frage: berufliche oder nicht berufliche Exposition? Letztere – der ungeschützte sexuelle Kontakt zwischen HIV-positiver und HIV-negativer Person – kommt insgesamt häufiger vor.
Rekombinase Brec1 richtungweisend für zukünftige HIV-Therapie
01.01.1970 01:00
Forscherinnen und Forschern des Heinrich-Pette-Instituts (HPI) und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden ist es gelungen, eine Designer-Rekombinase (Brec1) zu entwickeln, die das Provirus der meisten HIV-1-Primärisolate hochspezifisch aus dem Erbgut der Wirtszelle herausschneidet. Die Ergebnisse sind nun im renommierten Journal Nature Biotechnology erschienen.
Uganda: Zwangssterilisation von HIV-positiven Frauen
01.01.1970 01:00
Eine Studie dokumentiert Eingriffe in Regierungskrankenhäusern. Mayimuna Naomi ist Mutter von drei Kindern und hätte gerne ein weiteres. Allerdings wurde ihr bei der letzten Geburt in einem Regierungskrankenhaus gegen ihren Willen die Gebärmutter entfernt. Mayimuna ist sich sicher, dass der Grund für den Eingriff ihre HIV-Infektion war. Eine Studie zeigt, dass sie kein Einzelfall ist.
Älter werden mit HIV
01.01.1970 01:00
Was es bedeutet, mit HIV in die Jahre zu kommen, hat erstmals die Studie 50plusHIV untersucht. Unser Dossier zum Thema nimmt die aufs positive Alter gerichteten Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und Planungen genauer unter die Lupe. Dank der modernen HIV-Therapien steigt die Zahl älterer Menschen mit HIV in Deutschland und vergleichbaren Ländern beständig an. Wer sich heute mit 30 Jahren infiziert, hat bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine Lebenserwartung von 75 Jahren. Etwa ein Drittel der derzeit auf 83.000 geschätzten Infizierten hat wahrscheinlich schon das 50. Lebensjahr erreicht.
Indische AktivistInnen gehen gegen Patente für HIV-Medikamente vor
01.01.1970 01:00
In Indien haben HIV-Aktivist_innen Widerspruch gegen die Patentanträge des Pharmaunternehmens ViiV Healthcare für die HIV-Medikamente Dolutegravir und Cabotegravir eingelegt. Unterstützt werden sie dabei von Ärzte ohne Grenzen (MSF), teilte die Organisation am Mittwoch mit. Ziel ist es, in Indien preiswerte Nachahmerpräparate, sogenannte Generika, der beiden Medikamente produzieren und auf den Markt bringen zu dürfen.
Frühzeitige Diagnose und Therapie verbessern Prognose
01.01.1970 01:00
Trotz guter Versorgungsstrukturen werden HIV-Infizierte in Deutschland häufig zu spät diagnostiziert. Im Rahmen der von Hexal durchgeführten Expertendiskussion HIV update in Ismaning zu Diagnose, Therapie, Begleiterscheinungen und Kommunikation bei HIV-Infektionen forderten HIV-Spezialisten bei Risikogruppen und insbesondere bei Patienten mit spezifischen Indikatorerkrankungen den konsequenteren Einsatz von HIV-Tests, um die Zahl der undiagnostizierten HIV-Infizierten so niedrig wie möglich zu halten und die zunehmend geforderte Frühtherapie besser umsetzen zu können.
Tschechien: 30 HIV-positive Männer angezeigt
01.01.1970 01:00
Die Prager Gesundheitsbehörde hat Strafanzeige gegen 30 HIV-Positive Männer erstattet. Sie sollen ungeschützten Sex praktiziert und sich dadurch der Verbreitung einer ansteckenden Krankheit schuldig gemacht haben. Ihnen drohen nun Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren. Die beschuldigten schwulen Männern hatten sich im zurückliegenden Jahr mit einer oder mehreren sexuell übertragbaren Infektionen angesteckt. Daraus schließt die Behörde, dass sie Sex ohne Kondom hatten. Die Tschechische Aids-Hilfe hat mit Entsetzen auf die für Europa ausnahmslose Aktion reagiert und diese Form der Diskriminierung von Menschen mit HIV verurteilt.
In den USA werden erstmals Organe zwischen HIV-Infizierten verpflanzt
01.01.1970 01:00
In den USA hat ein Team von Chirurgen und Wissenschaftlern grünes Licht für die Durchführung eines bahnbrechenden Verfahrens bekommen: Sie werden eine Organtransplantation zwischen einem HIV-positiven Spender und einem ebenfalls HIV-positiven Patienten vornehmen. Wie unter anderem die New York Times berichtet, wird die erste Nieren- und Lebertransplantation zwischen Menschen mit HIV auf amerikanischem Boden von einem Team der Johns Hopkins University durchgeführt. Sollten sie Erfolg haben, könnten andere Mediziner ihrem Beispiel folgen. Laut Berechnungen der Wissenschaftler könnten Organspenden von Menschen mit HIV mehr als 1.000 Menschenleben pro Jahr retten.
AIDS-Impfstoffproduktion in Algen
01.01.1970 01:00
Entwicklung einer neuen Produktionsstätte für Medikamente. Pflanzen und Mikroorganismen werden vielfältig zur Medikamentenproduktion genutzt. Die Produktion solcher Biopharmazeutika in Pflanzen nennt man auch Molecular Pharming. Sie ist ein stetig wachsendes Feld der Pflanzenbiotechnologie. Hauptorganismen sind vor allem Bakterien, Hefe und Nutzpflanzen, wie Mais und Kartoffel – Pflanzen mit einem hohen Pflege- und Platzbedarf. Forscher um Prof. Ralph Bock am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm wollen mit Hilfe von Algen ein ressourcenschonenderes System für die Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen verfügbar machen. Die Praxistauglichkeit untersuchten sie an einem potentiellen AIDS-Impfstoff.
Hinter verschlossenen Türen
01.01.1970 01:00
Zwei Gefängnisärzte haben ihre Erfahrungen zu Papier gebracht. Sie blicken auf mehr als 20 Jahre Praxis hinter Gittern und darauf, was die Haft mit ihren PatientInnen macht. Bei jedem Ausbruch aus einer Haftanstalt werden reflexartig neben dem Rücktritt der zuständigen MinisterInnen unüberwindbare Mauern verlangt, bei jeder abscheulichen Straftat höhere und strengere Strafen. Es gibt einen Überbietungswettbewerb, der darin besteht, die Bedingungen der Haft möglichst unerfreulich zu gestalten. Überließe man es dem Mob der Straße, hätten wir längst wieder die Todesstrafe eingeführt und könnten uns bei Ländern wie den USA und Saudi-Arabien einreihen.
Blick zurück: Kondom im Scheinwerferlicht
01.01.1970 01:00
Aids war in den achtziger Jahren eine tödliche Krankheit. Den medialen Kampf dagegen prägten Präservative, dies unter anderem zur besten Sendezeit. Es ist der 3. Februar 1987, und die Zuschauer der Tagesschau des Schweizer Fernsehens erleben eine Szene, wie es sie zur Hauptsendezeit noch nicht gegeben hat. Der Moderator stülpt sich vor laufender Kamera ein Kondom über den Finger und sagt: Dieses kleine Ding kann also über Leben und Tod entscheiden. Daran ändern weder erotische noch ästhetische oder moralische Bedenken etwas.
Ein HIV-Positiver bekam erstmals Schadenersatz zuerkannt
01.01.1970 01:00
Tirol: Land muss lebenslang zahlen. Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein österreichisches Gericht einem HIV-Positiven Schadenersatz für erlittene Diskriminierung zugesprochen. Das Land Tirol hatte einen Dienstnehmer innerhalb der Probezeit wegen seiner HIV-Infektion und seiner Homosexualität entlassen.
Zistrose: Antivirale Aktivität gegen HIV und Ebolaviren in Zellkulturen
01.01.1970 01:00
Extrakte der als Heilpflanze bekannten Zistrose, Cistus incanus, inaktivieren HI-Viren, Ebola- oder Marburg-Viren und verhindern ihre Vermehrung in Laborexperimenten. Die Extrakte blockieren das Andocken der Viren an Zellen. Dazu binden Inhaltsstoffe der Extrakte selektiv an die Viruspartikel und verhindern so die Infektion. Das berichten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München in der Fachzeitschrift Scientific Reports.
HIV-Prophylaxe: Zulassung beantragt – jetzt Zugang ermöglichen!
01.01.1970 01:00
Deutsche AIDS-Hilfe: PrEP wäre sinnvolle Ergänzung der er-folgreichen HIV-Prävention in Deutschland. Die Pharma-Firma Gilead hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des HIV-Medikaments Truvada zur vorbeugenden Einnahme beantragt. Diese Form der Anwendung ist bekannt als Prä-Expositions-Prophylaxe, Vor-Risiko-Vorsorge, kurz: PrEP. Die Deutsche AIDS-Hilfe rechnet mit einer Zulassung noch in diesem Jahr.
Frau, allein erziehend, HIV-positiv
01.01.1970 01:00
Die HIV-Infektion ist vor allem für Frauen ein Armutsrisiko. Das belegen die bei der Deutschen AIDS-Stiftung gestellten Anträge auf Einzelfallhilfe. Ein neues Bett, ein Schrank, Ersatz für die kaputte Waschmaschine, Unterstützung bei der Kaution für eine neue Wohnung. Ralf Pütz klickt sich durch die Fälle in seinem Computer. Er ist Leiter der Abteilung Mittelvergabe bei der Deutschen AIDS-Stiftung. Seit 1987 kümmert sich diese um HIV-positive Menschen in prekären Situationen.
Big Data - Die HIV-Kohortenstudie
01.01.1970 01:00
Die Sozialwissenschaft spricht von einer Kohorte, wenn alle Menschen einer Gruppe, mindestens eine Gemeinsamkeit haben. In der großen Datensammlung der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie, haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Beginn weg dieselbe Krankheit: Sie sind HIV- positiv. Und sind doch verschieden. Was die Gemeinsamkeiten sind, was das Trennende ist und wie sich über lange Jahre die HIV-Infektion entwickelt, dies sind nur einige der Fragen, denen Forscher nachgehen und worauf sie Antworten suchen. Die Swiss Aids News lassen Experten und Expertinnen zu Wort kommen und werfen einen Blick hinter die Kulissen der Kohortenstudie.
60 Prozent der HIV-Infizierten in Afrika sind resistent gegen Tenofovir
01.01.1970 01:00
In mehreren afrikanischen Ländern liegt bereits bei 60 Prozent der HIV-Erkrankungen eine Resistenz gegen das bis dahin effektiv eingesetzte Medikament Tenofovir vor. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des University College London. Die Forscher untersuchten den Zeitraum 1998 bis 2015 und werteten die Daten von insgesamt 2.000 HIV-Patienten aus der ganzen Welt aus. Laut leitendem Wissenschaftler Ravi Gupta sind diese Ergebnisse äußerst Besorgnis erregend.
HI-Viren verstecken sich im Lymphgewebe
01.01.1970 01:00
Selbst wenn die Erreger der Immunschwächekrankheit AIDS im Blut nicht mehr nachweisbar sind, vermehren sie sich offenbar doch weiter - und zwar in versteckten Zufluchtsorten. Auch unter medikamentöser Therapie sind HI-Viren offenbar in der Lage, sich im Lymphgewebe weiter zu vermehren. Diese Entdeckung könnte neue Wege hin zu einer Heilung der Krankheit eröffnen.
Swiss Statement – 8 Jahre später
01.01.1970 01:00
Auf den Tag genau 8 Jahre nach der Erstpublikation des Swiss Statements publiziert das Swiss Medical Weekly unseren Rückblick auf die Entwicklungen nach der Publikation des Statements. EKAF-Mitteilung wurde zum Swiss Statement. Am 29. Januar 2008 hat die Eidgenössische Kommission für AIDS-Fragen in der Schweizerischen Ärztezeitung eine Mitteilung an die Schweizer Ärzte gerichtet, bei der es um die Frage der Infektiosität von HIV-infizierten Menschen ging, welche eine gut wirksame HIV-Therapie einnehmen. Die Kommission machte klar und deutlich, dass unter diesen optimalen Bedingungen das Risiko einer HIV-Übertragung vernachlässigbar sei.
Europäische Allianz zur Förderung der HIV-Impfstoff-Forschung
01.01.1970 01:00
Die Europäische Kommission hat über 22 Millionen Euro für die European HIV Alliance, EHVA, bewilligt, mit dem Ziel eine multidisziplinäre Plattform zu entwickeln, die neue präventive und therapeutische Impfstoffe gegen HIV voranbringen soll. Für die Partner aus der Schweiz werden weitere sechs Millionen Euro von der Schweizer Regierung gestellt.
EKSG-Empfehlung zur PrEP – Ja, aber!
01.01.1970 01:00
Über PrEP haben wir schon mehrfach berichtet. Es handelt sich um eine medikamentöse Prävention von HIV: Die Einnahme von Pillen, um eine Infektion zu verhindern. Also eigentlich wie die Malariaprophylaxe eine Chemoprophylaxe. Nun hat sich die Eidg. Kommission für Sexuelle Gesundheit dazu geäußert. Über die HIV-PrEP wurde schon viel geschrieben. Kurz vor Weihnachten konnte ich schon im Beobachter meine persönliche Schlussfolgerung aus all den vielen Publikationen und Diskussionen zu Nutzen und Schaden der neuen Methode zusammenfassen. Nun liegt auch die offizielle Empfehlung der EKSG vor.
Schon mal einen (HIV-) Aids-Test gemacht?
01.01.1970 01:00
Sex mit Kondom schützt vor Aids, das wissen Sie. Aber kennen Sie die Anti-Aids-Pille für danach und davor? Und wie riskant ist Oralsex? Die wichtigsten Antworten zu HIV. Über Aids und HIV spricht niemand gern mit seinem Date. Meist tut man es gar nicht, auch nicht in der Partnerschaft. Warum auch? Schon Jugendliche wissen: Beim Sex schützt ein Kondom. Und die Mehrheit der Deutschen weiß, in welchen Situationen die Gefahr besteht, sich anzustecken. Doch ein Viertel der Befragten einer Forsa-Umfrage von 2014 glaubte auch: Wer sich küsst, kann Aids bekommen. Das ist falsch.
Wie funktioniert der HIV-Selbsttest für Zuhause?
01.01.1970 01:00
In England oder Frankreich ist er schon längst Alltag, der HIV-Schnelltest für Zuhause. In Deutschland ist er verboten, Tests dürfen nicht an Privatpersonen verkauft werden. Ein Mediziner stößt nun die Debatte wieder an und fordert eine schnelle Zulassung. In England und Frankreich ist es schon länger möglich: der HIV-Schnelltest für Zuhause. Nach Meinung des Münchner Aids-Experten Dr. Hans Jäger sollte er schnell auch in Deutschland zugelassen werden.
Ein Blick hinter die Fassaden der Sexarbeit
01.01.1970 01:00
Zwei Jahre hat Tanja Birkner im Hamburger Viertel St. Georg Interviews mit Prostituierten, Escorts, Strichern und Dominas geführt und sie an ihren Arbeitsplätzen fotografiert. Ihre Porträts sind nun in dem Band -Halbe Stunde- erschienen. Ziemlich nüchtern, geradezu kalt wirken diese Räume am helllichten Tag. Sie versprühen weder Verruchtheit noch Erotik, sondern bestenfalls Zweckmäßigkeit: Glattgestrichene Bettlaken, auf denen Frotteehandtücher bereitliegen. Für Garderobe übernehmen wir keine Haftung, weist ein Blechschild in der Stricherkneipe die Besucher hin.
Recht: Abschiebung von AIDS-Patienten nach Togo
01.01.1970 01:00
Nach aktuellen Erkenntnisquellen können HIV/AIDS Patienten jedenfalls dann in Togo ausreichend behandelt werden, wenn sie nicht zusätzlich an sog. opportunistischen Erkrankungen leiden. Gemäss Paragraf 60 Abs. 7 Satz 1 AufenthG soll von der Abschiebung eines Ausländers in einen anderen Staat abgesehen werden, wenn dort für diesen Ausländer eine erhebliche konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit besteht. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich das Gericht in ständiger Rechtsprechung angeschlossen hat, ist die Gefahr, dass sich eine Erkrankung des Ausländers aufgrund der Verhältnisse im Abschiebezielstaat verschlimmert, in der Regel als individuelle Gefahr einzustufen, die zu prüfen ist.
HIV and More - Schwerpunkt Sucht erschienen
01.01.1970 01:00
Infektiologen haben einige Berührungspunkte mit der Suchtmedizin. Abgesehen davon, dass einige Infektiologen selbst Suchtärzte sind, sehen Infektiologen zunehmend auch Drogengebraucher sowie substituierte Patienten. Da sind die substituierten Opiatabhängigen, die nach einer Behandlung ihrer Hepatitis C fragen. Da sind die schwulen Männer, die in Zusammenhang mit Sex Crystal Meth konsumieren. Da sind die HIV-Patienten, die nach einem Herzinfarkt immer noch rauchen. Viele Gründe, um sich noch einmal mit dem Thema Sucht zu beschäftigen.
Klinische Phase IIa Daten zu HIV-Wirkstoffkandidat ABX464
01.01.1970 01:00
ABX464 ist ein First in Class oral verfügbarer antiviraler Wirkstoffkandidat für die Behandlung von Patienten mit HIV-Infektion. Er hemmt die HIV-Replikation durch einen einzigartigen Wirkmechanismus, der zur Zerstörung der Virus-RNA führt. Zuvor veröffentlichte präklinische Daten in humanisierten Mäusen zeigten, dass eine ABX464-Monotherapie eine antivirale Wirkung hervorruft, welche für mindestens sechs Wochen nach Unterbrechung der Behandlung aufrechterhalten wurde.
Zellen im Blut entdeckt - Auf der Suche nach dem HIV-Impfstoff
01.01.1970 01:00
Die Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Immunschwächevirus HIV ist möglicherweise einen entscheidenden Schritt voran gekommen: Im Blut konnten Forscher an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen am Universitätsklinikum Essen erstmals eine kleine Population körpereigener Zellen auffindbar machen, so genannte T-follikuläre Helferzellen, Tfh-Zellen.
Auch chronische Hepatitis C erhöht das Herzinfarkt-Risiko
01.01.1970 01:00
Wir wissen, dass die chronische Aktivierung des Immunsystems durch eine nicht behandelte, aktive HIV-Infektion das Risiko von Herz- Kreislaufkrankheiten erhöht. Nun zeigt eine Studie der MACS Kohorte, dass möglicherweise ähnliche Prozesse auch das kardiovaskuläre Risiko bei chronisch HCV-infizierten Personen erhöht. In der Multicenter AIDS Cohort Study werden seit Jahrzehnten Männer mit und ohne HIV-Infektion eingeschlossen und beobachtet. In dieser nun im JID publizierten Studie wurden knapp 1000 Männer ohne HIV-Infektion untersucht. In dieser Gruppe waren auch 87 Männer mit einer chronisch aktiven, unbehandelten, Hepatitis C Infektion.
Schwangere: Keine Dosisanpassung der Proteasehemmer
01.01.1970 01:00
Seit vielen Jahren wissen wir, dass der Blutspiegel von HIV-Proteasehemmern während der Schwangerschaft sinkt. Ob dies die Therapie beeinflusst und ob Spiegelbestimmungen hilfreich sind, wird oft kontrovers beurteilt. Nun hat eine Internationale Multizenterstudie die Blutspiegel eines Proteasehemmers (Lopinavir) bei 84 HIV-positive schwangeren und 585 nicht schwangeren Frauen untersucht. Tatsächlich bestätigt sich dabei unsere klinische Beobachtung, dass zwar die Blutspiegel während der Schwangerschaft um rund 15 Prozent sinken, doch dass dies auf das Therapieresultat keinerlei Einfluss hat.
Krebs Risikofaktoren: Deutlich häufiger bei HIV-Patienten
01.01.1970 01:00
HIV-Infizierte haben heute eine praktisch normale Lebenserwartung, wenn sie rechtzeitig eine gut wirksame HIV-Therapie einnehmen. Doch andere Risiken bleiben noch bestehen….Nicht-AIDS Erkrankungen zunehmend. In den letzten Jahren wurden vermehrt Untersuchungen zu nicht AIDS- definierenden schweren Gesundheitsschäden bei HIV-Infizierten publiziert. Herz- und Gefäßkrankheiten aber auch nicht AIDS-definierende Krebsformen gelangen vermehrt ins Rampenlicht. Es stellt sich die Frage, inwieweit das – im Vergleich zur Normalbevölkerung – erhöhte Auftreten dieser Erkrankungen eine Folge der HIV-Infektion darstellt.
HIV unter Asiens Teenagern: Die "versteckte Epidemie"
01.01.1970 01:00
Weltweit gehen die Neuinfektionen mit HIV unter Teenagern zurück, in Asien nicht. Dating-Apps und alte Tabus ergeben dort eine gefährliche Mischung. Der Sommer vor zwei Jahren sollte für Ajay Kumar wieder mal ein schöner werden: Der 17-Jährige hatte Schulferien, und wie jedes Jahr wollte der schmächtige Junge zwei Wochen lang aus Neu-Delhi raus, zu seinem Onkel aufs Land. Doch statt sich tagsüber im Fluss abzukühlen und abends, wenn die Hitze etwas nachlässt, mit der Familie zusammenzusitzen, wurde Ajay krank: Erst hielten sie es für einen normalen Durchfall, als sein Zustand sich immer weiter verschlechterte, tippte die Familie auf Cholera.
HIV: Keine Schädigung des Gehirns bei frühem Therapiebeginn
01.01.1970 01:00
Bei HIV-infizierten Personen findet sich vermehrt eine Schädigung des Gehirns, welche zu diskreten Aufmerksamkeits-, Verhaltens- oder Gedächtnisstörungen führen. Eine zwar kleine, aber umfassend durchgeführte Untersuchung bei Patienten, die relativ früh mit einer HIV-Therapie angefangen hatten zeigt, dass solche Veränderungen bei rechtzeitiger Therapie selten sind.
HPV und Analkarzinom – Risiko bei HIV-positiven Männern
01.01.1970 01:00
Bei Frauen kann eine Infektion mit HPV zum Gebärmutterhalskrebs führen. Männer, die Sex mit Männern haben, sind ebenso gefährdet. Analkrebs wird auch durch HPV ausgelöst. Das Risiko einer Entstehung eines Analkarzinoms beim Männern, die Sex mit Männern haben (MSM) wird oft im medizinischen Management, gerade bei HIV-positiven Männern, vernachlässigt. Eine Spanische Multicenterstudie hat dieses Risiko systematisch untersucht.
HIV-Infizierte und Sex ohne Kondom. Genug geschützt
01.01.1970 01:00
Bei facebook bekennen HIV-Positive Wir machens ohne, weil sie wissen, dass sie dank Therapie nicht ansteckend sind. Das weckt Empörung. Wenn Björn Beck spontan Sex mit anderen Männern hat, verschweigt er häufig, dass er HIV-positiv ist. Auch aufs Kondom verzichtet er immer wieder. Was für viele verantwortungslos klingt, verursacht bei Beck nicht mal ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass ich niemanden beim Sex infizieren kann, sagt er.
Save the Date: 16. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage
01.01.1970 01:00
HIV-Patienten haben heute gute Chancen, mit einer lebenslangen Therapie ein normales Lebensalter zu erreichen. Aber wie sind die Aussichten auf Heilung? Für die Heilung der Hepatitis C sind in den letzten zwei Jahren diverse neue Medikamente auf den Markt gekommen. Wie sehen die neuen Therapiekonzepte aus? Mit diesen und anderen Themen beschäftigen sich die ca. 1.500 Teilnehmer der 16. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage vom 11. bis 13. März 2016.
Möglicher Ansatzpunkt für Hepatitis C Impfung gefunden
01.01.1970 01:00
Bevor ein Virus im Körper bekämpft werden kann, muss das Immunsystem es erkennen. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben nun bei einem entscheidenden Zelltyp nachgewiesen, dass dieser in der Lage ist, Viren zu unterscheiden und eine gezielte Immunantwort auszulösen. Bei Patienten mit akuter Hepatitis C zeigten sie, dass ein Teil der so genannten follikulären T-Helferzellen die Viruspartikel erkannte und dadurch aktiviert wurde. Zudem fanden sie starke Hinweise, dass die Zellen die Antikörper-Produktion gegen das Virus steuern.
Evolution im Zeitraffer
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie analysieren die Dynamik, mit der sich HI-Viren verändern. HIV verändert sich rasant und bildet nach einer Infektion unzählige Virus-Varianten im Patienten. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Dr. Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie haben in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Stockholm die Evolution von HI-Viren mehreren Patienten über einige Jahre analysiert. Diese Berechnungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf die Evolution von anderen Organismen, sondern könnten auch bei der Impfstoffentwicklung hilfreich sein.
Neue Strategien gegen HIV
01.01.1970 01:00
Forscher wollen HIV mit speziellen Abwehrstoffen des Immunsystems bekämpfen. Eine erste kleine Studie klingt viel versprechend. Dass Forscher einen langen Atem benötigen, wird keiner bestreiten, der je in einem Labor gearbeitet hat. Nicht anders erging es Aids-Experten, die schon kurz nach der Entdeckung des HI-Virus im Jahr 1983 an einer Immuntherapie forschten. Doch nun können sie einen großen Erfolg vermelden. Erstmals ist es einer deutsch-amerikanischen Gruppe gelungen, mit Antikörpern – Abwehrstoffen des Immunsystems – die Virenmenge im Körper massiv zu senken.
HIV-Neuinfektionen unter Studenten steigen rapide
01.01.1970 01:00
In den vergangenen Jahren ist die Zahl der HIV-Neuinfizierten unter chinesischen Studenten rapide gestiegen, vor allem betroffen sind männliche Homosexuelle. Ein chinesischer Regierungsvertreter hielt unlängst dazu an, die vorbeugende Aufklärung an Schulen weiter zu verstärken. Tatsächlich gibt es mittlerweile an mehreren chinesischen Hochschulen für Studenten spezielle Kurse und Symposien zur AIDS-Vorbeugung. Einige Hochschulen verteilen darüber hinaus kostenlos Kondome mit dem Ziel, das Bewusstsein der jungen Studenten über die Ansteckungsgefahren durch ungeschützten Geschlechtsverkehr zu erhöhen.
HIV im Job: "Mit infizierten Mitarbeitern kann ich den Laden dichtmachen"
01.01.1970 01:00
Eigentlich ist es egal, ob ein Kollege HIV hat. Doch wer mit der Immunschwäche am Arbeitsplatz offen umgeht, wird sehr häufig diskriminiert. Viele Chefs umgehen dabei das Kündigungsverbot. Dass er vor sechs Jahren positiv getestet wurde, verrät er nur wenigen. Denn er hat Angst um seine Karriere. Es war ein Schock, als ich erfuhr, dass ich positiv bin, sagt Vogt und blickt sich prüfend um. Angesteckt hat er sich durch eine Unbedachtsamkeit, wie er es nennt. Ungeschützten Geschlechtsverkehr.
Flecken auf der Schleife
01.01.1970 01:00
Aids hat viel von seinem Schrecken verloren und die Ersten fragen, ob die derzeitigen Safer Sex Empfehlungen noch zeitgemäß sind. In Europa nehmen die HIV-Infektionen wieder zu. Das Chefarztzimmer ist noch so eingerichtet, wie es in Krankenhäusern damals üblich war: Mit dem Charme der Achtziger in Grau und Braun, funktionell eben, statt glamourös. Wie in der Zeit, als Aids noch eine rätselhafte, unheimliche Krankheit war, die in der Öffentlichkeit Verstörung und Angst hervorrief. Als Keikawus Arastéh hier 1985 die ersten Patienten mit dem Immunschwächesyndrom Aids behandelte, war er gerade 30 Jahre alt und konnte seinen Anvertrauten wenig mehr in Aussicht stellen, als ein ärztlich betreutes Sterben.
Vitamin D – Auch für HIV-Positive von Vorteil
01.01.1970 01:00
Eigentlich wissen wir das schon lange. Doch nun kommt noch ein weiterer Hinweis dazu. Vitamin D scheint die Erholung der Helferzellen zu verbessern, wie eine neue Studie zeigt. In dieser von der Harvard School of Public Health geleiteten Multicenterstudie wurden Daten einer randomisierten Studie mit knapp 400 HIV-positiven Personen analysiert. Der Vitamin D Spiegel wurde vor Therapiebeginn gemessen und im Verlauf der antiretroviralen Therapie wurde bei allen regelmäßig die CD4 Helferzellzahl bestimmt.
Ursache für kognitive Störungen bei AIDS entdeckt
01.01.1970 01:00
Funktion der Myelin produzierenden Oligodendrozyten ist gehemmt. Antiretrovirale Therapien haben zwar dazu beigetragen, dass Patienten mit der Diagnose HIV länger am Leben bleiben, aber sie haben auch Nebenwirkungen: Wie diese zustande kommen, hat nun ein Forscherteam unter die Lupe genommen. Kognitive Probleme wie Gedächtnisverlust und zielgerichtete Handlungssteuerung gehen durch die ART verloren - schuld daran ist eine Störung der Oligodendrozyten, die für die Leitfähigkeit der Nervenzellen sorgen.
Forscher erklären lebensbedrohliches Entzündungssyndrom
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler der Universität Leipzig haben einen wichtigen Beitrag bei der Erforschung eines bisher rätselhaften, lebensbedrohlichen Entzündungssyndroms geleistet, das oft bei der Therapie von AIDS auftritt. Sie analysierten die Mechanismen, die zu dieser unkontrollierten Entzündungsreaktion führen. Ihre neuen Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher unter der Federführung von Prof. Dr. Gottfried Alber von der Veterinärmedizinischen Fakultät in der Zeitschrift European Journal of Immunology kürzlich online.
HIV in der Arbeitswelt: Belastendes Versteckspiel
01.01.1970 01:00
Wer Aids hat, muss oft gegen Vorurteile kämpfen. Besonders gilt das in der Arbeitswelt. Ein Großteil der HIV-Positiven bekennt sich am Arbeitsplatz nach wie vor nicht zur Infektion. Ein Versteckspiel, das belastet. Der Arbeitskalender von Markus H. kennt keine Sonn- und Feiertage. Der 36-Jährige ist glücklicher Vater von zwei gesunden Kindern und managt einen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Arbeitswelt von Martina T. besteht aus Paragrafen. Wovor anderen graut, davon schwärmt die 34jährige. Sie arbeitet als Rechtsanwaltsfachangestellte. Dazu kümmert sie sich um den Haushalt und ihren Sohn.
Historie der AIDS-Medikamente
01.01.1970 01:00
30 Jahre Entwicklung von Arzneimitteln gegen HIV. Die Geschichte der Medikamente gegen das Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS) ist eine Geschichte von Lichtblicken und Rückschlägen. Die Pharmaunternehmen forschen weiter intensiv, um der Heilung gegen HIV näher zu kommen. Es gibt sechs verschiedene Klassen von Medikamenten. Jede Klasse wirkt anders. Rund 30 Medikamente basieren auf 25 verschiedenen Wirkstoffen. Die meisten von ihnen enthalten einen Wirkstoff, es gibt aber auch Zweier- oder Dreierkombinationen in einer Tablette.
PKV hadert mit hohen Therapiekosten
01.01.1970 01:00
Versicherte mit HIV/Aids kosteten die privaten Krankenversicherer 2014 im Schnitt je 19.895 Euro. Die privaten Krankenversicherer verzeichnen eine steigende Zahl von Versicherten mit einer HIV-Infektion und damit verbunden höhere Behandlungskosten. Das zeigt eine Kurzanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV. Sie basiert zum einen auf der jährlichen AIDS-Statistik des PKV-Verbands. Diese erfasst die bei den Vollversicherten bekannt gewordenen HIV-Fälle - das sind solche, bei denen Versicherte eine Rechnung für die ärztliche Behandlung oder Arzneimittelverordnungen eingereicht haben.
Welt-Aids-Tag 2015
01.01.1970 01:00
Thembisa Mbhobho ist eine von vielen Künstlern, Aktivisten und jungen HIV-positiven Menschen, mit denen Ärzte ohne Grenzen im Township Khayelitsha, in Südafrika, zusammengearbeitet hat, um Menschen darin zu bestärken, sich testen und behandeln zu lassen. Dabei ist im Vorfeld des Welt-Aids-Tages 2015 dieses Wandgemälde entstanden. Am 1. Dezember ist der Welt-Aids-Tag 2015. Weltweit leben derzeit etwa 37 Millionen Menschen mit dem HI-Virus – 70 Prozent davon in Subsahara-Afrika. Seit dem Jahr 2000 sind mehr als 25 Millionen Menschen an den Folgen von Aids gestorben, allein im Jahr 2014 waren es 1,2 Millionen Menschen – fast 3300 jeden Tag.
HIV-Hemmstoff wirkt auch gegen Krebs
01.01.1970 01:00
Ein neu entdecktes körpereigenes Peptid blockiert die VirenEintrittspforte an Zellen und einen Signalweg bei Krebs oder Entzündung. Ein internationales Team mit Professor Wolf-Georg Forssmann von der Medizinischen Hochschule Hannover hat ein körpereigenes Peptid isoliert, das Infektionen mit einem HIV-1-Subtypen verhindert. Es bindet an den Rezeptor CXCR4 auf den Zellen. Das Forschungsergebnis könnte die HIV-Therapie verbessern, aber auch die Therapie bei Krebs, chronischer Entzündung oder Asthma, teilt die MHH mit.
Breit neutralisierende Antikörper im Fokus
01.01.1970 01:00
Eine Zeitlang waren Antikörper aus dem Blick der HIV-Forscher geraten. Mit den breit neutralisierenden Antikörpern ist das nun anders. Die Hoffnung, erfolgreiche Strategien gegen HIV entwickeln zu können, die die T-Zellimmunität stärken, hat sich bisher nicht erfüllt. Dagegen ist das Interesse der Forscher an die Viren neutralisierenden Antikörpern zur Therapie oder Prävention gestiegen. Das Problem: Im Verlauf einer HIV-Infektion entstehen viele Virusvarianten, die sich mit Antikörpern nur einer Spezifität nicht erfolgreich bekämpfen lassen.
UNAIDS: Zahl der HIV-Behandelten verdoppelt
01.01.1970 01:00
Der Kampf gegen Aids macht Fortschritte: Im Vergleich zu 2010 erhalten jetzt doppelt so viele HIV-Infizierte eine Therapie. Der Kampf gegen Aids macht Fortschritte: Inzwischen hätten 15,8 Millionen Menschen mit HIV-Infektion Zugang zu einer antiretroviralen Therapie, die den Ausbruch von Aids verzögere, berichtete das Anti-Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) in Genf. Mit 41 Prozent der infizierten Erwachsenen erhielten im Vergleich zum Jahre 2010 doppelt so viele Infizierte eine Therapie. Auch bei HIV-infizierten Kindern habe sich der Anteil der Behandelten auf 32 Prozent verdoppelt.
Kuba: Versteckte Homosexuellen-Treffpunkte - HIV-Prävention notwendiger denn je
01.01.1970 01:00
Nachts treffen sich Schwule, Lesben und Transsexuelle an so genannten Cruising-Orten wie im Viertel El Vedado in Kubas Hauptstadt Havanna. Sobald die Dunkelheit einbricht, treffen immer mehr junge Männer an der ehemaligen Bushaltestelle nahe des Calixto-García-Krankenhauses in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein. Sie bleiben nur kurz, bevor sie weiter hoch auf den Hügel im Stadtteil El Vedado klettern, wo sie sich auf die Suche nach Sexualpartnern machen.
Kritik an zwangsweisem HIV-Test
01.01.1970 01:00
Die reihenweisen Zwangstests auf HIV hat Sachsen als vorletztes Bundesland vor kurzem abgeschafft. Die Blutuntersuchung findet so nur noch in Bayern statt. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft - als medizinische Fachorganisation - kritisiert diesen Alleingang, der in vielerlei Hinsicht überholt sei. Außerdem bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so Vorstandsmitglied Dr. Annette Haberl. Sie ist HIV-Expertin an der Uniklinik Frankfurt.
„Nicht“ vergessen: AIDS-Kampagne voll im Abseits
01.01.1970 01:00
ndonesische Druckerei sowie Gesundheitsministerium bedauern Panne. Die Empörungsflut im Social Web war gewaltig, als hunderte Plakate des indonesischen Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Jakarta darüber informierten, dass der AIDS verursachende HI-Virus durch Insektenstiche, Schwimmen und Niesen übertragen werden kann. Das für die Kampagne aussagekräftige Wörtchen nicht vergaß die Druckfirma leider und ließ den letzten Entwurf der Plakate vor dem Aufhängen leider auch nicht absegnen.
HIV-Therapie: Antabus weckt Viren auf
01.01.1970 01:00
Das Entwöhnungsmittel Antabus (Disulfiram) könnte zukünftig eine wichtige Hilfe im Kampf gegen das HI-Virus werden. Forscher der Universität Melbourne haben herausgefunden, dass der Wirkstoff in der Lage ist, inaktive Viren im Körper aufzuwecken. Damit werden die Viren Angriffspunkt für antiretrovirale Medikamente und können eliminiert werden. Mit der Strategie könnten HIV-Infizierte möglicherweise endgültig geheilt werden.
Neue Erkenntnisse zur Wirkungsweise natürlicher Killerzellen bei HIV
01.01.1970 01:00
New insights into immun control of HIV. Forscherinnen und Forschern des Heinrich-Pette-Instituts sowie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) ist es gelungen, die Mechanismen der Erkennung von HIV-infizierten Zellen durch Natürliche Killerzellen weiter aufzuklären. Dafür wurden die Daten einer großen Patientenkohorte unbehandelter HIV-1-infizierter Personen aus Südafrika ausgewertet. Die Ergebnisse sind nun im renommierten Journal PLOS Medicine erschienen.
Wie sich HIV im Körper ausbreitet
01.01.1970 01:00
Wie genau sich Retroviren in einem Organismus ausbreiten, war bislang unbekannt. Nun ist es einem Team an der Yale University in New Haven erstmals gelungen, genau diesen Vorgang live und in Echtzeit in einem lebenden Organismus zu beobachten: Sie schafften es, das HI-Virus mittels Fluoreszenzmarkierung sichtbar zu machen und so die teilweise überraschenden Verbreitungswege in den Lymphknoten einer Maus zu beobachten.
Niemand darf es wissen
01.01.1970 01:00
Von klein an darf Corinne, 18, mit niemandem über ihre HIV-Infektion sprechen. Zu groß ist die Angst vor sozialer Ausgrenzung. Wie führt man ein Leben mit einem solchen Geheimnis? Alle Freunde würde sie verlieren, wenn die von dem Virus erfahren, aus dem die Krankheit Aids entstehen kann. Das glauben Corinnes Pflegeeltern und dringen auf Geheimhaltung. Eine unglaubliche Belastung für das Mädchen. Ist das wirklich zu ihrem Besten?
Geschichte HIV / AIDS: Drei Tage im Herbst
01.01.1970 01:00
Keine Rechenschaft für Leidenschaft – Vor 25 Jahren trafen sich rund 300 HIV-Positive und Aidskranke in Frankfurt/Main zur ersten Bundespositivenversammlung. Um die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und damit die Lebenssituation für HIV-Positive und Aids- Erkrankte zum Besseren verändern zu können, braucht es den großen Schulterschluss mit allen Betroffenen. Dieses Bewusstsein lag bereits dem Aktionstag zugrunde, der im Juni 1988 in Frankfurt am Main unter dem provokanten Titel: Solidarität der Uneinsichtigen – Für eine menschliche AIDS- Politik, ein deutliches Zeichen setzte.
Frankreich: Erste HIV-PrEP-Sprechstunde eröffnet
01.01.1970 01:00
Das Pariser Saint-Louis-Krankenhaus bietet seit heute eine Sprechstunde für Personen mit hohem HIV-Infektionsrisiko an und gibt das Medikament Truvada zum Schutz vor einer Ansteckung ab. Der Chef der Infektiologie am Hôpital Saint Louis, Professor Jean-Michel Molina, und die Aids- Hilfe Organisation AIDES wollen damit den Druck auf die Regierung erhöhen, Truvada für die Prä-Expositions-Prophylaxe, Vor-Risiko-Vorsorge, kurz: PrEP, zuzulassen.
HCV - Anpassung der Produktinformation in den USA
27.11.2015 00:00
Die aktualisierte US-Produktinformation besagt, dass das HCV Produkt weiterhin für Patienten mit einer HCV-Infektion vom Genotyp 1 mit kompensierter Leberzirrhose, einschließlich Child-Pugh-Grad A, indiziert ist. In Kombination mit Ribavirin ist es für HCV-Patienten vom Genotyp 4 ohne Leberzirrhose indiziert. Gemäß der Pharmakovigilanz-Standards und dem Meldeverfahren informiert AbbVie weitere Zulassungsbehörden in den Ländern, in denen das AbbVie-Therapieregime zur Behandlung von chronischer Hepatitis C zugelassen ist.
RKI: Neue Schätzung zu HIV/AIDS in Deutschland
27.11.2015 00:00
In Deutschland leben rund 83.400 Menschen mit HIV oder AIDS. Etwa 480 HIV-Infizierte sind 2014 gestorben. Die Zahl der HIV- Neuinfektionen im Jahr 2014 wird auf 3.200 geschätzt und bleibt damit gegenüber 2013 unverändert. Das hat die neue Schätzung des Robert Koch- Instituts ergeben, die im Hinblick auf den Welt-AIDS-Tag im Epidemiologischen Bulletin 45/2015 veröffentlicht ist. Der Anteil der Infizierten, die Medikamente gegen das Virus einnehmen und damit in der Regel kaum noch infektiös sind, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.
Infektionskrankheiten: Drogenabhängige nur unzureichend aufgeklärt
27.11.2015 00:00
Infektionskrankheiten bedrohen iv.-Drogenabhängige in besonderem Maße. Wie eine aktuelle Studie zeigt, wissen die Betroffenen aber zu wenig darüber. Was wissen die iv. Drogenabhängigen über den unsicheren Gebrauch von Injektionszubehör und über Schutzmaßnahmen? Das wollte die DRUCK- Studie des RKI klären. Die jetzt präsentierten Zahlen stammen aus den Jahren 2011 bis 2015 und basieren auf fragebogengestützten Interviews sowie Serumuntersuchungen. 2077 Personen mit überwiegend langjährigem Drogenabusus und einem medianen Alter zwischen 29 und 41 Jahren nahmen an der Studie teil.
FDA-Warnung für Hepatitis C Mittel Viekirax und Exviera
27.11.2015 00:00
Nicht nur bei schwerer, sondern auch bei mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung gelten in den USA die Kombinationen Viekirax und Exviera in der Therapie einer chronischen Hepatitis C als kontraindiziert. Die FDA reagiert damit auf Schadensmeldungen. Derzeit noch offen ist, wie die EMA die Daten bewertet.
Zeitreise in Wort und Bild
27.11.2015 00:00
In der Ausstellung: AIDS – nach einer wahren Begebenheit, zeigt das Deutsche Hygiene-Museum Dresden mehr als 200 Plakate aus 30 Jahren und aller Welt. Schon das Ausstellungsplakat, vier fettgedruckte Buchstaben, verziert mit einem Kondom, einem Totenschädel, einem Virusmodell und der roten Schleife, macht deutlich, warum bei internationalen Kongressen die lebens- und sexualitätsbejahenden Plakate der Deutschen AIDS-Hilfe weggingen wie warme Semmeln.
EU-Projekt - Neue Anstrengungen in der AIDS-Forschung
20.11.2015 00:00
Europäische Kommission investiert 23 Millionen Euro in Forschungsprojekt, das führende HIV-Forscher aus aller Welt zusammenbringt. Neue Anstrengungen in der AIDS-Forschung: Im so genannten Konsortium EAVI2020, das am 2. November 2015 offiziell an den Start geht, bündeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 22 Institutionen und Biotech-Unternehmen in Europa, Australien, Kanada und den USA ihr Wissen und ihre Forschungserfahrung. Sie wollen gemeinsam neue experimentelle Impfstoffe entwickeln, die schon innerhalb der kommenden fünf Jahre am Menschen getestet werden sollen.
HIV-Impfstoff in der Testphase – Ein Schlag gegen AIDS?
20.11.2015 00:00
Einen Impfstoff finden wir binnen eines Jahres, hiess es noch 1984, als HIV entdeckt wurde. Über hundert Anläufe später ist die Forschung vorsichtiger geworden. Das Institut of Human Virology, zur Universität Maryland gehörend, gegründet von Dr. Robert Gallo, könnte nun einen entscheidenden Schritt machen. Gallos Team will einen Impfstoff in klinischen Versuchen an Menschen testen. Es könnte eines Tages Menschen gegen HIV immun machen.
Südafrika: Weniger HIV-Tote, doch Krankheit massiv unterschätzt
20.11.2015 00:00
Zwölf Prozent der südafrikanischen Bevölkerung tragen das HI-Virus in sich – es ist Ursache für jeden dritte Todesfall. Nach einem Höchststand im Jahr 2007 ging die Sterblichkeit von HIV/Aids in Südafrika zwar deutlich zurück: Dafür sorgten effektive antiretrovirale Therapien. Dies bestätigt eine neue Studie im Magazin AIDS, das von der International Aids Society herausgeben wird. Dennoch bleibt HIV/Aids die häufigste Todesursache in Südafrika, wie eine Auswertung des South African Medical Research Council zeigt.
Spontane Hepatitis C Heilung bei Männern die Sex mit Männern haben
20.11.2015 00:00
Muss eine akute Hepatitis C behandelt werden. Ein schwierige Frage in Anbetracht der hohen Kosten der neuen (Interferonfreien) Therapien. Nach der Infektion mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) kommt es in ca. 25 Prozent (11 bis 49 Prozent) zu einer spontanen Elimination des Virus. Dies geschieht meist innert 6 Monate. Folgende Faktoren sind mit einer erhöhten HCV Clearence assoziiert: Weibliches Geschlecht, IL28B CC- Genotyp, symptomatische Infektion (Ikterus, hohe Transaminsen). Bei HIV-Koinfektion ist hingegen die spontane Viruselimination seltener.
Bilharziose-Koinfektion könnte wichtige Ursache für Versagen der HIV-Therapie sein
20.11.2015 00:00
Freiburger Studie erforscht, ob Bilharziose die HIV-Therapie stört / Koinfektion sehr weit verbreitet / 56.000 Euro Förderung. In manchen Regionen im südlichen Afrika hat jeder dritte HIV-Patient gleichzeitig eine Infektion mit dem Wurmparasiten Schistosoma. Ob Patienten mit Koinfektion schlechter auf moderne HIV-Therapien ansprechen, untersuchen nun Dr. Matthias Müller und Dr. Katarina Stete der Abteilung Infektiologie der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg. Gemeinsam mit Forschern des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts in Basel und der Universität Leiden in den Niederlanden werden sie Blutproben und Therapieverläufe von etwa 800 HIV-Patienten auswerten.
Bananen-Protein gegen Viren
13.11.2015 00:00
Modifiziertes Lektin verspricht neue Medikamente gegen Grippe, HIV und Hepatitis C. Eine einzige Aminosäure macht den Unterschied: Ein aus Bananen isoliertes Protein wirkt dank einer winzigen Manipulation effektiv gegen Grippe-, Hepatitis- und AIDS-Viren – ohne die bisherigen Nebenwirkungen. Nun hoffen die Forscher, auf dieser Grundlage Breitband-Medikamente gegen Viren entwickeln zu können, wie sie im Magazin Cell berichten.
EACS 2015 – Barcelona – Ein kleiner Kurzbericht und Folge 1 und 2
13.11.2015 00:00
Alle zwei Jahre veranstaltet die European AIDS Clinical Society -EACS- die Europäische AIDS Konferenz. An der diesjährigen Konferenz in Barcelona vom 21. bis 24. Oktober wurden keine wesentlichen Neuheiten präsentiert, doch einige interessante Fragen diskutiert. Ich habe mich daher entschieden, hier nur einen kleinen, sehr persönlichen Rückblick auf die noch laufende Tagung zu verfassen.
Frauen: Noch weit entfernt von Gleichheit zwischen den Geschlechtern
13.11.2015 00:00
Frauen werden heute besser bezahlt als noch vor 20 Jahren. Auch sind sie häufiger in Führungsetagen vertreten. Aber die Entwicklung hat sich nur langsam vollzogen, und noch immer liegt die tatsächliche Gleichheit von Mann und Frau in den meisten Bereichen in weiter Ferne. Das sind die Ergebnisse des sechsten Weltfrauenberichts von UN-DESA, einer dem UN-Generalsekretariat angegliederten Einrichtung.
DNA-Nanomaschine kann HIV-Antikörper innerhalb von Minuten im Blut nachweisen
13.11.2015 00:00
Ein HIV-Test per Smartphone? Forscher haben jetzt eine DNA-Nanomaschine entwickelt, mit der sich eine HIV-Infektion binnen Minuten nachweisen lässt. Künftig soll der Test sogar auf Mobiltelefonen laufen können. Es könnte ein Durchbruch in der AIDS-Forschung sein: Bisherige Verfahren zum Nachweis von Antikörpern, die auf eine HIV-Infektion hinweisen, sind aufwendig und zeitintensiv. Mit der neuen DNA-Nanomaschine kann sich dies ändern.
Analkrebs: Früherkennung und neue Therapieansätze
13.11.2015 00:00
HIV-Infizierte haben trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten mit antiretroviral wirksamen Medikamenten ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung höheres Analkrebs-Risiko. Durch die dauerhafte Infektion der Schamregion mit Humanen Hochrisiko Papillomviren können sich Vorläuferläsionen entwickeln, aus denen nicht selten Analkarzinome entstehen. Ca. 90 Prozent der HIV-Infizierten sind zusätzlich mit Humanen Papillomviren infiziert.
Wissenschaftler identifizieren zwei neue Anti-HIV-Moleküle
06.11.2015 00:00
In den 1980er Jahren, bevor HIV-Screenings zum Standard wurden, ereignete sich in Australien eine kleine Tragödie: Aufgrund eines HIV- Infizierten Blutspenders wurden einige Patienten, die Blutspenden erhielten, zum Träger des HI-Virus. Zu einer Zeit, in der die Behandlung von HIV und Aids noch in den Kinderschuhen steckte ein Todesurteil, möchte man meinen. Mitnichten. Heute, mehr als 30 Jahre später, hat die Hälfte dieser Patienten keine erkennbare Virusreplikation im Blut, die anderen zeigen Replikationsraten, die für einen Ausbruch von Aids nicht ausreichen. Zwei neue Studien haben einen entscheidenden Beitrag zur Auflösung dieses ungewöhnlichen Phänomen geleistet.
Positives CHMP-Votum für ungeboostetes Atazanavir bei Ritonavir-Unverträglichkeit
06.11.2015 00:00
Das Committee for Medicinal Products for Human Use der Europäischen Zulassungsbehörde EMA (European Medicines Agency) hat jetzt eine positive Empfehlung zur Erweiterung der Anwendungsmöglichkeit von Atazanavir ausgesprochen. Sie beinhaltet den Einsatz von Atazanavir auch ohne den Booster Ritonavir. HIV-Patienten müssen hierfür sowohl mindestens schon sechs Monate unter der virologischen Nachweisgrenze (VL kleiner 50c/ml) als auch immunologisch stabil sein.
Boku-Forscher lassen Pflanzen Antikörper gegen HI-Virus produzieren
06.11.2015 00:00
Spezielle Proteinveränderungen der Nicotiana benthamiana verhelfen zu besserer Wirksamkeit. Im Jahr 2009 entdeckte Breitband-Antikörper gelten als große Hoffnung für künftige Aids-Therapien. Während sich das HI-Virus ständig verändert, binden sie an einen Teil der HI-Virushülle, der relativ konstant bleibt. Wiener und US-Forscher haben nun im Fachjournal PNAS eine neue Strategie zur Herstellung und gezielten Verbesserung dieser Breitband-Antikörper in Tabakpflanzen vorgestellt.
Dossier HIV: Zellpiraten auf der Spur - Wie das HI-Virus Zellen entert
06.11.2015 00:00
Viren sind schlechte Nachrichten, eingepackt in Protein – so hat der britische Nobelpreisträger Peter Medawar die krank machenden Winzlinge beschrieben. Einer ihrer prominentesten Vertreter ist der Aids-Erreger HIV. Mit welchen raffinierten Strategien dieses Virus die Zellen entert, beginnen Forscher erst allmählich zu durchschauen.
HIV-Ansteckungen anders qualifizieren
06.11.2015 00:00
Im Jahr 2013 hat das höchste Schweizer Gericht entschieden, eine HIV-Ansteckung sei nicht per se eine lebensgefährliche Körperverletzung. Auslöser war ein Zürcher Fall – über den neu befunden wurde. 2003 hat ein damals 35-jähriger Mann seinen deutlich älteren Partner mit dem HI-Virus infiziert – nachdem er ihm zuvor wider besseren Wissens angegeben hatte, HIV-negativ zu sein, und auf ungeschütztem Verkehr bestanden hatte. Diese Ansteckung beschäftigt seit einigen Jahren die Gerichte, und der Fall hat 2013 das Bundesgericht dazu gebracht, seine bisherige strenge Rechtsprechung zur HIV-Übertragung zu ändern.
Aids-Medikament Daraprim um 5.000 Prozent teurer
01.01.1970 01:00
Eine Dosis kostet laut Turing Pharmaceuticals in Herstellung einen Dollar. Das Aids-Medikament Daraprim wird jetzt für 750 Dollar (rund 665 Euro) pro Dosis verkauft - und das, obwohl es in der Herstellung gerade einmal einen Dollar kostet. Martin Shkreli, der CEO von Turing Pharmaceuticals, verteidigt diese Entscheidung. Die Firma hat die Rechte an dem Medikament erst im August erworben. Laut Shkreli sollen die so erzielten Mehreinnahmen in die Forschung für neue Medikamente investiert werden.
WHO-Leitlinie: HIV direkt nach Diagnose behandeln
01.01.1970 01:00
Die WHO hat am 30.9. eine Treat-all-Empfehlung ausgesprochen, wonach es keine Beschränkungen mehr zur Aufnahme einer antiretroviralen Therapie bei HIV-Infizierten geben soll. Alle Populationen und Altersgruppen kommen nun für eine ART in Frage, unabhängig von der CD4-Zellzahl. Der Ausweitung der ART liegen Ergebnisse aktueller klinischer Studien zugrunde, wonach HIV-Infizierte durch den frühen Beginn einer ART länger gesund bleiben, länger leben und von ihnen ein geringeres Ansteckungsrisiko für andere ausgeht, als wenn sie erst später mit der Therapie starten.
HIV-positive Beraterinnen glaubwürdiger, empathischer und kompetenter
01.01.1970 01:00
Studentin der FernUniversität von AAWS-Sektion der Deutschen AIDS-Gesellschaft ausgezeichnet. HIV-positive Beraterinnen haben bessere Chancen, ebenfalls am Humanen Immundefizienz-Virus erkrankte Frauen beraten zu können als HIV-negative Kolleginnen. Das ist das Ergebnis einer experimentellen Untersuchung von Linn Mehnert, Studentin im Masterstudiengang Psychologie der FernUniversität in Hagen. Für die Studie: Die Rolle von Ähnlichkeit bei Beratungsangeboten für Frauen mit HIV, ihrer herausragenden empirische M.Sc.-Arbeit am Lehrgebiet Sozialpsychologie erhielt sie einen Frauenforschungspreis der Sektion All Around Women special der Deutschen AIDS-Gesellschaft.
HIV: Rekrutierung für die TEACH-Studie mit MGN1703 abgeschlossen
01.01.1970 01:00
Das Biotechnologie-Unternehmen MOLOGEN AG gab heute bekannt, dass ihr Partner, die dänische Aarhus Universitätsklinik, die Rekrutierung von 16 HIV-Patienten für die Phase-I-Studie TEACH mit dem Immunmodulator MGN1703 beendet hat. Ergebnisse werden im zweiten Quartal 2016 erwartet. Ziel der TEACH-Studie ist es festzustellen, ob die Immuntherapie mit MGN1703 das Immunsystem bei HIV-Patienten so aktiviert, dass es die mit HIV infizierten Zellen besser zerstören kann.
Immer weniger Mütter übertragen HIV auf ihre Babies
01.01.1970 01:00
Dank effektiver Vorbeugungsmaßnahmen und einer verbesserten Gesundheitsfürsorge konnte die Rate der Mutter-Kind-Übertragungen von HIV/AIDS in China in den vergangenen zehn Jahren drastisch gesenkt werden. Laut einem diese Woche veröffentlichten Bericht der nationalen Gesundheits- und Familienplanungskommission ist die HIV-Ansteckungsrate unter Neugeborenen in der VR in den vergangenen zehn Jahren aufgrund effektiver Maßnahmen um 80 Prozent gesunken.
Kinder, die keiner will
01.01.1970 01:00
Im Holy Family Care Centre in Ofcolaco leben 70 Mädchen und Jungen, deren Mütter an Aids gestorben sind oder deren Familien sie verstoßen haben. 80 Prozent von ihnen sind HIV-infiziert, und kein Kind hat je Schönes erfahren. Frankenpost-Redakteurin Peggy Biczysko besucht die Waisen in ihrem neuen Zuhause, wo sich Schwestern liebevoll um sie kümmern.
Primärprävention mit Arznei klappt bei Homosexuellen
01.01.1970 01:00
Eine britische Studie bestätigt den Nutzen der oralen Präexpositionsprophylaxe bei HIV-negativen Männern, die Sex mit Männern haben. Mehrere Studien, etwa mit heterosexuellen Männern und Frauen in afrikanischen Ländern oder mit Männern, die Sex mit Männern haben, auch in Asien und Europa, haben gezeigt, dass eine antiretrovirale primäre Prävention funktioniert. Neuere Studien dazu sind die französisch-kanadische Studie IPERGAY vom vergangenen Jahr und jetzt die britische PROUD-Studie, Pre-exposure prophylaxis to prevent the acquisition of HIV-1 infection, mit MSM- Teilnehmern, die an insgesamt 13 Zentren für sexuelle Gesundheit in England betreut wurden.
Gericht: Staatsanwalt darf Safer Sex anklagen
01.01.1970 01:00
Das Oberlandesgericht Wien hat jüngst entschieden, dass die Staatsanwaltschaften die Befolgung der staatlich propagierten Safer Sex Regeln, Geschlechtsverkehr mit Kondom, Oralverkehr ohne Ejakulation, anklagen dürfen. Das Rechtskomitee LAMBDA fordert eine sofortige gesetzliche Klarstellung, dass die Einhaltung staatlicher Verhaltensvorgaben nicht strafbar ist. Es sei erschütternd, dass es notwendig ist, diese Selbstverständlichkeit gesetzlich festzuschreiben.
Protein ERManI stoppt HI-Virus
01.01.1970 01:00
Neuartige antiretrovirale Therapie hemmt Ausbreitung der Erreger. Ein internationales Forscherteam hat einen Eiweißstoff gefunden, der das Fortschreiten der Krankheit AIDS auf natürliche Weise verhindert. Das Protein, das sich hinter dem Kürzel ERManI verbirgt, stört die Verbreitung des HI-Virus im Körper des Trägers. Yong-Hui Zheng und sein Team von der Michigan State University waren maßgeblich an der Studie beteiligt.
HIV: Studie erprobt Mono-Erhaltungstherapie mit Protease-Inhibitoren
01.01.1970 01:00
HIV-Infizierte können nach der erfolgreichen Unterdrückung der Virusreplikation unter einer Standardtherapie mit drei Wirkstoffen auf eine Monotherapie mit einem Protease-Inhibitor wechseln, ohne dass ein etwaiger Virus-Rebound mit Resistenzen verbunden ist, die zukünftige Therapieoptionen einschränken. Dies kam in einer randomisierten Vergleichsstudie in Lancet HIV heraus.
Uganda: Miss und Mister HIV gesucht
01.01.1970 01:00
In Uganda leben geschätzt etwa 1,5 Millionen Menschen mit HIV. Viele der Infizierten kämpfen gegen Vorurteile. Dagegen wollen junge Ugander nun angehen: mit einem Schönheitswettbewerb. Die 31 jungen Männer und Frauen präsentieren sich auf dem Laufsteg in einem sonnendurchfluteten Wellblechgebäude in Kampala. Sie lächeln und posieren vor dem ebenfalls vorwiegend jungen Publikum. Manche bewegen sich wie Profis, für andere ist der Laufsteg Neuland. Dies könnte irgendein Schönheitswettbewerb sein - doch die Bewerberinnen und Bewerber für Ugandas Miss Y+ und Mister Y+ haben eines gemeinsam: Sie sind alle HIV-positiv.
HIV-Therapieabbruch – selten möglich, aber voraussagbar?
25.09.2015 00:00
Da sich HIV in die Erbinformation von ruhenden Zellen einnistet, kann sich das Virus nach Absetzen der Therapie in wenigen Wochen zurückmelden. Je kleiner das so genannte Virusreservoir im Körper, desto geringer das Risiko, dass das Virus sich zurückmeldet. Doch leider ist die Chance, dass das Virus nach Absetzen nicht mehr auftritt recht gering. Wir wissen von einigen Fallserien, dass besonders dann, wenn wir mit der Therapie gleich in den ersten Tagen einer HIV-Infektion beginnen und diese konsequent und lange genug durchhalten, bei einigen Patienten das Virus nach Absetzen der Therapie auch über einen längeren Beobachtungszeitraum von Jahren nicht wieder aktiv wird.
Tonisches Kraut der Traditionellen Chinesischen Medizin 'kann HIV abtöten'
25.09.2015 00:00
Das sexuell stimulierende Kraut Schisandraceae, das seit 2000 Jahren weit verbreitet bei der Verwendung Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) ist, zeigt viel versprechende Ergebnisse bei der Behandlung von HIV und AIDS, wie eine zwanzig Jahre lange Studie unter der Leitung des Instituts Kunming für Botanik bei der Chinesischen Akademie der Wissenschaften belegt.
HIV-Positiver zu 1.500 Euro Strafe verurteilt – für Sex ohne Kondom
25.09.2015 00:00
Dreimal hatte ein HIV-infizierter Mann aus Freiburg mit seiner damaligen Partnerin Sex ohne Kondom. Nun wurde er wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt. Zu lange verschwieg ein knapp 50jähriger seiner damaligen Partnerin, dass er das HI-Virus in sich trägt. Drei Mal hatte er in dieser Zeit ungeschützten Geschlechtsverkehr mit ihr, wobei er sie glücklicherweise nicht mit dem HI- Virus infizierte; wird eine Infektion mit HIV nicht behandelt, kann sie die Immunschwächekrankheit AIDS auslösen.
Die Achillesferse des HI-Virus
25.09.2015 00:00
Forscher haben herausgefunden, auf welche Weise Körperzellen das Erbgut von Retroviren entdecken können – zu denen auch das HI-Virus 1 zählt. Die erste Verteidigungslinie des Immunsystems gegen Krankheitserreger ist die angeborene Immunität. Sie beruht auf spezialisierten Sensor- Proteinen, den Rezeptoren. Diese erkennen fremde Strukturen, zum Beispiel Zellwand-Bestandteile von Bakterien oder auch das Erbgut von Viren.
Das Schweigen durchbrechen
25.09.2015 00:00
Eine Aids-Plakatsammlung sei wie ein Typ, der bei Partys immer schweigend in der Ecke steht, sagt Vladimir Cajkovac. Er wirkt total uninteressant, doch man sollte sich näher mit ihm auseinandersetzen, ergänzt er. Der gebürtige Kroate hat die neue Sonderausstellung: Aids – Nach einer wahren Begebenheit, des Deutschen Hygiene-Museums kuratiert. Er weiß, welche Eindrücke und Bilder ein Blick hinter die Fassade des scheinbar langweiligen Typen zu bieten hat.
HIV/Aids-Prävention zwischen den Kulturen
18.09.2015 00:00
Herausforderungen im subsaharischen Afrika und in der Karibik. Mit der Entwicklung antiretroviraler Therapien ist HIV/Aids in den westlichen Ländern von einer tödlichen zu einer gut behandelbaren chronischen Krankheit geworden. Anders sieht die Situation in der Karibik und in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern Afrikas aus. Hier haben Infizierte und Erkrankte oft nur eingeschränkten Zugang zu ARV-Therapien. Wie jüngste Schätzungen von UNAIDS belegen, ist die Immunschwächekrankheit in diesen Ländern nach wie vor ein großes medizinisches und gesundheitspolitisches Problem - mit weit reichenden sozialen und ökonomischen Folgen.
Eingeschränkte Medizin-Versorgung für Flüchtlinge ist teurer als Regelversorgung
18.09.2015 00:00
Asylsuchende haben in Deutschland nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung. So ist es seit 1993 im Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. Durch das Gesetz sollen die Gesundheitsausgaben gering gehalten und keine Anreize zur Asylsuche in Deutschland geboten werden. Die Regelung ist ethisch umstritten. Dass sie auch wirtschaftlich keinen Sinn macht, belegt eine Studie von Wissenschaftlern der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg.
PreP mit Truvada: Wirkung mit Schattenseiten
18.09.2015 00:00
Das erfreuliche Ergebnis einer aktuellen Studie: Truvada kann einer Studie zufolge besonders gefährdete Menschen vor einer HIV-Infektion schützen. Keiner der Studienteilnehmer, die das Medikament eingenommen hatten, wurde im zweijährigen Untersuchungszeitraum HIV-positiv. Eine Studie zeigte: Das Medikament schützt gegen HIV. Doch rund die Hälfte der Probanden infizierte sich mit einer anderen Geschlechtskrankheit. Das Präparat Truvada wurde in den USA von der Arzneimittelbehörde FDA Mitte 2012 monotherapeutisch zur Präexpositionsprophylaxe für HIV-Negative zugelassen. Das bedeutet konkret: Wer täglich Truvada einnimmt, kann sich nach sieben Tagen nicht mehr mit HIV infizieren.
Sachsen: Keine routinemäßigen HIV-Tests für Asylbewerber mehr
18.09.2015 00:00
Asylbewerber werden in Sachsen nicht mehr standardmäßig auf HIV, Hepatitis B und C sowie Syphilis untersucht. Tests sollen nur noch nach ausführlicher Beratung risikoorientiert angeboten werden. Dies regelt eine zum 20. August in Kraft getretene Verwaltungsvorschrift der sächsischen Ministerien des Innern sowie für Soziales und Verbraucherschutz.
Singapur beendet Einreiseverbot für HIV-positive
18.09.2015 00:00
HIV-Positive können künftig nach Singapur einreisen. Der asiatische Stadtstaat beendet damit einen zwei Jahrzehnte dauernden Bann. Dürfen jetzt bis zu drei Monate im Land bleiben. Die Gesetze, die aus einer Zeit stammen, in der wenig über HIV und dessen Übertragungswege bekannt war, haben HIV-Positiven die Einreise aus Sicherheitsgründen dauerhaft verweigert. Jetzt werden sie zumindest teilweise aufgehoben: Ein höchstens dreimonatiger Aufenthalt sei nun auch für Positive möglich, so die Regierung.
HIV-Prophylaxe PreP: Fluch oder Segen?
11.09.2015 00:00
Warum die Arznei bei uns noch nicht zugelassen wurde und welche Gefahren sie birgt. Truvada stellt im Kampf gegen Aids einen Meilenstein dar. 2005 zur Behandlung von HIV-Patienten auf den US-Markt gekommen, wird das Medikament seit nunmehr drei Jahren auch für die Prophylaxe eingesetzt. Das Risiko, sich trotz ungeschützten Geschlechtsverkehrs mit dem HI-Virus zu infizieren, sinkt dabei um bis zu 75 Prozent. Truvada wird auch hierzulande für die Therapie HIV-positiver Personen eingesetzt. Als Prophylaxe wurde es in Österreich aber noch nicht zugelassen. Warum dem so ist, wie es wirkt und welche Gefahren das Medikament birgt, lesen Sie hier.
Lateinamerika und die Karibik wollen HIV-Neuinfektionen reduzieren
11.09.2015 00:00
Letzte Woche tagte dazu in Rio de Janeiro, Brasilien, das zweite Forum Lateinamerikas und der Karibik über Kontinuität der Betreuung von HIV-Infizierten. Lateinamerika und die Karibik haben sich verpflichtet, die HIV-Neuinfektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen bis zum Jahr 2020 um 75 Prozent zu reduzieren, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation und des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS.
Refugeeswelcome – wir sind dabei!
11.09.2015 00:00
Sie kommen aus Ländern wie Afghanistan, Syrien oder Eritrea. Sie sind politisch verfolgt, vertrieben, dem Krieg entflohen und in Not. Deshalb brauchen sie unsere Solidarität und Unterstützung, aber auch Schutz vor rassistischen Anfeindungen. Menschen auf heillos überladenen Booten, notdürftig errichtete Zeltstädte, endlose Warteschlagen vor den Erstaufnahmestellen – seit vielen Wochen und Monaten begleiten uns diese Bilder und Szenen im Medienalltag. Die Nachrichten erschüttern und bewegen die Menschen, manche beunruhigen und ängstigen sie auch.
«Forscher müssen Aktivisten werden»
11.09.2015 00:00
Der ugandische Mediziner Alex Coutinho hat erreicht, dass die Behandlung von HIV-Infektionen kein Privileg reicher Länder ist. Er erhält dafür den Ehrendoktor der Universität Zürich. Aids prägte die Karriere von Alex Coutinho. Als Medizinstudent in den frühen 1980er-Jahren an der Universität Makerere erlebte er erste Fälle der noch unbekannten Abmagerungskrankheit. Als Arzt war er Chef der größten Nichtregierungsorganisation Ugandas für Aidskranke. Bis vor kurzem leitete Coutinho das renommierte Institut für Infektionskrankheiten IDI der Universität Makerere, das Forschungen durchführt, Aidskranke behandelt und HIV-positive Menschen in Uganda betreut.
HIV-Infektion bleibt mit Kürzel „ANST“ in Polizeiakte gespeichert
11.09.2015 00:00
Umstrittenes Kürzel ANST: Die Polizei darf in Ihren Computern speichern, ob jemand an HIV oder Hepatitis leidet. Die Polizei darf weiterhin verdächtige Personen mit dem Kürzel ANST für Ansteckungsgefahr in ihren Akten kennzeichnen, wenn diese mit HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C infiziert sind. Die Deutsche AIDS-Hilfe kritisiert den Beschluss der Innenministerkonferenz als stigmatisierend.
Neuer HIV-Test: Früher positiv?
04.09.2015 00:00
In den deutschsprachigen Medien “geistern” Nachrichten zu einem neuen HIV-Test. Dieser soll die Zeit bis zum Nachweis einer HIV- Infektion von 3 Monaten auf 6 Wochen verkürzen. Aber gibt es wirklich etwas Neues? Das so genannte diagnostische Fenster, die Zeit von der Infektion bis das der HIV-Test erstmals positiv anzeigt, wurde vor knapp 30 Jahren mit 3 Monaten angegeben. Die Daten beruhten auf den Resultaten der HIV-Tests der ersten und zweiten Generation. In den Neunziger Jahren wurden die Test weiter entwickelt. Seit 17 Jahren arbeiten wir mit Tests der dritten und vierten Generation. Diese sind eindeutig empfindlicher geworden, sodass man die Frage des diagnostischen Fensters durchaus stellen mag. Doch es gab in den letzten 15 Jahren keine neuen Tests mehr.
Gewissheit beim HIV-Test jetzt schon nach sechs Wochen
04.09.2015 00:00
30 Jahre nach der Einführung des HIV-Tests verkürzt sich das diagnostische Fenster. Frühere Gewissheit ist eine Erleichterung und kann zum Test motivieren. Die Deutsche AIDS-Hilfe informiert darüber ausführlich in ihrem HIV-Report. Die Regel galt mehr als drei Jahrzehnte: Nach einem HIV-Risiko musste man zwölf Wochen Ungewissheit aushalten, bevor der HIV-Test eine Infektion sicher ausschließen konnte. Das hat sich nun geändert. Die heute üblichen Labortests liefern schon nach sechs Wochen zuverlässige Ergebnisse. Die zuständigen Fachgesellschaften haben die neue Frist in einer gemeinsamen Stellungnahme festgeschrieben.
Die Pille, die Aids keine Chance gibt
04.09.2015 00:00
Safer Sex auf Rezept? US-Behörden werben für Truvada. Die Pille kann HIV-Infektionen verhindern, Aids besiegt sie nicht. Zehntausende wähnen sich dennoch in Sicherheit. HIV-Prävention ist jetzt viel einfacher – PreP sorgt dafür, dass Sie HIV-negativ bleiben. So wirbt die Gesundheitsbehörde des Staates New York zurzeit auf Plakaten. Junge Männer und Frauen stehen vor einem rot-violetten Hintergrund, die Seite prepforsex.org verspricht weitere Informationen. Kleingedruckt auf dem Plakat empfiehlt die Behörde – fast etwas beiläufig – zum Schutz gegen andere sexuell übertragbare Krankheiten weiterhin Kondome zu verwenden.
Das Wunder von Mosambik
04.09.2015 00:00
HIV-kranke Mütter bekommen gesunde Kinder - eine Recherchereise. Es klingt wie ein Wunder, aber dank der kirchlichen Helfer von Sant’ Egidio und der Deutschen Aids-Stiftung ist es möglich. HIV-erkrankte Schwangere können gesunde Babys gebären. Wie das geht? Die Menschen in Mosambik trauten ihren Augen nicht. Das kann doch nicht wahr sein, das ist doch ...? Ana Maria Muhai! Die Totgeglaubte war auferstanden. Dabei wog die Frau nur noch 29 Kilogramm, alle hatten sie gemieden und keiner wollte mehr an ihrem Straßenstand traditionelle Getränke kaufen, aus Angst vor Ansteckung mit HIV. Und nun schien sie wie durch ein Wunder die Alte zu sein.
HI-Virus greift auch die Lunge an
04.09.2015 00:00
Ein HIV-infizierter Patient schnauft und hustet? Vor allem chronisch obstruktive Lungenerkrankungen kommen bei Infizierten gehäuft vor – nicht nur weil viele von ihnen rauchen. Je nach Studie und Population finden sich unter HIV-Infizierten bis zu 80 Prozent Raucher, während es in der Durchschnittsbevölkerung nur etwa 20 Prozent sind. Das Alter spielt zwar ebenfalls eine Rolle – aktuell hat jeder zweite HIV-Infizierte den 50. Geburtstag bereits hinter sich.
Eine molekulare Pinzette gegen HIV
28.08.2015 00:00
Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Pennsylvania setzen eine molekulare Pinzette gegen den Aids-Erreger HIV ein. Das an der Universität Duisburg-Essen entwickelte Molekül CLR01 greift nicht nur den Erreger selbst an, sondern blockiert auch im Sperma enthaltene Infektionsverstärker. Auf CLR01 basierende Vaginalgele könnten also eines Tages Frauen dabei helfen, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Darüber hinaus ist die Pinzette bei anderen sexuell übertragbaren Viren wie Herpes oder Hepatitis C wirksam.
HIV-Tests für zu Hause
28.08.2015 00:00
In Frankreich soll ab September 2015 ein HIV-Heimtest verfügbar sein. Noch sind sie hierzulande nicht erhältlich, aber HIV-Heim- und Einsendetests könnten künftig auch in Deutschland zum Einsatz kommen. DAH-Medizinreferent Armin Schafberger stellt die beiden Testverfahren vor.
Life in Progress
28.08.2015 00:00
Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Aids Hilfe Bern, die auch zwei Projekte in Südafrika unterstützt, wird Life in Progress gezeigt. Der Dokumentarfilm von Irene Loebell geht den Fragen nach, wie die erste nach dem Ende der Apartheid geborene Generation in Südafrika lebt und was es bedeutet, als Teenager in einem südafrikanischen Township aufzuwachsen, wo die Jugendlichen auch mit dem Thema Aids konfrontiert sind.
„Die Gay Community ist schuld”
28.08.2015 00:00
US-Magazin The Advocate analysiert Anstieg der HIV-Neuinfektionen. Die Zahlen sind alarmierend: Nach einer Studie der Strategic Multisite Initiative for the Identification, Linkage and Engagement in Care of HIV infected youth -SMILE- in Zusammenarbeit mit dem Institute of Child Health and Human Development -NICHD- machen amerikanische Schwule zwischen 13 und 24 ein Viertel der HIV-Neuinfektion aus. Ein Vergleich über 10 Jahre zeigt: Die Infektionsrate bei jungen Schwulen in den USA ist um 132,5 Prozent gestiegen und zwar im Zeitraum 2001 bis 2011.
Lymphome sind auch bei AIDS behandelbar
28.08.2015 00:00
Im Fall eines Hodgkin-Lymphoms werden HIV-positive Patienten onkologisch genauso betreut wie HIV-negative. Interaktionen mit der antiretroviralen Therapie erschweren das Vorgehen jedoch. HIV-infizierte Patienten tragen im Vergleich zur Normalbevölkerung ein 5- bis 20-fach erhöhtes Risiko für ein klassisches Hodgkin-Lymphom. Während sich die Inzidenz für das HIV-assoziierte Non-Hodgkin-Lymphom seit der Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie (cART) um rund 50 Prozent reduzierte, sind die Raten des M. Hodgkin konstant geblieben.
Heilung für (fast) alle!
21.08.2015 00:00
Die 50. Jahrestagung der EASL stand ganz im Zeichen des Erfolges der Hepatitis C Therapie. Nahezu alle Patientengruppen können geheilt werden, und zwar meist innerhalb von 12 Wochen und auch unter Alltagsbedingungen. Durch die zweite Welle direkt antiviraler Medikamente soll die Behandlung noch effektiver, einfacher und kürzer werden.
China errichtet System zur AIDS-Beratung an Schulen und Universitäten
21.08.2015 00:00
In letzten Jahren haben sich immer mehr junge chinesische Studenten mit HIV angesteckt. Dies weist auf gleich mehrere Probleme hin. Dazu gehört vor allem mangelnde Aufklärung über den Schutz gegen die Krankheit AIDS in vielen Schulen. Auch ein schwaches Bewusstsein der Studenten für Selbstschutz hält die Regierung für problematisch. Deshalb haben die chinesische staatliche Kommission für Gesundheit und Familienplanung und das Bildungsministerium vor kurzem in einer Kundgebung alle Schulen aufgefordert, ein System zur Aufklärung über AIDS zu etablieren.
Die unbegründete Angst vor HIV
21.08.2015 00:00
Allein das Wort verbreitete Angst und Schrecken. In den 80er und 90er Jahren klang Aids vielen Menschen wie eine Neuauflage von Pest und Cholera. Die unheilbare Immunschwächekrankheit raffte Betroffene erbarmungslos dahin. Das Thema beherrschte die Schlagzeilen. Die wildesten Gerüchte waren in Umlauf, wie sich die Menschen anstecken können. Manche fürchteten, ein bloßer Händedruck reiche dazu schon aus.
Out of Africa: Falscher Optimismus
21.08.2015 00:00
Wann soll mit einer HIV-Therapie begonnen werden? Ein Paradigmenwechsel steht bevor – mit problematischen Konsequenzen, gerade in Afrika. Ende Juli besuchte ich eine Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft im kanadischen Vancouver. Ein Thema dominierte den Anlass: Wann soll mit der HIV-Therapie begonnen werden? Bisher galt die Maxime zuzuwarten, bis ein erkennbarer Schaden am Immunsystem – gemessen an der Zahl der Helferzellen im Blut – eingetreten war. Die so genannte Start-Studie, die in Vancouver erstmals veröffentlicht wurde, zeigte nun aber, dass es sinnvoll ist, die HIV-Therapie schon lange vor dem Abfall der Helferzellen zu beginnen.
Russland will Einfuhr westlicher Kondome stoppen
21.08.2015 00:00
Trotz der hohen HIV-Infektionszahlen will die  russische Regierung offenbar den Zugang zu Kondomen einschränken. Das Handelsministerium hat vorgeschlagen, die Einfuhr von Kondomen und anderen medizinischen Gütern wie Einmalhandschuhen aus westlichen Ländern zu stoppen. Der Schritt sei eine Antwort auf Sanktionen des Westens, die nach der Annexion der Krim im vergangenen Jahr beschlossen worden waren.
Antikrebs-Wirkstoff Ingenolmebutat möglicher Kandidat für HIV Eradikation
14.08.2015 00:00
Trotz der Effektivität der antiretroviralen Therapie kann das Virus HIV1 nicht eradiziert werden, da kurz nach der Infektion latente Reservoirs für das Virus gebildet werden, wie am Beispiel des Mississippi-Babys gezeigt wurde. Mit Ingenolmebutat, ingenol-3-angelate, das von der FDA zur topischen Behandlung aktinischer Keratosen zugelassen wurde, können latente HI-Viren reaktiviert werden und damit der antiretroviralen Therapie zugänglich gemacht werden.
HIV: So leben wir mit der tödlichen Krankheit
14.08.2015 00:00
Zwei Menschen, ein Schicksal: Diagnose HIV positiv. Zwei betroffene Frankfurter berichten von Diskriminierung, Angst und dem viel zu lockerem Umgang mit der Krankheit. Angst ist ein ständiger Begleiter. Sie ist allgegenwärtig. Jeder Gang zum Arzt, jeder neue Bluttest kann das Leben auf den Kopf stellen, wenn man das gefährliche HI Virus in sich trägt. So wie Gerhard Winter und Johannes Ritter -Namen von der Redaktion geändert-. Die beiden Frankfurter sind HIV positiv.
Hepatitis C: Neue DAA-Kombinationen auch bei HIV-Koinfektion
14.08.2015 00:00
Die Einführung von direkt antiviral wirksamen Substanzen kann Hepatitis C-Infektion auch bei Patienten mit HIV-Koinfektion kurieren, wie zwei auf der achten IAS Conference on HIV Pathogenesis, Treatment and Prevention in Vancouver vorgestellte und im New England Journal of Medicine publizierte Studien zeigen. Die Therapie wirkt bei allen Genotypen. Die Mindestdauer beträgt 12 Wochen.
Frühe HIV-Therapie schützt Partner vor Infektion
14.08.2015 00:00
HIV-Infizierte, die eine antiretrovirale Therapie konsequent betreiben, können ihre Sexualpartner zuverlässig vor einer Ansteckung bewahren. Dies geht aus Langzeitergebnissen einer internationalen Studie hervor, die auf der achten IAS Conference on HIV Pathogenesis, Treatment and Prevention in Vancouver vorgestellt wurden.
Gegen HIV hilft vor allem eines: eine frühe Therapie
14.08.2015 00:00
Dass ein französischer Teenager HIV ohne Medikamente in Schach hält, ist spektakulär. Doch für die meisten der 37 Millionen Infizierten ändert das nichts. Ihnen hilft vor allem eines: eine möglichst frühe Therapie. Warum die Eltern ihrer fünfjährigen HIV-positiven Tochter keine Medikamente mehr geben wollten, ist nicht bekannt. Sie setzten sie einfach ab, gegen den Rat der Ärzte. Trotzdem blieb das Mädchen gesund. Nicht ein oder zwei Jahre. Die Französin ist heute 18, in ihrem Blut ist nach wie vor kein Virus nachweisbar. Und das, obwohl sie nicht geheilt ist.
Kongressbericht: IAS 2015
07.08.2015 00:00
Die achte Konferenz der Internationalen Aids Gesellschaft fand in Vancouver statt, 19 Jahre nach der historischen Konferenz. Damals wurde der Durchbruch bei der antiretroviralen Therapie gefeiert. Diesmal stehen der Zeitpunkt des Therapiebeginns, die Therapie als Pävention und die PrEP im Mittelpunkt.
HIV: Teenager seit fast 12 Jahren ohne Medikamente in Remission
07.08.2015 00:00
Eine HIV-infizierte 18-Jährige ist zwölf Jahre nach Behandlungsstopp noch immer ohne Krankheitsanzeichen. Der Fall macht Forscher im Kampf gegen Aids vorsichtig optimistisch. Eine heute 18 Jahre alte Frau aus Frankreich, die sich perinatal mit dem HI-Virus infizierte, im Alter von 6 Jahren aber die antiretrovirale Therapie abbrach, ist fast 12 Jahre später ohne Behandlung in Remission, ohne allerdings geheilt zu sein, wie ein Forscher des Institut Pasteur dem Publikum der achten IAS Conference on HIV Pathogenesis, Treatment and Prevention in Vancouver erklärte.
In der Ostukraine fehlt es an AIDS-Medikamenten
07.08.2015 00:00
Die 8.000 Aids-Patienten seien ins politische Kreuzfeuer geraten, heißt es von der Uno. In der Ostukraine drohen dringend benötigte Medikamente für 8.000 HIV-Infizierte auszugehen. Sollte die Blockade der Mittel nicht aufgehoben werden, könnten die Immunschwächepatienten ab Mitte August nicht mehr behandelt werden.
15 Millionen Menschen erhalten HIV-Therapie
07.08.2015 00:00
Die zu einem Etappenziel erklärte Zahl von 15 Millionen habe man sogar einige Monate vor Ablauf der selbst gesetzten Frist erreichen können, teilte die Aids-Organisation der Vereinten Nationen mit. Das sind 15 Millionen Erfolgsgeschichten, sagte UNAIDS-Chef Michel Sidibé. Noch vor 15 Jahren sei Aids eine Krankheit der anderen gewesen, erklärte er. Damals sei die Behandlung lediglich für Reiche, nicht aber für Arme möglich gewesen.
HIV-Infektion wird oft zu spät diagnostiziert
07.08.2015 00:00
In Deutschland kommen HIV-Infizierte oft erst dann zum Arzt, wenn das Immunsystem bereits sehr schwach ist, wie jetzt eine aktuelle Befragung zeigt. Warum ist das so? Weltweit wird bei etwa jedem zweiten HIV-Infizierten die Infektion erst spät diagnostiziert, wenn die CD4-Zellzahl unter 350/µl liegt oder schon AIDS definierende Erkrankungen wie Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie, Toxoplasmose-Enzephalitis, Candida-Infektionen der Lunge oder ein Kaposi-Sarkom vorliegen.
Die Aids-Epidemie könnte 2030 enden
07.08.2015 00:00
15 Millionen Aidskranke können heute bereits therapiert werden. Die UN hoffen, dass in 15 Jahren die Menschheit vor HIV geschützt sein wird. Bis dahin ist viel zu tun. 36 Jahre Lebenserwartung, drei Millionen Neuinfektionen und zwei Millionen Tote pro Jahr – noch vor 15 Jahren war das die dramatische Bilanz der Aids-Epidemie. Die Seuche löschte Familien aus, ließ Gemeinden und ganze Nationen zusammenbrechen. Die Staaten der Welt haben heute viel erreicht im Kampf gegen das Virus.
Wenn Belastungen sich gegenseitig verstärken
28.07.2017 13:15
Ineinandergreifende Gesundheitsprobleme – man spricht hier auch von „Syndemie“ – sind mit einer höheren Viruslast und geringerer Adhärenz oder auch Therapietreue bei HIV-positiven Männern verbunden, die Sex mit Männern haben. Eine höhere Viruslast und geringere ART-Adhärenz sind jeweils mit erhöhten Syndemiewerten assoziiert, berichten Forscher aus den Vereinigten Staaten in der Online-Ausgabe von AIDS.
Viruserkennung des Immunsystems
28.07.2017 13:15
Neue Erkenntnisse könnten die Impfstoffentwicklung und Therapie revolutionieren: Immunzellen haben die Fähigkeit HIV-1 bei Zell-Eintritt zu erkennen und das Immunsystem zu warnen. HIV-1, meist nur als HIV bezeichnet, ist der Verursacher der erworbenen Immunschwäche-Krankheit AIDS. Bislang war allerdings unklar, wie die Zellen das Virus als fremd erkennen können.
Irgendjemand muss jetzt anfangen, die Betonwände zu durchbohren
28.07.2017 13:15
Der Internist Christoph Weber arbeitet seit 15 Jahren im HIV-Bereich der Tagesklinik am Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin, wo man sich auch um Menschen ohne Krankenschein kümmert. Wir haben ihn zur Versorgung dieser Patienten befragt.
RKI verzeichnet 2014 mehr HIV-Diagnosen
28.07.2017 13:15
Für das Jahr 2014 wurden dem Robert-Koch-Institut 3.525 HIV-Neudiagnosen gemeldet, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg sagt aber nichts über aktuelle Infektionszahlen aus. Das geht aus dem heute veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin des RKI hervor. Die Zahl der HIV- Neudiagnosen darf nicht mit der Zahl der HIV-Neuinfektionen verwechselt werden. Sie lässt keinen direkten Rückschluss auf das Infektionsgeschehen in Deutschland zu, sondern gibt lediglich an, wie viele Menschen erstmals HIV-positiv getestet wurden. Die meisten von ihnen haben sich schon vor Jahren infiziert.
Neue Impfstrategie schützt jeden zweiten Rhesus-Affen
28.07.2017 13:15
Eine neuartige Impfstrategie, die derzeit auch in klinischen Versuchen gegen E-bola erprobt wird, hat in präklinischen Studien in Science die Hälfte aller Makaken vor einer Infektion mit dem Simianen Immundefizienz-Virus, SIV, geschützt, einem Verwandten des HI-Virus. Der Hersteller plant eine erste klinische Studie.
HIV-positive Häftlinge dürfen jetzt überall arbeiten
21.07.2017 13:15
Nach einer Entscheidung des Petitionsausschusses hebt das Justizministerium endlich die bisherige Regelung auf. Wie das Bayerische Staatsministerium für Justiz der Deutschen AIDS-Hilfe am 26. Juni 2015 schriftlich mitteilte, soll das Arbeitsverbot für HIV-positive Häftlinge aufgehoben werden. Häftlinge mit HIV dürfen fortan auch in Gefängnisküchen arbeiten. In bayerischen Gefängnissen durften HIV-Positive bisher nicht als Friseur, in der Küche oder in Arbeitsbereichen mit besonderer Verletzungsgefahr arbeiten. Ein gelernter Koch wurde zum Beispiel drei Jahre lang von Arbeiten in Haus und Küche ausgeschlossen, erzählt Martin Jautz von der Münchner Aids-Hilfe.
Erstmals mehr Frauen als Männer hilfsbedürftig
21.07.2017 13:15
Im Jahr 2014 stellten erstmals mehr Frauen als Männer Hilfsanträge an die Deutsche AIDS-Stiftung. Der Frauenanteil lag sowohl im gesamten Bundesgebiet als auch in einem Großteil der Bundesländer über 50 Prozent: wie in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Aus Niedersachsen wurden knapp mehr Anträge von Männern gestellt, in Berlin lag der Anteil männlicher Antragsteller – entgegen dem Trend – bei über 65 Prozent.
Jung, mittellos, HIV-positiv: ein Bericht aus Simbabwe
21.07.2017 13:15
Simbabwe hat eine der höchsten HIV-Raten weltweit: 15 Prozent der Bevölkerung ist infiziert. Die Newlands Clinic in Harare, die vom Schweizer Arzt Prof. Ruedi Lüthy gegründet wurde, behandelt rund 5.500 mittellose Patientinnen und Patienten. Bei Kindern und Jugendlichen hat das medizinische Personal dabei mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen.
In Kuba keine HIV-Übertragungen von Mutter auf Kind mehr
21.07.2017 13:15
Kuba ist nach Angaben de Weltgesundheitsorganisation das erste Land der Welt, in dem es keine Übertragungen von HI- und Syphilisviren von Müttern auf Kinder mehr gibt. Der Stopp der Übertragung eines Virus ist einer der größten Schritte im Gesundheitsbereich, erklärte WHO-Chefin Margaret Chan. Die Entwicklung in Kuba sei ein bedeutender Sieg im Kampf gegen HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten und ein wichtiger Schritt hin zu einer Generation ohne Aids.
Erfolge mit HIV-Arznei zur Prophylaxe
21.07.2017 13:15
HIV-Forscher fordern, die Zulassung von Arzneien zur Präexpositionsprophylaxe voranzutreiben. Die Deutsche Aids-Gesellschaft empfiehlt, wie bereits kurz berichtet, die Anwendung der Präexpositionsprophylaxe, PrEP, als wichtigen Baustein der HIV-Prävention bei Hochrisikogruppen. Bei der PrEP erhalten HIV-negative, aber besonders infektionsgefährdete Menschen vorbeugend Arzneien der antiretroviralen HIV-Therapie, um sich bei Sexualkontakten vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Die Einnahme kann als Dauermedikation oder situationsbezogen vor und nach dem Sexualkontakt erfolgen.
Patienten fühlen sich immer noch stigmatisiert
14.07.2017 13:15
Aids-Organisationen beklagen weiter Diskriminierung von HIV-Infizierten im Versorgungsalltag. Sie fordern mehr Sensibilität - auch im Umgang mit Patientenakten. Mit einem gemeinsamen Appell fordern die Deutsche Aids-Gesellschaft, die Deutsche Aids-Hilfe und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter ein Ende der Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit einer HIV-Infektion im Gesundheitswesen.
Mehr Geld, mehr Sex, mehr Positive
14.07.2017 13:15
Das Thema Heilung ist erst einmal vom Tisch. Doch die Therapie von HIV-Patienten ist mittlerweile so erfolgreich, dass man sich beim Aids-Kongress in Düsseldorf auf den Kampf gegen die Stigmatisierung einigt. HIV ist kein Todesurteil mehr: Frühe Erkennung ist und bleibt aber essentiell für die Lebenserwartung der Infizierten.
Ausgezeichnete Unterstützung für Menschen mit und ohne HIV
14.07.2017 13:15
Der HIV-Community-Preis 2015 geht an zwei Projekte, die Integration von HIV-Positiven fördern: Helping Hand des HIVCENTER in Frankfurt und den Kontaktladen Vision e.V. für Drogenkonsumenten. Hilfe auf Augenhöhe statt Ausgrenzung: Dieses Signal geht vom diesjährigen HIV-Community- Preis aus. Er wurde am Mittwochabend auf dem Deutsch-Österreichischen Aids-Kongress (DÖAK) in Düsseldorf verliehen. Freuen durften sich über die Auszeichnung das Integrationsprojekt Helping Hand für HIV-positive Migrantinnen und Migranten und der Kontaktladen VISION e.V., der sich an Menschen richtet, die Drogen konsumieren.
Appell gegen Diskriminierung HIV-Positiver im Gesundheitswesen
14.07.2017 13:15
Die führenden HIV/Aids-Organisationen in Deutschland fordern ein Ende der Diskriminierung von Menschen mit HIV im Gesundheitswesen. HIV- positive Patienten dürfen keine Nachteile bei Zugang und Versorgung haben, erklären die Deutsche AIDS-Gesellschaft, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter. Ihren Gemeinsamen Appell veröffentlichen sie anlässlich des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses, der in Düsseldorf begann.
Hepatitis und Sexualität
14.07.2017 13:15
Laut WHO ist Sexualität ein menschliches Grundbedürfnis und sexuelle Gesundheit ein grundlegendes Menschenrecht. Daher lautet die Empfehlung der WHO aus dem Jahr 2000: Sexuelle Gesundheit muss integraler Bestandteil jeder ärztlichen Behandlung sein. In der Realität sprechen aber wenige Kollegen ihre Patienten auf deren sexuelle Gesundheit an. 46 Prozent meinen, dass sie zu wenig Zeit dafür hätten, und 54 Prozent haben den Eindruck, dass sie über zu wenig sexualmedizinisches Wissen verfügen, um mit dem Thema umgehen zu können.
Neue Studienergebnisse der BZgA
07.07.2017 13:15
Vom 24. bis 27. Juni 2015 fand in Düsseldorf der 7. Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress statt, auf dem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vertreten ist. Erwartet werden 1.200 Teilnehmende aus Medizin, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie HIV-positive Menschen. Anlässlich des Kongresses informiert die BZgA über ihre neuen Studienergebnisse der Repräsentativuntersuchung -AIDS im öffentlichen Bewusstsein 2014-. Demnach ist die Kondombotschaft in der Allgemeinbevölkerung weitgehend bekannt und die Menschen handeln auch entsprechend: So ist bei spontanen Sexualkontakten das Schutzverhalten in den letzten Jahren weiter angestiegen.
Aids-Hilfe schlägt Alarm
07.07.2017 13:15
Verband sieht flächendeckende, allgemeinmedizinische Versorgung von HIV-Patienten in Gefahr. Probleme in Duisburg und am Niederrhein. NRW-weit rund 18.000 Infizierte. Die Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen sieht die flächendeckende allgemeinmedizinische Versorgung von HIV-Infizierten in Gefahr. Das Wissen über HIV ist bei Allgemeinmedizinern meist nicht so ausgeprägt, dass man als Infizierter zu jedem Hausarzt gehen kann, erklärte Guido Schlimmbach von der Aids-Hilfe NRW.
Neuer ECDC-Leitfaden für die HIV- und STI-Prävention
07.07.2017 13:15
Neuer ECDC-Leitfaden für die HIV- und STI-Prävention bei MSM in Europa. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten empfiehlt sieben Kernangebote zur Reduktion von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben. Der Leitfaden fasst bewährte Maßnahmen der HIV- und STI-Prävention bei MSM zusammen.
Roche stellt HIV-Diagnoseverfahren für den Globalen Fonds bereit
07.07.2017 13:15
Roche ist, wie das Unternehmen meldete, für die Bereitstellung von HIV-1-Viruslast-Diagnostika und diagnostischen Technologien für Neugeborene für den Globalen Fonds ausgewählt worden. Damit wird eine weitere Stufe in der Zusammenarbeit zwischen Roche und dem Globalen Fonds erreicht, einer Organisation, die als Vorreiter für die Bereitstellung effektiver und wirtschaftlicher Lösungen in der Gesundheitsfürsorge steht, um die besten Ergebnisse für Patienten zu erreichen.
Freie AIDS-Therapie für Schwangere
07.07.2017 13:15
China will schwangeren Frauen ab sofort kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und Therapieangebote für AIDS/HIV, Syphilis und Hepatitis B zur Verfügung stellen, um die Übertragung von der Mutter auf den Fötus zu kontrollieren. Die Nationale Kommission für Gesundheit und Familienplanung hat bekannt gegeben, ein Programm zu starten, das die Übertragung von AIDS/HIV, Syphilis und Hepatitis B von der Mutter auf das ungeborene Kind verhindern soll.
Neues Modell für HIV-Forschung in Gehirnzellen
30.06.2017 13:15
Über 35 Millionen Menschen weltweit sind derzeit mit HIV-1 infiziert. Antivirale Medikamente können die Infektion aufhalten, aber nicht heilen, da sich das Virus in einem latenten, also ruhenden, Zustand in manchen Zellen versteckt. Wissenschaftlern am Helmholtz Zentrum München ist es jetzt gelungen ein Modell von latent infizierten Gehirnzellen zu etablieren und in diesen den Einfluss verschiedener Wirkstoffen auf die Aktivität des Virus zu untersuchen.
Unisex Safer Sex
30.06.2017 13:15
Ein Safer-Sex-Handbuch für alle Geschlechter, sexuellen Orientierungen und Lebensweisen gibt in leicht verständlicher Sprache Ratschläge und Tipps, wie man sexuell übertragbare Infektionen vermeiden kann. Okay, mag man denken: Noch eine Präventionsbroschüre, als gäbe es nicht schon reichlich davon, etwa von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder der Deutschen AIDS-Hilfe. Das erste große Kapitel, in dem die Leser_innen aufgefordert werden, sich ihrer sexuellen Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben bewusst zu werden.
Immer weniger HIV-Infizierte benutzen Kondome
30.06.2017 13:15
Erstmals haben Forschende unter der Leitung der Universität Zürich den Gebrauch von Kondomen bei HIV-Infizierten in der Schweiz in einer Langzeitstudie untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Gebrauch zwischen 2000 und 2009 relativ konstant war und seit 2009 kontinuierlich sinkt. Als Hauptgrund vermuten die Wissenschaftler das teilweise falsch interpretierte Statement der Eidgenössischen Kommission für Aids-Fragen von 2008. Dieses besagt, dass erfolgreich behandelte HIV-Infizierte mit festem Partner auf Kondome verzichten können.
Neuer Test scannt Blut auf Hunderte Viren
30.06.2017 13:15
Im Laufe seines Lebens infiziert sich jeder Mensch mit Hunderten Viren. Ein neuer Blut-Test macht es jetzt möglich, schnell herauszufinden, mit welchen Erregern man schon in Kontakt gekommen ist. Das Verfahren hat Potenzial - aber auch große Schwachstellen.
G7 ignorieren es, notwendige Maßnahmen zu HIV / AIDS zu ergreifen
30.06.2017 13:15
Obwohl globale Gesundheit wichtiges Thema auf dem Gipfel in Elmau ist, verfehlen es die G7 konkrete Anstrengungen zu machen, um ein Ende der Aids-Epidemie endlich bis 2030 zu erreichen. Das Aktionsbündnis gegen AIDS kritisiert dieses Versagen deutlich.
Das Virus der anderen
23.06.2017 13:15
Hauptstadt der Positiven nennen manche Berlin: Nirgends werden HIV-Patienten besser versorgt. Zunehmend zieht das Schöneberger Modell Infizierte aus anderen Teilen der Welt an. Die Geschichte eines Flüchtlings. Hassan, dessen echter Name nicht Hassan ist, hat zwei Optionen: Er kann bleiben – oder sterben. Der zierliche Mann mit den braunen Augen und dem Fünftagebart sitzt in einem Café am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg. Er ist Mitte 20, stockschwul, wie er sagt. Und er ist HIV-positiv.
Die vergessenen HIV-Infizierten in der Ukraine
23.06.2017 13:15
Als ob Krieg, Armut und Vertreibung nicht genug wären: Die Ukraine hat eine der höchsten HIV-Raten der Welt. Christian Werner hatte dort im Jahr 2012 Aids-Kranke und Infizierte fotografiert. Jetzt hat er nachgefragt, was aus ihnen geworden ist. Eine Geschichte in Bildern.
Erkennungsmolekül des HI-Virus in Immunzellen identifiziert
23.06.2017 13:15
Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben gemeinsam mit Kollegen aus Kalifornien und New York einen Rezeptor identifiziert, der es Zellen des Immunsystems ermöglicht, das HI-Virus zu erkennen und eine Immunantwort auszulösen. Gelingt es, über die Entwicklung geeigneter Impfstoffe diesen Mechanismus zu verstärken, könnten die Erkenntnisse der Forscher möglicherweise genutzt werden, eine wirksame körpereigene Abwehr gegen das HI-Virus zu erzeugen. Über die Forschungsergebnisse berichtet Cell in seiner Online-Ausgabe.
Kein Kind soll mehr an Aids sterben müssen!
23.06.2017 13:15
Kinder in Afrika: Es fehlt an HIV-Tests und Medikamenten. Die heutige Nacht der Solidarität soll Verbundenheit mit HIV-Positiven fördern. Astrid Berner-Rodoreda vom „Aktionsbündnis gegen AIDS“ erklärt die Aktion Kinder ohne AIDS – Medikamente und Tests für alle – und warum Eile geboten ist.
Der HIV-Test rettet Leben
23.06.2017 13:15
Vor nunmehr 30 Jahren wurde in Deutschland der HIV-Test zugelassen. Bernd Aretz über Missbrauch und Versäumnisse im Umgang mit dem Diagnose-Instrument, aber auch den persönlichen Benefit einer sinnvollen Nutzung. Männer, überwiegend aus der Lederszene, standen im Herbst 1984 Schlange am Haus 68 der Frankfurter Universitätsklinik, um ihr Blut untersuchen zu lassen. Frau Prof. Dr. Eilke Helm hatte in Veranstaltungen in der Schwulenszene dafür geworben, wie sie seit 1982 die Besucher ihrer an Aids erkrankten Patienten darum bat, sie untersuchen zu dürfen.
Fortbildung zum Patientengespräch über HIV/Aids
16.06.2017 13:15
Seit fünf Jahren unterstützt der Verband der Privaten Krankenversicherung die Ärzte-Fortbildungen Let's talk about sex. Aus diesem Anlass erklärt PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach: Nur eine Minderheit der Ärztinnen und Ärzte fühlt sich in der Beratung zu HIV/Aids oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten kompetent; viele wünschen sich dazu eine Fortbildung.
Hohe Rate von Hepatitis C bei Drogensucht
16.06.2017 13:15
Hepatitis- und HIV-Infektionen treten bei Drogenabhängigen häufig auf, belegt eine neue Studie. Erste Ergebnisse der Studie Drogen und chronische Infektionskrankheiten -DRUCK- hat jetzt das Robert Koch-Institut publiziert. Danach sind von den langjährigen Drogenabhängigen in Deutschland 23 bis 54 Prozent chronisch mit Hepatitis C infiziert.
Erster Patient in TEACH-Studie aufgenommen
16.06.2017 13:15
Erster Patient in TEACH-Studie mit MGN1703 zur Behandlung von HIV-Patienten aufgenommen. Das Biotechnologie-Unternehmen MOLOGEN AG gab heute bekannt, dass ihr Partner, die dänische Aarhus Universitätsklinik, mit der Behandlung der ersten Patienten begonnen hat. Die Zusammenarbeit besteht seit Anfang Mai 2015. Die Patientenrekrutierung soll innerhalb der nächsten Monate abgeschlossen werden.
Aufstand der Huren
16.06.2017 13:15
Der Internationale Hurentag erinnert an eine legendäre Protestaktion französischer Prostituierter: Vor 40 Jahren sorgten über 150 Frauen durch die Besetzung einer Kirche weltweit für Schlagzeilen. Die Wut der Prostituierten auf den Staat, die Polizei und die Behörden hatte sich über viele Jahre angestaut. Bordelle hatte man in Frankreich schon vor langer Zeit abgeschafft, auch die Prostitution war offiziell verboten, aber keineswegs verschwunden – trotz drohender Geld- und Gefängnisstrafen.
Estland: Aids - die tickende Zeitbombe
16.06.2017 13:15
Estland hat die höchste HIV-Rate in Europa. Die meisten Infizierten sind junge Drogenabhängige, die sich an verschmutzten Spritzen anstecken. Private Hilfsgruppen versuchen, die Epidemie in den Griff zu bekommen. Doch aus Angst vor Stigmatisierung verheimlichen viele Betroffene ihre Infektion.
START-Studie bestätigt Vorteile bei sofortigem Therapiebeginn
09.06.2017 13:15
Der sofortige Beginn der antiretroviralen Therapie nach der Diagnose hat in einer internationalen Studie mit deutscher Beteiligung die Zahl der Komplikationen der HIV-Infektion halbiert. Die Studie, deren Ergebnisse noch nicht publiziert sind, wird Auswirkungen auf die derzeitigen Therapieempfehlungen haben. Künftig dürfte allen Patienten bereits nach einem positiven Test zur Therapie geraten werden.
Ukraine gehen HIV-Medikamente aus
09.06.2017 13:15
Gedenkaktion in Kiew für verstorbene Aids-Kranke im Jahr 2014. In der Ukraine laufen nach Angaben einer NGO etwa 30.000 HIV-Infizierte Gefahr, nicht mehr behandelt zu werden. Wie das ukrainische Netzwerk für Menschen mit HIV/Aids mitteilte, wird es in etwa drei Wochen für so viele Betroffene keine Medikamente mehr geben. Dagegen protestierten Aktivisten der Organisation, indem sie vor dem Regierungsgebäude in Kiew einen symbolischen Friedhof errichteten.
HIV Heilen?
09.06.2017 13:15
HIV versteckt sich unter wirksamer Therapie in langlebigen Körperzellen. Sobald die Therapie abgesetzt wird, erscheint es dann wieder im Blut. Bisher gibt es noch keine Lösung für das Problem, aber viele Ideen dazu. Wiederholt haben wir darüber berichtet, dass die Eradikation von HIV aus dem latenten Reservoir eine Strategie sein könnten, um HIV zu heilen.
NRTI-freie Therapie bei Komorbiditäten
09.06.2017 13:15
Ein NRTI-freies Therapieregime war in einer Studie einem Standardregime nicht unterlegen. Angesichts des immer größeren Anteils an älteren HIV-Patienten mit Komorbiditäten und Co-Medikationen könnten Nuke-freie Therapieregime künftig an Bedeutung gewinnen. Dr. Ansgar Rieke von der immunologischen Ambulanz im Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen, erklärte, dass er damit rechne, dass im Jahr 2030 fast drei Viertel aller HIV- Infizierten über 50 Jahre sein werden. Mehr als 80 Prozent dieser Patienten werden neben der HIV-Infektion relevante Begleiterkrankungen aufweisen.
Weniger Tripper, mehr Chlamydien: Woran Schweizer beim Sex erkranken
09.06.2017 13:15
2014 haben sich in der Schweiz weniger Menschen mit Tripper, Syphilis und dem HI-Virus angesteckt. Um 12 Prozent zugenommen haben hingegen die Infektionen mit Chlamydien. Davon betroffen sind vor allem junge Frauen. Überhaupt betrafen die 9680 gemeldeten Chlamydiose-Fälle besonders Frauen, wie das Bundesamt für Gesundheit in der am Montag in seinem Bulletin veröffentlichten Jahresstatistik sexuell übertragbarer Krankheiten ausweist.
HI-Viren müssen draußen bleiben - Molekulare Schere schneidet "Türgriff" ab
01.01.1970 01:00
Sie entfernen den Türgriff und verwehren so AIDS verursachenden HI-Viren den Eintritt in die Zelle: Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben eine molekulare Schere entwickelt, mit der sich das Gen für einen Rezeptor, den HI-Viren für die Infektion menschlicher Immunzellen benötigen, gezielt zerschneiden lässt.
Meine 30 Tage mit HIV
01.01.1970 01:00
Kein Sex ohne Kondom. Das habe ich als junger Mann hunderten Schülern gepredigt. Nun habe ich es selbst getan. Und habe Angst, mich mit HIV angesteckt zu haben. Ein Protokoll aus der HIV-Ambulanz. Es ist kurz vor Mitternacht, als ich die Notaufnahme des Spitals betrete. Um mich herum Notfälle. Ein junger Mann auf einer Trage, sein Bein seltsam verdreht. Ein anderer Mann murmelt wirres Zeug, neben ihm seine besorgte Frau, die ihm die Hand hält.
Die blaue Wunderpille
01.01.1970 01:00
Lust auf Sex ohne Kondom, aber Angst vor Aids? Eine kontroversielle Anti-Aids Pille verspricht die Lösung. Sex ohne Angst. Sex ohne Hemmungen. Sex ohne Gummi. Endlich frei. Das dachten sich viele, als die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA 2012 zum ersten Mal ein Medikament zur Aids-Vorbeugung zugelassen hat. Truvada heißt die kleine blaue Wunderpille, die vom US-Pharmaunternehmen Gilead Sciences produziert wird.
Schlaganfallrisiko bei HIV erhöht
01.01.1970 01:00
Eine Auswertung der US-amerikanischen Veteranen-Kohorte ergab auch ohne vorbestehende kardiovaskuläre Risikofaktoren für HIV-infizierte Männer ein höheres Risiko für einen Schlaganfall im Vergleich zu einer HIV-negativen Kontrollgruppe.
HIV wird in Russland zur nationalen Bedrohung
01.01.1970 01:00
Die Aids-Gefahr in Russland gilt seit Jahren als besonders hoch. Nun schlagen Experten Alarm. Die Zahl der HIV-Infektionen nehme immer bedrohlichere Ausmaße an. Kann Deutschland als Vorbild für den Kampf gegen die Ausbreitung dienen? Die rapide zunehmenden HIV-Infektionen in Russland werden aus Sicht von Medizinern zur Gefahr für die nationale Sicherheit des Landes.
Selbstzufrieden und kaltschnäuzig
01.01.1970 01:00
Die medizinische Behandlung von Flüchtlingen verstößt gegen die Menschenrechte, rügt die UNO. Die Regierung gibt sich unbeeindruckt. Ein plötzlicher schwerer Durchfall, eine Blinddarmentzündung, ein Beinbruch – wer akut erkrankt als Flüchtling in Deutschland, der hat Aussicht auf eine angemessene ärztliche Behandlung: Die medizinische Notfallversorgung ist nach dem Asylbewerberleistungsgesetz garantiert und wird vom Staat bezahlt. Doch anstatt einfach zum Arzt zu gehen, müssen Asylsuchende in den meisten Bundesländern bei den zuständigen Flüchtlingsbehörden eine Behandlungsgenehmigung einholen.
Uganda sucht neue Wege gegen Aids
01.01.1970 01:00
In Uganda steigen die HIV-Zahlen wieder. Derweil gehen die Meinungen über die richtige Aufklärung weit auseinander. Junge Aktivisten probieren neue Herangehensweisen. Der Kamwokya-Slum in Ugandas Hauptstadt Kampala ist Hood Katendes Zuhause. Dort wird der 26-jährige Aktivist und Rapper respektiert. Das mag an seiner Vergangenheit liegen, als er noch Gang-Mitglied war und mit Drogen gedealt hat. Das verschafft ihm bei den Jugendlichen die nötige Glaubwürdigkeit, schließlich ist er "einer von ihnen". Heute versucht er, Jugendliche davor zu bewahren, sich mit HIV anzustecken.
Aarhus Universitätsklinik veranlasst Studie mit MGN1703 bei HIV-Patienten
01.01.1970 01:00
Das Biotechnologie-Unternehmen MOLOGEN AG gab heute die Zusammenarbeit mit der dänischen Aarhus Universitätsklinik bekannt. Die Vereinbarung umfasst eine frühphasige Studie mit MOLOGEN's Immunmodulator MGN1703 zur Behandlung von HIV-Patienten. Damit wird MGN1703 erstmalig in Patienten getestet, die an einer anderen Krankheit als Krebs leiden. Das potenzielle Anwendungsspektrum des Produkts könnte damit erweitert werden.
Die Einführung der PrEP ist angezeigt
01.01.1970 01:00
Die deutschen HIV-Schwerpunktärztinnen und -ärzte stehen für eine qualitätsgestützte, effektive und wirtschaftliche Einführung der HIV- Prä-Expositions-Prophylaxe, PrEP, in Deutschland. Dies erklärte die dagnä -Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der HIV-Versorgung e.V.- in einer Stellungnahme, die am 6. Mai auf ihrer Website veröffentlicht wurde.
Ein Dosenöffner gegen AIDS
01.01.1970 01:00
Neuer Wirkstoff macht HIV-infizierte Zellen angreifbar für das Immunsystem. Kleines Molekül mit großer Wirkung: Ein neuer Wirkstoff umgeht die Verteidigung des HI-Virus gegen das Immunsystem. Das Molekül gleicht einem Dosenöffner, der das in den Abwehrzellen verborgene Virus bloßlegt. Die zellulären Brutstätten des Virus lassen sich so vom Immunsystem töten, erläutern die Forscher im Magazin Proceedings of the National Academy of Sciences. Wenn sich der Mechanismus auch in klinischen Studien bewährt, könnte ein HIV-Heilmittel greifbar sein.
Internationaler Kaffeeklatsch
01.01.1970 01:00
Langsam entspannt sich in unserer Gesellschaft der Umgang mit HIV und Aids. Schwierig bleibt aber die Situation für Migranten. Das Projekt Helping Hand im HIVCENTER Frankfurt will das ändern.
Neuer körpereigener HIV-Hemmstoff entdeckt
01.01.1970 01:00
Ein Peptid blockiert Viren-Eintrittspforte und Signalweg. Ulmer AIDS-Forscher haben ein körpereigenes Peptid entdeckt, das die Infektion mit dem HI-Virus blockiert, indem es an einen bestimmten Zellrezeptor bindet. Darüber hinaus ist eine fehlerhafte Signalgebung an diesem Rezeptor mit Erkrankungen wie Krebs oder Asthma assoziiert. Und damit nicht genug: Das Peptid eignet sich womöglich auch als Biomarker bei Nierenerkrankungen.
EASL - International Liver Congress
01.01.1970 01:00
Der 50. International Liver Congress der EASL fand vom 22. bis 26. April in Wien statt. Auf diesem Kongress werden viele offenen Fragen zur Hepatitis C diskutiert und hoffentlich auch beantwortet werden. Die Erwartungen jedenfalls sind groß. HIV and More berichtet wie gewohnt vom Kongress.
Neue HCV Arzneimittel - Zusatznutzen bei bestimmten Patienten
01.01.1970 01:00
Sofosbuvir machte im Februar 2014 den Anfang – seitdem wächst die Zahl neuer Hepatitis-C-Arzneimittel beständig. Seit Januar 2015 stehen auch die feste Wirkstoffkombination von Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir sowie der Wirkstoff Dasabuvir des Herstellers Abbvie zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat jetzt überprüft, ob die Präparate gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bieten. Bejaht hat es das nur für einige Untergruppen – und selbst in diesen sei das Ausmaß des Zusatznutzens unklar.
Kinder mit HIV-Infektion - Leben mit dem Virus
01.01.1970 01:00
Im Universitätsklinikum werden auch HIV-infizierte Kinder aus dem Ausland behandelt. Betreuer helfen ihnen und den Angehörigen, mit ihrem Schicksal zurechtzukommen. Leila und Dimitri würden vielleicht nicht mehr leben, wären sie nicht nach Frankfurt gekommen. Als Kind floh die kleine Leila mit ihren Eltern aus Eritrea nach Deutschland, der fünfjährige Dimitri lebt als Waise in einem Hospiz nahe Moskau. Dank Spenden kann er alle paar Wochen an den Main reisen, wo er lebenswichtige Medikamente bekommt.
Mehrere HIV-Infizierte unter Übersee-Wanderarbeitern aus Jiangsu festgestellt
01.01.1970 01:00
Im April 2015 gab die Behörde für Ein- und Ausreiseinspektion und -quarantäne eine Mitteilung über die internationalen Reisegesundheitszentren wie in Nantong, Taizhou, Lianyungang heraus. Dabei wurden bei den Aids-Untersuchungen unter Übersee-Wanderarbeitern seit April 2015 16 HIV-Infizierte und 244 Syphilis-Kranke diagnostiziert.
Schwulen darf Blutspende verweigert werden
01.01.1970 01:00
Das umstrittene Blutspendeverbot für homosexuelle Männer ist unter Bedingungen rechtens, entschied der Europäische Gerichtshof. Das hat auch für Deutschland Folgen. Homosexuellen Männern kann Blutspenden auch in Zukunft verwehrt werden. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Konkret geht es zwar um einen französischen Fall, doch auch in Deutschland sind Schwule dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen.
Erster HIV-Selbsttest in Großbritannien
01.01.1970 01:00
Er soll auch Leute erreichen, die nicht zum Arzt gehen wollen: In Großbritannien ist jetzt ein HIV-Schnelltest im Handel, mit dem sich Menschen zuhause und innerhalb von 15 Minuten selbst auf das Aids-Virus testen können. Es ist der erste zugelassene Selbsttest in Großbritannien. Er reagiert auf die entsprechenden Antikörper in einem kleinen Tropfen Blut und soll zu 99,7 Prozent verlässlich sein.
Diagnosen, die Todesurteile waren
01.01.1970 01:00
Selbsthilfe, politisches Engagement, Horrorbewältigung: Eine Ausstellung blickt zurück auf 30 Jahre Aids-Hilfe. Am Anfang war es nur ein hässliches Wort. Mörderkrankheit titelte der Spiegel Anfang der achtziger Jahre, als in den USA reihenweise Männer an einer rätselhaften Immunschwäche starben. Es dauerte nicht lange, da war die Krankheit namens Aids auch in Deutschland bekannt. Und auch in der Schwulenszene Westberlins begann das Sterben.
HIV und Schwangerschaft - 15. Fachtagung in Schlangenbad
01.01.1970 01:00
Am 30. und 31. Januar 2015 hat das HIVCENTER des Frankfurter Universitätsklinikums wieder die Fachtagung HIV und Schwangerschaft ausgerichtet. Seit inzwischen 15 Jahren treffen sich Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland immer am letzten Januarwochenende in Schlangenbad im Taunus, um gemeinsam den aktuellen Stand der Dinge rund um das Thema HIV, Kinderwunsch und Schwangerschaft zu diskutieren. Aus einem anfangs rein deutschen Meeting ist dabei im Laufe der Jahre eine wissenschaftliche Veranstaltung mit internationaler Beteiligung geworden. So kamen in diesem Jahr acht der insgesamt 22 Referenten aus dem Ausland.
DAIG bezieht Stellung zur PrEP
01.01.1970 01:00
Die Deutsche AIDS-Gesellschaft hat anlässlich der aktuellen Diskussion zur HIV-Präexpositionsprophylaxe eine Stellungnahme herausgegeben, in der sie die Bedeutung der kürzlich veröffentlichten Studienergebnisse zur PrEP für die HIV-Prävention in Deutschland einschätzt. Die DAIG kommt dabei zu dem Schluss, dass die PrEP zukünftig ein weiterer sinnvoller Bestandteil der HIV-Prävention sein kann.
Wenn Ärzte Stress machen
01.01.1970 01:00
HIV Bezogene Diskriminierung: HIV-Positive erleben im Gesundheitswesen Diskriminierungen der unterschiedlichsten Art. Sich dagegen zu wehren, ist wichtig, aber nicht immer einfach. „Wie würden Sie entscheiden?“ Wer über 45 kennt sie nicht, die Sendung aus den Siebzigern, in der dem deutschen Fernsehpublikum jeweils ein Fall vorgestellt wurde, über den es urteilen sollte. Der Originaleinspieler dieser Sendung fand denn auch Verwendung in der Selbsthilfekonferenz Positive Begegnungen 2014 in Kassel.
Rückgang der HIV-Neuinfektionen bei Kindern
01.01.1970 01:00
Die HIV-Übertragung von der Mutter auf ihr Kind lässt sich heute verhindern. Daher sollte eine Aids-freie Generation möglich sein. In der Praxis verhält es sich allerdings komplizierter. Das Vorhaben war äußerst ambitioniert: Bis 2015 sollte es weltweit keine Übertragung des HI- Virus von einer Mutter auf ihr Ungeborenes mehr geben. Eine solche Aids-freie Generation hatten die Vereinten Nationen 2011 ausgerufen.
Gefälschte Packungen von Viread entdeckt
01.01.1970 01:00
Manipulierte Packungen des Arzneimittels Viread könnten in die deutsche Vertriebskette gelangt sein. Offenbar sind auch in einer Apotheke in Deutschland Fälschungen aufgefallen. Dies teilte das Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte im April 2015 auf seiner Website mit. Betroffen seien 245-mg-Filmtabletten der Charge 13VR039D in der Aufmachung für die Märkte in Griechenland und Zypern.
Raltegravir - vorteilhaftes Wechselwirkungsprofil
01.01.1970 01:00
Interaktionen zwischen den antiretroviralen Medikamenten und der Begleitmedikation können zu Wirkverlusten oder Toxizitäten führen. Deshalb sollten bei der Auswahl der HIV-Medikamente möglichst Substanzen mit einem günstigen Wechselwirkungsprofil eingesetzt werden, wie es beispielsweise der Integrasehemmer Raltegravir. aufweist. Viele HIV-Medikamente interagieren mit den Enzymen des Cytochrom-P(CYP)450-Systems und mit verschiedenen Arzneimitteltransportern, über die auch häufig verschriebene Arzneimittel metabolisiert bzw. transportiert werden.
Neutralisierender Antikörper senkt Viruslast in Phase 1 Dosisfindungsstudie
24.04.2015 00:00
Über 30 Jahre nach der Entdeckung von HIV als Ursache der Immunschwächekrankheit AIDS gibt es immer noch keinen Impfstoff und keine Heilung, obwohl intensiv geforscht wird. Ein internationales Wissenschaftler-Team mit Beteiligung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und der Uniklinik Köln hat nun eine neue Generation von Antikörpern erstmals an Menschen getestet und konnte zeigen, dass diese breit neutralisierenden Antikörper die Zahl der Humanen Immundefizienzviren (HIV) im Blut von infizierten Personen deutlich reduzierten.
Neuer HIV Report: Hepatitis C: medizinische Versorgung aktuell
24.04.2015 00:00
Im Februar diesen Jahres wurden neue Therapieleitlinien für die Behandlung der Hepatitis C veröffentlicht, die eine interferonfreie Therapie als Standardbehandlung empfehlen – ein großer Schritt in die richtige Richtung. Leider gibt es noch Hürden in der Umsetzung der Leitlinien. Denn die hohen Kosten der neuen Therapien führen dazu, dass Ärztinnen und Ärzte äußerst vorsichtig mit der Verordnung sind. Im aktuellen HIV-Report stellen wir die Leitlinien vor und beschreiben, welche Möglichkeiten und Barrieren es in der Versorgung gibt.
Antikörper-Therapie macht HIV-Patienten Hoffnung
24.04.2015 00:00
Im Kampf gegen AIDS setzen Forscher große Hoffnungen auf Antikörper. Jetzt hat eine solche Immuntherapie erstmals in Tests an Menschen die hohen Erwartungen bestätigt. Erstmals haben Mediziner eine Immuntherapie gegen HIV erfolgreich am Menschen getestet. In einer kleinen Studie senkte die einmalige Injektion eines breit neutralisierenden Antikörpers die Virenlast im Blut der infizierten Teilnehmer deutlich und war dabei gut verträglich.
Gilead will neues HIV-Kombipräparat auf den Markt bringen
24.04.2015 00:00
Gilead hat bei der U.S. Food and Drug Administration die Zulassung für ein neues HIV-Kombinationsmedikament beantragt. Dies gab der US- Pharmakonzern in einer Pressemitteilung bekannt. Das Präparat besteht aus dem neuartigen Nukleotidanalogen Reverse-Transkriptase-Hemmer Tenofoviralafenamid und dem bereits zugelassenen Wirkstoff Emtricitabin und ist für die Behandlung von HIV-1 bei Erwachsenen sowie bei Kindern ab 12 Jahren in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten vorgesehen.
Wo sich Aids-Viren in Zellen verstecken
24.04.2015 00:00
HI-Viren bevorzugen Plätze gleich hinter der Eintrittspforte zum Zellkern – ein Forscherteam des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung entdeckte, warum das genetische Material von HI-Viren an bestimmten Stellen des menschlichen Erbguts besonders häufig integriert wird. Haben Aids-Viren eine Zelle des menschlichen Immunsystems infiziert, lassen sie ihr genetisches Material im Zellkern in die menschliche Erbinformation (DNS) einbauen. Weiter als in den Eingangsbereich des Zellkerns kommen sie dabei meistens nicht.
HIV und Versicherungen: Steiniger Weg zur Police
17.04.2015 00:00
Bestimmte Versicherungen bleiben Menschen mit HIV seit fast 30 Jahren verwehrt. Der LSVD Hessen hat sich erkundigt, ob das Wissen um die medizinischen Fortschritte mittlerweile auch bei den Versicherungsgesellschaften angekommen ist. Seit etwa Ende der 1980er Jahre wird im Gesundheitsfragenkatalog der Versicherungen auch nach einer HIV-Infektion gefragt. Solche Fragen zur Gesundheit und Krankheitsgeschichte kommen hauptsächlich in den Anträgen zur Renten-, Lebens- und Krankenversicherung vor sowie bei Berufsunfähigkeitsversicherungen und Zusatzversicherungen für den Krankheits- und Pflegefall.
Anmerkungen zur Diktatur der Gesundheit
17.04.2015 00:00
Gesundheit darf nicht zum Selbstzweck und schon gar nicht zum Gesundheitsbefehl oder zum Gesundheitskapital werden, meint der Sozial- und Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Martin Dannecker: Wir leben nicht, um gesund zu bleiben.
Wechselwirkung der HCV Medikamente Harvoni und Sovaldi mit Herzmittel
17.04.2015 00:00
Gilead Sciences hat eine Warnung zum Einsatz von Sovaldi und Harvoni ausgesprochen. Wechselwirkung entdeckt: lebensbedrohliche Verlangsamung der Herzfrequenz. Bei der gemeinsamen Einnahme mit Amiodaron, einem Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, könne es zu einer lebensbedrohlichen Verringerung der Herzfrequenz kommen, teilte der US-Pharmakonzern mit.
Drogen, soziale Probleme und HIV
17.04.2015 00:00
Amerikanische schwule Männer, die Depressionen, sexuellen Missbrauch in der Kindheit, den Konsum von Stimulanzien oder anderen Substanzen oder starken Alkoholkonsum angeben, haben ein neunmal größeres HIV-Risiko als Männer ohne diese Probleme, so die im Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes veröffentlichten Ergebnisse einer großen, über vier Jahre laufenden Studie.
Wegweisendes Urteil zu HIV-Übertragung in Aachen
17.04.2015 00:00
Erstmals wertet ein deutsches Gericht eine HIV-Übertragung als fahrlässige und nicht als vorsätzliche Körperverletzung. Das Landgericht Aachen hat am Montag einen HIV-positiven Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, der ungeschützten Sex mit seiner Lebensgefährtin gehabt hatte, ohne sie über seine Infektion zu informieren. Dabei war es zur Übertragung des Virus gekommen.
HIV Attachment Inhibitor
03.04.2015 00:00
HIV1 Attachment-Inhibitor: 48-Wochen-Analyse bereitet Weg für Beginn einer Phase III Studie. Bristol-Myers Squibb hat jetzt Daten einer Phase-IIb-Studie bei therapieerfahrenen HIV1 Patienten zum HIV 1 Attachment-Inhibitor BMS-663068 vorgestellt. In dieser Studie wurde BMS-663068 mit einem geboosterten Proteaseinhibitor (Reyataz / Atazanavir und Ritonavir) verglichen.
Kostenfreie Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen
03.04.2015 00:00
Öffentliche Bundestagspetition von pro familia. Menschen mit geringem Einkommen können sich Verhütung oft nicht leisten. pro familia fordert deshalb, dass die Kosten von Verhütungsmitteln für Menschen, die wenig Geld haben, übernommen werden. Eine bundesweit gültige Gesetzesänderung ist dringend notwendig. Mehrere aktuelle Studien belegen, dass immer mehr Frauen auf unsichere Methoden ausweichen oder gar nicht verhüten, weil das Geld für Pille oder Spirale nicht reicht. Einzelne Kommunen haben das Problem erkannt und Projekte zur Kostenübernahme ins Leben gerufen.
Nanobodies - Alpaka-Antikörper
03.04.2015 00:00
Antikörper sind komplexe und hochvariable Eiweißstoffe, die von Zellen des Immunsystems gegen körperfremde Stoffe gebildet werden. Ihre Fähigkeit, Zielstrukturen spezifisch zu erkennen, wird routinemäßig für diagnostische und therapeutische Anwendungen genutzt. Mit neuen Technologien können diese Antikörper jetzt maßgeschneidert und in Mikroorganismen produziert werden.
Immer mehr AIDS-kranke Prostituierte im Iran
03.04.2015 00:00
Im Iran erkranken immer mehr Prostituierte an HIV. Doch die Regierung in Teheran leugnet das Problem. Das hängt mit der Diskriminierung von Frauen zusammen. Nach Drogenkonsum ist der zweithäufigste Übertragungsweg des HI-Virus im Iran der Geschlechtsverkehr. Davon sind vor allem Prostituierte betroffen, die aber in den offiziellen Statistiken ebenso wie Homo- und Bisexuellen nicht erwähnt werden. Die Regierung leugnet ihre Existenz. Im Land der Mullahs kann nicht sein, was nicht sein darf.
Abschiebung HIV-positiver Ausländer in Russland ist verfassungswidrig
03.04.2015 00:00
Menschen mit HIV sind keine grundsätzliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit, eine HIV-Infektion ist daher kein ausreichender Grund für eine Ausweisung, so das russische Verfassungsgericht. In einer am Montag veröffentlichten Entscheidung erklärten die Richter es für verfassungswidrig, HIV-positive Ausländer allein aufgrund ihrer HIV-Infektion auszuweisen oder ihnen die Einreise zu verweigern.
Herpesmedikament senkt HI-Viruslast
01.01.1970 01:00
Valaciclovir, ein häufig eingesetztes Medikament gegen Herpes, senkt bei HIV-Infizierten, unabhängig von einer Koinfektion mit Herpes, die Viruslast der Patienten. Wissenschaftler um Leonid Margolis von der Case Western Reserve University berichten darüber Clinical Infectious Diseases. Schon frühere Publikationen konnten mögliche Effekte einer Valacyclovir-Medikation auf die Viruslast von HIV-Patienten nachweisen.
Ist es Grippe – oder HIV?
01.01.1970 01:00
Der Hinweis auf die vermeintlichen Grippe-Symptome ist Teil der aktuellen Love Life-Kampagne. Fieber, Nachtschweiß, Halsschmerzen: Was sich wie Grippe anfühlt, kann etwas weit Schlimmeres sein. Eine Infektion gehe meist nicht unbemerkt vorüber, hält das BAG fest. Die Anzeichen würden aber häufig falsch gedeutet. In den meisten Fällen treten Krankheitssymptome auf, wie sie teilweise auch von der Grippe her bekannt sind: so Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen oder Hautausschlag.
Die, die es wissen müssen, wissen es – sonst rede ich nicht darüber
01.01.1970 01:00
Nur wenigen haben sich A. und M. anvertraut, in ihren Herkunftsländern ist die HIV-Infektion ein großes Tabu. Rat und Unterstützung finden die beiden seit vielen Jahren im Frauen- und Familienzentrum der Aidshilfe Köln. Mit beiden Frauen treffe ich mich im Büro von Birgit Körbel, der verantwortlichen Fachkraft für den Bereich zielgruppenspezifische Prävention im Frauen- und Familienzentrum der Aids-Hilfe Köln – so ihr offizieller Titel. Das FFZ berät und betreut seit vielen Jahren HIV-positive und an Aids erkrankte Frauen.
Ich habe nie daran gedacht, dass es HIV sein könnte
01.01.1970 01:00
Immer mehr Frauen erkranken an Aids. Der Grund: Viele erfahren von ihrer HIV-Infektion erst, wenn die Immunschwäche schon weit fortgeschritten ist. Frauke Oppenberg hat typische Fälle zusammengetragen. Erst war es ein hartnäckiger Husten, dann wachte Christina immer öfter nachts schweißgebadet auf. Sie schob es auf den Stress, den sie als Selbstständige in der Medienbranche hatte. Als sie sich immer schwächer fühlte und deutlich an Gewicht verlor, ging sie zu verschiedenen Ärzten, aber keiner konnte ihr helfen.
CROI 2015 Seattle
01.01.1970 01:00
HIV and more berichtet wie gewohnt aktuell und live von dem renommierten amerikanischen Kongress. Alle Beiträge auf einen Blick.
HIV-PrEP für Frauen: Enttäuschung beim Vaginalgel
01.01.1970 01:00
In der FACTS-001-Studie konnte nicht gezeigt werden, dass ein Gel mit dem Wirkstoff Tenofovir, das vor und nach dem Sex in die Scheide eingeführt wird, vor HIV schützt. Armin Schafberger berichtet aus Seattle von der HIV-Konferenz CROI. Muss es immer eine Tablette sein, die im ganzen Körper wirkt? Oder reicht es, die Schleimhaut zu schützen, die mit HIV in Kontakt kommt, um eine Infektion zu verhindern? Auch zu diesen Fragen wird geforscht und wurden auf der CROI in Seattle Ergebnisse präsentiert.
HIV: Die Pille vor dem Sex
01.01.1970 01:00
Endlich sind sie präsentiert, die lange angekündigten Daten der Französischen iPergay study. An der diesjährigen CROI wurden die Daten zusammen mit der ähnlichen UK-Studie (PROUD) präsentiert. Eine vernünftige, einfache Prävention. Die bisherigen Studien zur Prä Expositionsprophylaxe untersuchten immer die Wirkung einer täglich eingenommenen HIV-Therapie zur Verhinderung einer HIV-Ansteckung. Doch dass jemand jeden Tag eine HIV- Therapie einnimmt, um zu verhindern, dass er HIV-infiziert wird, ist doch etwas illusorisch.
Schnelleres Produktionsverfahren für Efavirenz
01.01.1970 01:00
Medikamente wie am Fließband. Efavirenz, eines der wichtigsten HIV-Medikamente, kann jetzt mithilfe eines neu entwickelten Verfahrens der kontinuierlichen Durchflusschemie möglicherweise schneller, kostengünstiger und weniger Umwelt belastend hergestellt werden. Forschern des Max- Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) und der Freien Universität Berlin ist es in den vergangenen Wochen gelungen, gleich mehrere Schritte auf dem Weg zu neuen, besseren und kostengünstigeren Produktionsmethoden für Arzneiwirkstoffe zurückzulegen. Dies ist speziell für das AIDS-Medikament Efavirenz von Bedeutung, das häufig als Baustein einer Kombinationstherapie gegen die Immunschwächekrankheit genutzt wird.
Chlamydien ganz oben, AIDS stark rückläufig
01.01.1970 01:00
Chlamydien sind die mit Abstand am häufigsten berichtete sexuell übertragbare Infektionen in den Ländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums. Dies verrät der Jahresbericht 2014 des European Centre for Disease Prevention and Control über die Epidemiologie der sexuell übertragbaren Infektionen. Die Ergebnisse beruhen auf Daten aus dem Jahr 2012.
Erfolgreiche Nierentransplantationen zwischen HIV-Positiven
01.01.1970 01:00
Die Transplantation der Niere eines HIV-positiven Spenders kann eine zusätzliche Option für HIV-infizierte Patienten sein, die eine Nierenersatztherapie benötigen. Zu diesem Ergebnis kommt erstmals eine südafrikanische Beobachtungsstudie, die am 12. Februar 2015 im New England Journal of Medicine veröffentlicht und diese Woche auch im Online-Magazin nam aidsmap vorgestellt wurde.
Spezielles Protein schützt vor HIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Forscher haben ein Protein entdeckt, das an HI-Viren andockt und sie so von der Infektion ihrer Wirtszellen abhält. Das Eiweiß-Molekül schützte die Versuchstiere monatelang vor einer Infektion. Die Risiken für den Menschen sind aber noch nicht absehbar. Es gibt einen neuen Hoffnungsschimmer bei der Suche nach einem wirksamen Schutz vor einer HIV-Ansteckung: US-Forscher testeten in Zell- und Tierversuchen erfolgreich ein kombiniertes Eiweiß-Molekül, das an die Oberfläche der Viren bindet und sie so von der Infektion ihrer Wirtszellen abhält.
Drastische Zunahme von Krebserkrankungen
01.01.1970 01:00
Neue Gesundheitskrise im Anmarsch. Im Schatten der derzeitigen Bemühungen, Ebola, Malaria und die medikamentenresistente Tuberkulose zu bekämpfen, gewinnt in Afrika eine weitere tödliche Krankheit an Boden: Krebs. Inzwischen greifen die bösartigen Tumore in der Region schneller um sich als HIV/AIDS. Doch gegen Krebs sind die Staaten weitgehend machtlos.
Neue Aids-Kampagne: Jugendliche bislang vernachlässigt
01.01.1970 01:00
Eine neue Kampagne der Vereinten Nationen will Jugendliche früher für das Thema HIV und Aids sensibilisieren. Die Immunschwächekrankheit ist bei 15- bis 19-Jährigen in Afrika die häufigste Todesursache. Vor allem junge Frauen sind von Neuinfektionen betroffen. In Südafrika beispielsweise infizierten sich UN-Angaben zufolge im Jahr 2013 pro Woche etwa 860 Mädchen mit HIV aber nur 170 Jungen. Insgesamt gelten 2,1 Millionen Jugendliche weltweit als HIV-positiv, etwa 120.000 starben 2013 an den Folgen von Aids.
Gentherapien heilen Erbkrankheiten - bald vielleicht auch Krebs und AIDS
01.01.1970 01:00
Bislang korrigieren Gentherapien vor allem Fehler im Erbgut, doch neuere Ansätze zielen auf die Behandlung von erworbenen Krankheiten. Nach einigen Rückschlägen erwiesen sich Gentherapien zuletzt als sicher und erfolgreich, vor allem bei der Behandlung von angeborenen Immunschwächen und Augenleiden. Auch der Schritt in die medizinische Praxis ist getan: Im Jahr 2012 wurde erstmals eine Gentherapie offiziell in Europa zugelassen. Doch seltene Erbkrankheiten sind nur der erste Schritt - die Behandlung von Volkskrankheiten könnte die Zahl der potentiellen Patienten erheblich vergrößern.
Besonders aggressive Form von HIV entdeckt
01.01.1970 01:00
In Kuba infizieren sich immer mehr Menschen mit einem HI-Virus, das Aids deutlich schneller als bisher bekannt ausbrechen lässt. Darum sollte sich, wer auf Kuba Sex mit einer fremden Person hat, nicht ungeschützt auf diese einlassen. Für manche Menschen ist Kuba ein absoluter Sehnsuchtsort. Nun haben Forscher eine Entdeckung gemacht, die die Euphorie für den exotischen Inselstaat erst einmal dämpfen könnte. So kursiert auf Kuba eine besonders gefährliche Form von HIV. Anders als herkömmliche Varianten führt sie innerhalb von drei Jahren nach der Ansteckung zum Ausbruch von Aids.
HIV: Netzhautschaden mit erhöhter Mortalität assoziiert
01.01.1970 01:00
Selbst ohne opportunistische okuläre Infektionen wie die Cytomegalievirus-Retinitis haben HIV-positive Patienten häufig Sehstörungen, auch unter antiretoviraler Therapie. Sie sind auf eine neuroretinale Störung zurückzuführen. Bei Obduktionen von Aids-Patienten ist wiederholt ein Verlust und eine Degeneration von Axonen in der Netzhaut gefunden worden. Die Häufigkeit wurde bislang auf etwa 10 Prozent der Aids-Patienten geschätzt.
Von der Suche nach Millionen Stecknadeln in Milliarden Heuhaufen
01.01.1970 01:00
Die neue Ausgabe des MED-INFO fasst die Ansätze, Erfolge und Niederlagen der HIV-Heilungsforschung zusammen. Durch medizinische Fortschritte ist die HIV-Infektion zu einer chronischen, gut behandelbaren Krankheit geworden. Aber ist auch eine Heilung denkbar? Spätestens seit dem Fall des Timothy Ray Brown, dem sogenannten Berliner Patienten, gilt eine Heilung nicht mehr als utopisch.
Mangelware Kondom
01.01.1970 01:00
Die Folgen der Planwirtschaft in Venezuela werden immer dramatischer. Es fehlen Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente. Und auch ein anderes wichtiges Produkt ist kaum aufzutreiben. Der Mangel an Kondomen in Venezuela scheint im ersten Moment Anlass zu Hohn und Spott zu bieten. Doch Heiterkeit ist hier fehl am Platz: Denn HIV-Infektionen und ungewollte Schwangerschaften sind in dem Karibikland ohnehin ernsthafte Probleme.
Erfolgreicher gegen die AIDS-Epidemie
01.01.1970 01:00
Internationales Forscherteam fordert Ausweitung von HIV-Tests auf ältere Menschen. Bisher sind in den meisten nationalen Studien über das menschliche HI-Virus die HIV-Tests auf Menschen beschränkt, die jünger als 50 oder 55 Jahre sind. Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler unter der Leitung der Universität Göttingen und der Harvard School of Public Health fordert nun in der Fachzeitschrift The Lancet HIV, dass bei Datenerhebungen im Zusammenhang mit HIV in Entwicklungsländern auch ältere Menschen bei HIV-Tests mit einbezogen werden sollten.
Minilabor fürs Smartphone ermöglicht HIV-Schnelltest
01.01.1970 01:00
Ein Minilabor als Zubehör für das Smartphone, mit dem die Krankheiten HIV und Syphilis in nur 15 Minuten festgestellt werden können, haben US-amerikanische Wissenschaftler entwickelt. Mobil, handlich, zuverlässig und günstig bietet es sich besonders für den Einsatz in Entwicklungsländern an, wo die entsprechende Infrastruktur fehlt. Dort, wo es keine Labore gibt, in den ärmsten Gegenden der Welt, kann das neuartige Minilabor die Gesundheitsversorgung der Menschen entscheidend verbessern und Leben retten.
HIV: Diskriminierung im Gesundheitswesen: Schulungsvideos klären auf
01.01.1970 01:00
Ganz gleich, ob beim Zahnarzt oder bei einem Klinikaufenthalt: Werden die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten, bestehen für Mitpatienten und Personal keinerlei besondere Risiken für eine HIV-Übertragung. Dennoch sind HIV-positive Patienten im Gesundheitswesen immer wieder unterschiedlichsten Formen von Diskriminierung ausgesetzt. Die Themenwerkstatt Abbau von Diskriminierung im Gesundheitswesen hat deshalb ein Video erstellt, das dazu dienen soll, bei Beschäftigen in Praxen und Kliniken entsprechende Ängste und Vorbehalte abzubauen.
Klinische Forschung und Prävention: Wie Südafrika HIV die Stirn bietet
01.01.1970 01:00
Nicht obwohl, sondern weil es in Südafrika die meisten HIV-Infizierten weltweit gibt, ist das Land inzwischen führend in Sachen Prävention. Es hat nach Jahren der Verdrängung die Kehrtwende in der Aids-Politik geschafft. Viel Wellblech, viel Abfall, in Plastiktüten oder lose, Kleider auf der Leine, Kinder auf der Straße, Frauen füllen Trinkwasserkanister an schmutzigen, kniehohen Wasserhähnen auf, zerfledderte Möbel und Toilettenhäuschen aus Beton reihen sich am Rand der Fahrwege aneinander – wir befinden uns auf dem Weg in eines der high density settlements von Südafrika.
Donezker Mediziner schlagen Alarm: HIV-Medikamente werden knapp
01.01.1970 01:00
In der selbsterklärten Volksrepublik Donezk gehen die Vorräte an Medikamenten für HIV-positive Patienten zur Neige, wie der Chefarzt des Donezker Gebietszentrums für Immunologie und AIDS-Prophylaxe, Nikolai Graschdanow, am Donnerstag in einer regionalen Medizinerberatung sagte. Ihm zufolge sind Medikamentenlieferungen aus Kiew wegen der heftigen Kämpfe nicht mehr möglich.
Neue Ära, neue Nöte
01.01.1970 01:00
Individuellere HIV-Therapien und Präventionsansätze sind gefragt. Der Kampf gegen die Aids-Epidemie geht in eine weitere Runde: Das Ziel lautet nun, die Mehrheit der weltweit Infizierten effektiv zu behandeln. Das ist aber nur mit einer komplett anderen Strategie als bisher möglich. Das Ziel ist ambitioniert, doch es könnte eine neue Ära in der Bekämpfung von HIV einläuten: Auf eine kurze Formel gebracht lautet die Mission 90-90-90. Dahinter verstecken sich keine Model-Maße, sondern drei Grundpfeiler des künftigen Kampfes gegen Aids.
Hartnäckige Resistenzen
01.01.1970 01:00
Resistente Aidsviren können sich rasch ausbreiten. Das zeigt eine Untersuchung der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie, die vom SNF unterstützt wird. Wenn nicht ständig neue Medikamente auf den Markt kommen, droht das Virus die Oberhand zu gewinnen. Die Anpassungsfähigkeit von Krankheitserregern stellt die moderne Medizin vor große Herausforderungen. Gefürchtet sind vor allem Antibiotikaresistenzen von bakteriellen Infektionen. Allerdings können sich auch andere Keime so weiterentwickeln, dass Medikamente ihnen nichts mehr anhaben können.
Simbabwe: Im Krieg gegen AIDS kommen Kinder zu kurz
01.01.1970 01:00
Nach neuen Schätzungen der UN-AIDS-Organisation, UNAIDS, sind in Simbabwe fast 200.000 Neugeborene und Kinder bis 14 Jahren mit HIV infiziert. Da sie in jungen Jahren selten auf den Erreger getestet werden, erfahren die meisten erst im Erwachsenenalter von der Infektion – wenn alles zu spät ist. Die Regierung will nun bis Jahresende 85 Prozent der Bevölkerung testen lassen.
Der verborgene Kampf
01.01.1970 01:00
HIV in der Schwarzmeerregion. In der Ukraine und anderen Schwarzmeerländern infizieren sich immer mehr Menschen mit HIV. Auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim wurden Entzugsprogramme für Drogenabhängige komplett eingestellt. Die Kämpfe zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den Separatisten sind jeden Tag in den Nachrichten allgegenwärtig. Doch der Osten der Ukraine ist gleichzeitig auch der Schauplatz einer menschlichen Katastrophe, die im Verborgenen abläuft. Jeder vierte Ukrainer, der HIV-infiziert ist oder an Aids leidet, lebt in den Regionen Lugansk und Donezk.
Keine Papiere – keine Gesundheitsversorgung?
01.01.1970 01:00
sylsuchende und Illegalisierte haben kaum Chancen auf eine HIV-Therapie – mit diesem Thema beschäftigten sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letztjährigen Positiven Begegnungen in Kassel. Dieser Beitrag von Steffen Taubert erschien erstmals im life MAGAZIN der Deutschen AIDS-Hilfe zu den Positiven Begegnungen 2014 in Kassel. Was, Abschiebung? Der Brief kann nicht für mich sein. Seit 15 Jahren bin ich schon in Deutschland, ruft Winnie laut. Die beiden Polizisten bleiben jedoch ungerührt, halten Winnie an den Armen fest und führen die 44-jährige Frau aus Afrika ab.
Vorbeugen, erkennen, behandeln: Was kommt 2015?
01.01.1970 01:00
Wichtige Studienergebnisse zur PrEP, Verbesserungen in der Diagnostik, neue Hepatitis C Medikamente und Preisverhandlungen zu Präparaten – all das erwartet uns dieses Jahr. Ein Überblick.
Weltweite Studie zur Situation von Frauen mit HIV veröffentlicht
01.01.1970 01:00
Der Salamander Trust hat die Ergebnisse einer internationalen Befragung von HIV-positiven Frauen vorgelegt. Diese sei die bislang größte Befragung zu den Themen sexuelle und Reproduktionsgesundheit sowie den Menschenrechten von Frauen, die mit HIV leben, so die britische HIV/Aids- Organisation in ihrer veröffentlichten Pressemitteilung. Gemeinsam mit internationalen Partnern hat sie die Antworten von 832 Frauen im Alter von 15 bis 72 Jahren aus 94 Ländern ausgewertet, die 2014 an einer Online-Befragung teilgenommen haben.
Hepatitis C: Auswirkungen auf das Gehirn?
01.01.1970 01:00
Patienten mit einer chronischen Hepatitis C leiden gehäuft unter Depressionen, Angststörungen und chronischer Müdigkeit. In der CHARTER- Studie wurde die neurokognitive Leistung bei HIV-/Hepatitis C koinfizierten Patienten untersucht. Neurokognitive Einschränkungen sind bei HIV- Patienten auch unter antiretroviraler Therapie häufig. Ausmaß und Ursachen werden in der CHARTER-Studie untersucht. Ca. 30 Prozent der HIV-Patienten sind mit Hepatitis C koinfiziert.
Mehrere Tote an einem Wochenende, das müssen Sie erst mal verkraften
01.01.1970 01:00
Seit HIV 1982 erstmals in Deutschland diagnostiziert wurde, kämpft die Frankfurter Ärztin Eilke Brigitte Helm dagegen: Unermüdlich behandelt sie Patienten, forscht und schreibt. Ein Gespräch über Aids damals und heute. Die Ärztin und Forscherin Eilke Brigitte Helm, heute 78, erkannte früh die Tragweite von HIV - und prägte die Bekämpfung von Aids in Deutschland. Der Mann kam im Juni 1982 in eine Frankfurter Arztpraxis. Er war Ende dreißig, abgemagert, hatte hohes Fieber und wirkte schwer krank.
Weiteres Hepatitis C Kombimedikament in der EU zugelassen
01.01.1970 01:00
Die EU-Kommission ist der Empfehlung des Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde gefolgt und hat AbbVies Medikamentenkombination Viekirax und Exviera für die Hepatitis-C-Behandlung genehmigt. Dies gab das Pharmaunternehmen heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Indien verweigert Gilead Patent für Hepatitis C Medikament Sovaldi
01.01.1970 01:00
Presseberichten zufolge hat die indische Patentbehörde am Dienstag den Antrag auf Patentschutz für das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi (Sofosbuvir) des Pharmaunternehmens Gilead Sciences abgelehnt. Damit ist für indische Produzenten der Weg frei, preisgünstigere Nachahmerpräparate des Arzneimittels, so genannte Generika, legal herzustellen und zu vertreiben. Gilead scheiterte an einer Regelung im indischen Patentrecht, wonach ein Präparat eine erhebliche Verbesserung gegenüber einer schon bekannten Substanz darstellen muss.
Sambia: AIDS-Aufklärung via Handy
01.01.1970 01:00
Das Angebot für Teeanger zeigt Wirkung. Zambia U-Report kann sich vor SMS kaum retten. Durchschnittlich 600 Anfragen pro Tag gehen bei dem HIV/AIDS-Beratungsdienst ein. Die Teenager wollen beispielsweise wissen, ob sie auch ohne die Zustimmung der Eltern einem AIDS-Test machen können. Ein von seinen Freund verunsichertes Mädchen fragt an, ob es stimmt, dass ich Krebs bekommen kann, wenn wir Kondome benutzen.
Rauchen verdoppelt das Sterblichkeitsrisiko bei HIV
01.01.1970 01:00
HIV-Positive, die rauchen, riskieren durch den Zigarettenkonsum eine eklatante Verkürzung ihrer Lebenszeit. So ist bei Menschen mit HIV, die antiretrovirale Medikamente nehmen, das Sterblichkeitsrisiko um das Zweifache erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt eine dänische Studie, für die Daten von rund 18.000 Personen aus Europa und den USA ausgewertet wurden, die zwischen 1996 und 2008 ihre HIV-Therapie begonnen haben.
Triumeq - beträchtlicher Zusatznutzen für therapienaive Erwachsene mit HIV
01.01.1970 01:00
Die Fixkombination Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin ist seit September 2014 für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren zugelassen, die mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) infiziert sind. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, das im Frühjahr bereits ein Dossier zu Dolutegravir bewertet hatte, hat nun in einer weiteren Dossierbewertung überprüft, ob auch die Wirkstoffkombination einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet.
Die subtile Angst vor dem Wort positiv
01.01.1970 01:00
Selbstversuch: Prignitzer-Redakteur Lars Reinhold besucht die HIV-Testberatung des kreislichen Gesundheitsamtes, lässt sich über Infektionswege und Therapiemöglichkeiten aufklären und seinen HIV-Status überprüfen. Donnerstag früh, 8 Uhr. Noch anderthalb Stunden, und ich weiß Bescheid. Komisches Gefühl. Die Nacht habe ich einigermaßen schlecht geschlafen, von der anfänglichen Souveränität ist nichts mehr übrig. HIV. Das Schreckgespenst der machs-mit-Kampagne, die in meiner Jugend mit Plakaten, Flyern und Werbespots omnipräsent war – und bei mir offensichtlich durchschlagenden Erfolg hatte.
Dolutegravir und 3er-Kombination Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin zugelassen
01.01.1970 01:00
Seit Januar 2014 ist der Integrasehemmer Dolutegravir als Einzeltablette und seit September 2014 als onepill-Regime in Kombination mit Abacavir und Lamivudin zur Therapie der HIV-Infektion zugelassen. Dolutegravir zeichnet sich unter anderem durch sein langfristiges und breites Studienprogramm mit über 3.000 Patienten aus: Nicht einmal ein Jahr nach der Zulassung liegen Studiendaten über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren vor.
Krankenhäuser sind eher für Frauen
01.01.1970 01:00
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass afrikanische Männer im Kampf gegen HIV/AIDS zurückfallen. Sie lassen sich weniger häufig testen als Frauen und nehmen seltener die lebensverlängernden Medikamente ein. Sie weisen ein geringeres Durchhaltevermögen bei der Behandlung auf und sterben somit häufiger an der Immunschwäche. Viele afrikanische Männer verharren in traditionellen Rollenbildern und ignorieren die Anzeichen einer Erkrankung.
Neuer HIV-Report erschienen: Die Hepatitis C Therapie Revolution
01.01.1970 01:00
Themen: Prävention | Übertragung | Diagnostik | Therapie | Bedeutung der Genotypen | Optionen und Barrieren in der Behandlung | Zulassung, Verordnung und Preisbildung bei Medikamenten | Priorisierung oder Rationierung?
Dorfbewohner wollen HIV-positiven Jungen vertreiben
01.01.1970 01:00
Für seine Mitmenschen ist Kunkun vor allem eins: eine wandelnde Zeitbombe. Per Petition wollen Dutzende Dorfbewohner in China den Achtjährigen loswerden. Weil er HIV-infiziert ist. In China ist die Angst vor allem, was aus dem kollektiven Rahmen fällt, groß. Im Fall des kleinen Kunkun ist es eine Krankheit, die ihn zum Außenseiter macht. Der Achtjährige ist HIV-positiv.
Auch mit HIV kann man sich selbst lieben
01.01.1970 01:00
Eliane Becks Nininahazwem (37) erweckt im niederländischen Amersfoort die afrikanische Kultur mit Gesang und Tanz zum Leben. Charlot Spoorenberg vom HIV-Magazin hello gorgeous hat die Geschichte der mutigen HIV-positiven Migrantin aufgeschrieben. Elianes Geburtsland ist Burundi. Ein Land, das in den 90er-Jahren total zerrissen wurde. Gewalt zwischen Hutu- und Tutsistämmen sorgte für mehr als 250.000 Tote, und Hunderttausende Zivilisten flohen. Eliane: „Eine meiner Schwestern ist während der Geburt ihres Kindes gestorben, weil sie nicht zum Krankenhaus konnte.
Von der HIV-Struktur zu neuen AIDS-Therapien
01.01.1970 01:00
Bei der Reifung zum infektiösen Virus werden die Bausteine der Proteinhülle des AIDS-Erregers HIV neu zusammengesetzt. Heidelberger Forscher haben diese Strukturveränderungen auf molekularer Ebene sichtbar gemacht. Die Erkenntnisse können dazu dienen, neue dringend benötigte AIDS- Therapeutika zu entwickeln. Das Resümee aus mehr als dreißig Jahren AIDS-Forschung, seit das durch HIV-Infektion verursachte Immunschwäche-Syndrom als eigenständige Krankheit erkannt wurde, ist zwiespältig. Auf der Erfolgsseite sind die Identifizierung und Charakterisierung des HI-Virus und die Aufklärung der Infektionswege zu verbuchen, die so rasch und intensiv erfolgten wie kaum je bei einem anderen Virus und die zur Entwicklung von etwa 25 Medikamenten führten, die heute in der AIDS-Therapie zugelassen sind.
Ein Protein im Kampf gegen HIV
01.01.1970 01:00
Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler und Ärzte, dem HI-Virus auf die Spur zu kommen. Jetzt sind Forscher wieder einen Schritt weiter gekommen. Trotz intensiver Forschung und verbesserten Behandlungsmöglichkeiten der Symptome ist Aids nach wie vor eine unheilbare Krankheit – und eine, die meistens tödlich ist. Immer wieder gibt es aber Meldungen von Menschen, die auf wundersame Weise immun gegen das HI-Virus zu sein scheinen, oder bei denen die Krankheit Aids trotz Infektion einfach niemals ausbricht. Auch an einer medizinischen Erklärung dafür knobeln die Wissenschaftler seit langem.
HIV-Infizierte kommen oft viel zu spät zum Arzt
01.01.1970 01:00
Jeder Zweite, bei dem 2013 eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde, war ein so genannter Late Presenter. Ärzte stehen bei HIV/Aids vor einem neuen Problem: Zu viele Infizierte lassen sich erst dann testen und behandeln, wenn sie schon klinische Symptome zeigen. Late Presenter werden die HIV-Infizierten genannt, die bei der Erstdiagnose entweder schon Erkrankungen und Symptome aufweisen, die mit HIV assoziiert sind, oder bei denen die Zahl der CD4-Zellen unter 350 pro Mikroliter Blut liegt.
Stammzelltransplantation ist auch bei HIV-assoziierten Lymphomen sicher
01.01.1970 01:00
HIV-infizierte haben ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 25-fach erhöhtes Risiko, an Hodgkin- oder Non-Hodgkin-Lymphomen zu erkranken. Für Patienten, deren HIV-Infektion unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie kontrollierbar ist, und die einen gutem Allgemeinzustand haben, ist eine Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation für die Therapie von HIV-assoziierten Lymphomen gut wirksam und vergleichbar sicher wie bei transplantablen HL- oder NHL-Patienten ohne HIV-Infektion.
HIV-Therapie: Nicht hinauszögern!
01.01.1970 01:00
Der ideale Zeitpunkt zum Start einer HIV-Therapie ist umstritten. Erneut zeigt eine immunologische Untersuchung, dass man den Beginn der HIV-Therapie wohl nicht hinauszögern soll. Seit bald 10 Jahren weisen wir auch hier immer wieder darauf hin, dass die HIV-Infektion auch ganz früh – wenn die CD4-Helferzellen noch hoch sind – einen Schaden am Immunsystem anrichten. Andererseits ist der Nutzen einer frühen Therapie – auch gemessen am zusätzlichen Aufwand – nicht wirklich bekannt.
Fähigkeit von HIV AIDS auszulösen, nimmt ab
01.01.1970 01:00
Die schnelle Evolution des Human Immunodeficiency Virus, die es dem Virus erlaubt hat, Resistenzen gegen die natürliche Immunität von Patienten zu entwickeln, verlangsamt gleichzeitig seine Fähigkeit, AIDS auszulösen, wie aus einer neuen Untersuchung hervorgeht, die an über 2.000 afrikanischen Frauen durchgeführt wurde. Die Studie, die am Montag im US Journal Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, deutet auch darauf hin, dass Personen, die mit HIV infiziert sind, aufgrund der weiten Verfügbarkeit antiretroviraler Therapie langsamer AIDS entwickeln—oder anders ausgedrückt: der Virus wird weniger virulent.
AIDS Todesursache Nr. 1 bei Teenagern
01.01.1970 01:00
Gesellschaftliche Ausgrenzung verhindert Zugang zu Therapien. HIV trifft in Afrika vor allem junge Mädchen. Vor zwei Jahren musste Shola das Haus seiner Familie verlassen, nachdem der damals 13-jährige Nigerianer positiv auf HIV getestet worden war. Der Teenager lebte mit seinem Vater, seiner Stiefmutter und deren sieben Kindern in Abeokuta im Südwesten des afrikanischen Landes zusammen. Shola ist kein Einzelfall: In Nigeria werden AIDS-Kranke häufig stigmatisiert.
IQWiG: Kein Zusatznutzen für Daclatasvir
01.01.1970 01:00
Zur Behandlung von Erwachsenen mit einer chronischen Hepatitis-C-Infektion steht seit August 2014 Daclatasvir zur Verfügung. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat nun seine Nutzenbewertung bekannt gegeben: Gemäß seiner Methodik erkennt es für die Genotypen 1-4 keinen Zusatznutzen an.
HIV: Zeitfenster für Therapiebeginn kürzer als gedacht
01.01.1970 01:00
Behandlung wird nach neuesten Erkenntnissen zu spät begonnen. Der Kampf gegen das HI-Virus sollte nicht erst begonnen werden, wenn der Erreger die Zahl der CD4-Helferzellen schon drastisch reduziert hat. Je mehr Zeit zwischen der Infektion mit HIV und dem Beginn der antiretroviralen Therapie verstreicht, desto schlechter ist die Prognose. So lässt sich das Ergebnis einer kurz vor dem Welt-Aids-Tag 2014 veröffentlichten US- amerikanischen Studie zusammenfassen.
Das ausgesperrte Virus
01.01.1970 01:00
Bislang halten Medikamente HIV nur in Schach. Doch es gibt Ansätze, den Erreger zu vertreiben - mit Gentherapie. Schätzungsweise 80.000 Menschen in Deutschland leben laut Robert-Koch-Institut mit einer Infektion des Aids-Erregers HIV. Ein Gemisch mehrerer Medikamente kann die Vermehrung der Viren zwar so weit hemmen, dass die Immunschwächekrankheit Aids nicht ausbricht. Doch damit werden die Patienten die Viren nicht los. Sie müssen ein Leben lang die Medikamente schlucken und Nebenwirkungen in Kauf nehmen.
Mama hat giftiges Blut
01.01.1970 01:00
Im Dorf von Susanne Voges wissen die Menschen auch heute wenig über Aids - trotz vieler Aufklärungskampagnen. Geholfen hat der HIV- positiven Mutter erst ein Interview. Gerade zehn Monate lebt Susanne Voges mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf bei Wolfenbüttel, da kommt 2008 nach einer harmlosen Leistenoperation die erschütternde Diagnose: HIV-positiv. Ihre Kinder sind drei, fünf und sieben Jahre alt damals, ein halbes Jahr zuvor ist ihre Ehe zerbrochen.
HIV-positiv und schwanger
01.01.1970 01:00
Die meisten Frauen, die HIV-positiv sind, bekommen völlig gesunde Kinder. Alles könnte normal sein. Wäre da nicht die Angst vor Ausgrenzung. WDR.de hat anlässlich des Welt-Aidstages eine Mutter und ihr Baby besucht. Der Sohn von Elke S. ist acht Monate alt. Der Kleine ist fröhlich und – das Wichtigste – kerngesund. Jetzt, wo das Kind da ist, kann sie erst recht nicht offen über ihre HIV-Ansteckung sprechen, meint die 36-Jahrige.
Ein HIV-Test schafft nur neue Probleme
01.01.1970 01:00
Arbeit im Gesundheitswesen: HIV ist kein Hinderungsgrund. Knut Lambertin, DGB-Referent für Gesundheitspolitik fordert ein Verbot von HIV-Tests bei Einstellungsuntersuchungen. Ein Gespräch über Sonderregeln für HIV und den ausbaufähigen Infektionsschutz in deutschen Krankenhäusern.
Initiale HIV-Therapie: Studie mit dem neuen NNRTI Doravirin präsentiert
01.01.1970 01:00
Initiale HIV-Therapie: 48-Wochen Ergebnisse einer Phase 2b Studie mit dem neuen NNRTI Doravirin präsentiert. In der noch laufenden, zweiteiligen Phase-IIb-Studie wird die Sicherheit und Wirksamkeit des sich in Entwicklung befindenden nicht-nukleosidalen Reverse-Transkriptase- Inhibitors (NNRTI) der 2. Generation, Doravirin, im Vergleich zu Efavirenz, jeweils in Kombination mit den beiden nukleos(t)idalen RTIs (NRTI) Tenofovir/Emtricitabin, bei therapienaiven HIV-1 infizierten Patienten untersucht.
Schritt für Schritt zu einer Gentherapie
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler entwickeln ein Programm, um eine Gentherapie bei HIV möglichst schnell Realität werden zu lassen. Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin erstellen gemeinsam mit verschiedenen europäischen Regulierungsbehörden für Arzneimittelzulassung einen Fahrplan, wie eine Gentherapie bei HIV rasch verfügbar werden könnte. Hintergrund sind die jüngsten Fortschritte in der klinischen Forschung mit Blutstammzellen, die hoffen lassen, dass bald eine funktionelle Heilung von HIV möglich wird.
Viel mehr Aids-Ansteckungen (mit HIV) in Europa
01.01.1970 01:00
Die HIV-Ansteckungsrate ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Eigentlich wollte Europa die Krankheit bis 2015 unter Kontrolle bringen. Die Ansteckungsraten der einzelnen Länder: HIV-Diagnosen pro 100’000 Einwohner im Jahr 2013. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag dramatische Zahlen zur Situation der HIV-Epidemie in Europa veröffentlicht: 2013 wurden über 136.000 neue Fälle diagnostiziert. Das ist ein Anstieg von 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004. Damals zählte die Organisation 76.000 neue Fälle. Die so genannte European Region der WHO umfasst neben dem eigentlichen Europa auch die Länder Zentralasiens.
HIV: Chancen für Befreiung von Hepatitis C
01.01.1970 01:00
Mit der Zulassung direkt antiviraler Substanzen gegen Hepatitis C Viren (HCV) haben für Patienten mit HIV/HCV-Koinfektion die Hepatitis- Heilungschancen deutlich zugenommen. Etwa 15 Prozent aller HIV-Infizierten in Deutschland haben außerdem eine chronische Hepatitis C, berichten Dr. Susanne Wiebecke vom Universitätsklinikum Würzburg und ihre Kollegen. Bislang war deren Prognose schlecht. Denn die HIV-Infektion beschleunigt den Verlauf der Hepatitis.
Psychische Störungen oft unerkannt
01.01.1970 01:00
Psychische Störungen treten bei HIV-Patienten häufig auf; sie bleiben aber in vielen Fällen unerkannt. Ein weiteres Problem: Sie können den Erfolg einer Anti-HIV-Therapie erheblich gefährden. Unter HIV-Patienten ist die Lebenszeitprävalenz für depressive Erkrankung bis zu doppelt so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung. Andreas Mertens, Psychiater in einer Berliner HIV-Schwerpunktpraxis, erinnert außerdem daran, dass sich etwa 50 Prozent aller Suizide in einer Depression ereignen.
Zahnärzte verweigern Behandlung von HIV-Infizierten
01.01.1970 01:00
In Kärnten würden viele Zahnärzte die Behandlung von HIV-Infizierten verweigern, kritisiert die Aids-Hilfe Kärnten. Bei einer Veranstaltung am Dienstagabend, sollen deswegen bei den Kärntner Zahnärzten Informationsdefizite abgebaut werden. HIV-Infizierte hätten auch in Kärnten nach wie vor mit Diskriminierung zu kämpfen, sagt Günther Nagele von der Aids-Hilfe Kärnten. So würden sich viele Zahnärzte weigern, HIV- Infizierte zu behandeln. Viele Betroffene seien selbst verunsichert und würden die Zahnärzte über ihre Infektion informieren - um dann eine Absage zu erhalten, so Nagele.
Vertrauen zwischen ÄrztInnen und Menschen mit HIV zentral für Therapie
01.01.1970 01:00
Ergebnisse einer Umfrage unter Menschen mit HIV in Österreich wurden beim Kongress HIV Drug Therapy Glasgow präsentiert. Die österreichischen Aids Hilfen und zahlreiche andere mit der Betreuung von Menschen mit HIV oder AIDS befasste Institutionen führten im Laufe des heurigen Jahres in Kooperation mit MSD in Österreich eine Erhebung bezüglich der PatientInnen-ÄrztInnen-Beziehung durch. Ziel war es, die wichtigsten Angelpunkte zur Festigung der Beziehung zwischen HIV-positiven PatientInnen und ihren ÄrztInnen in Österreich zu erkennen.
HIV-Medikamente könnten bei Makuladegeneration wirken
01.01.1970 01:00
Ein Zwischenstadium der altersbedingten Makuladegneration / National Eye Institue. Die Nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), die zu den ersten HIV-Medikamenten gehören, könnten auch bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) wirksam sein.
2014 wurden zehn Projekte gefördert
01.01.1970 01:00
Zehn Projekte zur besseren Patientenversorgung, und zwar zu HIV, Virushepatitis, invasiven Mykosen und Mukoviszidose, sind beim GILEAD Förderprogramm Infektiologie ausgezeichnet worden. Mit bis zu 500.000 Euro pro Jahr unterstützt GILEAD Sciences seit 2012 in seinem Förderprogramm Infektiologie Projekte, um die Versorgung von Patienten mit schweren Infektionen zu verbessern. Jetzt wurden auf einer Veranstaltung des Unternehmens in Berlin die Preise für die zehn Förderprojekte 2014 verliehen. Sie sind in den Indikationen HIV, Virushepatitis, invasive Mykosen und Mukoviszidose angesiedelt.
Normale Lebenserwartung nach erfolgreicher HCV-Behandlung
01.01.1970 01:00
Normale Lebenserwartung trotz fortgeschrittenem Leberschaden nach erfolgreicher Hepatitis C-Behandlung. Eine kürzlich im JAMA publizierte Studie untersuchte das Überleben von Patienten mit chronischer Hepatitis C und fortgeschrittenem Leberschaden nach erfolgter Hepatitis C Therapie. War die Hepatitis C-Behandlung erfolgreich zeigten die Patienten ein vergleichbares Überleben wie die Normalbevölkerung. Patienten ohne SVR zeigten hingegen eine deutlich höhere Mortalität.
Fast zehn Prozent der HIV-Positiven in Deutschland hilfsbedürftig
01.01.1970 01:00
Nahezu 6.000 der 66.000 nachweislich HIV-Infizierten auf die Hilfe der Stiftung angewiesen. In Deutschland leben 80.000 Menschen mit dem HI-Virus. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wissen 14.000 Menschen nichts von der eigenen HIV-Infektion, da sie sich nicht haben testen lassen. Nach Schätzungen arbeiten ungefähr zwei Drittel der Menschen, die HIV-infiziert sind und dies wissen. Das andere Drittel erzielt kein Erwerbseinkommen, lebt von Renten oder ist zum Teil aufgrund der Folgen von HIV/AIDS auf staatliche Grundsicherung oder Krankengeld angewiesen.
Südsudan: AIDS-Kranke haben kaum Chance auf Therapie
01.01.1970 01:00
Schwieriger Kampf gegen HIV im kriegsverwüsteten Land. Sabur Samson hat die Fahrt im Bodaboda, einem Motorradtaxi, zum HIV-Zentrum des Zivilkrankenhauses in Maridi im südsudanesischen Bundesstaat Western Equatoria umgerechnet sechs US-Dollar gekostet. Das heißt für die 27-jährige, dass sie in den nächsten Tagen mit weniger Nahrungsmitteln auskommen muss.
Behandlungsansatz muss radikal umgestaltet werden
01.01.1970 01:00
Die bisherigen Behandlungsansätze für HIV/Aids-Patienten müssen radikal verändert werden. Nur so können, wie im aktuellen UNAIDS-Bericht gefordert, mehr Betroffene erreicht werden. Bei der Aushändigung antiretroviraler Medikamente muss ein gemeindebasierter Behandlungsansatz (community models of care) verfolgt werden, fordert die internationale medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Betroffene dürfen nicht mehr als reine Empfänger von Gesundheitsdienstleitungen angesehen werden, sondern müssen zu Partnern werden.
Ausbreitungsstrategie einer epidemischen HIV-Variante aufgeklärt
01.01.1970 01:00
AIDS in West-Zentralafrika - Ausbreitungsstrategie einer epidemischen HIV-Variante aufgeklärt. Weltweit leben mehr als 35 Millionen Menschen mit HIV/AIDS. Die meisten Betroffenen sind mit der HIV-1 Variante M infiziert, die nach der Übertragung vom Affen auf den Menschen besonders erfolgreich war. Dennoch konnte eine andere Variante, die HIV-1 Gruppe O, eine Epidemie in Zentral-Westafrika verursachen. Welchen Trick sich diese Gruppe zunutze macht, beschreiben AIDS-Forscher um Prof. Frank Kirchhoff in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Cell Host and Microbe.
Mit Milliardenprogramm HIV besiegen
01.01.1970 01:00
Noch sterben 1,5 Millionen Menschen im Jahr an den Folgen von Aids, 35 Millionen Männer, Frauen und Kinder sind mit HIV infiziert. Ein Ende der Epidemie sei aber binnen weniger Jahre erreichbar, heißt es vom Aidsprogramm der UN. Dafür brauche es zunächst eines: viel Geld. HIV kann nach Ansicht der Vereinten Nationen in den nächsten 15 Jahren weitgehend besiegt werden. Nötig sei allerdings ein intensives Milliardenprogramm, sagte der Direktor des Aidsprogramms UNAIDS in Los Angeles.
Hepatitis C Behandlung "Ein ewiges Hin und Her!"
01.01.1970 01:00
Aus Angst vor Regressforderungen der Krankenkassen scheuen sich Ärzte, chronisch Hepatitis C Infizierten die neuen, sehr effektiven, aber enorm teuren Medikamente zu verschreiben. Andreas Bemeleit hat das erlebt – und ließ nicht locker. Gemeinsam mit seiner Frau hat Andreas Bemeleit im Jahr 2010 das Netzwerk Robin Blood gegründet, das sich für die Entschädigung der HIV- und HCV-Infizierten einsetzt, die in den 1980er- Jahren durch Blutprodukte infiziert wurden.
HIV-Therapie in CH: Reiche profitieren etwas früher
01.01.1970 01:00
Gesundheitsunterschiede sind nicht nur augenfällig zwischen der ersten und der dritten Welt. Auch innerhalb eines Landes mit hohem Wohlstand gibt es immer noch Zustände, wo Menschen mit höherem Einkommen auch gesundheitlich besser gestellt sind. Gilt dies auch für HIV? Soeben kommt eine Arbeit zur Publikation, welche genau diese Frage bei HIV-Patienten in der Schweiz untersucht. Es handelt sich dabei um eine Erhebung im Rahmen der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie.
Dialog zwischen Frauen mit HIV und Gesundheitsdienstleistern
01.01.1970 01:00
IAPAC, HIV-Aktivisten und AbbVie launchen Tools vor dem Welt-AIDS-Tag zur Verbesserung des Dialogs zwischen Frauen mit HIV und Gesundheitsdienstleistern. Frauen setzen sich ein, um die Ergebnisse der Gesundheitsversorgung bei HIV weltweit zu verbessern. Die International Association of Providers of AIDS Care (IAPAC) launchte heute in Zusammenarbeit mit einem globalen Leitungskomitee, dessen Arbeit den Schwerpunkt Frauen und HIV hat, eine Reihe von Dialogtools zur Verbesserung des Dialogs zwischen Gesundheitsversorgern und Frauen, die mit HIV leben.
HIV-Testwoche: Jeder Zweite erfährt spät von seiner Infektion
01.01.1970 01:00
In Österreich kommen immer noch 50 Prozent der Infizierten relativ spät zu einer Diagnose. In der WHO-Europa-Region leben rund 2,3 Millionen Menschen mit HIV/Aids. Eine Million Betroffene gibt es in Mitteleuropa, 1,4 Millionen HIV-Positive in Osteuropa und Zentralasien. Inakzeptabel ist, dass mindestens ein Drittel der HIV-positiven Menschen nicht wissen, dass sie infiziert sind, heißt es in den Unterlagen zur Europäischen HIV-Testwoche. Diese findet vom 21. bis 28. November statt.
HIV-Prävention versagt bei jungen Frauen
01.01.1970 01:00
Afrika: Ungleichbehandlung, Gewalt und fehlende Aufklärung als Gründe. Im südlichen und östlichen Afrika haben die jahrelangen Kampagnen gegen HIV/AIDS junge Frauen nicht vor einer Infektion mit dem Virus schützen können. Die Prävention schlägt bei jungen Frauen fehl, bestätigt Lillian Mworeko von der Hilfsorganisation International Community of Women Living with HIV in Eastern Africa mit Sitz in Uganda.
Vom Sperma unterwandert
28.11.2014 00:00
Vaginalgele weckten einst große Hoffnung, Frauen einen selbstbestimmten Schutz vor einer HIV-Infektion zu bieten. Doch unerwarterweise bewährten sich die Cremes in der Praxis nicht. Warum, haben Wissenschaftler jetzt endlich klären können. Ein selbstbestimmtes Leben ist für die weibliche Bevölkerung Afrikas eher die Ausnahme. Leider gilt Ähnliches auch für ein selbstbestimmtes Überleben. Denn vor dem Immunschwächevirus HIV schützen zwar Kondome. Ob sie benutzt werden, hängt aber vom männlichen Partner ab.
HIV und Osteoporose
28.11.2014 00:00
HIV-Patienten leiden häufiger an Osteoporose und Osteopenie. Sowohl die HIV-erkrankung als auch HIV-Kombinationstherapien werden dafür verantwortlich gemacht. Nun zeigt sich in einer holländischen Kohorte, dass das Körpergewicht, Nikotinkonsum und der Schweregrad der HIV-Erkrankung eine grosse Rolle spielen. Die AGEhIV Cohort Study ist eine laufende prospektive Kohortenstudie in Holland, welche sich mit metabolischen Faktoren bei HIV-Patienten beschäftigt. Von 2010 bis 2012 wurde in Amsterdam bei 581 HIV-positiven Patienten die Knochendichte mit derjenigen von 520 HIV-negativen Studienteilnehmern verglichen.
Höhere Hürden für HIV-Zwangstests
28.11.2014 00:00
Sachsen-Anhalt: HIV-Zwangstests sind zwar weiterhin möglich, allerdings nur auf richterliche Anordnung. Das Verfassungsgericht hat klargestellt, dass Polizisten niemanden ohne richterlichen Beschluss zu einem HIV-Test zwingen dürfen. Große Teile des sachsen-anhaltinischen Polizeigesetzes verstoßen gegen die Verfassung, darunter auch ein weit reichender Zwangstest auf Krankheiten wie HIV, der ohne große Hürden angeordnet werden sollte. Das hat das Landesverfassungsgericht in Dessau-Rosslau am Dienstag entschieden.
Neuer HIV-Report: Drogengebrauch bei MSM in Deutschland
28.11.2014 00:00
Der neue HIV-Report der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. mit Daten zum Drogengebrauch bei MSM in Deutschland ist erschienen. Themen: Chems - Was ist das? - EMIS: Chemsex-Drogen im europäischen Städtevergleich - Die Lust-und Rausch-Studie
Serotalking: Reden kann das HIV-Risiko senken
28.11.2014 00:00
Wenn schwule Männer vor dem Sex über HIV sprechen, sinkt das Risiko einer Übertragung. Das Gespräch sollte allerdings klar und eindeutig sein – sonst kann das Risiko sogar steigen, wie Claudia Santos-Hövener im Interview erklärt.
Ziel: Eine HIV-freie Generation
21.11.2014 00:00
Abstinenz, Treue, Kondome - Wie Uganda Aids besiegen will. Die Angst vor Ebola hat Afrika im Griff, doch Ugandas große Seuche bleibt HIV. Nun zeigen sich Erfolge im Kampf gegen das Virus und die Immunschwächekrankheit Aids. Mit Kondomen und Aufklärung von Jugendlichen will Uganda eine HIV-freie Generation erreichen. Aus Uganda dringen selten gute Nachrichten. Lange Jahre litt die Bevölkerung des bitterarmen Landes unter den blutrünstigen Rebellen der ord Resistance Army, immer wieder kommt es zu und zuletzt tauchte das mit dem Virus verwandte Marburg-Fieber auf. Aber im Kampf verkünden die Behörden nun große Erfolge. Immer weniger Menschen infizieren sich mit dem Erreger.
Neue Einblicke in den Aufbau des HI-Virus
21.11.2014 00:00
Wie lagern sich die Strukturproteine des Aids-Erregers HIV zu einer vollständigen Virushülle zusammen? Der Antwort auf diese Frage sind Wissenschaftler des European Molecular Biology Laboratory und des Universitätsklinikums Heidelberg mit Hilfe der hoch auflösenden Kryo- Elektronentomographie nun etwas näher gekommen. Sie bildeten das Proteingitter vollständiger, unreifer HI-Viren in einer so hohen, bisher nicht erreichten Auflösung ab, dass die einzelnen Bausteine und ihre Kontakte erstmals deutlich zu erkennen sind.
Sekundärmetabolite aus Braunalgenextrakten hemmen die Vermehrung von HIV
21.11.2014 00:00
Sekundärmetabolite aus Braunalgenextrakten könnten gegen die Infektion des Menschen mit HIV-1 wirksam sein. An der Studie einer Gruppe von Wissenschaftlern war auch der Riffökologe Christian Wild vom ZMT beteiligt. Extrakte von Braunalgen könnten gegen die Infektion des Menschen mit dem Immunschwächevirus HIV-1 wirksam sein. Das Team ließ Extrakte der Braunalge Lobophora auf menschliche Zellkulturen einwirken und stellte fest, dass die Viren nicht mehr in die Wirtszellen eindringen konnten, um sich dort zu vermehren.
HIV im Erbgut als Schutz gegen AIDS?
21.11.2014 00:00
Es gibt Menschen, bei denen das HI-Virus zwar mittels Test nachgewiesen wurde, dennoch aber nie in Form von AIDS ausbricht. Zwei solche Fälle haben sich französische Forscher genauer angeschaut. Ihr Ergebnis: Die HIV-positiven Männer haben einen veränderten Teil des Virus in ihr Erbgut integriert - und damit unschädlich gemacht. Bei den beiden Patienten handelt es sich um einen heute 57-jährigen Mann, bei dem schon 1985 eine HIV-Infektion diagnostiziert wurde, und einem 23 Jahre alten Chilenen, der 2011 die HIV-Diagnose erhielt. Die Studie zeigte, dass bei beiden Männern ein Enzym aktiv blieb, das die Vermehrung des HI-Virus verhindert.
Neuer Schutz vor Cytomegalie in Aussicht
21.11.2014 00:00
ForscherInnen am Uniklinikum Würzburg entwickeln einen potenziellen Wirkstoffs gegen das Cytomegalievirus, mit dem Immunschwache wie Knochenmark-, Stammzell- oder Organtransplantiert vor Infektionen geschützt werden sollen. Bis zu 60 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben sich in ihrem Leben irgendwann einmal körperlich mit dem Cytomegalievirus auseinandergesetzt. Die Erstinfektion verläuft in den allermeisten Fällen ohne Krankheitssymptome, sie wird von den Betroffenen in der Regel gar nicht bemerkt.
HIV-infizierte Frauen erringen Sieg vor Gericht in Namibia
14.11.2014 00:00
Sie hatten gegen ihre Zwangssterilisation in staatlichen Krankenhäusern geklagt. Der Oberste Gerichtshof gab den Frauen jetzt recht und gestand ihnen Schadenersatz zu. Drei HIV-positive Frauen haben in Namibia einen weiteren Sieg vor einem Gericht errungen. Sie hatten gegen ihre Zwangssterilisation geklagt. Der Oberste Gerichtshof bestätigte jetzt ein Urteil, dass die Persönlichkeits- und Menschenrechte der hochschwangeren Frauen verletzt wurden.
HIV wird oft zu spät erkannt
14.11.2014 00:00
Die Gesamtzahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im Jahr 2013 wird auf 3.200 geschätzt. Das hat eine aktuelle Modellrechnung des Robert Koch-Instituts ergeben, die im Epidemiologischen Bulletin 44/2014 veröffentlicht worden ist. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen ist seit 2006 konstant (mit kleinen Schwankungen), nachdem sie von 2000 bis etwa 2005 deutlich gestiegen war. Insgesamt lebten in Deutschland Ende 2013 geschätzt 80.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Im Epidemiologischen Bulletin sind zudem in einer Übersicht die Eckdaten der Schätzung zusammengefasst, Eckdaten für die einzelnen Bundesländer sind auf den HIV-AIDS-Seiten abrufbar.
Braunschweiger Straßenbahnprojekt erhält Hans-Peter-Hauschild-Preis
14.11.2014 00:00
Bei einem feierlichen Empfang in Lübeck hat die Deutsche AIDS-Hilfe am Freitagabend ihren Hans-Peter-Hauschild-Preis verliehen. Sie ehrt mit der Auszeichnung im Jahr 2014 die Straßenbahnaktion: Aids braucht positive Gesichter, der Braunschweiger AIDS-Hilfe. In den Jahren 2009 und 2010 rollte für vier Monate eine Straßenbahn mit den Porträts und Vornamen von acht HIV-positiven Menschen durch Braunschweig. Die von der Künstlerin Nadine Decker gestaltete Bahn sollte der Diskriminierung von Menschen mit HIV entgegenwirken.
Leben mit HIV heute
14.11.2014 00:00
Seit in den 80er Jahren das erste Mal von Aids die Rede war, hat sich eine Menge getan, sowohl im Verständnis der Bevölkerung als auch in der Forschung. Dennoch stecken sich auch heute noch täglich Menschen mit dem HI-Virus an und müssen dann mit der Diagnose und Ausgrenzungen leben. Anlässlich des kommenden Weltaidstags am 1. Dezember startet die Deutsche Aids-Hilfe eine Kampagne, die für mehr Toleranz werben soll.
HIV-PrEP „on demand“ funktioniert
14.11.2014 00:00
Die französisch-kanadische Studie IPERGAY zeigt offenbar, dass die anlassbezogene HIV-Prä-Expositions-Prophylaxe, PrEP, zum Schutz vor HIV-Übertragungen beim Sex unter Männern funktioniert. Die Schutzwirkung sei höher als in der iPrEX-Studie, teilte heute das französische Forschungsinstitut ARNS mit. Deshalb habe man beschlossen, auch den Teilnehmern aus dem Placebo-Arm der Studie das HIV-Medikament Truvada anzubieten.
Experten sehen akuten Handlungsbedarf im Kampf gegen Hepatitis C
07.11.2014 00:00
Mit der Veröffentlichung einer Berliner Erklärung ging heute in Berlin die Europäische Konferenz zum Thema Hepatitis C zu Ende. Die zentrale Botschaft der Unterzeichner: Hepatitis C ist ein großes globales Gesundheitsproblem. Es ist Zeit zu handeln! Den Experten zufolge sind die europaweit rund neun Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis C nur unzureichend versorgt.
Afrika: HIV den Garaus machen
07.11.2014 00:00
90-90-90-Formel soll AIDS-Epidemie bis 2030 beenden. Nachdem AIDS in den vergangenen drei Jahrzehnten Millionen Afrikaner getötet hat, sind Gesundheitsexperten inzwischen überzeugt, die Formel gefunden zu haben, um die Immunschwächekrankheit in den kommenden 15 Jahren zu besiegen. Die magische Zahlenkombination lautet 90-90-90.
Krebsmittel bekämpfen versteckte Aids-Viren
07.11.2014 00:00
Klinische Studie für neue Therapie steht noch aus. Ein fünfjähriges, seit der Geburt mit HI-Viren infiziertes Mädchen in Mailand galt von der tückischen Immunschwäche schon als geheilt. Anfang der Woche wurde jedoch bekannt, dass ein HIV-Test positiv ausfiel, erneut wurden Viren gefunden. Es war der zweite enttäuschende Rückfall seit Juli dieses Jahres, als ein vierjähriges, mit HI-Viren infiziertes Kind im US-Bundesstaat Mississippi, das als geheilt galt, positiv getestet wurde.
Tabletten zur Prävention – PROUD Studie voller Stolz
07.11.2014 00:00
Heute hat das Englische Forschunginstitut MRC eine wichtige Mitteilung gemacht: Die PrEP-Studie PROUD soll wegen erfolgreichen Resultate entblindet werden. Werden wir nun HIV-Prävention mit Pillen machen? Eigentlich wissen wir es schon länger: Die regelmäßige Einnahme eines HIV- Medikamentes kann HIV-negative Personen vor einer HIV-Infektion bewahren. Verschiedene Studien haben dies schon bewiesen, insbesondere die Daten der iPrex-Studie zeigen, dass diejenigen Personen, welche das Medikament regelmäßig einnehmen, auch vor einer HIV Infektion geschützt sind.
HIV lässt sich nicht wegsperren!
07.11.2014 00:00
Das Oldenburger Landgericht verhängt eine Haftstrafe und Sicherungsverwahrung gegen HIV-positive Frau - ein fatales Signal für die HIV- Prävention. Das Landgericht Oldenburg hat eine 30-jährige HIV-positive Frau aus Wilhelmshaven zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt und eine fünfjährige Sicherungsverwahrung im Anschluss angeordnet, weil die Sexarbeiterin ungeschützten Sex mit mehreren Kunden hatte.
Hepatitis C Medikament Harvoni erhält US-Zulassung
01.01.1970 01:00
Chronische Hepatitis C bei Erwachsenen kann künftig mit nur einer Tablette am Tag behandelt werden. Das Pharmaunternehmen Gilead Sciences hat für sein neues Präparat Harvoni die offizielle Zulassung für den Verkauf in den USA erhalten. Anders als bei dem im Januar 2014 zugelassenen Sovaldi muss bei Harvoni, einem Kombinationspräparat aus Sofosbuvir und dem NS5A-Inhibitor Ledipasvir, nicht zusätzlich eines der bisher eingesetzten HCV-Medikamente Interferon oder Ribavirin eingenommen werden.
Hoffnung auf Impfstoff wächst
01.01.1970 01:00
Kampfansage an HIV: Forscher knacken Viren-Geheimnis. Bis heute ist es den Wissenschaftlern nicht gelungen, einen Impfstoff gegen Aids zu entwickeln. Doch nachdem Forscher erstmals in Echtzeit beobachtet haben, wie sich das Virus während des Befalls menschlicher Zellen verändert, schöpfen sie Hoffnung: In ihren Beobachtungen könnte der Schlüssel liegen. Erstmals haben Forscher detailliert in Echtzeit beobachtet, wie der Aids- Erreger beim Befall menschlicher Zellen mutiert. Die Dynamik der Oberflächenstruktur liefert wichtige Hinweise für Antikörper und Impfstoffe die eine Infektion verhindern könnten.
Komplementärmedizin: Cystus052 gegen HIV?
01.01.1970 01:00
Extrakte der speziellen Zistrosenvarietät Cistus incanus L. Pandalis haben nach Forschungen der Helmholtz-Gemeinschaft offenbar nicht nur antivirale Effekte gegenüber Influenza-Viren, sondern auch gegenüber HI-Viren. Die infektblockierenden Effekte sind so ausgeprägt, dass die Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft jetzt ein Weltpatent hierzu angemeldet haben. Es bleibt abzuwarten, ob es trotz der oft zögerlichen Haltung von nationalen oder transnationalen Behörden bei der Patentierung oder der arzneimittelrechtlichen Zulassung von Phytotherapeutika zu einer naturmedizinischen Erweiterung der prophylaktischen und therapeutischen Möglichkeiten gegenüber HIV kommen wird.
Aids-Erreger verdreifachte seine Ansteckungsrate
01.01.1970 01:00
Die globale Seuche HIV begann in den 1920er Jahren in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Doch ihre ersten Jahre waren unspektakulär. Doch um etwa 1960 veränderte sich das Verhalten des Erregers dramatisch. Als Aidas im Jahr 1981 identifiziert wurde, kursierte sein Erreger HIV-1 schon seit Jahrzehnten in Menschen: Den gemeinsamen Vorfahren aller Virenstämme der Pandemie auslösenden Untergruppe M datierten Seuchenforscher später auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.
HIV-Impfstoffkandidat erhält Finanzierung
01.01.1970 01:00
Viel versprechender HIV-Impfstoffkandidat von Mymetics erhält Finanzierung zur Einleitung einer präklinischen Studie am Texas Biomedical Research Institute. Die Mymetics Corporation, ein Vorreiter in der Erforschung und Entwicklung virosombasierter Impfstoffe, die eine Übertragung von infektiösen Erkrankungen beim Menschen über die Schleimhäute verhindern sollen, gab heute bekannt, dass sein innovativer HIV-Impfstoffkandidat in einer neuen präklinischen Studie getestet wird, um die in einer früheren Studie erhaltenen ausgezeichneten Ergebnisse zu bestätigen.
Muttermilch – und sie ist doch wichtig
01.01.1970 01:00
Immer wieder hören wir von Gynäkologen und auch Pädiatern, dass Stillen gar nicht so wichtig sei für das Kind. Autoren einer Studie im Pediatric Infectious Diseases sind anderer Meinung. Säuglinge erkranken of an viralen Erkrankungen der Luftwege. Diese können in den ersten Lebensmonaten sehr schwer verlaufen. In dieser Studie der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee wurden 629 am Termin geborene Säuglinge prospektiv eingeschlossen, welche wegen einer akuten, viralen Infektion der Luftwege hospitalisiert wurden.
Mondpreise für Sovaldi?
01.01.1970 01:00
Der Fall Sovaldi gibt der Bundesregierung zu denken: Grundsätzlich habe sich das mit dem AMNOG eingeführte Zusammenspiel von Nutzenbewertung und anschließenden Preisverhandlungen bewährt, erklärt die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. So werde sichergestellt, dass auch weiterhin allen Menschen in Deutschland diejenigen Arzneimittel zur Verfügung gestellt werden könnten, die sie bräuchten.
Neue HCV-Medikamente: Tipps für Patienten
01.01.1970 01:00
Neue Medikamente für chronisch Hepatitis C Infizierte ermöglichen erstmals sogar eine interferon- und oftmals auch Ribavirin-freie Therapie. Trotzdem zögern viele Ärzte, sie zu verschreiben – oft aus Angst vor Regressforderungen. Die Präparate Sovaldi, Daklinza, Olysio und bald auch Harvoni bedeuten für viele Patienten mit chronischer Hepatitis C eine kürzere und nebenwirkungsärmere Behandlung mit größeren Erfolgschancen als bei der bisherigen Standardtherapie.
HIV-PrEP – worauf warten wir eigentlich?
01.01.1970 01:00
Nicholas Feustel fragt: Wenn weitgehend Einigkeit herrscht, dass die HIV-PrEP funktioniert, wenn man sie nimmt – warum setzen wir uns dann nicht alle dafür ein, dass diese neue Präventionsmöglichkeit auch in Deutschland Wirklichkeit wird? Aus anerkannten wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass die tägliche Einnahme einer Tablette Truvada eine sehr hohe Schutzwirkung, im oberen 90-Prozent-Bereich, vor HIV bietet. Ebenso wissen wir, dass nicht alle Menschen jedes Mal, wenn sie Sex haben, Kondome verwenden.
Hoffen auf den anonymen Krankenschein
01.01.1970 01:00
Vielen chronisch kranken Migranten bleibt in Deutschland die medizinische Behandlung versperrt. Bei der Berliner Tagung „HIV im Fokus“ äußerten Ärzte und Interessenvertreter ihren Unmut über die unhaltbare Situation. Asylsuchende, Illegalisierte und Drittstaatangehörige ohne Papiere haben vom deutschen Gesundheitssystem nicht viel zu erwarten. Das Problem ist bekannt, die Folgen für Erkrankte und Hilfebedürftige sind fatal. Wenn diese Menschen beispielsweise an HIV oder Krebs erkranken, haben sie nur dann eine Chance auf Behandlung, wenn sie in die Hände engagierter Krankenhausmitarbeiter und niedergelassener Ärzte gelangen.
Immunzellen überleben SIV-Infektionen
01.01.1970 01:00
Zum Krankheitsbild der Retroviren HIV-1 und SIV - die Erreger von AIDS bei Menschen beziehungsweise Affen - gehört eine starke Verringerung bestimmter Immunzellen im Körper. Allerdings gibt es Fälle, in denen einige dieser Zellen die Fähigkeit erworben haben, die Infektion mit den Retroviren unbeschadet zu überstehen. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen haben nun die Mechanismen untersucht, die mit dem Überleben bestimmter Immunzellen verbunden sind.
Ausstieg aus dem evolutiven Wettlauf
01.01.1970 01:00
Bei einigen HIV-Infizierten kämpft das Immunsystem nicht gegen das Immunschwächevirus an, sondern der Körper toleriert den Erreger. Wie stark sich Infizierte in ihrer Toleranz unterscheiden und mit welchen Faktoren dies zusammenhängt, bestimmte nun ein Forschungsteam unter ETH- Leitung. In der Ökologie ist die Toleranz gegenüber Krankheiten definiert als eine Strategie des Wirtes, einen Erreger nicht bis aufs Blut zu bekämpfen, sondern zu tolerieren um längerfristig besser zu über-leben. Ein wichtiges Merkmal der Toleranz ist, dass die Krankheit nur sehr langsam oder gar nicht fortschreitet, selbst wenn der Wirt eine hohe Erregerlast in sich trägt.
HIV-Therapie bei Kindern ab vier Wochen
01.01.1970 01:00
HIV-Therapie bei Kindern ab vier Wochen: EU-Zulassung für Raltegravir-Granulat. Die Europäische Kommission hat eine neue Darreichungsform des Integrasehemmers Raltegravir zugelassen, Das neue Raltegravir-Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen kann bei HIV-1-infizierten Säuglingen und Kleinkindern ab vier Wochen und mit einem Körpergewicht von 3 bis unter 20 Kilogramm in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten angewendet werden. Damit ist Raltegravir der einzige Integrasehemmer, der für diese Altersgruppe in Europa und den USA zugelassen ist. Das Raltegravir-Granulat wird in Deutschland voraussichtlich Ende des Jahres zur Verfügung stehen.
Wann können wir Aids-Kranke komplett heilen?
01.01.1970 01:00
Die Behandlung von Aids macht seit einigen Jahren große Fortschritte. Doch vollständig geheilt werden können Betroffene bislang nicht. Neue Verfahren könnten das ändern - doch bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. In der Entwicklung von Medikamenten gegen Virusinfektionen gelangen Pharmaforschern in den vergangenen Jahren einige beachtliche Fortschritte. Gegen Hepatitis C zum Beispiel stehen inzwischen erstmals Wirkstoffe zur Verfügung, die eine vollständige Befreiung von den Erregern versprechen.
HIV-Medikamente für Negative zum Schutz vor einer Ansteckung
01.01.1970 01:00
Zurzeit wird international und auch bei uns über die HIV-PrEP debattiert. Wir wollen diese Diskussion auf eine breitere Basis stellen und verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen. Zum Auftakt erklären wir, was so eine PrEP eigentlich ist. Wenn HIV-Negative HIV-Medikamente nehmen, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen, nennt man das Prä-Expositions-Prophylaxe, kurz PrEP – auf Deutsch: Vor-Risiko- Vorsorge.
Warum HIV-Patienten häufig an Demenz erkranken
01.01.1970 01:00
Warum HIV-Patienten an Demenz erkranken, RUB-Forscher verfolgen schädliche Immunreaktion im Gehirn. Seit der Einführung der kombinierten antiretroviralen Therapie Mitte der 90er Jahre hat sich die Lebenserwartung von HIV-infizierten Patienten deutlich verlängert. Dadurch werden Langzeitkomplikationen bedeutender: Fast jeder zweite HIV-Patient ist von neurokognitiven Störungen betroffen, die bis hin zur Demenz führen können. Wie diese Störungen entstehen, ist noch nicht gänzlich geklärt.
Behandlungslücken vor allem in Osteuropa
01.01.1970 01:00
Das Regionalbüro Europa der Weltgesundheitsorganisation sieht immer noch große Defizite beim Einsatz antiretroviraler Medikamente gegen HIV/Aids – vor allem in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen im östlichen Teil der Europäischen Region der WHO, wo 76 Prozent der neuen HIV- Infektionen gemeldet werden.
Sex unter Gefangenen? Doch nicht in Bayern
01.01.1970 01:00
Schriftliche Anfrage der Freien Wähler: 1,5 Prozent der Gefängnisinsassen im Freistaat sind mit HIV infiziert – Kondomautomaten lehnt das Justizministerium trotzdem ab. Kürzlich berichtete die Staatszeitung, dass der Freistaat zwar eine Kondompflicht für Freier erlassen hat. Wenn aber bayerische Gefängnisinsassen Präservative haben wollen, müssen sie beim ärztlichen Dienst einen Meldeschein mit ihrem Anliegen einreichen. Häftlinge müssen sich also indirekt als schwul outen, erklärt Martin Jautz von der Münchner Aids-Hilfe. Deshalb ist er nicht verwundert, dass zwischen 2005 und 2007 nur 43 Präservative an die bayernweit 13.000 Gefängnisinsassen ausgegeben wurden.
HIV-Patienten in der Apotheke
01.01.1970 01:00
Die Betreuung von HIV-Patienten ist eine anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe für die Apotheke. Da die meist komplexe lebenslange Arzneimitteltherapie oft mit unerwünschten Wirkungen einhergeht, ist ein wirkungsvolles Therapiemanagement sinnvoll. Um die Aufgabenstellung in der Betreuung von HIV-Patienten dauerhaft und nachhaltig bewältigen zu können, bedarf es eines angepassten Konzeptes, welches hier vorgestellt werden soll. Neben diesem Betreuungskonzept sind aber auch die Probleme, die durch die immer noch stark vertretene soziale Ächtung von HIV/Aids verursacht werden, zu beachten.
Hepatitis C: Profite, Politik und Prävention
01.01.1970 01:00
Ein Gespenst geht um in Europa: die Überlastung des Gesundheitssystems durch das neue, sehr effektive, aber auch teure Hepatitis C Medikament Sovaldi. Deutsche Krankenkassen malen den Kollaps an die Wand, weil die Anträge auf Behandlung mit dem teuren Medikament die Budgets zu sprengen drohten. In der Schweiz und den USA kursieren Empfehlungen, nur die Kränkesten der Kranken zu behandeln, während Vertreter von Patienteninteressen die Pharmaindustrie anklagen, Profitinteressen über das Leben von Millionen Menschen zu stellen.
HIV: Nichts gegen eine gute Verschwörungstheorie, aber …
01.01.1970 01:00
CIA? KGB? Sex mit Gorillas? Über den Ursprung von HIV sind einige Theorien im Umlauf, die Justine Alford hier mal in aller Ruhe widerlegt: Jeder hat schon von HIV gehört. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation und des Aids-Programms der Vereinten Nationen lebten Ende 2010 rund 34 Millionen Menschen mit HIV. Weltweit sterben jeden Tag etwa 6.000 Menschen an den Folgen der Infektion. Das Virus selbst wurde erst vor einigen Jahrzehnten entdeckt. Doch wie fing das alles an?
Billigfluglinie in China wegen Abweisung von HIV-Infizierten verklagt
01.01.1970 01:00
Zwei infizierte Passagiere und ein Mitreisender wurden abgewiesen. Der Anwalt der Kläger wies darauf hin, dass es für die anderen Passagiere keinerlei Ansteckungsgefahr gegeben habe. Peking. Zwei mit dem Aids-Virus infizierte Passagiere und ein Mitreisender haben eine chinesische Billigfluglinie verklagt, weil sie sie nicht an Bord lassen wollte. Wie die staatliche Zeitung Global Times am Freitag berichtete, nahm ein Gericht in Shenyang die Klage gegen Spring Airlines an. Demnach ist es das erste Mal, dass ein derartiger Fall vor Gericht kommt.
Asylbewerber müssen zum HIV- und Hepatitis B-Test
01.01.1970 01:00
Erst Ende Juni hat das bayerische Gesundheitsministerium bei der Gesundheitsuntersuchung von Asylbewerbern den bislang vorgeschriebenen Test auf HIV und Hepatitis B aus dem Programm gestrichen. Auf Nachfrage der SZ nach den Gründen teilte ein Ministeriumssprecher nun aber mit, das Gesundheitsministerium habe entschieden, in Kürze wieder zu einer routinemäßigen Untersuchung aller Asylbewerber auf HIV und Hepatitis B mittels Blutuntersuchung zurückzukehren.
Truvada-PrEP: Bitte nüchtern bleiben …
01.01.1970 01:00
Über die Prä-Expositions-Prophylaxe mit Truvada (HIV-Negative nehmen ein HIV-Kombinationsmedikament ein, um sich vor einer Ansteckung zu schützen) wurde auf der Welt-Aids-Konferenz begeistert berichtet. Armin Schafberger plädiert für einen nüchternen Blick auf die Daten: Besser als Kondome und 100-prozentiger Schutz durch vier Tabletten in der Woche, so lauteten einige Einschätzungen zur HIV-PrEP mit Truvada, die man jüngst auf der Internationalen Aids-Konferenz in Melbourne hörte. Doch haben wir es mit einer Wunderpille zu tun? Und ist es berechtigt, wenn manche Präventionisten die HIV-PrEP mit Truvada insbesondere für schwule Männer schnell eingeführt sehen wollen?
Senkt eine HIV-Therapie das Multiple Sklerose-Risiko?
01.01.1970 01:00
Mit dieser Hypothese hat der australische Professor Dr. Julian Gold Anfang des Jahres für Aufsehen gesorgt. Im Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry stellte der Virologe jetzt die Ergebnisse der in Zusammenarbeit mit einer britischen Forschergruppe erstellten Studie vor, die seine Theorie von einer Verbindung zwischen HIV-Therapie und Multiple Sklerose stützen.
HIV? Gegen Pneumokokken impfen lassen!
26.09.2014 00:00
Menschen mit HIV haben weiterhin ein erhöhtes Risiko für invasive Pneumokokken-Erkrankungen [eine Form der Lungenentzündung], so dänische Forscher in der Online-Ausgabe von Clinical Infectious Diseases. Selbst in der Ära der modernen antiretroviralen Therapie war das Infektionsrisiko für Menschen mit HIV verglichen mit ähnlichen Personen aus der Allgemeinbevölkerung demnach 19-mal höher. Ein besonders hohes Risiko für invasive Pneumokokken-Erkrankungen hatten HIV-positive injizierende Drogengebraucher.
Hepatitis C wird zum Männer-Problem
26.09.2014 00:00
In Deutschland sind 2013 wieder mehr Menschen registriert worden, die sich neu mit Hepatitis C infiziert haben. Bei der Inzidenz gibt es aber regionale Unterschiede, wie das RKI berichtet. Weltweit sind nach Schätzungen der WHO 130 bis 150 Millionen Menschen chronisch mit Hepatitis C infiziert. Die regionalen Unterschiede sind allerdings enorm. Deutschland gehört mit 0,3 Prozent zu den Niedrigprävalenz-Regionen der Hepatitis C. Doch man muss von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgehen.
Rückkehr des HI-Virus in Boston-Patienten
26.09.2014 00:00
Rückkehr des HI-Virus in Boston-Patienten: Wiederauftretende Viruspopulation homogen. Ein internationales Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat das Rätsel um die mit HIV-1 infizierten Boston-Patienten geklärt, die nach einer Stammzellentransplantation für mehrere Monate als geheilt galten. Rückblick: Im Sommer 2013 sorgte die Krankengeschichte von zwei US-Amerikanern, besser bekannt als die Boston-Patienten, für Aufsehen. In Folge einer hämatopoetischen Stammzellentransplantation gegen die Krebserkrankung der beiden HIV-infizierten Männer, konnte über viele Wochen kein HIV-1 Virus mehr in ihrem Blut nachgewiesen werden.
HIV: Produktinformation von Kaletra aktualisiert
26.09.2014 00:00
Committee for Medicinal Products for Human Use der EMA erteilt Positive Opinion für die Aktualisierung der Produktinformation zu KALETRA. Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der europäischen Zulassungsbehörde hat im April 2014 eine zustimmende Bewertung - Positive Opinion- für die Aktualisierung der Produktinformation von KALETRA, Lopinavir/Ritonavir-Tabletten erteilt, die auf aktuellen pharmakokinetischen Daten von schwangeren Frauen mit HIV-1-Infektion basiert.
Mehr HIV-Fälle bei älteren Menschen in Beijing
26.09.2014 00:00
Die Zahl der neu entdeckten HIV-Fälle ist bei Menschen im Alter von 60 Jahren oder älter in Beijing in den vergangenen Jahren gestiegen. Männer, die Sex mit Männern haben, bleiben eine der wichtigsten Gruppen bei denen die Stadt eingreift, um die Ausbreitung von HIV zu stoppen. Das sagte ein Beamter des städtischen Zentrums für Seuchenprävention und -bekämpfung.
Amyloid hilft HIV
19.09.2014 00:00
Eiweißbruchstücke in Samenzellen könnten die Übertragung von HIV bei Sexualkontakten begünstigen. Nun sollen sie quantifiziert sowie ihre Struktur und Funktion aufgeklärt werden. Das Ziel besteht darin, ein Mikrobizid zu entwickeln. Ulmer Aids-Forschern ist es erstmals gelungen, Amyloidfibrillen in menschlichen Spermaproben tatsächlich nachzuweisen. Diese stäbchenartigen Eiweißbruchstücke begünstigen die sexuelle Übertragung des Aids-Erregers offenbar erheblich. Wenn es gelingt, das Zusammenspiel von Fibrillen und Virenpartikeln zu stören, könnte die Übertragungsrate von HIV verringert werden.
PKV-Umfrage: 60 Prozent der Ärzte wünschen sich Fortbildung zu HIV/Aids
19.09.2014 00:00
Bei Ärzten in Deutschland herrscht großer Bedarf an fachlicher Weiterbildung zu HIV und Aids sowie weiteren sexuell übertragbaren Infektionen. Dies ergab eine vom Verband der Privaten Krankenversicherung in Auftrag gegebene Umfrage. Die im Juli vom Online-Ärzte-Netzwerk Hippokranet durchgeführte Befragung, an der 504 Ärztinnen und Ärzte teilgenommen haben, zeigt, dass die Behandlung von Menschen mit HIV zunehmend zum Berufsalltag eines Großteils der Ärzte gehört. 60 Prozent der Befragten betreuen, wenn auch zumeist nur vereinzelt, HIV-infizierte Patienten.
Zwei Männer in Australien offenbar von HIV befreit
19.09.2014 00:00
Die Männer waren zusätzlich an Krebs erkrankt und erhielten Knochenmarktransplantationen. Seitdem sind keine Viren in ihrem Blut nachweisbar – von einer Heilung wollen Forscher aber nicht sprechen. Es sind nur zwei Männer, von denen der Forscher David Cooper auf der Weltaidskonferenz in Melbourne berichten konnte. Zwei von 35 Millionen. So viele Menschen leben Schätzungen zufolge auf der Welt mit einer HIV- Infektion. Die beiden Männer gehörten dazu.
Wettrüsten mit einem Virus
19.09.2014 00:00
Seit 30 Jahren suchen Forscher nach einem Impfstoff gegen Aids. Nun hoffen sie, im Blut einiger Infizierter endlich eine Lösung gefunden zu haben. Eine Serie von Impfungen soll das Immunsystem schulen, damit es das Virus in den Griff bekommt. Es ist Freitagmorgen in Kenia, kurz nach neun, als den HIV-Forscher Eduard Sanders der ängstliche Anruf eines Mitarbeiters erreicht. Die kleine Klinik in Mtwapa werde von einer aufgebrachten Menge angegriffen, sagt der junge Mann. Sanders ist etwa eine Stunde entfernt, er springt sofort in sein Auto und fährt los.
Thailands Kampf gegen Aids
19.09.2014 00:00
Die Vereinten Nationen sehen eine realistische Chance, dass Aids in Thailand bis zum Jahr 2030 ausgerottet ist. Ausgerechnet Thailand, in dem unter anderem aufgrund von Sextourismus die schlimmsten Untergangsszenarien als realistisch galten, dient heute als Vorbild.
Neue Entwicklungen zur HIV-Diagnose
29.08.2014 00:00
Roche präsentierte auf der 20. International AIDS Conference im australischen Melbourne eine einfache, innovative Methode, die entwickelt wird, um Proben von Patienten in Umgebungen mit beschränkten Ressourcen zu sammeln, zu transportieren und zu lagern.
HIV im Alter: Das Schlimmste ist die Isolation
29.08.2014 00:00
Bei HIV und Aids denken die meisten Leute an junge Schwule, junge Drogennutzer, junge Sexarbeiterinnen. In westlichen Ländern ist ein Drittel der Menschen mit HIV aber über 50. Wie Robert Bardston. Wo werde ich meinen Lebensabend verbringen? Was, wenn ich mich nicht mehr selbst versorgen kann? Wer kümmert sich um mich? Fragen, die sich viele stellen. Für Menschen mit HIV- Infektion sind diese Fragen umso komplizierter.
Hepatitis: Stille Seuche
29.08.2014 00:00
Gelbsucht, Leberzirrhose, Leberkrebs: Hepatitis gilt oft als Krankheit von Drogenabhängigen und Alkoholikern. Doch die Viren sind weit verbreitet. Viele Menschen bemerken die Infektion zu spät. Dabei gibt es wirkungsvolle, wenngleich teure, Medikamente. Es ist eine stille Volksseuche: Bis zu einer Million Menschen sind in Deutschland mit Hepatitis-Viren infiziert, die wenigsten von ihnen wissen aber davon. Die typische Gelbsucht entwickelt nur ein Drittel der Betroffenen, ein Drittel bemerkt lediglich grippeähnliche Symptome, ein weiteres Drittel gar nichts.
Angst vor Aids - Wann ein HIV-Test sinnvoll ist
29.08.2014 00:00
Ungeschützter Sex oder eine medizinische Behandlung in einem Land mit hoher HIV-Rate: Es gibt Situationen im Leben, in denen sich die Frage stellt, ob man sich mit dem HI-Virus infiziert haben könnte. Ein HIV-Test kann das klären. Armin Schafberger, Arzt und Medizinreferent der Deutschen Aids-Hilfe, erläuterte im Gespräch mit dem dpa-Themendienst die wichtigsten Punkte dazu.
15 Millionen müssten eine Therapie bekommen
29.08.2014 00:00
Nobelpreisträgerin Françoise Barré-Sinoussi zählt zu den renommiertesten Aids-Forschern der Welt. Im Interview spricht sie über die Behandlung von Aids-Kranken, die Verhinderung von Infektionen und die Hemmnisse im Kampf gegen den Virus.
Neues Forschungsziel: Gentherapie gegen AIDS
22.08.2014 00:00
Erstmals ist es gelungen, HI-Viren vollständig aus infizierten Zellkulturen zu eliminieren, so dass keine Reaktivierung der Erreger mehr möglich ist. Das AIDS-Virus HIV-1 baut nach dem Eindringen in menschliche Immunzellen sein Erbgut in die DNA des Zellkerns ein. Medikamente können zwar die Vermehrung der Viren hemmen, nicht aber ihr Erbgut eliminieren, was für eine Heilung notwendig wäre.
Hohe Preise verhindern den Zugang zu neuen HIV-Medikamenten
22.08.2014 00:00
Hohe Preise verhindern auch weiterhin den Zugang zu bezahlbaren HIV-Medikamenten und Viruslastdiagnostik. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Berichte, die die internationale medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen heute auf der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne vorstellte. Wir wissen heute genau welche Instrumente wir brauchen, um die Viruslast bei Menschen, die mit HIV leben unter die Nachweisgrenze zu drücken und dort zu halten.
Wann kommt die Heilung?
22.08.2014 00:00
Ein dänischer Wissenschaftler hat in Melbourne bedeutsame Ergebnisse einer Studie zur Shock-and-kill-Strategie vorgestellt: Erstmals ist es gelungen, HIV-Reservoire im Körper zu leeren. Heilung ist eines der großen Themen der 20. Welt-Aids-Konferenz. Nachdem beim berühmten Mississippi- Baby nun doch wieder HI-Viren nachweisbar sind, changierte anfangs die Stimmung der Veranstaltungen zum Thema zwischen konstruktiver Ernüchterung und fleißigem Optimismus.
Einstiges Musterland Uganda auf Abwegen
22.08.2014 00:00
Uganda galt einst als Musterland der Aids-Bekämpfung. Dort brach 1982 die Seuche zum ersten Mal aus. Doch dann machte Korruption die Erfolge zunichte. Heute hat Uganda wieder die höchsten Neuinfektionsraten in Ostafrika. Das Thema HIV und Aids ist in Ugandas Hauptstadt Kampala überall sichtbar. Werbetafeln mit glücklichen Familien, die auf einem Plakat verkünden: Wir kennen unseren Status - ihr auch?
Menschliche Zellen erstmals von HIV befreit
22.08.2014 00:00
Ein bakterielles Enzym, das wie eine Schere arbeitet, macht es möglich: Forscher konnten das in menschliche Zellen eingeflickte HIV-Erbgut wieder herausschneiden. Es könnte in der Therapie der bislang unheilbaren Immunschwäche Aids ein Durchbruch sein: Wissenschaftlern ist es zum ersten Mal gelungen, einzelne von HIV befallene Zellen von den Viren zu befreien - indem sie die DNA, die der Erreger in das Erbgut der menschlichen Zelle einschleust, herausschnitten.
HIV-Reservoirs im Körper bilden sich viel früher
15.08.2014 00:00
Sofort eingeleitete Behandlung ermöglicht doch keine Heilung. HIV kann schnell unangreifbare Festungen im Körper bilden. Damit werden laut einer Studie der Harvard Medical School auch alle Hoffnungen darauf beendet, dass eine frühe Behandlung das Virus zerstören könnte. Es wurde in der Vergangenheit sogar angenommen, dass ein Baby, das direkt nach der Geburt behandelt worden war, geheilt worden sei. Das Virus tauchte jedoch Jahre später wieder auf.
Noch viele, viele Jahre
15.08.2014 00:00
Heilung von Aids außer Sichtweite. Ernüchternde Nachricht für rund 35 Millionen Menschen, die weltweit mit dem HI-Virus infiziert sind: Eine Heilung ist trotz großer Fortschritte auf Jahre nicht in Sicht. Doch bei der Bekämpfung der Tuberkulose, eine der häufigsten Folgekrankheiten bei HIV-Infizierten, gibt es Hoffnung.
Keine Angst vor Aids
15.08.2014 00:00
Als HIV-Infizierter Sex ohne Kondom. Unvorstellbar. Was kaum jemand weiß. Medikamente sind für Positive die sicherste Safer-Sex-Methode. Es kann sein, dass die Heilung für Aids in diesem Flugzeug war, sagt Travor Stratton im Australischen Fernsehen. Der Kanadier lebt seit mehr als 20 Jahren mit HIV, seit 1999 ist er Aktivist und Berater zum Thema. Am Freitag erreichte auch ihn die Nachricht von einem Rückschlag im Kampf gegen Aids.
HIV-Patienten sterben häufiger an Krebs
15.08.2014 00:00
Die antiretrovirale Kombinationstherapie kann HIV-Infizierte heute vor dem sicheren Tod an der Immunschwäche Aids bewahren. Die Patienten sind deshalb aber nicht gesund. Die jüngste Auswertung der DAD-Kohorte im Lancet weist auf einen deutlichen Anstieg von Krebserkrankungen hin.
Chinas First Lady kümmert sich um HIV-positive Kinder
15.08.2014 00:00
Liebe Kinder, wir haben uns eine Weile nicht gesehen, aber mit meinen Gedanken bin ich immer bei Euch, schrieb Chinas First Lady Peng Liyuan in einem Brief an die 25 Schüler der Mittelstufenschule Red Ribbon in Linfen in der Provinz Shanxi. Die Schule ist für Kinder, die HIV- positiv sind und bei denen mindestens ein Elternteil an dem Virus gestorben ist.
Die Sorgen der HIV-infizierten Kinder
08.08.2014 00:00
Selten in Deutschland, aber doch immer wieder folgt auf eine freudige Nachricht ein enormer Schock, Eine Frau erfährt, dass sie schwanger ist – und kurz darauf ergibt ein HIV-Test, dass sie das bedrohliche Virus in sich trägt. Das ist eine traumatische Situation, sagt Annette Haberl, Ärztin im HIV-Zentrum der Frankfurter Uniklinik. Zwar lässt sich die Infektion inzwischen gut kontrollieren, alte Schreckensbilder aber bestimmen noch immer die öffentliche Wahrnehmung.
Crystal – eine neue psychoaktive Substanz bewegt das Land
08.08.2014 00:00
Etwa seit dem Jahr 2009 präsentieren die deutschen Medien regelmäßig mehr oder weniger gut recherchierte Berichte über die Monsterdroge Crystal. Allerdings macht diese Substanz in verschiedenen Regionen der Welt schon lange Furore und ist vielerorts unübersehbar mit dramatischen gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Konsumenten verbunden.
UN wecken Hoffnungen im Kampf gegen Aids
08.08.2014 00:00
Die Zahl der Aids-Toten sinkt, die Vereinten Nationen sprechen gar schon von einem möglichen Ende der Epidemie. Doch noch warten Millionen Menschen auf Medikamente. Die Zahl der Aids- Toten hat den niedrigsten Stand seit fast einem Jahrzehnt erreicht. Das geht aus dem Report des UN- Aids-Programms hervor. Demnach sei auch die absolute Zahl der HIV-Infizierten weltweit gleich geblieben.
Schule hilft HIV-positiven Schülern
08.08.2014 00:00
Eine Schule für HIV-positive Kinder in Linfen in der Provinz Shanxi wird eine Oberstufenausbildung anbieten, nachdem die Schule für die Schüler arrangiert hat, erstmals die Aufnahmeprüfungen zu machen. Guo Xiaoping, Leiter der Red Ribbon School und Präsident des Linfen Nr. 3 Volkskrankenhauses, das auf die Behandlung von Infektionskrankheiten spezialisiert ist, sagte, 16 Schüler in der Schule hätten die Oberstufenaufnahmeprüfungen gemacht.
Brasiliens Drogenpolitik - zwei Schritte vor, einer zurück
08.08.2014 00:00
In Brasilien sind schätzungsweise 720.000 Menschen und damit etwa 0,4 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv. Bei Drogengebrauchern dagegen sind es fünf Prozent. Die Regierung will diese hohe Rate senken, doch ihre Drogenpolitik ist widersprüchlich.
Schlomo Staszewski: Aids-Professor geehrt
01.08.2014 00:00
Im Jahr 2003 wurde er von der Goethe-Universität auf den ersten und einzigen Lehrstuhl für HIV-Medizin berufen: Nun wird der 63-jährige Schlomo Staszewski wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seine Biografie liest sich wie die Geschichte der Aids- Forschung. Immer wieder war Schlomo Staszewski an den Fortschritten beteiligt, die es heute ermöglichen, dass die Lebenserwartung HIV-infizierter Menschen der von gesunden Menschen gleicht. Im Jahr 2003 wurde er von der Goethe-Universität auf den ersten und einzigen Lehrstuhl für HIV-Medizin berufen.
Russlands neue Aids-Krise
01.08.2014 00:00
HIV verbreitet sich rasant. Ursache ist eine Drogenpolitik, die nun auch auf die Krim ausgedehnt wird. Mit tödlichen Folgen. Es ist keine Heilung. Dieser Satz besiegelte das Schicksal von 800 Heroinsüchtigen auf der Krim. Viktor Iwanow, Chef der russischen Drogenkontrollbehörde, strich den Abhängigen auf der Halbinsel mit diesen Worten die Behandlung mit dem Ersatzmittel Methadon. Es war eine von Iwanows ersten Amtshandlungen, nachdem Russland die Kontrolle auf der Krim übernommen hatte.
Extrem Gefährdete erhalten am wenigsten Betreuung
01.08.2014 00:00
HIV-Infektionen und Aids wären sehr gut zu verhindern und zu behandeln. Doch gerade jene Personengruppen, die durch die Immunschwächekrankheit am meisten gefährdet sind, erhalten am wenigsten Zugang zu Prophylaxe und Therapie, kritisiert die Weltgesundheitsorganisation. Auch würden Risikogruppen wie Transsexuelle, Drogenabhängigen, Prostituierten und Gefängnisinsassen immer noch diskriminiert.
Scheinbar von HIV geheiltes Kleinkind wieder erkrankt
01.08.2014 00:00
Zwei Jahre lang waren im Körper eines kleinen Mädchens aus den USA keine HI-Viren nachweisbar. Die Fachwelt schöpfte Hoffnung für die HIV- und Aids-Therapie. Nun ist der Erreger wieder aufgetaucht. Zwei Jahre galt ein Kleinkind in den USA als vom HI-Virus geheilt. Jetzt ist der Erreger wieder im Blut des Mädchens nachgewiesen worden. Eine aggressive Behandlung nach der Geburt hatte zunächst zum Erfolg geführt.
Europäische Gesundheitsbehörde: Zahl der STI nimmt weiter zu
01.08.2014 00:00
Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis sind in Europa weiter auf dem Vormarsch. Infektionen mit Chlamydien werden am häufigsten bei jungen Frauen diagnostiziert. Dies geht aus dem in Stockholm vorgelegten Jahresbericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hervor. Ausgewertet wurden die im Jahr 2012 in den 26 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums erfassten Daten zu sexuell übertragbaren Infektionen.
Welt-Aids-Kongress in Melbourne
28.07.2017 13:14
Konferenz Ticker der Deutschen Aids-Hilfe oder Berichte von HIV and More
Australien will bis 2020 HIV-Neuinfektionen stoppen
28.07.2017 13:14
Mit der 7. Nationalen HIV-Strategie setzt die australische Regierung hohe Ziele für das Land: Ab 2020 soll es zu keinen neuen HIV-Infektionen mehr kommen. Der heute in Melbourne im Vorfeld der internationalen Aids-Konferenz 2014 vorgestellte Plan sieht unter anderem vor, HIV-Heimtests zuzulassen.
Integraseinhibitoren im Vergleich
28.07.2017 13:14
Wie bei jedem anderen Medikament darf man auch bei den Integraseinhibitoren nicht von einer Substanz auf die anderen Vertreter der Klasse schließen. Nicht jeder Integrasehemmer ist gleichermaßen gut verträglich, wirksam und frei von Interaktionen.
HIV-Impfung für alle Bürger zur Epidemie-Eindämmung mit Truvada und Co
28.07.2017 13:14
New Yorks Ex-Gouverneur will HIV-Impfung für alle Bürger zur Epidemie-Eindämmung mit Truvada und Co. Es könnte ein drastischer Paradigmenwechsel sein: Erstmals hat nun ein führender amerikanischer Politiker, der Ex-Gouverneur von New York, Mario Cuomo, gesagt, er wolle die HIV und AIDS-Epidemie bis 2020 im New York State mit Hilfe neuer zur Verfügung stehender starker Medikamente zu einem Ende bringen.
Neues AIDS-Programm soll Betroffene besser erfassen
28.07.2017 13:14
Während der Fußball-WM wird verstärkt über AIDS aufgeklärt. Am 2. Juli 2014 hat der Staat São Paulo ein neues Gesundheitsprojekt für HIV-Infizierte gestartet. Das neue Projekt zielt darauf ab, vor allem die Früherkennung, die Behandlung und die Versorgung zu verbessern. Laut Angaben des Gesundheitsamtes des Bundesstaates sterben im Staat durchschnittlich acht Menschen am Tag an den Folgen von AIDS. Ein Großteil sterbe aufgrund von Fehlern im Behandlungssystem.
Bei Chronikerziffer jetzt umdenken
28.07.2017 13:14
Seit Juli 2014 gilt eine neue Regelung zur Chronikerpauschale. Sie bietet Praxen die Chance auf mehr Honorar für die intensive Betreuung. Doch das kommt nur denen zugute, die sich mit der nun komplett neuen Abrechnungssystematik beschäftigen. Mit dem 1. Juli haben sich neben einigen anderen EBM-Ziffern oder -Kapiteln im hausärztlichen Bereich auch die Chronikerpauschalen geändert. Die Aufwertung der Ziffer hat aber eben auch weit reichende Folgen für Ihre Abrechnungssystematik.
Dominikanische Republik: Zu viele Babys werden mit HIV geboren
21.07.2017 13:14
Nach Angaben des Geschäftsführers des Nationalen Rates für HIV und AIDS, Dr. Victor Terrero werden 4,6 Prozent der Kinder im Land mit HIV geboren. Für Terrero ist das eine nicht akzeptable Anzahl und er forderte Gesundheitsorganisationen und soziale Einrichtungen, sowie die Menschen im Land auf, einen nationalen Kreuzzug zu starten, um die Mutter-Kind-Übertragung von HIV bei Neugeborenen auszurotten. Terrero sprach am VII Kongress für Perinatal-Gesundheit im 21. Jahrhundert der am, Montag, 30. Juni 2014 stattfand.
Alternativer Drogen- und Suchtbericht erschienen
21.07.2017 13:14
Alternativer Drogen- und Suchtbericht fordert neue Strategie in der Drogenpolitik. Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftler haben heute in Berlin den ersten Alternativen Drogen- und Suchtbericht vorgestellt – eine knappe Woche vor Erscheinen des Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung am kommenden Montag.
Bittere Pille für die Patienten
21.07.2017 13:14
TTIP und Medikamententests. Die europäische Medizinaufsicht will Daten von Medikamententests veröffentlichen. Doch das verträgt sich nicht mit dem Freihandelsabkommen. Druck kommt deswegen jetzt aber nicht nur aus den USA. Hormonfleisch, Weichstoffe in Nuckelflaschen und Risiken für den Datenschutz – all das könnte uns das Freihandelsabkommen mit den USA bescheren. Bislang nicht bekannt war, dass die amerikanische Pharmalobby im Zuge der Verhandlungen um das Abkommen auch zu verhindern versucht, dass die Öffentlichkeit uneingeschränkten Einblick in die Ergebnisse von Medikamententests bekommt.
HIV-Neuerkrankungen: Anstieg bei Immigrantinnen
21.07.2017 13:14
Im vergangenen Jahr wurde bei 3.265 in Deutschland lebenden Personen eine HIV-Infektion neu erkannt. Dies ist laut einem Bericht im Epidemiologischen Bulletin ein Anstieg der HIV-Inzidenz um 10 Prozent. Auffällig war ein Anstieg unter Immigranten und hier bei heterosexuellen Frauen. Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass eine Neudiagnose nicht mit einer Neuinfektion gleichzusetzen ist.
Patienten müssen mit neuen Zuzahlungen rechnen
21.07.2017 13:14
Ab Juli gelten für viele Arzneimittel neue Festbeträge. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände weist darauf hin, dass dies für Millionen gesetzlich Versicherte veränderte Zuzahlungen mit sich bringen wird. Nach Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes wird die Zahl der zuzahlungsbefreiten Medikamente um mehr als ein Drittel sinken – von 4.800 auf 3.000 gegenüber dem Vormonat.
Ein winziges Risiko bleibt
14.07.2017 13:14
Eine HIV-Therapie bietet Ansteckungsschutz mit nur winzigem Risiko. Menschen mit HIV sind theoretisch nicht mehr ansteckend – vorausgesetzt die Medikamententherapie klappt sehr gut und es gibt keine zusätzlichen sexuell übertragbaren Krankheiten, etwa eine Syphilis. Theorien sind das eine – aber wie sieht es in der Praxis aus? Das fragt eine große europäische Studie. Jetzt haben Forscher bereits eine erste Zwischenauswertung der Daten vorgelegt.
Weltdrogentag: Unterstützen statt bestrafen
14.07.2017 13:14
Der Krieg gegen Drogen ist gescheitert, führt zu mafiösen Strukturen und Menschenrechtsverletzungen und behindert außerdem die HIV- und Hepatitis-Prävention. Darauf weist die Internationale Kampagne: Support. Don’t punish. (Unterstützen statt bestrafen.) anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni hin. Mit rund 100 medienwirksamen Aktionen in 50 Ländern und Kampagnen in den Sozialen Medien fordern die Initiatoren und Unterstützer dazu auf, in wirksame Präventionsmaßnahmen wie Spritzenvergabe und die Substitutionsbehandlung zu investieren und die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten zu beenden.
Virusinfektion unterstützt Organakzeptanz
14.07.2017 13:14
Chronische Infektionen mit dem Hepatitis C Virus gehören zu den häufigsten Gründen für Lebertransplantationen. Weil die vorhandenen Viren auch die neue Leber infizieren, ist das Immunsystem dort hochaktiv. Trotzdem wird das neue Organ nicht abgestoßen, wie Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München und der Technischen Universität München jetzt herausfanden. Dabei erhöht eine dauerhafte Stimulation des angeborenen Immunsystems durch das Virus sogar die Wahrscheinlichkeit der Toleranz.
HIV-Therapie: Nierenschaden vermeiden
14.07.2017 13:14
Wer chronisch über viele Jahre Medikamente schlucken muss, will sicher sein, dass diese Medikamente nicht schaden. Ein neuer Risikoscore könnte helfen, Patienten mit höherem Risiko eines Nierenschadens durch HIV-Therapie zu erkennen.
Haben Bündner keinen Sex?
14.07.2017 13:14
Stop-Aids-Kampagne für Tamilen und Albaner übersetzt, aber nicht für Rätoromanen. Oral ist das Bundesamt für Gesundheit nicht in Form. Rätoromanisch geht den Beamten nur langsam über die Lippen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lässt die Rätoromanen beim Sex links liegen. Die Gesundheitsbeamten bieten das Manifest zur Stop-Aids-Kampagne in zwölf Sprachen an, darunter Portugiesisch, Kroatisch, Albanisch, Tamil und Türkisch. Die 60.000 rätoromanischen Bündner warten aber noch auf eine Übersetzung.
Entwurf Asylbewerberleistungsgesetz: Inhuman und verfassungswidrig
07.07.2017 13:14
Der vergangene Woche bekannt gewordene Referentenentwurf für ein neues Asylbewerberleistungsgesetz bringt keine wesentlichen Verbesserungen für die in Deutschland lebenden Flüchtlinge. Wie die Berliner Zeitung berichtet, soll Asylbewerbern künftig eine monatliche finanzielle Hilfe von 352 Euro gezahlt werden. Dies entspricht in etwa den aktuellen Leistungen.
Antiretrovirale Pillen für HIV-Infizierte
07.07.2017 13:14
THAILAND - Ab nächstem Jahr sollen alle HIV-/Aids-Kranken, die im Rahmen des 30-Baht- Gesundheitsplanes versichert sind, gratis antiretrovirale Medikamente erhalten, ungeachtet der Zahl der Helferzellen in ihrem Blut, auch CD4-Zellen oder T-Helferzellen genannt.
Drogengebrauch beim Sex erhöht das STI-Risiko
07.07.2017 13:14
Sex mit einem HIV-positiven Partner führt nicht automatisch zu einem höheren Infektionsrisiko – sofern dessen HIV-Status bekannt ist. Ergebnisse einer Umfrage des schwulen Infoladens Hein und Fiete. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie, die das Robert-Koch-Institut mit dem Hamburger schwulen Infoladen Hein und Fiete durchgeführt hat. Dazu wurden in den Jahren 2011 und 2012 über 1600 Männer befragt, die das Angebot kostenloser und anonymer Untersuchungen auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen wahrgenommen hatten.
Deutsche wissen zu wenig über STI
07.07.2017 13:14
HIV kennen die Bürger sehr wohl als Geschlechtskrankheit. Doch bei Chlamydien, Condylomen und Co. hört das Wissen einer neuen Umfrage zufolge auf. Viele Bundesbürger wissen immer noch wenig über sexuell übertragbare Krankheiten, STI. Das geht aus der jüngsten repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor.
Erfolgsversprechende T-Zelltherapie
07.07.2017 13:14
Müssen sich Patienten einer Knochenmarkstransplantation unterziehen, schwächt das ihr Immunsystem. Viren, die von einem gesunden Immunsystem kontrolliert werden, können dann lebensbedrohliche Infektionen auslösen. Wissenschaftler der Technischen Universität München entwickelten jetzt zusammen mit Kollegen aus Frankfurt, Würzburg und Göttingen eine Methode, die Patienten schonend vor diesen Infektionen schützen kann. Sie wurde bereits bei mehreren Patienten erfolgreich eingesetzt.
Brasilien: Mutig gegen HIV
30.06.2017 13:14
Brasilien gilt wegen der Eigenproduktion von HIV-Generika und der kostenlosen HIV- Behandlung als vorbildlich. Vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer haben von der Voraussicht, aber auch dem Mut des Landes profitiert. HIV-Aktivist Peter Wiessner über das „Modell Brasilien“ und die Frage, was davon bleibt. Ein paar Zahlen reichen aus, um das HIV-Bedrohungsszenario für Brasilien deutlich zu machen: Nach Angaben der Gesundheitsbehörden leben dort derzeit rund 720.000 Menschen mit HIV, zwischen 2002 und 2012 wurden pro Jahr durchschnittlich 37.000 neue Infektionen diagnostiziert.
Studie: Initiale HIV-Therapie mit einmal täglich Raltegravir
30.06.2017 13:14
Initiale HIV-Therapie mit einmal täglich Raltegravir: Weltweite Phase-III-Studie ONCEMRK hat begonnen. Anfang Juni wurde der erste Patient in die weltweite Phase-III-Studie ONCEMRK eingeschlossen. In dieser Studie wird eine neue einmal tägliche Formulierung des Integrasehemmers Raltegravir in Kombination mit weiteren antiretroviralen Medikamenten für die Behandlung HIV- infizierter therapienaiver Patienten geprüft. Bisher ist Raltegravir als zweimal täglich einzunehmende Filmtablette zugelassen.
Der neue HIVReport ist erschienen
30.06.2017 13:14
Der neue den HIVReport der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. ist erschienen. Er enthält eine Übersetzung zentraler Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Chemsex-Study. The Chemsex Study: drug use in sexual settings among gay and bisexual men in Lambeth,Southwark and Lewisham.
Wenn im Kreißsaal die Diagnose HIV gestellt wird
30.06.2017 13:14
In Deutschland werden jährlich Hunderte Babys von HIV-infizierten Müttern geboren. Die genaue Zahl ist nicht bekannt. Durch ein bundesweites HIV-Schwangerschaftsregister soll sich dies künftig ändern. Schwangeren mit HIV wurde lange zur Abtreibung geraten, weil dem Baby ein Leben voller Leiden drohte. Inzwischen können Frauen mit HIV gesunde Kinder bekommen und zu glücklichen Großmüttern altern. Nur eines hat sich kaum verändert: die soziale Ächtung.
Auch die Mutter ging auf Abstand
30.06.2017 13:14
Birgit Reimers -Name geändert- sitzt im Zimmer ihres Arztes. Seit ein paar Tagen wird die 25-Jährige wegen Hepatitis im Krankenhaus behandelt. Möchten Sie vielleicht einen Schnaps?, fragt der Arzt. Schnaps? Zu diesem Zeitpunkt weiß sie nicht, wie krank sie wirklich ist. Ohne ihr Wissen hat der Arzt sie auf HIV getestet – und das Ergebnis ist positiv.
Nationaler AIDS-Beirat: Zugang zu medizinischer Versorgung für alle
23.06.2017 13:14
In Deutschland müsse flächendeckend sichergestellt sein, dass eine leitliniengerechte HIV-Therapie als eine notwendige Behandlung im Sinne des Asylbewerberleistungsgesetzes anerkannt werde. Dies fordert der Nationale AIDS-Beirat, ein unabhängiges Beratungsgremium des Bundesministeriums für Gesundheit, in einem aktuellen Votum.
HIV-Test auf dem Postweg
23.06.2017 13:14
Mit einem speziellen HIV-Heimtest hat die britische Präventions-Organisation Terrence Higgins Trust erstaunlich viele Menschen zu einem Selbsttest bewegt. Axel Schock sprach mit dem Leiter des Programms, Cary James.
HIV-Tests für Studienanfänger sorgen für Diskussionen
23.06.2017 13:14
Eine neue Verordnung der zentralchinesischen Provinz Henan, die von allen Studienanfängern einen HIV-Test auf freiwilliger Basis verlangt, sorgt bei der Bevölkerung für Diskussionen über Diskriminierung und den Schutz von Privatsphäre. Am vergangenen Dienstag wurde von den Bildungs- und Gesundheitsbehörden von Henan eine Neuverordnung zur HIV-Vorbeugung an den Universitäten erlassen.
HIV-Therapie minimiert Übertragungsrisiko
23.06.2017 13:14
Virushemmende Medikamente können eine HIV-Übertragung auf den Partner weitgehend verhindern. Virenhemmende Medikamente verringern bei HIV-infizierten Menschen die Zahl der Erreger so stark, dass sie auch bei ungeschütztem Sexualverkehr den Sexualpartner nicht oder allenfalls höchst selten infizieren. Dies zeigt die europaweite Partner-Studie.
Ärztetag lehnt Pathologisierung von Homosexualität ab
23.06.2017 13:14
Der 117. Deutsche Ärztetag hat sich deutlich gegen jegliche Stigmatisierung, Pathologisierung oder Benachteiligung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung ausgesprochen und die Streichung von Diagnosekategorien, die Homosexualität pathologisieren oder die Möglichkeit von Behandlungen oder Therapien als Option nahe legen, gefordert.
Italienische Jugendliche ahnungslos
16.06.2017 13:14
Jugendliche in Italien wissen zu wenig über die Gefahren von HIV. Einer aktuellen Umfrage zufolge glauben 37 Prozent der Teenager, darunter vor allem Mädchen, dass die Anti-Baby- Pille oder die Spirale vor einer Ansteckung schütze. 38 Prozent denken, dass eine Übertragung durch Mücken möglich, wenn auch selten sei. 20 Prozent glauben, dass ein HIV-Test dazu diene herauszufinden, ob man genetisch anfällig für Aids sei.
Wo lokale Bräuche das Aids-Virus begünstigen
16.06.2017 13:14
In der Region Nyanza ist die HIV-Rate doppelt so hoch wie im Rest des Landes. Eine NGO, die dagegen ankämpft, bekommt den Life-Ball-Preis. Eine Witwe muss nach dem Tod ihres Ehemannes mit einem der Mitglieder ihres Clans schlafen. Verweigert sie dies, wird sie von ihrer eigenen Gemeinschaft ausgeschlossen. Mit solchen Einblicken in lokale Bräuche versucht die Niederländerin Alie Eleveld, Mitgründerin der kenianischen NGO Swap zu erklären, wieso in einer bestimmten Provinz Kenias – in Nyanza im Westen – die Rate an HIV-Infektionen doppelt so hoch ist wie andernorts.
Interferonfreie Hepatitis C-Therapie – die Zukunft hat angefangen
16.06.2017 13:14
Im New England Journal of Medecine erscheinen wissenschaftlichen Publikationen zu neuen Interferonfreien Hepatitis C-Therapien aktuell im Wochentakt. Hier der Versuch eines Überblicks. Interferonfreie Behandlungsregime mit Kombinationen aus neuen HCV-Medikamenten, sog. DAA’s, dürften schon bald zum Therapiestandard werden. Größtes Hindernis für einen breiten Einsatz sind im Moment noch die hohen Kosten. Sofosbuvir ist in der Schweiz bereits zur Behandlung zugelassen.
Stigmatisierung in Polizeidatenbanken beenden!
16.06.2017 13:14
Die Berliner Polizei speichert im Rahmen von personengebundenen Hinweisen in polizeilichen Datenbanken Informationen darüber, dass Menschen mit HIV oder mit Hepatitis B oder C infiziert sind. Sie werden mit dem Warnhinweis ANST für Ansteckungsgefahr versehen. Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag über einen Antrag der Piraten, der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen beraten, diese Praxis zu beenden.
HIV-Patienten bewerten Beziehung zu ihren Ärzten
16.06.2017 13:14
Aktion in Österreich soll potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten finden helfen. Die österreichischen Aids-Hilfen und zahlreiche andere mit der Betreuung von Betroffenen befasste Institutionen führen derzeit in Kooperation mit dem Pharma-Unternehmen Merck, Sharp und Dohme, MSD unter Betroffenen eine Erhebung bezüglich der Arzt-Patienten-Beziehung durch. Damit sollen auch potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten aufgedeckt werden.
EU: Bericht zu Infektionskrankheiten bei Migranten
09.06.2017 13:14
Laut einem Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind Migranten in der EU und dem Europäischen Wirtschaftsraum überproportional von HIV und Tuberkulose betroffen. Der heute veröffentlichte Bericht ist laut ECDC die erste umfassende Auswertung zu Infektionskrankheiten bei Migrantinnen und Migranten in der EU und dem EWR. Analysiert wurden unter anderem Daten aus dem European Surveillance System, Europäisches Überwachungssystem, kurz TESSy.
Klebrige Stäbchen im Sperma als HIV-Verstärker
09.06.2017 13:14
Erstmals Amyloidfibrillen im Sperma nachgewiesen. Ulmer AIDS-Forschern ist es erstmals gelungen, Amyloidfibrillen in menschlichen Spermaproben tatsächlich nachzuweisen. Diese stäbchenartigen Eiweißbruchstücke begünstigen die sexuelle Übertragung des AIDS-Erregers offenbar erheblich. Wenn es gelingt, das Zusammenspiel von Fibrillen und Virenpartikeln zu stören, könnte die Übertragungsrate von HIV verringert werden.
Dolutegravir bei HIV-1-Infektion - Zusatznutzen bei Erwachsenen
09.06.2017 13:14
Zusatznutzen beruht auf weniger Nebenwirkungen. Keine Daten für Jugendliche und vorbehandelte Erwachsene ohne INI-Bedarf. Dolutegravir ist zugelassen seit Januar 2014 in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus bei Erwachsenen und bei Jugendlichen im Alter von über 12 Jahren. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat nun bei einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz überprüft, ob der neue Wirkstoff gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet.
Uganda: HIV-positive Krankenschwester muss ins Gefängnis
09.06.2017 13:14
Eine HIV-infizierte Krankenschwester ist in Uganda trotz des Protestes internationaler Aktivisten zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 64-jährige Rosemary Namubiru kriminell fahrlässig gehandelt habe, als sie einem Baby mit einer Nadel eine Injektion gab, mit der sie sich zuvor selbst gestochen hatte.
HIV-Tests in britischen Supermärkten möglich
09.06.2017 13:14
Kunden haben Wahl zwischen einem 60-Sekunden-Schnell-Bluttest und einem Speicheltest, dessen Ergebnisse nach 20 Minuten feststehen. In Großbritannien wird geprüft, ob HIV-Tests künftig im Supermarkt angeboten werden können. Ab kommendem Montag bietet der Supermarkt Tesco in der Stadt Slough HIV-Tests an, wie die Hilfsorganisation TVPS mitteilte.
Truvada-Huren versus Angst
01.01.1970 01:00
Die US-Gesundheitsbehörden in den USA empfehlen Hunderttausenden betroffenen US- Amerikanern die Einnahme einer Tablette, um sich vor Aids zu schützen. Wenn das Gros der Betroffenen der Empfehlung folge, könne das die Aids-Prävention in den USA auf völlig neue Beine stellen - vom Schutz mit Kondomen hin zur Einnahme eines antiretroviralen Medikaments, so die New York Times.
Treibjagd auf HIV
01.01.1970 01:00
Impfstoffentwicklern. Bei der Entwicklung potentieller Impfstoffe gegen HIV sollen vor allem so genannte breit neutralisierende Antikörper entstehen. Die potenten Immunmoleküle können ein großes Spektrum an unterschiedlichen Virus-Stämmen effizient abwehren, weil sie an essenziellen und deshalb vielen Stämmen gemeinsamen Stellen an der Oberfläche des Virus andocken.
HIV-Impfstoff noch 2014 testbereit
01.01.1970 01:00
Russische Forscher werden laut Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa noch in diesem Jahr die Arbeit an einem Impfstoff gegen das Humane Immundefizienz-Virus abschließen und mit klinischen Studien beginnen.
Aids-Kampagne zeigt Paare beim Sex
01.01.1970 01:00
Der Bund bricht ein Tabu: Für die neuste HIV-Kampagne wurden Pärchen in voller Aktion fotografiert und gefilmt. Die Kampagne soll für Gesprächsstoff sorgen. Eine Frau reitet auf ihrem Freund, zwei Schwule küssen sich nackt, Pärchen haben Sex in verschiedenen Stellungen: Die neuste Aids-Kampagne dringt weit in die Intimsphäre vor. Sie zeigt echte Paare und echte sexuelle Handlungen. Explizite Pornobilder sind auf den Plakaten und im Video natürlich nicht zu sehen.
Der Wunsch und das Virus
01.01.1970 01:00
Dutzende Schwangere erfahren in Deutschland jedes Jahr, dass sie mit HIV infiziert sind. Bis in die 90er wurde ihnen eine Abtreibung empfohlen. Das ist heute anders - trotzdem stehen diese Mütter vor besonderen Herausforderungen. Für Sonja Gutjahr -Name geänd.- ist der Bluttest beim Frauenarzt eigentlich Routine. 2005 ist sie zum fünften Mal schwanger. Sie kennt den Ablauf. Sie hat vier gesunde Kinder und schmiedet Zukunftspläne mit ihrer Familie. Da kracht die Diagnose in ihr Leben: HIV-positiv.
BZgA startet Wettbewerb zu STI
01.01.1970 01:00
Die Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten außer HIV nimmt offenbar zu. Jetzt sollen Erfolg versprechende Ideen für die Prävention ausgezeichnet werden. HIV und AIDS sind im Bewusstsein der Deutschen fest verankert. Aber wie sieht es mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen, den so genannten STIs, Sexually Transmitted Infections, aus? Die Verbreitung und die möglichen Übertragungswege von STIs sind noch viel zu wenig. Die Zahl sexuell übertragbarer Krankheiten außer HIV nimmt offenbar zu. Jetzt sollen Erfolg versprechende Ideen für die Prävention ausgezeichnet werden.
Durchbruch in der CMV-Behandlung?
01.01.1970 01:00
Infektionen mit dem Cytomegalovirus verlaufen in der Regel ohne schwere Symptome und heilen ab. Nicht so, bei Transplantatempfängern oder sonstiger Immunschwäche. Doch die Behandlungsoptionen sind dann bescheiden. Vielleicht ändert sich dies bald! Bei Transplantatempfängern kann die CMV-Infektion schwere Komplikationen und Abstoßungsreaktionen des Transplantierten Organs verursachen. Besonders schwer verlaufen diese Infektionen bei Knochenmarktransplantation. Früher sahen wir viele AIDS Patienten, die an einer CMV-Infektion erblindeten oder schwerste Darmerkrankungen hatten.
Passen Positive und Negative zusammen?
01.01.1970 01:00
Wenn in einer Beziehung ein Partner HIV-positiv und der andere negativ ist, wirft das bei manchen Paaren viele Fragen auf. Peter Thomson (Name geändert) weiß seit sechs Jahren von seiner HIV-Infektion. Seitdem hat sich sein Beziehungsleben dramatisch geändert. In diesem Beitrag berichtet er offen von seinen Gefühlen und Erfahrungen. Zum ersten Mal habe ich den Begriff serodifferente Beziehung (pos.-neg.) gehört, als ich mit meinem damaligen neuen Freund in der Hassle Free Clinic in Toronto war. Ich schwebte im siebten Himmel, weil ein HIV-negativer Kerl wie er trotz meiner Infektion mit mir gehen wollte.
Tag vier im Siegener Aids-Prozess
01.01.1970 01:00
Derzeit muss sich ein 46-jähriger Siegener vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Er soll zwei Sexualpartner vorsätzlich mit HIV infiziert haben. In Tag vier um den Prozess gegen einen Siegener, der Sexualpartner vorsätzlich mit HIV infiziert haben soll, sagte erneut Gutachter Dr. Martin Stürmer aus: Auch die Virenstämme des zweiten mutmaßlichen Opfers und des Angeklagten sind identisch. Bereits am ersten Verhandlungstag im April erläuterte der Sachverständige Dr. Martin Stürmer einen Teil seiner Ergebnisse.
Stellenwert von Ergebnissen über / unter der Nachweisgrenze
01.01.1970 01:00
Die Bestimmung der HIV-Viruslast ist für Arzt und Patient von großer Bedeutung. Liegt sie unter der Nachweisgrenze sind alle zufrieden. Doch hier stellt sich die Frage, welcher Grenzwert ist sinnvoll und wie vergleichbar sind die Ergebnisse verschiedener Messverfahren? Die Messung der HI-Viruslast aus dem Plasma ist Bestandteil der diagnostischen Routine. Das Ergebnis gibt an, wie viel freies Virus im Blut zirkuliert, jedoch stoßen alle verfügbaren Tests bei geringen Virusmengen irgendwann an ihre Grenzen.
Immunsuppressivum als Therapeutikum?
01.01.1970 01:00
Immunsuppressiva gegen immunsupprimierende Viren - möglicherweise bekämpft Sirolimus auf unerwartete Weise das HIV-Reservoir im Körper. Darauf deuten Daten bei Patienten nach einer Nierentransplantation. Immunsuppressiva sind eigentlich keine gute Idee bei Patienten, deren Immunsystem durch HIV stark geschädigt ist. Etwas anders sieht es aber aus, wenn es dank antiretroviraler Medikamente gelungen ist, HIV weitgehend aus dem Blut zu eliminieren.
Fortschritte mit Tests und Beratungsangeboten
01.01.1970 01:00
Das Wissen um eine HIV-Infektion ist die Voraussetzung ihrer Behandlung und Versorgung. Tests unterstützen aber auch die Präventionsarbeit, denn sie motivieren infizierte Personen dazu, eine Weiterübertragung auf andere zu vermeiden, bzw. nicht infizierte Personen dazu, sich nicht selbst einem Infektionsrisiko auszusetzen. Schnelltests und Tests durch Selbsthilfegruppen werden gut angenommen und sind im Westen der Europäischen Region der WHO weit verbreitet, während im Osten noch Nachholbedarf besteht.
Long QT – im Hinterkopf behalten!
01.01.1970 01:00
Das Long-QT-Syndrom ist eine seltene, lebensgefährliche Krankheit, die bei sonst herzgesunden Menschen zum plötzlichen Herztod führen kann. Es ist entweder vererbt oder erworben, dann meist als Folge einer unerwünschten Arzneimittelwirkung. Das wegweisende und namensgebende Krankheitszeichen des Long-QT-Syndroms ist eine Verlängerung der QT-Zeit im Elektrokardiogramm. Medikamentös induzierte QT-Zeit –Verlängerung geht schnell vergessen. Multimorbide Patienten erhalten einen Cocktail an Medikamenten was die Wahrscheinlichkeit von EKG-Veränderungen erhöht.
Ärzte sollen HIV-Test häufiger anbieten
01.01.1970 01:00
Die Freude am großen Erfolg der modernen HIV-Therapie wird durch die Tatsache getrübt, dass noch immer zu viele Menschen von ihrer Infektion nichts wissen. Bei acht bestimmten Krankheiten sollten Ärzte an ein solches Angebot denken. Bluttests führen auf die Spur des HI-Virus. Eine frühe Diagnose erhöht die Chancen der Therapie. Was bei HIV-Infizierten bisher erreicht worden ist, bezeichnet Dr. Annette Haberl vom HIV-Center der Universität Frankfurt am Main als Erfolgsgeschichte der Therapie.
Stiftung für HIV-infizierte Bluter vor dem Aus
01.01.1970 01:00
Ein Medizinskandal erschütterte in den 80er Jahren das Land: Viele Bluter bekamen HIV und Aids. Schon über 1.000 Betroffene gestorben. Verantwortliche hatten die Augen verschlossen vor den Gefahren der Blutpräparate. Später gab etwas Hilfe - jetzt geht das Geld aus. Rund 30 Jahre nach dem so genannten Bluterskandal droht ein Ende der Hilfen für HIV-infizierte Bluterkrankte. Die Mittel reichten nur noch bis 2017.
Trotz HIV-Infektion keine Angst vor der Zukunft
01.01.1970 01:00
Am 23. April 1984 war es endlich so weit. Das US-Gesundheitsministerium verkündete, worauf Mediziner, Forscher und Patienten in aller Welt gewartet hatten: Das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, war gefunden. Zwei Infizierte sprechen heute, 30 Jahre später, über ihr Leben mit dem HI-Virus.
The International Liver Congress
01.01.1970 01:00
Amsterdam, 24.-28. April 2013 - Der Internationale Leberkongress wird spannend werden. Erwartet werden Ergebnisse großer klinischer Studien, neue Details aus bekannten Studien sowie ein Blick in die Zukunft. Wir berichten wie gewohnt live vom Kongress.
HIV-Report zum Thema Heilung erschienen
01.01.1970 01:00
Der neue HIV- Report der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zur Heilung mit den Themen: - Strategien der Heilung - Heilung nach Transplantation - Post-Treatment-Controller - Gentherapie - zur Therapeutischen Impfung - Einsatz von Antikörpern
Hepatitisviren in Europa tödlicher als HIV
01.01.1970 01:00
In Europa sterben zehnmal mehr Menschen an den Folgen einer Virushepatitis als an Aids. Dies geht aus einer Analyse der Global Burden of Disease Study hervor, die auf dem International Liver Congress in London vorgestellt wurde. Während heute die meisten HIV-Infizierten in Europa rechtzeitig behandelt werden, bleiben Infektionen mit Hepatitis B oder C oft unerkannt, bis es zu einer schweren Leberzirrhose oder zum hepatozellulären Karzinom gekommen ist.
Doravirin: antivirale Aktivität bei therapienaiven HIV-Patienten
01.01.1970 01:00
Erste Ergebnisse einer Phase-IIb-Studie mit NNRTI Doravirin zeigt antivirale Aktivität bei therapienaiven HIV-Patienten. Die Ergebnisse der Dosisfindung einer noch laufenden Phase-IIb- Studie mit dem Nicht-nukleosidalen Reverse-Transkriptase-Inhibitor Doravirin wurden kürzlich auf der 21. Conference for Retroviruses and Opportunistic Infections in Boston vorgestellt.
Outing im Büro: Positiv trotz HIV
01.01.1970 01:00
78.000 Menschen in Deutschland sind mit dem HI-Virus infiziert und die meisten arbeiten. Viele haben Angst, Kollegen und Chefs davon zu erzählen. Tun sie es, gibt es manche Überraschung. Tobias Müller -Name geändert- lügt seine Kollegen nicht an, wenn er nach einem Wochenendtreffen bei der Aids-Hilfe montags ins Büro kommt. Er lässt bloß einen Teil der Wahrheit weg. Seine Kollegen denken, dass er sich ehrenamtlich bei der Aids-Hilfe engagiert.
WHO veröffentlicht erste Hepatitis C Leitlinien
01.01.1970 01:00
Die Weltgesundheitsorganisation hat heute Leitlinien zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der chronischen Hepatitis C veröffentlicht. Die WHO fordert globalen Zugang zur HCV- Behandlung. Ziel ist, die Behandlung und Versorgung für Menschen mit Hepatitis C zu verbessern und Todesfälle infolge von Leberzirrhosen und Leberkrebs zu verringern.
Neben- und Wechselwirkungen: Beratungstipps für HIV-Patienten
01.01.1970 01:00
Nebenwirkungen sind in der antiretroviralen Therapie keine Seltenheit. Zudem drohen pharmakologische Wechselwirkungen, gerade wenn HIV-positive Menschen Arzneimittel von mehreren Fachärzten bekommen. Wie Apotheker zur Therapieoptimierung beitragen können, wurde auf einem Workshop der Münchner Aids- und Hepatitis-Tage deutlich.
Mit HIV-Selbsttest gegen die Ausbreitung
01.01.1970 01:00
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen pro Jahr ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern seit einiger Zeit mehr oder weniger unverändert niedrig. Doch auch 3.000 Neuinfizierte sind zu viel. HIV-Heimtests sollen helfen, diese Zahl spürbar zu senken. Jedes Jahr stecken sich in Deutschland noch immer etwa 3.000 Menschen neu mit dem Aids-Erreger HIV an. Das hat sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert.
HIV im Beruf: Viele Wissenslücken auch bei Ärzten
01.01.1970 01:00
Eine Landeskommission hat in NRW Empfehlungen zum Umgang mit Menschen mit HIV/Aids in der Arbeitswelt erarbeitet. Wenn es um die Teilnahme von HIV-infizierten Menschen am Arbeitsleben geht, gibt es in der Ärzteschaft immer noch Wissenslücken. Wir brauchen auch in der Medizin eine Informations-Offensive, sagt Dr. Dieter Mitrenga, Vorsitzender der Landeskommission Aids in Nordrhein-Westfalen.
Hohe Ansprechraten bei oraler Kombinationstherapie bei HCV/HIV
25.04.2014 00:00
In der noch laufenden Phase-II-Studie C-WORTHY sprachen Patienten mit Hepatitis C vom Genotyp 1, die mit HIV koinfiziert waren, vergleichbar gut auf die orale interferonfreie Kombination aus MK-5172 (NS3/4A-Proteasehemmer) und MK-8742 (NS5A-Replikationskomplex-Hemmer) an wie Patienten mit einer HCV-Monoinfektion vom Genotyp 1.
Gründe für späte HIV-Diagnose
25.04.2014 00:00
Grazer Forscher analysiert Gründe für späte HIV-Diagnose. In Österreich werden nur 20 Prozent aller HIV-Infizierten innerhalb weniger Monate nach der Primärinfektion diagnostiziert, 60 Prozent erst ein oder mehrere Jahre nach der Infektion. Bei jedem fünften Infizierten erfolgt die Diagnose mehr als zehn Jahre nach der Ansteckung. Im Kampf gegen das HI-Virus sind eine optimale medizinische Behandlung, die Verhinderung weiterer Übertragungen und die frühe Diagnose entscheidend.
Kein Methadon mehr auf der Krim
25.04.2014 00:00
Kurz nach dem Krim-Anschluss stoppte Russland auf der Halbinsel die Abgabe von Methadon an Heroin-Süchtige. Für die Betroffenen und den Kampf gegen Aids sind das keine guten Nachrichten. Jeden Morgen fährt Sergej Kislow mit dem Bus in einen heruntergekommenen Stadtteil am Rande von Sewastopol, um sich seine tägliche Dosis Methadon abzuholen. Er nimmt wie rund 800 weitere Drogenabhängige auf der Krim an einem Entzugsprogramm teil, das die Patienten von der Straße holen und die Ausbreitung von HIV auf der Halbinsel stoppen soll.
HIV: Therapie früh beginnen!
25.04.2014 00:00
Menschen, bei denen eine HIV-Infektion festgestellt wurde, sollten möglichst bald mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden. Das schreiben Mitglieder eines internationalen Forschungsnetzwerks jetzt in -The Lancet Infectious Diseases-. Ein Zuwarten mit dem Start einer antiretroviralen Therapie (ART), etwa bis die CD4-Zellzahl unter einen bestimmten Schwellenwert fällt, erhöht demnach sowohl die Ansteckungsgefahr anderer als auch die Komplikationsrate beim Patienten selbst.
Prozess wegen Ansteckung mit HIV
25.04.2014 00:00
Vor dem Siegener Landgericht muss sich ein 46-Jähriger verantworten, der zwei Männer mit dem AIDS-Virus infiziert haben soll. Gefährliche Körperverletzung lautet der Vorwurf gegen einen 46-jährigen Siegener, dem vor dem Landgericht der Prozess gemacht wird. Der HIV-positive Thomas S. soll mit zwei Männern ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, ohne dass er sie vorher über seine Infektion informiert hatte.
Neuartiger Attachment-Inhibitor für vorbehandelte HIV-Patienten vorgestellt
25.04.2014 00:00
CROI 2014: Bristol-Myers Squibb hat jetzt die über 24 Wochen erhobenen Phase-IIb-Daten vorgestellt, die vergleichbare Ansprechraten für die in der klinischen Prüfung befindlichen Substanz BMS-663068 und dem mit Ritonavir geboosterten Proteaseinhibitor Reyataz (Atazanavirsulfat) zeigten.
PCP bei HIV-negativen Patienten – Risiko weiter unklar
11.04.2014 00:00
Inzwischen beobachten wir und andere Zentren eine Zunahme von Pneumocystis jirovecii Pneumonien (PCP) bei Patienten mit anderer Immunsuppression als HIV/AIDS. Der Verlauf der PCP ist bei HIV-negativen Patienten oft schwerer als bei Patienten mit HIV-Infektion. Risikofaktoren für PCP bei diesen Patienten sind jedoch immer noch unzureichend bekannt.
Älter werden mit HIV und Aids
11.04.2014 00:00
HIV-Positive über 50 sind heute keine Seltenheit mehr. Über 50 und HIV-positiv? Wie sich das Älterwerden in Deutschland mit HIV und Aids auswirkt, untersucht derzeit die Studie 50plushiv. Wie steht es um die Gesundheit im Alter, um soziale Absicherung, Lebensqualität, aber auch um die Möglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit? Ein Teil der Studie ist abgeschlossen, ein Kurzbericht liegt vor.
Der HIV-Profi
11.04.2014 00:00
Als HIV-Pfleger berät man tagtäglich Menschen mit HIV und kennt die ganzen Infos aus den Hochglanzbroschüren auswendig. Aber was passiert, wenn sich so ein Profi selbst mit HIV infiziert? Was bedeutet das für seine Glaubwürdigkeit und die Entscheidungen, die er in seinem Job trifft?
HIV/Hepatitis C Koinfektion
11.04.2014 00:00
HIV/Hepatitis C Koinfektion: Review zu Medikamenteninteraktionen mit den neuen HCV- Medikamenten. Ein Review zu pharmakokinetischen Interaktionen von Direct-Acting Antivirals gegen Hepatits C mit antiretroviralen Medikamenten soll dem Kliniker bei der Therapieplanung weiterhelfen. Am meisten Daten gibt es zur ersten Generation der Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir.
HIV: Funktionelle Heilung wird möglich
11.04.2014 00:00
Was bei Patienten mit chronischer Hepatitis C inzwischen Realität geworden ist, ist für die allermeisten Patienten mit HIV-Infektion noch ein Traum: die Heilung der Virusinfektion. Jedoch sind inzwischen etwa 20 Patienten bekannt, die als funktionell geheilt gelten, sagte Dr. Hans Jäger, Leiter der 15. Münchner Aids- und Hepatitis-Tage, vor Journalisten in München. Er sei zuversichtlich, dass es immer mehr werden.
Sportler gegen Stigma
04.04.2014 00:00
AbbVie sponsert vier Sport-Projekte. Unterstützung für vier engagierte Projekte: AbbVie-Mitarbeiter Christian Kranich überreichte am Samstag bei den Münchner Aids- und Hepatitis- Tagen symbolische Riesen-Schecks. Bei den Münchner Aids- und Hepatitis-Tagen wurden die Schnürsenkelhelden, die Berlin Bruisers, der Come Together Cup und das Dachlow-Jugendprojekt ausgezeichnet.
Mit Kondomen die Umwelt schützen
04.04.2014 00:00
Die Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens ist die Heimat des berühmten Arabica-Kaffees. Weil die wachsende Bevölkerung nicht nur vom Sammeln des wild wachsenden Kaffees leben konnte, begann sie, den weltweit einmaligen Bergnebelwald abzuholzen. Die Bewohner brauchten Brennholz und Nahrungsmittel für ihre Selbstversorgung.
Heilung bleibt das Ziel
04.04.2014 00:00
HIV-Infizierte zu heilen - diese Hoffnung haben Forscher noch nicht aufgegeben. Mut macht der Erfolg bei einer kleinen Gruppe von Patienten: Bei ihnen ist das HI-Virus nach Ende der Behandlung nicht mehr nachweisbar. Die größte Gruppe sind Teilnehmer einer französischen Studie, die sofort nach der Infektion intensiv ein bis drei Jahre behandelt wurden. Nach Therapie-Ende hatte sich das Virus nicht mehr vermehrt.
Warum manches HI-Virus aggressiver ist als andere
04.04.2014 00:00
Aids kann jahrelang in Betroffenen schlummern, ohne sich bemerkbar zu machen. Andere Infizierte erkranken kurz nach der Ansteckung. Forscher haben untersucht, welche Unterschiede die Erreger aufweisen. Im Körper einiger HIV-Infizierter schlummern die Viren viele Jahre – ohne, dass Aids bei ihnen ausbricht. Bei anderen Patienten geht es ganz schnell, kurz nach der Infektion erkranken sie an der bis heute unheilbaren erworbenen Immunschwäche Aids. Warum ist das so?
Tuberkulose und HIV/AIDS – zwei mächtige Gegner verbünden sich
04.04.2014 00:00
Die Tuberkulose ist in der WHO-Euro-Region eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme überhaupt: Die Zahlen steigen und mit ihnen auch der Anteil multiresistenter Fälle, bei denen die meisten Tuberkulosemedikamente versagen. Hinzu kommt in den letzten Jahren noch ein teilweise dramatischer Anstieg der Durchseuchung der Bevölkerung mit HIV.
Diskriminierung HIV-Infizierter im Job stoppen
01.01.1970 01:00
Das Thema Aids ist trotz aller Aufklärungskampagnen noch immer mit vielen Ängsten und Vorurteilen belastet. Für Betroffene endet das häufig mit Ausgrenzung aus der Berufswelt. Dabei könnten HIV-Infizierte überall arbeiten. Dank des medizinischen Fortschritts können Träger des Aids- Erregers HIV heutzutage ohne Leistungseinschränkung in allen Berufen arbeiten.
Gefährliche Liebe
01.01.1970 01:00
Ein 34-Jähriger infiziert seine Partnerin wissentlich mit HIV und erhält eine Bewährungsstrafe. Kurz vor der Urteilsverkündung blickt der Angeklagte lang und intensiv in das Gesicht der Zeugin. Er blickt in die Augen der Person, von der er sagt, dass er sie liebt.
Gel soll auch nach dem Geschlechtsverkehr vor HIV schützen
01.01.1970 01:00
Ein Vaginal-Gel könnte Frauen künftig auch noch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr vor einer HIV-Infektion bewahren. Das berichten US-Forscher nach Versuchen mit Schweinsaffen. Das Gel verhindere eine Infektion auch dann noch, wenn es bis zu drei Stunden nach Kontakt mit den Viren aufgetragen werde, schreiben sie im Fachblatt Science Translational Medicine.
Erste große Vergleichsstudie mit Raltegravir und zwei Proteasehemmern
01.01.1970 01:00
Auf der 21. Tagung der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections wurden kürzlich die Ergebnisse einer 96-wöchigen, unverblindeten Studie veröffentlicht, die von der AIDS Clinical Trials Group durchgeführt wurde. Verglichen wurden drei verschiedene NNRTI-sparende antiretrovirale Therapieregime zur Behandlung HIV-infizierter therapienaiver Patienten.
Zum Glück gibt es viele gute Beziehungen mit HIV
01.01.1970 01:00
Dr. Annette Haberl ist Ärztin im HIV-Center am Universitätsklinikum Frankfurt und eine der renommiertesten Wissenschaftlerinnen im Arbeitsfeld HIV und Frauen. Diane Schöppe sprach mit ihr über Ausgrenzung, Gewalt und starke Frauen, die es schaffen, sich aus Abhängigkeiten zu befreien.
Raffinierte Gentherapie hält HIV in Schach
01.01.1970 01:00
Mit einem Enzym zerschneiden Mediziner die Eintrittskarte von HIV - und drängen so das Virus zurück. Die Behandlung zeigt bisher keine nennenswerten Nebenwirkungen. Eine neue gentherapeutische Technik kann offenbar sicher – und vor allem wirkungsvoll – gegen HIV eingesetzt werden. Das zeigte sich jetzt in einer klinischen Studie an zwölf Probanden. Dabei haben Forscher zum ersten Mal überhaupt spezielle Enzyme eingesetzt, die so genannten Zinkfingernukleasen.
Dreimonatsspritze könnte vor HIV-Infektion schützen
01.01.1970 01:00
Intramuskuläre Injektionen mit einem Analog des Integrasehemmers Dolutegravir haben in zwei Studien Affen zuverlässig vor einer analen oder vaginalen Infektion mit dem HI-Virus geschützt, berichten Forscher auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections(CROI) in Boston. In den USA soll noch in diesem Jahr mit einer ersten klinischen Studie mit dem von einer Tochterfirma von GlaxoSmithKline entwickelten Substanz begonnen werden.
CROI 2014: Neue Erkenntnisse bei der AIDS-Bekämpfung
01.01.1970 01:00
Um das AIDS-Virus nicht nur mit Medikamenten in Schach zu halten, sondern die Krankheit heilbar zu machen, forschen Mediziner seit zwei Jahren intensiv an Wirkstoffen und untersuchen, wie sich die Krankheit im Körper ausbreitet. Auf einer Tagung in Boston tragen sie nun ihre neuesten Ergebnisse zusammen.
Wissenschaftler können HI-Virus life im Körper beobachten
01.01.1970 01:00
Moderne Lasermikroskope können sogar 100 Nanometer kleine Viren sichtbar machen. Wissenschaftler der Universität Bielefeld wollen jetzt mit einem solchen Gerät erforschen, wie sich das AIDS-Virus im Körper ausbreitet. Die Therapie der Immunschwäche AIDS hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Aber der Traum von einer HIV-Impfung ist bislang gescheitert. Hauptursache dafür ist, dass die AIDS auslösenden HI-Viren extrem wandlungsfähig sind.
Internationales Konsenspapier: Therapie schützt vor HIV
01.01.1970 01:00
Beim Sex ohne Kondom mit einem erfolgreich behandelten HIV-Positiven ist eine HIV- Übertragung sehr unwahrscheinlich, wenn die Viruslast seit mindestens einem halben Jahr unter der Nachweisgrenze liegt und die Medikamente konsequent eingenommen werden. Dieser präventive Zusatznutzen einer erfolgreichen antiretroviralen Therapie steht im Mittelpunkt des gestern veröffentlichten Community-Konsensuspapiers zum Einsatz der antiretroviralen Therapie zur Prävention der HIV-Übertragung.
CROI 2014 Boston
01.01.1970 01:00
HIV and More berichtet wie gewohnt aktuell von dem renommierten amerikanischen Kongress. Folgende interessante Themen ...
Kondompflicht und Repression sind gefährlich
01.01.1970 01:00
Es beinhaltet unter anderem eine Kondompflicht für Freier und eine radikale Einschränkung des Straßenstrichs in Saarbrücken. Zudem will sich das Saarland per Bundesratsinitiative für eine Verschärfung des Prostitutionsgesetzes einsetzen.
Eine tödliche Finanzkrise
01.01.1970 01:00
Höhere Kindersterblichkeit, mehr HIV-Infektionen und ein erhöhtes Risiko für Depressionen: Eine aktuelle Studie belegt, dass die Finanzkrise in Griechenland drastische Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hat. Die Finanzkrise und die folgenden Sparmaßnahmen haben Griechenland in einem Bereich getroffen, dessen ökonomische Folgekosten noch niemand durchgerechnet hat: der Gesundheit der Bevölkerung.
Aids-Erkrankung (HIV-Infektion) vorgetäuscht
01.01.1970 01:00
Mann schreibt Ex-Lebensgefährtin unglaubliche SMS. Im Zeitalter von Email, Twitter und SMS ist, wie es scheint, das Kommunizieren ganz einfach geworden. Ein kurzer Klick, ein Tastendruck und schon ist sie weg, die Nachricht an die Liebste, die Mutter, den Freund oder den Kollegen. Nachdenken über das, was er da in die Welt setzt, sollte der mitteilsame Mensch trotzdem.
Brasilien entwickelt neuen Impfstoff gegen Aids
01.01.1970 01:00
Brasilien prescht bei der Suche nach einem Aids-Impfstoff vor. Forscher der Universität São Paulo haben ein Vakzin entwickelt, das den Ausbruch der Krankheit verzögern und die HIV- Infektionsgefahr verringern könnte. Wir waren von den positiven Resultaten selbst überrascht, sagt Edecio Cunha Neto, der für das HIV-Forschungsprojekt an der Universität São Paulo verantwortlich ist.
Behandlung von Krankheiten auf molekularer Ebene gehört die Zukunft
01.01.1970 01:00
In den Forschungseinrichtungen der Biotech-Unternehmen tut sich viel. Derzeit steckt eine Rekordzahl an Medikamenten in der klinischen Entwicklung. Das heißt nicht, dass alle diese Medikamente auch ein Erfolg werden. Es bedeutet für Anleger allerdings, dass sie eine sehr breite Basis an Medikamenten haben, aus denen sie ihre Anlagen auswählen können. Eine Revolution ähnlich der antiretroviralen Therapie für HIV in den neunziger Jahren für Aids zeichnet sich beispielsweise für die Behandlung von Hepatitis C ab.
Blutverdünnung – nicht alles wird einfacher!
01.01.1970 01:00
Ein neues Medikament (Xarelto) wird hoch gelobt, weil es die orale Antikoagulation (“Blutverdünnung”) massiv vereinfachen soll. Doch aufgepasst: Wechselwirkungen sind immer noch zu beachten! Ein spannender Fall wurde kürzlich im Swiss Medical Weekly von Botond Lakatos et al. publiziert. Und zwar geht es um die stets leidigen Medikamenteninteraktionen wo (fast) schon jeder Mediziner in letzter Sekunde ein Rückzieher gemacht hat oder sogar darüber gestolpert ist.
Integrasehemmer Dolutegravir zur ART verfügbar
01.01.1970 01:00
Der neue Integrase-Hemmer Dolutegravir zeigte sich gegenüber drei üblicherweise eingesetzten antiretroviralen Substanzen als nicht unterlegen sowie bei stark vorbehandelten Patienten sogar als überlegen, sagte Dr. Hans Jäger, München. Er ist dabei gut verträglich, einfach anzuwenden und besitzt eine hohe Resistenzbarriere. Damit hat Dolutegravir das Potenzial, die HIV- Therapie entscheidend zu verbessern und neue Maßstäbe zu setzen.
Roche lanciert neuen HIV-Test für Kinder
01.01.1970 01:00
Der qualitative Test messe an zwei verschiedenen Stellen des HIV-1-Genoms und werde in der EU und auf allen Märkten eingeführt. Der Pharma-Konzern Roche hat die CE-Zulassung für einen neuen Aids-Test für Kleinkinder erhalten. Der qualitative Test messe an zwei verschiedenen Stellen des HIV-1-Genoms und werde in der EU und auf allen Märkten eingeführt, die die CE-Zertifizierung anerkennen, teilt Roche am Dienstag mit.
Gib Gummi!
01.01.1970 01:00
Kondome sind nicht nur ein sicheres Verhütungsmittel, sondern auch einfach zu benutzen: aufreißen, Kondom auspacken und drüberziehen. Klingt eigentlich ganz easy. Doch Pannen und Anwendungsfehler sind keineswegs selten. Deutschland greift zum Gummi. Jahr für Jahr wachsen die Absatzahlen, 2013 wurden imposante 241 Millionen Stück verkauft, auch bunte, genoppte und solche mit Aroma. Ein Beitrag zum International Condom Day.
HIV.Report - Akute HIV-Infektion erschienen
01.01.1970 01:00
Die aktuelle Ausgabe des HIV-Reports mit folgenden Themen ist erschienen. Nützt eine frühe HIV-Therapie?, Therapie in der akuten Phase – Chance für eine Heilung? Primärinfektion und HIV-Übertragung: Was ist bekannt? Überblick: HIV-Tests während und nach der Serokonversion u.v.m.
Gilead beantragt Zulassung für das erste Kombi-Medikament gegen HCV
01.01.1970 01:00
Gilead Sciences hat den Zulassungsantrag für ein Kombinationsmedikament zur Behandlung chronischer Hepatitis C Infektionen bei der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA eingereicht. Dies gab das Pharma-Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Das Kombipräparat, bestehend aus den Wirkstoffen Sofosbuvir und dem NS5A-Inhibitor Ledipasvir, muss nur einmal täglich als Tablette eingenommen werden.
Efavirenz: Niedrigere Dosis in Studie sicher und verträglich
01.01.1970 01:00
Wird Efavirenz, ein von der Weltgesundheitsorganisation empfohlener Wirk­stoff zur Behandlung der HIV-Infektion, zu hoch dosiert? Eine randomisierte Studie im Lancet kommt zu dem Ergebnis, dass eine Tagesdosis von 400 mg in einer gängigen Kombination ausreicht, die Virusreplikation dauerhaft zu hemmen. Die niedrige Dosierung verbesserte gleichzeitig die Verträglichkeit.
HIV-positive Frauen: Diskriminierung und Doppelleben
01.01.1970 01:00
Moderne Therapien ermöglichen HIV-positiven Menschen, ein weitgehend normales Leben zu führen - sogar ohne die Sorge, andere anzustecken. Allerdings werden sie immer noch stigmatisiert und ausgegrenzt - insbesondere Frauen. Eine HIV-Infektion kann momentan zwar noch nicht geheilt werden, trotzdem sind Menschen nicht mehr infektiös, die konsequent mit einer so genannten antiretroviralen Therapie behandelt werden.
15. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage 2014
01.01.1970 01:00
AIDS: Heilung und neue Methoden der Behandlung. Neue Methoden der AIDS-Behandlung und Chancen der Heilung sind die zentralen Themen der 15. Münchner AIDS- und Hepatitis-Tage 2014. Zu diesem größten und renommiertesten Fachkongress zu HIV und Hepatitis in Deutschland treffen im März 2014 ca. 1500 Teilnehmer in München zusammen, um sich mit dem neuesten Wissens- und Forschungsstand vertraut zu machen.
Hepatitis C ist auch sexuell übertragbar
01.01.1970 01:00
Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass Hepatitis C nur durch Blut übertragen wird. Nun belegt eine neue Studie: Man kann sich auch beim Geschlechtsverkehr anstecken. Bis vor wenigen Jahren herrschte die Lehrmeinung, dass Hepatitis C (HCV) nur über Blut übertragen wird – durch Bluttransfusionen oder den Austausch von Drogenspritzen. Nun entdeckten Forscher des Universitätsspitals Zürich, dass nicht nur intravenös Drogen konsumierende, sondern auch immer mehr HIV-Patienten an Hepatitis C erkrankten.
Geranienextrakte wirksam gegen HIV-1
01.01.1970 01:00
Extrakte der Geranienpflanze Pelargonium sidoides inaktivieren das HI-Virus vom Typ 1 und verhindern seine Vermehrung in menschlichen Zellen. Sie stellen eine potentielle neue Wirkstoffklasse für die Therapie von AIDS dar, berichten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals PLOS ONE.
Ausgegrenzt und entlassen
01.01.1970 01:00
In offiziellen Kampagnen engagieren sich die Fifa und prominente Fußballer für Aids- Kranke – die Schicksale HIV-positiver Profis zeigen jedoch, dass es sich um Lippenbekenntnisse handelt. Er gehört zu den sich jährlich wiederholenden Ritualen, von denen kaum mehr jemand Notiz nimmt: der Welt-Aids-Tag. Am 1. Dezember war es mal wieder soweit. Neben der roten Schleife ist auch immer die Meldung mit dabei, dass sich prominente Sportler »gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids« engagieren. Im vergangenen Jahr wurden Fußballnationalspieler wie Philipp Lahm und Jérôme Boateng um Unterstützung gebeten.
Datenschutz: Wenn HIV-Patienten nicht mehr sicher sind
01.01.1970 01:00
Am heutigen Europäischen Datenschutztag wird viel über die Abhörmethoden der NSA gesprochen. Doch auch andere sensible Daten sind nicht immer sicher: nämlich die der Patienten. Auch die größten Sicherheitsvorkehrungen können es nicht verhindern: Wo immer Daten gesammelt und gespeichert werden, bleibt ein Restrisiko, dass sie gestohlen, zweckentfremdet oder missbraucht werden. Der in der letzten Woche öffentlich gemachte Diebstahl von Zugangsdaten zu Email-Accounts, bei dem sich Hacker Millionen Passwörter beschafft haben, ist nur eines von vielen Beispielen.
Landessozialgericht akzeptiert HIV als Berufskrankheit
01.01.1970 01:00
Sind Arbeitnehmer einem besonders hohen Infektionsrisiko mit HIV ausgesetzt, kann bei einer Ansteckung eine Berufskrankheit vorliegen, urteilte das Bayerische Landessozialgericht (LSG) in München. Es erkannte damit die HIV-Infektion einer ehemaligen Kinderkrankenschwester als Berufskrankheit an.
Was es trotz gut funktionierender Therapie zu beachten gilt
01.01.1970 01:00
Seit einigen Jahren gilt: Eine HIV-Infektion ist gut behandelbar – sofern man den eigenen HIV-Status kennt. Nur so kann man von den immensen medizinischen Fortschritten profitieren, die innerhalb weniger Jahrzehnte gemacht wurden. Berechnungen zufolge hat ein HIV-Infizierter – eine regelmäßige ärztliche Betreuung und eine funktionierende Therapie vorausgesetzt – fast eine normale Lebenserwartung bei meistens erhaltener hoher Lebensqualität.
HCV: Neue Wirkstoffe stoppen das Virus
01.01.1970 01:00
Patienten mit Hepatitis C haben jetzt bessere Aussichten auf Heilung. Denn die modernen Medikamente hindern das Virus daran, sich zu vermehren; sie blockieren damit die chronische Entzündung der Leber. Dank neuer Wirkstoffe haben Betroffene mit Hepatitis C jetzt eine bessere Aussicht auf Heilung. Denn neue Medikamente verhindern die Vermehrung des Virus und blockieren damit die chronische Entzündung der Leber.
Neues Hepatitis C Medikament Sovaldi in Europa zugelassen
01.01.1970 01:00
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat heute das Medikament Sovaldi (Sofosbuvir) zur Therapie der chronischen Hepatitis C Infektion zugelassen. Hepatitis C: Neue Therapiemöglichkeiten für wenige? Die Substanz Sofosbuvir wird entweder nur mit Ribavirin oder mit Ribavirin und Interferon kombiniert. Damit ist für manche Patienten mit Hepatitis C erstmals eine Therapie ohne Interferon möglich. Auch die Behandlungsdauer verkürzt sich in vielen Fällen auf entweder nur 12 oder 24 Wochen.
HIV-Drama in Russland!
01.01.1970 01:00
Wir haben schon oft über Russland und auch unser Projekt in Bashkortostan berichtet. Doch ein dramatischer Bericht zur misslichen Lage von HIV in Russland erschreckt uns erneut. Die Autoren beschreiben, wie die politische Führung in Moskau jegliche Präventionsbemühungen zur Schadensminderung bei drogensüchtigen Menschen unterdrückt. Das bestens etablierte Wissen über die erfolgreiche Heroin-Substitution mit Methadon wird systematisch als westliche Fehleinschätzung unterdrückt und Methadon streng verboten.
Hepatitis C: Orale Therapie mit höchsten Heilungschancen
01.01.1970 01:00
Die Kombination aus Daclatasvir plus Sofosbuvir, zwei neue direkt wirkende DAA- Wirkstoffe, hat in einer randomisierten klinischen Studie im New England Journal of Medicine innerhalb von 24 Wochen fast alle Hepatitis C-Infektionen beseitigt. Die Therapie verspricht auch Patienten mit Genotyp 1, die auf die ersten beiden DAA-Medikamente nicht ansprachen, eine Heilung auch ohne die früheren Standardmedikamente Peg-Interferon alfa und Ribavirin.
Bedingungsloser Zugang zu HIV-Medikamenten auch in Deutschland!
01.01.1970 01:00
In seiner Praxis behandelt Dr. Thomas Buhk auch HIV-Positive, die ohne Papiere in Deutschland leben. Dabei muss er manchmal gegen Vorschriften verstoßen. Warum die Politik gefordert ist, damit alle Menschen mit HIV in Deutschland Zugang zu einer Behandlung bekommen, erklärt der Hamburger Arzt in diesem Gastbeitrag.
Lösen urzeitliche Viren Multiple Sklerose aus?
01.01.1970 01:00
HIV-Infizierte bekommen keine Multiple Sklerose - möglicherweise liegt dies an der antiretroviralen Therapie. Diese hält offenbar auch urzeitliche Viren in Schach, die im menschlichen Erbgut schlummern und möglicherweise MS auslösen, wenn sie erwachen. Es ist sicher eine gewagte Hypothese, die der britische MS-Forscher Julian Gold von der London School of Medicine auf dem MS- Kongress ECTRIMS in Kopenhagen aufgestellt hat. Aber sie lässt sich relativ schnell prüfen und könnte, falls sie stimmt, die MS-Therapie auf den Kopf stellen.
Hepatitis C – Übertragung eher durch Tattoo als sexuell
01.01.1970 01:00
Wir haben schon oft über die Übertragung des Hepatitis C Virus (HCV) spekuliert. Es gibt immer wieder Spekulationen, wonach HCV zu den sexuell übertragbaren Viren gehört. Eine Schweizer Untersuchung schafft erneut Klarheit. Wir wissen, dass HCV durch Blut und Blutprodukte, auch durch Instrumente welche schlecht sterilisiert wurden, häufig übertragen wird.
Reservoir gefunden: HI-Viren überleben in T-Gedächtniszellen
01.01.1970 01:00
US-Forscher haben möglicherweise das seit langem gesuchte Rückzugsgebiet von HI-Viren im Körper entdeckt. Die Viren infizieren laut einer Studie in Nature Medicine bestimmte Stammzellen von T-Gedächtniszellen, die damit zu einem Angriffsziel für eine Therapie werden könnten, um die HI- Viren vollständig zu eradizieren.
Wissenschaftlern gelingt Durchbruch im Kampf gegen HIV
01.01.1970 01:00
Chinesische Wissenschaftler haben bekannt gegeben, dass sie einen bedeutenden Durchbruch bei der strukturellen Analyse des so genannten Viral Infectivity Factor (Vif) des HIV- Virus gemacht haben, was bei der Entwicklung neuer Medikationen zur Behandlung oder sogar zur Heilung der Krankheit beitragen werde. Die neuen Forschungen wurden am Mittwoch auf der Website des Wissenschaftsjournals Nature publiziert.
Wirkstoff greift auch schlafende Viren an
01.01.1970 01:00
Inaktive HI-Viren können sich bislang in Zellen verstecken und nach dem Absetzen der Medikamente wieder zuschlagen. Mit einem neuen Antikörper wollen Forscher ihnen nun auf die Schliche kommen. Bei einer HIV-Infektion kann eine gezielte Therapie auch so genannte schlafende Viren abtöten, die den bislang gängigen Medikamenten entgehen. Das haben US-Forscher in einer Studie an Mäusen mit menschlichen Immunzellen gezeigt. Zwar gelang auch mit diesem Vorgehen keine Heilung. Doch die Studie zeige, dass man die Reservoire des Erregers grundsätzlich erreichen könne.
HIV und Aids: Fast kein Thema mehr
01.01.1970 01:00
Die Angst, wegen HIV diskriminiert zu werden, ist auch unter Studierenden weit verbreitet. Doch über die Vorbehalte gegen HIV-positive Personen ist wenig bekannt. Die Schweizer Aids-Forschung hat andere Prioritäten. Hat sich das Sexualverhalten von Studierenden seit dem Auftreten von HIV verändert? Eine sozialwissenschaftliche Untersuchung der Universität Giessen hat hierzu mehrere Cluster unterschieden. Eine dieser Untergruppen ist den sexuell aktivsten Männern unter den Befragten gewidmet.
PrEP: HIV-Resistenzen selten
01.01.1970 01:00
Es wurde immer wieder vermutet, dass der Einsatz der so genannten PrEP eine HIV- Resistenzbildung fördern würde. Bisher scheint die Befürchtung unbegründet. Die PrEP, die sog. Pre- Exposure Prophylaxis wird heute von einigen Experten als Präventionsmaßnahme empfohlen. Untersucht wurde die präventive Wirkung einer Einnahme einer HIV-Zweierkombination (TDF plus FTC). HIV-negative Probanden, welche das Medikament täglich und zuverlässig eingenommen hatten, waren trotz Risikoverhalten weitgehend vor einer HIV-Infektion geschützt.
Muss ich im Bewerbungsverfahren einen HIV-Test machen?
01.01.1970 01:00
Viele HIV-Positive können ohne Beeinträchtigung ihrem Beruf nachgehen. Aber können sie sich auch ohne Beeinträchtigung bewerben? Oder kann der Arbeitgeber einen Test verlangen? HIV ist mittlerweile behandelbar, wenn auch nicht heilbar geworden. Muss sich ein HIV-Positiver aber bewerben, kommen Ängste auf. Dabei ist die Frage nach einer HIV-Infektion für die Betroffenen kein Problem. Denn sie ist bis auf Ausnahmefälle unzulässig - und darf wahrheitswidrig verneint werden.
Das Tabu
01.01.1970 01:00
HIV-Prävention in Uganda. In Uganda wird nicht über Verhütung, Familienplanung und HIV gesprochen. Zwei junge Menschen wagen es trotzdem – und legen sich mit den Männern an. Innocence Nagudi und Joseph Ojore sind gekommen, um ein paar Tabus zu brechen. Es ist Donnerstagvormittag am ugandischen Nationalfeiertag. Ein Dorf weit im Osten, nahe der Grenze zu Kenia. Einfache flache Häuser säumen die sandigen Straße.
HIV-Infektion greift das Herz an
01.01.1970 01:00
Eine HIV-Infektion kann den Herzmuskel in Mitleidenschaft ziehen. Nach einer Studie, die auf der Fachtagung EuroEcho-Imaging 2013 in Istanbul vorgestellt wurde, steigt das Risiko auf strukturelle Veränderungen, wenn es nicht gelingt, die Viruskon­zentration unter die Nachweisschwelle zu senken. Es ist bekannt, dass eine HIV-Infektion zu strukturellen Veränderungen des Herzmuskels führen kann, die bei einer transthorakalen Echokardiographie erkennbar sind.
Bristol-Myers Squibb macht lebenslange HIV-Therapie bezahlbarer
01.01.1970 01:00
Die heute bekannt gegebene Lizenzierung des HIV-Medikaments Atazanavir (ATV) an den Medicines Patent-Pool ist ein wichtiger Fortschritt. Generikafirmen können nun das Produkt einfacher herstellen und verkaufen. Für viele arme Menschen werden notwendige neuere Therapien damit erschwinglich. Das Aktionsbündnis gegen AIDS begrüßt den Entschluss von Bristol-Myers Squibb (BMS) und fordert alle Pharmafirmen auf, Patente auf neuere HIV-Medikamente in den Patent-Pool zu geben.
Hoffnung auf Aids-Therapie bekommt einen Dämpfer
01.01.1970 01:00
Für mehrere Monate schienen zwei mit HIV infizierte Patienten frei vom Virus. Beide hatten wegen einer Krebserkrankung eine Knochenmarkspende erhalten. Doch nun berichten ihre Ärzte: Der Erreger wurde nicht besiegt. Mittels einer Knochenmarkspende HIV bekämpfen: Dass das möglich ist, dafür spricht der Fall eines Patienten in Berlin. Um seinen Blutkrebs zu behandeln, transplantierten ihm Ärzte Knochenmark. Anschließend fiel die HIV-Konzentration im Blut des infizierten Mannes unter die Nachweisgrenze.
Kampf den schlafenden Aids-Viren
01.01.1970 01:00
Mit neuen Behandlungsansätzen dürfen Aidsinfizierte auf Heilung hoffen. Die Kombinationstherapie gegen HIV ist ein Erfolg. Doch den Forschern genügt das nicht. Bereits tüfteln sie an Behandlungsansätzen, die das Virus ganz aus dem Körper eliminieren sollen. Bereits gibt es erste Erfolge. Über 35 Millionen HIV-Infizierte weltweit und kein Impfstoff in Sicht – trotz diesen deprimierenden Fakten blicken viele Forscher hoffnungsvoll in die Zukunft. Es gebe inzwischen die wissenschaftliche Basis dafür, über eine Aids-freie Welt zu sprechen.
HIV-Eradikation: Jetzt soll die Schere ran
01.01.1970 01:00
n puncto HIV-Eradikation ist das Ziel, provirale DNA im Wirtszell-Chromosom nachhaltig zu entfernen. Die Eradikation von HIV aus dem Körper infizierter Patienten ist keineswegs vom Tisch, nicht zuletzt angesichts langfristiger Komplikationen der antiretroviralen Therapie. Jetzt wird die molekulare Schere am Virus- Genom angesetzt. Die Wurzel des Übels, so der Virologe Professor Joachim Hauber aus Hamburg, sei das in das Wirtszell-Chromosom integrierte Provirus. Diese provirale DNA ist stabil in die Chromosomen der Wirtszelle integriert und müsste nachhaltig entfernt werden. Gelingt das, besteht Aussicht auf Heilung.
Aggressives HIV: Eine Ursache für häufiges Auftreten gefunden
01.01.1970 01:00
Wissenschaftler um den Ulmer AIDS-Forscher Professor Frank Kirchhoff haben eine der Ursachen dafür gefunden, dass hoch aggressive CXCR4-trope Virusvarianten bei HIV-1 infizierten Menschen viel häufiger auftreten als bei Affen, die mit nahe verwandten SI-Viren (engl. simian immunodeficiency) infiziert sind. Das internationale Forscherteam konnte zeigen, dass die sehr seltenen CXCR4-tropen SI-Viren ihre Fähigkeit verlieren, die Aktivierung von infizierten Helfer T- Zellen zu blockieren.
HIV and More Ausgabe 4 - Dezember 2013 erschienen
01.01.1970 01:00
HIV, Hepatitis und Haft, Resistenztestung aus proviraler DNA, ART ohne Nukes und ohne PI? Liver Meeting: Vorbereitung auf eine neue Ära, Neue Trends bei STI ... uvm.
Eine neue Chance für HIV-Infizierte
01.01.1970 01:00
Die Möglichkeit einer Gentherapie bei HIV war mangels Erfolgen und wegen unkalkulierbarer Risiken fast vergessen worden. Seit der "Berliner Patient" als geheilt gilt und Zinkfingernukleasen entwickelt worden sind, hat sich das geändert. Zufälle haben in der Wissenschaftsgeschichte immer wieder zu bedeutsamen Entwicklungen geführt, auf dem Feld der Medizin ließen sich die Entdeckung der Röntgenstrahlen, des Penicillins und weitere Beispiele anführen.
Viele Fortschritte, aber regionale Hotspots bleiben
01.01.1970 01:00
Bilanz zum Welt-Aidstag verhalten optimistisch, aber Ausnahmen bleiben. Obwohl es noch immer keine Heilung für Aids-Patienten gibt, sind die Berichte zum Welt-Aids-Tag verhalten positiv. Die Zahl Neuinfektionen ist gesunken, ebenso die Zahl der Todesfälle durch Aids. Gleichzeitig haben im letzten Jahr 20 Prozent mehr HIV-Positive Zugang zu antiretroviraler Therapie erhalten als noch 2011. Allerdings: In Osteuropa, dem Mittleren Osten und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle weiter angestiegen.
EBM-Sonderregel für HIV-Schwerpunkte
01.01.1970 01:00
Hausärzte mit HIV-Schwerpunkten wären durch den neuen EBM eigentlich massiv benachteiligt. Eine Sonderregel hat das Schlimmste aber noch abgewendet. Die so genannte Vertreterpauschale ist als Versichertenpauschale bei Überweisungen durch Vertragsärzte des hausärztlichen Versorgungsbereichs oder bei Behandlung im Vertretungsfall abzurechnen. Durch verschiedene Regelungen sind daneben aber die Vorhaltepauschale und die Chronikerpauschale I und II nicht berechnungsfähig.
Wir brauchen einen Impfstoff
01.01.1970 01:00
Wir brauchen einen Impfstoff, damit das Ende von AIDS Wirklichkeit wird. Als ich in den 1980er Jahren ein junger Medizinstudent in Mumbai war, war es wie ein Todesurteil, wenn man einem Patienten sagte, er sei HIV-positiv. Wer infiziert war, hatte wenig Hoffnung auf ein langes und gesundes Leben. Heute ist das zum Glück nicht länger der Fall.
HIV: Früher Therapiebeginn gut für Knochen!
01.01.1970 01:00
Eine US-Studie zeigt, dass das Risiko einer Osteoporose bei HIV positiven Patienten unter Therapie erhöht ist, wenn mit der Behandlung erst spät begonnen wird. Die antiretrovirale Therapie von HIV hat aus einer schweren tödlichen Krankheit eine chronische, behandelbare Erkrankung gemacht. HIV positive Personen können ein normales Leben mit guter Lebenserwartung führen. Mit dem zunehmenden Alter werden sie aber auch konfrontiert mit nicht HIV assoziierten Erkrankungen, wie zum Beispiel Osteoporose.
Acht Prozent mehr HIV-Neuinfektionen in der Europäischen Region
01.01.1970 01:00
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und das Regionalbüro für Europa haben Daten vorgelegt, denen zufolge 2012 in der Europäischen Region der WHO über 131.000 Neuinfektionen mit HIV gemeldet wurden. Das sind rund 10.000 (bzw. 8 Prozent) mehr als 2011. Dies bestätigt einen über das gesamte Jahr erfolgten stetigen Anstieg in der Europäischen Region (in Osteuropa und Zentralasien rund 9 Prozent, in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) unter 1 Prozent).
HIV-Barriere: CXCL4 blockiert Vireneintritt
01.01.1970 01:00
Forscher liefern Hinweise, dass Thrombozyten eine Barriere gegen die Infektion mit HIV sein können. Gemeinsam mit Kollegen der MHH und des Instituts für Molekulare Virologie, Uniklinik Ulm, haben Forscher des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) in Göttingen nachgewiesen, dass die Aktivierung von Thrombozyten den Befall von Zellkulturen mit HIV Typ 1 (HIV-1) blockiert.
Daten zur sozialen Lage von Menschen mit HIV und AIDS
01.01.1970 01:00
Deutsche AIDS-Stiftung dokumentiert seit über 25 Jahren Daten zur sozialen Lage von Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland. Die Deutsche AIDS-Stiftung unterstützt seit 1987 Menschen mit HIV und AIDS in finanziellen Problem- und Notlagen. Durch die Bearbeitung von Anträgen auf Einzelhilfe verfügt die Stiftung über die umfangreichsten personenbezogenen Daten von HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen in finanziellen Notlagen in Deutschland.
ART zur Verhinderung der Übertragung von resistentem HIV?
01.01.1970 01:00
Unbehandelte HIV-positive Patienten sind die hauptsächliche Quelle von Übertragungen von resistenten HI-Viren unter MSM (men who have sex with men). Resistenzen gegenüber antiretrovirale Medikamente stellen ein großes Problem bei der Behandlung von HIV-infizierten Patienten dar, da sie die Behandlungsmöglichkeiten einschränken. Im Rahmen der Schweizerischen HIV- Kohortenstudie (SHCS) wurde nun der Ursprung von übertragenen Resistenzen untersucht.
HIV-Infektion ist kein Kündigungsgrund
01.01.1970 01:00
Legen HIV-Infizierte ihre Krankheit offen, überstehen sie mitunter die Probezeit in Unternehmen nicht. Ein neues Urteil dürfte das ändern: Die Infektion ist mit einer Behinderung gleichzusetzen, Mitarbeiter stehen unter besonderem Schutz, entschied das Bundesarbeitsgericht.
AIDS and the City
01.01.1970 01:00
Frankfurt ist 1981 zur AIDS-Hauptstadt geworden, sagt Stadtrat Christian Setzepfandt und führt uns zu Orten, die seither für Betroffene der Immunschwäche eingerichtet wurden und zeigen: die Krankheit ist noch präsent. Als 1981 drei junge Männer aus Frankfurt in der Universitätsklinik an einer seltenen, durch einen Pilz verursachten, Lungenentzündung starben, war das für die Mediziner zunächst ein Mysterium.
Neue BAG-Empfehlungen zur Durchführung des HIV-Tests
01.01.1970 01:00
Wir verweisen auf eine neue Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG) und der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SGInf). Im Wesentlichen geht es darum, die Ärzteschaft auf wichtige Indikatorkrankheiten hinzuweisen, bei denen heute auf Grund europäischer Studiendaten eine HIV-Testung zwingend durchgeführt werden sollte.
Wie Kenias HIV-Klinik von deutscher Technik profitiert
01.01.1970 01:00
Es riecht nicht nach Krankenhaus, und optisch gleicht das Health Care Center des Stadtteils Lunga-Lunga in Nairobi einem Knast: Gittertore teilen den schmutzigen Flur. Die Türen stehen offen, an den Wänden kauern Mütter mit Kindern auf Holzschemeln und warten auf den Arzt. Neonröhren tauchen den Flur in schummriges Licht, das Krankenhaus in diesem Slum-Viertel im nördlichen Teil der Drei-Millionen-Stadt Nairobi ist völlig überfüllt – mit Menschen, die fast durchweg HIV-positiv sind.
Auch unbehandelte HIV-Infizierte übertragen resistente Viren
01.01.1970 01:00
HI-Viren, die gegenüber den Medikamenten gegen Aids resistent sind, werden vor allem von Personen übertragen, die noch gar nicht in Behandlung stehen. Um eine Ausbreitung der resistenten Viren zu verhindern, sind vermehrte Anstrengungen in der Prävention und der frühen Erkennung von Neuinfektionen nötig. Zu diesem Schluss gelangt die vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Schweizer HIV-Kohortenstudie.
Raltegravir-basierte Therapie als Standard-PEP empfohlen
01.01.1970 01:00
Die Deutsch-österreichischen Leitlinien zur postexpositionellen Prophylaxe (PEP) der HIV-Infektion wurden im Juni 2013 auf dem Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress verabschiedet und vor kurzem auf der Internetseite der Deutschen AIDS-Gesellschaft veröffentlicht. Neu ist unter anderem die Zusammensetzung der empfohlenen Standardkombination für die HIV-PEP.
Mehr Sicherheit durch Einzelblutspenden
01.01.1970 01:00
Die Sicherheit der Transfusion von Thrombozytenkonzentraten ließe sich weiter erhöhen, wenn verstärkt Präparate aus Einzelblut- statt aus gepoolten Spenden verwendet würden. Vorbild könnten die USA sein, die fast nur auf Konzentrate aus Einzelspenden setzen. Der Blutspendeskandal, bei dem durch kontaminierte Blutprodukte allein in Deutschland fast 2000 Bluter mit HIV infiziert worden waren, liegt inzwischen mehr als ein Vierteljahrhundert zurück. Erst vor kurzem erinnerte ein Fernsehfilm an den Skandal und seine Folgen.
Kündigung wegen HIV-Infektion
01.01.1970 01:00
Der Ex-Profifußballer Lucky Isibor ist an Aids gestorben. Jahre vor dem Krankheitsausbruch wurde der damals infizierte vom FC Zürich gefeuert. Das war illegal. Einerseits heißt es doch, dass Sport gesund ist. Andererseits ist Anthony Joseph Lucky Isibor im Sommer 2013 gestorben. 36 Jahre alt wurde der nigerianische Stürmer, der zuletzt beim FC Zürich unter Vertrag war. Er starb an Aids.
Afrikaner in Deutschland brauchen eine starke politische Lobby
01.01.1970 01:00
Etliche Projekte und Einzelpersonen widmen sich mittlerweile bundesweit der HIV- Prävention in afrikanischen Communities. Clément Matweta und Pierre Kembo Mayamba setzen sich dafür ein, dass aus diesen Einzelkämpfern ein starkes Netzwerk wird. Deutschland hat ein vergleichsweise gut ausgestattetes und organisiertes Gesundheits- und Sozialsystem. Migranten jedoch haben häufig große Schwierigkeiten, einen Zugang zur Versorgung zu finden. Umgekehrt sind diese Gruppen oft besonders schwer mit Aufklärung und Beratung in Sachen HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STIs) zu erreichen.
Dolutegravir - ein neuer Integrasehemmer zur HIV-Therapie
01.01.1970 01:00
Dolutegravir - ein neuer Integrasehemmer ist effizienter als die bisherige Standardtherapie zur Behandlung der HIV-Infektion. Die heutigen Behandlungsmöglichkeiten für HIV sind bereits exzellent. Und doch: neue Behandlungskonzepte sollen vorangetrieben werden, um die bereits sehr gute Wirksamkeit noch zu verbessern und insbesondere die Langzeitverträglichkeit zu optimieren.
Neuer Abwehrmechanismus des Immunsystems gegen HI-Viren entdeckt
01.01.1970 01:00
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint - das Immunsystem hat einem Angriff durch HI-Viren durchaus etwas entgegen zu setzen. Christine Goffinet, Leiterin der Arbeitsgruppe Angeborene Immunität und Virale Evasion am TWINCORE, hat einen neuen antiviralen Mechanismus entdeckt, mit dem sich unsere Immunzellen direkt nach der Infektion mit HI-Viren zur Wehr setzen
The Liver Meeting
01.01.1970 01:00
Anfang November 2013 in Washington. Die 64. Jahrestagung der amerikanischen Hepatologen steht im Zeichen der Interferon-freien Therapie. HIV and More berichtete aktuell vom Kongress.
Eine Chance für Menschen ohne Krankenversicherung
01.01.1970 01:00
Viel Zeit bleibt nicht mehr: Das im August in Kraft getretene Beitragsschuldengesetz ermöglicht es Nichtversicherten, sich bis zum 31. Dezember 2013 bei einer Krankenkasse zu melden, ohne für die Zeit seit Beginn der Versicherungspflicht Beiträge nachzahlen zu müssen. Seit dem 1. April 2007 gilt in Deutschland die allgemeine Versicherungspflicht: Alle Menschen sind per Gesetz dazu verpflichtet, sich bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse zu versichern.
Ist HIV wirklich kein Thema mehr?
01.01.1970 01:00
HIV? Ist doch kein Thema mehr! Ein Satz, der zunehmend zu hören ist. Wirksame Pillen, keine Infektiosität von Positiven bei effektiver Therapie, ein vergleichsweise normales Leben von HIV-Positiven. Ja, die Realitäten des Lebens mit HIV haben sich für HIV-Positive wie auch für Ungetestete oder HIV-Negative verglichen mit Mitte der 80er bis Mitte der 90er sehr verändert. Aber: Ist HIV deswegen gleich wirklich kein Thema mehr?
Immer mehr Menschen leben in Deutschland mit HIV
01.01.1970 01:00
In Deutschland lebten Ende 2012 nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts 78.000 Menschen mit einer HIV-Infektion. In der Altersgruppe der über 40-Jährigen hat sich die Zahl der mit HIV lebenden Personen seit Anfang der 1990er Jahre fast verfünffacht. Die erfolgreiche Einführung der antiretroviralen Therapie Mitte der 1990er Jahre führte dazu, dass Menschen mit einer HIV- Infektion immer länger leben und die Sterblichkeit deutlich verringert ist.
Armee will HIV-Tests einführen
01.01.1970 01:00
Ab Januar soll ein externes Labor die Blutwerte von jährlich über 20.000 Stellungspflichtigen untersuchen. Unter anderem werden die angehenden Rekruten auf das HI-Virus getestet. Die Schweizer Armee verschärft die Voraussetzungen für die Einteilung in gewisse Truppengattungen. Wer Sanitäts-, Spitalsoldat oder Einheitssanitäter werden will, muss künftig einen HIV-Test machen.
China: Verbesserung der Lebensumstände von Kindern mit HIV gefordert
01.01.1970 01:00
In China gibt es zwar schon Einrichtungen mit dem Ziel, mit dem HIV-Virus infizierte Kinder zu unterstützen. Doch bleibt es immer noch eine Herausforderung, die Unterstützung landesweit und flächendeckend auszudehnen. Liu Huawen ist Vizedirektor des Zentrums für Menschenrechtsstudien bei der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Er glaubt, dass die chinesische Regierung die Einführung eines neuen Gesetzes beschleunigen sollte, um Kinder vor Benachteiligungen zu schützen.
Ein Comeback der STI
01.01.1970 01:00
Neuinfektionen bei Geschlechtskrankheiten steigen an. Mögliche Restriktionen für Prostituierte - wie sie derzeit diskutiert werden - könnten das Problem noch verschärfen, warnt ein Forscher. Chlamydien, Tripper oder Syphilis: In Europa nehmen Experten zufolge Infektionen mit Geschlechtskrankheiten zu. Es ist immer die sexuelle Aktivität und das Fehlen von Schutzmaßnahmen, beispielsweise des Kondoms, die das Infektionsrisiko steigen lässt.
PEP: Neue Leitlinien zur HIV-Postexpositionsprophylaxe
29.11.2013 00:00
Seit Oktober 2013 gibt es für Deutschland und Österreich neue Leitlinien für die HIV- Postexpositionsprophylaxe (PEP). Der vorliegende HIVreport fasst die neuen Empfehlungen mit Schwerpunkt auf nicht berufliche, also vor allem sexuelle Übertragungssituationen zusammen und berührt die Themen: Sofortmaßnahmen nach einer Exposition, Wirksamkeit der PEP und mögliche Nebenwirkungen, Kostenübernahme und Hinweise für Beratung und Prävention.
Dossier zum globalen Zugang zu HIV-Medikamenten veröffentlicht
29.11.2013 00:00
Internationale HIV-Netzwerke haben ein Dossier zur Versorgung mit lebensrettenden Medikamenten in Ländern mit mittleren Einkommen veröffentlicht. Der Kurzbericht ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Globalen Netzwerks der Menschen mit HIV (GNP+), des Globalen Forums zu Männern, die Sex mit Männern haben, und HIV (MSMGF), des Internationalen Netzwerks Drogen gebrauchender Menschen (INPUD), des Globalen Netzwerks Sexarbeit (NSWP) und der Internationalen Therapie-Koalition (ITPC).
Amerikanische Empfehlung zu Integrasehemmern
29.11.2013 00:00
In den aktualisierten Leitlinien der DHHS werden alle drei Integrasehemmer Dolutegravir, Elvitegravir und Raltegravir gleichermaßen als Mittel zur Firstline-Therapie empfohlen.
Einmal täglich Raltegravir auf dem Prüfstand
29.11.2013 00:00
Der Integrasehemmer Raltegravir ist bei Erwachsenen in der Dosierung zweimal täglich 400mg in Kombination mit weiteren antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung der HIV-1-Infektion zugelassen. Die einmal tägliche Dosierung befindet sich in der Entwicklung. Eine Phase-III-Studie mit einer einmal täglichen Gabe von Raltegravir soll Anfang 2014 beginnen.
Mit Antikörpern gegen HIV
29.11.2013 00:00
Aids-Forscher sehen eine neue Chance, die tückische Infektion zu heilen. Erstmals haben sie die Viren erfolgreich mit künstlichen Eiweißstoffen bekämpft. Nach den erfolgreichen Versuchen mit Rhesusaffen sind nun klinische Studien geplant. Experimente mit Rhesusaffen wecken bei Forschern die Hoffnung, Infektionen mit HI-Viren eines Tages heilen zu können. Zwei US-Teams haben jetzt eine neue, äußerst potente Generation so genannter monoklonaler Antikörper erprobt.
Schwedisches Gericht erkennt EKAF-Statement an
29.11.2013 00:00
Ein Schwedisches Appellationsgericht hat im Oktober das Urteil der Vorinstanz aufgehoben und einen HIV-positiven Mann, der mit vier Partnerinnen Sex ohne Kondom hatte, vom Vorwurf der versuchten Körperverletzung freigesprochen. Der Mann, der zu einem Jahr Gefängnis und 17.000 Euro verurteilt wurde, hat mit Erfolg gegen sein Urteil angekämpft. Er hat zwar zugegeben, dass er seine vier Partnerinnnen nicht über seine Information informiert hat, aber: Er hat sich darauf berufen, dass er ja zum Zeitpunkt der sexuellen Beziehung immer mit einer gut wirksamen HIV- Therapie behandelt war.
HIV Conference Update: EACS 2013
22.11.2013 00:00
Am 28. Oktober haben die Deutschschweizer HIV-Zentren im Rahmen des HIV-Conference- UPdate (HIV-CUP) die wichtigsten Präsentationen des 14. EACS diskutiert. Hier die beiden Präsentationen.
HIV und sein Wirt: die Gene verraten alles
22.11.2013 00:00
Wenn sich das HI-Virus mit seinem Wirt auseinander setzt, verändert es sich. Diese Wechselwirkung sagt viel über unsere Immunabwehr, wie eine neue Studie der SHCS zeigt. Das HIV verändert ständig sein Kleid. Damit versucht das Virus, die Immunabwehr des Körpers zu umgehen. In diesem Zweikampf zwischen Virus und Wirt passt sich das Virus optimal an die genetisch vorgegebenen Eigenschaften des Immunsystems an.
Wie sich der Mensch gegen das HI-Virus wehrt
22.11.2013 00:00
Dringt das Aids-Virus in den Körper ein, leitet er Gegenmaßnahmen ein – zum Teil mit Erfolg. Erstmals haben Lausanner Forscher die körpereigene HIV-Abwehr systematisch erfasst. Der Schlüssel einer künftigen HIV-Therapie könnte in den menschlichen Genen liegen. Denn wie jedes andere Virus löst auch das Aids-Virus im Körper eine Abwehrreaktion aus. Einige dieser Verteidigungsstrategien sind so erfolgreich, dass sie das Virus in Schach halten können.
Muttermilch inaktiviert Hepatitis C Viren
22.11.2013 00:00
Darüber, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die beste Nahrung für Säuglinge ist, sind sich die Experten einig. Was jedoch tun, wenn die Mutter an einer Hepatitis C Virusinfektion leidet? Ist Breast dann immer noch best? Wissenschaftler des TWINCORE haben untersucht, was mit Hepatitis C Viren in der Muttermilch geschieht.
Saubere Spritzen für Gefangene
22.11.2013 00:00
Deutsche AIDS-Hilfe startet Unterschriftenaktion. Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert die deutschen Justizvollzugsanstalten auf, Gefangenen Zugang zu sterilem Spritzbesteck als Schutz vor HIV und Hepatitis zu gewähren. Täglich wird die Gesundheit von rund 20.000 Drogen gebrauchenden Menschen in Haft gefährdet, weil ihnen anerkannte Präventionsmittel wie die Spritzenvergabe versagt werden.
HIV / HCV: Hepatitis C jetzt behandeln oder auf bessere Medikamente warten?
22.11.2013 00:00
Das ist die Frage, die wir uns im Moment bei jedem koinfizierten Patienten stellen müssen. Durch den neuen Therapiestandard bei HCV-Genotyp 1 -Tripletherapie mit Peginterferon / Ribavirin + Telaprevir oder Boceprevir- können schon heute deutlich mehr Personen mit chronischer Hepatitis C geheilt werden als bisher. Leider sind die Therapieregime kompliziert und die Behandlungskombination führt häufig zu erheblichen Nebenwirkungen. Bessere Medikamente diesbezüglich stehen kurz vor der Zulassung.
Funktionelle Heilung bestätigt sich
15.11.2013 00:00
Der Fall hatte im Frühjahr für Furore gesorgt: Ein Baby sollte von seiner HIV-Infektion geheilt worden sein. Nun berichten seine Ärzte erneut über das Kind. Es ist noch immer ohne Krankheitszeichen. Im März elektrisierte diese Meldung die Öffentlichkeit: US-Mediziner berichteten auf einer Konferenz, ein Baby von seiner HIV-Infektion befreit zu haben. Eine frühzeitige Gabe gleich mehrerer Medikamente habe das Virus unter die Nachweisgrenze gedrückt.
Integrasehemmer finden Einzug in die Guidelines bezüglich PEP
15.11.2013 00:00
HIV-Postexpositionsprophylaxe beim Gesundheitspersonal. Im September 2013 hat der Public Health Service der US ein Update zum Management von Gesundheitspersonal, welches Kontakt mit HIV positiven Körperflüssigkeiten hatte, publiziert. Neu ist, dass das primär empfohlene PEP Regime aus 2 NRTIs und dem Integrasehemmer Raltegravir besteht. Das Risiko einer HIV-Übertragung im Gesundheitswesen besteht primär durch Nadelstich- und Schnittverletzungen oder Schleimhautkontakt mit infektiösen Flüssigkeiten, hauptsächlich Blut.
Versorgung von Menschen mit HIV in der Ukraine sicherstellen!
15.11.2013 00:00
Die Ukraine hat eine der am schnellsten wachsenden HIV-Epidemien der Welt. 9.000 HIV- Patienten in der Ukraine bekommen derzeit keine angemessene Behandlung: Die HIV-Klinik Lavra in Kiew musste letzte Woche ihr Gebäude verlassen, die neuen Räumlichkeiten sind noch nicht fertig.
Osteoporose – wie verhindern?
15.11.2013 00:00
Zur Prävention von Knochenbrüchen werden immer wieder Kalzium-Präparate mit und ohne Vitamin D angeboten. Ein Review im NEJM zeigt erneut auf, dass die Kalzium-Aufnahme wenn immer möglich durch die Nahrung erfolgen soll. In unserer Sprechstunde für HIV-Patienten (aber auch Patienten mit anderen chronischen Infektionen) legen wir seit längerem großen Wert auf die Prävention der Osteoporose. Wir wissen, dass HIV-Patienten häufiger Osteoporose entwickeln. Dies dürfte mit einer Aktivierung des Immunsystems zusammen hängen.
HIV-Test im Parlament
15.11.2013 00:00
Südafrikas Gesundheitsministerium macht gewaltige Fortschritte. Die Zahl der HIV- Infektionen konnte gesenkt werden und mithilfe von EU-Geldern soll nun in ländlichen Gegenden aufgerüstet werden. Als nächstes sollen Südafrikas Parlamentarier mit gutem Beispiel vorangehen. Wie Gesundheitsminister Dr. Aaron Motsoaledi mitteilte, werden Parlamentarier nächste Woche die Möglichkeit haben, sich einem HIV-Test zu unterziehen.
Erfolgsgeschichte einer Therapie
08.11.2013 00:00
Vor 20 Jahren lag die Lebenserwartung nach einer HIV-Infektion im Mittel bei nur zehn Jahren betragen. Heute können selbst in jungen Jahren Infizierte dank besserer Medikamente ein hohes Alter erreichen. Der Kampf gegen Aids geht voran. Die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle durch die Immunschwächekrankheit ist weltweit gesehen seit einigen Jahren rückläufig. Dieser Erfolg ist vor allem auf Aufklärungskampagnen und die bessere Verfügbarkeit von Medikamenten zurückzuführen.
Was tun, wenn man wie Ungeziefer behandelt wird?
08.11.2013 00:00
„Mit HIV kann man fliegen“ heißt es auf einem Plakat der Deutschen AIDS-Hilfe. Gemeint ist, dass nach neuen europäischen Vorschriften auch HIV-Positive als Pilot oder Flugbegleiter arbeiten können. Das ist eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Menschen mit HIV dürfen nicht überall auf der Welt landen oder werden sogar ausgewiesen. Auf der 7. Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft im Sommer 2013 in Kuala Lumpur, Malaysia, gab es auch eine Veranstaltung zur Diskriminierung von Menschen mit HIV bei Einreise und Aufenthalt, zu der die europäische Therapieaktivisten-Gruppe EATG, das weltweite Positivennetzwerk GNP+, die IAS und UNAIDS eingeladen hatten.
Online-Fragebogen zum Altern mit HIV und Aids
08.11.2013 00:00
Das Projekt 50plusHIV sucht Teilnehmer für eine Online-Befragung. Etwa ein Drittel der 70.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV/AIDS leben, haben bereits das 50. Lebensjahr erreicht. Schon für das Jahr 2015 wird erwartet, dass die Hälfte aller Menschen mit HIV/AIDS in den USA 50 Jahre und älter sein wird. Auch in Deutschland zeichnet sich eine solche Entwicklung ab.
Hunderttausende HIV-Infizierte leben ahnungslos
08.11.2013 00:00
Ein Drittel aller HIV-positiven Menschen in Europa weiß nichts von der Infektion. Sie gefährden die eigene Gesundheit - und können den Aids-Erreger weiter verbreiten. Einige Regionen des Kontinents haben schon jetzt höhere Neuinfektionsraten als die Brennpunkte in Afrika. Die Aussichten, trotz einer HIV-Infektion noch 20 Jahre und länger zu leben, haben sich in der vergangenen Dekade enorm verbessert.
Guangdong: Scharfer Anstieg bei HIV-Neuinfektionen
08.11.2013 00:00
Laut einem Offiziellen der Guangdonger Gesundheitsbehörde seien mehr als 85 Prozent aller neuen HIV-Infektionen und Aidserkrankungen in der Provinz Guangdong auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückzuführen. Dieser Anstieg sei im höchsten Maße alarmierend, so das Guangdonger Zentrum für Krankheitsprävention und –kontrolle. Der kontinuierliche Anstieg bei den HIV-Neuansteckungen und Aids-Erkrankungen ist eine ernsthafte Bedrohung.
Erste europaweite HIV-Testwoche
01.11.2013 00:00
Immer noch werden viele HIV-Infektionen sehr spät diagnostiziert. Die erste European HIV Testing Week soll dazu beitragen, die hohe Zahl der Late Presenters zu senken. Von der konzertierten Aktion im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember erhoffen sich HIV in Europe und die anderen Träger ein erhöhtes mediales Interesse für das Thema.
Hohe Wachsamkeit bei Blutkonserven
01.11.2013 00:00
Bluttransfusion in einem Klinikum: HIV-Infektionen sind nur noch äußerst selten. Die Gefahr, sich bei einer Bluttransfusion mit HIV anzustecken, ist verschwindend gering. Das war nicht immer so: Als noch wenig über das Virus bekannt war, starben Hunderte durch verseuchte Blutkonserven. Vor 20 Jahren, am 6. Oktober 1993, versetzte der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer den Chef des Bundesgesundheitsamtes und den Leiter der Gesundheitsabteilung im Ministerium in den Ruhestand. Grund waren die Informationspannen beim Umgang mit HIV belasteten Blutkonserven.
Safer sex geht auch anders
01.11.2013 00:00
Jeder weiß: Kondome schützen. Dass HIV-Medikamente die Übertragung des Virus genauso zuverlässig verhindern, können die meisten Menschen zunächst kaum glauben. Den lebendigen Beweis liefert eine Schweizer Familie: Michèle und Mic streiten gerne ein wenig. Wie das so ist bei Paaren, die schon lange glücklich zusammen sind: Ein paar Fragen sorgen dann doch immer wieder für Diskussionen. Wann genau sie sich entschieden haben, auf Kondome zu verzichten, darüber sind sie sich zum Beispiel nicht ganz einig.
Intravaginaler Ring könnte vor HIV schützen
01.11.2013 00:00
US-Bioingenieure haben einen intravaginalen Ring entwickelt, der über 4 Wochen kontinuierlich das Virostatikum Tenofovir freisetzt und in ersten tierexperi­mentellen Studien in den Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS Makaken zuverlässig vor einer Infektion mit dem HIV-ähnlichen Retrovirus SHIV geschützt hat. Erste klinische Studien sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Neueste Forschungsergebnisse machen Hoffnung auf eine zukünftige Heilung
01.11.2013 00:00
Neueste Forschungsergebnisse zur antiviralen Wirkung der Tre-Rekombinase in Tiermodellen machen Hoffnung auf eine zukünftige Heilung von HIV/AIDS: Erstmals ist es Molekularbiologen von der TU Dresden und Virologen am Hamburger Heinrich-Pette-Institut gelungen, die Wirkung einer molekularen Schere, Tre-Rekombinase, welche gezielt HIV-Gene aus dem Erbgut von infizierten Wirtszellen entfernt, in humanisierten Mausmodellen zu demonstrieren.
Schuldenerlass bei Krankenkassen möglich
01.01.1970 01:00
Der Erlass der gesetzlichen Krankenkassen zur „Beseitigung finanzieller Überforderung bei Beitragsschulden“ ist nun veröffentlicht worden. Mit diesem Erlass sollen Schuldner die Möglichkeit erhalten, Beitragsrückstände erlassen zu bekommen. Der Erlass beinhaltet zum Beispiel, dass alle Versicherte, deren Versicherungspflicht ab dem ersten August bis zum 31. August 2013 festgestellt wurde, die in der Zeit zwischen Anfang der Versicherungspflicht, frühestens 1. April 2007, und der, auch verspäteten Meldung bei der Krankenkasse angefallen sind, zusätzlich auch die Säumniszuschläge, zu erlassen sind.
Nicht Fisch – nicht Fleisch – oder: die Krux der ART bei Jugendlichen
01.01.1970 01:00
Für Erwachsene stehen zahlreiche Therapieoptionen zur Verfügung, unter anderem mehrere STR. Bei Kindern und Jugendlichen dagegen sind die Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Weitere Komplikationen ergeben sich dadurch, dass die Kinder oft in einem schwierigen Umfeld aufwachsen und ein weiteres Familienmitglied, meist die Mutter, selbst positiv ist und / oder ein Migrationshintergrund besteht.
Der Zufall ebnete Aids den Weg
01.01.1970 01:00
HIV macht bereits seit 100 Jahren Menschen krank. Frank Kirchhoff erforscht, warum es dabei so erfolgreich war. Dafür wurde er mit dem Ernst-Schering-Preis ausgezeichnet. Er schien wie die Spinne im Netz zu sitzen. Alle 30 Aids-Fälle, die die amerikanische Seuchenbehörde CDC 1984 untersuchte, führten letztlich zu ihm: Gaetan Dugas. Der attraktive, rücksichtslose Flugbegleiter machte keinen Hehl daraus, dass es ihm egal war, wen er angesteckt hatte oder wen er noch anstecken würde. Die CDC bezeichnete ihn als Patient 0.
Zahl der HIV-Infektionen bei Kindern deutlich zurückgegangen
01.01.1970 01:00
Die Zahl der weltweiten HIV-Infektionen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, vor allem bei Kindern. Im Vergleich zu 2001 seien im vergangenen Jahr 52 Prozent weniger Minderjährige mit dem tödlichen Virus infiziert worden, heißt es im am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Aidsprogramms. Insgesamt – also bei Erwachsenen und Kindern – habe es im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 33 Prozent gegeben.
Therapieerfolge in Afrika mit antiretroviralen Medikamenten
01.01.1970 01:00
Die Zahl der weltweiten HIV-Infektionen ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, vor allem bei Kindern. Im Vergleich zu 2001 seien im vergangenen Jahr 52 Prozent weniger Minderjährige mit dem tödlichen Virus infiziert worden, heißt es im am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Aidsprogramms. Insgesamt – also bei Erwachsenen und Kindern – habe es im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 33 Prozent gegeben.
Frühe Therapie ist besser
01.01.1970 01:00
Wie mittlerweile gewohnt stand auch bei dieser Tagung die Heilung im Mittelpunkt. Hier geht es in kleinen Schritten vorwärts. Weitere zentrale Themen waren die neuen WHO-Leitlinien, die einen früheren Therapiestart empfehlen. Die sofortige Therapie der akuten Infektion könnte sogar zur funktionellen Heilung beitragen. Zum ersten Mal war eine HIV-Konferenz kleiner als die vorherige. Zur IAS-Konferenz in Kuala Lumpur kamen nicht einmal 5.000 Teilnehmer. Die Tagung in Rom zwei Jahre zuvor hatten doppelt so viele Menschen besucht. Die Gründe für das geringere Interesse könnten der Tagungsort und das zentrale Thema gewesen sein.
Sechs Prozent aller Russen heroinsüchtig!
01.01.1970 01:00
Diese Woche hat die offizielle Russische Presseagentur schreckliche Zahlen präsentiert. Schlimmer als bisher angenommen! 6 Prozent der Bevölkerung drogensüchtig Gemäß RIA Novosti sollen insgesamt 8.5 Millionen Menschen in Russland, also 6 Prozent der Bevölkerung, illegale Drogen konsumieren; 90 Prozent davon Heroin. Die Drogensucht in Russland ist damit sehr viel bedrohlicher als bisher angenommen.
Das ist Evolution im Schnelldurchlauf
01.01.1970 01:00
Der preisgekrönte Virologe Frank Kirchhoff erforscht, warum der Aids-Erreger sich so effektiv ausbreiten konnte. Er sei zuversichtlich, sagt der Ulmer Wissenschaftler im Interview, HIV- Infektionen eines Tages ohne täglich Arzneieinnahme kontrollieren zu können. Wer erfolgreich in der Aidsforschung sein will, der sollte vielleicht dem Beispiel des Virologen Frank Kirchhoff vom Universitätsklinikum Ulm folgen.
HIV-Impfung: Lange erwartet und nun endlich ein Durchbruch?
01.01.1970 01:00
Wir sind vorsichtig mit Erfolgsmeldungen zu HIV-Impfungen. Dieses Mal müssen wir die online Publikation im NATURE im September 13 aber sehr Ernst nehmen. Der Impfstoff hat in der Tat das Potential, nicht nur vor HIV zu schützen, sondern vielleicht sogar HIV zu heilen. Die Autoren aus der Gruppe von Louis Picker der Oregon University hatten bereits im Mai 2013 berichtet, Hansen et al, Nature 2013, dass ihr Impfstoff bei Rhesusaffen eine wirksame Immunantwort gegen das SIV, Affen-HIV, aufbaut.
Lamivudin jetzt von HEXAL
01.01.1970 01:00
Mit Lamivudin HEXAL 150 mg bzw. 300 mg Filmtabletten führt Hexal bereits das dritte Präparat in der Indikation HIV ein. Lamivudin ist - als Kombinationspartner und Monopräparat - eine der meistverordneten Substanzen in der antiretroviralen Kombinationstherapie zur Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienzvirus -HIV- bei Erwachsenen und Kindern.
Elvitegravir-Fixkombination: Geringerer Nutzen für therapienaive Patienten
01.01.1970 01:00
Mehr AIDS-Erkrankungen und schwere Nebenwirkungen als bei zweckmäßiger Vergleichstherapie. Seit Mai 2013 ist die Wirkstoffkombination Elvitegravir, Cobicistat, Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil, Elvitegravir-Fixkombination, Handelsname Stribild, zur Behandlung Erwachsener zugelassen, die mit dem Humanen Immundefizienzvirus vom Typ 1 -HIV-1- infiziert sind. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat in einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz überprüft, ob für diese Kombination gegenüber der bisherigen Standardtherapie ein Zusatznutzen belegt ist.
Wie ein Medikament dem Aids-Virus die Tür versperrt
01.01.1970 01:00
HI-Viren sind so gefährlich, weil sie Zellen des Immunsystems befallen. Beim Eindringen hilft ihnen das Eiweiß CCR5. Seine Struktur haben Forscher nun enthüllt. Unser Körper ist ein Verteidigungskünstler. Jeden Tag kämpft er gegen Abertausende Eindringlinge, ohne dass wir es überhaupt merken. Bakterien, Pilzsporen, Viren – unser Immunsystem wird mit beinahe jedem unerwünschten Gast fertig. Gegen einen Erreger ist es allerdings so gut wie machtlos: das Humane Immunindefizienz-Virus.
HIV-positiv: Seit fünf Jahre der Schatten über Olivers Leben
01.01.1970 01:00
Nur die Familie und gute Freunde kennen sein Geheimnis. Wann die Krankheit ausbrechen wird, weiß niemand. Oliver Albrecht war 16, als er seiner Mutter sagte, dass er schwul sei. Und 17, als sie erfuhr, dass er HIV-positiv ist. "Meine Mutter hat mich noch selbst zum Arzt gefahren", erinnert er sich. Er hatte Ausschlag am Hals. Die Ärztin sagte, sie würden einfach mal die üblichen Tests für Geschlechtskrankheiten machen. Alles negativ. Und dann kam der Aids-Test.
Durchbruch Heilung HIV: US-Forschern gelingt Affen-Heilung in 50 Prozent
01.01.1970 01:00
Forschern aus den USA ist ein weiterer wichtiger Durchbruch im Kampf gegen AIDS und HIV gelungen. Das teilte jetzt das Vaccine and Gene Therapy Institute der Oregon Health and Science University aus den USA in einem Beitrag der Zeitschrift Nature mit. So habe man ein HIV-ähnliches Virus - das Simian Immunodeficiency Virus (SIV) – erstmals in 50 Prozent der medizinisch behandelten Affen komplett eliminieren können. Damit steigt die Hoffnung auf Heilung von HIV und AIDS weiter.
Neue Kontaktstelle zu HIV-bedingter Diskriminierung
01.01.1970 01:00
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat eine Kontaktstelle zu HIV-bedingter Diskriminierung eingerichtet. Sie bietet Erstberatung an, sammelt Fälle und wertet sie aus und unterstützt auch Beraterinnen und Berater. Ansprechpartnerin ist Kerstin Mörsch, die zuvor als Sozialarbeiterin in der Schwulenberatung Berlin Menschen mit HIV beraten, betreut und begleitet hat.
Immunschwäche HIV ist noch längst nicht besiegt
27.09.2013 00:00
Die Entdeckerin des Virus, Françoise Barré-Sinoussi, sprach in Hamburg über die Fortschritte im Kampf gegen Aids – und ermahnte die Politik, sich stärker zu engagieren. Noch kann sich HIV ausbreiten. Das ist hochgradig pervers und traurig. Das sagt Jan van Lunzen, Ärztlicher Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Eppendorf, der die Krankheit seit 1989 erforscht. Es ist fast ein Wunder, welche Fortschritte die Therapie gemacht hat. Es handelt sich wohl um eine der erfolgreichsten Geschichten in der Medizin. Auch das sagt Jan van Lunzen.
Arbeitslosengeld II - Regelleistungen 2014
27.09.2013 00:00
Ab dem ersten Januar 2014 wird der Hartz IV Regelsatz um minimale 2,27 Prozent angehoben. Ebenso werden auch die Sozialhilfe, Grundsicherung für Erwerbslose, die Grundsicherung im Alter sowie Grundsicherung bei Erwerbsminderung angeglichen. Die Anpassung ist keineswegs eine gewollte Maßnahme der Bundesregierung, sondern eine gesetzliche Vorgabe.
Hepatitis C: Bluter attackieren Bahr
27.09.2013 00:00
Noch immer blockiert die Bundesregierung eine Entschädigung der mit Hepatitis C infizierten Bluter. Die Betroffenen finden das Verhalten beschämend. Mehr als 5.000 Unterschriften hat die Deutsche Hämophiliegesellschaft gesammelt, um ihre Forderung nach einer Entschädigung der in den 1980er Jahren mit Hepatitis C infizierten Hämophilie-Kranken zu bekräftigen. Eine Übergabe dieser Unterschriften an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sei nach mehrmaligen Bitten gescheitert. In den 1970er und 1980er Jahren sind etwa 4500 Hämophilie-Kranke in den neuen und alten Bundesländern durch kontaminierte, nicht virusinaktivierte Gerinnungspräparate mit HIV und / oder HCV infiziert worden.
Behandlungserfolg besser vorhersagen
27.09.2013 00:00
Ein neues statistisches Modell berechnet, wie sich der HI-Virus in einem bestimmten Patienten genetisch weiterentwickeln könnte. Der Blick auf mögliche Evolutionspfade erlaubt eine individualisierte und deutlich genauere Vorhersage, ob der Aids-Erreger gegen die Medikamente resistent und also die Therapie unwirksam wird. Dies zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie.
Fortschritte in der Aids-Therapie
27.09.2013 00:00
Forscher verbuchen Erfolge in der Behandlung von Menschen mit HIV. Das Virus, das die Abwehrschwäche Aids auslöst, lässt sich bei manchen Patienten dauerhaft reduzieren. Das Jahr 2013 begann für die Aids-Medizin mit einem Paukenschlag: Das Humane Immundefizienz-Virus, HIV, der Erreger der übertragbaren Abwehrschwäche Aids, lässt sich bei manchen Patienten dauerhaft reduzieren – auch wenn Virus hemmende Medikamente abgesetzt werden. Das berichteten im März 2013 gleich zwei Forschungsgruppen in der Fachpresse.
Overdose Awareness Day 2013
20.09.2013 00:00
Am 31.8. gedenken Freunde, Angehörige und Selbsthilfeorganisationen der Opfer von Überdosierungen. Ihre Botschaft: Viele Drogentodesfälle lassen sich vermeiden. Die Mittel sind bekannt – was fehlt, ist Unterstützung. Auch wenn im vergangenen Jahr in Deutschland so wenige Menschen an den Folgen des Rauschmittelkonsums starben wie seit 25 Jahren nicht mehr – 944 „Drogentodesfälle, der größte Teil davon als Folge einer nicht gewollten Überdosierung, sind 944 zu viel. Europaweit wurden 2011 rund 6500 Todesfälle aufgrund von Überdosierungen registriert, hauptsächlich im Zusammenhang mit Opioiden.
Eine Ärztin und ihr tapferer Kampf ums Überleben
20.09.2013 00:00
Als junge Medizinerin infiziert sich Heidemarie Kremer bei der Arbeit mit dem Aids- Virus. Ende der 80er Jahre war das wie ein Todesurteil. Doch die Frau nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Heidemarie Kremer ist HIV-positiv. Die Diagnose erhielt sie schon vor 25 Jahren. Die heute 49-Jährige hatte sich bei ihrer Arbeit im Krankenhaus angesteckt. Dann verändert eine Routineuntersuchung ihr gesamtes Leben und bestimmt dessen weiteren Verlauf. Zunächst will sich die Ärztin nicht mit der Diagnose abfinden: Ich habe es für einen Testfehler gehalten, so Heidemarie Kremer rückblickend.
Daten zur sexuellen HIV-Übertragung bei Migranten in Europa
20.09.2013 00:00
Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat einen Bericht zu sexuellen HIV-Übertragungen bei Migranten aus Ländern mit weiter HIV-Verbreitung veröffentlicht. Der Bericht gründet sich auf eine systematische Auswertung wissenschaftlicher Literatur sowie eine Studie, an der 24 Länder der EU und aus dem Europäischen Wirtschaftsraum teilgenommen haben.
Ärzte melden weitgehende Heilung von HIV infiziertem Baby
20.09.2013 00:00
Ist es ein Etappensieg bei der Aids-Behandlung? Die Nachricht von der funktionalen Heilung eines HIV-infizierten Säuglings in den USA sorgt für großes Aufsehen. Experten warnen vor zu großer Euphorie. Ärzte in den USA haben nach eigenen Angaben erstmals ein mit dem HI-Virus infiziertes Baby weitgehend geheilt. Das heute zweieinhalb Jahre alte Mädchen sei kurz nach der Geburt mit antiretroviralen Medikamenten behandelt worden, berichtete die Virologin Deborah Persaud vom Johns Hopkins Children's Centre in Baltimore auf einem Fachkongress über Viren in Atlanta.
Hepatitis C: Curcumin erteilt Eintrittsverbot
20.09.2013 00:00
Der Farbstoff Curcumin wirkt krebshemmend. Forscher wiesen zudem nun nach, dass Curcumin ebenfalls gegen Hepatitis C Viren (HCV) wirkt: Der gelbe Farbstoff hindert die Viren daran, in die Leberzellen einzudringen. Weltweit gelten etwa 130 Millionen Menschen als HCV-infiziert – in Deutschland leben ungefähr eine halbe Million Menschen mit dem Virus. Das Hepatitis-C-Virus ist auf Leberzellen spezialisiert und eine chronische Leberinfektion mit dem HCV ist inzwischen die häufigste Ursache für Lebertransplantationen, erklärt PD Dr. Eike Steinmann, Wissenschaftler am Institut für Experimentelle Virologie des TWINCORE Hannover.
HIV ist ein Virus, das Menschen einsam macht
13.09.2013 00:00
Seit 20 Jahren unterstützt die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz HH e.V. Familien und engagiert sich für eine größere Akzeptanz für Menschen, die am HI-Virus erkrankt sind. Ich denke wieder an dich, an das, was du für mich bedeutest… Du bist der Mensch, der mir am nächsten ist, für den ich sterben würde, vielleicht sogar töten. Als ich erfuhr, dass außer dir der Tod in meinem Körper lebt, wollte ich sterben. Die Nachricht, HIV-positiv zu sein, traf mich zwei Wochen vor deiner Geburt. Mich zerriss vor Schmerz der Gedanke, dich zu verlieren.
Ende des britischen Berufsverbots für Chirurgen mit HIV
13.09.2013 00:00
Großbritannien reagiert auf die Erfolge in der AIDS-Therapie. Seit 2011 ist es endgültig erwiesen: antiretrovirale Medikamente reduzieren das Übertragungsrisiko von HIV um bis zu 96 Prozent. Bei zuverlässiger Einnahme der Medikamente über einen Zeitraum von etwa 6 Monaten sind in der Regel keine HI-Viren mehr im Blut nachzuweisen. Damit sinkt das Übertragungsrisiko im Alltag oder bei einer invasiven medizinischen Behandlung durch einen HIV-positiven Arzt unter normalen Sicherheitsvorkehrungen gegen Null.
Rechenzentren der Apotheken verkaufen angeblich Patientendaten
13.09.2013 00:00
In Deutschland werden nach Spiegel-Angaben Millionen Ärzte und Patienten ausgespäht. Das süddeutsche Apothekenrechenzentrum VSA verkaufe Patientendaten in unzureichend verschlüsselter Form an Marktforschungsunternehmen wie den US-Konzern IMS Health, berichtete das Magazin am Sonntag. Demnach verfolgt IMS Health die Krankheiten von über 300 Millionen Patienten – darunter 42 Millionen verschiedene gesetzlich Versicherte in Deutschland.
Mit Drogen und käuflichem Sex kam das tödliche Virus
13.09.2013 00:00
In Indonesien steigt die Zahl der HIV-Infizierten dramatisch. Lange wurde das Thema in dem muslimischen Land totgeschwiegen, inzwischen hat die Regierung das Problem erkannt. Ortsbesuch im Rotlichtviertel. Am Highway links, hinein in die schmale Gasse, zwischen Holzhäusern hindurch. Der Boden ist uneben, die Luft warm und verbraucht. Die Häuser stehen so eng, dass sich die Wellblechdächer fast berühren.
Frauen mit Aids oft in Finanznot
13.09.2013 00:00
Immer mehr HIV-positive oder an Aids erkrankte Frauen wenden sich mit Problemen an die Deutsche Aids-Stiftung. Im vergangenen Jahr kamen 45,2 Prozent aller Hilfsanfragen bei der Deutschen Aids-Stiftung von Frauen, obwohl ihr Anteil an den von HIV oder Aids Betroffenen nach Angaben des Robert Koch-Instituts lediglich 19,2 Prozent betrifft. Das zeigt, dass ihre soziale und finanzielle Lage besonders prekär ist.
Zulassung für Dolutegravir
06.09.2013 00:00
Das HIV-Medikament Dolutegravir hat von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA in einem beschleunigten Verfahren die Zulassung erhalten. Indiziert ist der Integraseinhibitor zur Behandlung von HIV-1-Infektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen. Er muss nur einmal täglich eingenommen werden und bedarf keines Boosters.
China entzieht Pharmaunternehmen Patent für HIV / Hepatitis B Medikament
06.09.2013 00:00
Die chinesische Patentbehörde hat dem US-Pharma-Konzern Gilead sein Patent für das HIV- und Hepatits B Medikament Viread -Tenofovir- aberkannt. Ein chinesischer Hersteller von Arzneimittelwirkstoffen hatte das Patent mit der Begründung angefochten, dass es dem Medikament an Neuartigkeit fehle. Der Hauptwirkstoff Tenofovir wurde bereits 1985 entdeckt.
Hilfe nur für die Kränksten
06.09.2013 00:00
Neue Aids-Therapierichtlinien der WHO unbezahlbar für arme Länder. In vielen armen Ländern können Patienten mit HIV und Aids immer noch nicht angemessen behandelt werden. Gut 200.000 Menschen in Myanmar sind HIV-positiv oder bereits an Aids erkrankt. Aber nur 40 Prozent der Betroffenen können mit den lebensrettenden antiretroviralen Medikamenten behandelt werden. Diese werden nur an Erkrankte vergeben, die nur noch 150 Helferzellen pro Mikroliter Blut aufweisen - international üblich sind Behandlungen, wenn die Zahl auf 350 gesunken ist.
Kampf gegen AIDS: Vernachlässigt die EU Osteuropa?
06.09.2013 00:00
Die Sterberate infolge von AIDS in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion ist im letzten Jahrzehnt gestiegen. Allerdings gehen die Finanzierungsmittel der EU für die Behandlung und Vorbeugung der Krankheit weiterhin größtenteils in Entwicklungsländer. Experten sagen, dies erzeuge eine mögliche gesundheitliche Zeitbombe an den östlichen Grenzen der EU. Der HI-Virus wird in Osteuropa hauptsächlich durch den Gebrauch von benutzten Nadeln beim Drogenkonsum übertragen.
Russland untersucht erstmals HIV-Verbreitung unter Schwulen
06.09.2013 00:00
In Russland soll erstmals die HIV-Verbreitung unter Schwulen und Prostituierten untersucht werden, schreibt die Zeitung Iswestija. Die Aufsichtsbehörde Rospotrebnadsor will im nächsten Jahr mit den landesweiten Untersuchungen beginnen. Laut dem Chef des Föderalen Zentrums zur Aids-Prävention und -Bekämpfung, Wadim Pokrowski, gab es bislang nur wenige Versuche, MSM und Prostituierte auf das HI-Virus zu testen.
Hepatitis C Genotyp 1 - Proteasehemmer nicht immer nötig!
30.08.2013 00:00
Hepatitis C - individualisierte Therapie weiterhin im Trend! Seit Herbst 2012 gibt es für die Hepatitis C-Behandlung beim HCV-Genotyp 1 einen neuen Therapiestandard bestehend aus einer Tripletherapie: Proteasehemmer zusammen mit PegInterferon und Ribavirin. Dadurch verbessern sich die Heilungschancen bei diesem bisher schwierig zu behandelnden Virustyp deutlich.
In Tansania spricht man über Aids
30.08.2013 00:00
1,6 Millionen Menschen in Tansania sind HIV-positiv - das sind knapp sechs Prozent der 41 Millionen Einwohner. Deutschland unterstützt seit zehn Jahren den Ausbau des Gesundheitssektors - mit sichtbarem Erfolg. Zwar sterben in Tansania immer noch 84.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen von Aids. Aber das Land habe enorme Fortschritte gemacht, sagt Christoph Benn vom Global Fund zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose.
Kameraden mit HIV angesteckt: Haft
30.08.2013 00:00
Ein Soldat hat seinen Kameraden mit dem HI-Virus angesteckt, das AIDS auslöst. Jetzt muss er ins Gefängnis und Schmerzensgeld zahlen. Es war eine einzige Liebesnacht, die das Leben eines Soldaten aus Halle für immer veränderte. Im Herbst 2009 hatte er in der Kaserne in Feldafing (Kreis Starnberg) ungeschützten sexuellen Kontakt mit einem Kameraden aus Stendal. Dabei infizierte er sich mit dem heimtückischen HI-Virus.
Weiter lebensrettende Lösungen für Afrika südlich der Sahara
30.08.2013 00:00
Die Vorbereitungen für eine zweite Phase des Programms European and deg Developing Countries Clinical Trials Partnership programme, das 2014 als Teil des EU- Forschungsförderungsprogramms Horizont 2020 an den Start gehen soll, laufen. Diese Phase wird die lebensrettende Arbeit des ersten Programms fortsetzen, das die Entwicklung neuer oder verbesserter Arzneimittel, Impfstoffe, Mikrobizide und Diagnostika für armutsbedingte Krankheiten, und insbesondere HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria beschleunigen sollte.
Rotlichtviertel in Indonesien - Tauschbörse für HIV
30.08.2013 00:00
Wer in den 13. Bezirk von Jakarta kommt, den die Bewohner Royal nennen, sucht billigen Sex. Sieben bis elf Euro nehmen die Prostituierten pro Freier. Die Kluft zwischen billigem Sex und traditionellen, islamischen Werten sorgt in Indonesien für ein massives Problem: HIV verbreitet sich rasend schnell, besonders in den Rotlichtvierteln, Aufklärung gibt es kaum. Eine verfahrene Situation.
Blutplättchen blockieren HIV
23.08.2013 00:00
Forscher des DPZ zeigten, dass die Aktivierung von Blutplättchen den Viruseintritt in Wirtszellen verhindern kann. Infektionsbiologen unter der Leitung von Stefan Pöhlmann vom Deutschen Primatenzentrum (DPZ) haben Hinweise darauf gewonnen, dass Blutplättchen eine Barriere gegen die Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus darstellen können. HI-Viren sind die Ursache der Immunschwächeerkrankung AIDS.
Therapie ab 500 CD4 Zellen. Sinnvoll oder eher nicht?
23.08.2013 00:00
Die WHO hat also nun die Therapieleitlinien angepasst und empfiehlt einen Therapiebeginn bei einer Helferzellzahl von weniger als 500. Was bedeutet das für Patienten? Auf der einen Seite gehört eine HIV-Infektion zu den wenigen Infektionskrankheiten, bei denen nicht sofort nach der Diagnose mit der Therapie begonnen wird. Dies liegt vor allem daran, dass die Langzeitnebenwirkungen der Therapie noch nicht ausreichend bekannt sind.
„Ich muss Sie nicht behandeln“
23.08.2013 00:00
Etwa jeder fünfte HIV-Positive hat in Arztpraxen, Kliniken oder Pflegeheimen schon Diskriminierung erlebt. Einige verlieren daher das Vertrauen oder gehen nicht mehr für nötige Behandlungen zum Arzt. Noch eine Stunde, bis der Patientin die Gebärmutter entfernt werden soll. Alles ist vorbereitet. Doch plötzlich entscheiden sich die Ärzte um.
Russland liebt Sex, aber hat keine Ahnung von Aids
23.08.2013 00:00
An einem untypisch sonnigen Morgen in St. Petersburg bekam der Künstler Nikolai Antonovich (nicht sein wahrer Name) von einer lokalen Klinik einen Anruf, in dem er gebeten wurde, sofort vorbeizukommen. Nachdem er mehrere Stunden im Warteraum verbrachte, rief eine Schwester seinen Namen auf, führte ihn in einen Raum und informierte ihn nüchtern darüber, dass er HIV-positiv sei.
Die gesellschaftlichen Folgen von Aids
23.08.2013 00:00
Sozialwissenschaftler diskutieren in Paris über den Umgang mit HIV. Dank moderner Medizin ist ein Leben mit Aids heute möglich. Viele Infizierte erleben aber politische und gesellschaftliche Ausgrenzung. Auf einer Konferenz haben sich Soziologen nun mit den Folgen der Krankheit beschäftigt.
HIV-Report 3 / 2013 erschienen
23.08.2013 00:00
Der neue HIV-Report der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zu den kürzlich aufgetretenen, schweren Meningokokken-Erkrankungen unter schwulen Männern. Meningokokken-Erkrankungen bei MSM, Übertragungswege, Erkrankung und Therapie, Prävention/Impfung, Maßnahmen bei Erkrankungshäufungen
AIDS-Medikament wirkt auf das Gehirn wie LSD
16.08.2013 00:00
US-Forscher sind den Nebenwirkungen von Efavirenz auf der Spur. Inzwischen gibt es zahlreiche Medikamenten-Kombinationen, mit denen sich HIV über viele Jahre unter Kontrolle halten lässt. Diese Medikamente haben einige unerwünschte Nebenwirkungen: Efavirenz wirkt auf das Gehirn wie eine Droge, wie US-Forscher in Versuchen mit Mäusen feststellten.
Hepatitis C-bedingte Leberzirrhose - Was bringt die HCV-Therapie?
16.08.2013 00:00
Reduziertes aber anhaltendes Risiko eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) nach erfolgreicher HCV-Therapie in Schwedischer Kohorten-Studie beobachtet. Hintergrund: Das hepatozelluläre Karzinom, Leberzellkrebs, ist die fünfthäufigste Tumorentität weltweit mit steigender Inzidenz. Die viralen Hepatitiden, Hepatitis B und C, sind die wichtigsten Gründe für eine Leberzirrhose- und HCC-Entwicklung.
Margarita Prigorina verschweigt ihre HIV Infektion
16.08.2013 00:00
Estland hat die höchste HIV-Rate in Europa. Es trifft vor allem die russische Minderheit, die oft am Rande der Gesellschaft lebt. Im Fernseher laufen russische Zeichentrickfilme, während Margarita Prigorinas drei Kinder durch die Einzimmerwohnung im estnischen Narva toben. Margarita selbst sitzt auf dem Schlafsofa neben ihrem Freund Roman Shturmanov. Doch als Lisa, das älteste der drei Mädchen, ihrer Mutter etwas zeigen will, reagiert sie nicht. Ihre Augen sind glasig, sie schaut in die Ferne.
Schwanger und positiv
16.08.2013 00:00
Dank moderner Medikamente können HIV-infizierte Frauen heute völlig gesunde Babys zur Welt bringen, wenn sie rechtzeitig behandelt werden. Sie könnten ein normales Leben führen, wäre da nicht die Angst vor Diskriminierung. Birte Roland* ahnte nichts, als sie zu ihrer Frauenärztin ging. Sie erwartete Zwillinge, die Schwangerschaft schien gut zu verlaufen. Doch an jenem Tag vor dreieinhalb Jahren teilte die Ärztin ihr mit, was ein Routinetest ergeben hatte: Sie sind HIV- positiv.
Leben ohne das Aidsvirus (HI-Virus)
16.08.2013 00:00
Viele Babys infizieren sich bei ihren Müttern mit HIV. Eine aggressive Therapie könnte ihnen helfen. Zumindest in einem Fall war die Behandlung nachweislich erfolgreich. Nun soll eine Studie zeigen, ob das Wunder wiederholt werden kann. Jedes Jahr infizieren sich 300.000 Kinder mit HIV, die meisten von ihnen sind Neugeborene – obwohl es wirksame Strategien gibt, um eine Ansteckung der Babys durch ihre HIV-positive Mutter zu verhindern. Das zeigen Erfahrungen aus Deutschland oder den USA, wo versucht wird, die Ungeborenen durch vielfältige Maßnahmen vor einer Infektion zu schützen.
HIV: Medikamente müssen auch im Gehirn wirken
09.08.2013 00:00
Seit Jahren wissen wir um die Probleme einer ungenügenden Wirksamkeit von einigen HIV- Medikamenten im zentralen Nervensystem. Eine kürzlich publizierte Studie aus Basel hilft einige Beobachtungen besser einzustufen. Die Natur hat für unser Gehirn eine besondere Schutzfunktion aufgebaut. Ein ausgefeiltes System verhindert, dass giftige Substanzen die langlebigen Gehirnzellen schädigen: Die so genannte Blut-Hirn-Schranke.
HIV: Zwangstests in Griechenland stoppen!
09.08.2013 00:00
Die European AIDS Treatment Group hat die griechische Regierung aufgefordert, die am 26. Juni beschlossene Wiedereinführung von HIV-Zwangstests zurückzunehmen. Festnahmen von Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen, Drogengebrauchern oder Migranten ohne Papiere, um sie zwangsweise auf HIV zu testen, seien unter keinen Umständen zu rechtfertigen, so die Therapieaktivisten in ihrem Aufruf vom 4. Juli 2013.
Diagnose Aids
09.08.2013 00:00
Eine Mutter ist HIV-positiv, leugnet jedoch die Infektion und infizierte ihr Kind mit dem Virus. Nun steht sie vor Gericht. Die Steirerin Barbara Seebald hat vier Kinder. Bald kommt das fünfte auf die Welt. Die Erschöpfung ist Barbara Seebald ins Gesicht geschrieben, es ist schwül, und die Autofahrt war lang. Jetzt kauert sie im Schatten eines Baumes auf dem kleinen Spielplatz in Mödling.
HIV-Heilung Nummer 3 und 4?
09.08.2013 00:00
Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Aids: Zwei Patienten sind nach einer Knochenmarktransplantation offenbar vom HI-Virus befreit. Der Erreger ist bisher nicht nachweisbar. Betroffene können hoffen. Timothy Brown war der erste von HIV geheilte Patient: Seit einer Stammzelltransplantation im Jahr 2007 ist bei ihm kein Virus mehr nachweisbar. Im März 2013 wurde auf der Retroviruskonferenz in Atlanta ein Kind vorgestellt, das aufgrund einer sehr frühen Therapie wahrscheinlich geheilt ist. Auf der Internationalen HIV-Konferenz in Kuala Lumpur berichtete nun ein Forscherteam aus Boston über zwei weitere Heilungsfälle.
Patente machen neuere HIV/Aids-Medikamente unerschwinglich
09.08.2013 00:00
Ärzte ohne Grenzen stellt Studie zur Preisentwicklung vor. Laut einer heute auf der Internationalen Aids-Konferenz in Kuala Lumpur veröffentlichten Studie der medizinischen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sind Patente auch weiterhin eine wesentliche Hürde für die Behandlung von HIV/Aids. Die Organisation untersucht in ihrer Studie die Preisentwicklung der wichtigsten Präparate zur Behandlung der Immunschwächekrankheit.
HIV/STIs bei Migrant/innen
21.07.2017 13:13
HIV/STI Surveillance bei und mit Migrant-innen aus Subsahara Afrika. Ein partizipativer Prozess. Migrant-innen aus Subsahara-Afrika sind hinsichtlich der HIV-Übertragung eine epidemiologisch relevante Gruppe und machten in den letzten Jahren ca. 10-15 Prozent aller HIV- Erstdiagnosen aus. Von diesen neu diagnostizierten Infektionen ist etwa jede Dritte nicht im Heimatland, sondern vermutlich in Deutschland erworben worden.
Vitamin D Mangel bahnt Virus den Weg
21.07.2017 13:13
Forscher des Uniklinikums Frankfurt haben herausgefunden, dass Vitamin D Mangel zur Ausbreitung des Hepatitis B Virus in der Leber beitragen könnte. Eine niedrige Vitamin D Konzentration im Serum war in der Studie eine der stärksten Determinanten für eine immunologisch unzureichend kontrollierte Hepatitis B mit hoher Konzentration des HBV im Blut.
HIV in der PKV - Prävalenz, Inzidenz und Arzneimittelversorgung
21.07.2017 13:13
In der Studie wird die Bedeutung von HIV in der privaten Krankenversicherung von 2007 bis 2011 untersucht. Es erfolgen erstmalig eine Analyse zur Alters- und Geschlechtsverteilung der HIV-Infizierten in der PKV sowie eine Untersuchung der Ausgaben für antiretrovirale Medikamente zur HIV-Therapie. Der Untersuchung liegen die Arzneimittelverordnungsdaten der Privatversicherten zugrunde.
Der Ursprung des Hepatitis C Virus
21.07.2017 13:13
Hepatitis C Viren sind für Infektionen von über 185 Millionen Menschen auf der Welt verantwortlich, die unbehandelt zum Tod führen können. Der Ursprung des Erregers lag bislang im Dunkeln. Ein internationales Forscherteam unter Federführung von Virologen des Bonner Universitätsklinikums hat in einer aufwendigen evolutionsbiologischen Studie nun die mögliche Herkunft der Erreger in Nagetieren und Fledermäusen ausgemacht.
HIV/Aids: Bericht zur Entwicklung im Jahr 2012
21.07.2017 13:13
HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen in Deutschland: Bericht zur Entwicklung im Jahr 2012 aus dem Robert Koch-Institut. Der Jahresbericht im Epidemiologischen Bulletin 24/2013 informiert über die Entwicklung bei HIV/AIDS in Deutschland im Jahr 2012. Die einzelnen Kapitel beinhalten die Entwicklung der HIV-Meldedaten, die Entwicklung der AIDS-Erkrankungen sowie detaillierte Auswertungen zu HIV-Infektionen und AIDS in Deutschland in Form von Tabellen und Diagrammen.
Neue Ausgabe von med update erschienen
14.07.2017 13:13
Themen: - Unterschriftenlisten in Kroatien "Im Namen der Familie" - Der DÖAK 2013 in Innsbruck - Immunaktivierung, TLR und ein Genderunterschied - Mit 01. Juli in Österreich erhältlich - Stribild - Mit 01. August statt 400mg nur mehr 800mg Tablette in Österreich - Prezista - Autophagie und Thymidinanloga - ein Zusammenhang - HIV Community Preis 2013
Entwicklungsforschung zu HIV-infizierten Frauen in Lesotho
14.07.2017 13:13
Bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger arbeitet die KfW Entwicklungsbank mit dem Verein für Socialpolitik zusammen, der als eine der bedeutendsten wirtschaftswissenschaftlichen Vereinigungen im deutschen Sprachraum gilt. Die Preisverleihung fand daher im Rahmen der Jahrestagung statt, die der Ausschuss für Entwicklungsländer des Vereins für Socialpolitik in diesem Jahr an der Ludwig-Maximilians-Universität veranstaltete.
Nevirapin 200 mg Tabletten als Generikum
14.07.2017 13:13
Pünktlich zum Patentablauf von Viramune 200 mg Tabletten bietet Hexal ab sofort Nevirapin HEXAL 200 mg Tabletten in der antiretroviralen Kombinationstherapie zur Behandlung von HIV-1-infizierten Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern jeden Alters an. Nevirapin HEXAL ist bereits das zweite Präparat in der Indikation HIV für das Unternehmen Hexal.
Wenn sich Aids-Erreger trotz Behandlung übertragen
14.07.2017 13:13
Antiretrovirale Heilmittel unterbinden die Vermehrung der HI-Viren im Blut zwar effizient, trotzdem können sich die Aids-Erreger in der Samenflüssigkeit ansammeln – und beim ungeschützten Geschlechtsverkehr andere Personen anstecken. Das passiert vor allem, wenn der männliche Genitaltrakt mit weiteren Viren infiziert ist. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Wissenschaftlerin.
USA: Anti-Prostitutions-Klausel für Aids-Programme ist verfassungswidrig
14.07.2017 13:13
Das Oberste Gericht der USA hat gestern in einer Grundsatzentscheidung festgestellt, dass die Anti-Prostitutions-Klausel der US-Regierung die durch die Verfassung garantierte Meinungsfreiheit verletzt. Die Klausel schließt bisher amerikanische Organisationen von der Finanzierung durch Bundesmittel aus, die Prostitution „fördern, unterstützen oder sich für die Legalisierung der Prostitution einsetzen“, und fordert von Empfängern, sich explizit gegen Prostitution und Menschenhandel auszusprechen.
Tansania: Polizei misshandelt, foltert und behindert HIV-Maßnahmen
14.07.2017 13:13
Menschen mit hohem HIV-Risiko werden durch Diskriminierung und Gewalt in die Isolation getrieben. Die tansanische Regierung hat versprochen, die Stigmatisierung der Risikogruppen zu verringern, doch dieses Versprechen hat keinen Wert, wenn die Polizei regelmäßig Mitglieder dieser Gruppen vergewaltigt, misshandelt und inhaftiert. Die Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung von HIV sind zum Scheitern verurteilt, wenn die Polizei die Menschen davonjagt, die die öffentlichen Gesundheitsprogramme am dringendsten brauchen.
HIV-Medikamente schützen Drogensüchtige vor Infektion
07.07.2017 13:13
Pillen statt Spritzentauschprogramme? Erstmals haben Ärzte gezeigt, dass HIV- Medikamente Süchtige, die sich Drogen spritzen, vor einer Ansteckung schützen können. Experten jedoch warnen vor eiligen Rückschlüssen. Die Studie hat Schwächen. Der Einsatz von HIV-Medikamenten lohnt sich zunehmend: In den letzten Jahren haben Forscher immer wieder Studien veröffentlicht, die zu dem Schluss kommen, dass so genannte antiretrovirale Mittel vor einer Ansteckung mit HIV schützen. Mediziner halten sie sogar unter bestimmten Umständen für genauso sicher wie Kondome.
Dossier HIV und Depression
07.07.2017 13:13
Noch nie waren so viele Menschen wegen Depressionen in Behandlung wie heute. Das ist ein gutes Zeichen: Endlich traut man sich auch mit psychischen Beschwerden zum Arzt. Davon profitieren gerade auch HIV-Positive, denn sie sind überdurchschnittlich oft von Depressionen betroffen. Wir veröffentlichen hier einige Beiträge zu der neu entdeckten Volkskrankheit.
Akute Hepatitis C muss nicht sofort behandelt werden
07.07.2017 13:13
In den ersten Monaten nach der Infektion kann eine Hepatitis C spontan ausheilen. Der Therapiebeginn kann deshalb um einige Wochen hinausgezögert werden. Die Heilungschancen waren in einer randomisierten Studie des deutschen Kompetenznetzes Hepatitis, die jetzt in Lancet Infectious Diseases veröffentlicht wurde, nicht wesentlich beeinträchtigt. Viele Patienten entzogen sich wegen fehlender Symptome jedoch der späteren Therapie.
1.454 Personen in Santo Domingo haben HIV
07.07.2017 13:13
Alarmierende Zahlen gab CONAVIHSIDA, Nationaler Rat für HIV und Aids, bekannt. Dr. Victor Terrero, Geschäftsführer der oben genannten Einrichtung teilte mit wie es um die sexuellen Infektionskrankheiten in Santo Domingo steht, speziell im Kreise der Homosexuellen. Laut Dr. Terrero ist der Stand extrem alarmierend. Man sei bemüht in der Risikogruppe der Schwulen, Drogensüchtigen und Prostituierten die Zahl der Infektionen zu reduzieren.
Infektionsängste sind menschlich – für HIV-Patienten aber folgenreich
07.07.2017 13:13
Folgen der Infektionsangst: HIV-Positive werden nicht so behandelt wie andere Patienten. HIV ist heute behandelbar, die Infektionswege und die Schutzmöglichkeiten sind bekannt. Dennoch werden Menschen mit HIV weiterhin diskriminiert – auch im Gesundheitswesen. Ein DAH-Video thematisiert nun mögliche Gegenstrategien.
Hoffnung auf ein wirksames Medikament
30.06.2017 13:13
Trotz guter Behandlungsmöglichkeiten ist HIV immer noch unheilbar. Jetzt gelang es Forschern in den USA erstmals, den Bauplan entscheidender Teile des Virus komplett zu entschlüsseln. Damit sei es in Zukunft möglich, Medikamente zu entwickeln, die das Virus gezielt angreifen und vernichten können. Ein Klassiker: Der TV-Spot Supermarkt mit Hella von Sinnen und Ingolf Lück aus dem Jahre 1990 ist inzwischen Kult, sein Fazit aber immer noch aktuell: Kondome schützen vor einer HIV-Infektion. Doch heute ist eine HIV-Infektion kein Todesurteil mehr - vorausgesetzt man lebt in einem hoch entwickelten Industrieland.
Mit elektromagnetischen Nanopartikeln durch die Blut-Hirn-Schranke?
30.06.2017 13:13
Eine US-amerikanische Forschergruppe aus Immunologen, HIV-Spezialisten und Physikern hat eine innovative Idee entwickelt, HIV-Medikamente in das Gehirn zu bringen. Denn die Blut-Hirn- Schranke ist ein sehr wirksamer Schutz, die das Gehirn vor Krankheitserregern und schädlichen Stoffen schützt. Allerdings hält die Schranke auch die meisten Medikamente davon ab, in das empfindliche Organ zu gelangen. Bei vielen Erkrankungen wäre dies allerdings sehr wichtig. Und auch bei einer HIV-Infektion spielt das Gehirn eine Rolle.
Uganda: Umgang mit HIV wird sorgloser
30.06.2017 13:13
Lange galt Uganda als Musterbeispiel in der Aids-Bekämpfung. Aber nun haben die Menschen die Angst verloren. Viele glauben, die Krankheit sei mittlerweile heilbar und verzichten auf Kondome - selbst wenn sie mit HIV infiziert sind. Ich habe jedes Jahr mindestens drei verschiedene Sexualpartner. Die hoch gewachsene Bessie spricht Klartext. Bisher war noch keiner dabei, der ihr einen Heiratsantrag machte - deshalb sucht die Uganderin weiter. Kondome benutzt die 23-Jährige trotz ihres regen Sexuallebens nicht, weil sie allergisch auf Latex reagiert.
Fatigue bei HIV überraschend häufig
30.06.2017 13:13
Fatigue betrifft HIV-Patienten nur selten? Stimmt nicht, sagen britische Kollegen. Sie haben herausgefunden: Drei Viertel der Infizierten klagen über einer Fatigue - trotz niedriger Viruslast und guter Immunfunktion. Nur selten wird bei HIV-Infizierten eine Fatigue diagnostiziert. Zu Unrecht, wie eine britische Querschnittstudie nahe legt. Darin wurden 100 stabile ambulante HIV- Patienten nach Fatigue-Symptomen befragt.
Kampf gegen HIV/AIDS in den Social Media
23.06.2017 13:13
Die Karibik hat nach Afrika die zweithöchste regionale HIV-Rate überhaupt. Zwar ist die Zahl der Infizierten in den vergangenen Jahren nicht weiter gestiegen, aber mit etwa 240.000 immer noch hoch. Betroffen sind vor allem Prostituierte, Homosexuelle, Soldaten und zunehmend auch Jugendliche. Um die Verfügbarkeit von Kondomen zu erhöhen und zugleich noch mehr Menschen über die Gefahren und Übertragungswege des HI-Virus aufzuklären, unterstützt die KfW dort aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Vorhaben zum so genannten Social Marketing.
Aids ist zumeist nicht die Todesursache
23.06.2017 13:13
Dank antiretroviraler Therapien werden Menschen mit HIV-Infektion immer älter und die allermeisten HIV-Patienten sterben nicht an AIDS. ZÜRICH - HAART ändert die Perspektive: In der Swiss HIV Cohort Study, SHCS, wurden zwischen 1988 und 2010 die Todesursachen von HIV-infizierten Personen nach ICD-10 registriert. Starben bis 1995 noch 78 Prozent der Patienten an AIDS, waren es von 1996 bis 2004 nur noch 41 Prozent. Zwischen 2005 und 2010 war die Rate auf 15 Prozent gesunken.
Europäische Kommission erteilt Zulassung für Single Tablet Regimen
23.06.2017 13:13
Gilead Sciences, Inc. gab bekannt, dass die Europäische Kommission die Zulassung für Stribild erteilt hat. Stribild ist ein Single Tablet Regimen zur Behandlung der Infektion mit dem HIV-1-Virus bei Erwachsenen, die nicht antiretroviral vorbehandelt sind. Die Zulassung ermöglicht die Vermarktung von Stribild in allen 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union.
Neue Kampagne zur Aids-Prävention
23.06.2017 13:13
Mit der neuen Aids-Kampagne soll auch über weitere sexuell übertragbare Krankheiten aufgeklärt werden. Kondome schützen vor Aids, das weiß man. Dass sexuell übertragbare Krankheiten wie Tripper die Ansteckungsgefahr jedoch erhöhen können, darum geht es in der neuen Präventionskampagne der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung.
China: Kein HIV-Test mehr für Lehrer
23.06.2017 13:13
Keine HIV-Tests mehr für Lehrer: Chinesische Bevölkerung ist geteilter Meinung. Die geplante Abschaffung von HIV-Tests für angehende Lehrer sorgt für Zündstoff in der chinesischen Bevölkerung. Während die einen es als Fortschritt in der Anti-Diskriminierung sehen, fürchten Eltern eine Gefahr für ihre Kinder.
Bundessozialgericht beschränkt Klinik-Wahl bei medizinischer Rehabilitation
16.06.2017 13:13
Patienten können sich nicht uneingeschränkt eine Reha-Einrichtung nach Wunsch aussuchen. Im schlimmsten Falle bleiben sie auf den Kosten sitzen. Mit zwei parallel ergangenen Urteilen hat das Bundessozialgericht in Kassel die Wahlfreiheit der Versicherten deutlich eingeschränkt. Den Krankenkassen wurde damit das Recht zugesprochen, ihren Versicherten eine günstige Einrichtung für stationäre Rehabilitationsmaßnahmen vorzugeben. Das gilt auch, wenn Patienten bereit sind, eventuelle Mehrkosten für eine andere Klinik aus eigener Tasche zu bezahlen.
Forscher entschlüsseln Schutzhülle von HIV
16.06.2017 13:13
Eine Kapsel schützt das Erbgut des Erregers HIV, bis das Virus seine verheerende Wirkung in Körperzellen entfaltet. Forscher haben die Struktur dieses Mantels jetzt vollständig entschlüsselt - eine große Hilfe bei der Entwicklung neuer Medikamente. Die Winzlinge haben eine schreckliche Wirkung: Sind sie einmal im Körper, können sie spezielle Immunzellen entern und sie dazu bringen, immer neue Kopien ihrer selbst zu produzieren. Die Körperabwehr gerät aus den Fugen, mit der Zeit entwickelt sich die Immunschwächekrankheit Aids.
How to Have Sex in an Epidemic
16.06.2017 13:13
30 Jahre safer sex: How to Have Sex in an Epidemic – die erste safer sex -Broschüre. Im Mai 2013 jährt sich nicht nur die erstmalige Beschreibung von HIV als Erreger von HIV, sondern auch die Erfindung von safer Sex, die erstmalige Darstellung von safer sex in einer Broschüre.
Aids: Von der tödlichen Bedrohung zur chronischen Erkrankung
16.06.2017 13:13
Die gute Nachricht zuerst: Im letzten Jahrzehnt gibt es fast ein Fünftel weniger Menschen, die sich neu mit HIV infizierten. Dennoch geben Experten keine Entwarnung: Jedes Jahr erliegen rund 1,7 Millionen Menschen ihrer Aidserkrankung. Hierzulande gab es im vergangenen Jahr so viele HIV-Infizierte wie nie zuvor. Ein Trost: Das liegt daran, dass Menschen mit HIV durch immer bessere Therapien immer länger leben.
Interview mit Michel Sidibé – UNAIDS
16.06.2017 13:13
Im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids konnten in der letzten Zeit einige Durchbrüche erzielt werden. Nicht nur dass die Infektionsrate in 35 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen halbiert werden konn­te und 63 Prozent der Aids-Kranken die lebensverlängernden Medikamente erhalten, auch die Wissenschaft konnte in den letzten Monaten mit einigen bemerkenswerten Erkenntnissen aufwarten.
HIV-Therapie: Nutzenbewertung in der Kritik
09.06.2017 13:13
HIV-Infizierte können heute ein normales Leben führen. Doch die frühe Nutzenbewertung könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen. Politiker und Ärzte fordern ein Umdenken. Medizinische Fachgesellschaften bei der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneien stärker zu berücksichtigen, hat die CDU-Gesundheitspolitikerin Karin Maag gefordert.
Hepatitis C Therapie - rasante Entwicklung
09.06.2017 13:13
Die Entwicklung in der Hepatitis C-Therapie läuft rasant. Der Polymerasehemmer Sofosbuvir dürfte die Therapieoptionen bei der Hepatitis C bald weiter verbessern. Im New England Journal of Medicine vom 16. Mai 2013 wurden gleich mehrere Studienergebnisse zu diesem Medikament publiziert. Die wichtigsten Resultate werden hier zusammengefasst.
Der schwierige Kampf gegen Aids
09.06.2017 13:13
Nach 30 Jahren immer noch kein Heilmittel gegen Aids. 1983 wurde erstmals ein Virus beschrieben, dass die Immunschwäche HIV auslöst. Die französischen Forscher Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinouss wurden 2008 für die Entdeckung des HI-Virus mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Doch bis heute existiert trotz intensiver Forschung kein Heilmittel gegen Aids. Mehr als 35 Millionen Menschen sind weltweit von der Immunschwäche betroffen.
Hoffnung auf HIV-Impfstoff lebt
09.06.2017 13:13
Trotz der bisher vergeblichen Bemühungen um einen Impfstoff gegen HIV will der renommierte US-Aidsforscher Carl Dieffenbach die Hoffnung auf einen medizinischen Durchbruch nicht aufgeben: Es gibt einen gewissen Optimismus, was die Zukunft unserer Forschung betrifft.
Tabuthema trotz höchster HIV-Rate
09.06.2017 13:13
In Südafrika wird der Kampf gegen Aids nach langer Zeit der Vernachlässigung inzwischen von der Regierung ernst genommen. Es gibt Hoffnung: Die Zahl der Aids-Todesfälle konnte in Südafrika in den letzten drei Jahren dank Initiativen der Regierung und neuer Forschungsergebnisse gesenkt werden. Das ist bitter notwendig, denn im Land am Kap leben schätzungsweise fünf Millionen HIV/Aids- Infizierte - die höchste Zahl weltweit.
Raltegravir: EU-Zulassung für Kinder ab 2 Jahren
01.01.1970 01:00
Anfang des Jahres erhielt der Integrasehemmer Raltegravir die EU-Zulassung für die Behandlung von HIV-1-infizierten Kindern ab zwei Jahren in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten. Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 25 kg können mit der Filmtablette für Erwachsene behandelt werden.
Russland: Zahl der Aids-Toten steigt dramatisch
01.01.1970 01:00
In Russland sind seit Beginn der Erhebungen 130.000 Menschen an der gefährlichen Infektionskrankheit gestorben. Allein 2012 erreichte diese Zahl 20.000 – mehr als im Jahr 2011. Registriert wurden 70.000 HIV-Neuinfektionen, 8.000 mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt sind 720.000 Russen mit dem HI-Virus infiziert.
Arzt und Patient auf Augenhöhe?
01.01.1970 01:00
Ende Februar ist das „Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten“ in Kraft getreten. Andrea Dudek und Annette Fink berichten, wie Selbsthilfe- und Sozialverbände die neuen Regelungen bewerten. Die Rechte der Patientinnen und Patienten werden gestärkt. Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt wird damit weiter ausgebaut. Unser Leitbild ist der mündige Patient, der informiert und aufgeklärt wird und so dem Arzt auf Augenhöhe gegenüber treten kann.
Hepatitis C: Gute Chancen bei Früherkennung
01.01.1970 01:00
In Österreich sind etwa 80.000 Menschen von Hepatitis C betroffen, und oft wird die Erkrankung erst spät oder nur durch Zufall erkannt. Zudem fühlen sich laut einer aktuellen Studie des Spectra Marktforschungsforschungsinstituts unter 500 Österreichern 61 Prozent der Befragten nicht gut über Hepatitis C informiert. Das soll eine Aufklärungskampagne über die Infektionskrankheit jetzt ändern.
HIV im Arbeitsleben: Es geht auch positiv!
01.01.1970 01:00
Vom Bankangestellten über den Erzieher bis zum Unternehmensberater: Wir erzählen von Menschen, die sich im Job als HIV-positiv geoutet haben und Unterstützung von ihren Vorgesetzten und Kollegen erhielten – teilweise ganz überraschend.
HIV-Schnelltest
01.01.1970 01:00
Die AIDS-Hilfe Hanau und Main-Kinzig-Kreis e.V. bietet einen HIV-Schnelltest an. Die Termine sind Montag, den 3. Juni 2013 Juni in der Alfred-Delp-Straße 10, 63450 Hanau. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
The International Liver Congress
01.01.1970 01:00
Die Jahrestagung der European Association for the Study of the Liver fand vom 24. bis 28. April 2013 in Amsterdam statt. Im Mittelpunkt stehen die neuen Therapiestrategien bei chronischer Hepatitis C. Es wird sich zeigen, ob die guten Ergebnisse kleiner Pilotstudien auch in großen Untersuchungen wiederholt werden können. Und es wird sicherlich eine Fülle von neuen Kombinationen und Substanzen vorgestellt werden.
Viele HIV-Infizierte gehen erst spät zum Arzt
01.01.1970 01:00
Viele HIV-Infizierte sind so genannte Late Presenter - sie stellen sich erst sehr spät beim Arzt vor. Aber auch Mediziner erkennen manchmal HIV-Symptome bei ihren Patienten nicht. Immer noch wird eine hohe Zahl von HIV-Infizierten nicht oder erst spät diagnostiziert - das hat nach Ansicht von Experten vielseitige Folgen. Die Gruppe stellt inzwischen ein ziemliches Problem dar, sagt HIV-Fachmann und Mediziner Georg Härter von der Universitätsklinik Ulm.
Mit HIV infiziert, aber vor Aids geschützt
01.01.1970 01:00
Es gibt HIV-Infizierte, denen das Aids-Virus nichts anhaben kann. Sie tragen den Erreger zwar jahrzehntelang im Körper, aber ihr Immunsystem bekämpft ihn so erfolgreich, dass sie nicht an Aids erkranken. Die Erklärung: Etwa einer von 300 Menschen besitzt eine genetische Mutation, welche die Immunzellen speziell für den Kampf gegen dieses Virus stark macht.
HCV: Abwarten ist ohne Nachteile möglich
01.01.1970 01:00
Bevor eine Hepatitis C Therapie begonnen wird, kann man ohne Nachteile erst für einige Monate prüfen, ob der Körper das Virus spontan eliminiert, teilt die Medizinische Hochschule Hannover mit. Das Abwarten könne Nebenwirkungen ersparen und Arzneikosten senken. Voraussetzung sei eine sorgfältige Überwachung. Nach einer Studie mit 132 Teilnehmern waren mehr als 90 Prozent der sofort Behandelten anschließend gesund, und ebenso viele, die nach zwölf Wochen das Virus noch hatten und dann eine Kombinationstherapie erhielten.
Geschlechtskrankheiten breiten sich in Deutschland wieder stärker aus
01.01.1970 01:00
Gerade im Urlaub gehen viele Menschen zu sorglos mit sexuellen Abenteuern um. Bei Syphilis ist die Zahl der Erkrankungen um über 20 Prozent gestiegen. In Deutschland infizieren sich seit der Jahrtausendwende wieder mehr Menschen mit Geschlechtskrankheiten. Viele stecken sich auch im Urlaub an. Bei Syphilis ist die Zahl der jährlichen Erkrankungen um 22 Prozent gestiegen, sagte der Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Professor Rudolf Stadler.
US-Regierung stoppt Test von HIV-Impfung
01.01.1970 01:00
In den USA haben Mediziner einen Impfstoff gegen das HI-Virus erprobt. Doch der Versuch ist nun gestoppt - weil die Gesundheitsbehörden eingestehen mussten, dass die Therapie weder vor Ansteckung schützt, noch nach einer Infektion die Virenlast senkt. Die Gesundheitsbehörden in den USA haben einen groß angelegten Test für eine Aids-Impfung gestoppt. Die National Institutes of Health erklärten am Donnerstag, die Testreihe mit dem Namen HVTN 505 werde nicht fortgesetzt.
Reisezeit ist Impfzeit: Hepatitis A und B nicht vergessen!
01.01.1970 01:00
Seit November 2012 hat es in mehreren europäischen Ländern einen Anstieg von Hepatitis A Infektionen bei Ägypten-Urlaubern gegeben – fast alle waren trotz Empfehlung nicht geimpft. Dies teilte das europäische epidemiologische Journal Eurosurveillance mit. Auch deutsche Urlauber sind betroffen: Laut Robert Koch-Institut wurden 39 Erkrankungsfälle gemeldet, etwa viermal so viele wie in den Vorjahren. In Dänemark, Schweden, Norwegen, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich gab es weitere 41 Hepatitis A Infektionen.
Spuren der Gewalt
01.01.1970 01:00
Viele Migranten und Asylbewerber leiden unter Depressionen und Traumatisierungen. Sie sind gezeichnet von Flucht und Folter, von Kriegserlebnissen und anderen Gewalterfahrungen. HIV- positive Migranten und Asylsuchende, die durch unbewältigte Traumata zusätzlich psychisch belastet sind, stellen für Berater wie Betreuer eine besondere Herausforderung dar.
Neues Hepatitis C-Medikament überzeugt in klinischen Studien
01.01.1970 01:00
er Polymerase-Inhibitor Sofosbuvir könnte die Therapieoptionen bei der Hepatitis C weiter verbessern. Nach den jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studienergebnissen erzielte Sofosbuvir in Kombination mit Ribavirin und Peginterferon bei Genotyp-1- Infektionen SVR-Raten von bis zu 90 Prozent. Beim Genotyp 2 und 3 wurden auch ohne Interferon bis zu 78 Prozent der zuvor aus­therapierten Patienten geheilt. Der Hersteller hat die Zulassung beantragt.
Hepatitis: Nebenwirkungen und Kosten minimierbar
01.01.1970 01:00
MHH-Forscher führten Europas größte Studie zur akuten Hepatitis C durch. Eigenverantwortung der Patienten wichtig. Akute Hepatitis C Virusinfektionen behandeln Ärzte in der Regel umgehend mit einer Interferon-Therapie. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Kompetenznetz Hepatitis fanden in Europas bisher größter Studie zur akuten Hepatitis C heraus, dass es auch möglich ist, dem Körper zunächst für einige Monate die Chance zu geben, sich ohne Therapie gegen das Virus zu wehren.
HIVReport: Schwerpunktthema Heimtests
01.01.1970 01:00
Der neue HIVReport der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. zur Debatte um die Vor- und Nachteile von Heimtests. Themen: Rechtslage, Vor- und Nachteile nicht assistierter Tests, Vor- und Nachteile assistierter Heimtests, Glosse: Bis aufs Blut
Was ich von Drogengebrauchern gelernt habe
01.01.1970 01:00
Der Graswurzel-Aktivist Dirk Slater setzt sich seit 20 Jahren für soziale Gerechtigkeit ein. Seine Erfahrungen hat er neulich in einem Social-Media-Training weitergegeben, das vom Fachbereich Internationales der Deutschen AIDS-Hilfe organisiert wurde. In einem Beitrag beschreibt er, was er bei seiner ersten Begegnung mit Drogengebrauchern und dem Thema Harm Reduction, Schadensminderung, gelernt hat.
Ukraine: HIV- und Hepatitis-Infizierte fühlen sich zum Tode verurteilt
01.01.1970 01:00
Die Finanzierung von HIV- und Hepatitis-Medikamenten ist im aktuellen Staatshaushalt nicht vorgesehen. Mit einer eindrucksvollen Aktion protestierten gestern rund 100 Menschen vor dem Regierungssitz in Kiew: Sie zeigten sich den Abgeordneten mit Stricken um den Hals und weißen Kapuzen über dem Kopf als Delinquenten. Der Protest richtet sich gegen die katastrophale Unterversorgung von Patienten, die auf HIV- und Hepatitis-Medikamente angewiesen sind. Deren Finanzierung ist im aktuellen Staatshaushalt nicht mehr vorgesehen.
Jeder siebte Homosexuelle in der Schweiz ist HIV-positiv
01.01.1970 01:00
Die Zahl der HIV-positiven Homosexuellen steigt. Laut Fachleuten ist der Kampf gegen das Virus schwieriger geworden, seit es keine tödliche Bedrohung mehr darstellt. Im Zürcher Gesundheitszentrum Checkpoint erhalten Betroffene Unterstützung.
Andere Therapieideen: PI-Monotherapie und nukefreie Dualtherapie
01.01.1970 01:00
Unumstritten ist die Kombinationstherapie die beste heutzutage verfügbare Therapie für eine HIV-Infektion. Dementsprechend empfehlen auch alle Behandlungsrichtlinien eine Kombination aus drei unterschiedlichen HIV-Medikamenten. Die klassische HIV-Therapie besteht aus zwei Substanzen aus der Gruppe der NRTIs, die entweder mit einem NNRTI, einem PI oder einem Integrase Inhibitor kombiniert werden.
Virologie: Helicase RIG-I wird aktiv, sobald das Virus in die Zelle eindringt
26.04.2013 00:00
Zellen mit Türstehern: Die Abwehr des Körpers gegen Viren beginnt früher als gedacht, nämlich unmittelbar, nachdem die Erreger in die Zelle eingedrungen sind. Das hat ein internationales Forscherteam unter Marburger Federführung herausgefunden. Die Wissenschaftler konnten sichtbar machen, an welcher Stelle das angeborene Immunsystem den Fremdkörper angreift.
Neue Option zur Behandlung von HIV auf dem Prüfstand
26.04.2013 00:00
Positive Ergebnisse in ersten Studien mit neuem NNRTI. Mit der Entwicklung des nicht- nukleosidalen Reverse-Transkriptasehemmers (NNRTI) MK-1439 wurde von MSD ein NNRTI angestrebt, der zusätzlich zu einem überlegenen Resistenzprofil mit erhöhter Potenz gegenüber NNRTI-resistenten Viren, gut verträglich ist, ein günstiges Wechselwirkungsprofil hat und eine einmal tägliche Dosierung erlaubt.
Geld könnte HIV aufhalten
26.04.2013 00:00
In Hoch-Risiko-Gruppen wie männlichen Prostituierten lässt sich die HIV-Epidemie nicht durch gute Ratschläge oder die freie Ausgabe von Kondomen eindämmen. Effektiver könnte jedoch das konkrete Angebot von Geldzahlungen sein. Die Prostituierten würden sie als Gegenleistung für die Teilnahme an Präventionsmaßnahmen und Kontrolluntersuchungen erhalten.
HIV-Impfung: Nicht abschütteln lassen!
26.04.2013 00:00
Dem Aids-Erreger HIV ist schwer beizukommen - unverwundbar ist er aber nicht, berichten US-Forscher in einer Studie. Sie haben einen Patienten entdeckt, der HI-Viren neutralisieren kann. Nun wollen die Forscher die ungewöhnliche Immunreaktion in eine Impfung übersetzen.
HIV-Frühtherapie: Ein wichtiger Schritt, aber keine Revolution
26.04.2013 00:00
Einige wenige HIV-Infizierte benötigen gar keine Therapie - andere können nach einer früh begonnenen und dann abgesetzten Behandlung darauf verzichten. Vielleicht weisen aktuelle Erkenntnisse dazu eines Tages den Weg zur Heilung. Für eine Revolution bei den Empfehlungen zur Therapie von Patienten mit einer HIV-Infektion taugen die schlagzeilenträchtigen Meldungen der vergangenen Wochen nicht.
HIV-Übertragung: Die strafrechtliche Sicht
19.04.2013 00:00
Es geschehe Recht und wenn die Welt untergeht. Aber vor Gericht ist man ebenso wie auf hoher See in Gottes Hand und bekommt kein Recht sondern ein Urteil. Juristen sind dann gefragt, wenn soziale Konflikte nicht auf einer sozialen Ebene gelöst werden können und jemand gesucht wird, der dem Streit ein Ende setzt – richtig oder falsch, sinnhaft oder nicht.
Abwehrreaktion macht Hoffnung auf Impfstoff
19.04.2013 00:00
Das Ausbildungshandbuch des Körpers für erfolgreiche Angriffe gegen HIV haben Wissenschaftler der Duke University aufgezeichnet. Es bestehen Hoffnungen, dass es für die Entwicklung neuer Impfstoffe eingesetzt werden kann. HIV mutiert, um die Abwehr des Immunsystems von Patienten zu überleben. Manche Patienten entwickeln jedoch hochwirksame Antikörper, die große Teile der Mutationen neutralisieren.
Lebensversicherung trotz HIV!
19.04.2013 00:00
Darauf haben HIV-infizierte Menschen in der Schweiz lange gewartet: Dass endlich bewiesen wird, dass man unter einer gut behandelten HIV-Infektion bei praktisch normaler Lebenserwartung auch normal versichert sein kann. Jetzt sind die Grundlagen gelegt.
Super-Antikörper gegen HIV
19.04.2013 00:00
Die Entdeckung, dass bestimmte natürlich vorkommende Antikörper im Reagenzglas verschiedene Stämme des HI-Virus eliminieren können, hat vor zwei Jahren die Aids-Forschung beflügelt. Denn die Ergebnisse legen nahe, dass die therapeutische Gabe solcher Super-Antikörper bei HIV-Infizierten hilfreich sein könnte. Forscher aus den USA haben nun zeigen können, dass sich breit neutralisierende Antikörper durch besonders viele Mutationen auszeichnen – auch an Stellen, wo man sie bisher nicht vermutet hatte.
HIV Selbsttests sind gute Alternative
19.04.2013 00:00
Eine Studie bestätigt, dass Selbsttests dazu beitragen können, das Virus einzudämmen. Deutsche Experten sind skeptisch. Wem ein HIV-Test in einer medizinischen Einrichtung nicht diskret genug ist, für den ist ein Selbsttest zu Hause eine gute Alternative. Das ist das Ergebnis der ersten systematischen Überprüfung von 21 Studien, die verschiedene HIV-Selbsttests in der Praxis untersucht haben.
Zahl der HIV-Fälle unter chinesischen Studenten steigt
12.04.2013 00:00
Die Zahl der chinesischen Studenten, die sich mit HIV infiziert haben erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 Prozent. Sex unter Männern sei die Hauptursache der Neuinfektionen, sagte ein hochrangiger Gesundheitsexperte. Im vergangenen Jahr infizierten sich 1700 Studenten mit HIV, sagte Yu Jingjin, Direktor des Büros für Seuchenbekämpfung und -prävention unter dem Nationalen Ausschuss für Gesundheit und Familienplanung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.
HIV-Report 1 – 2013 erschienen
12.04.2013 00:00
Die aktuelle Ausgabe des HIV-Reports mit folgenden Themen: Anale Abstriche bei MSM ­  Gonokokken und Chlamydien bei MSM ­  STI-Screening bei MSM: anal, pharyngeal, genital? ­  Do it yourself: Abstrichuntersuchung durch Klienten ­  Selbstanwendung motiviert Klienten, Interview mit Gert Hartmann, Münchner Aidshilfe ­  Gonorrhoe: Neue europäische Leitlinien
Erstes HIV-Generikum auf dem deutschen Markt
12.04.2013 00:00
Seit März 2013 ist ein Generikum des HIV-Kombinationspräparats Combivir (Lamivudin/Zidovudin) auf dem deutschen Markt. Laut Hersteller ist es etwa 20 Prozent günstiger als das Original. Die unter dem Handelsnamen Lamivudin/Zidovudin HEXAL vertriebenen Tabletten enthalten die gleichen Wirkstoffe und praktisch die gleichen Zusatzstoffe wie Combivir-Tabletten und sind genauso gross.
Positiv – nicht infektiös
12.04.2013 00:00
Mit einer T-Shirt-Aktion will das Deutsche Expertennetzwerk HIV/Hepatitis e.V. ein Zeichen gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven setzen. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele das T-Shirt tragen und so die Botschaft unter die Menschen bringen“, erläutert Engelbert Zankl vom Deutschen Expertennetzwerk HIV/Hepatitis e.V. Noch immer gebe es in weiten Teilen der Bevölkerung irrige Mythen und Legenden über Infektionsrisiken, die immer wieder zu Diskriminierungen im Alltag führten.
Indien unter Druck der EU
12.04.2013 00:00
Noch im April könnte das seit 2007 zwischen der Europäischen Kommission und Indien hinter verschlossenen Türen ausgehandelte Freihandelsabkommen verabschiedet werden – mit weit reichenden Konsequenzen für die Versorgung von Menschen aus Entwicklungs- und Schwellenländern mit bezahlbaren Medikamenten. Peter Wiessner beschreibt die problematischen Aspekte des Deals und den Druck, dem die indische Regierung momentan ausgesetzt ist.
Tuberkulose geht uns alle an
05.04.2013 00:00
In der Europäischen Region leben fast eine halbe Million Tuberkulosepatienten, und jedes Jahr sterben über 40.000 Menschen an der Krankheit. Um der Krankheit Einhalt zu gebieten, sind eine frühzeitige Diagnose sowie Verbesserungen in Behandlung und Pflege dringend erforderlich. Der 24. März war Welt-Tuberkulose-Tag.
Frankreich: Nationaler Aids-Rat empfiehlt Zulassung von HIV-Heimtest
05.04.2013 00:00
Der Nationale Aids-Rat Frankreichs hat im März 2013 die Zulassung von HIV-Schnelltests für die eigene Anwendung (HIV-Heimtest) empfohlen und seine jahrelang ablehnende Haltung revidiert. In Deutschland sind selbst angewendete HIV-Schnelltests derzeit verboten.
Früherkennung und sofortige HIV Therapie sind der Schlüssel?
05.04.2013 00:00
Seit einiger Zeit schon gibt es Hinweise und Modelle haben es berechnet: die unmittelbare Behandlung der HIV-Primoinfektion für einige Zeit kann zur vollständigen definitiven Viruskontrolle durch das Immunsystem führen. Doch wie geht das? 14 so genannte Post Treatment Controllers (PCTs) in Frankreich. Auf diese Daten haben wir gewartet und erfahren es jetzt zuerst aus der NZZ! Wissenschaftler aus Frankreich zeigen nun bei bereits bei 14 HIV-Patienten, dass eine frühe Behandlung über Jahre wirksam ist.
Therapie der chronischen Hepatitis C bei HIV-Koinfektion
05.04.2013 00:00
Interimergebnisse einer Phase-III-Studie zur Therapie der chronischen Hepatitis C bei Patienten mit HIV-Koinfektion. Die kürzlich auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections (CROI) in Atlanta, USA, präsentierten Interimergebnisse der Phase-III-Studie STARTVerso™ 4 zeigen, dass 80 Prozent der sowohl mit HCV als auch mit HIV infizierten Patienten bei einer Therapie mit Faldaprevir sowie PegIFN/RBV einen frühen Behandlungserfolg erreichten.
Aids-Test auf der Autobahn
05.04.2013 00:00
In Südafrika ergreifen deutsche Autobauer die Initiative für die Prävention von HIV und Aids. Wenn Vincent Lepota nach einer langen Nacht in seinem 28-Tonner eine Pause einlegte, hatte er früher an alles Mögliche gedacht – aber nicht daran, sich ausgerechnet auf HIV/Aids testen zu lassen – bevor er am Steuer seines Lkw auf Südafrikas Autobahnen weiterrollte. Seit 2000 finden Fernfahrer im ganzen Land Wellness-Kliniken an Autobahnen.
Funktionelle Heilung bei früher Therapie möglich
01.01.1970 01:00
Nach dem Bericht über die funktionelle Heilung eines Neugeborenen im US-Staat Mississippi haben sich französische Wissenschaftler zu Wort gemeldet. In PLoS Pathogens berichten sie über die Visconti-Kontrolle, eine Gruppe von HIV-Infizierten, die nach einer antiretroviralen Therapie in der akuten Virämie-Phase die HIV-Infektion seit nunmehr 7,5 Jahren ohne Medikamente kontrollieren, auch wenn weiterhin ein Virusreservoir nachweisbar ist.
Fast ein Drittel aller Schulmädchen ist HIV-positiv
01.01.1970 01:00
Diese Statistik schockiert: In Südafrika ist fast ein Drittel aller Schulmädchen HIV- positiv. Das belegt eine neue Statistik, die der südafrikanische Gesundheitsminister am Donnerstag vorstellte. Die Regierung gibt so genannten Sugar Daddys die Schuld. Es sind erschütternde Zahlen: 28 Prozent aller Schülerinnen in dem Land sind HIV-positiv. Doch nicht nur die hohe Zahl HIV- infizierter Mädchen ist für Aaron Motsoaledi erschreckend, sondern vielmehr die Tatsache, dass im Gegensatz dazu nur vier Prozent der männlichen Schüler mit dem HI-Virus infiziert seien.
DAH begrüßt Votum des NAB
01.01.1970 01:00
Deutsche AIDS-Hilfe begrüßt Votum des Nationalen AIDS-Beirats: Verfahren wegen HIV- Übertragungen bei einvernehmlichem Sex sind kein Beitrag zur Prävention. Der Nationale AIDS-Beirat hat sich in einem Votum zur strafrechtlichen Bewertung von HIV-Übertragungen bei einvernehmlichem Sexualverkehr geäußert. Darin heißt es unter anderem: Strafverfahren bezüglich der HIV-Übertragung bei einvernehmlichem Sexualverkehr leisten keinen Beitrag zur HIV-Prävention. Sie können sich sogar kontraproduktiv auf die HIV-Testbereitschaft und die offene Kommunikation von Sexualpartnern auswirken.
Erster Integrasehemmer Raltegravir: Seit fünf Jahren bewährt
01.01.1970 01:00
Raltegravir wurde im Dezember 2007 als erster Integrasehemmer für die Behandlung von HIV-Patienten zugelassen. Mit einer Raltegravir basierten Kombinationstherapie gelang es, die Viruslast bei einem Großteil der intensiv vorbehandelten Patienten mit Therapieversagen erneut unter die Nachweisgrenze zu senken.
Quo vadis, HIV-PrEP?
01.01.1970 01:00
Seit einigen Jahren wird intensiv zur so genannten HIV-PrEP geforscht: HIV-Negative nehmen vorbeugend HIV-Medikamente ein, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Über herbe Rückschläge und Hoffnung machende Ergebnisse berichtet Armin Schafberger, Medizinreferent der Deutschen AIDS-Hilfe.
HIV und Lunge
01.01.1970 01:00
Die Lungenerkrankungen bei HIV-positiven Menschen haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Vor Einführung der HIV-Therapie waren PCP (Pneumocystis Pneumonie), Tuberkulose und bakterielle Lungenentzündungen häufiger diagnostizierte Krankheiten. Mit der HIV-Therapie sind diese Erscheinungsbilder zurück und andere in den Vordergrund getreten, wie beispielsweise COPD und Lungenkrebs.
HIV-Präventionsstudie scheitert am Desinteresse junger Frauen
01.01.1970 01:00
Eine große Studie zur Präexpositionsprophylaxe einer HIV-Infektion ist in Afrika nicht an der Wirkungslosigkeit der Medikamente, sondern an der fehlenden Adhärenz junger Frauen gescheitert, die ihr persönliches Infektionsrisiko grob unter­schätzen. Dies geht aus den Abschlussergebnissen der VOICE-Studie hervor, die auf der Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Atlanta vorgestellt wurden.
WHO kündigt neue Leitlinien zur HIV-Behandlung an
01.01.1970 01:00
Auf der Internationalen Retroviruskonferenz in Atlanta haben Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erste Überlegungen zu neuen HIV-Therapieleitlinien vorgestellt. Sie sollen im Juli veröffentlicht werden. Kevin De Cock, Gottfried Hirnschall und Stefano Vela sagten, weltweit gelte künftig die Empfehlung, bereits ab 500 Helferzellen pro Mikroliter Blut mit einer HIV-Therapie zu beginnen.
HIV Medikamente für Kinder
01.01.1970 01:00
Ärzte ohne Grenzen zu Lizenzabtretung von Pfizer / GlaxoSmithKline / Shionogi an den Patentpool für Medikamente. Der internationale Patentpool für Medikamente (Medicines Patent Pool) in Genf hat im Februar 2013 eine Vereinbarung mit dem Joint Venture ViiV Healthcare -Pfizer, Glaxo Smith Kline und Shionogi- bekannt gegeben. Mit dem Vertrag reicht das Joint Venture Lizenzrechte an Formulationen des HIV-Medikaments Abacavir für Kinder an den Patentpool weiter. Der Patentpool wiederum ermöglicht Generikafirmen die Produktion von bezahlbaren Nachahmermedikamenten.
AIDS-Forschung in Deutschland – Akte eines (finanziellen) Trauerspiels
01.01.1970 01:00
In der Aids-Forschung spielt Deutschland eine Rolle – eine traurige, nämlich eine weitgehend unbedeutende (gerade wenn man die Aktivitäten hierzulande mit denen z.B. in Frankreich vergleicht). Mit diesem Trauerspiel habe ich mich bereits 2001 in einem Kommentar in den HIV Nachrichten beschäftigt.
Nochmal CROI 2013, Atlanta - Kongresszusammenfassung
01.01.1970 01:00
Parallel zur CROI 2013 - 20th Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections, 2013 in Atlanta, hat ein Team von Schweizer Infektiologen den Kongress in Klausur im Toggenburg verfolgt und die wichtigsten Inhalte diskutiert. Lesen Sie unseren Bericht.
Kleinkind von HIV geheilt. Außerordentlich?
01.01.1970 01:00
Zurzeit erreichen uns von der diesjährigen CROI, der größten US HIV-Konferenz in Atlanta, Schlagzeilen über ein Kind, das bei der Geburt mit HIV infiziert, später dann aber geheilt wurde. Ist es ein Durchbruch? Wir glauben nicht, dass es sich bei dieser Heilung um ein für uns neues Phänomen handelt. Neu ist, dass es ein Kleinkind trifft. Doch es ist und bleibt ein Glücksfall und unsere Aufgabe ist es, aus diesem Glücksfall einen häufigen Fall zu machen.
EU-Zulassung für den Integrasehemmer Raltegravir
01.01.1970 01:00
Die European Medicines Agency -EMA- hat den Integrasehemmer Raltegravir von MSD in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von HIV-1-infizierten Kindern ab zwei Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 12 Kilogramm zugelassen.
Frühe Therapie stärkt Immunsystem besser
01.01.1970 01:00
Forscher aus den USA haben ein weiteres Argument gefunden, warum eine Behandlung nach einer HIV-Infektion frühzeitig beginnen sollte: Das Immunsystem lässt sich dadurch offenbar besser stärken. Bereits Mitte der 1990er-Jahre plädierten viele HIV-Therapeuten für einen frühen Behandlungsbeginn nach dem Motto: Hit hard, hit early.
Wenn der Chirurg den Patienten mit Hepatitis B ansteckt
01.01.1970 01:00
Hepatitis B lässt sich in hohem Masse durch eine Nadelstichverletzung übertragen. Bekanntlich wird nur ein Bruchteil aller Stichverletzungen im Operationssaal gemeldet. Dies mag daran liegen, dass das Vorgehen betreffend Meldung als aufwändig angesehen wird.
Brüssel präsentiert Mr. HIV 2013
01.01.1970 01:00
Mr. Bear, Mr. Gay, Mr. Leather – Mister-Wahlen gibt es in der Schwulenszene schon so einige. Nun präsentiert die Brüssler Dependance der in französischsprachigen Ländern aktiven Positivengruppe The Warning Mr. HIV 2013. Die vom Gleichstellungsministerium der Region Brüssel unterstützte Kampagne ist eine Reaktion der Aktivisten auf die ihrer Ansicht nach zunehmende Unsichtbarkeit HIV-Positiver in der Community.
CROI 2013 Atlanta
01.01.1970 01:00
Die CROI findet vom 3. - 6. März 2013 statt. HIV and More berichtet aktuell und live von dem renommierten amerikanischen Kongress.
Roter Teppich für die Toten
01.01.1970 01:00
Aids-Kranke, mal nicht als Opfer: Die gefeierte Doku -How to Survive a Plague- erzählt die Geschichte der Protestgruppe Act Up. Mit schrillen Aktionen kämpfte sie einst für bessere Medikamente - und gegen die Ausgrenzung. Nun hoffen Überlebende in Hollywood auf einen Oscar. Damals galt es noch als Todesurteil. Auch für den Wall-Street-Trader Peter Staley, den seine Aids-Diagnose zum unfreiwilligen Aktivisten machte.
Therapie erhöht Lebenserwartung in Südafrika dramatisch
01.01.1970 01:00
Die Ausweitung der antiretroviralen Therapie könnte zu den erfolgreichsten Public Health Maßnahmen aller Zeiten gehören. In der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal ist die Lebenserwartung der Bevölkerung innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen. Trotz der für die Region hohen finanziellen Belastung ist die Therapie laut einer Studie in Science in hohem Maße kosteneffektiv.
Kombinationstherapie bei Aids ist ihr Geld wert
01.01.1970 01:00
Die Ausweitung der antiviralen HIV-Therapie in Südafrika hat sich gelohnt: Zwei Studien zufolge steckten sich in einer untersuchten Region des Landes weniger Menschen mit dem Aids-Erreger an, nachdem dort die ART genannte Kombinationstherapie deutlich ausgeweitet worden war. Gleichzeitig sei die Lebenserwartung der Infizierten erheblich gestiegen. Auch die Volkswirtschaft profitiere von dem finanziellen Einsatz. Die Forscher stellten ihre Studien im Journal Science vor.
Hepatitis C: Wirkstoff hemmt Virusvermehrung am ersten Tag
01.01.1970 01:00
Die direkt wirkenden antiviralen Substanzen (DAA) versprechen nicht nur eine Verbesserung der Heilungschancen bei der Hepatitis C. Sie können auch die Therapiezeiten verkürzen. Eine geradezu sensationelle Wirkung erzielt hier der NS5A-Inhibitor Daclatasvir, der nach einem Bericht in den Proceedings of the National Academy of Sciences die Virus-Replikation bereits nach 12 Stunden deutlich hemmte.
Kongo - AIDS-Programme vor dem Aus, Finanzierung ausgelaufen
01.01.1970 01:00
In der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) laufen Ende des Jahres etliche international geförderte Anti-Aids-Programme aus. Nach Vorstellungen der Regierung sollen die gut verdienenden privaten Erdöl-, Bergbau- und Holzunternehmen in die Bresche springen und einen Teil der Finanzierung leisten.
DHHS-Leitlinien akutalisiert
01.01.1970 01:00
Im Update der amerikanischen Leitlinien wird die antiretrovirale Therapie für alle HIV- Infizierten empfohlen. Rilpivirin-basierte Regime und die Fixkombination mit dem Integrasehemmer Elvitegravir wurden als Alternativen bei der Firstline-Therapie eingestuft.
Hepatitis, Aids, HIV – Gründe für eine Ablehnung der Behandlung?
01.01.1970 01:00
Im Rahmen der zahnärztlichen Tätigkeit kommt es vor, dass Patienten mit einer Infektionskrankheit – wie etwa HIV, Aids oder Hepatitis – in die zahnärztliche Praxis kommen, um behandelt zu werden. Für den Zahnarzt stellt sich hierbei eine Reihe von berufs- und vertragszahnärztlicher Fragen. Ist er zur Behandlung dieser Patienten verpflichtet? Welche Konsequenzen drohen, wenn er eine Behandlung nicht vornimmt?
Facebook löst Homosexuellen-Debatte aus
01.01.1970 01:00
Bareback-Seite wurde nach 20.000 Likes gelöscht. Nachdem die Facebook-Seite Bareback 20.000 Likes bekommen hat, wurde sie von der Plattform wieder gelöscht. Das hat in der homosexuellen Community eine hitzige Debatte ausgelöst. Bareback beschreibt den ungeschützten Sex zwischen Männern und wurde in den späten 1990er Jahren zu einem Trend.
Religion schützt vor HIV
01.01.1970 01:00
Afrikaner, die in Bremen leben, wissen zu wenig über HIV und Aids - und haben deshalb abwegige Vorstellungen vom Umgang mit der Infektion. Die Forschungsergebnisse einer ersten Studie zu Wissen, Einstellungen und Verhalten von Afrikanern und Afrikanerinnen in Deutschland zeigen, dass sich über die Hälfte der Befragten (63 Prozent) in Bremen mehr Informationen über HIV wünschen, vor allem durch die Medien und die Gesundheitsämter.
HIV: Das erfolgreichste lebensverlängernde Therapiekonzept
01.01.1970 01:00
Das erfolgreichste lebensverlängernde Therapiekonzept der Medizin hat den klinischen Alltag verändert. In den letzten 10 Jahren hat die Zahl der HIV-Neuinfektionen weltweit abgenommen. Die Zahl der HIV-Infizierten hat dennoch weiter zugenommen. Bewirkt wurde dieser Zuwachs an HIV- Infizierten vor allem durch die Senkung der Sterblichkeit - also ein Erfolg der kombinierten antiretroviralen Behandlung. Erwachsene HIV-Infizierte können durch sie mit einer weitgehend normalen Lebenserwartung rechnen.
Diagnose HIV-positiv - zwischen Ausgrenzung und Lebenslust
01.01.1970 01:00
Laut Robert-Koch-Institut gibt es 150 HIV-Positive im Kreis Siegen-Wittgenstein. Wie viele es tatsächlich sind, vermag aber niemand zu beziffern. Zwei Betroffene berichten von ihrer plötzlichen Diagnose - und den Reaktionen der Umwelt. Die Ausgrenzung ist enorm. Im Siegerland sie die Krankheit noch sehr negativ behaftet.
Therapieversager - Finger weg von Interferon
01.01.1970 01:00
Bestimmte Patienten mit Hepatitis C sollten nach dem Versagen der antiviralen Ersttherapie wegen des erhöhten Sterberisikos nicht mit pegyliertem Interferon behandelt werden. Patienten mit Hepatitis C, die eine schwere Fibrose haben und nicht auf eine initiale antivirale Therapie ansprechen, sollten nicht mit pegyliertem Interferon behandelt werden. Der Grund: Nach Monotherapie mit dem Zytokin über mehrere Jahre ist einer aktuellen Metaanalyse placebokontrollierter Studien zufolge das Sterberisiko leicht erhöht.
Syphilis möglichst früh behandeln
01.01.1970 01:00
Dank Safer Sex ist die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen in den 1990er Jahren stark zurückgegangen. Seit 2001 ist ein steiler Anstieg der Syphilis-Neuerkrankungen in Deutschland zu verzeichnen. Im frühen Stadium lässt sich die Krankheit aber gut behandeln, sagte Professor Dr. Helmut Schöfer von der Uniklinik Frankfurt auf einem Fortbildungskongress für Apotheker in Davos, Schweiz.
Kein Anstieg der HIV-Infektionen in Österreich
01.01.1970 01:00
Entgegen den Behauptungen stagniert die Zahl der HIV-Infektionen in Österreich - 2012 gab es 525 neue Diagnosen. Vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember war in Österreich von einem Anstieg der festgestellten HIV-Infektionen die Rede. Doch das ist offenbar nicht der Fall. "Nach Abschluss der Daten für das gesamte Jahr 2012 stimmt das aber eindeutig nicht", schreiben die Fachleute vom Department für Virologie der MedUni Wien in ihrem neuesten Bericht.
Abschiebeschutz für Schwule und Lesben
01.01.1970 01:00
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge will seinen Umgang mit homosexuellen Asylbewerbern ändern. Homosexuelle Flüchtlinge, in deren Heimatländern Schwule und Lesben verfolgt werden, sollen nicht mehr mit der Begründung abgewiesen werden, sie könnten ihre sexuelle Orientierung in ihrer Heimat verbergen und so einer Verfolgung entgehen.
Tests mit teuren Antikörpern gegen HIV in Afrika
01.01.1970 01:00
Kritiker sind alarmiert: Neue Präparate werden zwar an Babys getestet, ihnen oder anderen Menschen in armen Ländern würden sie später aber nicht zugute kommen. Darf man teure HIV- Medikamente in Regionen testen, die sich das Produkt später nicht leisten können? Das Thema beschäftigt weltweit führende Experten. Die internationale Staatengemeinschaft ringt noch immer darum, möglichst vielen HIV-Infizierten die moderne antiretrovirale Therapie zukommen zu lassen.
Hepatitis-Koinfektion als Risikofaktor für Osteoporose bei Frauen mit HIV
01.01.1970 01:00
Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung haben HIV-positive Menschen ein höheres Risiko für Verlust der Knochendichte. Die Ursachen hierfür sind noch nicht ganz geklärt. Klassische Risikofaktoren für Knochendichteverlust sind z.B. höheres Lebensalter und Zigarettenkonsum, Kalzium und Vitamin D Mangel, Untergewicht, zu schneller Gewichtsverlust sowie schwere Nierenfunktionsstörungen.
HIV-positiv + behandelt = nicht ansteckend!
01.01.1970 01:00
Ein Tabubruch und seine Folgen – Teil 1 bis 8. Vor fünf Jahren brach das EKAF-Statement ein Tabu: HIV-Positive unter wirksamer Therapie sind sexuell nicht ansteckend, hieß es darin. Damals war die Aufregung groß, doch inzwischen bestätigen viele Studien die Schweizer Stellungnahme. Nun stellt sich die Frage: Inwieweit verändern die Therapie-Erfolge die HIV-Prävention?
Gambias Präsident schwört auf eine Paste gegen Aids
01.01.1970 01:00
Aids-Patienten schmiert der Präsident sogar selbst die grünliche Creme auf die Haut. 2007 trat Gambias Präsident Yahya Jammeh an die Öffentlichkeit und erklärte, er habe ein Heilmittel für die Immunschwächekrankheit gefunden. Mit der Creme und einem Gebräu aus Pflanzen und Bananen könne er Infizierte vom HI-Virus befreien, das weltweit mehr als 30 Millionen Menschen infiziert hat.
Darunavir jetzt als 800 mg-Tablette zugelassen
01.01.1970 01:00
Im Januar 2013 hat die Europäische Zulassungsbehörde EMA dem Proteaseinhibitor (PI) Darunavir (Prezista (c)) mit der neuen 800 mg-Tablette die Zulassung erteilt. Damit sinkt die Tablettenzahl fu¨r viele Prezista-Patienten auf eine Darunavir-Tablette plus eine Tablette Ritonavir pro Tag. Die geringere Tablettenlast vereinfacht das Einnahmeschema weiter und kann die Adhärenz der Patienten fördern.
Beste Chancen auf lebenslange Wirksamkeit der HIV-Therapie
01.01.1970 01:00
Für HIV-Positive in Therapie gibt es eine gute Nachricht: Die Gefahr, dass ihnen wegen Resistenzen die Behandlungsoptionen ausgehen könnten, ist offenbar gering. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die in der Fachpublikation Journal of Infectious Diseases veröffentlicht wurde. Australische Wissenschaftler haben dazu über 20.000 Behandlungsverläufe von Patienten aus sieben westeuropäischen Ländern untersucht, die zwischen 1997 und 2008 antiretroviral behandelt wurden.
HAART, aber wirksam
01.01.1970 01:00
Der Beginn der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) war ein Meilenstein in der Aids-Therapie. Zwei neue Studien zeigen jetzt, wie sehr dadurch Aids-Mortalität gesunken ist. Knapp 7000 Männer aus der Homosexuellenszene nahmen an der Multicenter AIDS Cohort Study (MACS) in den USA in drei Erhebungswellen von 1984 bis 2008 teil; etwa die Hälfte war HIV-positiv.
Sex ohne Kondom: Schweiz diskutiert Aids-Kampagne
01.01.1970 01:00
Die Aids-Hilfe in der Schweiz bricht ein Tabu: Über HIV in der Schwulen-Szene in unserem Nachbarland soll eine neue Kampagne aufklären. Diese verstört manche. Fuck Positive - so kurz wie provozierend hat die Aids-Hilfe der Schweiz eine neue Kampagne zur Aufklärung über HIV in der Schwulen-Szene genannt. Das Ziel, damit Aufmerksamkeit zu bekommen ist definitiv erreicht.
Juckt’s?
01.01.1970 01:00
Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Tripper schienen in Deutschland lange unter Kontrolle – nun kehren sie plötzlich zurück. Natürlich sehen sich Liebende heute vor. Doch dort, wo die Leiber zweier Menschen besonders dicht aufeinander treffen, findet sich für Krankheitserreger immer ein Weg. Wer diese goldene Regel der Mikrobiologie dauerhaft ignoriert, zahlt mitunter einen unangenehmen Preis.
Vom HIV-Verstärker zum Laborhelfer
01.01.1970 01:00
Ulmer Forscher entwickeln Nanofibrillen zur Optimierung der retroviralen Genübertragung. Ein Zufallsbefund aus der AIDS-Forschung könnte schon bald die Gen- und Stammzellforschung voranbringen. Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler um die Ulmer Professoren Jan Münch und Frank Kirchhoff in Zusammenarbeit mit der Peptidforschungsgruppe von Professor Wolf- Georg Forssmann an der Medizinischen Hochschule Hannover festgestellt, dass Bruchstücke eines Proteins im menschlichen Sperma faserartige Strukturen ausbilden, so genannte Amyloidfibrillen.
Gemeinsamer Bundesausschuss will Diamorphin-Behandlung vereinfachen
01.01.1970 01:00
Einrichtungen, die Opiatabhängige mit Diamor­phin behandeln, sollen künftig einen leichteren Zugang zur Versorgung erhalten. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute beschlossen. Mit dieser Entscheidung trägt der G-BA Forderungen nach einer Vereinfachung der derzeit gültigen Regelung Rechnung, um mehr betroffene Patienten behandeln zu können.
Da kommt was auf uns zu!
01.01.1970 01:00
2013 wird die DAH 30 Jahre alt. Doch nicht nur dieses Jubiläum, sondern eine ganze Reihe weiterer Themen und Ereignisse werden die politische Agenda wie auch die Berichterstattung auf aidshilfe.de bestimmen. Das Redaktionsteam hat die wichtigsten Schwerpunkte und zu erwartenden Debatten für 2013 zusammengestellt.
Hepatitis B - ein neuer Ansatz für ein großes Problem
01.01.1970 01:00
Im Rahmen des diesjährigen 23rd Challenge in Virology Meetings in Saanen war wieder einmal Hepatitis B an der Reihe. Ein wichtiges Thema, wie sich zeigte. Nach Tabak ist HBV das zweithäufigste Carcinogen. Jedes Jahr versterben weltweit 1 Mio der insgesamt 400 Mio Menschen an den Folgen eines Leberkarzinoms oder Leberzirrhose.
Der Bund will die Übertragung von Aids entkriminalisieren
01.01.1970 01:00
Die Schweiz verfährt mit HIV-Positiven, die einen Sexualpartner anstecken, besonders streng. Nach internationaler Kritik ändert sie den Strafrechtsartikel, auf den sich die Gerichte abstützen. Wer heute jemanden fahrlässig, vorsätzlich oder sogar böswillig mit dem Aids-Virus ansteckt, wird mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Künftig steht die Übertragung des Virus nur noch bei «gemeiner Gesinnung» unter Strafe. Die Begriffe «vorsätzlich» und «fahrlässig» wurden im revidierten Epidemiengesetz, das auch eine Änderung des Strafgesetzartikels 231 beinhaltet, gestrichen.
Jobcenter muss Telefonliste rausgeben
01.01.1970 01:00
Jobcenter muss Telefonliste der Sachbearbeiter herausgeben. Für Hartz IV Betroffene ist es kaum möglich, direkt mit dem zuständigen Sachbearbeiter zu telefonieren. Stattdessen muss meistens eine so genannte Servicenummer angerufen werden, wobei häufig Informationen falsch oder überhaupt nicht übermittelt werden. Direkte Fragen können nicht gestellt werden.
HIV-Generika – same same but different?
01.01.1970 01:00
Generika? Sind das nicht diese Pillen, bei denen Oma sich jedes Mal in der Apotheke fragt, ob sie wirklich die gleichen Medikamente wie letztes Mal bekommt? Das hat doch nichts mit mir als HIV-Positivem zu tun, oder? Oh doch, hat es – 2013 werden auch wir „Kontakt aufnehmen“, um es mit dem Titel eines Science-Fiction-Films zu sagen. Mit HIV-Generika nämlich, wirkstoffgleichen Kopien von HIV-Markenmedikamenten.
Patienten dürfen Cannabis zur Selbsttherapie anbauen
01.01.1970 01:00
Patienten, für deren schweren Erkrankungen keine anderen zumutbaren Therapien zur Verfügung stehen, dürfen Cannabisprodukte nicht verwehrt werden. Der Cannabis-Eigenabau ist für schwerkranke Patienten nicht grundsätzlich verboten. Unter strengen Voraussetzungen kann diesen Patienten gestattet werden, im Rahmen einer ärztlich begleiteten und überwachten Selbsttherapie in ihrer Wohnung Cannabispflanzen anzubauen.
Spezialsprechstunde für Adoleszente eröffnet
01.01.1970 01:00
ie höchste Rate an HIV-Neuinfektionen findet sich weltweit in der Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Darüber hinaus leben in dieser Altersgruppe auch junge Menschen, die seit ihrer Geburt mit HIV infiziert sind. Ihre Zahl nimmt aufgrund des verbesserten Zugangs zur Therapie in den Hochprävalenzländern und der insgesamt besseren Therapieoptionen zu.
Weshalb werden einige Partner nie mit HIV infiziert
01.01.1970 01:00
Wir wissen schon lange, dass nicht nur die Infektiosität, sondern auch die Empfänglichkeit für HIV (Engl: susceptibility) das Übertragungsrisiko von HIV beeinflussen. Eine Studie im Blood zeigt einen neuen Mechanismus dafür auf. Wir wissen, dass Personen, die keinen CCR5- rezeptor auf ihren Helferzellen haben, sich praktisch nicht mit HIV anstecken können. Doch weniger bekannt sind weitere Faktoren, die hier auch noch eine Rolle spielen müssen.
Molekulare HIV-Epidemiologie: Wichtig für Präventionsstrategien
01.01.1970 01:00
Modernere Methoden der Epidemiologie verwenden immer mehr auch die Erbsubstanz von Erregern (Sequenzanalyse). Besonders bei HIV hat sich diese Methode gut etabliert. Eine neue Arbeit aus Irland bestätigt auch Schweizer Daten. Es zeigt sich ein klareres Bild der HIV- Epidemiologie.
Seltenes HI-Virus passt sich offenbar an den Menschen an
01.01.1970 01:00
Anfang des 20. Jahrhunderts sind mindestens vier Varianten des AIDS-Erregers HIV-1 (M, N, O, P) im westafrikanischen Regenwald unabhängig voneinander von Gorillas und Schimpansen auf den Menschen übergegangen. Für die AIDS-Pandemie mit bisher rund 60 Millionen Infektionen ist jedoch fast ausschließlich die Erregergruppe M verantwortlich.
Andockfaktor bei Immunzellen entdeckt
01.01.1970 01:00
Dendritische Zellen zeigen anderen Zellen Teile von Viren oder Bakterien. Die sollen so lernen, wie die potenziellen Angreifer aussehen. Manchmal aber gelangen so auch HI-Viren in Zellen. Wissenschaftler aus Barcelona und Heidelberg haben gezeigt: HIV gelangt mit Hilfe eines bestimmten Eiweißes unbeschadet in Dendritische Immunzellen. Diese verbreiten HIV im Körper und beschleunigen den Krankheitsverlauf.
Schutz auch für gesunde Partner
01.01.1970 01:00
Das Konzept "Therapie zur Prävention" gegen HIV scheint zu funktionieren - auch außerhalb von Studien, wie Kollegen aus China und den USA zeigen. Allerdings gibt es Einschränkungen. Hinweise darauf, dass unter Nichtstudienbedingungen bei heterosexuellen Paaren mit stabilen Partnerschaften die antiretrovirale Behandlung des HIV-Infizierten den Nichtinfizierten vor einer Infektion schützen kann, hat jetzt die größte derartige Studie in China mit fast 40.000 diskordanten Paaren erbracht.
HIV ist kein Hindernis bei der Verbeamtung
01.01.1970 01:00
Das Land Nordrhein-Westfalen sagt es klar und deutlich: Menschen mit HIV können verbeamtet werden wie andere auch. Die Ausübung der Diensttätigkeit sei in der Regel durch HIV nicht beeinträchtigt, heißt es in dem Erlass, bei angemessener medizinischer Versorgung sei außerdem zu erwarten, dass Menschen mit HIV die Dienstaltersgrenze erreichen würden, also nicht frühzeitig in Pension gehen.
Sozialrecht 2013: Was wird sich ändern?
01.01.1970 01:00
Das Jahr. 2013 hat begonnen. Es hat einige Veränderungen im Sozialrecht gegeben. Silke Eggers, Solzialrechtsexpertin der Deutschen AIDS-Hilfe, hat die wichtigsten Neuerungen zusammengestellt.
Forscher entdecken neue HIV-Stämme
01.01.1970 01:00
Indien: Forscher entdecken neue HIV-Stämme - Weitere Ausbreitung von AIDS befürchtet. Indien hat in den vergangenen zehn Jahren die Verbreitung des HI-Virus zwar drastisch eindämmen können. Dennoch sind Wissenschaftler des südasiatischen Landes besorgt über das Auftreten neuer Virenstämme, die die Immunschwächekrankheit AIDS auslösen können.
DAIG zu Zwangstestungen auf HIV und Hepatitis
01.01.1970 01:00
Stellungnahme der Deutschen AIDS-Gesellschaft e.V. zum Gesetzentwurf des vierten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen- Anhalt, Zwangstests auf HIV, Hepatitis B und C. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft lehnt den o. g. Gesetzentwurf aus folgenden Gründen als nicht sachdienlich, unangemessen und rückschrittlich ab.
Wo haben Sie sich das denn eingefangen?
01.01.1970 01:00
Geschlechtskrankheiten wie Syphilis sind, wie die neuen Fallzahlen des Robert-Koch- Instituts belegen, wieder auf dem Vormarsch. Für Patienten ist der Gang zum Arzt nicht immer leicht und selbstverständlich. Wie aber gehen Ärzte mit solch schambesetzten Situationen im Behandlungszimmer um?
Wie sage ich es meinen Kindern?
01.01.1970 01:00
Merle Siewert ist eine ganz normale Frau. Eine von 940.000 Frauen in Hamburg. Sie hat lange braune Haare, große Augen und ist schlank. Sie hat Abitur, eine Ausbildung, zwei Kinder, einen Partner. Sie könnte die Frau von nebenan sein. Die Dame im Bus gegenüber. Die Arbeitskollegin. Sie ist ein direkter Mensch. Einer, der anderen beim Erzählen in die Augen schaut. Sie findet, dass die Wahrheit wichtig ist.
Vorsicht weiterhin geboten trotz immer besserer Medikamente
01.01.1970 01:00
Die Kombinationstherapien gegen AIDS funktionieren immer besser. Doch sie schützen nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Wer diese Medikamente einnimmt, aber auf den Gebrauch von Kondomen verzichtet, wiegt sich in trügerischer Sicherheit. Zu diesen Schlüssen gelangen Studien der vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Schweizerischen HIV- Kohortenstudie.
Die HIV Kinderstube ausspionieren
01.01.1970 01:00
HIV gehört zu den am besten untersuchten Krankheitserregern, dennoch ist der virale Lebenszyklus noch weitgehend unverstanden, neue Medikamente würden dringend benötigt. Auch drei Jahrzehnte nach der Entdeckung des tödlichen Virus, ist eine HIV-Infektion noch immer eine verheerende Diagnose. Auch wenn Patienten in den westlichen Ländern von - sehr kostspieligen - antiviralen Medikamenten profitieren, die den Ausbruch von AIDS verhindern können, kann der Seuche vor allem in den Ländern der südlichen Hemisphäre kaum Einhalt geboten werden.
Eine Reise auf dünnem Eis
01.01.1970 01:00
Sie kommen aus der Dritten Welt, sind häufig allein erziehende Mütter und verängstigt. Sarah ist eine von ihnen. Sie ist die erste, die offen aus dem Leben von HIV-positiven Migrantinnen berichtet. Als Sarah die Diagnose bekommt, ist sie fast noch ein Kind. Sie hat genug damit zu tun, irgendwie Fuß zu fassen in Deutschland, wo alles so ganz anders ist als in ihrem afrikanischen Heimatland. Als Sarah die Diagnose bekommt, weiß sie noch fast nichts über Aids und HIV. Sie hat Angst.
Das Virus sind wir
01.01.1970 01:00
Der Kampf von HIV-Positiven hat in der Entwicklung von Medikamenten schon immer eine wichtige Rolle gespielt. In Afrika geht er heute noch weiter. Aids, eine einst tödliche Erkrankung, ist durch vereinte Anstrengungen nach 30 Jahren beherrschbar geworden - Der US-Forscher Alexander Wlodawer erzählt von dessen Evolution, Erfolgen und Niederlagen.
Mehr Syphilis und darum auch mehr HIV
01.01.1970 01:00
Die Neuinfektionszahlen bei HIV und Syphilis steigen in Deutschland auch in diesem Jahr wieder. Die Aids-Hilfe in Berlin warnt, dass Untersuchungen auf sexuell übertragbare Infektionen viel zu selten stattfinden und oft vollkommen unzureichend sind. Täglich infizieren sich zehn Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus. Insgesamt leben inzwischen fast 78.000 HIV-Infizierte in Deutschland. Ihre Zahl hat sich seit den neunziger Jahren nahezu verdoppelt.
Bei der HIV Diagnose kommt dem Hausarzt eine wichtige Rolle zu
01.01.1970 01:00
Die HIV-Infektion beziehungsweise die AIDS-Erkrankung wirft nach wie vor weltweit eine Reihe ungelöster medizinischer Probleme auf. Obwohl die Übertragungswege sattsam bekannt sind, kommt es etwa hierzulande jedes Jahr zu rund 2.500 bis 3.000 Neuinfektionen. Doch es gibt auch Erfreuliches zu berichten: So ermöglicht die hochaktive antiretrovirale Therapie eine nahezu normale Überlebenszeit wie bei anderen chronischen Erkrankungen.
Neues Anti HIV Peptid ohne Nebenwirkungen und Resistenzbildung
01.01.1970 01:00
Die moderne HIV-Therapie ermöglicht PatientInnen heute ein nahezu normales Leben. Aufgrund zunehmender Resistenzen und Nebenwirkungen stößt die lebenslange medikamentöse HIV-Therapie jedoch an ihre Grenzen. Einem Team um die Virologin Univ.-Prof.in Dr.in Dorothee von Laer an der Medizinischen Universität Innsbruck ist es nun gelungen, einen bekannten Wirkstoff so zu verbessern, dass weder Resistenzen noch Immunantworten entwickelt werden.
Fortschritt in der HIV-Therapie
01.01.1970 01:00
Ausgehend von der Struktur bekannter C-Peptide haben Virologen der MedUni Innsbruck einen neuen Fusionsinhibitor entwickelt. Wissenschaftler der MedUni Innsbruck ist es gelungen, einen Wirkstoff so zu verbessern, dass kaum Resistenzen und Immunantworten entstehen. Innsbruck - Aufgrund zunehmender Resistenzen und Nebenwirkungen stößt die lebenslange medikamentöse HIV-Therapie an ihre Grenzen. Mit der medikamentösen Kombinationstherapie aus mindestens drei antiretroviralen Wirkstoffen kann der Ausbruch der Immunschwächekrankheit AIDS zwar hinausgezögert werden, es ist jedoch nicht möglich, das HI-Virus aus dem Körper zu eliminieren.
Uno feiert große Erfolge im Kampf gegen Aids
01.01.1970 01:00
Die Vision einer HIV-freien Generation wird zunehmend greifbarer. Am Dienstag haben die Vereinten Nationen den aktuellen Jahresbericht im Kampf gegen Aids vorgestellt. Bis 2015 will die Uno die Zahl der HIV-Neuinfektionen halbieren. Diesem Ziel ist sie bereits jetzt ein ganzes Stück näher gekommen.
HIV-Epidemie unter Drogengebrauchern in Südosteuropa
01.01.1970 01:00
Während in den meisten europäischen Ländern die Zahl der HIV-Neuinfektionen bei Drogenkonsumenten sinkt, ist in Griechenland und Rumänien ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen. Bislang habe man in Griechenland jährlich zwischen 9 und 19 Neudiagnosen bei Personen registriert, die Drogen spritzen. 2011 sei diese Zahl jedoch auf 241 hochgeschnellt, heißt es in dem Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht.
HIV/AIDS-Eckdaten in Deutschland und den Bundesländern
01.01.1970 01:00
Die vom Robert Koch-Institut zusammengestellten Eckdaten sind Schätzungen, die jährlich auf dem jeweilig aktuellen Stand der Erkenntnisse aktualisiert werden. Sie stellen keine automatische Fortschreibung früher publizierter Eckdaten dar. Die jeweils angegebenen Zahlenwerte können daher nicht direkt mit früher publizierten Schätzungen verglichen werden.
Hochdosierte Multivitaminpräparate haben keinen Benefit unter ART
30.11.2012 00:00
In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von hochdosierten Multivitaminpräparaten einen positiven Effekt für HIV-positive Menschen haben, die noch keine HIV- Therapie einnehmen. Die hochdosierten Präparate hatten zu einer Verlangsamung des Infektionsverlaufs geführt, die CD4-Zellwerte erhöht und somit langfristig Sterberaten gesenkt.
HIV gestern und heute
30.11.2012 00:00
Wer heute in Deutschland oder Österreich am AIDS erkrankt, hat gute Chancen ohne allzu starke Beeinträchtigung lange zu leben. Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag, bereits eine Woche zuvor steht die Erkrankung im Mittelpunkt der Vortragsreihe "KrankheitErregend - Die großen Seuchen". Wie konnte sie sich zu einer Epidemie ausbreiten? Wie geht man gegenwärtig im Krankenhaus mit ihr um und was ist in Zukunft von der Forschung zu erwarten?
Wo Kampf gegen Aids an moralische Grenzen stösst
30.11.2012 00:00
Jeder vierte bis fünfte Freier verlangt Sex ohne Kondom. NGOs versuchen durch Aufklärung, die Mädchen zu schützen. Tenda Biru ist ein Ort, an den sich kein ausländischer Tourist verirrt, auch nicht der billigste Sex-Tourist. In dem ärmlichen Viertel von Bekasi, einer Industriestadt unweit der indonesischen Hauptstadt Jakarta, reiht sich in engen Gassen eine schäbige Hütte an die andere.
Übertragungswege von HCV bei iv. Drogengebrauch
30.11.2012 00:00
Das Hepatitis C-Virus ist – so neue experimentelle Untersuchungen - in Wasser bis zu drei Wochen infektiös. Dies ist insbesondere bei intravenösem Drogenkonsum ein potentieller Übertragungsweg. Drogenkonsum verläuft nicht nach einem festen Schema, allerdings wiederholen sich bestimmte Verhaltensmuster: Zunächst muss die Substanz, beispielsweise Heroin oder Kokain, in Flüssigkeit gelöst werden.
Integrierte Prävention bei Drogengebrauchern
30.11.2012 00:00
Integrierte Prävention bei Drogengebrauchern im Fokus: Drogengebrauchern verbesserten Zugang zu Prävention von HIV, sexuell übertragbaren Erkrankungen, viraler Hepatitis und Tuberkulose zu ermöglichen und die Wirksamkeit dieser Maßnahmen zu verbessern ist das Anliegen eines neuen Reports der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC.
Retrovirus Bulletin 3/2012 erschienen
23.11.2012 00:00
Themenschwerpunkte: HIV-induzierte Nephropathie, HIV-assoziierte Herzerkrankungen, HIV–Tests, Studien und die Statistik
Späte HIV-Diagnose kein wesentlicher Faktor der HIV-Übertragung
23.11.2012 00:00
Laut dänischer Studie späte HIV-Diagnose kein wesentlicher Faktor der HIV-Übertragung. Menschen, die eine späte HIV-Diagnose haben (late diagnosis), tragen entgegen anders lautenden Vermutungen nur marginal zur HIV-Epidemie bei. Zu diesem Schluss kommt eine dänische Untersuchung.
Viele HIV-Patienten werden von Ärzten abgewiesen
23.11.2012 00:00
Jedem fünften HIV-Positiven wurde schon einmal die ärztliche Behandlung verweigert. HIV-Infizierte in Deutschland müssen oft schlechte Erfahrungen mit Ärzten machen: Nach FOCUS- Informationen verweigern einige Praxen ihnen sogar die Behandlung – zum Teil mit hanebüchenen Begründungen.
Wenn der Handschuh Hepatitis hat
23.11.2012 00:00
Die Zahl der der Hepatitis C Erkrankungen bei schwulen Männern mit HIV steigt seit Jahren an. Die Übertragungswege sind bisher nur unzureichend erforscht. Mit Hepatitis C ist nicht zu spaßen. Je nach Virusvariante kann die Behandlung der Leberentzündung bis zu einem Jahr dauern. Eine vollständige Heilung ist selbst dann nicht garantiert. Derzeit ist Hepatitis C wieder auf dem Vormarsch. Seit etwa zehn Jahren registrieren Kliniken und HIV-Schwerpunktpraxen einen Anstieg der Infektionen.
Chronisch krank, schwer behindert: zu teuer für die Krankenkasse?
23.11.2012 00:00
Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, alle Versicherten gleich zu behandeln. Eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands soll Mitglieder, die ihr viel Geld kosten, zur Kündigung ihrer Mitgliedschaft gedrängt haben.
Neuer Ansatz für HIV Impfstoff-Entwicklung
16.11.2012 00:00
Für die Suche nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus erhalten Forscher um Prof. Dr. Klaus Überla von der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität in den nächsten drei Jahren 2,3 Millionen Dollar Fördermittel von der Bill und Mellinda Gates Foundation. Das Projekt beruht auf unserer Beobachtung, dass bestimmte Immunantworten das Risiko für eine HIV-Infektion zu erhöhen scheinen.
HI-Viren: Erst mit Andockstelle infektiös
16.11.2012 00:00
Wichtiger Mechanismus im Reifungsprozess von HIV geklärt / Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums berichten in „Science“. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben mit Hilfe höchstauflösender STED-Fluoreszenzmikroskopie einen wichtigen Schritt im Vermehrungszyklus von HI-Viren entdeckt: Nachdem der AIDS-Erreger seine Wirtszelle verlassen hat, rücken bestimmte Oberflächenproteine, die zunächst über die Oberfläche des HIV-Partikels verteilt sind, eng zusammen.
Antikörper-Therapie befreit Mäuse vom Aids-Erreger
16.11.2012 00:00
Mediziner haben mit HIV infizierte Labortiere erfolgreich behandelt. Statt Medikamente nutzten sie menschliche Antikörper. Der Ansatz könnte einst auch Patienten helfen. Wer heute die Diagnose HIV-positiv erhält, der kann noch Zukunftspläne schmieden. Vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten hätte eine anschließende Aids-Erkrankung vermutlich den Tod bedeutet. Seit den 1990er Jahren gibt es antiretrovirale Wirkstoffe, die den Erreger des Immunschwäche-Leidens von der Vermehrung abhalten.
Neue PEP-Leitlinien bei beruflicher Exposition
16.11.2012 00:00
Die Leitlinien des amerikanischen Bundesstaates New York empfehlen erstmals als bevorzugtes Regime zur Postexpositionsprophylaxe die Fixkombination Tenofovir/Emtricitabin plus Raltegravir. Grund für diese Empfehlung ist die in einer PEP-Studie nachgewiesene gute Verträglichkeit und einfache Einnahme von Tenofovir/Emtricitabin (Truvada) plus Raltegravir (Isentress).
Positiv zusammen leben … und arbeiten!
16.11.2012 00:00
HIV-positive Menschen werben als Botschafter der Welt-Aids-Tags-Kampagne „Positiv zusammen leben!“ für mehr Toleranz und Solidarität. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat in Berlin die neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag „Positiv zusammen leben!“ vorgestellt. HIV-positive Menschen wenden sich bis zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember an die Öffentlichkeit.
Schwere Vorwürfe gegen die KKH Allianz
09.11.2012 00:00
Das Bundesversicherungsamt ermittelt. Nach Berichten des TV-Magazins „Frontal“ hat die KKH Allianz schwer kranke Versicherte am Telefon aufgefordert, ihre Mitgliedschaft zu kündigen und zu einer anderen Kasse zu wechseln.
Der Arsch ist kein Grab mehr – warning: Gedanken zur post-Bareback-Zeit
09.11.2012 00:00
post-Bareback – Welche Auswirkungen haben HAART und die Veränderungen der Therapie der HIV-Infektion auf das Leben von Menschen mit HIV und ihre Verhaltensweisen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Text der französisch- belgisch- kanadischen Positivengruppe ‘the warning’.
HIV-Tests in der Schwulensauna
09.11.2012 00:00
Ungewöhnliches Präventionsprojekt im Ruhrgebiet: In Essen startet im November erneut das Beratungs- und Testangebot „Der Doktor kommt!“. Dabei werden in schwulen Saunen und Szenebars ausführliche medizinische Beratung sowie die Durchführung von Blutuntersuchungen angeboten.
PrEP Erfahrungsbericht – wie ich aufhörte mir Sorgen zu machen
09.11.2012 00:00
Über seine Erfahrungen mit PrEP (der Prä-Expositions-Prophylaxe gegen HIV) und wie diese sein Sex-Leben verändert hat, berichtet ein schwuler Mann aus den USA in einer Serie von Artikeln, die vor kurzem auf der Internetsite ‘Frontiers L.A.’ begonnen hat. Titel des ersten Beitrags: “How I Learned To Stop Worrying, And Start Taking The Pill.
Hepatitis C: Triple-Therapie führt fast immer zur Ausheilung
09.11.2012 00:00
Bei der Hepatitis C deutet sich eine weitere deutliche Verbesserung der Therapieergebnisse an. Eine Kombination aus drei direkt wirksamen antiviralen Arzneistoffen (DDA) erzielte in einer Phase-II-Studie nach nur 12 Wochen bei fast allen Patienten eine anhaltende virologische Antwort (SVR). Dabei kam die Therapie völlig ohne Interferone aus, dem heutigen Standardmedikament.
Das neue Leben mit HIV
09.11.2012 00:00
Klare Ziele zur Zukunft der Aids-Hilfe-Arbeit in Deutschland formulierten rund 120 Delegierte der Mitgliedsorganisationen in Kamen: Die Entkriminalisierung der HIV-Übertragung und die HIV-Prävention auch für Menschen, die in Haft leben, gehörten dabei zu den wichtigsten Zielen, die in den kommenden Jahren angestrebt werden.
NAB fordert den Abbau von Diskriminierung in der Arbeitswelt
02.11.2012 00:00
Im Oktober 2012 hat der Nationale AIDS-Beirat folgendes Votum beschlossen: Die HIV- Infektion ist heute gut behandelbar. Dies spiegelt sich auch im Arbeitsleben wider: die Mehrheit der Menschen mit HIV in Deutschland ist erwerbstätig. Weil Menschen mit HIV im Erwerbsleben immer noch diskriminiert werden, stellt der Nationale AIDS-Beirat (NAB) fest: Im Berufsalltag besteht kein Risiko der HIV-Übertragung durch HIV-positive Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Andere.
Impfungen: Die neuen STIKO-Empfehlungen
02.11.2012 00:00
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Impfempfehlungen neu abgefasst. Neben Änderungen bei der Meningokokken- und der Mumps-Impfung hat die STIKO erstmals die Empfehlungen zu Nachholimpfungen bei unvollständigem oder unbekanntem Impfstatus umfassend dargestellt.
Methadon senkt HIV-Übertragungsrisiko
02.11.2012 00:00
Ein wichtiger Nebeneffekt der oralen Substitution mit Methadon oder Buprenorphin könnte die Vermeidung von HIV-Infektionen der Drogenabhängigen sein. Eine Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2012; 345: e5945) kommt zu dem Ergebnis, dass die Rate der Neuinfektionen halbiert werden könnte.
HIV-Medikament hilft gegen aggressiven Brustkrebs
02.11.2012 00:00
Eine besonders aggressive Form des Brustkrebses spricht auf ein HIV-Medikament an. Das zeigte eine Studie an Mäusen. Das Medikament hilft offenbar auch bei schon ausgebildeten Resistenzen. Eine neue Studie könnte Patientinnen mit einer aggressiven Form des Brustkrebses Hoffnung machen. Ein gegen HIV eingesetztes Medikament wirkt auch gegen eine besonders aggressive Form des Brustkrebses. Das zeigt eine Studie, die US-Forscher mit Mäusen durchgeführt haben.
Geschlechtsspezifische Unterschiede bei später Diagnose
02.11.2012 00:00
n der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, ob es einen geschlechtsspezifischen Unterschied bei den späten („late diagnosis“) bzw. bei den Diagnosen im fortgeschrittenen Stadium („advanced diagnosis“) der HIV-Erkrankung gibt. Patientinnen, die von einer späten oder fortgeschrittenen HIV-Diagnose betroffen sind, haben erhebliche Nachteile hinsichtlich der Morbidität sowie der Mortalität zu befürchten.
Turning The Tide
01.01.1970 01:00
Zero Transmission – Zero AIDS – Zero Discrimination. Meine Kongressreise zur 19. internationalen AIDS Konferenz begann in Deutschland im bis dahin reichlich verregneten Sommer 2012. Der Wetterbericht für mein Ziel Washington DC sagte für den Tag meiner Ankunft einen Temperatursturz von fast 10°C voraus, von über 40°C auf nur noch 32°C, aber trocken. Allein das schon war für einen Mitteleuropäer eine Verheißung: Everything is big in America! Und selbst die Temperaturstürze komfortabel.
HIV Positive sind nicht automatisch Täter
01.01.1970 01:00
Das Parlament entschärft die Strafbarkeit bei Übertragungen von HIV. Die Aids-Hilfe Schweiz begrüßt den Entscheid, fordert aber eine weiter gehende Entkriminalisierung von Menschen mit HIV. Aids-Experten und Juristen kritisieren schon lange, dass das Strafrecht HIV- positive Menschen kriminalisiere. Gemäß dem geltenden Epidemiengesetz, das das Verbreiten menschlicher Krankheiten verhindern soll, kann eine HIV-positive Person selbst dann bestraft werden, wenn der Sexualpartner informiert war und dieser trotzdem nicht auf den Sex-Safer-Regeln beharrte.
Wie sich Immunzellen gegen HIV wehren
01.01.1970 01:00
Heidelberger Virologen entschlüsseln natürlichen Blockademechanismus in den Zielzellen des HI-Virus. Veröffentlichung im internationalen Fachjournal Nature Medicine. Wissenschaftler um die Virologen Professor Dr. Oliver T. Fackler und Professor Dr. Oliver T. Keppler vom Universitätsklinikum Heidelberg haben einen Mechanismus aufgeklärt, mit dem sich das menschlichen Immunsystem vor HI-Viren schützt: Ein Protein stoppt in ruhenden Immunzellen, den so genannten T-Helferzellen, die Vermehrung des Virus, indem es die Übersetzung des Viren-Erbgut in eine für die Zelle lesbare Version verhindert.
Generika sparen auch bei HIV Millionen Behandlungskosten
01.01.1970 01:00
Generika senken die Behandlungskosten der HIV-Infektion – nicht nur in so genannten Entwicklungsländern, sondern möglicherweise bald auch in Industriestaaten. Der Grund: Auslauf des Patentschutzes bei ersten Substanzen. Mindestens 920 Millionen US-$ könnte allein das US-amerikanische Gesundheitswesen einsparen, wenn statt einer Dreier-Kombination in einer Pille bald zwei generische HIV-Medikamente plus ein patentgeschütztes Medikament eingesetzt werden.
Ohne Kondom trotz HIV
01.01.1970 01:00
HIV-Positive können Sex haben, ohne Partner anzustecken. Experten sagen mittlerweile, dass ein HIV-Positiver mit einem HIV-Negativen Sex ohne Kondom haben kann. Kondome schützen: Diesen knappen Satz hat nach vielen Jahren der intensiven Aufklärung praktisch jeder Deutsche verinnerlicht – auch wenn ihn nicht jeder zu jeder Zeit beherzigt. Kondome schützen vor ungewollter Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten, etwa Aids.
Letztlich musste ich da allein durch
01.01.1970 01:00
n Deutschland wird am 20. September der Weltkindertag begangen. Wir nehmen dies zum Anlass, den Blick auf Kinder mit HIV zu richten. Sandra war wohl das einzige Kind, das Nutella gehasst hat. Die inzwischen 23-Jährige ist seit ihrer Geburt HIV-positiv. Ihre Mutter starb an Aids, als Sandra fünf Jahr alt war. Seit ihrem zehnten Lebensjahr muss Sandra Medikamente nehmen. Ich habe lange gebraucht, um die Tabletten überhaupt runter zu bekommen, erinnert sie sich.
Neues aus der HIV-Forschung bei MSD
01.01.1970 01:00
MSD hat Lizenzvereinbarungen zu zwei in Entwicklung befindlichen HIV- Wirkstoffkandidaten abgeschlossen. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen den Beginn einer Phase-II-Studie zu seinem Prüfpräparat MK-1439 an, einem nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor der nächsten Generation.
China: Kombinierte HIV-Prävention könnte Epidemie deutlich beeinflussen
01.01.1970 01:00
Kombinierte Prävention könnte einem mathematischen Modell zufolge einen deutlichen Einfluss auf den Verlauf der HIV-Epidemie in China haben. China HIV: Ein Ausweiten der HIV-Tests oder der antiretroviralen Behandlung allein würde nicht genügen, um die HIV-Epidemie in China in den Griff zu bekommen. Eine kombinierte Prävention hingegen wäre hierzu geeignet. Dies haben Wissenschaftler mit Hilfe eines mathematischen Modells ermittelt.
HIV Kriminalisierung oder Die Rache des Kindermädchens
01.01.1970 01:00
Wie wirken sich Rechtssysteme auf Menschen mit HIV und Aids aus? Dieser Frage geht der 1963 geborene britische Rechtswissenschaftler und Autor Matthew Weait in seinen Forschungen nach. Seinen Artikel Swedens Approach to HIV Criminalisation, den er für das schwedische Online-Magazin Newsmill verfasste, hat Ulrike Seith ins Deutsche übersetzt.
Hartz IV Regelsätze 2013 in der Übersicht
01.01.1970 01:00
Laut des uns vorliegenden Entwurfs der „Verordnung zur Bestimmung des für die Fortschreibung der Regelbedarfsstufen nach § 28a des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch“ werden die Hartz IV Regelleistungen ab dem ersten Januar 2013 wie folgt steigen.
Jugendliche sind besonders gefährdet
01.01.1970 01:00
Neue Studie zur HIV-Verbreitung in 34 Ländern. Sexuell aktive junge Menschen sind besonders gefährdet, sich mit HIV zu infizieren. Vor allem junge Frauen brauchen Sexualaufklärung und bessere Möglichkeiten, sich zu schützen, da sie häufiger betroffen sind als ihre männlichen Altersgenossen. Wie wichtig frühzeitige Sexualaufklärung und die Verfügbarkeit von Präventionsmethoden in jungen Jahren ist, offenbart eine neue Studie zur HIV- Verbreitung in 34 Ländern von Measure Demographic and Health Surveys (Measure DHS).
Natürlicher Blockademechanismus für HIV entschlüsselt
01.01.1970 01:00
Die Studie eines internationalen Forscherteams unter der Leitung des Frankfurter Virologen Prof. Oliver T. Keppler hat ein Schlüsselprotein des menschlichen Immunsystems im Kampf gegen das HI-Virus identifiziert. Die Forscher konnten zeigen, dass ein natürliches Protein den Vermehrungsprozess des Virus in bestimmten T-Helferzellen durch den Entzug wichtiger Bausteine der Erbinformation des Virus aufhalten kann.
Schule muss infizierten Jugendlichen entschädigen
01.01.1970 01:00
HIV: Ein infizierter Junge wurde abgewiesen, weil er eine Gefahr für andere darstelle. Was, wenn er Sex hat? Mit dieser fadenscheinigen Begründung wies eine amerikanische Privatschule einen HIV-positiven Junge ab. Jetzt erhält er 700.000 Dollar von der Schule. Die Leitung hatte argumentiert, der damals 13jährige sei eine Gefahr für seine Mitschüler.
Messung der HIV-Viruslast: Zeitfaktor wichtig
01.01.1970 01:00
Wir haben immer wieder Patienten, bei denen die Messung der HIV-Viruskonzentration (HIV-RNA) einen Wert ergibt, der leicht oberhalb der Nachweisgrenze liegt. Dies verunsichert viele Patienten. Zu unrecht, wie wir erneut betonen. Eine Zahl, schwarz auf weiss, wird oft als bare Münze genommen. Doch so einfach sind die Verhältnisse in der Biologie nicht. Auch bei der Messung der Viruskonzentration im Blut von HIV-Patienten unter einer Therapie ist das nicht anders. Die Patienten wünschen sich das Laborresultat "Nicht nachweisbar"
Geldsorgen führen zu schlechter Compliance
01.01.1970 01:00
Schwierigkeiten die Zuzahlung für Medikamente und die Fahrtkosten zum Arzt zu zahlen hängen zusammen mit Unterbrechung oder Abbruch der HIV Therapie, berichtet eine Australische Untersuchung in HIV MEDICINE.In Australien haben 14% ihre ART wegen Geldnöten unterbrochen, 9% haben die ART aus Geldmangel ganz abgebrochen. Sowohl die Unterbrechung einer ART als auch der Therapieabbruch sind bisher gut untersucht in den ärmeren Ländern.
Raltegravir: Fünf Jahre anhaltend wirksam
01.01.1970 01:00
Die endgültige Auswertung der beiden identisch angelegten Phase-III-Studien BENCHMRK liegt vor: Der Integrasehemmer Raltegravir war in Kombination mit einer optimierten Basistherapie bei der Mehrzahl der vorbehandelten Patienten mit Drei-Klassen- Resistenzen über 240 Wochen virologisch und immunologisch anhaltend wirksam. Auch die Patienten, deren Viruslast in den ersten 48 Wochen zeitweise auf bis zu 400 Kopien/ml stieg, sprachen meistens lang anhaltend auf die Behandlung an.
Chronische Hepatitis B: Kombinationstherapie nicht besser als Monotherapie
01.01.1970 01:00
Soll eine chronische Hepatitis B mit einer Medikamentenkombination behandelt werden, wie es sich bei der HIV-Therapie etabliert hat? Das war die Fragestellung der BMS-gesponserten BE-LOW-Studie. Es gibt bereits diverse Studien zu Kombinationstherapien bei Hepatitis B, die keinen Vorteil gezeigt haben. In der aktuellen Studie wurde die Kombination der beiden, aktuell besten Hepatitis B-Medikamente, Entecavir und Tenofovir, untersucht.
Hoffnung auf Impfstoff gegen Aids
01.01.1970 01:00
Der Weg zu einem umfassenden Impfstoff gegen den Aidserreger HIV ist noch lang. US- Forscher präsentieren nun neue Ergebnisse von Teilnehmern des bislang einzigen großen Impfstofftests. Sie zeigen, auf welche Weise der Impfstoff bei einem Teil der Menschen gewirkt haben könnte. US-Forscher haben eine Bestätigung dafür gefunden, dass eine Struktur im äußeren Bereich des HI-Virus als Ansatzpunkt für einen Impfstoff dienen könnte. Die Ergebnisse stammen aus Genanalysen von HI-Viren bei Teilnehmern eines Impfstofftests.
Vitamin B12: erstaunliche Wirkung bei HCV-Therapie?
01.01.1970 01:00
Kann eine billige und praktisch nebenwirkungsfreie Vitamin B12-Gabe die HCV-Therapie in ähnlichem Maß verbessern, wie die teuren und schlecht verträglichen Proteaseinhibitoren? In einer kleinen italienischen Pilotstudie zeigen sich eindrückliche Verbesserungen der HCV- Therapie durch Substitution hoher Vitamin B 12 Dosen.
Öffentliche Besorgnis über AIDS-ähnliche Krankheit
01.01.1970 01:00
Ein chinesischer Epidemiologe wies am Dienstag die Bedenken der Öffentlichkeit über eine aktuell in China auftretende Immunschwächekrankheit zurück, nachdem Medien die Krankheit aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Symptome mit AIDS verglich. Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten, Taiwan und Thailand berichteten, sie entdeckten neutralisierende Anti-Interferon-Autoantikörper in asiatischen Erwachsenen mit multiplen opportunistischen Infektionen. Sie brachten das mit einer Immundefizienz in Verbindung, die im Erwachsenenalter einsetzt und mit einer fortgeschrittenen HIV-Infektion verwandt ist.
Vaginalring schützt vor Aids
28.09.2012 00:00
Ein Vaginalring könnte Frauen in Zukunft vor einer HIV-Infektion und damit vor Aids schützen. Der Ring enthalte Mikrobizide, die eine Ansteckung verhinderten, berichten Forscher der US-Organisation Population Council. Der Vaginalring sei vielleicht effektiver als die Vaginalgels, mit denen die schützenden Substanzen normalerweise verabreicht würden, so die Forscher.
Aids-Hilfe NRW schwächt Kondom-Empfehlung ab
28.09.2012 00:00
Die Aids-Hilfe NRW hat mit Äußerungen zum Gebrauch von Kondomen Widerspruch in Fachkreisen ausgelöst. Menschen mit HIV seien bei einer gut verlaufenden antiretroviralen Therapie, also bei einer niedrigen Viruslast, nicht mehr infektiös, sagte Arne Kayser vom Vorstand der Aids-Hilfe NRW vor Journalisten in Düsseldorf. Er fügte wörtlich hinzu: Man kann also sagen, dass Sex ohne Kondom unter gewissen Umständen auch sicher ist.
25 Jahre GIB AIDS KEINE CHANCE
28.09.2012 00:00
Ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Aids-Prävention der BZgA -Schutzverhalten heute so gut wie nie zuvor. GIB AIDS KEINE CHANCE - die Kampagne zur Aidsprävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Sie ist nicht nur eine der bekanntesten, sondern auch eine der erfolgreichsten Präventionskampagnen in Deutschland.
Aids-Hilfe plant Altenheim
28.09.2012 00:00
Die Lebenserwartung von Aids-Kranken ist gestiegen. Die Aids-Hilfe in Frankfurt plant deshalb den Bau eines Altenheims speziell für HIV-Infizierte. Der Lauf für mehr Zeit soll helfen, das Vorhaben zu finanzieren. Der Lauf für mehr Zeit wird in diesem Jahr zum letzten Mal zugunsten des Regenbogendienstes veranstaltet.
Einschränkung der Auswahl der ART-Medikamente – erste Untersuchung
28.09.2012 00:00
Der ART-Wechsel von 402 Patienten in London wurde in einer kleinen Studie ausgewertet. Für London gibt es derzeit aus Kostensenkungsbemühungen eine Einschränkung in der Therapiefreiheit für Ärzte und Patienten. Es wurde untersucht, wie viele Menschen aus Kostengründen ihre ART gewechselt haben.
Hepatitis C Arznei gestoppt
21.09.2012 00:00
Schwere Nebenwirkungen: Der Hersteller BMS hat die Entwicklung einer neuer Arznei gegen Hepatitis-C gestoppt - und muss deswegen fast 1,5 Milliarden Euro abschreiben. Bristol-Myers Squibb hat die Entwicklung seines Hepatitis C Medikaments BMS-986094 wegen schwerwiegender Nebenwirkungen gestoppt. Nach Angaben des US-Parmakonzerns ist während einer Phase-II-Studie mit dem Nukleotid-Polymerase-Inhibitor (NS5B-Inhibitor) ein Teilnehmer herzinsuffizient geworden und später an einem Herzinfarkt gestorben.
Neues Aids-Medikament in USA
21.09.2012 00:00
Die Behandlung soll für Aids-Patienten einfacher werden: Sie müssen nur noch eine Tablette täglich schlucken. Dies macht ein neues Medikament möglich, dass in der USA zugelassen worden ist. Manko: Der Preis. Im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids ist in den USA ein neues Medikament zugelassen worden, das nur einmal am Tag eingenommen werden muss. Mit dem aus vier Arzneistoffen zusammengesetzten neuen Mittel werde die Behandlung für den Patienten einfacher, erklärte Edward Cox von der US-Arznei- und Lebensmittelaufsicht FDA.
Anstieg von HIV unter Senioren auf dem chinesischen Festland
21.09.2012 00:00
Viele männliche Senioren auf dem chinesischen Festland haben sich in den letzten Jahren mit HIV infiziert, viele Fälle lassen sich mit Prostitution in Zusammenhang bringen, berichtete China Daily. Im Jahr 2005 wurden 483 neue HIV-Infizierte mit 60 Jahren und mehr auf dem Festland diagnostiziert, dies entsprach 2,2 Prozent der Gesamterkrankungen in diesem Jahr, während diese Zahl auf 3.031 im Jahr 2010 stieg, was fast 9 Prozent der Erkrankungen in diesem Jahr ausmachte.
Daten zu Diskriminierung von Menschen mit HIV
21.09.2012 00:00
Zum ersten Mal liegen aussagekräftige Daten zur Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV in Deutschland vor. Im Vorfeld ihrer Konferenz "Positive Begegnungen", hat die Deutsche AIDS-Hilfe bei einer Pressekonferenz die Ergebnisse ihrer Studie "positive stimmen" vorgestellt.
Epicatechine schützen das Gehirn
21.09.2012 00:00
Inhaltstoff von grünem Tee und Kakao hilft gegen Aids-Demenz. Epicatechine schützen das Gehirn vor der zerstörerischen Wirkung des HI-Virus. Es gibt neue Hoffnung für Aids-Kranke mit virusbedingter Demenz: Epicatechin. Dieser Pflanzenstoff, der unter anderem in grünem Tee und in Kakao vorkommt, schützt Gehirnzellen vor den zerstörerischen Auswirkungen des HIV-Virus. Das zeigt ein Experiment US-amerikanischer Forscher. Bisher gebe es keine effektive Behandlung gegen die neurologischen Schäden, die das Aids-Virus im Gehirn anrichte - unter anderem, weil die antiviralen Mittel die Blut-Hirn-Schranke kaum passieren können.
«Eine bis fünf Pillen täglich, ein Leben lang»
14.09.2012 00:00
HIV-Therapien wirken gemäß einer neuen Schweizer Studie hervorragend, bei 90 Prozent der Neuinfizierten verschwinden die Viren fast vollständig. Studienleiter Manuel Battegay warnt trotzdem. Früher waren für die tägliche Behandlung von HIV-infizierten Menschen Medikamentencocktails nötig, heute genügen ein paar Tabletten. Die Medikamente, die wir heute haben, sind verträglicher.
Molekül gegen HIV: kleine Änderung, große Wirkung
14.09.2012 00:00
Viel versprechender Einsatz im menschlichen Organismus: Chemischer Aufbau schützt Molekül vor Zerstörung durch körpereigene Enzyme. Im Kampf gegen AIDS haben Wissenschaftler einen neuen viel versprechenden Therapieansatz gefunden – mit denkbar einfachen Mitteln. Obwohl sie die Form eines bereits bekannten synthetischen Anti-HIV-Moleküls nur leicht veränderten, erzielten sie eine große Wirkung: Das neue Mini- Protein dockt besser an CXCR4-Rezeptoren auf der Oberfläche von Immunzellen an, einem bevorzugten Angriffspunkt für häufig vorkommende HIV-Varianten.
Flucht nach vorn
14.09.2012 00:00
Kirsten Zielke will ihren Dorfmitbewohnern die Angst nehmen. Seit sich in dem schleswig-holsteinischen Dorf Sörup das Gerücht verbreitete, Kirsten Zielke sei aidskrank, blieben der Nagelstudio-Betreiberin die Kunden weg. Doch sie will sich nicht klein kriegen lassen und reagiert mit einer Aufklärungsaktion. So richtig viel los ist in Sörup eigentlich nicht. Wenn nicht gerade das Johannisfeuer entzündet wird oder Touristen zum Besuch des örtlichen Obstmuseums anreisen, geht’s in der kleinen Gemeinde nahe der dänischen Grenze eher beschaulich zu.
Tabakpflanzen ermöglichen Impfschutz gegen HIV
14.09.2012 00:00
Schutz vor einer Ansteckung gegen den Erreger bieten Stoffe wie etwa der neutralisierende Antikörper 2G12. Er bindet ein bestimmtes virales Eiweiß, das Protein gp120, an die Oberfläche des Virus, so dass der Erreger nicht mehr an die Immunzellen andocken kann. Diese Antikörper werden bislang in tierischen Zellkulturen hergestellt. Der Prozess ist aufwändig und teuer. Das so genannte Molekular Farming stellt eine sichere und vor allem kostengünstige Alternative dar.
Die soziale Krankheit
14.09.2012 00:00
Die Welt-Aids-Konferenz in den USA zeigt eine einfache Wahrheit: Das HI-Virus ist einzudämmen. Doch Geld und Aufklärung fehlen überall. Die Botschaft ist durchwachsen. Da sind einerseits die Fortschritte der Forschung, zu denen neben der Verbesserung der Behandlung von HIV-Positiven auch die nunmehr auch medikamentöse Vorbeugung gegen Neu-Infektionen und erste Erfolge bei der Heilung gehören.
Weitere Heilungen von HIV-Infizierten
07.09.2012 00:00
Eine sehr frühe antiretrovirale Behandlung kann möglicherweise ebenso wie eine Stammzelltherapie die HIV-Infektion durchbrechen. Zum Abschluss des 19. Weltaidskonferenz in Washington wurden Einzelheiten zur französischen Visconti-Kohorte und zu zwei erfolgreichen Stammzelltherapien vorgestellt.
US-Leitlinie fordert Therapie für alle HIV-Infizierten
07.09.2012 00:00
Die International Antiviral Society-USA empfiehlt alle Erwachsenen mit HIV-Infektion so früh wie möglich antiretroviral zu behandeln. Begründet wird dies mit dem Fehlen eines Schwellenwerts für die CD-Zellzahl, ab dem eine HIV-Therapie noch ohne Nutzen ist. Hinzu kommen epidemiologische Überlegungen, nach denen die Therapie möglichst vieler Infizierter das Übertragungsrisiko in der Bevölkerung senken kann.
HIV geht auf die Gefäße
07.09.2012 00:00
nfektionen und Tumoren sind die typischen Begleiter bei Aids. Doch HIV-Infizierte auch erhöhte Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Das Problem sind die Fresszellen. HIV-Patienten weisen oft nicht kalzifizierte atherosklerotische Läsionen der Koronarien auf; sie erleiden auch häufiger als Nichtinfizierte einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dabei sind bestimmte Marker wie CD68 oder CD163 erhöht, die auf aktivierte Makrophagen hinweisen.
Ein Mittel lockt das HI-Virus endlich aus seinem Versteck
07.09.2012 00:00
Aids-Erreger verschanzen sich derart im Körper, dass eine Heilung bisher unmöglich ist. Eine Krebsarznei, die ruhende HI-Viren weckt, könnte das ändern. "Die Hindernisse könnten sich als unüberwindbar herausstellen", schrieb die Entdeckerin des Aids-Erregers noch kürzlich. Die Nobelpreisträgerin Françoise Barré-Sinoussi kommentierte im Magazin Nature, wovon Virologen seit Kurzem wieder sprechen: die künftige Heilung von HIV- Infizierten.
HIV plus TB: Patienten hilft kurze Therapie
07.09.2012 00:00
Eine vereinfachte Therapie ist bei Menschen mit HIV- plus Tuberkulose-Infektion ähnlich wirksam und besser verträglich als der Therapiestandard. Die dreimonatige observierte Behandlung mit wöchentlich Rifapentin plus Isoniazid hat sich als sicherer erwiesen als die neunmonatige nicht observierte Behandlung mit täglich Isoniazid.
Doppelschlag soll HIV überlisten
31.08.2012 00:00
Immer noch sterben jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen an Aids. Doch eine Impfung zu entwickeln, die sicher vor allen Varianten des HI-Virus schützt, scheint unmöglich. Forscher wollen dennoch nicht aufgeben - sie setzen auf eine Kombinationsstrategie.
Geld schützt nicht vor Aids
31.08.2012 00:00
Nach langer Zeit sind die USA wieder Gastgeber einer Aids-Konferenz. Das Land ist der weltgrößte Geldgeber im Kampf gegen HIV - und selbst stark betroffen. Mancherorts sind die Infektionszahlen vergleichbar mit Afrika. Ob in Apotheken, Büchereien, Fahrschulen oder Suppenküchen - kostenlose HIV-Tests werden in Washington nahezu überall angeboten.
Das Unmögliche möglich machen
31.08.2012 00:00
Könnte HIV in absehbarer Zeit heilbar sein? Mittlerweile gilt nicht mehr als verrückt, wer daran glaubt. Auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Washington spielt das Thema Heilung eine große Rolle. Welcher Ansatz könnte zum Erfolg führen? Armin Schafberger über den ersten geheilten Patienten, Timothy Brown, und den Stand der Forschung.
HIV und Ramadan – was geht, und wie?
31.08.2012 00:00
HIV und Ramadan – HIV-positiv, Medikamente, und die Fastenzeit für Muslime, der Ramadan. Verträgt sich das? Und wie regele ich’s am praktischsten? Ratschläge gibt ein französischsprachiges Interview mit einer Ärztin. Ramadan – das bedeutet bis Sonnenuntergang nicht essen, nicht trinken, nicht rauchen. Als ‘Fastenmonat’ bringt der Ramadan somit auch für Menschen mit HIV, die muslimischen Glaubens sind, einige Fragen mit sich.
Schwule infizieren sich schneller
31.08.2012 00:00
Ein Viertel der Schwulen in karibischen Ländern ist nach einer neuen Studie bereits mit HIV infiziert. Auch in anderen Regionen stecken sich vor allem Männer, die Sex mit Männern haben, mit dem Erreger an. Ein Grund ist das höhere Infektionsrisiko beim Analverkehr. Das HIV- Risiko unter homosexuellen Männern bleibt nach einer neuen Studie in vielen Regionen unkontrollierbar.
"Ich arbeite im Krankenhaus. Und ich habe HIV."
10.08.2012 00:00
73.000 Menschen in Deutschland sind an HIV erkrankt, mindestens zwei Drittel von ihnen arbeiten. Sie sind Ärzte, Erzieher oder Bankberater. Aus Angst vor einer Entlassung verschweigen die meisten im Berufsleben ihre Infektion - auch Kunden oder Patienten dürfen bloß nichts erfahren.
Durchfall weiterhin häufiges Problem für HIV-Positive
10.08.2012 00:00
Durchfall bleibt ein häufiges und belastendes Problem für viele HIV-Positive, ist die Schluss-folgerung eines Artikels in dem Fachblatt Clinical Infectious Diseases. Sie könnten einen gravierenden Einfluss auf die Lebensqualität haben, zu schlechterer Therapietreue beitragen und Therapieumstellungen erforderlich machen.
Hepatitis C-Therapie: Was bringt die Zukunft?
10.08.2012 00:00
It's closer than you think! - Motto Welt-Hepatitis-Tag 2012. "Näher als Du denkst!" lautet das Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages. Dies dürfte auch für neue Therapieoptionen bei der Hepati-tis C zutreffen.
Die Anti Aids Pille hilft bislang nur Reichen
10.08.2012 00:00
Das antivirale Medikament Truvada ist in den USA nun auch zur unterstützenden Vorbeuge gegen eine HIV-Infektion zugelassen. Die Abkürzung Prep steht für die größte Hoffnung von Aids-Forschern weltweit, die Präexpositions-Prophylaxe. Was sich hinter dem Wort-Ungetüm verbirgt, sehnen einige als Wendepunkt im zehrenden und kostspieligen Kampf gegen das Aids-Virus herbei, mit dem sich 2009 rund 2,6 Millionen Menschen neu infiziert haben.
HIV-Prävention: Täglich eine Pille für Gesunde?
10.08.2012 00:00
Erstmals ist in den USA ist ein Mittel zur HIV-Prophylaxe zu-gelassen worden. Viele Experten jubeln - aber schon häufen sich die Fragen. Denn die nicht ganz günstige Arznei könnte sogar den Safer Sex in Bedrängnis bringen.
HIV 2012, Washington DC, 22.-27. Juli 2012
03.08.2012 00:00
Eine kurze Zusammenfassung des internationalen AIDS-Kongresses 2012 in Washington D.C., USA.
Zahl der HIV Neuinfektionen erstmals wieder gesunken
03.08.2012 00:00
Erstmals seit zehn Jahren ist in Deutschland die Zahl der neu erkannten HIV-Infektionen wieder leicht gefallen. Insgesamt 2889 neue Fälle haben Ärzte 2011 diagnostiziert. Wie viele Menschen derzeit tatsächlich HIV-positiv sind, kann man allerdings nur schätzen. Einst kam die Diagnose HIV-positiv einem Todesurteil gleich. Doch immer mehr Menschen leben inzwischen seit vielen Jahren mit HIV, ohne schwere gesundheitliche Probleme.
HIV Tests müssen freiwillig bleiben!
03.08.2012 00:00
In Sachsen-Anhalt sollen demnächst unter bestimmten Bedingungen HIV- und Hepatitis- Tests gegen den Willen der Betroffenen möglich sein. So sieht es der Gesetzentwurf für ein geändertes "Gesetz über die Sicherheit und Ordnung" vor, das am 13. Juli im Landtag des Landes in erster Lesung behandelt und an den Ausschuss für Inneres überwiesen wurde.
Ein großer Schritt im Kampf gegen HIV
03.08.2012 00:00
Ein US-Forscherteam kann nun eine Substanz von Moostierchen synthetisch herstellen. Das wäre ein Schlüssel im Kampf gegen HIV. Es gilt als Traum jedes Wissenschaftlers, wirksame Mittel gegen die großen "Seuchen" unserer Zeit zu finden. So arbeiten weltweit viele Forscher an verschiedenen Ansätzen, das Humane Immunschwächevirus (HIV) zu besiegen.
Uniklinik Frankfurt wird neues Nationales Referenzzentrum für Retroviren
03.08.2012 00:00
Das Uniklinikum Frankfurt konnte den mehrfach ausgezeichneten HIV-Experten Prof. Oliver T. Keppler als Direktor des Instituts für Medizinische Virologie gewinnen. Mit Keppler wurde das Institut vor wenigen Wochen als Nationales Referenzzentrum für die Diagnostik und Beratung zu HIV ausgewählt.
Shanghaier Wissenschaftler könnten AIDS-Impfstoff gefunden haben
03.08.2012 00:00
Wissenschaftlern aus Shanghai könnte ein entscheidender Durchbruch beim Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS gelungen sein. Nachdem die Forscher virusähnliche Partikel in Mäuse injiziert hatten, entwickelten diese eine Immunität gegen das HI-Virus. Wissenschaftler aus Shanghai behaupten, einen Durchbruch bei der Suche nach einem HIV-Impfstoff erzielt zu haben.
Medikamente schützen vor HIV-Infektion
28.07.2017 13:12
Moderne HIV-Medikamente reduzieren das Ansteckungsrisiko. Eine aktuelle Studie bestätigt nun: Auch wenn Nichtinfizierte die Mittel nehmen, sinkt die Gefahr der Übertragung. Das Ergebnis könnte die Debatte um den Einsatz der Medikamente zur Prävention auf der Internationalen Aidskonferenz anheizen.
Was HIV-Infizierten die Erinnerung raubt
28.07.2017 13:12
Unreifer Wachstumsfaktor ist wohl Ursache für HIV assoziierte Demenz. Viele HIV- Infizierte können mit Hilfe antiretroviraler Medikamente ein fast normales Leben führen. Einige von ihnen entwickeln jedoch im Lauf der Zeit eine Demenz – obwohl sie ansonsten keine Anzeichen für den Ausbruch einer Aids-Erkrankung zeigen. Warum das so ist, haben jetzt Forscher der Georgetown-Universität in Washington entdeckt.
HIV: G-BA beschließt Zusatznutzen von Edurant
28.07.2017 13:12
HIV: G-BA beschließt Zusatznutzen von Edurant® für die gesamte Zielpopulation. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seinen Beschluss zur Nutzenbewertung für das Arzneimittel Edurant (Wirkstoff: Rilpivirin) zur HIV-Therapie gefasst.
HIV-positiv beim Zahnarzt: Es reicht …
28.07.2017 13:12
HIV-positiv beim Zahnarzt: Es reicht … wann ziehen wir Zahnärzten diesen Zahn? Erneut hat vor wenigen Tagen ein Zahnarzt einem HIV-Positiven die Behandlung verweigert. Eine daraufhin gestartete Nachfrage der lokalen Aids-Hilfe hat bestürzende Ergebnisse geliefert: nur einer von zehn Zahnärzten vor Ort war bereit, HIV-Positive zu behandeln. Behandlungsverweigerungen, Behandlungen nur in Nebenzeiten, oder nur in Notfällen – oft begründet mit dem vermeintlich erhöhten Hygiene-Aufwand, oder damit, man befürchte negative Konsequenzen für die eigene Praxis.
Hälfte der Deutschen findet Aufklärung zu Aids ungenügend
28.07.2017 13:12
Vor rund 25 Jahren startete die Kampagne -Gib Aids keine Chance-. Seit 25 Jahren gibt es diese Kampagne in Deutschland – und viele andere mehr. Etliche Menschen finden dennoch: Über HIV und Aids wird nicht genug aufgeklärt. Fast die Hälfte der Deutschen hatte schon einmal Sex ohne ausreichenden Schutz.
HIV: Zahnarzt verweigert Behandlung
21.07.2017 13:12
Es klingt unglaublich. Ein Zahnarzt weigert sich, einen HIV-positiven Patienten weiter zu behandeln. Schlimmer noch - auf telefonische Anfrage der Aids-Hilfe Münster lehnen neun von zehn angerufenen Dentisten in der Emsstadt eine Behandlung des Rheinensers ab oder wollen ihn nur als Notfall oder am Abend behandeln.
Gonorrhoe auf dem Vormarsch!
21.07.2017 13:12
Die Gonorrhoe, auch Tripper genannt, ist eine große gesundheitspolitische Herausforderung. Einerseits aufgrund der hohen und zunehmenden Inzidenz, andererseits durch die rasche Zunahme und Ausbreitung von resistenten Stämmen. Deshalb wurde dieses Jahr ein globaler Aktionsplan der WHO erlassen.
Kampf gegen Aids rüttelt an religiösen Tabus
21.07.2017 13:12
In Indonesien, dem größten muslimischen Land der Welt, ist Sexualkunde verboten. Homosexuelle und Prostituierte werden geächtet. Dennoch ist es mithilfe des Global Fund in Genf gelungen, Aids einzudämmen.
USA lassen HIV-Heimtest zu
21.07.2017 13:12
OraQuick ist ab Oktober in den USA frei erhältlich. In den Vereinigten Staaten soll ab Oktober erstmals ein HIV-Heimtest an Privatpersonen verkauft werden. In Deutschland sind derartige Kits verboten, die Aids-Hilfe rät generell von Heimtests ab. Die Gesundheitsbehörde FDA hat am Dienstag das Testkit OraQuick zugelassen.
Viele tolle Frauen mit HIV führen ein Doppelleben
21.07.2017 13:12
Kinderzeichnungen, Spielzeug, ein kleiner Wackeldackel, eine Ente auf dem Bildschirm, Kunst, Talmi, Tand und Flitterkram erinnern eher an eine Kindertagesstätte als an ein Arztzimmer. Die Frauen mit HIV und ihre Kinder, die Dr. Annette Haberl, Ärztin im HIVCENTER der Frankfurter Universitätsklinik, hier berät und betreut, sollen sich wohl fühlen. Die vielen kleinen Geschenke, Bilder und Ansichtskarten zeigen, dass es ihr gelingt, die Herzen zu erobern.
Spanien kürzt bei Aids-Prävention
14.07.2017 13:12
Über 300 spanische und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) werfen der spanischen Regierung vor, den Kampf gegen Aids aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage einfach aufgegeben zu haben.
Neue Einmal-Pille zur HIV-Therapie
14.07.2017 13:12
Weiteres Medikament zur einmal täglichen Einnahme in der Erstbehandlung einer HIV- Infektion. Für HIV-Infizierte könnte in Zukunft eine weitere Möglichkeit kommen, die Infektion langfristig auf einfache Weise unter Kontrolle zu halten: Eine Vierfach- Kombinationstherapie inklusive eines Integrasehemmers ist bei einmal täglicher Einnahme zumindest gleich gut wie eine andere Kombi-Tablette.
Begleitmedikation berücksichtigen bei Jung und Alt
14.07.2017 13:12
13th International Workshop on Clinical Pharmacology of HIV-Therapy, Barcelona, April 2012. Schwerpunkte des diesjährigen Pharmakologen-Kongresses waren die Herausforderungen der neuen Hepatitis-Proteasehemmer und das Interaktionspotential des neuen Boosters Cobicistat.
Je härter die Drogenpolitik, desto höher das Aids-Risiko
14.07.2017 13:12
Im Kampf gegen Aids fordern Experten ein Umdenken: Weniger Verbote und Strafen könnten weltweit die HIV-Neuinfektionen senken. Bisher wurden Kondome verteilt und Aufklärungskampagnen gestartet. Nun entwickeln Experten ein weiteres Mittel im Kampf gegen Aids: eine liberalere Drogenpolitik.
Diskordante Paare und Kinderwunsch
14.07.2017 13:12
Wenn ein HIV-positiver Mann mit einer HIV-negativen Frau ein Kind zeugen will, ist ein Waschen der Spermien bei effektiver antiretroviraler Therapie des Mannes nicht mehr notwenig, so ein erster Entwurf der englischen Leitlinien zum Kinderwunsch bei HIV.
HIV und HBV: Schwere Leberschäden bei Männern häufiger als bei Frauen
07.07.2017 13:12
Männer und Frauen sind von der kombinierten Infektion mit HIV und Hepatitis B in gleichem Maße betroffen. Mit einem wesentlichen Unterschied: Männer erkranken deutlich häufiger an schweren Lebererkrankungen, die durch die Koinfektion mit Hepatitis B bedingt sind. Lana Kosi von der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien, Endokrinologie/Gender Medicine, untersuchte in ihrer Studie 110 mit HIV und Hepatitis B infizierte Personen.
PrEP: wie geht’s weiter?
07.07.2017 13:12
Mit der Zukunft der Prä-Expositions-Prophylaxe PrEP befasste sich am 12. Juni der IAPAC Summit on Treatment as Prevention. Aidsmap gibt in einem Artikel eine Zusammenfassung über vorgestellte Studien und diskutierten Fragen. In 22 Studien mit über 33.000 Teilnehmern wird in den kommenden Jahren die Machbarkeit des Konzepts Prä-Expositions-Prophylaxe untersucht.
HIV-Behandlung: Armes reiches Russland!
07.07.2017 13:12
Ende Mai trafen sich HIV-Aktivistinnen und -Aktivisten aus Russland sowie West- und Mitteleuropa in St. Petersburg. Peter Wiessner war für die European AIDS Treatment Group dabei. Er berichtet, welch hohen Preis Menschen mit HIV für russisches Prestigedenken und die Korruption zahlen müssen.
Postpartale Prophylaxe mit Kombination effektiver
07.07.2017 13:12
Die Erweiterung um Nevirapin kann die Effektivität der HIV-Postex­positionsphylaxe von Neugeborenen, die derzeit mit Zidovudin durchgeführt wird, deutlich verbessern. Dies zeigt eine randomisierte Studie im New England Journal of Medicine, in der eine Dreifachkombination die Effektivität nicht weiter steigerte, die Verträglichkeit jedoch herabsetzte.
Uganda: Zunehmende Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente
07.07.2017 13:12
Zunehmende Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente gefährden Kampf gegen HIV/Aids. In Uganda ist die Häufigkeit von HIV/Aids Erregern, die gegen antiretrovirale Medikamente unempfindlich sind, in den letzten fünf Jahren von 8,6 auf 12 Prozent aller HIV- Infektionen gestiegen.
Erster Prozess gegen elektronische Gesundheitskarte
30.06.2017 13:12
Ab dem 28. Juni wird sich das Sozialgericht Düsseldorf mit der Frage beschäftigen, ob die eGK gegen den Datenschutz verstößt. Der Widerstand gegen die elektronische Gesundheitskarte wächst. Kläger Sven S. ist Versicherter bei der Wuppertaler Bergischen Krankenkasse. Er gehörte zu den Ersten, die die neue Chipkarte in Anspruch nehmen sollten.
Burma: Wo HIV noch ein Todesurteil sein kann
30.06.2017 13:12
20.000 Menschen sterben im Land pro Jahr an Aids - Doch selbst bei Erhalt der lebensrettenden Tabletten werden sie von der Gesellschaft ausgeschlossen. Der zwölfjährige Phoe Lone will Matrose werden, wenn er groß ist. Vor zehn Jahren konnte sich allerdings noch niemand vorstellen, dass Phoe überhaupt zwölf Jahre alt wird.
Muttermilch enthält Hemmstoffe gegen HI-Viren
30.06.2017 13:12
Wenn aidskranke Mütter ihre Kinder stillen, dann werden die nicht in jedem Fall angesteckt. Warum das so sein könnte, wollen Forscher jetzt herausgefunden haben. Ein Tierversuch legt nahe, dass Substanzen in der Muttermilch dem Erreger zusetzen können. Wie lässt sich verhindern, dass aidskranke Mütter ihre Neugeborenen anstecken?
Maraviroc auch gegen Brustkrebs einsetzbar?
30.06.2017 13:12
st das Aids-Medikament Maraviroc auch zur Behandlung von Brustkrebs geeignet? Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass so genannte CCR5-Hemmer, zu denen Maraviroc gehört, auch in der Lage sein könnten, aggressiven Brustkrebs an der Ausbreitung / Bildung von Metastasen zu hindern.
Ist der „Berliner Patient“ tatsächlich von HIV geheilt?
30.06.2017 13:12
Dem Internisten Gero Hütter von der Berliner Charité war durch Zufall eine medizinische Sensation gelungen. Er hatte den an Blutkrebs erkrankten US-Amerikaner Timothy Brown mit Stammzellen behandelt und auf diesem Wege auch dessen HIV-Infektion geheilt. Um zu klären, ob Brown tatsächlich nachhaltig virusfrei ist, hatten nun verschiedene Wissenschaftler neue Blutproben untersucht – und kamen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.
Sichere Unterstützung des Globalen Fonds gefordert
23.06.2017 13:12
Ein riesiges und tiefes Loch haben für die Kindernothilfe engagierte Jugendliche auf das Pflaster vor dem Brandenburger Tor gemalt. Dieses Loch symbolisiert die für 2013 noch nicht gesicherte Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria.
WHO warnt vor resistentem Tripper
23.06.2017 13:12
Im Vergleich zu Aids mag der Tripper harmlos erscheinen. Doch infizieren sich jährlich über 100 Millionen Menschen. Und es gibt immer mehr Antibiotika-Resistenzen, warnt die WHO. Dadurch kann auch Gonorrhoe tödlich sein. Für Millionen von Menschen, die sich mit der Geschlechtskrankheit Tripper infizieren, könnte es in absehbarer Zeit keine Heilung mehr geben.
Drogen-Slum in Vancouver: Downtown an der Nadel
23.06.2017 13:12
Menschen kauern auf der Straße, streunen umher auf der Suche nach Drogen, setzen sich Spritzen an den Hals: Mitten in Vancouver befindet sich ein Slum, die HIV-Rate ist dort so hoch wie in Afrika. Das Leid ermöglicht es Forschern, Strategien im Kampf gegen Aids zu erproben.
JVA verweigert Süchtigem den Drogenersatz
23.06.2017 13:12
Die Aids-Hilfe sieht ein Menschenrecht verletzt. Ein Häftling ist HIV-infiziert, drogenabhängig und sitzt im Gefängnis. Dort forderte er eine Ersatztherapie für seine Sucht. Doch die hat ihm die JVA Kaisheim verwehrt - und bekommt vor Gericht Recht. Das jüngste Gespräch, das Ute Häußler-Jitoboh in der Justizvollzugsanstalt Kaisheim mit dem HIV-infizierten Strafgefangenen Paul Bruns geführt hat, ist wenig beruhigend.
Internationaler Hurentag: Repression gefährdet Leben
23.06.2017 13:12
Die Deutsche AIDS-Hilfe warnt anlässlich des Internationalen Hurentags am 2. Juni vor einem gefährlichen Trend: In Deutschland wie in anderen europäischen Ländern sind Sexarbeiterinnen immer mehr Repressalien ausgesetzt. Die Folge: Prostitution findet vermehrt im Verborgenen statt.
Viruslast unter der Nachweisgrenze - HIV-positive Frau freigesprochen
16.06.2017 13:12
Eine 46-jährige HIV-positive Frau war am 1. Juni 2012 vor dem Wiener Landgericht angeklagt wegen: vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Sie wurde freigesprochen. Die Frau hatte mehrfach Sex mit Männern ohne Benutzung von Kondomen. Alle hätten gewusst, dass sie HIV-positiv ist, sie habe nichts versteckt, verteidigte sich die Frau.
HIV-Übertragung wird nicht mehr nach Epidemiegesetz bestraft
16.06.2017 13:12
Die Schweiz hat ihr Epidemiegesetz grundlegend revidiert. Menschen mit HIV können nun nicht mehr wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Verbreitung einer gefährlichen übertragbaren menschlichen Krankheit angeklagt werden. Das Gesetz soll künftig nur noch im Bereich Bioterrorismus angewendet werden.
Trotz HIV-Therapie bleibt Sperma oft infektiös
16.06.2017 13:12
Mit der Therapie gegen HIV lässt sich zwar erreichen, dass Infizierte lange krankheitsfrei bleiben. Es gelingt aber nicht, das Virus vollständig zu eliminieren. Auch wenn das Blut virusfrei ist, kann HIV im Sperma vorkommen. Belegt haben diesen Zusammenhang jetzt US-Ärzte in Boston in einer Studie mit 101 sexuell aktiven HIV-infizierten Homosexuellen. Deren Sperma und Blut wurde mit der PCR analysiert, und zwar frühestens einen Tag nach dem letzten Verkehr.
Protein entkräftet HIV
16.06.2017 13:12
Einige Immunzellen des Menschen besitzen ein Protein, mit dem sie sich gegen den AIDS- Erreger HIV zur Wehr setzen können. Lässt sich dieser neu entdeckte Mechanismus gegen die Immunschwäche nutzen? Bestimmte Immunzellen des Menschen sind Angriffsziel des AIDS- Erregers HIV. Einige dieser Zellen haben jedoch einen Weg gefunden, um dem Virus seine Attacke zumindest schwerer zu machen.
HIV-PEP: Wenn schon, dann richtig!
16.06.2017 13:12
Seit Jahren empfehlen wir für Personen nach einer Exposition mit HIV (Nadelstich oder Sexualkontakt) eine 4-wöchige Therapie mit einer HIV-Dreierkombination. Doch die Behandlungsregime sind veraltet und kaum evidenzbasiert. Um es gleich vorweg zu nehmen: Niemand wird je sagen können, dass die eine oder andere PEP-Kombination besser als die andere sei.
Aids-Medikament kann Autoimmunreaktion auslösen
09.06.2017 13:12
Wissenschaftler der US-Arzneibehörde FDA haben den Pathomechanismus der Überempfindlichkeitsreaktionen aufgeklärt, zu denen es unter der Therapie mit Abacavir vor allem bei Menschen mit bestimmten HLA-Konstellationen kommen kann. Laut der Publikation in Aids stößt das zur Behandlung der HIV-Infektion eingesetzte Mittel eine Autoimmunreaktion an.
Spermawäsche und Sicherheit bei Kinderwunsch
09.06.2017 13:12
Spermawäsche erhöht die Sicherheit bei Kinderwunsch nicht mehr als erfolgreiche antiretrovirale Therapie – britischer Richtlinien-Entwurf. Der Entwurf zur britischen Richtlinie zur Behandlung der Unfruchtbarkeit führt aus, dass eine Spermawäsche nicht mehr unbedingt erforderlich sein muss bei serodifferenten Paaren mit Kinderwunsch, bei denen der Mann HIV-positiv ist und die Frau nicht.
Studenten in Beijing rufen zu Gleichberechtigung von AIDS-Patienten auf
09.06.2017 13:12
Rund 200 Studenten von 21 Universitäten haben am Sonntag auf einer AIDS- Gedenkveranstaltung in Beijing Kerzen zum Gedenken an AIDS-Todesopfer angezündet. Sie riefen auf der Kampagne, die vom Joint United Nations Program on HIV/AIDS (UNAIDS), der China Red Ribbon Foundation und der Chinesischen Vereinigung für HIV/AIDS-Patienten an der Universität für Internationale BWL und VWL gestartet worden war, zu Gleichberechtigung von HIV- Infizierten und AIDS-Patienten auf.
Tenofovir in Schwangerschaft - wenig Bedenken
09.06.2017 13:12
Für die meisten HIV-Medikamente bestehen während der Schwangerschaft kaum Bedenken für das Kind. Allerdings sind die Daten noch bescheiden. Eine neue Studie untersucht den Effekt von Tenofovir. Über 2.000 Kinder von HIV-positiven Frauen, die während der Schwangerschaft eine HIV-Therapie hatten, wurden in dieser Studie eingeschlossen. Gut ein Fünftel der Schwangeren wurden mit Tenofovir behandelt, von dem wir annehmen, dass es die Knochendichte der Föten negativ beeinflussen könnte.
Bärenstarke Unterstützung
09.06.2017 13:12
Aids-Hilfe präsentiert in einer Ausstellung Projekte von Menschen mit HIV und Aids. Der Bär hängt schwer in den Armen von Michael Lämmert, Mitarbeiter der Offenbacher Aids-Hilfe. Das menschengroße Plüschtier repräsentiert das Bärenprojekt, bei dem kleine Teddybären für sechs Euro verkauft werden. Das Projekt kommt beiden Seiten zugute: Einerseits einem an Aids erkrankten Menschen, der etwas Sinnvolles tun möchte, auch wenn er aufgrund seiner Krankheit nicht jederzeit voll einsatzbereit ist.
FDA-Gutachter votieren für HIV-Heimtest
02.06.2017 13:12
Externe Gutachter haben der US-Arzneibehörde FDA einstimmig empfohlen, einen Schnelltest auf HIV-Infektionen auch als Heimtest zuzulassen. Der Hersteller hat die Anwendung dafür vereinfacht. Er wird auf mögliche Fallstricke bei der Interpretation warnen müssen. OraSure Technologies aus Bethlehem/Pennsylvania hatte im März 2004 von der FDA die Zulassung für einen HIV-Schnelltest erhalten, der ohne die Verwendung einer Blutprobe auskommt.
Military HIV/AIDS conference promotes awareness, prevention
02.06.2017 13:12
Distinguished visitors deliver closing remarks for the 2012 International Military HIV/AIDS Conference, May 10, 2012. Military and civilian delegates and subject matter experts from 77 nations gathered for the 2012 conference in Maputo, Mozambique, May 7-10, 2012, to share best practices in HIV prevention, care and treatment. The 2012 International Military HIV/AIDS Conference concluded here today after four days of sharing insights into new ways to re- energize military HIV/AIDS prevention programs.
Die Pille davor - kaum eine sinnvolle HIV-Prävention
02.06.2017 13:12
Mit großem Tamtam möchten uns die US Medien eine Pille anpreisen, die uns gegen eine Infektion mit HIV Schützen soll. Pille statt Kondom. Doch so einfach ist die Sache auch wieder nicht ... Die Daten dazu wurden bereits am 23. November 2010 publiziert und die damalige Eidgenössiche Kommission für AIDS Fragen (EKAF) hat gleichentags in einer Stellungnahme aufgezeigt, dass dieser Präventionsweg nicht das Gelbe vom Ei ist.
National Aids Trust fordert opt-out
02.06.2017 13:12
National Aids Trust rückt von informierter Einwilligung vor HIV-Tests ab und fordert opt-out. Der National Aids Trust fordert neue HIV-Test-Ideen – und rüttelt am Prinzip des freiwilligen HIV-Tests mit vorheriger Information und Einverständnis. Er fordert einem Medienbericht zufolge nun regelmäßige HIV-Tests -nicht nur- bei sexuell aktiven schwulen Männern – die automatisch erfolgen sollten, es sei denn, die Person entscheidet sich explizit dagegen, sog. opt-out.
USA: Experten für Mittel zur HIV-Prävention
02.06.2017 13:12
Truvada soll Menschen mit hohem Risiko schützen. Ein Panel amerikanischer Gesundheitsexperten hat erstmals ein Medikament gegen HIV-Infektionen bei gesunden Menschen unterstützt. Das Antiviral Drugs Advisory Committee empfiehlt den zuständigen Behörden, Truvada für Menschen mit einem hohen Aids-Risiko zuzulassen. Die U.S. Food and Drug Administration, FDA, ist nicht verpflichtet, den Empfehlungen des Panels zu folgen. Sie werden jedoch in der Regel angenommen.
Depressionen bei Hepatitis C Therapie mit Interferon
01.01.1970 01:00
Früherkennung wichtig, Prophylaxe weiter unklar. Bei Therapien der Hepatitis C mit Einsatz von Interferon treten häufig als Nebenwirkung Depressionen auf, Patienten erleben diese teils als massive Beeinträchtigung. Antidepressiva der Gruppe der SSRIs - Seronotin- Wiederaufnahme-Hemmer - sind sicher und wirksam zur Behandlung der Depressionen während einer Interferon-Behandlung.
Manchmal muss es eben MuMM sein
01.01.1970 01:00
Das Projekt MuMM der Deutschen AIDS-Hilfe hat in drei Städten – Berlin, München und Freiburg – Migrantinnen und Migranten als Multiplikatoren für die HIV- und STI-Prävention in ihren Communities ausgebildet. Sophie Neuberg berichtet vom Projektstandort Berlin, wo 19 Frauen und Männer die Schulung durchlaufen haben.
HCV-Therapie auch mit weniger Ribavirin
01.01.1970 01:00
Unter der Therapie entwickeln Patienten mit chronischer Infektion durch Hepatitis C Viren mitunter eine Anämie. Dann ist eine Reduktion der Ribavirin-Dosis möglich, ohne die Heilungsrate wesentlich zu beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die Subanalyse von Studiendaten, in denen zuvor nicht behandelte Patienten mit HCVInfektion vom Genotyp 1 eine Triple-Therapie aus PEG-Interferon, Ribavirin und Telaprevir erhalten hatten.
Klinische Studien in Indien
01.01.1970 01:00
Erst der Test, dann die Moral. Indien gilt als Paradies für Pharmakonzerne: Die Ärzte sind gut ausgebildet und trotzdem billig, die Patienten so arm, dass klinische Tests oft die einzige Chance auf Behandlung sind. SPIEGEL ONLINE zeigt in einem Reportage-Special, wie das Land zum globalen Medizin-Versuchsfeld wird.
EM-Stadt Kiew: Janukowitsch setzt auf Sexappeal
01.01.1970 01:00
Im Mai entfaltet Kiew seine ganze Pracht. Über dem Steilufer des Flusses Dnjepr leuchten die goldenen Kuppeln des Höhlenklosters. Blütenduft weht durch die Straßen. "Die Kastanien stehen voller Kerzen, rosagelbe Federbusch-Knallbonbons. Junge Damen in geschmuggelten Seidenjacketts." So beschrieb der russische Dichter Osip Mandelstam vor 100 Jahren die Frühlingsgefühle auf den Boulevards in Kiew.
Neuropathie: Lyrica enttäuscht in zwei Studien
01.01.1970 01:00
Das Medikament Lyrica (Wirkstoff: Pregabalin) hat in einer Phase-III-Studie an Patienten mit diabetischer Neuropathie keine bessere Wirkung erzielt als Placebo. Eine weitere Studie bei Patienten mit HIV-assoziierter Neuropathie wurde nach einer enttäuschenden Zwischenauswertung vorzeitig abgebrochen.
Mittelalter à la grecque?
01.01.1970 01:00
Griechische Polizei stellt HIV-positive Frauen öffentlich an den Pranger. Hat Athen mitten in der Krise nun den Pranger wieder entdeckt? Diesmal in der ‘modernen’ Kombination Aids, Prostitution – und Internet und Polizei? Elf Frauen, jede mit Namen, Geburtsdaten und Photos – öffentlich als an Aids erkrankt bezeichnet, im Internet, auf einer offiziellen Seite, einer Seite der griechischen Polizei …
FDA: Boceprevir nicht mit Ritonavir-geboosteten PI´s kombinieren
01.01.1970 01:00
Die US-Arzneimittelbehörde FDA Food and Drug Administration empfiehlt, den Hepatitis-C – Proteasehemmer Boceprevir (Handelsname Victrelis) nicht mir Ritonavir-verstärkten HIV-Proteasehemmern zu kombinieren. Hintergrund sind Wechselwirkungen, die zu gegenseitigen Wirkungsbeeinträchtigungen führen können.
Dieses Bisschen mehr macht den Unterschied zwischen Überleben und Leben
01.01.1970 01:00
Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund als Hauptforderung auf Transparente für die Demonstrationen am 1. Mai drucken lassen. Für Menschen mit HIV stellt sich allerdings oft das Problem, überhaupt erst mal einen Job zu finden.
Korruption und Kriminalität
01.01.1970 01:00
Die Ukraine hat mit einer großen Zahl von Problemen zu kämpfen. Hier die wichtigsten:
Zahnärzte im Praxistest in Frankfurt am Main
01.01.1970 01:00
Zahnprobleme und Zahnarzt-Behandlung sind für viele Menschen mit HIV immer noch ein Problem, selbst in Großstädten – wie vielfach hier berichtet. Der Blogger-Kollege alivenkickin hat Zahnarzt-Praxen im Raum Frankfurt am Main getestet – mit bestürzendem Ergebnis: Reaktionen zwischen ‘Verweis an die Uniklinik’ oder ‘Behandlung nur in Randzeiten’ waren die häufigsten, häufig auch die glatte Aussage “Positive behandeln wir nicht”.
Safer Sex für HIV-Positive nicht strafbar
01.01.1970 01:00
HIV-Positive dürfen Sex haben. Die Staatsanwaltschaft ist am Grazer Oberlandesgericht damit gescheitert, einen HIV-Positiven für Safer Sex zu bestrafen. Der Angeklagte war zuvor vom Kläger erpresst worden. Der Fall wurde von der österreichischen Homo-Gruppe Rechtskomitee Lambda als besonders "absurd" bezeichnet, weil nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Sex für HIV-Positive selbst dann ein Verbrechen ist, wenn sie die vom Gesundheitsministerium propagierten Safer-Sex-Regeln einhalten.
HIV-infizierter Pfleger verliert nach 16 Jahren seinen Job
01.01.1970 01:00
ids – für den Pfleger in einem münsterschen Krankenhaus war die Diagnose ein Schock. Doch es kam schlimmer: Der Mann verlor seinen Job. Weil er das HIV-Virus in sich trägt, vermutet er. Das Krankenhaus hält dagegen: Man habe von der Krankheit nichts gewusst. Aids im Medizinsektor – ein heißes Eisen.
Finanzielle Unabhängigkeit senkt Infektionsrisiko
01.01.1970 01:00
Eine aktuelle Untersuchung zur Wirkung direkter Geldleistungen an Mädchen in Entwicklungsländern zeigt den engen Zusammenhang zwischen der Armut der Mädchen und dem Risiko einer Ansteckung mit HIV. Direkte finanzielle Zuwendungen verringern das Risiko von Mädchen und jungen Frauen in Entwicklungsländern, sich mit HIV zu infizieren. Das geht aus einer Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler hervor, die jüngst in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde.
Côte d'Ivoire: Hohes HIV-Risiko für Jugend
01.01.1970 01:00
Ursachen liegen in den Krisen der letzten Jahre. Abidjan - Zu alarmierenden Ergebnissen kommt eine Untersuchung, die Côte d'Ivoire gemeinsam mit Partnern durchgeführt hat, die den Kampf des westafrikanischen Landes gegen HIV/Aids unterstützen. Danach ist die gesamte Jugend des westafrikanischen Landes extrem infektionsgefährdet. 3,2 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen sind bereits HIV-positiv.
Rilpivirin bei HIV: Zusatznutzen für Monopräparat belegt
01.01.1970 01:00
Dossier für Kombinationspräparat inhaltlich unvollständig: Vorhandene Studiendaten nicht adäquat ausgewertet. Seit Anfang 2012 steht erwachsenen Patientinnen und Patienten, die mit dem Humanen Immundefizit-Virus Typ1 (HIV-1) infiziert sind, auch der Arzneistoff Rilpivirin zur Verfügung. Es gibt ihn sowohl als Monopräparat (Handelsname Edurant(r)) als auch in fester Kombination mit anderen HIV-Medikamenten (Handelsname Eviplera (r)).
SPIRAL-Studie
01.01.1970 01:00
Positiver Einfluss auf Lipidwerte und kardiovaskuläre Biomarker. Haar - Die Umstellung von einem geboosterten Proteasehemmer (PI/r) auf den Integrasehemmer Raltegravir erwies sich als genauso wirksam wie die fortgeführte PI/r-Therapie und wirkte sich positiv auf das Lipidprofil aus. Auch kardiovaskuläre Biomarker verbesserten sich nach der Umstellung auf Raltegravir.
Roche startet Forschung an Aids-Impfstoff
01.01.1970 01:00
Das französische Institut für Aids- und Hepatitisforschung (ANRS), Inserm Transfert, das Unternehmen Roche und das Baylor Research Institute (BRI) gaben am 3. April 2012 den Start eines neuen, langfristigen Kooperationsprojektes zur Entwicklung von therapeutischen Impfstoffen gegen chronische Infektionskrankheiten bekannt.
Aufgerüstete Stammzellen bekämpfen HIV
01.01.1970 01:00
Genmanipulierte Abwehrzellen suchen und töten das Aids-Virus im Körper. In Zukunft könnten gentechnisch aufgerüstete Blutstammzellen als Mittel gegen Aids eingesetzt werden: Forscher haben diese Stammzellen so verändert, dass die aus ihnen gebildeten Killerzellen gezielt nach HIV-befallenen Körperzellen suchen und diese zerstören. Behandelten sie HIV-infizierte Mäuse mit solchen Stammzellen, hatten diese sechs Wochen danach deutlich weniger Aidsviren im Blut. Auch die Zahl ihrer T-Helferzellen sei wieder angestiegen.
Interferonfreie Kombinationstherapien zur Behandlung von Hepatitis C
01.01.1970 01:00
In der als „Co-Pilot“ bekannten Studie wurden über 12 Wochen verschiedene Dosierungen von ABT-450/r in Kombination mit ABT-333 und Ribavirin gegeben, die bei 95 % bzw. 93 % der bisher unbehandelten Patienten vom Genotyp 1 (GT1) ein anhaltendes virologisches Ansprechen in Woche 12 nach der Behandlung (SVR12) zeigten.
Forscher finden Weg zur HIV-Vakzine
27.04.2012 00:00
Neuer Anlauf zu einem HIV-Impfstoff: US-Forscher haben aus der nur mäßig erfolgreichen Impfstudie von 2009 ermittelt, wie sich eine höhere Effektivität erreichen ließe. Damals waren 8200 Probanden immunisiert worden, ebenso viele erhielten Placebo. In der Verumgruppe infizierten sich während sechs Jahren 51 neu, in der Kontrollgruppe 74, ein Unterschied von nur 31,2 Prozent.
Mehr Tote, mehr Neuinfektionen in Russland
27.04.2012 00:00
18.414 HIV-Infizierte sind laut Russlands Chefhygienearzt Gennadi Onischtschenko 2011 in Russland gestorben - um 17,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. An den Folgen ihrer HIV-Infektion sind eigentlich 5.568 Menschen verstorben. Die restlichen starben an einer Überdosis von Drogen, wurden getötet bzw. begingen Selbstmord, teilte Onischtschenko, Leiter des Föderalen Aufsichtsdiensts zum Schutz der Verbraucherrechte Rospotrebnadsor auf einer Pressekonferenz mit.
Piloten und Flugbegleiter: HIV bald kein Ausschlusskriterium mehr
27.04.2012 00:00
Nach einer neuen Verordnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit können auch HIV-Positive Pilot zu werden – wenn die Gesundheit es erlaubt. Am 8. April tritt sie in Kraft, wird aber nicht sofort wirksam. Bei der Einstellung von Flugbegleitern verzichten immer mehr Fluggesellschaften auf HIV-Tests. Pilot ist immer noch ein Traumberuf für viele junge Menschen – doch nur wenige schaffen den Weg ins Cockpit. Die Hürden sind groß und die Einstellungstests hart.
Suche nach protektiven Antikörpern
27.04.2012 00:00
Antikörper gegen eine bestimmte variable Region des HI-Virus könnten der Schlüssel zum Erfolg für den langgesuchten Impfstoff gegen die erworbene Immunschwäche Aids sein. Dies geht aus einer Analyse der RV144-Studie hervor, die vor zweieinhalb Jahren einen, allerdings nur begrenzten Impfschutz vor einer Neuinfektion erzielte.
NAB zu PREP
27.04.2012 00:00
Der Nationale AIDS-Beirat -NAB- positioniert sich zur Prävention von HIV mit antiretroviralen Medikamenten. Im März 2012 hat der Nationale AIDS-Beirat folgendes Votum beschlossen: Der Nationale AIDS-Beirat stellt fest, dass bei vorliegender HIV-Infektion eine effektive antiretrovirale Therapie eine HIV-Übertragung verhindert. Studien belegen eine hochgradige Schutzwirkung, sofern mit der antiretroviralen Therapie dauerhaft eine Unterdrückung der HI-Viruslast im Plasma auf unter 50 RNA Kopien pro ml erreicht wird.
Viele Vorurteile am Arbeitsplatz
20.04.2012 00:00
Mit HIV-infizierten Kollegen möchten viele Menschen nicht gern zusammenarbeiten. Die Vorbehalte sind jedoch unbegründet, denn im beruflichen Alltag besteht kein Übertragungsrisiko. Das war eine wichtige Botschaft der Münchner Aids- und Hepatitis-Tage im März 2012. Vor 30 Jahren war die Diagnose HIV-Infektion gleichbedeutend mit einem absehbaren, oft qualvollen Sterben. Junge Menschen fragten sich angesichts der miserablen Prognose, ob Ausbildung, Studium oder Beruf sich überhaupt noch lohnen.
HIV und Schwangerschaft 2012
20.04.2012 00:00
nterdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsrezept. Am letzten Januarwochenende fand in Schlangenbad wieder die Interdisziplinäre Fachtagung HIV und Schwangerschaft statt. Bereits zum zwölften Mal trafen sich HIV-Behandler, Frauenärzte, Pädiater, Vertreter psychosozialer Disziplinen und der Communities aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern, um gemeinsam die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet HIV und Schwangerschaft zu diskutieren. Eingeladen hatte wie immer das HIV-Center des Frankfurter Universitätsklinikums.
Immer mehr Kinder wachsen ohne Eltern und Großeltern auf
20.04.2012 00:00
Die Zahl der HIV-Infektionen in Zimbabwe ist seit längerem rückläufig. Doch die Situation der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch die Aids-Epidemie verloren haben, könnte sich in den kommenden Jahren noch verschlechtern. Das zeigt eine Simulation, mit der die Bevölkerungsentwicklung des afrikanischen Landes von 1980 bis 2050 modelliert wurde.
Behandlung der Hepatitis C bei HIV-Koinfektion
20.04.2012 00:00
Keine Interaktionen zwischen Proteasehemmer Boceprevir und Integrasehemmer Raltegravir zu erwarten. Der HCV-Proteasehemmer Boceprevir zeigte in einer Phase-I-Studie bei gesunden Probanden keinen Einfluss auf die Plasmakonzentration des HIV-Integrasehemmers Raltegravir und umgekehrt - Patienten mit einer HIV/HCV-Koinfektion, die eine Raltegravir-basierte HIV-Therapie erhalten, können demnach gleichzeitig mit einer Boceprevir- haltigen HCV-Therapie behandelt werden.
Frühzeitige HIV-Therapie
20.04.2012 00:00
Unterbruch der Behandlung in der Anfangsphase umstritten. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass nach einer Infektion mit dem HI-Virus die medikamentöse Behandlung möglichst rasch beginnen sollte. Dies steht allerdings im Widerspruch zu den offiziellen Richtlinien, die eine Therapie erst dann empfehlen, wenn die Infektion bereits zu einem Rückgang gewisser Immunzellen im Blut geführt hat.
Schlimmer als in Afrika
13.04.2012 00:00
New Orleans und Louisiana leiden unter extrem hohen HIV-Infektionsraten. Freiwillige und professionelle Helfer kämpfen dagegen mit kostenlosen Aids-Tests und Aufklärung an. Von der Politik erfahren sie dabei aber kaum Unterstützung. Unweit vom Amüsier- und Ausgehviertel rund um die Bourbon Street im Französischen Quartier von New Orleans sitzen einige junge Männer und Frauen ungeduldig in einem Wartezimmer.
Kondome – ein verblassender Mythos?
13.04.2012 00:00
"Kondome sind nicht die niedlich geredeten „flutschigen Dinger“ aus den frühen Anzeigen der Deutschen Aids Hilfe. Sie sind nicht „in“, schick, schrill oder der letzte Schrei. Soviel Spaß kann das gegenseitige Überstreifen nicht machen, wir wären sonst früher darauf gekommen" wettert der leider an den Folgen von Aids früh gestorbene Detlev Meyer 1988 in einem Leporello für die Deutsche Aids Hilfe, um dann allerdings zu konstatieren, dass es aber zu ihnen keine Alternative gibt.
Molekulare Schere soll Viren aus Immunzellen schneiden
13.04.2012 00:00
Bis heute gibt es für AIDS weder eine Impfung, noch ist eine Heilung möglich. Nur durch die lebenslange Einnahme von Medikamenten, lässt sich die Infektion derzeit unter Kontrolle halten. Der Erreger ist ein so genanntes Retrovirus (HIV). Nach der Infektion baut das Virus seine Gene stabil in das Erbgut von Immunzellen ein. Die integrierten Virusgene werden dann zur Bildung von Nachkommenviren verwendet, die wiederum weitere Zellen infizieren.
75.000 Personen in der Dominikanischen Republik haben HIV/Aids
13.04.2012 00:00
HIV und AIDS, totgeschwiegenes Thema in der Dominikanischen Republik. Mangelnde sexuelle Aufklärung, Sorglosigkeit, es gibt viele Gründe warum die Krankheit weit verbreitet ist. Laut Luis Feliz Baez (Direktor bei Digecitss – Kontrolle von Infektionen und Krankheiten durch sexuelle Übertragung) haben 75.000 Bürger der Dominikanischen Republik HIV/Aids, mindestens 40.000 von ihnen wissen jedoch nicht dass sie infiziert sind und die gefährliche Krankheit weiter übertragen.
Großer Stratege gegen tödliche Viren
13.04.2012 00:00
Wissenschaft kann sehr elegant sein und muss nicht kompliziert klingen: Das demonstrierte am Montagabend der aus Österreich stammende Chemiker Norbert Bischofberger eindrücklich am Forschungszentrum für molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Dessen Vorstand Giulio Superti-Furga hatte den Erfinder des Virostatikums Oseltamivir, besser als Grippemedikament Tamiflu bekannt, nach Wien eingeladen.
Normale Geburt möglich
06.04.2012 00:00
Unter kontrollierter antiretroviraler Therapie können HIV-positive Frauen ihr Kind natürlich auf die Welt bringen, ohne sein Risiko für eine Übertragung des Virus im Vergleich zu einer Kaiserschnittgeburt zu erhöhen. Kennzeichen für eine ausreichende Therapie ist eine Viruslast unter der Nachweisgrenze, das sind weniger als 50 Virus-RNA-Kopien pro Milliliter Blut. Bis vor wenigen Jahren war der Kaiserschnitt die Methode der Wahl.
Keine Kriminalisierung von Menschen mit HIV!
06.04.2012 00:00
Positionspapier der Deutschen Aids-Hilfe. Zusammenfassung – Die Strafbarkeit der HIV- Übertragung begünstigt die Verbreitung von HIV. Nach wie vor werden in Deutschland Menschen mit HIV verurteilt, nachdem es beim Sex zu einer Übertragung des Virus gekommen ist. Sogar wenn nur die Möglichkeit dazu bestanden hat, ohne dass es tatsächlich zu einer Übertragung gekommen ist, kann das zu einer Verurteilung führen.
HIV-Prävention fest im Blick
06.04.2012 00:00
Die Forscher basteln eifrig an einer Möglichkeit, HIV zu heilen. Mehr als kleine Erfolge konnten aber noch nicht erzielt werden. Doch auch wenn der Durchbruch irgendwann mal gelänge, führt an der Prävention und der Aids-Aufklärung kein Weg vorbei, meint Peter Leiner. Die Internationale Aids-Gesellschaft hat es längst auf ihre Fahnen geschrieben: das vorrangige Ziel der HIV-Forschung muss die Heilung sein. Die globale wissenschaftliche Strategie Towards an HIV Cure wird derzeit im Detail entwickelt.
Verhütungsspritzen erhöhen HIV-Risiko
06.04.2012 00:00
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Frauen, die Verhütungsspritzen nutzen, den zusätzlichen Gebrauch von Kondomen. Verhütungsspritzen sind in weiten Teilen Afrikas eine stark verbreitete Verhütungsmethode. Geschätzte zwölf Millionen Frauen nutzen sie allein in Afrika südlich der Sahara. In einem Artikel des medizinischen Fachmagazins The Lancet aus dem Oktober wurde eine Studie vorgestellt, die zu dem Ergebnis kommt, dass sich durch die Nutzung von Verhütungsspritzen die Ansteckungsgefahr mit HIV verdoppelt.
Positive bewerten und empfehlen Ärzte
06.04.2012 00:00
HIV-Positive berichten anderen HIV-Positiven über ihre Erfahrungen mit Ärzten – und empfehlen HIV-Behandler. Dies ermöglicht eine neue Initiative – in Großbritannien. Erstmals haben HIV-Positive in Großbritannien die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit Ärzten zu dokumentieren, diese zu bewerten und anderen Positiven HIV-Behandler zu empfehlen. Eine entsprechende Initiative wurde von der britische Aids-Organisation Terrence Higgins Trust in Zusammenarbeit mit der Organisation -My Aids- IWantGreatCare auf dem britischen Internetportal -My HIV- gestartet.
HIV-Epidemie in Russland breitet sich weiter aus
01.01.1970 01:00
Immer mehr Menschen in Russland stecken sich mit dem HI-Virus an. In Russland ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen 2011 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 62.000 Fälle gestiegen. Der russische Staat behindert wirksame HIV-Prävention. Die Neuinfektionsrate haben vor allem bei Männern zwischen 30 und 35 Jahren epidemische Ausmaße erreicht, so Russlands Oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko nach einer Meldung der Ärztezeitung. Zudem sei der Anteil infizierter Frauen gestiegen.
Erster geheilter Aids-Patient ist offenbar nicht gänzlich ohne HIV
01.01.1970 01:00
m Körper des ersten als geheilt geltenden Aids-Patienten Timothy Ray Brown sind offenbar doch Partikel des Aids-Erregers HIV vorhanden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Browns Arzt, den Hämatologen Gero Hütter. Der Mediziner berichtete, Ärzte in San Francisco hätten in der Darmschleimhaut des 46-Jährigen "Spuren von HIV" entdeckt. Brown selbst spricht in einer schriftlichen Stellungnahme von "toten Partikeln".
Verstärkte Werbung für den HIV-Test bei afroamerikanischen Frauen
01.01.1970 01:00
Laut CDC sind schwarze Frauen sehr viel stärker von HIV und Aids betroffen als Frauen anderer ethnischen Gruppen in den Vereinigten Staaten: Fast 60 Prozent aller HIV-Neuinfektionen bei Frauen entfallen auf Afroamerikanerinnen, und die Neuinfektionsrate ist hier 15-mal höher als bei weißen Frauen.
Leitlinie soll Therapieadhärenz verbessern
01.01.1970 01:00
Obwohl die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) HIV-Patienten vor der tödlichen Immunschwäche Aids schützt, ist die Adhärenz bei vielen Patienten mangelhaft. Eine Leitlinie in den Annals of Internal Medicine gibt Ratschläge, wie Patienten von den Vorteilen einer konsequenten Einnahme der Medikamente überzeugt werden können.
Gefährlicher Mix: Cholesterinsenker und Proteasehemmer gegen HIV und HCV
01.01.1970 01:00
Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA warnt in ihren aktualisierten Richtlinien vor Wechselwirkungen zwischen Cholesterinsenkern und Protease-Inhibitoren. Statine sind Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut und werden oft Patienten verschrieben, die auch PI einnehmen. Mögliche Folge sind Stoffwechselstörungen, die mit einer Erhöhung von Cholesterin und Fetten im Blut einhergehen.
Kenia: Computerprogramm als Lebensretter
01.01.1970 01:00
Software für HIV-Diagnose bei Kindern vom Land. Studenten an Kenias Strathmore- Universität entwickeln und verfeinern derzeit eine Software, die Diagnosen über den HIV/Aids-Status von Kleinkindern den Familien schneller zugänglich machen. Bisher müssen Eltern in den ländlichen Gebieten in der Regel bis zu 18 Wochen auf die Testergebnisse warten.
HIV-Epidemie beim EM-Gastgeber
01.01.1970 01:00
Nirgendwo in Europa ist die Neuinfektionsrate mit HIV so hoch wie in der Ukraine - Im Gastgeberland der Fußball-EM wird durch Sextourismus ein Ausbreiten der Epidemie befürchtet - Es fehlt an Geld und Aufklärung. Sergej hat die Hände fest vor der Brust verschränkt. Der Blick des 35-Jährigen ist ernst, der Körper verspannt. Seine Lebensgeschichte erzählt er so, als hätte er sie selbst erst in der Zeitung gelesen - ruhig und emotionslos.
HIV-diskordante Paare für europäische Partner-Studie gesucht
01.01.1970 01:00
Die europäische Partner-Studie zu HIV-diskordanten homo- und heterosexuellen Paaren (ein Partner ist positiv und unter wirksamer Therapie, der andere negativ) sucht weitere Teilnehmer. Ziel der Studie sind aussagekräftige Daten zum HIV-Übertragungsrisiko und zu Gründen, wenn beim Sex nicht immer ein Kondom benutzt wird.
KISS of life – selbst kontrollierter Drogenkonsum für mehr Gesundheit
01.01.1970 01:00
KISS – das Kurzwort hört sich viel schöner an als die sperrige Langform „Kompetenz im selbst bestimmten Substanzkonsum“. Dahinter verbirgt sich ein relativ neues Programm, das Gebraucher/innen legaler und illegaler Drogen helfen soll, ihren Konsum selbst zu kontrollieren und damit ihr Leben zu verbessern. Das verhaltenstherapeutische Programm KISS richtet sich an Drogengebrauchende und Menschen in Drogenersatztherapie (Substitution), die an ihrem Drogenkonsum etwas ändern wollen, aber nicht abstinent leben können oder wollen.
Wie Interferon-alpha HIV ausbremst
01.01.1970 01:00
n den frühen Tagen der Aids-Epidemie behandelten Ärzte Patienten unter anderem mit Interferon-alpha. Warum sich viele Symptome der Erkrankung damit mindern ließen, war lange nicht bekannt. Erst in den vergangenen Jahren zeigten In-vitro-Untersuchungen, wie Interferon- alpha den HI-Viren vermutlich Paroli bietet. Nun konnten Wissenschaftler erstmals auch in vivo die Wirkweise des Zytokins nachweisen.
Rote-Hand-Brief: Arzneimittelinteraktionen zwischen Boceprevir und Ritonavir-geboosterten HIV-Proteaseinhibitoren
01.01.1970 01:00
In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelzulassungsbehörde (EMA) möchte MSD Sie mit diesem Schreiben über neue Erkenntnisse zu Arzneimittelinteraktionen zwischen Boceprevir, einem oralen Inhibitor der Hepatitis C-Virus (HCV)-NS3/4A-Protease und Ritonavir-geboosterten HIV-Proteaseinhibitoren informieren.
CROI 2012 - Zusammenfassung
01.01.1970 01:00
Vom 5.-8. März fand die 19. Conference onf Retroviruses and Opportunistic Infections - CROI in Seattle, Washington, USA statt. Von den schönen Promenaden entlang des Wassers wurden die müden Augen der Kongressteilnehmenden mit wunderbaren Aussichten auf das Meer erfrischt. Aber die weite Reise hat sich gelohnt: unseren brandaktuellen Kongressbericht mit ausgewählten Themen vom CROI 2012 finden Sie zum Download.
England: Kostenfreie HIV-Behandlung auch für Ausländer
01.01.1970 01:00
Ausländern wird das National Health Service (NHS) jetzt auch eine kostenfreie Behandlung gegen HIV anbieten. Diese Pläne werden auch von der britischen Regierung unterstützt. Aktivisten wie Yusef Azad vom National Aids Trust betonten laut BBC, dass dieser Schritt die Gefahr von Infektionen bei Briten verringern und auch die Kosten einer späteren teureren Behandlung reduzieren wird.
HIV-Massentests für Schwule
01.01.1970 01:00
Um die neuste Welle von HIV-Neuinfektionen zu stoppen, testen Präventionsstellen Besucher von Schwulen-Bars und -Saunas auf Aids. In St. Gallen sind bei Schwulen die HIV–Neuinfektionen sprunghaft angestiegen. Eine groß angelegte Kampagne in Szenelokalen soll nun die Epidemie eindämmen. Es sind keine guten Nachrichten für die Schweizer Schwulenszene. In St. Gallen sorgte letzte Woche ein neuer HIV-Infektionsherd für Schlagzeilen. Bei viermal mehr Personen als im Vorjahr wurde in den ersten Wochen des Jahres eine HIV–Infektion diagnostiziert.
Probleme und Fehler beim Kondomgebrauch weltweit verbreitet
01.01.1970 01:00
Kondome schützen vor HIV und senken das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Probleme und Anwendungsfehler schränken die Schutzwirkung allerdings ein. Amerikanische Forscher haben jetzt englischsprachige Studien aus den Jahren 1995 bis 2011 nach Aussagen zu diesem Thema durchforstet.
An Hepatitis C sterben mehr Menschen als an AIDS
01.01.1970 01:00
In den USA fordert die Leberentzündung Hepatitis C mehr Todesopfer jährlich als eine Infektion mit dem HI-Virus. Das berichtet die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Bereits im Jahr 2007 habe die Zahl der Hepatitis C Toten die Zahl der AIDS-Toten überschritten. In den kommenden Jahren wird die Zahl wahrscheinlich aber noch weiter steigen.
Kein Geld für Behandlung von 85.000 HIV-Infizierten in Burma
01.01.1970 01:00
Rund 85.000 Menschen mit HIV und Aids haben in Burma nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen -MSF- keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten. Das Geld für die Versorgung fehle, beklagt MSF. Grosse Geberorganisationen wie der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hätten Programme für Burma gestrichen, sagte der Leiter der MSF-Mission in Burma, Peter Paul de Groote, am Mittwoch in Bangkok.
Burkina Faso: Engpass bei Aids-Versorgung
01.01.1970 01:00
Burkina Fasos Aids-Aktivisten haben die Regierung aufgefordert, das Gesundheitsbudget aufzustocken. Die kontin