Die wenigsten Menschen rechnen damit, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden. Dazu kann es jedoch schneller kommen, als es sich die meisten vorstellen. Besonders häufig landen dabei Streitereien innerhalb der Familie und Auseinandersetzungen mit den Nachbarn vor Gericht. Auch arbeitsrechtliche Verfahren sind längst keine Seltenheit mehr, wie mehrere Medienberichte in der Vergangenheit gezeigt haben. Es kommt gar nicht so selten vor, dass sich anständige Bürger plötzlich mit ungerechtfertigten Klagen auseinandersetzen müssen. Wer dann keine Rechtsschutzversicherung hat, muss mitunter hohe Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Diese werden allerdings nur übernommen, wenn man selbst der Beklagte oder Kläger im Verfahren ist. Werden hingegen der Ehe- oder Lebenspartner oder die im Haushalt lebenden Kindern in einen Rechtsstreit verwickelt, zahlt die Versicherung nur, wenn man einen Familienrechtsschutz abgeschlossen hat. Die Mehrkosten gegenüber einer Einzelversicherung sind meist nicht hoch, so dass diese Versicherung für die meisten empfehlenswert ist.
Wie auch bei einer einfachen Rechtsschutzversicherung sind beim Familienrechtsschutz oft nur bestimmte Rechtsgebiete in der Police festgeschrieben. Daher sollte man den Vertrag genau prüfen und die Tarife mehrerer Unternehmen miteinander vergleichen. Im Privatrechtsschutz sind bereits die wichtigsten Bereiche enthalten. Allerdings gibt es hier zwischen den Versicherern deutliche Unterschiede bezüglich des Leistungsumfangs. Außerdem bieten einige Versicherer die Möglichkeit, einzelne Rechtsgebiete aus dem Privatrechtsschutz auszuschließen, um so die Beiträge zu senken. Diesen Schritt sollte man sich allerdings gut überlegen, da er schnell zur Kostenfalle werden kann.